Autor Thema: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."  (Gelesen 4664207 mal)

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« Antwort #4536 am: 23. Dezember 2016, 05:36:54 »
Hl. Augustinus (354-430), Bischof von Hippo (Nordafrika) und Kirchenlehrer

Alle sagten: Was wird wohl aus diesem Kind werden?

Wie groß wird die Herrlichkeit des Richters sein, wenn schon die Herrlichkeit des Herolds so groß ist? Wie groß wird der sein, der als Weg kommen soll (Joh 14,6), wenn derjenige, der den Weg bereitet, schon so groß ist? (Mt 3,3) [...] Die Kirche erachtet die Geburt des Johannes als besonders heilig; es findet sich keiner unter den Heiligen, die uns vorausgegangen sind, dessen Geburt wir feiern; wir feiern nur die von Johannes und Christus [...] Johannes wird von einer unfruchtbaren, alten Frau geboren, Christus von einem jungfräulichen Mädchen. Das Alter der Eltern begünstigte die Geburt des Johannes nicht, die Geburt Christi kam ohne die Vereinigung von Mann und Frau zustande. Der eine wird von einem Engel angekündigt, der andere durch die Stimme des Engels empfangen [...] Die Geburt des Johannes begegnet dem Unglauben und sein Vater wird stumm; Maria glaubt an die [Geburt] des Christus und empfängt ihn durch den Glauben [...]

Johannes bildet also so etwas wie eine Grenzlinie zwischen den beiden Testamenten, dem Alten und dem Neuen. Dass er eine Art Grenze darstellt, bestätigt der Herr selbst mit den Worten: „Bis zu Johannes hatte man nur das Gesetz und die Propheten“ (Lk 16,16). Johannes steht also sowohl für das Alte als auch für das Neue. Weil er die alten Zeiten vertritt, hat er zwei Alte zu Eltern; da er für die neuen Zeiten steht, wird er schon im Mutterleib zum Propheten (Lk 1,41) [...] Er erscheint als Wegbereiter Christi, noch bevor sie sich begegnet sind. Das sind göttliche Zusammenhänge, die die Fassungskraft des schwachen Menschen übersteigen.

Schließlich wird er geboren, empfängt seinen Namen, und sein Vater erhält die Sprache zurück. Diese Ereignisse müssen in ihrer tiefen Symbolik gesehen werden.

Predigt 293, Nr. 6, zur Geburt von Johannes dem Täufer, 1
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

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« Antwort #4537 am: 23. Dezember 2016, 05:44:40 »
Buch Maleachi 3,1-4.23-24.

So spricht Gott, der Herr: Seht, ich sende meinen Boten; er soll den Weg für mich bahnen. Dann kommt plötzlich zu seinem Tempel der Herr, den ihr sucht, und der Bote des Bundes, den ihr herbeiwünscht. Seht, er kommt!, spricht der Herr der Heere.
Doch wer erträgt den Tag, an dem er kommt? Wer kann bestehen, wenn er erscheint? Denn er ist wie das Feuer im Schmelzofen und wie die Lauge im Waschtrog.
Er setzt sich, um das Silber zu schmelzen und zu reinigen: Er reinigt die Söhne Levis, er läutert sie wie Gold und Silber. Dann werden sie dem Herrn die richtigen Opfer darbringen.
Und dem Herrn wird das Opfer Judas und Jerusalems angenehm sein wie in den Tagen der Vorzeit, wie in längst vergangenen Jahren.
Bevor aber der Tag des Herrn kommt, der große und furchtbare Tag, seht, da sende ich zu euch den Propheten Elija.
Er wird das Herz der Väter wieder den Söhnen zuwenden und das Herz der Söhne ihren Vätern, damit ich nicht kommen und das Land dem Untergang weihen muss.

Psalm 25(24),4-5.8-9.10.14.

Zeige mir, Herr, deine Wege,
lehre mich deine Pfade!
Führe mich in deiner Treue und lehre mich;
denn du bist der Gott meines Heiles.
Auf dich hoffe ich allezeit.

Gut und gerecht ist der Herr,
darum weist er die Irrenden auf den rechten Weg.
Die Demütigen leitet er nach seinem Recht,
die Gebeugten lehrt er seinen Weg.

Alle Pfade des Herrn sind Huld und Treue
denen, die seinen Bund und seine Gebote bewahren.
Die sind Vertraute des Herrn, die ihn fürchten;
er weiht sie ein in seinen Bund.

Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas - Lk 1,57-66.

Für Elisabeth kam die Zeit der Niederkunft, und sie brachte einen Sohn zur Welt.
Ihre Nachbarn und Verwandten hörten, welch großes Erbarmen der Herr ihr erwiesen hatte, und freuten sich mit ihr.
Am achten Tag kamen sie zur Beschneidung des Kindes und wollten ihm den Namen seines Vaters Zacharias geben.
Seine Mutter aber widersprach ihnen und sagte: Nein, er soll Johannes heißen.
Sie antworteten ihr: Es gibt doch niemand in deiner Verwandtschaft, der so heißt.
Da fragten sie seinen Vater durch Zeichen, welchen Namen das Kind haben solle.
Er verlangte ein Schreibtäfelchen und schrieb zum Erstaunen aller darauf: Sein Name ist Johannes.
Im gleichen Augenblick konnte er Mund und Zunge wieder gebrauchen, und er redete und pries Gott.
Und alle, die in jener Gegend wohnten, erschraken, und man sprach von all diesen Dingen im ganzen Bergland von Judäa.
Alle, die davon hörten, machten sich Gedanken darüber und sagten: Was wird wohl aus diesem Kind werden? Denn es war deutlich, dass die Hand des Herrn mit ihm war.
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

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« Antwort #4538 am: 23. Dezember 2016, 05:52:55 »
Die Auserwählte 

Sie ist die Krone über allem Geschöpflichen. Vom Vater her wurde sie erwählt. Er hat sie gedacht, geliebt, gewogen und geprüft. Seinem Ratschluß nach wurde sie für rein befunden.

Mit allumhüllender Gnade hat Er sie ausgestattet.

Nichts sollte an ihr Fehl oder Mangel sein. So wurde sie vorbereitet von Anbeginn.

Mein Wille war es nur, dem Willen des Vaters Untertan zu sein.

Ich nahm sie als Meine Mutter an.

Ich war bereit, durch sie den Weg zu gehen, den der Vater erwogen hatte.

Ich war bereit, Mensch zu werden und mit ihr den Weg durch Mein Leben zu gehen, eines Geistes, eines Herzens, eines Gedankens.

So kam die Zeit und sie wurde in den Schoß ihrer Mutter Anna gelegt. Hier schon erlebte sie die Enge und Begrenztheit ihrer menschlichen Natur, erfuhr aber bereits den Strahl der göttlichen Liebe des Vaters. Sie erlebte in der Begrenztheit die Fülle des Seins.

Ihr Wesen war hier schon Licht, Freude, Liebe, uneingeschränkt rein und klar. So wurde sie dieser Welt als makellos reines Geschöpf geschenkt.

Im Arm ihrer Mutter Anna erlebte sie warme teilende Liebe, erlebte sie Geborgenheit und Umhütetsein, erlebte sie eine große Arglosigkeit vor dieser Welt.

So wurde ihr Herz weit für die Reinheit und Schönheit. Überall forschte sie nach dem Licht des Friedens. Sie trug ihn von Kindestagen an im Herzen und schenkte ihn weiter an jeden, der ihn annehmen wollte.

So war sie in Kindheitstagen stets der ruhende, lichtspendende Pol, der allen Mißmut und Zwiespalt aufsog und in Vollkommenheit umwandelte.

Sie war eine reine Blüte, voll von Schönheit für alle, die offene Augen hatten. Doch wie oft wurde sie hier bereits nicht verstanden, wie oft wurde sie belächelt als weltfremdes Kind, wie oft wurde ihr aus Unverständnis zugesetzt, um sie einzupassen in ihre unruhige und gottferne Umwelt.

Doch sie liebte die Stille, die Zurückgezogenheit, die Einsamkeit. Hier eröffnete sie sich Mir und schenkte ihr Herz ihrem Gott.

Für alle Ewigkeit bot sie sich als bescheidene Magd an.

Wie gerne nahm der Vater diese Hingabe in Freiheit an. Sie war das Geschenk, das Er erhoffte.

So wurde sie als Braut dem jungen Josaphat gegeben. In Keuschheit sahen sie sich und vollzogen des Tages Arbeit wie immer. Doch sie gehörte mehr ihrem Gott, als ihm.

(Leonidas)
« Letzte Änderung: 23. Dezember 2016, 05:54:02 von Tina 13 »
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« Antwort #4539 am: 23. Dezember 2016, 06:01:20 »
Die Herbergssuche 

Wie liebte Ich sie auf diesem schweren Gang! Behutsam, zärtlich, trotz ihrer Schwerfälligkeit schleppte sie sich dahin.

Alle ihre Beschwerden, alle ihre Schmerzen, alle ihre ängstlichen Gedanken legte sie frohen Mutes in die Waagschale des Vaters und setzte dagegen ihr Bereitsein für den Willen von oben.

So kamen sie ans Ziel. Groß war ihre Hilfsbedürftigkeit, groß war ihre Geduld, groß war ihre Ergebenheit.

Abgewiesen - , von Tor zu Tor eilend! Wie litt sie, da sie wußte, daß sie den Herrn der Welt, den Schöpfer der Erde abgewiesen -, obwohl alles sein eigen war.

Wie tröstete sie Mich, bat Mich um Vergebung für den Unverstand der Menschen, wie flehte sie um Einsicht für ihre Umgebung!

Sie nahmen die letzte Möglichkeit an, die Höhle der vernunftlosen Schöpfung. Josef, besorgt um sie, selbst ergriffen vom Schmerz ob solcher Not, ließ sie ruhen und säuberte die entlegenste Ecke, um abgeschirmt zu sein bei der nahenden schweren Stunde. Mit all seiner Liebe bereitete er das Lager, verstellte den Blick mit Hindernissen und Geräten. Nun holte er sie und bedeckte sie mit seinem weiten Mantel. Ein Wohlgefühl der Ruhe und Geborgenheit erfaßte beide.

Sie versanken mit ihrem Geiste im Meer der Liebe Gottes.

So durchlebten sie die nächsten Stunden, nicht gewärtig der Betrübnis ihrer Lage.

(Leonidas)
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« Antwort #4540 am: 23. Dezember 2016, 06:09:43 »
Josefs Tod

So kam der Tag, da Mein himmlischer Vater Meinen irdischen Vater abberief. Schon lange lag er danieder, schwach, krank, hilflos.

Mit viel Liebe hat Maria ihn gepflegt, umgeben, umhütet.

Er nahm all ihre Liebeserweise dankbar an und ließ sich ganz fallen in den Willen des Vaters. Wie oft saß Ich an seinem Lager. Wir fanden zutiefst zueinander in der Stille, im Gespräch, in edler Liebe. Er wurde hinfälliger ...

Sein Rat wurde ernster, seine Weisungen wurden weiser und erfüllter vom Geist der Höhe. Sein Sicheinfügen in den Plan Gottes wurde totaler.

So nahm der Vater seinen Geist in Liebe auf. -Die sterbliche Hülle legten wir in eine Höhle, die uns ein reicher Mann überließ.

So wurde die einstige Dreiheit zur liebevollen Zweiheit.

Maria und Ich, wir gehörten nun noch viel inniger zusammen.

Wir trugen unser ganzes Leben gemeinsam, alle Gedanken, alle Pläne, alle Schau in die Zukunft.

So durchlebten wir unsere geschenkten Tage in ständigem Blick auf den Vater. Wir wußten auch, daß wir durch Josef einen großen Fürsprecher, Helfer, Tröster hatten, der uns mit all seiner Kraft und seinem Segen umgab und schützte.

Wir lebten mit ihm, denn wir empfanden eine tiefe Verbundenheit mit ihm.

(Leonidas)
« Letzte Änderung: 23. Dezember 2016, 06:12:26 von Tina 13 »
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« Antwort #4541 am: 23. Dezember 2016, 20:27:40 »
Bereite dich vor, Meine Herde, denn die Tage des geistigen Kampfes kommen!

19. Dezember 2016, 17.10 Uhr – Dringender Aufruf von Jesus, dem Guten Hirten, an die Menschheit.

Der Friede sei mit euch, Schafe Meiner Herde.

Die Tage des Friedens sind zu Ende, es nähern sich die Tage der Züchtigung, wo die Menschheit schon nicht mehr ruhig sein wird; viele gehen verloren weil sie geistig nicht vorbereitet sind. Wie möchte Ich, dass sich diese Menschheit in Meine Barmherzigkeit flüchten würde, aber nein, die immense Mehrheit fährt fort Mir den Rücken zuzukehren und nicht das Gesicht! Andere sind lauwarm und sie loben Mich mit den Lippen und Ohren, aber ihr Herz ist fern von Mir. Nur eine kleine Minderheit setzt Meine Worte in die Tat um und sucht Mich mit aufrichtigem Herzen.

Oh undankbare und sündige Menschheit, wenn ihr nicht aus eurem Schlaf erwacht und bereut, werdet ihr mit Sicherheit ewig verloren gehen! Ich warte immer noch geduldig auf den Sünder um zu sehen ob er nicht in der letzten Sekunde bereut und sein Leben rettet. Ich suche immer noch nach ihm und rufe nach ihm wie der Hirte nach seinen Schafen: Ich möchte nicht seinen Tod, noch freue Ich Mich ihn leiden zu sehen. Wie ein guter Hirte werde Ich das verlorene Schaf suchen und wenn Ich es finde, werde Ich es auf Meinen Schultern tragen und Mich über seine Rückkehr freuen. Die Undankbarkeit und das Vergessen dieser Generation dieser letzten Zeiten tut Mir so weh! Warum verhaltet ihr euch so gleichgültig und so distanziert gegenüber jenem, der euch so sehr liebt und für euch der Gott des Lebens ist?

Ich bin Meinem Wort treu und warte auf euch, rebellische Schafe, bis die allerletzte Sekunde der Barmherzigkeit verbraucht ist. Meine Worte sind Worte des Ewigen Lebens, Ich suche nicht euch damit zu erschrecken, noch Angst zu machen; Mein Wunsch ist es euch aufzurufen, dass ihr euch bekehrt und von neuem in Meinen Schafstall zurückkehrt. Beachtet Meinen Aufruf, verirrte Schafe, Ich möchte, dass ihr in Meinen Pferch zurückkommt; Ich weine und leide wegen eurem Verlust und werde nicht ruhen, bis Ich euch finde. Ich Bin euer ewiger Hirte, der euch erwartet, um euch auf die grünen Wiesen und an die frischen Wasser zu bringen, wo ihr euch sättigen und euren Durst stillen werdet. Beachtet, dass die Nacht nahe ist und die Wölfe umherstreifen und versuchen Meine Schafe zu verschlingen. Wenn ihr euch von Mir entfernt, geht ihr zugrunde.

Bereite dich vor, Meine Herde, denn die Tage des geistigen Kampfes kommen! Wenn ihr es am wenigsten denkt, gerät alles außer Kontrolle und das Leben auf der Erde wird schon nicht mehr das Gleiche sein. Die schlechten Nachrichten und die Tragödien werden Teil eures Alltags sein; nur jene, die ausharren, beten und vertrauen, können die ewige Herrlichkeit erlangen. Die Zeit der Finsternis ist gekommen und bereits werdet ihr auf der Erde keinen Frieden mehr haben, noch Orte der Koexistenz. Die Menschheit wird sehr bald in der Seele und im Fleisch den Schmerz fühlen, den Mein Weggehen verursacht. Es kommen die Tage, in denen Mein Geist euch verlässt, und die immense Mehrheit bleibt in der Dunkelheit und wird erfahren, was es heißt ohne den Geist Gottes zu leben. All jene, die geistig nicht vorbereitet sind werden verloren gehen; die Menschheit wird durch die geistige Wüste wandern, viele werden wahnsinnig werden, andere werden sich das Leben nehmen und der Geist des Bösen wird die Menschheit auf die Probe stellen.

Der Glaube, das Gebet, das Fasten und das Vertrauen in Gott wird die Stärke Meines Volkes sein. Euer Glaube wird auf die Probe gestellt und die Dämonen werden euch versuchen, sie werden mit allen Mitteln suchen, dass ihr verloren geht. Habt keine Angst, wenn ihr mit Mir vereint bleibt und bis ans Ende ausharrt, so versichere Ich euch, dass ihr siegreich herauskommen werdet. Sei klug und vorbereitet, Meine Herde, denn es nähern sich die Tage der Prüfung. Meine Mutter wird der Tabernakel sein, wo Ich Mich aufhalten werde. Sie wird euch leiten und euer Trost und Schutz in den Tagen der Dunkelheit sein, die sich nähern.

Meinen Frieden lasse Ich euch, Meinen Frieden gebe Ich euch. Bereut und bekehrt euch, denn das Reich Gottes ist nahe. Euer Meister, Jesus der Gute Hirte aller Zeiten.

Gebt Meine Botschaften der ganzen Menschheit bekannt, Schafe Meiner Herde.

(Enoch)
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« Antwort #4542 am: 24. Dezember 2016, 07:03:59 »
Hl. Alphons-Maria von Liguori (1696-1787), Bischof und Kirchenlehrer

„Ich verkünde euch eine große Freude, die dem ganzen Volk zuteil werden soll“

„Ich verkünde euch eine große Freude“. Das sind die Worte, die der Engel an die Hirten von Bethlehem gerichtet hat. Heute, ihr Getreuen, spreche ich sie zu euch. Ich bringe euch eine Nachricht, die euch große Freude machen soll. Kann es für arme, zum Tod verurteilte Verbannte eine beglückendere Nachricht geben als die, dass ihnen ihr Retter erschienen ist, der sie vor dem Tod errettet und ihnen die Rückkehr in die Heimat ermöglicht? Und das genau verkündige ich euch: „Der Retter ist euch geboren“ [...]

Wenn ein König zum ersten Mal in eine Stadt seines Reiches kommt, erweist man ihm größte Ehren: Dekorationen und Triumphbögen allenthalben! Rüste dich also, du glückliches Bethlehem, deinen König würdig zu empfangen [...] Wisse, so sagt der Prophet zu dir (Mi 5,1), wisse, dass dir der Vorzug gegeben ist vor allen Städten der Erde, denn dich hat der König des Himmels als Geburtsort hienieden auserwählt, um nicht nur über Judäa, sondern allerorts über die Herzen der Menschen zu herrschen [...] Was mögen die Engel gesagt haben, als sie mit ansahen, wie die Mutter Gottes in eine Felsengrotte ging, um dort den König der Könige zu gebären! Kinder von Fürsten kommen in goldfunkelnden Gemächern zur Welt, umstanden von den höchsten Würdenträgern des Reiches. Der König des Himmels aber will in einem kalten, unbeheizten Stall geboren werden, wo er als Bettdecke nichts als armselige Stofffetzen, als Bett eine elende Futterkrippe mit etwas Stroh hat [...]

Allein der Gedanke an die Umstände, unter denen Jesus Christus geboren wurde, müsste in uns eine glühende Liebe entfachen; und die Worte: Krippe, Stroh, Milch, Wimmern müssten vor unseren Augen das Bild des Kindes von Bethlehem erstehen lassen und zu feurigen Pfeilen werden, die in unseren Herzen Wunden der Liebe hinterlassen. Glückselige Grotte, Krippe, Stroh! Aber um wie vieles glückseligere Menschen, die mit Inbrunst und Zärtlichkeit diesen so liebenswerten Herrn lieben und ihn in glühender Liebe in der heiligen Kommunion empfangen! Mit welch ungestümer Freude Jesus doch Wohnung nimmt in einer Seele, die ihn wirklich liebt!

Ansprache zur Weihnachtsnovene Nr.10
« Letzte Änderung: 24. Dezember 2016, 07:04:51 von Tina 13 »
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« Antwort #4543 am: 24. Dezember 2016, 22:07:41 »
Buch Jesaja 9,1-6.

Das Volk, das im Dunkel lebt, sieht ein helles Licht; über denen, die im Land der Finsternis wohnen, strahlt ein Licht auf.
Du erregst lauten Jubel und schenkst große Freude. Man freut sich in deiner Nähe, wie man sich freut bei der Ernte, wie man jubelt, wenn Beute verteilt wird.
Denn wie am Tag von Midian zerbrichst du das drückende Joch, das Tragholz auf unserer Schulter und den Stock des Treibers.
Jeder Stiefel, der dröhnend daherstampft, jeder Mantel, der mit Blut befleckt ist, wird verbrannt, wird ein Fraß des Feuers.
Denn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns geschenkt. Die Herrschaft liegt auf seiner Schulter; man nennt ihn: Wunderbarer Ratgeber, Starker Gott, Vater in Ewigkeit, Fürst des Friedens.
Seine Herrschaft ist groß, und der Friede hat kein Ende. Auf dem Thron Davids herrscht er über sein Reich; er festigt und stützt es durch Recht und Gerechtigkeit, jetzt und für alle Zeiten. Der leidenschaftliche Eifer des Herrn der Heere wird das vollbringen.

Psalm 96(95),1-2.3.11.12-13a.

Singet dem Herrn ein neues Lied,
singt dem Herrn, alle Länder der Erde!
Singt dem Herrn und preist seinen Namen,
verkündet sein Heil von Tag zu Tag!

Erzählt bei den Völkern von seiner Herrlichkeit,
bei allen Nationen von seinen Wundern!
Der Himmel freue sich, die Erde frohlocke,
es brause das Meer und alles, was es erfüllt.

Es jauchze die Flur und was auf ihr wächst.
Jubeln sollen alle Bäume des Waldes
vor dem Herrn, wenn er kommt,
wenn er kommt, um die Erde zu richten.

Brief des Apostels Paulus an Titus 2,11-14.

Denn die Gnade Gottes ist erschienen, um alle Menschen zu retten.
Sie erzieht uns dazu, uns von der Gottlosigkeit und den irdischen Begierden loszusagen und besonnen, gerecht und fromm in dieser Welt zu leben,
während wir auf die selige Erfüllung unserer Hoffnung warten: auf das Erscheinen der Herrlichkeit unseres großen Gottes und Retters Christus Jesus.
Er hat sich für uns hingegeben, um uns von aller Schuld zu erlösen und sich ein reines Volk zu schaffen, das ihm als sein besonderes Eigentum gehört und voll Eifer danach strebt, das Gute zu tun.

Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas - Lk 2,1-14.

In jenen Tagen erließ Kaiser Augustus den Befehl, alle Bewohner des Reiches in Steuerlisten einzutragen.
Dies geschah zum erstenmal; damals war Quirinius Statthalter von Syrien.
Da ging jeder in seine Stadt, um sich eintragen zu lassen.
So zog auch Josef von der Stadt Nazaret in Galiläa hinauf nach Judäa in die Stadt Davids, die Betlehem heißt; denn er war aus dem Haus und Geschlecht Davids.
Er wollte sich eintragen lassen mit Maria, seiner Verlobten, die ein Kind erwartete.
Als sie dort waren, kam für Maria die Zeit ihrer Niederkunft,
und sie gebar ihren Sohn, den Erstgeborenen. Sie wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe, weil in der Herberge kein Platz für sie war.
In jener Gegend lagerten Hirten auf freiem Feld und hielten Nachtwache bei ihrer Herde.
Da trat der Engel des Herrn zu ihnen, und der Glanz des Herrn umstrahlte sie. Sie fürchteten sich sehr,
der Engel aber sagte zu ihnen: Fürchtet euch nicht, denn ich verkünde euch eine große Freude, die dem ganzen Volk zuteil werden soll:
Heute ist euch in der Stadt Davids der Retter geboren; er ist der Messias, der Herr.
Und das soll euch als Zeichen dienen: Ihr werdet ein Kind finden, das, in Windeln gewickelt, in einer Krippe liegt.
Und plötzlich war bei dem Engel ein großes himmlisches Heer, das Gott lobte und sprach:
Verherrlicht ist Gott in der Höhe, und auf Erden ist Friede bei den Menschen seiner Gnade.
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

 

La Salette 1846



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