Forum ZDW
Allgemeine Diskussionen => Allgemeine Diskussionen => Thema gestartet von: kleineMaria am 30. September 2011, 15:29:25
-
Eine antichristliche Haltung werde «systematisch» in Medien, an Schulen und in der öffentlichen Meinung verbreitet, sagte der Budapester Kardinal Erdö.
Tirana (kath.net/KNA) Der Ratsvorsitzende der Europäischen Bischofskonferenzen (CCEE), Peter Kardinal Erdö, sieht eine wachsende Diskriminierung der Kirchen in Europa. Eine antichristliche Haltung werde «systematisch» in Medien, an Schulen und in der öffentlichen Meinung verbreitet, sagte der Budapester Kardinal am Donnerstag bei der Eröffnung der CCEE-Jahresvollversammlung im albanischen Tirana.
In der Darstellung des christlichen Glaubens werde gezielte Desinformation eingesetzt; in Internet-Netzwerken würden Seiten mit christlichen Inhalten «systematisch ausgeschlossen oder zensiert», sagte Erdö. Zugleich rief er die Regierungen der EU auf, klarere Forderungen an Staaten zu stellen, in denen die Religionsfreiheit nicht respektiert werde. Die soziale und kulturelle Vielfalt in Europa bezeichnete er als wertvolles Gut. Die Einheit Europas dürfe nie «erzwungene Einheitlichkeit» sein.
Weiter sprach Erdö von «schweren Krise» in vielen europäischen Ländern. Diese habe ernste Auswirkungen auf das Leben von Familien und Einzelnen. «Eines der sichtbarsten Symptome der europäischen Krise ist sicherlich der wirtschaftliche Kollaps, aber viel tiefer und heimtückischer ist die ethische und anthropologische Krise, die besonders im Familienleben, in Bildungseinrichtungen, in den Medien breitmacht», so der Kardinal.
Erdö nannte als Beispiele soziale Spannungen, Drogen, Abtreibung und Sterbehilfe. Zeichen einer «Kultur des Todes» seien aber auch eine zunehmende Gewalt unter jungen Menschen und ein wachsendes Gefühl von Unsicherheit. Die katholische Kirche in Europa arbeite für eine Erneuerung der Gesellschaft, indem sie sich für die Verkündigung der christlichen Botschaft einsetze, sagte Erdö. Dies sei ein klares Zeichen, dass die Bischöfe den Appell des Papstes zu einer Neumissionierung des Kontinents auch unter widrigen Umständen aufgreifen wollten.
Die von Benedikt XVI. verlangte Neuevangelisierung steht im Mittelpunkt des bis Sonntag dauernden Bischofstreffens. Nach CCEE-Angaben nimmt auch Erzbischof Rino Fisichella, Präsident des päpstlichen Rates zur Neuevangelisierung, an der Jahrestagung teil.
https://email.t-online.de/V3-6-2-0/srv-bin/mailbox?method=deliverMessagePart&p%5Bfolder%5D=INBOX&p%5Buid%5D=3649&p%5BmimePartId%5D=5&p%5Bdisposition%5D=inline