Autor Thema: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."  (Gelesen 4666117 mal)

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« Antwort #4656 am: 17. Januar 2017, 06:53:55 »
Hl. Antonius der Große, Einsiedler, Mönchsvater

* um 250 in Come, dem heutigen Qiman el Arus in Ägypten
† 356 (?) in Tabennisi beim heutigen Dandara in Ägypten

Der Einsiedler Antonius ist der berühmteste Mönch des Altertums. Bi­schof Athanasius von Alexandrien, der Freund, schrieb sein Leben: das Idealbild eines Mönchs, wie ihn die Kirche wünschte. Beim sonntäglichen Gottesdienst hörte Antonius das Evangelium vom reichen Jüngling (Mt 19) und den Bericht der Apostelgeschichte über die arme Gemeinde in Jerusalem (Apg 4, 35). Er verstand den Ruf Gottes, verließ Elternhaus und Besitz und ging in die Wüste. Er wurde der vollkommene „Gottesmann“, der von vielen aufgesuchte „Geistträger“, der „Vater der Mönche“, der „Arzt von Ägypten“. Weder Dämonen noch Irrlehrer konnten ihn besiegen. Antonius starb um 356, 105 Jahre alt. Unter seinem Namen werden achtunddreißig „Worte“ überliefert.

Zwei Weisungen des Abtes Antonius

„Ich sah alle Schlingen des bösen Feindes über die Erde ausgebreitet. Da seufzte ich und sagte: Wer kann ihnen entgehen? Da hörte ich eine Stimme, die zu mir sagte: Die Demut.“

„Vom Mitmenschen her kommen uns Leben und Tod. Gewinnen wir einen Bruder, so gewinnen wir Gott. Geben wir einem Bruder Ärgernis, so sündigen wir gegen Christus.“
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

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« Antwort #4657 am: 17. Januar 2017, 07:00:48 »
Brief an die Hebräer 6,10-20.

Brüder! Gott ist nicht so ungerecht, euer Tun zu vergessen und die Liebe, die ihr seinem Namen bewiesen habt, indem ihr den Heiligen gedient habt und noch dient.
Wir wünschen aber, dass jeder von euch im Blick auf den Reichtum unserer Hoffnung bis zum Ende den gleichen Eifer zeigt,
damit ihr nicht müde werdet, sondern Nachahmer derer seid, die aufgrund ihres Glaubens und ihrer Ausdauer Erben der Verheißungen sind.
Als Gott dem Abraham die Verheißung gab, schwor er bei sich selbst, da er bei keinem Höheren schwören konnte,
und sprach: Fürwahr, ich will dir Segen schenken in Fülle und deine Nachkommen überaus zahlreich machen.
So erlangte Abraham durch seine Ausdauer das Verheißene.
Menschen nämlich schwören bei dem Höheren; der Eid dient ihnen zur Bekräftigung und schließt jeden weiteren Einwand aus;
deshalb hat Gott, weil er den Erben der Verheißung ausdrücklich zeigen wollte, wie unabänderlich sein Entschluss ist, sich mit einem Eid verbürgt.
So sollten wir durch zwei unwiderrufliche Taten, bei denen Gott unmöglich täuschen konnte, einen kräftigen Ansporn haben, wir, die wir unsere Zuflucht dazu genommen haben, die dargebotene Hoffnung zu ergreifen.
In ihr haben wir einen sicheren und festen Anker der Seele, der hineinreicht in das Innere hinter dem Vorhang;
dorthin ist Jesus für uns als unser Vorläufer hineingegangen, er, der nach der Ordnung Melchisedeks Hoherpriester ist auf ewig.

Psalm 111(110),1-2.4-5.9.10c.

Den Herrn will ich preisen von ganzem Herzen
im Kreis der Frommen, inmitten der Gemeinde.
Groß sind die Werke des Herrn,
kostbar allen, die sich an ihnen freuen.

Er hat ein Gedächtnis an seine Wunder gestiftet,
der Herr ist gnädig und barmherzig.
Er gibt denen Speise, die ihn fürchten,
an seinen Bund denkt er auf ewig.

Er gewährte seinem Volk Erlösung
und bestimmte seinen Bund für ewige Zeiten.
Furchtgebietend ist sein Name und heilig,
sein Ruhm hat Bestand für immer.

Aus dem Heiligen Evangelium nach Markus - Mk 2,23-28.

An einem Sabbat ging Jesus durch die Kornfelder, und unterwegs rissen seine Jünger Ähren ab.
Da sagten die Pharisäer zu ihm: Sieh dir an, was sie tun! Das ist doch am Sabbat verboten.
Er antwortete: Habt ihr nie gelesen, was David getan hat, als er und seine Begleiter hungrig waren und nichts zu essen hatten -
wie er zur Zeit des Hohenpriesters Abjatar in das Haus Gottes ging und die heiligen Brote aß, die außer den Priestern niemand essen darf, und auch seinen Begleitern davon gab?
Und Jesus fügte hinzu: Der Sabbat ist für den Menschen da, nicht der Mensch für den Sabbat.
Deshalb ist der Menschensohn Herr auch über den Sabbat.

Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

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« Antwort #4658 am: 17. Januar 2017, 13:55:57 »
Wenn die Menschen gottlos leben,
sind die Völker friedlos,
Regierungen ratlos,
Konferenzen endlos,
Beratungen ergebnislos,
Lügen grenzenlos,
Schulden zahllos,
Verbrechen maßlos,
Mode schamlos
und die Aussichten trostlos.
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

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« Antwort #4659 am: 17. Januar 2017, 14:12:52 »
Hl. Aelred von Rievaulx (1110-1167), englischer Zisterzienserabt

„Der Sabbat ist für den Menschen da“

Wenn der Mensch sich dem Getöse der Welt entzieht und sich in der Abgeschiedenheit seines Herzens gesammelt hat; wenn er vor der lärmenden Menge der Eitelkeiten die Tür zugeschlagen hat; wenn er um seine Schätze prüfend herumgegangen ist und in ihm nicht mehr Aufgeregtheit oder Unordnung vorhanden ist, nichts was an ihm zerrt oder ihn festhält; sondern wenn in ihm alles sanft, einträchtig, friedlich, ruhig ist und die ganze kleine Welt seiner Gedanken, Worte und Werke der Seele zulächelt wie einem Vater in einer einträchtigen und friedfertigen Familie – wenn das alles der Fall ist, macht sich in seinem Herzen plötzlich eine wunderbare Sicherheit breit. Aus dieser Sicherheit entspringt eine erstaunliche Freude, und aus dieser Freude steigt ein Jubellied auf, das in einen Lobpreis Gottes ausbricht, der umso inbrünstiger ist, je mehr man sich bewusst ist, dass alles Gute, das man in sich vorfindet, reines Geschenk Gottes ist.

Das ist die freudvolle Feier des Sabbat, der sechs andere Tage vorausgehen müssen, das heißt der vollständige Abschluss aller Werke. Zuerst müssen wir im Verrichten guter Werke ins Schwitzen geraten, um uns dann im Frieden unseres Gewissens zu erholen. Aus den guten Werken wird die Reinheit des Gewissens geboren, die zur rechten Selbstliebe führt, die uns auch erlaubt, unseren Nächsten wie uns selbst zu lieben (vgl. Mt 22,39).

Spiegel der Liebe; III,3
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« Antwort #4660 am: 17. Januar 2017, 22:46:37 »
Heiliger Bonaventura: Segen und Besinnlichkeit, Freude, Glück und Zweisamkeit. Oh, wie schön die Weihnachtszeit!

Der Herre Christ mir ward gebor'n, Maria, sie war auserkor'n, von allen Mägden dieser Welt, war sie als Einzige auserwählt.

Und Josef, dieser treue Mann, nahm's so, wie's ist, von Gotte an. Ein Engel zu Ihm sprach bei Nacht, und Er nicht lange nachgedacht.

Und als das Christkind ward geboren, die Freud' war groß im Himmel und auf Erden.

So begeht die Weihnacht fromm und froh, denn der Herr uns geboren und gebettet auf Stroh, als Heiland Er vom Himmel kam, durch Maria, die Jungfrau, Er zu uns kam.

Und die Welt fand Frieden, und die Freude war groß, als der Erlöser gekommen, zu all unser'm Trost. Und die Hoffnung erwachte in dieser Nacht, in der der Vater im Himmel dieses Wunder vollbracht.

So seid fromm und freut euch und ehrt Unser'n Herrn, denn der Herre im Himmel hat uns alle sehr gern. Und durch Jesus Christus, Seinen eingeborenen Sohn, kam die Hoffnung auf Erden und sie macht uns froh.

So begeht diese Weihnacht wie's gebührt dem Herrn, voller Freude und Liebe und Frieden im Herz. Ehrt den Vater im Himmel und Seinen Heiligen Sohn, und tragt Hoffnung im Herzen und macht andere froh.

Dieses ist die Botschaft vom Heiligen Fest: Der Erlöser uns geboren, so glaubt ganz fest, an den Herre Christ, der Erlöser uns ist, d'rum betet und freut euch, denn Er ist das Licht, das zum Vater uns führt und durch die düstere Zeit, so seid allzeit für Ihn bereit.

Nun freut euch ihr Christen und betet sehr viel, denn der Heiland wird bald kommen, und dann ist es vollbracht. So seid bereit, Meine Kinderschar, denn der Herre steht bereit, und es wird wunderbar.

Genießt diese Weihnacht im Lichte des Herrn, und freut euch ihr Christen, denn der Herr liebt euch sehr. Amen.

Heiliger Bonaventura, Dezember 2016
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« Antwort #4661 am: 18. Januar 2017, 06:55:09 »
Hl. Faustina Kowalska (1905-1938), Ordensschwester

Verwundert über ihre Herzensverhärtung

Jesus, ewige Wahrheit, unser Leben, ich flehe dich an und bettle um deine Barmherzigkeit für die armen Sünder. Süßestes Herz unseres Herrn, ganz erfüllt von Mitleid und unaussprechlicher Barmherzigkeit, ich flehe dich an für die armen Sünder. O heiligstes Herz, Quelle der Barmherzigkeit, dessen undenkbare Gnadenstrahlen sich auf das ganze Menschengeschlecht ergießen, ich flehe dich an, den armen Sündern das Licht zu schenken. O Jesus, erinnere dich deiner bitteren Passion und lasse nicht zu, dass die um den Preis deines allerheiligsten Blutes zurückgekauften Seelen untergehen.

Jesus, wenn ich das Geschenk deines Blutes betrachte, dann freue ich mich an seinem unschätzbaren Wert, denn ein Tropfen hätte schon für alle Sünder genügt. Obwohl die Sünde ein abgrundtiefes Übel und Undankbarkeit ist, bleibt der Preis, der für uns bezahlt wurde, doch auch ohne vergleichbares Maß. Deshalb soll jede Seele Vertrauen haben in die Passion des Herrn, soll sie ihre Hoffnung setzen auf seine Barmherzigkeit. Gott wird niemandem seine Barmherzigkeit verweigern. Himmel und Erde können vergehen, doch die Barmherzigkeit Gottes wird niemals vergehen (vgl. Mt 24,35). O, welch eine Freude brennt in meinem Herzen, wenn ich deine unaussprechliche Güte sehe, mein Jesus. Ich sehne mich danach, alle Sünder dir zu Füßen zu legen, damit sie deine unermessliche Liebe preisen für alle Ewigkeiten.

Kleines Tagebuch, § 72
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« Antwort #4662 am: 18. Januar 2017, 06:57:14 »
Brief an die Hebräer 7,1-3.15-17.

Brüder! Melchisedek, König von Salem und Priester des höchsten Gottes; er, der dem Abraham, als dieser nach dem Sieg über die Könige zurückkam, entgegenging und ihn segnete
und welchem Abraham den Zehnten von allem gab; er, dessen Name "König der Gerechtigkeit" bedeutet und der auch König von Salem ist, das heißt „König des Friedens“;
er, der ohne Vater, ohne Mutter und ohne Stammbaum ist, ohne Anfang seiner Tage und ohne Ende seines Lebens, ein Abbild des Sohnes Gottes: dieser Melchisedek bleibt Priester für immer.
Das ist noch viel offenkundiger, wenn nach dem Vorbild Melchisedeks ein anderer Priester eingesetzt wird,
der nicht, wie das Gesetz es fordert, aufgrund leiblicher Abstammung Priester geworden ist, sondern durch die Kraft unzerstörbaren Lebens.
Denn es wird bezeugt: Du bist Priester auf ewig nach der Ordnung Melchisedeks.

Psalm 110(109),1-2.3.4-5.

So spricht der Herr zu meinem Herrn:
Setze dich mir zur Rechten,
und ich lege dir deine Feinde als Schemel unter die Füße.
Vom Zion strecke der Herr das Zepter deiner Macht aus:
«Herrsche inmitten deiner Feinde!»

Dein ist die Herrschaft am Tage deiner Macht,
wenn du erscheinst in heiligem Schmuck;
ich habe dich gezeugt noch vor dem Morgenstern,
wie den Tau in der Frühe.

Der Herr hat geschworen, und nie wird's ihn reuen:
«Du bist Priester auf ewig nach der Ordnung Melchisedeks.»
Der Herr steht dir zur Seite;
er zerschmettert Könige am Tage seines Zornes.

Aus dem Heiligen Evangelium nach Markus - Mk 3,1-6.

In jener Zeit als Jesus in eine Synagoge ging, saß dort ein Mann, dessen Hand verdorrt war.
Und sie gaben acht, ob Jesus ihn am Sabbat heilen werde; sie suchten nämlich einen Grund zur Anklage gegen ihn.
Da sagte er zu dem Mann mit der verdorrten Hand: Steh auf und stell dich in die Mitte!
Und zu den anderen sagte er: Was ist am Sabbat erlaubt: Gutes zu tun oder Böses, ein Leben zu retten oder es zu vernichten? Sie aber schwiegen.
Und er sah sie der Reihe nach an, voll Zorn und Trauer über ihr verstocktes Herz, und sagte zu dem Mann: Streck deine Hand aus! Er streckte sie aus, und seine Hand war wieder gesund.
Da gingen die Pharisäer hinaus und fassten zusammen mit den Anhängern des Herodes den Beschluss, Jesus umzubringen.
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« Antwort #4663 am: 18. Januar 2017, 07:00:38 »
Hl. Margareta von Ungarn, Königstochter, Nonne

* 1242 (?) auf Burg Klissza, dem heutigen Klis bei Split in Kroatien
† 1270 in Budapest in Ungarn

Die Tochter von Béla IV. von Ungarn wurde im Alter von dreieinhalb Jahren auf Grund eines Gelübdes von ihrem Vater in das Dominikanerinnenkloster von Veszprem gebracht. Mit 12 Jahren trat sie in das von ihrem Vater gegründete Dominikanerinnenkloster auf der Haseninsel - der heute nach ihr benannten Margareteninsel - in Budapest ein. Weil sie ja Jungfräulichkeit gelobt hatte, schlug sie - trotz päpstlichem Dispens - die ihr angetragene Vermählung mit Herzog Boleslaw, dem Freigiebigen, und anderen Fürsten aus. Sie legte sich schwerste Bußübungen auf und pflegte Kranke.
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

 

La Salette 1846



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