Autor Thema: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."  (Gelesen 4575313 mal)

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« Antwort #1080 am: 05. Juli 2014, 19:49:55 »


+++ Was sagen die Heiligen zum Ablass.+++

Johannes Maria Vianney, Heilige Pfarrer von Ars (1786-1859, Ars Frankreich)

"Wir gehen über die Ablässe hinweg, wie man nach der Ernte über das Stoppelfeld geht. Wie werden wir das in der Sterbestunde bereuen."

“Wenn die Heiligen, die im Himmel sind und unserer Hilfe nicht bedürfen, um unser Heil besorgt sind, wie viel mehr noch die Seelen des Fegefeuers, die unsere geistigen Wohltaten empfangen nach Maßgabe unserer Heiligkeit.

Es ist sicher: Diese Armen Seelen im Fegefeuer können nichts für sich selber tun, aber sie vermögen viel für uns. Die Erfahrung lehrt, dass es fast niemanden gibt, der die Seelen des Fegefeuers angerufen hätte, ohne die erbetene Gnade zu erhalten.

Wollen wir von Gott wahren Reueschmerz über unsere Sünden erbitten? Wenden wir uns an die Armen Seelen, die seit so vielen Jahren in den Flammen des Fegefeuers ihre Sünden bereuen, die sie begangen haben. Wenn wir uns den Himmel sichern wollen, so müssen wir einen großen Eifer besitzen, für die Armen Seelen zu beten. Man muss viel für sie beten, damit sie viel für uns beten. Oh, wenn man wüsste, welche Macht diese guten Armen Seelen über das Herz Gottes haben, und wenn man wüsste, welche Gnaden man durch ihre Fürbitten erlangen kann, sie wären nicht so sehr verlassen !”
(Johannes Maria Vianney, der Heilige Pfarrer von Ars)

Heiliger Augustinus
Ich bete für die Verstorbenen, damit sie, wenn sie in der ewigen Herrlichkeit sein werden, auch für mich bitten.
(Hl. Augustinus)

Heiliger Pius X
Die Ablässe sollen wir sehr hoch schätzen, weil wir durch sie der göttlichen Gerechtigkeit Genugtuung leisten und schneller und leichter den Besitz des Himmels erlangen.
(Hl. Pius X.)

Heiliger Ignatius
Für alle, die die Liebe Gottes und den Himmel suchen, sind die Ablässe ein unermesslicher Schatz und kostbare Edelsteine.
(Hl. Ignatius)

Heilige Anna Katharina Emmerich
Kanonisation: Der Seligsprechungsprozess wurde 1892 eingeleitet und 1928 vorläufig eingestellt. 1973 wurde das Verfahren wieder aufgenommen, 2004 erfolgte die Seligsprechung.
“Alles, was der Mensch denkt, spricht und tut, hat in sich etwas Lebendiges, das fortwirkt zum Guten oder zum Bösen. Wer Böses getan, muss eilen, seine Schuld durch Reue und Bekenntnis im Sakrament der Buße zu tilgen, sonst kann er die Folgen des Bösen in ihrer ganzen Entwicklung nur schwer oder gar nicht mehr verhindern. Ich habe dies bei Krankheit und Leiden mancher Menschen und bei dem Unsegen mancher Orte oft körperlich gefühlt, und es ist mir immer gezeigt worden, dass ungebüßte und unversühnte Schuld eine unberechenbare Nachwirkung hat. Ich sah die Strafen mancher Sünder bis an den späten Nachkommen wie als etwas Natürlich-Notwendiges, ebenso wie die Wirkung des Fluches, der auf ungerechtem Gute liegt, wo große Verbrechen geschehen sind. Ich sehe dies als so natürlich und notwendig, wie der Segen segnet und das Heilige heiligt ...”
(Anna Katharina Emmerich)

« Letzte Änderung: 29. Januar 2015, 12:56:29 von Tina 13 »
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

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« Antwort #1081 am: 06. Juli 2014, 07:22:41 »

Hl. Gregor von Nyssa
„Weil du all das den Weisen und Klugen verborgen, den Unmündigen aber offenbart hast“

Dass der allmächtige Gott fähig war, sich in die Bescheidenheit der menschlichen Lebensbedingungen hinabzubegeben, ist ein überzeugenderer Beweis seiner Macht, als es die Wunder sind, die in ihrer Übernatürlichkeit Aufsehen erregen. Wenn nämlich die göttliche Macht etwas überaus Erhabenes vollbringt, so geht das gewissermaßen konform mit der Natur Gottes und entspricht ihr… Dass Gott dagegen in unsere Niedrigkeit herabgestiegen ist, das ist doch Ausdruck einer alles übersteigenden Kraft, die in keiner Weise durch etwas beeinträchtigt wird, das ihrer Natur entgegensteht… Weder die Weite des Himmels noch der Glanz der Sterne noch die Ordnung im All noch die Harmonie innerhalb der geschaffenen Dinge offenbaren die großartige Macht Gottes im gleichen Maße wie die Nachsicht, mit der er sich sogar herablässt, schwach zu sein wie wir... Güte, Weisheit, Gerechtigkeit und Macht Gottes offenbaren sich in dem, was er zu unseren Gunsten vorsieht: die Güte in seinem Willen, „zu retten, was verloren ist“ (Lk 19,10); die Weisheit und Gerechtigkeit in der Art und Weise, wie er uns rettet; die Macht darin, dass Christus „den Menschen gleich wurde“ (Phil 2,7-8) und sich der Bescheidenheit unserer Natur angepasst hat.

Große katechetische Rede, 23-26; SC 453



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« Antwort #1082 am: 07. Juli 2014, 06:50:36 »

Hl. Augustinus
„Leg ihr deine Hand auf, dann wird sie wieder lebendig“

„Die Stunde kommt, in der alle, die in den Gräbern sind, seine Stimme hören und herauskommen werden“ (Joh 5,28)… Im Evangelium begegnen uns drei von unserem Herrn auferweckte Tote, und das hat seinen Grund: Die Taten des Herrn sind nicht nur Tatsachen, sondern auch Zeichen… Voller Bewunderung lesen wir den Bericht von der Auferstehung des Lazarus (Joh 11). Wenn wir aber unsere Aufmerksamkeit auf die noch bewundernswerteren Taten Christi lenken, wird uns klar, dass jeder Mensch, der glaubt, aufersteht. Und wenn wir ernsthaft darüber nachdenken wollen, werden wir erkennen, dass es noch viel schrecklichere Tode gibt, und dass jeder, der sündigt, stirbt. Alle Menschen fürchten den Tod des Leibes, sehr wenige den Tod der Seele… Der Mensch tut alles, um dem unvermeidlichen Tod zu entkommen, und der gleiche Mensch, der dazu berufen ist, ewig zu leben, tut nichts, um der Sünde zu entkommen… Wenn wir doch die Menschen – und mit ihnen uns selbst – aus der Gleichgültigkeit wecken könnten, damit wir und sie das ewige Leben mit der gleichen Glut lieben könnten wie dieses vergängliche Leben!... Wenn zu jemandem gesagt wird, er solle die Meere überqueren, um dem Tod zu entgehen – zögert er dann? Wenn man ihm sagt, er solle die größte Mühe darauf verwenden, um dem Tod zu entgehen – bleibt er dann untätig? Wenn es um unser Leben geht, stellt Gott an uns die geringsten Anforderungen – und wir wollen ihnen nicht genügen… Wenn also unser Herr unsere Seelen durch seine große Gnade und Barmherzigkeit auferweckt, um sie vor dem ewigen Tod zu erretten, dann sehen wir in den drei Toten, deren Leiber er wiedererweckt hat, zu Recht das Symbol und die Vorabbildung der durch den Glauben bewirkten Auferstehung der Seelen.

Predigten über das Evangelium nach Johannes, Nr. 49, 1-2




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« Antwort #1083 am: 07. Juli 2014, 20:02:31 »
Psalm 145(144),2-3.4-5.6-7.8-9.
ich will dich preisen Tag für Tag
und deinen Namen loben immer und ewig.
Groß ist der Herr und hoch zu loben,
seine Größe ist unerforschlich.
Ein Geschlecht verkünde dem andern den Ruhm deiner Werke
und erzähle von deinen gewaltigen Taten.
Sie sollen vom herrlichen Glanz deiner Hoheit reden;
ich will deine Wunder besingen.
Sie sollen sprechen von der Gewalt deiner erschreckenden Taten;
ich will von deinen großen Taten berichten.
Sie sollen die Erinnerung an deine große Güte wecken
und über deine Gerechtigkeit jubeln.
Der Herr ist gnädig und barmherzig,
langmütig und reich an Gnade.
Der Herr ist gütig zu allen,
sein Erbarmen waltet über all seinen Werken.
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« Antwort #1084 am: 07. Juli 2014, 21:35:41 »
+++ Märtyrer +++

Das Wort Märtyrer (vom griech. martys =Zeuge) bezeichnet im christlichen Sinn einen Menschen, der bereitwillig einen gewaltsamen (aktiven oder passiven) Tod für Christus und dessen Gebote auf sich nimmt, indem er das Leben mit seinem Blut hingibt. Das Verzeichnis der Märtyrer wird im Martyrologium festgehalten.

Das Martyrium ist das "das erhabenste Zeugnis, das man für die Wahrheit des Glaubens ablegen kann"; es ist ein Zeugnis bis zum Tod. (KKK Nr. 2473 ). Märtyrer zeigen, dass sie gegen den Zeitgeist bis zum Tod an den Geboten Christi festhielten.

Als erster der Märtyrer (protomartyr) gilt der Hl. Stephanus, ein Diakon der Urgemeinde, der wegen des Vorwurfs der Blasphemie in Jerusalem gesteinigt wurde.

Unter den Heiligen der Kirche bilden die Märtyrer die eine Gruppe, die Bekenner (confessores) die andere. Die Märtyrer werden traditionell mit einer Palme in der Hand bzw. mit einer Krone auf dem Kopf dargestellt. Ihre Attribute in der Kunst sind meist die Instrumente ihres Martyriums. So wird etwa der heilige Laurentius meist mit einem Rost dargestellt, die heilige Katharina von Alexandrien mit einem Rad, der heilige Paulus mit einem Schwert.

In Seligsprechungsprozessen ist für die Seligsprechung einer als Märtyrer anerkannten Person kein Wunder notwendig, für ihre Heiligsprechung jedoch schon. Auch Menschen, die sich zwar zu Christus bekehrt haben, aber noch ungetauft sind (Katechumenen), werden, falls sie wegen ihres Glaubens getötet werden, von der Kirche als Märtyrer anerkannt. Zudem gilt dieser Tod gleichzeitig als Blut-Taufe, im Sinne der Reinigung von der Erbsünde und von persönlichen Sünden sowie der Hineinnahme in die Kirche Jesu Christi.

Das Blut der Märtyrer gilt von alters her als "Samen" der Kirche. Martyrologien, etwa des Hl. Polykarp oder der Hl. Perpetua und Felicitas, waren von den ersten Jahrzehnten der Kirche an ein fester Teil des christlichen Schrifttums und sollten die Hingabe und Opferbereitschaft der Christen stärken. Das Zeugnis jener, die für Jesus Christus zu sterben bereit sind, ist bis heute oft das stärkste Mittel der Mission.

Auch in späteren Jahrhunderten dienten Geschichten der christlichen Märtyrer öfters als literarische Inspiration für unterdrückte Minderheiten. So bildeten im 19. und frühen 20. Jahrhundert in England die Romane über die Verfolgung der Christen in der Antike und der Katholiken im England des 16. und 17. Jahrhunderts einen festen Bestandteil der Lektüre unter den damals von der protestantischen Mehrheit oft verachteten und misstrauisch beäugten Katholiken (siehe etwa: J. H. Newman: Callista, N. Wiseman: Fabiola,
R. H. Benson: Come Rack! Come Rope!, By What Authority?).

Im Roman Quo vadis des polnischen Schriftstellers Henryk Sienkiewicz ist wiederum die Parallele zwischen den verfolgten Christen der Antike und dem von den protestantischen Preußen und den orthodoxen Russen unterdrückten katholischen Polen unübersehbar.
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« Antwort #1085 am: 07. Juli 2014, 21:38:28 »

++ Maria Goretti ++ eine Heilige für unsere Tage

„Tu es nicht, Alessandro, das ist Sünde, du kommst in die Hölle“

Als drittes von sieben Kindern wurde Maria am 16. Oktober 1890 in Corinaldo (Mittelitalien) geboren. Ihre Eltern gaben die kleine Landwirtschaft, die nicht für die Ernährung der Familie ausreichte, auf und zogen 1899 nach Fierriere di Conca bei Nettuno (zwischen Neapel und Rom). Der Vater verstarb kurze Zeit darauf an Malaria, und die Mutter führte allein mit ihren sieben Kindern die Landwirtschaft weiter.

Maria, die älteste Tochter, besorgte den Haushalt, kümmerte sich um ihre Geschwister und sorgte auch für den Mitpächter Serenelli und dessen Sohn. Dieser Sohn, namens Alessandro, machte ihr unsittliche Anträge, die Maria aber immer wieder abwehrte. Verärgert und wütend über ihr Verhalten, packte er sie an einem Samstag und zog sie in seinen Schlafraum. Als Maria sich wehrte, stach er mehrmals mit einem Messer zu und verletzte sie tödlich.
Maria starb einen Tag später, am 6. Juli 1902, im Krankenhaus zu Nettuno.

Was muß sie für ein Kind gewesen sein, wenn ihre Mutter von ihr sagen konnte: „Immer, immer, immer ist Maria gehorsam gegen mich gewesen!“ Und: „Nie hat sie mir freiwillig Kummer gemacht. Wurde sie bisweilen, auch wenn sie es nicht verdient hatte, für einen unfreiwilliges Versäumnis gescholten, so war sie darüber nicht ungehalten und brachte keine Entschuldigungen vor, sondern sie blieb ruhig und voller Achtung ohne eine Miene zu verziehen.“

Ihr Mörder stellte ihr später das schöne Zeugnis aus: „Ich habe sie nicht anders gekannt als gut, den Eltern gehorsam, gottesfürchtig, ernst, nicht leichtsinnig und launenhaft wie andere Mädchen; auf der Straße war sie immer bescheiden und ausschließlich darauf bedacht, die empfangenen Aufträge auszuführen. Sie war mit jedem Kleidungsstück zufrieden, das ihre Mutter ihr machte oder das irgendeine Frau ihr schenkte. Nach dem Vorbild ihrer Eltern war sie gottesfürchtig und beobachtete Gottes Gebet, ich kann nicht sagen, daß ich sie je bei einer Übertretung von Gottes Gebet ertappt habe. Ich habe sie nie eine Lüge sagen hören. Sie mied gefährliche Gesellschaft, wie ihre Mutter es ihr anbefahl.“

Alessandro Serenelli erzählte später auch, wie sie an Regentagen oder während der Stunden, wo es weniger zu tun gab, zwischen den Arbeiten, immer wieder mit dem Rosenkranz gesehen wurde. Ihre Freundin Therese sagte aus, daß „man sehen konnte, daß sie ein Mädchen war, das zum göttlichen Heiland besonders hingezogen wurde“.

Die heilige Kommunion und die unaussprechliche Not der letzten Wochen hatte ihr Gnadenleben zur Reife gebracht und das Martyrium als Blüte der Frucht gezeitigt.
Wie sie zutiefst fühlte und dachte, zeigt ihr Verhalten in den letzten vierundzwanzig Stunden ihres Lebens. Sie war eilend ins Hospital nach Nettuno geschafft worden. Die Ärzte operierten zwei Stunden; Maria war bei vollem Bewußtsein, sie rief nur immer wieder Jesus und Maria an. Als man sie fragte, ob sie ihrem Mörder verzeihe, antwortete sie sofort: „Gewiss verzeihe ich ihm. Vom Himmel aus werde ich für seine Bekehrung beten. Um Jesu willen, der dem reumütigen Schächer verziehen hat, will ich ihn auch nahe bei mir im Paradiese haben“.
In ihren Wundfieber erlebte sie ihren Kampf mit Alessandro immer wieder von neuem. Und ihre Phantasien zeigten dies in die Tiefen des Unterbewusstseins hinab, welch Geiste Kind sie war. Immer wieder rief sie: „Tu es nicht, Alessandro, das ist Sünde, du kommst in der Hölle.“
Am Samstag war die Untat geschehen, am Sonntag, dem 6. Juli 1902, starb Maria Goretti.
Alessandro wurde zu dreißig Jahren Zwangsarbeit verurteilt. Die ersten Jahre verbrachte er in sturer Reuelosigkeit. Da erschien ihm eines Nachts im Traum oder einer Vision Maria Goretti. Sie pflückte Blumen und bot sie ihm an. Von da an war er verwandelt und ein vorbildlicher Häftling. Zu Weihnachten 1928 wurde er vorzeitig entlassen. Sein erster Weg führte ihn zu Marias Mutter. Er wollte sie um Verzeihung bitten. Am Weihnachtsabend klopfte er an der Tür des Pfarrhauses von Corinaldo an, wo sie Haushälterin geworden war. Sie antwortete: „Wenn Gott dir vergeben hat, wie sollte ich dir nicht vergeben?“ Beide gingen in der Weihnachtsmesse zusammen zum Tisch des Herrn, der allen alles vergibt.

Die Heiligsprechung erfolgte 1950, und seit 1951 ist Maria Goretti Patronin der Marianischen Kongregationen. Aus „Das Große Hausbuch der Heiligen“ – Pattloch-Verlag
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« Antwort #1086 am: 09. Juli 2014, 06:51:37 »
Evangelium nach Matthäus 10,1-7.

In jener Zeit rief Jesus seine zwölf Jünger zu sich und gab ihnen die Vollmacht, die unreinen Geister auszutreiben und alle Krankheiten und Leiden zu heilen.
Die Namen der zwölf Apostel sind: an erster Stelle Simon, genannt Petrus, und sein Bruder Andreas, dann Jakobus, der Sohn des Zebedäus, und sein Bruder Johannes,
Philippus und Bartholomäus, Thomas und Matthäus, der Zöllner, Jakobus, der Sohn des Alphäus, und Thaddäus,
Simon Kananäus und Judas Iskariot, der ihn später verraten hat.
Diese Zwölf sandte Jesus aus und gebot ihnen: Geht nicht zu den Heiden, und betretet keine Stadt der Samariter,
Geht zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel.
Geht und verkündet: Das Himmelreich ist nahe.
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« Antwort #1087 am: 10. Juli 2014, 06:57:44 »

Hl. Bonaventura
„Verkündet: Das Himmelreich ist nahe“

Zur gleichen Zeit trat ein anderer frommer Mann in den Orden ein, und die gesegnete Jüngerschar des Gottesmannes stieg auf sieben an. Da rief der gute Vater alle seine Söhne zu sich, sprach zu ihnen gar vieles über das Reich Gottes, die Verachtung der Welt, die Verleugnung des Eigenwillens und die Buße des Leibes, und er eröffnete ihnen seine Absicht, sie in die vier Richtungen der Welt zu senden… „Geht“, so sprach der gütige Vater zu seinen Söhnen, „verkündet den Menschen den Frieden und predigt Buße zur Vergebung der Sünden! Seid geduldig in Bedrängnis, im Gebet wachsam, bei der Arbeit fleißig, im Reden bescheiden, in euren Sitten ernst, für Wohltaten seid dankbar; denn zum Lohn für all dies wird euch das ewige Reich bereitet.“ Jene warfen sich dann vor dem Gottesknecht demütig zu Boden nieder und nahmen in der Freude des Geistes den Auftrag des heiligen Gehorsams entgegen. Er aber sprach zu jedem Einzelnen von ihnen: „Wirf all deine Sorge auf den Herrn, und er wird dich ernähren!“ Dieses Wort pflegte er stets zu gebrauchen, sooft er einen Bruder im Gehorsam aussandte. Weil er wusste, dass er selbst den andern zum Beispiel gegeben war, damit er zuvor selbst tue, was er andere lehre, machte auch er sich mit einem Gefährten in eine Himmelsrichtung auf, sobald er die anderen sechs in Kreuzesform in die übrigen drei Richtungen gesandt hatte.

Legenda Maior – das Große Franziskusleben (Franziskus-Quellen, Butzon&Bercker, Kap. 7, S. 705)



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La Salette 1846



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