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Christsein - Mystik - Gaben, Charismen, Früchte. => Christsein im Alltag => Thema gestartet von: Admin am 25. September 2011, 04:11:55

Titel: Das Ziel vor Augen
Beitrag von: Admin am 25. September 2011, 04:11:55
Das Ziel vor Augen

Niemand kann der Frage nach dem Sinn des Lebens ausweichen. Das stärkste Fundament finden jene, die hoffen können. Ohne Hoffnung kann kein Mensch sinnvoll leben. Wer sich im Glauben dem offenbarten Gott aufgeschlossen hat, der ist in eine ewige Lebensbewegung hineingenommen, die mit dem Tode nicht endet, sondern zu ihrer Erfüllung gelangt. GOTTES Geist, der »das gute Werk« des Glaubens »angefangen hat«, »der wird es auch vollführen bis an den Tag Jesu Christi« (Phil 1, 6). Der Geist des offenbaren GOTTES begründet die Hoffnung, denn in der Auferstehung des Gekreuzigten ist das Fundament zum ewigen Leben für immer gelegt: »Wiedergeboren zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten«(1 Petr 1, 2). Wer mit der Auferstehung Jesu -dem Zentrum der Offenbarungsbotschaft- Mühe bekundet, wird den Boden begründeter Hoffnung bald verlieren. Weil der auferstandene HERR der Sieger über den Tod ist, darum ist die Wirklichkeit der Auferstehung -nicht als Idee, sondern als das Faktum-, die einzige Grundlage gültiger Hoffnung. Wo der Auferstandene ist, da ist ewiges Leben: »Ich lebe, und ihr sollt auch leben« (Joh 14, 19). Der Auferstandene allein -und nicht irgendwelche menschliche Möglichkeit- ist das Pfand bleibender Hoffnung.

Gewissheit eines ewigen Lebens!

Es ist nicht zufällig, dass im NT das Wort Hoffnung mit dem Glauben und Vertrauen gleichgesetzt wird (1 Petr 3, 15). Dieser hoffende Glaube stellt einen unerhörten Griff nach dem Kommenden dar, obwohl nach menschlichem Urteil «nichts zu hoffen ist» (Röm 4, 18; 5,2f); sich auf «Dinge, die man nicht sieht» beziehend, widerspricht er den Realitäten dieser Welt. Gleichwohl ist diese Hoffnung »eine gewisse Zuversicht« (Hebr 11, 1; 10, 23), denn schliesslich offenbarte sich GOTT selbst. Trotzdem behaupten modern Getrimmte, dass Unsicherheit -und nicht Gewissheit! -den Glauben präge.
Gewissheit der Hoffnung wird aber ermöglicht, weil Jesus selbst »der Begründer und Vollender des Glaubens« ist (Hebr 12, 2), weil das »Ergriffensein von Jesus Christus« (Phil 3, 12) den Grundstein für die persönliche Zukunft legt. Die Zusage des Auferstandenen: »Ich gebe ihnen das ewige Leben. Sie werden in Ewigkeit nicht verloren gehen, und niemand wird sie meiner Hand entreissen« (Joh 10, 28), verheisst über die Todesgrenze hinaus eine ewige Gemeinschaft mit dem erhöhten Herrn. An dieser Stelle sei hervorgehoben, dass christliche Hoffnung nicht nur das Bekenntnis zu der Auferstehung der Toten, sondern auch die Gewissheit des persönlichen Fortlebens nach dem Tode einschliesst. Die auch von Theologen immer wieder vertretene Auffassung, dass im Tod sich eine totale Zerstörung von Leib und Seele ereignet -und damit auch des Personseins des Menschen-, so dass alle Hoffnung sich auf die kommende Auferweckung konzentriert, entspricht keineswegs der neutestamentlichen Ewigkeitserwartung. Die Beziehung zu dem Schöpfer und Erlöser ist unaufhebbar und wird durch das Sterben nicht aufgelöst (diese christliche Erkenntnis darf nicht mit der Unsterblichkeitsidee des philosophischen Platonismus verwechselt werden!). Die individuelle Fortexistenz des menschlichen Ichs, eben seine Personalität, gründet in der Gottesebenbildlichkeit des Menschen. Das Wort Jesu: »Ich werde euch wiedersehen, und euer Herz wird sich freuen« (Joh 16, 22) begründet eine bleibende Jüngerschaft in einer zukünftigen Existenz. Wer in dieser «Existenz in der Hoffnung» steht, weiss um »das bei Christus Sein« (Phil 1, 23), um »das Heimatfinden bei dem Herrn« (2 Kor 5, 8). Diese persönliche, individuelle Hoffnung schenkt eine Bewusstseinsänderung, indem jede Zukunftsangst überwunden wird durch die Sicherheit im Geborgensein, der tiefsten Seelenruhe und innersten Befriedigung. In der Hoffnung auf die zukünftige Vollendung der Christusgemeinschaft findet der Mensch zu seinem Selbst.


Ich hebe meine Augen zu den Bergen
woher kommt meine Hilfe?
Meine Hilfe kommt vom Herrn,
der Himmel und Erde gemacht hat.
Er wird deinen Fuß nicht gleiten lassen;
und der dich behütet, schläft nicht.
Siehe, der Hüter Israels
schläft noch schlummert nicht.
Der Herr behütet dich;
der Herr ist dein Schatten über deiner rechten Hand.
dass dich des Tages die Sonne nicht steche noch der Mond des Nachts.
 Der Herr behüte dich vor allem Übel,
er behüte deine Seele
der Herr behüte deinen Ausgang und Eingang
von nun an bis in Ewigkeit.

Psalm 121