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Heede / Weihegebet an Maria
« Letzter Beitrag von Adoramus te Christe am 18. April 2025, 00:13:03 »

Liebe Muttergottes!
Dein Sohn, unser Erlöser Jesus Christus, hat dich auch uns zur Mutter gegeben. Wir danken ihm dafür; und wir danken dir, dass du uns als Geschenk seines Herzens angenommen hast. Er hat dich zur Königin des Weltalls und der Armen Seelen erhoben. Nun hälst du deine Hand wie eine Mutter über die ganze Welt, über alle Menschen auf Erden und über die Armen Seelen.
Um deine Berufung zu erfüllen, suchst du Menschen, die dir vertrauen und sich dir ganz zur Verfügung stellen. So kommen wir zu dir und weihen uns dir mit Leib und Seele, mit unserem Leben und Leiden. Lass uns durch dich und in dir Diener und Dienerinnen des Heiligsten Herzens Jesu werden zum Heil der Welt und zur Ehre des Vaters im Himmel. Amen.
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Die Bibel / Re: Licht aus der Quelle der Wahrheit - Wort und Lehre
« Letzter Beitrag von Adoramus te Christe am 16. April 2025, 21:19:11 »
Und sein Schweiß wurde wie Tropfen Blutes, die auf die Erde niederrannen. (Lk 18,44ff)

"Er weinte aus allen Poren seines Körpers." (Hl. Bernhard)

Das Blut Christi ruft zum ewigen Vater nicht um Gerechtigkeit, wie das Blut Abels, sondern um Barmherzigkeit für die Sünder.

Stellen wir uns vor, wir wären in jener Nacht im Ölgarten zu Getsemani gewesen und hätten das Blut Jesu Christi den Erdboden röten sehen. Mit welcher Ehrfurcht hätten wir uns niedergekniet,  um es zu verehren. Haben wir nicht Täglich dieses selbe Heilige Blut auf unseren Altären? Knien Wir uns nieder und beten wir es an.
Blut des Erlösers, wasche uns rein von unseren Sünden! Durchglühe unsere Seele mit dem Feuer Deiner heiligen Liebe!
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Die Bibel / Licht aus der Quelle der Wahrheit - Wort und Lehre
« Letzter Beitrag von Adoramus te Christe am 16. April 2025, 03:08:10 »
Die Wahre Seligkeit

Lukas 11,27-28:

Als er das sagte, rief eine Frau aus der Menge zu ihm zu(Vgl. Lk 1,48; Lk 4,18+): Selig die Frau, deren Leib dich getragen(Lk. 23,29) und deren Brust dich genährt hat(Lk 8,21). Er aber erwiderte (Dt 6,3): Selig sind vielmehr die, die das Wort Gottes hören und es befolgen(Spr. 19,16).
(Apk 1,3)


Auszug aus Meditation über Lukas von Hochw. Richard Gutzweiler:

Die Redegruppe über die Wlt Gottes und die Welt Satans wird abgeschlossen durch ein kurzes, bedeutsames Wort. Die Frau aus dem Volk sagt zu Jesus: "Selig der Leib, der dich getragen, und die Brust die dich genährt hat!" Die Antwort Jesu lautet: "Wahrhaft selig, die das Wort Gottes hören und es bewahren!"

1. Das Wort Gottes

Die Worte, die Jesus gesprochen hat, sind Gottes Wote. Wer sie hört, mit dem inneren Gehör des Herzens, und wer sie befolgt, in Gesinnung und Tat, hat den Weg zur Seligkeit gefunden. Ja, er besitzt schon eine innere Seligkeit. Denn nichts kann den Menschen so beglücken wie der Reichtum des Gotteswortes, das Geist und Herz erfüllt, weil es Klarheit bringt und Liebe weckt. Diese lebendige Aufnahme des Wortes Gottes ist so groß, dass daneben sogar die irdische Größe Marias zurücktritt. Es ist gewiss etwas Großes, Mutter eines solchen Gesetzeslehrers, Predigers und Beglückers der Menschen zu sein, ja sogar Mutter des menschgewordenen Gottes. Aber es bleibt eine äußere Beziehung. Größer ist das innere Jasagen zum Wort des Herrn. Kühner kann due Größe des Glaubens nicht mehr formuliert werden.

2. Maria

Ist damit die Marienverehrung durch Jesus verurteilt? Keineswegs. Denn einmal ist das Wort jener Frau aus dem Volk durch Jesus bestätigt. In der Tat ist der Leib seligzupreisen, der ihn getragen, und besteht das Wort des Magnifikats zu Recht: "Von nun an werden mich seligpreisen alle Geschlechter." Die einmalige Stellung Marias als Mutter Jesu begründet mit Recht das Lob und die Verehrung der Mutter, die Jesus geboren hat. Dazu kommt aber das andere: Die Seligpreisung Jesu gilt für niemanden so sehr wie gerade für Maria. Denn wer hat das Wort Gottes mit hellerem Geist und breiterem Herzen gehört als sie? Sie hat ja dieses menschgewordene Wort in ihrem Schoß getragen, jahre- und jahrzehntelang in ihrer Nähe gehabt. Und sie hat dieses Wort nicht nur aufgenommen, sondern sie hat die Worte dueses Wortes auch befolgt wie niemand anders. Die Hingabe der ancilla Domini, "Mir geschehe nach deinem Wort", hat das Leben Marias gestaltet bis zur Hingabe unter dem Kreuz und bis zur Hingabe bei ihrer eigenen Aufnahme in den Himmel, wo sie nun mit dem Wort Gottes völlig und für immer vereint ist. So gilt die Seligpreisung durch Jesus selbst in besonderer Weise Maria. Echte Marienverehrung ist hier gerade durch Jesus gebilligt und in ihrer doppelten, äußeren und inneren, naturhaften und übernatürlichen, Größe aufgezeigt.

Kommentar aus der Navarre Bibel:
Gemäß der Tradition sprechen diese Sätze von der Größe der Allerheiligsten Jungfrau Maria, weil sie "die Worte annahm, in denen der Sohn, das Königreich über alle Rücksichten und Bande des Fleisches und Blutes stellend, diejenigen selig nannte, die das Wort Gottes hören und bewahren, wie sie (Maria) es treu tat." (II. Vatikanisches Konzil, Lumen gentium 58). Die Kirche bekennt, dass "während ihres ganzen Lebens, auch in ihrer letzten Prüfung, als Jesus, ihr Sohn, am Kreuz starb, wankte ihr Glaube nicht . Maria gab ihren Glauben, daß das Wort Gottes "in Erfüllung gehen wird", nie auf. Darum verehrt die Kirche in Maria die lauterste Glaubensgestalt" (KKK 149).

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Die Augen der Got­tes­mut­ter

Predigt von Professor May 26.01.2025

Im Namen des Vaters und des Soh­nes und des Hei­li­gen Geis­tes. Amen.

Geliebte im Herrn!

Ein ita­lie­ni­scher Maler hat ein Bild gemalt. Die Got­tes­mut­ter sitzt auf einem Stuhl, auf ihren Knien das Jesus­kind. Mit bei­den Armen hält sie es umschlun­gen, als wollte sie sagen: Mein ist das Kind­lein für alle Ewig­keit. Aber das Schönste an dem Bild sind die Augen der Got­tes­mut­ter. Fra­gend und ver­ste­hend, glück­se­lig und ernst zugleich schauen sie einen an, wohin man sich auch wen­den mag, als könn­ten sie in den Tie­fen unse­rer Seele lesen. Unser Blick, ent­zückt von der Far­ben­pracht des Bil­des und sei­ner wun­der­ba­ren Kom­po­si­tion, glei­tet immer wie­der über alles andere hin­weg, um auf den Augen Mari­ens ruhen zu blei­ben. Dar­über möch­ten wir heute nach­den­ken: über die Augen der Got­tes­mut­ter. Sie haben viel gese­hen, Erfreu­li­ches und Schreck­li­ches. Oft mag Maria mit dem Psal­mis­ten (25,15) gebe­tet haben: „Stets sind auf den Herrn meine Augen gerich­tet.“ Von ihm emp­fing sie die Wei­sun­gen und die Fügun­gen ihres Lebens. Und wei­ter: „Meine Augen erheb’ ich zu dir, der du thronst im Him­mel. Wie die Augen der Magd, so gehen meine Augen auf den Herrn, unse­ren Gott!“ (Ps 123,1-2). Wie alle from­men Israe­li­ten zog es sie nach Jeru­sa­lem, machte sie die Wall­fahrt zum hei­li­gen Ort, betend wie alle Pil­ger. „Ich freute mich, als man mir sagte: Wir wal­len zum Hause des Herrn“ (Ps 122,1). Der Anblick des Tem­pels war eine Erhe­bung und ein Glück für jeden from­men Israe­li­ten. Maria war fromm. Und so mag sie oft gebe­tet haben: „Eins nur erfleh’ ich vom Herrn: Zu woh­nen im Hause des Herrn, zu schauen sei­nen Tem­pel“ (Ps 27,4).

Über drei­ßig Jahre waren die Augen Mari­ens auf ihren Sohn gerich­tet. Diese Augen blick­ten im Stall von Beth­le­hem auf ihr Kind­lein, die Frucht ihres Lei­bes, vom Hei­li­gen Geist bewirkt, in ihrem Schoß zu Eli­sa­beth getra­gen. Jetzt schaute sie den, von dem der Engel sagte: „Du wirst emp­fan­gen und einen Sohn gebä­ren, und du wirst ihm den Namen Jesus geben. Er wird groß sein und Sohn des Aller­höchs­ten genannt wer­den.“ Maria hat die Bot­schaft emp­fan­gen. Sie hat nicht gezwei­felt, dass sie in Erfül­lung gehen werde. Und jetzt ist die Stunde da, von wel­cher der Pro­phet Isaias gespro­chen hatte: „Ein Kind ist uns gebo­ren, ein Sohn ist uns geschenkt, auf sei­nen Schul­tern ruht Welt­herr­schaft.“ Eli­sa­beth hat Maria selig­ge­prie­sen, weil sie dem Engel geglaubt hat, der ihr das Wun­der ihrer gott­ge­wirk­ten Emp­fäng­nis ankün­digte. Maria zwei­felt auch in der Nacht von Beth­le­hem nicht. Sie blickt auf das win­zige Kind­lein, das in einer Fut­ter­krippe liegt, und sie schaut in ihm den unend­li­chen, ewi­gen Gott. Jetzt geht in Erfül­lung, was die­ses Kind, zum Mann her­an­ge­wach­sen, ver­kün­den wird: „Selig die Augen, die sehen, was ihr seht!“ Maria sah es von Anbe­ginn sei­nes Lebens. Bei der Dar­stel­lung Jesu im Tem­pel hörte Maria den grei­sen Simeon jubeln: „Meine Augen haben das Heil gese­hen, das Gott berei­tet hat vor dem Ange­sicht aller Völ­ker.“ Wie mag sie auf ihren Sohn geblickt haben, von dem sie aus Pro­phe­ten­mund sol­che Worte gehört hatte!

Die Augen Mari­ens waren stets wache Augen. Sie nah­men gewahr, was um sie vor­ging. Der zwölf­jäh­rige Jesus war ver­schwun­den bei der Heim­kehr von der Pil­ger­fahrt. Die Mut­ter geriet in Unruhe. Sie geht zurück nach Jeru­sa­lem. Ihre Augen spä­hen nach ihrem Sohn. Und sie for­schen nicht umsonst. Sie ent­deckt den Kna­ben am hei­li­gen Ort, im Tem­pel. Die Augen der Mut­ter suchen nicht ver­ge­bens ihr Kind.

Maria ist zu einer Hoch­zeit gela­den. Auch ihr Sohn ist anwe­send mit sei­nen Jün­gern. Die Augen Mari­ens schauen auf das Braut­paar, die Gäste und die Gast­ge­ber. Sie bli­cken scharf und zugleich lie­bend über die ver­sam­melte Gesell­schaft. Sie sieht, was die ande­ren nicht sehen. Der Wein, der alle fröh­lich macht, geht aus. Eine pein­li­che Situa­tion für den Gast­ge­ber, das Hoch­zeits­paar und die Gäste. Und was Maria sieht, das bewegt sie. Dem Man­gel muss Abhilfe geschaf­fen wer­den. Wein, mehr Wein, neuer Wein muss her­bei­ge­schafft wer­den. Aber woher und durch wen? Es gibt nur einen, der augen­blick­lich aus der Ver­le­gen­heit hel­fen kann. Sie geht ihren Sohn an: „Sie haben kei­nen Wein mehr.“ Das sind die Augen Mari­ens. Sie sehen die fremde Not. Sie sind auf­ge­schlos­sen für die Bedürf­nisse der Men­schen. Es könn­ten Leute sagen: Ob einem Braut­paar in einem gali­lä­i­schen Nest der Wein aus­geht, ist für die Welt­ge­schichte nicht von Bedeu­tung. Das stimmt. Aber Maria sieht es und hält es für wert genug, um von ihrem Sohn Hilfe zu erwar­ten.

Maria beglei­tete zwei­fel­los das öffent­li­che Wir­ken ihres Soh­nes. Wenn sie auch nicht in sei­ner stän­di­gen Gefolg­schaft war, so erfuhr sie doch von sei­ner Pre­digt und sei­nen Macht­ta­ten. Als Jesus aus Jeri­cho her­auf­zog, schritt er an zwei Blin­den vor­bei. Als sie hör­ten, Jesus komme vor­über, schrien sie laut: „Erbarme dich unser, Sohn Davids.“ Jesus blieb ste­hen und sprach sie an: „Was wollt ihr, dass ich euch tun soll?“ Sie ant­wor­te­ten: „Herr, dass sich unsere Augen auf­tun.“ Voll Erbar­men berührte Jesus ihre Augen. Da konn­ten sie auf der Stelle sehen und folg­ten ihm. Maria wird für die Wun­der, die Jesus an Blin­den wirkte, ein beson­de­res Auge gehabt haben. Denn sie wusste aus der Hei­li­gen Schrift, dass Hei­lun­gen von Blin­den das Kenn­zei­chen der mes­sia­ni­schen Zeit sein soll­ten. Und jetzt gescha­hen sie. Durch ihren Sohn.

O die Augen Mari­ens! Sie haben viel gese­hen, viel See­len­leid und See­len­freude in der Zeit, da Jesus in Paläs­tina wirkte. Es blieb ihr nicht erspart, ihn im Elend zu sehen. Als ihr Sohn Todes­angst litt am Ölberg, als sei­nen liebs­ten Jün­gern die Augen zufie­len und sie ihn allein wachen lie­ßen, da kam über ihr Auge gewiss kein Schlaf, da schaute sie angst­voll aus nach ihrem Sohne und sei­ner Qual. Wir dür­fen anneh­men, dass sie dem Zug folgte, in dem ihr Sohn durch Jeru­sa­lems Stra­ßen zur Stätte der Hin­rich­tung geführt wurde. Ja, sie wird ihren Sohn nicht aus den Augen gelas­sen haben. Und dann war man am Ziel. Maria stand auf dem Hügel Gol­go­tha. Über ihr der blei­che Leib ihres Soh­nes. Ihre Augen beob­ach­te­ten angst­voll jedes leise Zit­tern, das durch seine Glie­der ging, und jedes Zucken sei­ner Züge im Todes­kampf, und ihre Augen schau­ten tie­fer hin­ein und sahen einen Ozean von Schmerz in sei­ner Seele; sahen in jenen fürch­ter­li­chen Stun­den, was nie ein Mensch seit­dem gese­hen, so dass wir sie darob heute noch prei­sen als die sie­ben­fach gebe­ne­deite Schmer­zens­mut­ter. Ein Pro­phet in alten Zei­ten hatte ihren Schmerz geschaut und ange­kün­digt: „Bit­ter­lich muss ich wei­nen, mein Auge schwimmt in Trä­nen.“ Wie viele Trä­nen mögen aus die­sen Augen geströmt sein? Zu ihr flie­hen die Bedräng­ten die­ser Erde. Das Gret­chen in Goe­thes „Faust“ fleht vor dem Bild der schmer­zens­rei­chen Mut­ter: „Ach neige, du Schmer­zens­rei­che, dein Ant­litz gnä­dig mei­ner Not. Das Schwert im Her­zen, mit tau­send Schmer­zen, blickst auf zu dei­nes Soh­nes Tod.“ Sie weiß, die Augen Mari­ens, die das qual­volle Ster­ben ihres gelieb­ten Soh­nes anse­hen muss­ten, wen­den sich allen zu, die sie in ihrer Not anru­fen. Die Chris­ten­heit ver­traut auf die Augen Mari­ens. Sie fleht zu ihr: „Wende deine barm­her­zi­gen Augen zu uns, und nach die­sem Elend, zeige uns Jeus, die gebe­ne­deite Frucht dei­nes Lei­bes.“

Aber wie ist es mit uns? Mit unse­ren Augen? „Wir aber, wir tap­pen nach der Wand wie Blinde, und wie die, die keine Augen haben, tas­ten wir.“ Sehen kön­nen! Man muss es ler­nen, lang­sam, müh­sam, aber wir müs­sen es. Du kommst mor­gens an deine Arbeits­stelle. Schau die Leute an, die dort tätig sind: den Ange­stell­ten in vor­ge­rück­ten Jah­ren, immer fürch­tend, abge­baut zu wer­den. Die Ange­stellte, den Lehr­ling – viel­leicht fällt es dir auf, dass sie blas­ser sind als sonst, dass sie sich müh­sam auf­recht hal­ten. Kannst du sehen? Und den Leh­rer, der vor sei­ner Kin­der­schar steht; den Arzt, auf den angst­voll die Bli­cke aller gerich­tet sind, wenn er durch die Sta­tion geht; was wird er über mei­nen Zustand sagen? Sie alle müs­sen sehen ler­nen. Und der Vater in sei­ner Fami­lie, und die Mut­ter, der es auf­fällt: mein Kind ist nicht wie sonst, in sei­ner Seele ist etwas nicht in Ord­nung. Sehen ler­nen! In man­cher Fami­lie hat die Mut­ter mona­te­lang den Keim des Siech­tums, und nie­mand hat es gemerkt. Meine Chris­ten! Ich habe heute nicht viel von euch ver­langt, keine gro­ßen Almo­sen, keine mate­ri­el­len Opfer, nur, dass ihr die Augen öff­net und sehen lernt. Kann man weni­ger ver­lan­gen?

Über die Straße einer gro­ßen Stadt ging ein Blin­der. Es war der Dich­ter Gott­lieb Kon­rad Pfef­fel. Da stieß er an einen Vor­über­ge­hen­den an. Ent­rüs­tet holte die­ser aus und gab dem Blin­den eine schal­lende Ohr­feige. Vom Ant­litz des Blin­den wich nicht der Glanz einer tie­fen Röte, aber seine dün­nen Lip­pen began­nen zu lächeln. „Ach, mein Herr“, sagte er leise, „wie betrübt wer­den Sie sein, wenn Sie hören, dass ich blind bin!“ Wie betrübt wer­den Sie sein! Gleich der Blick in die Seele des Belei­di­gers. Wer war der Blinde? Der mit den erlo­sche­nen Augen? Nein, son­dern der, der ihn geschla­gen. Wir wür­den oft nicht zum Schlage aus­ho­len, wenn wir in der Seele des ande­ren lesen könn­ten. Wir wür­den oft ein böses Wort unter­las­sen, wenn wir uns die Zeit näh­men, uns mit dem ande­ren zusam­men­zu­set­zen und ihm ins Auge zu schauen. Meine Lie­ben, alle kari­ta­ti­ven und sozia­len Bestre­bun­gen, so schön sie sind, sind umsonst, wenn wir nicht end­lich dazu kom­men, ver­ste­hend in die Seele der ande­ren hin­ein­zu­se­hen. Man­ches Mal, wenn man so recht erbost ist über jemand, sagt man sich in einer stil­len Stunde dar­auf, ob ich nicht ebenso gehan­delt hätte wie jener Mensch, wenn ich in sei­ner Lage wäre.

Ein Kind ver­rich­tete das Nach­ge­bet leise. Die Mut­ter fragte es: „Kind, was betest du? Warum sprichst du nicht laut?“ Das Kind ant­wor­tete schluch­zend: „Ich bete: Lie­ber Gott, schütze den Blin­den und auch das Hünd­lein, das ihn führt.“ Sie hatte einen Blin­den gese­hen, der sich von sei­nem Hund füh­ren ließ. Aber sie hatte ihn nicht nur erblickt, son­dern auch ver­stan­den. Maria sitzt auf ihrem Thron. Mit bei­den Hän­den umschlingt sie das Got­tes­kind. „Mein ist das Kind­lein für alle Ewig­keit!“ Und ihre Augen schauen uns an, for­schend und wis­send. Maria, Got­tes­mut­ter! Gib uns Augen, zu sehen, wie du geschaut hast, und gib uns ein Herz, zu ver­ste­hen, wir du ver­stan­den hast.

Amen.
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Gebete / Re: Heiliges Herz Jesu!
« Letzter Beitrag von DerFranke am 05. Februar 2025, 10:12:16 »
Gibt dazu ein gutes Gebetsbuch "Gebete mit Verheißungen"  mit dem Herz Jesu  Bild und vielen wirksamen Gebeten.
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Leiden >> Aufopfern >> Sühnen >> Beten >> Schweigen / Re: sühne für andere
« Letzter Beitrag von DerFranke am 31. Januar 2025, 16:13:42 »
Bei König  David war es z.B  so  wo Gott sagte   "Um deiner Väter willen sollst du gerettet werden"  Bibelstelle kenne ich nicht genau.
Diese müssen also ein gutes Leben geführt haben.

Stellvertretende Opfer kannst du dir auch anders erklären -  wenn du an das Fegefeuer glaubst  musst du ja ne Strafe bezahlen.
Wenn du den Parkschein nicht bezahlst und dir dafür  nen Strafzettel  verliehen wird  kann das auch deine Mutter übernehmen.

Es ergibt sich also aus dem logischen Zusammenhang.
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Hl. Augustinus (354-430)
Bischof von Hippo (Nordafrika) und Kirchenlehrer
194. Predigt, 11. Predigt über die Geburt des Herrn (Sermons, trad. coll. Icthus, t.8, p. 98, rev.; ins Dt. übers. © Evangelizo)

Die gleiche Freude hat sich für mich erfüllt

Hört, Kinder des Lichts, die ihr angenommen worden seid auf das Reich Gottes hin; hört, geliebte Brüder; hört und bebt vor Freude im Herrn, ihr Gerechten, denn „den Redlichen ziemt der Lobgesang“ (Ps 33(32),1). Hört, was ihr schon wisst, betrachtet, was ihr gehört habt, liebt, was ihr glaubt, verkündet, was ihr liebt! [...]

Christus wurde geboren, Gott durch seinen Vater, Mensch durch seine Mutter. Er wurde geboren aus der Unsterblichkeit seines Vaters und der Jungfräulichkeit seiner Mutter. Aus seinem Vater ohne Mithilfe einer Mutter; aus seiner Mutter ohne diejenige eines Vaters. Aus seinem Vater ohne Zeit; aus seiner Mutter ohne Samen. Aus seinem Vater ist er Ursprung des Lebens; aus seiner Mutter ist er das Ende des Todes. Aus seinem Vater wurde er geboren, um die Ordnung der Tage zu lenken; aus seiner Mutter, um diesen Tag zu heiligen.

Er hat Johannes den Täufer vor sich her gesandt, den er geboren werden ließ, als die Tage begannen abzunehmen; er selbst hingegen wurde geboren, als die Tage länger wurden. Dadurch wurden die Worte dieses selben Johannes vorhergebildet: „Er muß wachsen, ich aber muss geringer werden.“ Und tatsächlich muss das menschliche Leben in sich selbst abnehmen und zunehmen in Jesus Christus, „damit die Lebenden nicht mehr für sich leben, sondern für den, der für sie starb und auferweckt wurde“ (2 Kor 5,15). Und damit ein jeder von uns diese Worte des Apostels Paulus wiederholen kann: „Nicht mehr ich lebe, sondern Christus lebt in mir“ (Gal 2,20).
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Schul­dig wer­den an frem­den Sün­den

Predigt von Professor May

7.11.2010

Im Namen des Vaters und des Soh­nes und des Hei­li­gen Geis­tes. Amen.

Geliebte im Herrn!

„Ab occul­tis meis munda me et ab alie­nis parce servo tuo.“ So haben wir Pries­ter heute in unse­rem Gebet­buch gebe­tet. „Von ver­bor­ge­nen Sün­den rei­nige mich und laß mich mit frem­der Schuld nichts zu tun haben.“ Es gibt ver­schie­dene Arten von Sün­den, die eige­nen und die frem­den. Die eige­nen Sün­den sind die, die wir selbst bege­hen; die frem­den sind Sün­den, die andere bege­hen, an denen wir aber Schuld tra­gen, indem wir näm­lich zu den Sün­den raten, Sün­den anbe­feh­len, bewil­li­gen, loben, unter­stüt­zen, ver­tei­di­gen, dazu rei­zen und nicht bestra­fen. Das Thema unse­rer Über­le­gun­gen heute sol­len die frem­den Sün­den sein.

Ers­tens: Zur Sünde raten. In der Hei­li­gen Schrift ist wie in einem Lehr­buch über jede Sünde etwas zu ler­nen, auch über die Sünde „zur Sünde raten“. Rebecca riet dem Jakob zum Betrug. Er sollte den Segen des Vaters erschlei­chen und damit ihn sei­nem Bru­der Esau weg­neh­men. Sie riet ihm zur Sünde. Kai­phas, der Hohe­pries­ter, riet, Jesus umzu­brin­gen. „Es ist bes­ser, dass einer stirbt, als dass das ganze Volk zugrunde geht.“ So man­cher Mann, jawohl, so man­cher Mann und so man­che Eltern, jawohl, so man­che Eltern raten einer Toch­ter, einer Gat­tin, das Kind abzu­trei­ben. Im 15. Jahr­hun­dert regierte jahr­zehn­te­lang das Deut­sche Reich der Kai­ser Fried­rich III. Er war Vor­mund des jun­gen Königs Ladis­laus von Ungarn. Eines Tages tra­ten einige Kam­mer­her­ren zu ihm und sag­ten: „Bringe doch den Ladis­laus um, dann fal­len dir die bei­den König­rei­che Ungarn und Böh­men zu.“ Der König war ent­rüs­tet über die­sen Rat und ent­ließ seine Kam­mer­her­ren. Das ist in der Geschichte gesche­hen, aber es geschieht auch in der Gegen­wart. Nach dem Kriege erzählte mir einer mei­ner Leh­rer vom Gym­na­sium, ein evan­ge­li­scher Pfar­rer habe ihm eine Zeit­schrift emp­foh­len, in der die katho­li­sche Kir­che sys­te­ma­tisch kri­ti­siert und her­un­ter­ge­macht wird. In wel­cher Absicht? Nun, dass die­ser katho­li­sche Leh­rer vom Glau­ben abfiele.

Zwei­tens: Zur Sünde Befehl geben. Der ägyp­ti­sche Pha­rao ließ die neu­ge­bo­re­nen Juden­kna­ben töten. Hero­des gab den Befehl zum Kin­der­mord von Beth­le­hem. David befahl dem Joab, sei­nem Feld­herrn, den Urias, des­sen Frau er begehrte, dem Tode aus­zu­set­zen. Im Kriege gegen die Sowjet­union erließ das Ober­kom­mando der Wehr­macht den soge­nann­ten Kom­miss­ar­be­fehl. Nach die­sem Befehl waren die poli­ti­schen Kom­mis­sare der Roten Armee nach der Gefan­gen­nahme sofort zu erschie­ßen. Ein unglaub­li­ches Unrecht. In die­sen Tagen, meine lie­ben Freunde, ist ein Buch erschie­nen von Frau Elene Vil­lar, einer Ame­ri­ka­ne­rin. Sie erzählt darin ihre Lebens­ge­schichte. Es ist die Geschichte von 15 Abtrei­bun­gen in 17 Jah­ren – 15 Abtrei­bun­gen in 17 Jah­ren! Der Mann, mit dem sie jahr­zehn­te­lang Unzucht getrie­ben hatte, ein ame­ri­ka­ni­scher Uni­ver­si­täts­pro­fes­sor, wollte keine Kin­der und befahl ihr, ver­an­laßte sie, die Lei­bes­frucht zu töten. Zur Sünde Befehl geben.

Drit­tens: In die Sünde ande­rer ein­wil­li­gen. Die jüdi­schen auf­ge­hetz­ten Mas­sen begehr­ten den Tod Jesu, und Pila­tus wil­ligte trotz bes­se­rer Erkennt­nis ein. Aaron, der Bru­der des Moses, wil­ligte ein, als das Volk das Gol­dene Kalb begehrte als Göt­zen, den es anbe­ten wollte. Auch heute kom­men der­ar­tige Sün­den vor. Zum Bei­spiel Par­la­men­ta­rier, die sich durch die Frak­ti­ons­dis­zi­plin gewin­nen las­sen, einem schlech­ten Gesetze zuzu­stim­men. Sie haben viel­leicht beob­ach­tet, was in der Nacht zu Aller­hei­li­gen wie­der gesche­hen ist, an Hal­lo­ween, wie man das heute nennt. Da sind jugend­li­che Ban­den aus­ge­zo­gen, haben Häu­ser beschä­digt, haben Men­schen her­aus­ge­for­dert. Sie haben Ruhe­stö­run­gen vor­ge­nom­men, Schlä­ge­reien ver­ur­sacht. In Ham­burg mußte die Poli­zei über hun­dert Mal aus­rü­cken. Irgend­ein Anfüh­rer einer sol­chen Bande hatte andere dazu ver­lei­tet, und sie haben ein­ge­wil­ligt, mit­zu­ma­chen bei die­ser schreck­li­chen Hal­lo­ween-Feier.

Vier­tens: Zur Sünde ver­lei­ten. Wir ken­nen alle die psy­cho­lo­gisch meis­ter­hafte Erzäh­lung im ers­ten Buch der Hei­li­gen Schrift, wie die Schlange die Men­schen ver­führte, zuerst die Eva, und durch die Eva dann den Adam. Noch oft ist in der Hei­li­gen Schrift von Ver­füh­rung die Rede. Salo­mon war ein gro­ßer König, ein bedeu­ten­der Herr­scher. Aber er ließ sich ver­füh­ren von sei­nen frem­den Frauen. Er hatte einen gro­ßen Harem, und die Frauen woll­ten alle ihre Göt­zen, ihre hei­mi­schen Göt­zen in Jeru­sa­lem haben, und der König hat das gedul­det, er hat das hin­ge­nom­men. Er ließ Astarte, Mol­choch, Wil­koch und andere Göt­zen in Jeru­sa­lem, das doch eigent­lich dem wah­ren Gott geweiht war und gehörte, aus­brei­ten. „Ein böser Gesell führt zehn andere zur Höll.“ Das ist eine alte Erfah­rung. Wir haben es in der Wehr­macht erlebt, wie ein Feld­we­bel beim Aus­gang den Sol­da­ten sagte: „Dass mir kei­ner zurück­kommt, der sein Mäd­chen nicht umge­legt hat!“ Sie wis­sen, was das bedeu­tet. Ver­füh­rung auch durch viele Sen­dun­gen des Fern­se­hens. „Sex and crime“, sagt man, also Geschlechts­lust und Ver­bre­chen wer­den gezeigt, und so wer­den unsere Men­schen, unser Jugend­li­chen ange­lei­tet, wie man sich geschlecht­li­che Befrie­di­gung ver­schafft und wie man Ver­bre­chen begeht. Gleich­zei­tig wird ihnen das Wohl­le­ben und das Ver­gnü­gen vor­ge­führt, wird die Unsitt­lich­keit und die Arbeits­scheu ermun­tert. Das heißt: Zur Sünde ver­lei­ten. In mei­ner Jugend – ich weiß nicht, ob es heute noch so ist – gab es die Ange­wohn­heit, dass Jun­gen, die einen ande­ren ver­lei­ten woll­ten, zu ihm sag­ten: „Du traust dir nicht!“ Damit sollte er auf­ge­heizt wer­den, sich zu trauen, also Böses zu tun. „Du traust dir nicht!“

Fünf­tens: Die Sünde ande­rer loben. Im Buch Ezechiel ist die Rede von fal­schen Pro­phe­ten. Von ihnen wird gesagt: „Sie schauen Heils­ge­sichte, wäh­rend die Wirk­lich­keit heil­los ist.“ So machen es immer die fal­schen Pro­phe­ten. Sie suchen die Leute zu beru­hi­gen, statt sie auf­zu­rüt­teln und zu mah­nen. Der Herr hat sel­ber vor der Sünde derer gewarnt, die andere Sün­der loben: „Ihr baut den Pro­phe­ten Denk­mä­ler, nach­dem eure Väter sie getö­tet haben. Sie haben sie getö­tet, und ihr baut ihnen Denk­mä­ler, und so zeigt ihr damit, dass ihr die Taten eurer Väter bil­ligt.“ Die Sünde ande­rer loben. Das geschieht auch in der Öffent­lich­keit, meine Freunde. Den­ken Sie etwa an die Ver­lei­hung von Buch­prei­sen an Auto­ren, deren Bücher Schmud­de­leien sind. Ich habe nie begrif­fen, wie man den Nobel­preis an eine Mann wie den Herrn Grass ver­lei­hen konnte.

Sechs­tens: Die Sünde ande­rer nicht stra­fen. Da ist im Alten Bund die Rede vom Pries­ter Heli. Er hatte zwei Söhne. Diese Söhne beraub­ten das Opfer­gut, das die Israe­li­ten zum Opfe­r­al­tar tru­gen. Sie pick­ten sich das Fleisch aus dem Tie­gel, das an sich zum Opfer bestimmt war, ja sie for­der­ten das fri­sche Fleisch, das die Israe­li­ten zum Opfer brach­ten. Und der Pries­ter, Vater Heli, strafte sie nicht. Durch die Strafe wird der Ernst der Ver­ge­hen sicht­bar gemacht. „Wer nicht hören will, muss füh­len“, sagt der Volks­mund, und das ist rich­tig. Wenn die Strafe unter­bleibt, dann den­ken die Men­schen: Das ist erlaubt. Durch das Unter­las­sen der Strafe wird die Über­tre­tung des Geset­zes ermun­tert, wird gleich­sam zur Über­tre­tung ein­ge­la­den. Und da wäre an den Staat, an unse­ren Staat, an die Regie­rung und an das Par­la­ment die Frage zu rich­ten, wes­halb sie bestimmte schwere Sün­den nicht unter die Ver­ge­hen oder Ver­bre­chen ein­rei­hen und ent­spre­chend bestra­fen. Die Sünde ande­rer nicht stra­fen, die man pflicht­mä­ßig stra­fen müßte, ist Teil­nahme an einer frem­den Sünde.

Sie­ben­tens: Zur Sünde ande­rer still­schwei­gen. Die Hohen­pries­ter gaben am drit­ten Tage nach der Bei­set­zung Jesu die Parole aus: „Die Jün­ger sind gekom­men und haben den Leich­nam gestoh­len.“ Und die Sol­da­ten schwie­gen dazu. Sie wuß­ten es ja bes­ser, aber sie lie­ßen sich durch Beste­chung zum Schwei­gen brin­gen. Die Pro­phe­ten wuß­ten, dass man zur Sünde nicht schwei­gen darf, die andere ver­üben. Johan­nes der Täu­fer schwieg nicht zu der Sünde sei­nes Lan­des­herrn: „Es ist dir nicht erlaubt, die Frau dei­nes Bru­ders zu haben.“ Er bezahlte diese Mah­nung mit dem Tode. Als in Ber­lin 1938 die Syn­ago­gen brann­ten, da sprach der katho­li­sche Dompfar­rer Bern­hard Lich­ten­berg öffent­lich seine Miß­bil­li­gung aus: „Das ist auch ein Got­tes­haus!“ Er lan­dete im Gefäng­nis und wurde ins Kon­zen­tra­ti­ons­la­ger über­führt, starb aber auf dem Wege. So bezah­len die­je­ni­gen ihren Frei­mut, die zur Sünde ande­rer nicht schwei­gen. Sie alle wis­sen, was heute an vie­len Stel­len in unse­rer Kir­che geschieht. Das Evan­ge­lium wird ver­bo­gen, die Ord­nung der Kir­che wird nicht eínge­hal­ten, die Lit­ur­gie wird ver­un­stal­tet. Aber viele Obere schwei­gen, sie schwei­gen zur Sünde ande­rer. Ich kenne eine Pfar­rei, in wel­cher der Ober­mi­nis­trant die Brüste von Minis­tran­tin­nen berührt, und der Pfar­rer weiß es, und er schweigt.

Ach­tens:  Zur Sünde ande­rer mit­hel­fen. Judas lie­ferte Jesus den Juden, den Fein­den Jesu des Herrn, aus. Sau­lus war an der Stei­ni­gung des Ste­pha­nus betei­ligt. Der König von Ita­lien, Vic­tor Emma­nuel, beauf­tragte ein­mal den deut­schen Künst­ler und Bild­hauer Ach­ter­mann, ihm eine Sta­tue der heid­ni­schen Lie­bes­göt­tin Venus anzu­fer­ti­gen. Der Künst­ler ant­wor­tete dem König: „Ganz Ita­lien hat nicht so viel Geld, um diese Arbeit zu bezah­len, ehe ich an eine sol­che Sta­tue einen Fin­ger rühre.“ Er fürch­tete, dass von der Sta­tue die Erre­gung uner­laub­ter Begier­den aus­ge­hen könnte, und daran wollte er sich nicht schul­dig machen. Heute machen sich viele schul­dig, hel­fen zur Sünde mit, indem sie feind­se­lige, schlechte Zei­tun­gen und Zeit­schrif­ten hal­ten. Damit hel­fen sie zur Sünde ande­rer mit, denn sie unter­stüt­zen ja mit ihrem Geld, dass die Zei­tun­gen und Zeit­schrif­ten erschei­nen kön­nen. Die Her­aus­ge­ber müß­ten die Zeit­schrif­ten und Zei­tun­gen ein­stel­len, wenn nie­mand sie abon­nie­ren würde. Hier­her, zur Sünde mit­hel­fen gehört das weite Feld der mate­ri­el­len Mit­wir­kung mit der Sünde ande­rer. Neu­lich hörte ich, dass Eltern ihre Auf­sichts­pflich­ten ver­säu­men, und das sagen nicht Pries­ter, son­dern Beauf­tragte des Jugend­am­tes. Eltern ver­säu­men ihre Auf­sichts­pflicht. Sie set­zen Kin­der vor den Fern­seh­ap­pa­rat, da sind sie beschäf­tigt, und man hat Ruhe. Oder sie sehen zu, wie Kin­der im Inter­net sur­fen und dort alles mög­li­che Schlechte auf­neh­men. Wenn die Eltern das dul­den, hel­fen sie zur Sünde der Kin­der mit.

Neun­tens: Die Sünde ande­rer ver­tei­di­gen. Vom König Achab wird berich­tet, dass neben sei­nem Palast ein Wein­berg war, der Nabod gehörte. Der König wollte die­sen Wein­berg haben. Er bot ihm an, ihn zu kau­fen. Aber Nabod sagte: Nein, das ist das Erbe mei­ner Eltern, das ver­kaufe ich nicht. Da gab ihm die Köni­gin Jez­a­bel einen Rat, näm­lich man sollte zwei fal­sche Zeu­gen fin­den, die aus­sa­gen, Nabod hat den König und Gott geläs­tert. Und tat­säch­lich, diese bei­den Kerle erschie­nen, sag­ten aus, Nabod habe das große Ver­bre­chen began­gen; er wurde gefan­gen­ge­nom­men und hin­ge­rich­tet. Der König nahm den Wein­berg. Das heißt die Sünde ande­rer ver­tei­di­gen. Wer homo­se­xu­elle Betä­ti­gung als eine erlaubte Weise geschlecht­li­chen Han­delns hin­stellt, der ver­tei­digt die Sünde ande­rer, der ver­wirrt die Gewis­sen, der hilft zur Aus­brei­tung des Las­ters.

Frem­der Sün­den, meine lie­ben Freunde, kön­nen sich leicht schul­dig machen Vor­ge­setzte, irdi­sche Macht­ha­ber, gesetz­ge­bende Kör­per­schaf­ten, Eltern, Arbeit­ge­ber, Her­aus­ge­ber von Zei­tun­gen und Zeit­schrif­ten. Wer sich einer frem­den Sünde schul­dig macht, ist min­des­tens so straf­bar wie der, der selbst sün­digt. Wer einen ande­ren zur Sünde ver­lei­tet, kann sogar noch straf­ba­rer sein. Außer­dem sün­digt er gegen die Nächs­ten­liebe. Er tut es dem Teu­fel gleich, dem Teu­fel, der nicht bloß selbst böse ist, son­dern der auch andere böse machen will. Fremde Sün­den sind ein düs­te­res Kapi­tel unse­res Lebens. Wir Pries­ter beten jeden Sonn­tag: „Ab occul­tis meis munda me et ab alie­nis parce servo tuo.“ Rei­nige mich von ver­bor­ge­nen Sün­den und laß mich mit frem­der Schuld nichts zu tun haben.

Im letz­ten Buch der Hei­li­gen Schrift, der Apo­ka­lypse, wird berich­tet, wie Gott die Engel aus­sen­det und wie sie aus allen Enden die Ver­füh­rer, die Ver­füh­rer und die Übel­tä­ter her­bei­brin­gen und in den Feu­er­o­fen wer­fen, wo Heu­len und Zäh­ne­knir­schen ist.

Meine lie­ben Freunde, hal­ten wir uns an die Mah­nung des Apos­tels Pau­lus: „Sei nicht jenem zum Ver­der­ben, für den Chris­tus gestor­ben ist.“ Sei nicht jenem zum Ver­der­ben, für den Chris­tus gestor­ben ist.

Amen.
19
Symeon der Neue Theologe (um 949-1022)
griechischer Mönch, Heiliger der Orthodoxen Kirchen
Hymne 51 (ins Dt. übers. © evangelizo)

Denen, die im Schattenreich des Todes wohnten, ist ein Licht erschienen

Dein Licht umhüllt mich, gibt mir Leben, o mein Christus, denn dein Anblick macht lebendig, lässt auferstehen. Von den Wirkungsweisen deines Lichts zu reden, vermag ich nicht; doch habe ich sein Wirken erfahren, und was ich weiß, mein Gott, ist dies: Selbst wenn ich krank bin, Herr, sogar in Bedrängnis und Betrübnis, in Fesseln gelegt, hungrig, im Gefängnis, von tausenderlei Leiden heimgesucht, ist es dein Licht, o mein Christus, das leuchtet und all dies zerstreut wie die Finsternis, und mit einem Mal taucht dein göttlicher Geist mich in die Ruhe, in das Licht und in des Lichtes seligen Genuss. […]
Denn wie es Nacht und dunkel wird, wenn die Sonne sinkt, und all die wilden Tiere aus ihren Verstecken kommen, um nach Beute suchen, so ist es, mein Gott, wenn dein Licht mich nicht mehr umhüllt: Sogleich bedeckt mich die Finsternis dieses Lebens und die Flut der Gedanken; die Bestien der Leidenschaften zerreißen mich und die Gedanken durchlöchern mich wie Pfeile.
Doch wenn du dich wieder meiner erbarmst, wenn du Gnade walten lässt, wenn du dein Ohr zu meinen Seufzern und Klagen neigst, wenn du meine Wehrufe hörst und meine Tränen annimmst, wenn du gnädig auf meine Erniedrigung schaust – trage ich doch die Last von Sünden, die ich nicht wiedergutmachen kann –, dann, o mein Christus, erscheinst du von weitem wie ein aufgehender Stern; nach und nach schwillt deine Größe an – dabei bist nicht du es, der sich solcherart verändert, vielmehr öffnest du den Geist deines Dieners, so dass er dich sehen kann.
Ein klein wenig lässt du dich sehen, dann, gleich der Sonne, mehr und mehr, denn je mehr die Dunkelheit entschwindet und vergeht, desto mehr meine ich dich kommen zu sehen, dich, den Allgegenwärtigen; und wenn du mich wie früher ganz umhüllst, Erlöser, wenn du mich ganz bedeckst, mich ganz umgibst, dann bin ich frei von meinen Übeln, der Finsternis enthoben.
20
Stille Nacht, hei­lige Nacht


Predigt von Professor May 26.12.2024

Im Namen des Vaters und des Soh­nes und des Hei­li­gen Geis­tes. Amen.

Geliebte im Herrn!

Am 24. Dezember 1818 erschien in der Kir­che des klei­nen öster­rei­chi­schen Dörf­chen Obern­dorf am Ufer der ver­eis­ten Salz­ach ein Mann in schwar­zem Geh­rock. Er hieß Franz Gru­ber und war ein­und­drei­ßig Jahre alt. In Arns­dorf war er Schul­meis­ter und in Obern­dorf Orga­nist in der Kir­che. Er rückte die Orgel­bank zurück, setzte den Fuß auf das Pedal und drückte die Tas­ten. Doch aus den Pfei­fen kam kein Ton. Bevor er fest­stel­len konnte, woran das lag, hörte er ein Geräusch an der Tür, und als er sich umwandte, erblickte er sei­nen Freund Joseph Mohr, Aus­hilfs­pfar­rer, der vor­über­ge­hend in Obern­dorf die Auf­ga­ben des Geist­li­chen wahr­nahm. „Grüß Gott, Joseph“, rief Gru­ber. „Was gibt es?“ Der junge Pries­ter, sechs­und­zwan­zig Jahre alt und von fröh­li­cher Wesens­art, hob hilf­los die Arme und winkte sei­nem Freund, ihm zu fol­gen. Er führte Gru­ber in den Raum hin­ter dem Pfei­fen­werk, wo die Leder­bälge das Instru­ment mit Wind ver­sorg­ten, und zeigte auf ein Loch in dem abge­nutz­ten Leder. „Hier – das habe ich heute Mor­gen ent­deckt. Das muss eine Maus durch­ge­nagt haben. Beim ers­ten Pedaltritt fiel das ganze Ding zusam­men.“ Gru­ber besah sich den Scha­den und erschrak. Eine Weih­nachts­messe ohne Musik – das war undenk­bar. „Da sit­zen wir ja schön in der Pat­sche. Was machen wir bloß?“ „Ja, weißt du“, sagte Mohr fast schüch­tern, „ich habe da näm­lich ein klei­nes Gedicht gemacht.“ Er räus­perte sich und fügte eilig hinzu: „Eigent­lich ist es der Text zu einem Lied.“ Der Leh­rer lachte. Es war kein Geheim­nis, dass Mohr sol­che Lie­der liebte. Seine Mut­ter war eine arme Nähe­rin in Salz­burg gewe­sen. Der Mann hatte sie ver­las­sen. Als sie ihren klei­nen Sohn Joseph tau­fen las­sen wollte, fand sich kein Pate. Schließ­lich war es der Hen­ker, der sich bereit erklärte, den Klei­nen über das Tauf­be­cken zu hal­ten. Spä­ter über­nahm es einer der Kir­chenäl­tes­ten, für die Erzie­hung des Jun­gen und auch für die Aus­bil­dung im Pries­ter­se­mi­nar zu sor­gen. Gru­ber hielt das Gedicht in der Hand und las die ers­ten Zei­len. Ein selt­sa­mes Gefühl ergriff ihn. Ihm war, als sprä­che es direkt und unmit­tel­bar zu ihm, still und ein­fach mit bewe­gen­den Wor­ten. Sie rühr­ten ihn an, wie ihn noch nie­mals etwas ange­rührt hatte. Und schon begann er, einer fer­nen Melo­die zu lau­schen, die erst gebo­ren wer­den sollte. Als er schwieg, sagte Mohr fast ent­schul­di­gend: „Ich dachte nur, weil doch die Orgel kei­nen Ton her­gibt, ob du viel­leicht für unsere Gitar­ren etwas zusam­men­stel­len könn­test. Für die Kin­der müsste dann halt ein ein­fa­cher Refrain dabei sein.“ „Ja, ja, das könnte gehen“, sagte Gru­ber. „Lass es mir nur hier, ich nehme es mit nach Hause und werde sehen, was ich machen kann.“ Eine Stunde lang stapfte Gru­ber durch den hohen Schnee heim nach Arns­dorf; in sei­nem Kopf wuchs eine Melo­die, wuchs und tönte und ließ alles ringsum ver­stum­men. Er sah und hörte nichts ande­res. In ihm füg­ten sich die Worte zur Melo­die und zum Lied: „Stille Nacht, hei­lige Nacht, alles schläft, ein­sam wacht.“ Wie der taube Meis­ter Beet­ho­ven hörte er deut­lich alle Noten­fol­gen im Kopf und im Her­zen. „Hol­der Knabe im locki­gen Haar. Schlaf in himm­li­scher Ruh.“ Zu Hause, in sei­nem ein­fa­chen Zim­mer mit dem gescheu­er­ten Fich­ten­holz­bo­den, dem Por­zel­lan­ofen, den weni­gen Möbeln und dem Kru­zi­fix an der Wand setzte er sich sogleich an das Spi­nett. Aus den Wor­ten quoll die Melo­die, wuchs und strömte unauf­halt­sam in rei­chem Fluss. Gru­ber war beglückt und ange­tan. Am Nach­mit­tag ver­sam­mel­ten sich alle im Arbeits­zim­mer des Pries­ters unter immer­grü­nen Tan­nen­zwei­gen: der Pries­ter, der Schul­meis­ter, zwölf kleine Jun­gen und Mäd­chen mit leuch­ten­den Augen. Die bei­den Män­ner stimm­ten die Gitar­ren und unter­wie­sen die Kin­der in dem neuen Gesang. Die Kin­der san­gen fröh­lich und begeis­tert, und die Män­ner blick­ten sich befrie­digt an. Ein wenig holp­rig noch, die dritte Zeile etwas schwie­rig, aber das war leicht zu ver­bes­sern; sie wür­den es schaf­fen. Hei­lig­abend! Oben auf dem Schnee lag eine feste Kruste, dar­un­ter war die Masse so tro­cken, dass alles knirschte unter den schwe­ren Schrit­ten der Kirch­gän­ger. Froh klang ihr „Grüß Gott“ durch die stille Nacht. Die Luft war kalt und kris­tall­klar und stach ein wenig beim Ein­at­men. Hoch am Him­mel hin­gen die Sterne. Glo­cken­klang tönte vom hohen wei­ßen Turm der Kir­che von St. Niko­las. Drin­nen spie­gel­ten sich zahl­rei­che Ker­zen. Lie­be­voll war der Raum geschmückt mit Tan­nen­zwei­gen. Auf den har­ten Holz­bän­ken hatte die Gemeinde Platz genom­men. Ein Rau­nen der Über­ra­schung ging durch die Rei­hen, als die zwölf Kin­der mit Mohr und Gru­ber vor dem Altar erschie­nen. Die bei­den Män­ner tru­gen ihre Gitar­ren. Gru­ber nickte. Die Sai­ten vibrier­ten, und nun füll­ten der Tenor des Pries­ters und der Bass des Schul­meis­ters das alte Kirch­lein. Zum ers­ten Mal erklang das Lied „Stille Nacht, hei­lige Nacht“. Atem­los lauschte die Gemeinde. Alle Her­zen wur­den warm. Das Geheim­nis der Weih­nacht bewegte die Gläu­bi­gen. Sie ver­miss­ten den Klang der Orgel nicht mehr. Ein ein­fa­ches Lied, ein schlich­ter Gesang war gebo­ren wor­den, der die Her­zen anrührte und sie zum Krip­pen­kind führte. Nie­mand in der Gemeinde, gewiss nicht der Dich­ter und der junge Musi­ker, die es erdacht hat­ten, ahnte, dass es um die Welt gehen sollte. Nie­mand wusste, dass ein paar Stun­den lang die Flamme des Genies in zwei ein­fa­chen Män­nern gebrannt hatte, von denen man nie wie­der hören sollte, und dass durch den Zau­ber ihrer gemein­sa­men Tat an einem Weih­nachts­abend in dem klei­nen öster­rei­chi­schen Dorf ein Stück Unsterb­lich­keit geschaf­fen wor­den war. Dass ihr Werk nicht der Ver­ges­sen­heit anheim­fiel, war einem Zufall zu ver­dan­ken. Im fol­gen­den Früh­jahr kam der Orgel­re­stau­ra­tor Karl Mau­ra­cher vom Zil­ler­tal her­auf, um die beschä­digte Orgel zu repa­rie­ren. Er unter­hielt sich mit Gru­ber und fragte, wie sie am Weih­nachts­abend bei der Christ­messe ohne Orgel aus­ge­kom­men seien. Gru­ber erzählte es ihm. „Es war ja nur ein klei­nes Lied­chen“, sagte er. „Ich weiß nicht mal, wo ich es hin­ge­legt habe. Mohr ist auch nicht mehr hier. War­ten Sie, es kann eigent­lich nur da hin­ten sein.“ In einem klei­nen Schrank lag ein Häuf­chen stau­bi­ger Akten und Papiere. Und dort lag auch das Lied. Mau­ra­chers Augen folg­ten den Noten, die Lip­pen beweg­ten sich, und aus sei­ner brei­ten Brust kam ein tie­fes Brum­men. „Da ist was dran“, sagte er halb­laut, „darf ich’s mal mit­neh­men?“ Gru­ber, erfreut über die späte Aner­ken­nung, sagte lachend: „Aber natür­lich! Neh­men Sie es gern mit. Wenn Sie unsere Orgel repa­riert haben, wird kei­ner wie­der danach fra­gen.“ Mau­ra­cher steckte Werk­zeug und Leder­fli­cken in die Tasche und ver­ab­schie­dete sich. Gru­ber schloss die Tür und ver­gaß den Vor­fall. So kamen Worte und Melo­die von „Stille Nacht“ hin­un­ter ins Zil­ler­tal und began­nen ihre nie endende Reise um die Welt. Das Lied kam als Volks­lied von Öster­reich nach Deutsch­land. Das Lied wan­derte über die Gren­zen, zog mit Emi­gran­ten über den Ozean. Es brei­tete sich aus über die ganze Erde. Bald san­gen Chris­ten von Kanada bis Tokio von der stil­len, hei­li­gen Nacht. Erst spä­ter wur­den Gru­ber und Mohr als Urhe­ber aner­kannt; doch sie erhiel­ten nie auch nur einen Pfen­nig dafür. Gru­ber und Mohr star­ben so arm, wie sie gelebt haben. Doch Gru­bers alte Gitarre singt noch heute für ihn. Denn sie ist erhal­ten geblie­ben und wurde in der Fami­lie ver­wahrt. An jedem Weih­nachts­abend wird sie nach Obern­dorf gebracht. Die Kin­der stel­len sich auf unter den ver­schnei­ten Tan­nen­bäu­men vor der klei­nen Gedächt­nis­ka­pelle, die dort steht, wo einst die alte Kir­che von St. Niko­las stand. Die Kapelle wurde zum Geden­ken an die bei­den Män­ner erbaut, die der Chris­ten­heit ihr schöns­tes Weih­nachts­lied schenk­ten. Und dort erklingt all­jähr­lich das Lied, das wie kein ande­res die Her­zen der Men­schen auf der gan­zen Erde bewegt, das Lied „Stille Nacht, hei­lige Nacht“. Ich wage die Vor­her­sage: Solange an Weih­nach­ten noch „Stille Nacht, hei­lige Nacht“ gesun­gen wird, solange ist das Licht, das die Krippe von Beth­le­hem umstrahlt, noch nicht erlo­schen.

Amen.
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La Salette 1846



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