Autor Thema: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."  (Gelesen 4661923 mal)

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« Antwort #3352 am: 27. April 2016, 06:44:53 »
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"Ich ergieße ein ganzes Meer von Gnaden über jene Seelen, die sich der Quelle meiner Barmherzigkeit nähern!"
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

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« Antwort #3353 am: 27. April 2016, 06:47:48 »
Die erste Missionsreise des Paulus hat deutlich gemacht, wo die Zukunft der Kirche liegen wird: im weiten Raum der Heidenwelt (14,27). Aber wie muss diese Kirche aussehen, wie weit gilt für sie noch das jüdische Gesetz, im Besonderen die Vorschrift der Beschneidung, die in Apg 15,1 als „Brauch des Mose“ bezeichnet wird? Das war für die Zukunft des Christentums eine entscheidende Frage; nicht zufällig steht sie groß in der Mitte der Apostelgeschichte, im Kapitel über das „Apostelkonzil“ in Jerusalem. Für jüdisches Denken hing die Zugehörigkeit zum Bund der Verheißung unlösbar mit der Beschneidung zusammen; für Nichtjuden war das eine fremde Sitte, die ihnen den Weg zum christlichen Glauben praktisch versperrt hätte. Aber wer konnte diese Frage entscheiden? Es ist erstaunlich, mit welcher Selbstverständlichkeit die vorwiegend heidenchristliche Gemeinde von Antiochia die Autorität der Apostel und Ältesten von Jerusalem anerkennt und von ihnen die Entscheidung erwartet. Wir lesen von harten Auseinandersetzungen und heftigem Streit, aber die Einheit wird nicht preisgegeben. - Gal 2,1-14; Apg 21,21.25; 15,23-29; Gen 17,9-11.
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« Antwort #3354 am: 27. April 2016, 06:48:42 »
In der Bildrede vom Weinstock und den Reben gehen Gleichnis und Wirklichkeit ineinander über. Jesus gibt von diesem Wort keine Erklärung (weil es keine braucht), er schließt nur eine Mahnung an. Das Bild vom Weinstock (oder Weinberg) hat ebenso wie das vom Hirten tiefe Wurzeln im Alten Testament. Jesus vergleicht die lebensnotwendige Einheit von Weinstock und Rebe. Nur wer in der Einheit bleibt, kann Frucht bringen: was er tut, hat Sinn und Wert vor Gott und in der Gemeinde, in der Kirche. Jesus ist der  w a h r e  Weinstock, wie er das wahre Licht und der gute Hirt und das lebendige Brot ist: er ist die urbildliche Wirklichkeit, von der alles Geschaffene ein Gleichnis ist. - Dtn 32,32; Jes 5,1-7; Mt 20,1-16; Lk 22,17-18; Mt 15,13; Ps 127,1; Ez 15,1-8; Joh 14,13; 1 Joh 5,14.
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« Antwort #3355 am: 27. April 2016, 06:49:18 »
JEDES MAL, WENN DER HERR  bei Johannes anhebt: ,Ich bin ...‘, fällt eine Hülle von seinem gottmenschlichen Geheimnis, und es leuchtet die Herrlichkeit Gottes auf im Angesicht Jesu Christi (vgl. 2 Kor 4,6). Das Neue an der Selbstbezeugung Jesu hier im Bild vom Weinstock und den Reben ist die Offenbarung unserer Zugehörigkeit zu seinem Geheimnis. Auch wir sind mit einbezogen in seine gottmenschliche Herrlichkeit. Das ist das Christusgeheimnis, wie Paulus es kennt und zu künden nie müde wird: ,Das Geheimnis Christi, das da ist: Christus in euch‘ (Kol 1,27). ,Diese Stelle des Evangeliums, meine Brüder, wo der Herr sich den Wein­stock und seine Jünger die Reben nennt, besagt dies insofern, als er, der Mensch Christus Jesus, das Haupt der Kirche ist und wir seine Glieder (Augustinus)“ (Bonaventura Rebstock).
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« Antwort #3356 am: 27. April 2016, 06:57:55 »
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Wir beten zu Christus, ohne den wir nichts vermögen:
Erhalte deine Diener im Glauben an dich, der uns das Heil schenkt:
A.: Erhöre uns, Christus.
Mehre unter den Völkern die Achtung vor der Würde jedes einzelnen Menschen.
Höre auf das Rufen der Unterdrückten und Verfolgten.
Lass uns in dir bleiben, damit wir reiche Frucht bringen.
Gütiger Gott, dein Sohn hat unserem Gebet Erhörung verheißen. Voll Vertrauen wenden wir uns an dich durch Christus, unseren Herrn.

Der Herr ist auferstanden, er hat uns erlöst durch sein Blut.
Er ist unser Licht und Heil. Halleluja.

Gütiger Gott,
durch das Werk der Erlösung
hast du unsere Schuld getilgt,
und uns deine Gnade geschenkt.
Die Feier der Geheimnisse Christi
stärke uns in diesem Leben
und schenke uns die ewige Freude.
Darum bitten wir durch ihn, Christus, unseren Herrn.

 ;ghjghg


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« Antwort #3357 am: 27. April 2016, 06:58:17 »
Hl. Petrus Canisius

Priester, Ordensprovinzial, Kirchenlehrer

* 8. Mai 1521 in Nijmwegen in den Niederlanden
† 21. Dezember 1597 in Fribourg in der Schweiz

Peter de Hondt (lateinisch canis = Hund) war der Sohn des Bürgermeisters von Nijmwegen, das damals zum deutschen Geldern gehörte. Er studierte in Köln und  trat 1543 als erster Deutscher in den Jesuitenorden ein. In vielen Teilen Deutschlands gründete er Jesuitenzentren, so die erste deutsche Ordensniederlassung der Jesuiten in Köln. Er lehrte an deutschen Universitäten, darunter in Köln und Wien, wirkte als Prediger in Deutschland, in der Schweiz, in Österreich und in Böhmen, war Universitätsrektor in Ingolstadt, Domprediger in Wien. Die ihm angetragene Würde des Bischofs von Wien lehnte er ab, um weiter in ganz Europa lehren zu können.

Petrus war der Sprecher der katholischen Bürgerschaft in Köln; nach seiner Priesterweihe intervenierte er für die Katholiken Kölns bein Kaiser Karl V., um die Vertreibung des protestantisch gewordenen Erzbischofs Hermann GRaf von Wied zu erreichen. Er war maßgeblich am Reichstag in Augsburg von 1556 beteiligt und begleitete den Augsburger Bischof als Berater auf das Konzil von Trient. Von dort berief ihn der Ordensgründer Ignatius nach Rom, um ihn als Führer der Gegenreformation wieder nach Deutschland zu senden. Dabei wurde der von Canisius in Deutschland aufgebaute Jesuitenorden zu einem entscheidenden Faktor. Als sein bekanntestes Werk gilt sein Deutscher Katechismus, ein Werk in drei Bänden für Kinder, Schüler und Studenten, in dem in der Form knapper Fragen und Antworten der Glaube der katholischen Kirche vermittelt wird; das Buch erlebte in nur zehn Jahren 55 Auflagen in neun Sprachen.

Nach Auseinandersetzungen mit seinem Nachfolger als Ordensprovinzial wurde Petrus 1580 nach Fribourg versetzt, wo er ein Kolleg gründete, aus dem später die Universität der statt wuchs. Hier starb er und wurde zunächst unter dem Hochaltar der Kollegiatskirche Sankt Michael bestattet, heute ist ihm eine eigene, an die Kirche angebaute Grabkapelle gewidmet.

Petrus Canisius erhielt von Papst Leo XIII. den Titel "Zweiter Apostel Deutschlands"  (nach Bonifatius); von Papst Pius IX. wurde er 1864 selig-, von Papst Pius XI. 1925 heiliggesprochen.
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« Antwort #3358 am: 27. April 2016, 07:01:16 »
Hl. Theresia Benedicta a Cruce [Edith Stein] (1891-1942), Karmelitin, Märtyrerin, Mitpatronin Europas

„Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben“

Was die Kirche betrifft, so bleibt für den menschlichen Verstand wohl das Bild von ihr als einer Gemeinschaft von Gläubigen das eingängigste. Wer auch immer an Jesus Christus glaubt und an sein Evangelium, und wer hofft auf die Erfüllung Seiner Verheißungen, wer Ihm verbunden ist in der Liebe und Seinen Geboten gehorcht, der muss denen zugerechnet werden, die am selben Geist teilhaben durch eine tiefe geistliche Gemeinschaft und eine Anhänglichkeit in Liebe. Die dem Herrn gefolgt sind während Seines Aufenthalts auf Erden, sie waren die ersten jungen Triebe der christlichen Gemeinschaft; sie waren es, die diese Gemeinschaft weiterverbreitet und die Reichtümer des Glaubens den folgenden Zeiten und bis in unsere Tage als Erbe übergeben haben, die ihren Zusammenhalt bildeten.

Schon eine natürliche menschliche Gemeinschaft kann weit mehr sein, als ein simpler Zusammenschluss von unterschiedlichen Individuen. Sie kann als enges Bündnis bestehen, das bis zur organischen Einheit kommen kann. In viel größerem Maße gilt das von der übernatürlichen Gemeinschaft der Kirche. Die Vereinigung der Seele mit Christus ist eine andere Sache als die Verbindung zweier Menschen auf Erden. Jene Vereinigung, begonnen in der Taufe und unaufhörlich gefestigt durch die anderen Sakramente, ist eine Eingliederung und ein Aufpfropfen – wie uns das Gleichnis vom Weinstock und den Reben sagt. Dieses Einswerden mit Christus zieht eine Annäherung der Glieder nach sich, die alle Christen umfasst. So nimmt die Kirche die Gestalt des geheimnisvollen Leibes Christi an. Dieser Leib ist ein lebendiger Körper und der Geist, der ihn beseelt, ist der Geist Christi, der, vom Kopfe ausgehend, in alle Glieder ausströmt (vgl. Eph 5,23.30). Der Geist, der von Christus ausfließt, ist der Heilige Geist, und die Kirche ist somit der Tempel des Heiligen Geistes (Eph 2,21-22).

Die Frau und ihre Berufung (Vorträge)
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« Antwort #3359 am: 27. April 2016, 07:02:09 »
Apostelgeschichte 15,1-6.

In jenen Tagen kamen einige Leute von Judäa herab und lehrten die Brüder: Wenn ihr euch nicht nach dem Brauch des Mose beschneiden lasst, könnt ihr nicht gerettet werden.
Nach großer Aufregung und heftigen Auseinandersetzungen zwischen ihnen und Paulus und Barnabas beschloss man, Paulus und Barnabas und einige andere von ihnen sollten wegen dieser Streitfrage zu den Aposteln und den Ältesten nach Jerusalem hinaufgehen.
Sie wurden von der Gemeinde feierlich verabschiedet und zogen durch Phönizien und Samarien; dabei berichteten sie den Brüdern von der Bekehrung der Heiden und bereiteten damit allen große Freude.
Bei ihrer Ankunft in Jerusalem wurden sie von der Gemeinde und von den Aposteln und den Ältesten empfangen. Sie erzählten alles, was Gott mit ihnen zusammen getan hatte.
Da erhoben sich einige aus dem Kreis der Pharisäer, die gläubig geworden waren, und sagten: Man muss sie beschneiden und von ihnen fordern, am Gesetz des Mose festzuhalten.
Die Apostel und die Ältesten traten zusammen, um die Frage zu prüfen.

Psalm 122(121),1-3.4-5.

Ich freute mich, als man mir sagte:
„Zum Haus des Herrn wollen wir pilgern.
Schon stehen wir in deinen Toren, Jerusalem:
Jerusalem, du starke Stadt,
dicht gebaut und fest gefügt.

Dorthin ziehen die Stämme hinauf, die Stämme des Herrn,
wie es Israel geboten ist,
den Namen des Herrn zu preisen.
Denn dort stehen Throne bereit für das Gericht,
die Throne des Hauses David.

Evangelium nach Johannes 15,1-8.

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Ich bin der wahre Weinstock, und mein Vater ist der Winzer.
Jede Rebe an mir, die keine Frucht bringt, schneidet er ab, und jede Rebe, die Frucht bringt, reinigt er, damit sie mehr Frucht bringt.
Ihr seid schon rein durch das Wort, das ich zu euch gesagt habe.
Bleibt in mir, dann bleibe ich in euch. Wie die Rebe aus sich keine Frucht bringen kann, sondern nur, wenn sie am Weinstock bleibt, so könnt auch ihr keine Frucht bringen, wenn ihr nicht in mir bleibt.
Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und in wem ich bleibe, der bringt reiche Frucht; denn getrennt von mir könnt ihr nichts vollbringen.
Wer nicht in mir bleibt, wird wie die Rebe weggeworfen, und er verdorrt. Man sammelt die Reben, wirft sie ins Feuer, und sie verbrennen.
Wenn ihr in mir bleibt und wenn meine Worte in euch bleiben, dann bittet um alles, was ihr wollt: Ihr werdet es erhalten.
Mein Vater wird dadurch verherrlicht, dass ihr reiche Frucht bringt und meine Jünger werdet.
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

 

La Salette 1846



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