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römisch-katholisch => Fragen und Themen zum Glauben allgemein => Thema gestartet von: Anemone am 29. September 2011, 10:15:34
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Ich haben diese Mail erhalten. Wenn Ihr möchtet, könnt auch Ihr Euren Protest äußern gegen dieses gotteslästerliche Theaterstück!
Anemone
>> Soll eine laizistische Regierung blasphemische, pornographische und
>> gegen Gott gerichtete Kultur unterstützen?
>>
>> Werte Freunde,
>>
>> Wenn Sie obige Frage mit NEIN beantworten, dann bitte ich Sie, einen
>> Protest gegen den Theaterstück "GOLGOTA PICNIC" zu senden.
>>
http://www.tfp.at/protest_201109.php (http://www.tfp.at/protest_201109.php)
>> Die Bundesregierung sowie die Stadt Graz und das Land Steiermark
>> finanzieren blasphemische Kunst, welche nachfolgend beschrieben wird:
>>
>> Vorsicht: das ist abstoßend.
>>
>> - Es werden verschiedene Szenen gezeigt, in denen sich Schauspieler und
>> Schauspielerinnen frontal nackt zeigen. Alles wird auf eine große
>> Leinwand projiziert mit den Genitalien der Schauspieler und
>> Schauspielerinnen im Detail.
>> - In diesem Stück wird Unser Herr Jesus Christus als Terrorist
>> dargestellt und mit derartigen Blasphemien verhöhnt, daß ich sie hier
>> nicht wiederholen darf.
>> - Es gibt groteske Nachahmungen der Kreuzigung, wie z.B. eine halbnackte
>> Frau mit falschen Stigmata und einem Motorradhelm mit einer Dornenkrone
>> auf ihrem Kopf.
>>
>> Senden Sie daher jetzt Ihren Protest gegen "GOLGOTA PICNIC"
>>
>> Entsetzlich!
>>
>> Doch "GOLGOTA PICNIC" ist auf Tour bis Februar 2012. Beginnend in Paris
>> und mehreren Städten Frankreichs, kommt vom 30. September bis 2. Oktober
>> 2011 (drei Vorstellungen) nach Graz ins Theater „Orpheum“.
>> Veranstalter ist Steirischer Herbst Festival GmbH. Finanziert wird das
>> ganze großteils aus öffentlichen Mitteln, die vom Land Steiermark, von
>> der Stadt Graz und von der Bundesregierung kommen. (Im Jahr 2009 betrugen
>> die öffentlichen Mittel für Steirischer Herbst Festival GmbH insgesamt
>> 2,22 Millionen)
>>
>> Auch in Frankreich wird dieses „Kunststück“ aus
>> Steuermitteln finanziert.
>>
>> Senden Sie daher jetzt Ihren Protest gegen dieses blasphemische
>> Theaterstück
>>
>> Es ist notwendig, daß die Katholiken aus der ganzen Welt gegen diese
>> furchtbare Gotteslästerung protestieren, um zu vermeiden, daß dieses
>> Theaterstück in anderen Ländern gezeigt wird.
>>
>> Andernfalls könnten diese Gotteslästerungen, die in Österreich und
>> Frankreich stattfinden, sich bald in andere Länder verbreiten.
>>
>> Wir Katholiken sind verpflichtet, dagegen zu protestieren und Sühne zu
>> leisten für diese grausame Beleidigung Unseres Herrn Jesus Christus.
>>
>> Zum Protest
>>
>> Senden Sie jetzt Ihren Protest an die Stadt Graz, an die Steiermärkische
>> Landesregierung und an das Bundesministerium für Unterricht, Kunst und
>> Kultur.
>>
>> Falls es nicht verhindert werden kann, bitten wir Sie um Gebete der
>> Wiedergutmachung an das Heiligste Herz Jesu.
>>
>> Wir danken für Ihre Teilnahme an dieser wichtigen Intitiative!
>>
>> Mit freundlichen Grüßen
>>
>> Benno Hofschulte
>> Vorsitzender
>> www.tfp.at (http://www.tfp.at)
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Danke liebe Anemone für den Aufruf zum Protest!
Wie man bei kath.net nachlesen kann, bleibt das Hamburger Erzbistum gelassen.
http://www.kath.net/detail.php?id=34831 (http://www.kath.net/detail.php?id=34831)
Nun hat sich der IK katholischer Laien und Priester in Hamburg (Kardinal-Newman-Kreis) mit einem Brief an den Erzbischof von Hamburg gewandt und zu einer Sühneandacht angeregt:
Exzellenz, hochwürdigster Herr Erzbischof, wie Sie sicher bereits der Presse entnommen haben, wird am kommenden Montag, dem 23. Januar 2012, das o. g. Theaterstück im Thalia-Theater aufgeführt werden, in welchem der HERR Jesus Christus als Terrorist dargestellt und mit weiteren Blasphemien verhöhnt wird, über die sowohl das Hamburger Abendblatt als auch die Morgenpost berichteten.
Auf Nachfrage des Initiativkreises teilte der Pressesprecher des Erzbistums, Herr Nielen, heute morgen telefonisch mit, das erzbischöfliche Generalvikariat plane keine offizielle Protestnote, sondern wolle sich allenfalls an der anschließenden Diskussion beteiligen, indem es möglicherweise einen Vertreter entsende. Als Begründung für diese Entscheidung wurde genannt, daß man dem Theaterstück keine Öffentlichkeit bescheren und sich ferner nicht in die Nähe der Priesterbruderschaft St. Pius X. begeben wolle, die das Thema bereits publizistisch verfolgt hat.
Hierzu erlaube ich festzustellen: Das taktische Kalkül, Protest gegen das inakzeptable Stück zu unterlassen, um diesem keine Bekanntheit zu verschaffen, mag solange zugrundegelegt werden können, als die Öffentlichkeit noch keine Kenntnis genommen hat. Dieses ist jedoch inzwischen der Fall. Ferner verfängt auch das zweite Argument offenkundig nicht. Ja gerade wenn nur die Piusbruderschaft bisher den Mut zu deutlichem Protest besessen hat, wäre es nötig, daß offiziell-hierarchische Organe diesen Protest bekräftigen. Anderenfalls könnte für viele Gläubige, die die offene Gotteslästerung in dem besagten Theaterstück beklagen, der Eindruck entstehen, dass ihr Anliegen ausschließlich von der Piusbruderschaft öffentlich geteilt wird.
Ferner sei hinsichtlich der Äußerung des Herrn Nielen bemerkt, dass das erzbischöfliche Generalvikariat freilich auch für die nicht unerhebliche Gruppe von Katholiken Sorge trägt, die sich der Hamburger Gemeinde der Piusbruderschaft zugehörig fühlen. Die vom Heiligen Vater offensichtlich von Herzen vorangetriebenen, großzügigen Einigungsbestrebungen können uns allen insoweit ein leuchtendes Vorbild sein.
Der Kardinal-Newman-Kreis bittet daher Sie, Exzellenz, höflich um Auskunft, ob es das erzbischöfliche Ordinariat tatsächlich dabei belassen wird, keinerlei Widerspruch gegen das Theaterstück zu veröffentlichen. Ferner würden wir eine offiziell anzukündigende Sühneandacht anregen wollen und gerne erfahren, ob hierzu grundsätzlich Bereitschaft bestünde.
Wegen der Kurzfristigkeit der Sache würden wir uns über eine direkte Antwort freuen, auch um die publizistische Aktivität des Initiativkreises daran ausrichten zu können.
Mit herzlichem Dank sowie der Bitte um Ihren bischöflichen Segen verbleibe ich
Prof. Dr. med. Eberhard Gross
– Vorsitzender –
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Danke liebe Anemone für den Aufruf zum Protest!
Wie man bei kath.net nachlesen kann, bleibt das Hamburger Erzbistum gelassen.
Erzbistum Hamburg - Materialkoffer Okkultismus
Beim Erzbistum Hamburg gibt es im Bereich der Medienstelle einen Materialkoffer Okkultismus beziehen, wie KATH.NET-Leser berichten. Auf der Homepage des Erzbistums heißt es zur Erklärung: "Zur Veranschaulichung von Riten und Symbolen in den Weltreligionen steht Religionslehrererinnen und Religionslehrern sowie hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Pastoral neben den gängigen AV- bzw. Printmedien folgendes Anschauungsmaterial (Materialkoffer) zur kostenlosen Ausleihe bereit". Im Koffer über Okkultismus befindet sich folgender Inhalt: 1 roter Leinenbeutel mit 24 Runensteinen (Holz), 1 Buch "Runen" (Andy Baggott), 1 Witchboard (blauer Stoff in Tüte) mit blauer Planchette (Holz), 1 Buch "Weisheit aus einer anderen Welt" (Marion Röbkes), 1 Pendel (Messing) in roter Samttasche, 1 Buch "Das große Pendelbuch" (Anton Stangl), 1 "Rider Waite" - Tarot (78 Tarotkarten, 2 Zusatzkarten, 1 Anleitung), 1 Kristallkugel in Kunststoff in rotem Karton,
1 Ständer für die Kugel (3teilig) in Plastiktüte, 1 schwarzes Samttuch (30x30cm) in Tüte, 1 Schnellhefter "Informationen zum Benutzen von Kristallkugeln" (1 Seite). Außerdem gibt es eine "Anleitung für die Handhabung des Witchboard" (3 Seiten) und 1 großes schwarzes Samttuch zum Auslegen des Koffers (insg. 12 Teile)".
Auch ein Koffer über Buddhismus mit Gebetsmühle, Gebetskette, Ritualdolch, Gebetsfahne, Räucherstäbchen und eine Bronze-Buddhafigur sowie ein Koffer über den Islam mit goldbrauner Gebetsteppich, braunes Kopftuch, 1 dunkelblauer Hijab, Kafira, 1 Tasbih (Gebetskette) und 1 Koran in arabisch-deutscher Schrift befindet sich im Angebot des Erzbistums.
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Meinen Dank und Respekt diesen katholischen Laien und Priestern, aber müsste der Aufruf nicht umgekehrt erfolgen - vom Bischof an die Gläubigen?! Die Begründung für diese Gelassenheit ist mir unverständlich, eben aus den bereits in diesem Schreiben genannten Gründen. Und warum hat man denn überhaupt das Feld der Piusbruderschaft überlassen, anstatt von vornherein mit schärfsten Protesten zu reagieren? Daran hat sich, von welcher Stelle auch immer, anscheinend bis zu diesem Zeitpunkt nichts geändert. Ich meine, das ist doch keine regionale Angelegenheit! Wenn ich das Internet durchforste, dann gibt es offensichtlich mehr atheistische Websites oder weltliche Medien, die sich dem Thema widmen als Protestaufrufe, von offiziellen seitens der Kirche mal ganz zu schweigen.
Übrigens: bei der Aufführung in Paris fand zwar in der Kathedrale eine Gebetswache statt, doch der Kardinal Vingt-Trois soll hierzu geäußert haben (ich kann mich hierbei nur auf Internet-Quellen berufen),
dass er zwar nicht sagen könne, ob es sich bei dem Stück um Gotteslästerung handele !!, weil er die Absichten des Autors nicht kenne. Allerdings sei verständlich, dass Christen darauf schockiert reagieren könnten !. (Hervorhebungen von mir)
Ich glaube, da sag ich jetzt gar nichts mehr zu. Die Lage (also an sich, nicht nur in diesem Fall) ist wohl viel ernster als ohnehin angenommen.