Autor Thema: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."  (Gelesen 4666391 mal)

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« Antwort #4808 am: 25. Februar 2017, 18:09:46 »
Buch Jesus Sirach 17,1-4.6-15.

Der Herr hat die Menschen aus Erde erschaffen und lässt sie wieder zu ihr zurückkehren.
Gezählte Tage und eine bestimmte Zeit wies er ihnen zu und gab ihnen Macht über alles auf der Erde.
Ihm selbst ähnlich hat er sie mit Kraft bekleidet und sie nach seinem Abbild erschaffen.
Auf alle Wesen legte er die Furcht vor ihnen, über Tiere und Vögel sollten sie herrschen.
Er bildete ihnen Mund und Zunge, Auge und Ohr, und ein Herz zum Denken gab er ihnen.
Mit kluger Einsicht erfüllte er sie und lehrte sie, Gutes und Böses zu erkennen.
Er zeigte ihnen die Größe seiner Werke, um die Furcht vor ihm in ihr Herz zu pflanzen.
Sie sollten für immer seine Wunder rühmen
und seinen heiligen Namen loben.
Er hat ihnen Weisheit geschenkt und ihnen das lebenspendende Gesetz gegeben.
Einen ewigen Bund hat er mit ihnen geschlossen und ihnen seine Gebote mitgeteilt.
Ihre Augen sahen seine machtvolle Herrlichkeit, ihr Ohr vernahm seine gewaltige Stimme.
Er sprach zu ihnen: Hütet euch vor allem Unrecht! Er schrieb ihnen ihr Verhalten gegenüber dem Nächsten vor.
Ihre Wege liegen allezeit offen vor ihm, sie sind nicht verborgen vor seinen Augen.

Psalm 103(102),13-14.15-16.17-18a.

Wie ein Vater sich seiner Kinder erbarmt,
so erbarmt sich der Herr über alle, die ihn fürchten.
Denn er weiß, was wir für Gebilde sind;
er denkt daran: Wir sind nur Staub.

Des Menschen Tage sind wie Gras,
er blüht wie die Blume des Feldes.
Fährt der Wind darüber, ist sie dahin;
der Ort, wo sie stand, weiß von ihr nichts mehr.

Doch die Huld des Herrn währt immer und ewig
für alle, die ihn fürchten und ehren;
sein Heil erfahren noch Kinder und Enkel;
alle, die seinen Bund bewahren.

Aus dem Heiligen Evangelium nach Markus - Mk 10,13-16.

In jener Zeit brachte man Kinder zu Jesus, damit er ihnen die Hände auflegte. Die Jünger aber wiesen die Leute schroff ab.
Als Jesus das sah, wurde er unwillig und sagte zu ihnen: Lasst die Kinder zu mir kommen; hindert sie nicht daran! Denn Menschen wie ihnen gehört das Reich Gottes.
Amen, das sage ich euch: Wer das Reich Gottes nicht so annimmt, wie ein Kind, der wird nicht hineinkommen.
Und er nahm die Kinder in seine Arme; dann legte er ihnen die Hände auf und segnete sie.
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

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« Antwort #4809 am: 26. Februar 2017, 21:52:15 »
Hl. Klara von Assisi (1193 o. 1194-1253), Ordensgründerin

Erster Brief an Agnes von Prag, 25−29 (entnommen: Klaraquellen, 2013)

Wählt das enge Tor

Ihr wisst darum, so glaube ich fest, dass das Himmelreich einzig und allein den Armen vom Herrn versprochen ist und geschenkt wird. Wer nämlich ein irdisch Ding liebt, verliert die Frucht der Liebe.

Man kann nicht Gott dienen und dem Mammon, denn entweder wird man den einen lieben und den anderen hassen, oder dem einen dienen und den anderen verachten. Ihr wisst auch, dass der Bekleidete nicht mit dem Nackten kämpfen kann, da schneller zu Boden geworfen wird, wer etwas hat, woran er festgehalten werden kann; ferner, dass niemand hier in der Welt glanzvoll leben und dort mit Christus herrschen kann und dass ein Kamel leichter durch ein Nadelöhr geht als ein Reicher zum Himmelreich hinaufsteigt (vgl. Mt 19,24).

Deshalb habt Ihr die Kleider, nämlich den irdischen Reichtum, abgeworfen, um dem, der mit Euch ringt, in keiner Weise zu unterliegen, damit Ihr auf dem schmalen Weg und durch die enge Pforte ins Himmelreich eintreten könnt (vgl. Mt 7,13−14).
« Letzte Änderung: 26. Februar 2017, 21:54:55 von Tina 13 »
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« Antwort #4810 am: 26. Februar 2017, 22:03:50 »
Hl. Alexander von Alexandrien

Patriarch von Alexandria

† 17. April 328 (oder 326) in Alexandria (?) in Ägypten

Alexander verhinderte mit seiner Kandidatur zum Patriarchen zu Beginn des 4. Jahrhunderts, dass Arius, der Begründer des Arianismus, dieses Amt antreten konnte. Auf dem Konzil von Nicäa war er, zusammen mit seinem Sekretär und späteren Nachfolger Athanasios, ein wichtiger Wortführer. Alexander war beim Volk hoch angesehen, galt als liberal, als Förderer der Armen und lebte streng asketisch.
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« Antwort #4811 am: 26. Februar 2017, 22:10:15 »
Buch Jesaja 49,14-15.

Zion sagt: Der Herr hat mich verlassen, Gott hat mich vergessen.
Kann denn eine Frau ihr Kindlein vergessen, eine Mutter ihren leiblichen Sohn? Und selbst wenn sie ihn vergessen würde: ich vergesse dich nicht - Spruch des Herrn.

Psalm 62(61),2-3.6-7.8-9.

Bei Gott allein kommt meine Seele zur Ruhe,
von ihm kommt mir Hilfe.
Nur er ist mein Fels, meine Hilfe, meine Burg;
darum werde ich nicht wanken.

Bei Gott allein kommt meine Seele zur Ruhe;
denn von ihm kommt meine Hoffnung.
Nur er ist mein Fels, meine Hilfe, meine Burg;
darum werde ich nicht wanken.

Bei Gott ist mein Heil, meine Ehre;
Gott ist mein schützender Fels, meine Zuflucht.
Vertrau ihm, Volk Gottes, zu jeder Zeit!
Schüttet euer Herz vor ihm aus!
Denn Gott ist unsere Zuflucht.

Erster Brief des Apostels Paulus an die Korinther 4,1-5.

Brüder! Als Diener Christi soll man uns betrachten und als Verwalter von Geheimnissen Gottes.
Von Verwaltern aber verlangt man, dass sie sich treu erweisen.
Mir macht es allerdings nichts aus, wenn ihr oder ein menschliches Gericht mich zur Verantwortung zieht; ich urteile auch nicht über mich selbst.
Ich bin mir zwar keiner Schuld bewusst, doch bin ich dadurch noch nicht gerecht gesprochen; der Herr ist es, der mich zur Rechenschaft zieht.
Richtet also nicht vor der Zeit; wartet, bis der Herr kommt, der das im Dunkeln Verborgene ans Licht bringen und die Absichten der Herzen aufdecken wird. Dann wird jeder sein Lob von Gott erhalten.

Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus - Mt 6,24-34.

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Niemand kann zwei Herren dienen; er wird entweder den einen hassen und den andern lieben, oder er wird zu dem einen halten und den andern verachten. Ihr könnt nicht beiden dienen, Gott und dem Mammon.
Deswegen sage ich euch: Sorgt euch nicht um euer Leben und darum, dass ihr etwas zu essen habt, noch um euren Leib und darum, dass ihr etwas anzuziehen habt. Ist nicht das Leben wichtiger als die Nahrung und der Leib wichtiger als die Kleidung?
Seht euch die Vögel des Himmels an: Sie säen nicht, sie ernten nicht und sammeln keine Vorräte in Scheunen; euer himmlischer Vater ernährt sie. Seid ihr nicht viel mehr wert als sie?
Wer von euch kann mit all seiner Sorge sein Leben auch nur um eine kleine Zeitspanne verlängern?
Und was sorgt ihr euch um eure Kleidung? Lernt von den Lilien, die auf dem Feld wachsen: Sie arbeiten nicht und spinnen nicht.
Doch ich sage euch: Selbst Salomo war in all seiner Pracht nicht gekleidet wie eine von ihnen.
Wenn aber Gott schon das Gras so prächtig kleidet, das heute auf dem Feld steht und morgen ins Feuer geworfen wird, wieviel mehr dann euch, ihr Kleingläubigen!
Macht euch also keine Sorgen und fragt nicht: Was sollen wir essen? Was sollen wir trinken? Was sollen wir anziehen?
Denn um all das geht es den Heiden. Euer himmlischer Vater weiß, dass ihr das alles braucht.
Euch aber muss es zuerst um sein Reich und um seine Gerechtigkeit gehen; dann wird euch alles andere dazugegeben.
Sorgt euch also nicht um morgen; denn der morgige Tag wird für sich selbst sorgen. Jeder Tag hat genug eigene Plage.
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« Antwort #4812 am: 28. Februar 2017, 20:00:07 »
Sel. Daniel Brottier, Priester, Mönch

* 7. September 1876 in La Ferté-St-Cyr in Frankreich
† 28. Februar 1936 in Auteuil, heute Stadtteil im 16. Arrondissement von Paris in Frankreich

Daniel Brottier war Spiritanerpater. 1903 ging er zur Mission nach Dakar in den Senegal, wo er Jugendarbeit betrieb. 1911 musste er aus gesundheitlichen Gründen in die Heimat zurückkehren. Von hier aus förderte er weiterhin die Arbeit im Senegal, ab 1923 brachte er das "Waisenhauswerk von Auteuil" zu großer Blüte: es kümmert sich um tausende von Jugendlichen aus aller Welt.
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« Antwort #4813 am: 28. Februar 2017, 20:02:20 »
Hl. Franz von Sales (1567-1622), Bischof von Genf und Kirchenlehrer

„Schon jetzt das Hundertfache“

Unser Besitz gehört uns nicht. Gott lässt ihn uns pflegen und will, dass er durch uns fruchtbar und nützlich wird [...] Trennt Euch also immer von einem Teil Eurer Mittel und gebt sie gutherzig den Armen [...] Gott gibt sie Euch wirklich zurück, und nicht erst in der anderen Welt, sondern schon in dieser; denn nichts fördert unseren Wohlstand so sehr wie das Geben von Almosen. Während Ihr aber darauf wartet, dass Gott sie Euch zurückerstattet, seid Ihr ja schon um das ärmer, was ihr gegeben habt. Wie heilig und fruchtbar ist es doch, wenn man durch Mildtätigkeit arm wird!

Liebt die Armen und die Armut! Denn durch diese Liebe gelangt Ihr zur wirklichen Armut, da „man so wird, wie das, was man liebt“ (vgl. Hos 9,10), so sagt es die Heilige Schrift. Liebe macht die Liebenden gleich: „Wer leidet unter seiner Schwachheit, ohne dass ich mit ihm leide?“, sagt der hl. Paulus (2 Kor 11,29). Er hätte auch sagen können: „Wer ist arm, ohne dass ich seine Armut teile?“ Denn die Liebe machte ihn so wie die, die er liebte. Wenn Ihr die Armen liebt, dann habt Ihr also tatsächlich teil an ihrer Armut und seid arm wie sie. Wenn Ihr die Armen liebt, so verkehrt viel mit ihnen; freut euch, wenn sie zu Euch kommen, und besucht sie auch gern. Redet bereitwillig mit ihnen, seid froh, wenn sie in der Kirche, auf der Straße und anderswo auf Euch zukommen. Seid sparsam mit Worten, sprecht als Freundin mit ihnen; seid aber freigebig mit Euren Händen, gebt ihnen großzügig von dem, was Ihr habt, da Ihr mehr habt als sie.

Wollt Ihr noch mehr tun? [...] Macht Euch zur Dienerin der Armen, dient ihnen [...], mit Euren Händen, auf Eure Kosten. Wenn Euch das gelingt, so ist es mehr wert als ein Königreich.

Anleitung zum religiösen Leben, 3. Teil, Kap. 15
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« Antwort #4814 am: 28. Februar 2017, 20:06:11 »
Buch Jesus Sirach 35,1-15.
Viele Opfer bringt dar, wer das Gesetz befolgt;
Heilsopfer spendet, wer die Gebote hält;
Speiseopfer bringt dar, wer Liebe erweist;
Dankopfer spendet, wer Almosen gibt:
Abkehr vom Bösen findet das Gefallen des Herrn: als Sühne gilt ihm die Abkehr vom Unrecht.
Erscheine nicht mit leeren Händen vor dem Herrn,
denn das alles muss geschehen, weil es angeordnet ist.
Die Opfergabe des Gerechten macht den Altar glänzend von Fett, und ihr Wohlgeruch steigt zum Höchsten auf.
Das Opfer des Gerechten ist angenehm, sein Gedenkopfer wird nicht vergessen werden.
Freigebig ehre den Herrn, nicht gering sei die Gabe in deinen Händen.
Bei all deinen guten Werken zeig ein frohes Gesicht, und weihe deinen Zehnten mit Freude!
Wie Gott dir gegeben hat, so gib auch ihm, freigebig und so gut, wie du kannst.
Denn er ist ein Gott, der vergilt, siebenfach wird er es dir erstatten.
Versuche nicht, ihn zu bestechen, denn er nimmt nichts an;
vertrau nicht auf Opfergaben, die durch Unterdrückung erworben sind. Er ist ja der Gott des Rechts, bei ihm gibt es keine Begünstigung.

Psalm 50(49),5-6.7-8.14.23.
„Versammelt mir all meine Frommen,
die den Bund mit mir schlossen beim Opfer."
Die Himmel sollen seine Gerechtigkeit künden;
Gott selbst wird Richter sein.

«Höre, mein Volk, ich rede.
Israel, ich klage dich an,
ich, der ich dein Gott bin.
Nicht wegen deiner Opfer rüg' ich dich,
deine Brandopfer sind mir immer vor Augen.

„Bring Gott als Opfer dein Lob,
und erfülle dem Höchsten deine Gelübde!
Wer Opfer des Lobes bringt, ehrt mich;
wer rechtschaffen lebt, dem zeig' ich mein Heil."

Aus dem Heiligen Evangelium nach Markus - Mk 10,28-31.
In jener Zeit sagte Petrus zu Jesus: Du weißt, wir haben alles verlassen und sind dir nachgefolgt.
Jesus antwortete: Amen, ich sage euch: Jeder, der um meinetwillen und um des Evangeliums willen Haus oder Brüder, Schwestern, Mutter, Vater, Kinder oder Äcker verlassen hat,
wird das Hundertfache dafür empfangen: Jetzt in dieser Zeit wird er Häuser, Brüder, Schwestern, Mütter, Kinder und Äcker erhalten, wenn auch unter Verfolgungen, und in der kommenden Welt das ewige Leben.
Viele aber, die jetzt die Ersten sind, werden dann die Letzten sein, und die Letzten werden die Ersten sein.

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« Antwort #4815 am: 01. März 2017, 06:31:24 »
Aschermittwoch - Beginn der Fastenzeit.   ;ghjghg

Fastenzeit heißt nicht nur, weniger essen und trinken, überhaupt weniger für sich selbst fordern und verbrauchen. Der Sinn: Der ganze Mensch soll frei und gesund werden; sich selbst wiederfinden; das einüben und verwirklichen, was wir durch die Taufe geworden sind: der neue Mensch, in dem Christus sichtbar wird. Das Gesetz Christi: nicht fordern, sondern schenken; loslassen, sich selber lassen und wie durch den Tod hindurch das neue, größere Leben gewinnen.  Am Aschermittwoch beginnt die Kirche mit einem strengen Fast- und Abstinenztag ihren gemeinsamen österlichen Weg. Nach Möglichkeit nehmen die Gläubigen am Aschermittwochgottesdienst teil und lassen sich als äußeres Zeichen der Bußgesinnung die Asche auflegen.
« Letzte Änderung: 01. März 2017, 06:48:42 von Tina 13 »
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