Autor Thema: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."  (Gelesen 4570049 mal)

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Offline Tina 13

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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #8344 am: 14. April 2020, 22:48:14 »
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Apostelgeschichte 2,14a.36-41.

Am Pfingsttag trat Petrus auf, zusammen mit den Elf; er erhob seine Stimme und begann zu reden:
Mit Gewissheit erkenne also das ganze Haus Israel: Gott hat ihn zum Herrn und Messias gemacht, diesen Jesus, den ihr gekreuzigt habt.
Als sie das hörten, traf es sie mitten ins Herz, und sie sagten zu Petrus und den übrigen Aposteln: Was sollen wir tun, Brüder?
Petrus antwortete ihnen: Kehrt um, und jeder von euch lasse sich auf den Namen Jesu Christi taufen zur Vergebung seiner Sünden; dann werdet ihr die Gabe des Heiligen Geistes empfangen.
Denn euch und euren Kindern gilt die Verheißung und all denen in der Ferne, die der Herr, unser Gott, herbeirufen wird.
Mit noch vielen anderen Worten beschwor und ermahnte er sie: Lasst euch retten aus dieser verdorbenen Generation!
Die nun, die sein Wort annahmen, ließen sich taufen. An diesem Tag wurden ihrer Gemeinschaft etwa dreitausend Menschen hinzugefügt.

Psalm 33(32),4-5.18-19.20.22.

Das Wort des Herrn ist wahrhaftig,
all sein Tun ist verlässlich.
Er liebt Gerechtigkeit und Recht,
die Erde ist erfüllt von der Huld des Herrn.

Siehe, das Auge des Herrn ruht auf denen, die ihn fürchten,
die seine Huld erwarten,
dass er ihre Seele dem Tod entreiße
und, wenn sie hungern, sie am Leben erhalte.

Unsre Seele hofft auf den Herrn;
er ist unsre Hilfe und unser Schild.
Lass deine Güte über uns walten, o Herr,
wie wir auf dich hofften!

Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus - Mt 28,8-15.

Nachdem die Frauen die Botschaft des Engels vernommen hatten, verließen sie sogleich das Grab und eilten voll Furcht und großer Freude zu seinen Jüngern, um ihnen die Botschaft zu verkünden.
Plötzlich kam ihnen Jesus entgegen und sagte: Seid gegrüßt! Sie gingen auf ihn zu, warfen sich vor ihm nieder und umfassten seine Füße.
Da sagte Jesus zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Geht und sagt meinen Brüdern, sie sollen nach Galiläa gehen, und dort werden sie mich sehen.
Noch während die Frauen unterwegs waren, kamen einige von den Wächtern in die Stadt und berichteten den Hohenpriestern alles, was geschehen war.
Diese fassten gemeinsam mit den Ältesten den Beschluss, die Soldaten zu bestechen. Sie gaben ihnen viel Geld
und sagten: Erzählt den Leuten: Seine Jünger sind bei Nacht gekommen und haben ihn gestohlen, während wir schliefen.
Falls der Statthalter davon hört, werden wir ihn beschwichtigen und dafür sorgen, dass ihr nichts zu befürchten habt.
Die Soldaten nahmen das Geld und machten alles so, wie man es ihnen gesagt hatte. So kommt es, dass dieses Gerücht bei den Juden bis heute verbreitet ist.
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #8345 am: 15. April 2020, 19:16:03 »
 ;tffhfdsds

Apostelgeschichte 3,1-10.

In jenen Tagen gingen Petrus und Johannes um die neunte Stunde zum Gebet in den Tempel hinauf.
Da wurde ein Mann herbeigetragen, der von Geburt an gelähmt war. Man setzte ihn täglich an das Tor des Tempels, das man die Schöne Pforte nennt; dort sollte er bei denen, die in den Tempel gingen, um Almosen betteln.
Als er nun Petrus und Johannes in den Tempel gehen sah, bat er sie um ein Almosen.
Petrus und Johannes blickten ihn an, und Petrus sagte: Sieh uns an!
Da wandte er sich ihnen zu und erwartete, etwas von ihnen zu bekommen.
Petrus aber sagte: Silber und Gold besitze ich nicht. Doch was ich habe, das gebe ich dir: Im Namen Jesu Christi, des Nazoräers, geh umher!
Und er fasste ihn an der rechten Hand und richtete ihn auf. Sogleich kam Kraft in seine Füße und Gelenke;
er sprang auf, konnte stehen und ging umher. Dann ging er mit ihnen in den Tempel, lief und sprang umher und lobte Gott.
Alle Leute sahen ihn umhergehen und Gott loben.
Sie erkannten ihn als den, der gewöhnlich an der Schönen Pforte des Tempels saß und bettelte. Und sie waren voll Verwunderung und Staunen über das, was mit ihm geschehen war.

Psalm 105(104),1-2.3-4.6-7.8-9.

Dankt dem Herrn! Ruft seinen Namen an!
Macht unter den Völkern seine Taten bekannt!
Singt ihm und spielt ihm,
sinnt nach über all seine Wunder!

Rühmt euch seines heiligen Namens!
Alle, die den Herrn suchen, sollen sich von Herzen freuen.
Fragt nach dem Herrn und seiner Macht;
sucht sein Antlitz allezeit!

Bedenkt es, ihr Nachkommen seines Knechtes Abraham,
ihr Kinder Jakobs, die er erwählt hat.
Er, der Herr, ist unser Gott.
Seine Herrschaft umgreift die Erde.

Ewig denkt er an seinen Bund,
an das Wort, das er gegeben hat für tausend Geschlechter,
an den Bund, den er mit Abraham geschlossen,
an den Eid, den er Isaak geschworen hat.

Aus dem Heiligen Evangelium nach Johannes - Joh 20,11-18.

In jener Zeit stand Maria draußen vor dem Grab und weinte. Während sie weinte, beugte sie sich in die Grabkammer hinein.
Da sah sie zwei Engel in weißen Gewändern sitzen, den einen dort, wo der Kopf, den anderen dort, wo die Füße des Leichnams Jesu gelegen hatten.
Die Engel sagten zu ihr: Frau, warum weinst du? Sie antwortete ihnen: Man hat meinen Herrn weggenommen, und ich weiß nicht, wohin man ihn gelegt hat.
Als sie das gesagt hatte, wandte sie sich um und sah Jesus dastehen, wusste aber nicht, dass es Jesus war.
Jesus sagte zu ihr: Frau, warum weinst du? Wen suchst du? Sie meinte, es sei der Gärtner, und sagte zu ihm: Herr, wenn du ihn weggebracht hast, sag mir, wohin du ihn gelegt hast. Dann will ich ihn holen.
Jesus sagte zu ihr: Maria! Da wandte sie sich ihm zu und sagte auf hebräisch zu ihm: Rabbuni!, das heißt: Meister.
Jesus sagte zu ihr: Halte mich nicht fest; denn ich bin noch nicht zum Vater hinaufgegangen. Geh aber zu meinen Brüdern, und sag ihnen: Ich gehe hinauf zu meinem Vater und zu eurem Vater, zu meinem Gott und zu eurem Gott.
Maria von Magdala ging zu den Jüngern und verkündete ihnen: Ich habe den Herrn gesehen. Und sie richtete aus, was er ihr gesagt hatte.
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #8346 am: 15. April 2020, 19:18:34 »
Hl. Maximus der Bekenner (um 580-662)
Mönch und Theologe
Centurie über die Theologie II, 45–47 (Philokalie der heiligen Väter der Nüchternheit) (trad. © Evangelizo)

Lasst uns mit ihm hinauf und zum Vater aufsteigen

Wer meint, der Herr sei lediglich der Schöpfer von Wesen, die im Entstehen und Vergehen sind, der kennt ihn nicht. Er sieht in ihm den Gärtner, wie Maria Magdalena. Deshalb vermeidet der Herr die Berührung eines solchen Menschen, und zwar zu dessen Wohl. Er sagt zu ihm: „Fass mich nicht an“, denn dieser kann noch nicht an seiner Seite zum Vater hinaufgehen (vgl. Joh 20,15–17). Er weiß, dass einer, der zu ihm kommt und ihn dabei niedriger einschätzt als er ist, sich Schaden zufügt.

Diejenigen, die aus Galiläa gekommen sind, haben aus Angst vor den Juden die Türen verschlossen und sich ins Obergemach zurückgezogen (vgl. Joh 20,19–20). Das heißt: diejenigen, die aus dem Land der Offenbarungen gekommen sind, haben aus Angst vor bösen Geistern Zuflucht gesucht in der Höhe göttlicher Kontemplation und ihre Sinne so verschlossen, wie man Türen verschließt. Sie empfangen Gott, das Wort Gottes, das zu ihnen kam, ohne dass sie wussten wie; der ihnen jenseits aller Sinneswahrnehmung erschien, der ihnen Festigkeit gibt durch den Frieden, der ihnen den Heiligen Geist vermittelt durch den Anhauch, der ihnen die Macht verleiht, die bösen Geister zu vertreiben, und der ihnen die Zeichen seiner Mysterien zeigt. Für diejenigen, die das Wort Gottes im Fleisch erkennen wollen, steigt der Herr nicht zum Vater auf, sondern für diejenigen, die ihn im Heiligen Geist durch hohe Kontemplation suchen, steigt er zum Vater auf.

Lasst uns also den nicht ständig hier unten festhalten, der in seiner Liebe zum Menschen für uns herabgekommen ist, sondern mit ihm hinauf und zum Vater aufsteigen, indem wir die Erde und die Dinge dieser Welt zurücklassen, damit er nicht auch uns sagt, was er zu den Juden sagte, die sich nicht [von ihm] führen lassen wollten: „Wohin ich gehe, dorthin könnt ihr nicht gelangen“ (Joh 8,21). Denn ohne das Wort ist es nicht möglich, zum Vater des Wortes zu gelangen.
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #8347 am: 17. April 2020, 00:32:23 »
Das Kreuz Jesu Christi

Predigt von Professor May

10.04.2020

Im Namen des Vaters und des Soh­nes und des Hei­li­gen Geis­tes. Amen.

Geliebte im Herrn!

Seit das Kreuz auf Gol­go­tha für den Erlö­ser und Ret­ter der Mensch­heit auf­ge­rich­tet wurde, ist es zum Kenn­zei­chen der Anhän­ger Jesu gewor­den. Unsere Reli­gion ist die Kreu­zes­re­li­gion. Eine andere ken­nen wir nicht. Wir wol­len heute fra­gen, was das Kreuz ist und was es für uns bedeu­tet. Das Kreuz sind zunächst ein­mal zwei rechts­wink­lig mit­ein­an­der ver­bun­dene Bal­ken. Es war (neben ande­rer Ver­wen­dung) in alter Zeit gebräuch­lich für die Hin­rich­tung von wirk­li­chen oder angeb­li­chen Mis­se­tä­tern. Unter sie wollte Jesus von Naza­reth gezählt wer­den. An die genann­ten Bal­ken waren die Hände und die Füße unse­res Herrn und Hei­lan­des ange­na­gelt. Er ist nicht gestor­ben durch das Schwert, wie der Apos­tel Pau­lus, oder durch die Pfeile der Arm­brust, wie der hl. Sebas­tian. Nein, er starb an einem gekreuz­ten Holze. Seit­dem ist uns die­ser Gegen­stand ver­eh­rungs­wür­dig. Die gekreuz­ten Bal­ken erin­nern uns an das schmerz­hafte Süh­nelei­den unse­res Herrn. Kai­ser Kon­stan­tin ver­bot die Kreu­zi­gung als Hin­rich­tungs­strafe. In Schle­sien weiß man um die Ver­eh­rungs­wür­dig­keit des Kreu­zes auch ohne den Gekreu­zig­ten. Dort singt das gläu­bige Volk: „Hei­li­ges Kreuz, sei hoch­ver­ehrt, har­tes Ruh­bett mei­nes Herrn. Sei mit Mund und Herz ver­ehrt, Kreuz­stamm Christi mei­nes Herrn.“ Das Kreuz wurde der Opfe­r­al­tar für die Erlö­sung der Mensch­heit und damit das Zei­chen des Sie­ges über Tod und Ver­damm­nis. Ehe das Kreuz war, gab es noch keine Lei­ter zum Him­mel. Nun aber ist die Lei­ter auf­ge­rich­tet, das Kreuz ist erhöht, der Ein­gang zum Him­mel steht offen. Das Kreuz ist uns hei­lig, weil es gesalbt ist mit dem Blute des Hei­lan­des, aber auch geweiht mit den Trä­nen sei­ner Mut­ter. Seht das Kreu­zes­holz, an dem gehan­gen das Heil der Welt. Kommt, lasst uns anbe­ten!

Erst recht und noch viel mehr ist der ver­eh­rungs­wür­dig, der am Kreuze hängt. Wir wis­sen: Das ist unser Hei­land Jesus Chris­tus, der wahre Sohn Got­tes, der uns geliebt hat und für uns gestor­ben ist, um uns und die ganze Mensch­heit von Schuld und Ver­damm­nis zu ret­ten. In Schle­sien singt das gläu­bige Volk in der Ver­eh­rung des Gekreu­zig­ten: „Herr, ich küsse deine Füße, dei­ner hei­li­gen Hände Mal. Hast die Wun­den ja emp­fun­den auch für mei­ner Sün­den Zahl.“ Das Bild des Gekreu­zig­ten ist unser Gna­den­bild, zu dem wir auf­bli­cken, an das wir uns klam­mern, das wir end­los küs­sen kön­nen. Wenn du einen Ungläu­bi­gen fra­gen hörst: Du betest einen Gekreu­zig­ten an? Dann werde nicht rot, schau nicht ver­le­gen zu Boden; recke dich auf, schau ihm stolz ins Auge und sprich mit fro­hem Blick: Ja, ich bete ihn an. Die Kir­che Christi ist die Kir­che des Gekreu­zig­ten.

Das Kreuz mit dem Bild des Gekreu­zig­ten ist das Kenn­zei­chen jedes katho­li­schen Got­tes­hau­ses. Seit kon­stan­ti­ni­scher Zeit wurde das Kreuz die Grund­riss­form für den Kir­chen­bau. Im Inne­ren der Kir­che wird das Kreuz auf dem Altar oder vor dem Altar auf­ge­stellt. Es ist das Bekennt­nis zu der Reli­gion des Kreu­zes. Wir beten dich an, Herr Jesus Chris­tus, und bene­deien dich; denn durch dein hei­li­ges Kreuz hast du die Welt erlöst. Wir tra­gen das Kreuz auch in unsere Woh­nung und beken­nen uns damit als Ange­hö­rige der Kreu­zes­re­li­gion. Das täg­li­che Leben der Fami­lie soll im Ange­sicht des Gekreu­zig­ten ver­lau­fen. Sein Segen soll über alle kom­men, die da leben oder sich ein­fin­den. Wir hän­gen das Kreuz in unsere Kran­ken­zim­mer, auf dass die Kran­ken es sehen und dar­aus Kraft schöp­fen. Eine Ärz­tin äußerte sich abfäl­lig dar­über, dass in dem Kran­ken­haus, in dem sie beschäf­tigt war, in allen Zim­mern ein Kreuz hängt. Das Kreuz in den Kran­ken­zim­mern ist berech­tigt, ja es ist not­wen­dig. Das Kreuz in den Kran­ken­zim­mern ist Erin­ne­rung. Es hält wach, was der Herr für uns gelit­ten hat. „Wenn Gott sei­nen eige­nen Sohn nicht geschont, son­dern ihn für uns alle hin­ge­ge­ben hat, wie sollte er uns mit ihm nicht alles (andere) schen­ken?“ (Röm 8,32). Das Kreuz in den Kran­ken­zim­mern ist Mah­nung: Der Herr ist für alle gestor­ben, damit die Leben­den nicht mehr sich leben, son­dern für den, der für sie gestor­ben ist. Das Kreuz in den Kran­ken­zim­mern ist Zei­chen der Hoff­nung. Der da hängt, ist nicht im Tod ver­blie­ben. „Wenn wir mit Chris­tus gestor­ben sind, wer­den wir auch mit ihm leben“ (Röm 6,8). Das Kreuz in den Kran­ken­zim­mern ist die Ant­wort auf die schmerz­li­che Frage nach dem Sinn des mensch­li­chen Lei­dens. Es ist Teil­nahme am Lei­den des Mes­sias. Vor Jahr­zehn­ten schrieb Carl Son­nen­schein, der Apos­tel Ber­lins: „Die katho­li­sche Reli­gion, die einen gepeitsch­ten Skla­ven auf die Altäre stellt, diese Reli­gion ver­steht etwas vom Lei­den.“ Seit­dem unser Herr und Hei­land am Kreuze starb, ist das Kreuz auch zum Sym­bol für den Tod gewor­den. Todes­an­zei­gen wer­den mit den bei­den gekreuz­ten Bal­ken aus­ge­stat­tet. Wir rich­ten das Kreuz auf über den Grä­bern unse­rer Ver­stor­be­nen als Zei­chen des Ver­trau­ens und der Zuver­sicht für das ewige Leben und die Auf­er­ste­hung des Lei­bes.

Die Kir­che hat eine große Zahl von Seg­nun­gen ein­ge­führt. In den Invo­ka­tiv­seg­nun­gen wird der Bei­stand Got­tes über Per­so­nen erfleht. In den Kon­sti­tu­tiv­seg­nun­gen wird über einen Gegen­stand der Schutz Got­tes her­ab­ge­ru­fen und der­selbe dem pro­fa­nen Gebrauch ent­zo­gen. Jeder Segen, den die Kir­che ihren Glie­dern spen­det, wird im Zei­chen des Kreu­zes erteilt. Alle Sakra­mente wer­den mit dem Kreuz­zei­chen voll­zo­gen. Das Kreuz wird auf die Stirn des Täuf­lings gezeich­net; denn er wird in dem hei­li­gen Gesche­hen der Taufe dem Gekreu­zig­ten über­eig­net. Die hei­lige Fir­mung geschieht im Zei­chen des Kreu­zes. Im Mess­op­fer macht der Pries­ter dut­zende Male das Zei­chen des Kreu­zes über die zu hei­li­gen­den und gehei­lig­ten Gaben. Die katho­li­sche Chris­ten­heit hat begrif­fen, dass wir das Heil aus den Wun­den des Gekreu­zig­ten schöp­fen. So muss der Christ sein gan­zes Leben und Wir­ken unter das Kreuz stel­len. Der hl. Cyrill von Jeru­sa­lem for­dert uns auf: Mach das Kreuz­zei­chen beim Essen und Trin­ken, wenn du dich zur Ruhe legst und wenn du auf­ste­hest, mach es bei allen dei­nen Beschäf­ti­gun­gen! Denn das Kreuz­zei­chen ist das große Schutz­mit­tel, das Zei­chen der Gläu­bi­gen, der Schre­cken der bösen Geis­ter. Nichts ist den bösen Geis­tern furcht­ba­rer als das Kreuz. Anna Katha­rina Emme­rich schreibt von ihrer Kind­heit: „Immer wenn ich das Kreuz auf die Stirn, Mund und Brust machte, da dachte ich: Das sind die Schlüs­sel, dass nichts Böses in Stirn, Mund und Herz hin­ein­kom­men soll.“ Vor der See­schlacht von Lepanto machte der Befehls­ha­ber Don Juan d’Aus­tria groß das Kreuz­zei­chen. Die Offi­ziere taten es ihm nach. Die Mann­schaft folgte dem Bei­spiel der Offi­ziere. Als die schot­ti­sche Köni­gin Maria Stuart zur Hin­rich­tung geführt wurde, hielt sie in der Hand ein Kreuz mit dem Hei­land dar­auf, das sie immer wie­der küsste. Der pro­tes­tan­ti­sche Offi­zier, der sie zum Scha­fott gelei­tete, ver­wies es ihr: „Madame, nicht in der Hand, im Her­zen muss man Chris­tus tra­gen.“ Die Köni­gin erwi­derte ernst: „Myl­ord, es ist gut, sein Bild in Hän­den zu haben, um ihn desto siche­rer im Her­zen zu tra­gen.“ Als bei der Olym­piade 1936 in Ber­lin der ame­ri­ka­ni­sche Läu­fer Met­calfe die Renn­bahn betrat, machte er vor aller Augen zuerst ein gro­ßes Kreuz­zei­chen. Das Kreuz ist der Schre­cken der bösen Geis­ter. Die Angst der Mus­lime vor dem Kreuz ist so groß, dass in man­chen moham­me­da­ni­schen Län­dern die Gestal­tung der Fens­ter eines Hau­ses als Fens­ter­kreuz ver­bo­ten ist.

Der Kreu­zes­tod Christi war ein Opfer. Er ward geop­fert, auf dass er stell­ver­tre­tend Sühne leiste für die Sün­den der Men­schen. Das Opfer Christi besteht in der frei­wil­li­gen Über­nahme sei­nes Lei­den­s­to­des und der Hin­gabe sei­nes Lebens aus dem Lie­bes­ge­hor­sam gegen den Vater und in der Erlö­ser­liebe zu den Men­schen. Das Kreu­zes­op­fer bil­dete den Abschluss all jener Opfer des Alten Bun­des, die im Schat­ten des Neuen Bun­des dar­ge­bracht wor­den waren. Jahr­hun­derte vor dem blu­ti­gen Gesche­hen auf Gol­go­tha hat es der Pro­phet Zacha­rias ange­kün­digt: „Sie wer­den auf den schauen, den sie durch­bohrt haben.“ Nie gab es ein Opfer so hoch­hei­lig wie jenes, das der wahre Hohe­pries­ter Jesu auf dem Kreu­zal­tar durch die Hin­gabe sei­nes Lebens dar­ge­bracht hat. „Wir beten dich an, Herr Jesus Chris­tus, denn durch dein hei­li­ges Opfer am Kreuz hast du die Welt erlöst.“ Die Bot­schaft von der Erlö­sung ist eine Bot­schaft der Liebe. Und alle Liebe, selbst die Liebe Got­tes, ist eine wun­den­tra­gende, eine kreuz­tra­gende, eine gekreu­zigte Liebe. So hat kei­ner gehorcht und gedient, geliebt und gesiegt wie die­ser große Opfernde. Jesus Chris­tus hat, als wir Feinde Got­tes waren (Röm 5,11), wegen der über­mä­ßi­gen Liebe, mit der er uns liebte, durch sein hei­li­ges Lei­den am Holze des Kreu­zes uns die Recht­fer­ti­gung ver­dient und Gott für uns Genug­tu­ung geleis­tet (Kon­zil von Tri­ent). O wun­der­bare Her­ab­las­sung der Güte Got­tes: den Knecht zu erlö­sen, gab er den Sohn dahin. Gott hat dem Opfer Christi Dauer ver­lie­hen durch die wun­der­bare Ver­ge­gen­wär­ti­gung die­ses Opfers im Mess­op­fer der katho­li­schen Kir­che. Die Opfer­be­we­gung Christi hat nicht auf­ge­hört. Jetzt opfert sich der glei­che Chris­tus durch den Dienst der Pries­ter auf, der sich einst am Kreuze geop­fert hat; nur die Weise des Opfers ist ver­schie­den. Wem das Opfer auf Kal­va­ria teuer ist, dem muss auch das eucha­ris­ti­sche Opfer des Alta­res teuer sein. Denn die Eucha­ris­tie­feier ist eine sakra­men­tale Epi­pha­nie von Gol­go­tha (Schmaus).

Vor Jahr­zehn­ten machte die „Bischö­fin“ der Nord­el­bi­schen pro­tes­tan­ti­schen Kir­che Maria Jep­sen den Vor­schlag, das Kreuz durch die Krippe zu erset­zen; diese sei ein wesent­lich posi­ti­ve­res Glau­bens­sym­bol. Die­sem Vor­schlag kann nicht bei­ge­pflich­tet wer­den. Die Men­schwer­dung des Soh­nes Got­tes ist ohne Zwei­fel der erha­bene Beginn sei­nes Erlö­sungs­wer­kes. Für uns Men­schen ist er vom Him­mel her­ab­ge­stie­gen. Die Men­schwer­dung Got­tes ist gewiss der Beweis sei­ner uner­mess­li­chen Liebe zu den Men­schen. In sei­nem Leben und Wir­ken hat Chris­tus seine erlö­se­ri­sche Tätig­keit aus­ge­übt. Aber der Gip­fel des erlö­se­ri­schen Wir­kens Christi ist das Opfer am Kreuze. Dass Gott starb, damit die Men­schen leben, ist eine Tat, vor der alle Pre­dig­ten und Wun­der Jesu ver­blas­sen, ist ein Lie­bes­be­weis, über den hin­aus es kei­nen geben kann. Die erha­benste und glaub­wür­digste Liebe ist die gekreu­zigte Liebe. Man kann in einem rich­ti­gen Sinne sagen: Der Sohn Got­tes ward gebo­ren, um gekreu­zigt zu wer­den. Maria hat einem Gekreu­zig­ten das Leben geschenkt. Wir eilen zur Krippe, um den auf Erden erschie­ne­nen Got­tes­sohn anzu­be­ten; aber wir gehen zum Kreuz, um zu beken­nen: Wir dan­ken dir, Herr Jesus Christ, dass du für uns gestor­ben bist. Das Kreuz ist kein „nega­ti­ves“ Glau­bens­sym­bol. Das Kreuz ist das Zei­chen des Tri­um­phes der Liebe über den Hass, des Lebens über den Tod.

Pila­tus hatte es auf seine Weise gut­ge­meint mit dem ange­klag­ten Jesus von Naza­reth. Er setzte wie­der­holt an, um ihn dem Hass der reli­giö­sen Füh­rer der Juden und der fana­ti­sier­ten Masse zu ent­rei­ßen. Pila­tus appel­lierte an ihr Mit­leid. Des­we­gen zeigte er ihnen den gegei­ßel­ten und dor­nen­ge­krön­ten Jesus. Es war ver­geb­lich. Sie lie­ßen sich nicht umstim­men und schrien nur noch lau­ter: „Hin­weg! Hin­weg! Ans Kreuz mit ihm!“ Pila­tus knickte ein, als die Menge ihm unver­hüllt mit Anzeige droht: „Wenn du die­sen frei­lässt, bist du kein Freund des Kai­sers.“ Die Geneigt­heit des Kai­sers mag er nicht ver­lie­ren. „Da über­gab er ihnen Jesus zur Kreu­zi­gung.“ Heute steht die Masse nicht mehr vor dem irdi­schen Jesus. Heute steht sie vor dem in sei­ner Kir­che fort­le­ben­den Chris­tus. Und sie ruft wie­der (wie es bei Johan­nes heißt): „Hin­weg! Hin­weg!“ Die­ser Ruf gilt zuerst dem gekreu­zig­ten Naza­re­ner, der in leib­li­cher Gestalt ans Kreuz gehef­tet ist. Viele Men­schen, auch viele einst christ­li­che Men­schen wol­len nicht den Gekreu­zig­ten als Füh­rer und Leh­rer. Ihre Vor­bil­der sind Leis­tungs­sport­ler im Fuß­ball, im Ten­nis und im Auto­fah­ren. Sie erset­zen den hin­ge­rich­te­ten Gali­läer durch Bud­dha, Moha­med und die viel­ver­spre­chen­den Göt­ter der Hin­dus. Im letz­ten Welt­krieg kam ein ver­wun­de­ter Mann der Waf­fen-SS in ein katho­li­sches Kran­ken­haus. An der Wand sei­nes Zim­mers hing ein Kreuz mit dem gekreu­zig­ten Chris­tus. Der Ver­wun­dete fing an zu schimp­fen und zu toben: „Hängt den Kerl ab! Hängt den Kerl ab!“ Hin­weg, hin­weg mit ihm! Der Ruf gilt in zwei­ter Linie den Kreuz­bal­ken, dem Holze, an dem der Naza­re­ner hängt. Es erin­nert an einen zum Tode Ver­ur­teil­ten. Das amü­siert und erhei­tert nicht. Das Kreuz stört das Ver­gnü­gen. Darum der Ruf: Her­aus mit dem Kreuz aus den Amts­ge­bäu­den. Her­aus mit dem Kreuz aus den Gerichts­sä­len. Her­aus mit dem Kreuz aus den Schu­len. Hin­weg auch mit den Kreu­zen an der Straße und auf den Fel­dern. Die Masse ver­traut auf die Dün­ge­mit­tel und die Ern­te­ma­schi­nen, nicht auf den Segen, der vom Kreuze kommt. An drit­ter Stelle steht das Kreuz für eine Lehre, für die christ­li­che Lehre, für die christ­li­che Reli­gion, für die christ­li­che Kir­che. Auch ihr gilt der erbar­mungs­lose Ruf: Hin­weg, hin­weg! Nicht nur das Zei­chen unse­res Hei­les soll ent­fernt wer­den, son­dern die gesamte Lehre des Gekreu­zig­ten. Sie ist unbe­quem, anspruchs­voll, beschwer­lich. Sie stört die Masse in ihren Ver­gnü­gun­gen. Wir ant­wor­ten den Fein­den des Kreu­zes: Die Lehre (das Zei­chen) des Kreu­zes ist denen, die ver­lo­ren gehen, Tor­heit; uns aber, die zur Selig­keit bestimmt sind, ist es Got­tes Kraft (1 Kor 1,18). Auf dem Glau­bens­satz von Christi Kreu­zes­tod ruht des Chris­ten Glaube wie auf sei­nem Fun­da­ment. Für das Kreuz, für den Gekreu­zig­ten, für die Kreu­zes­re­li­gion kün­di­gen wir jede Freund­schaft. Schla­gen wir jede Schlacht. Sei gegrüßt, hei­li­ges Kreuz, unsere ein­zige Hoff­nung!

Amen.
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #8348 am: 17. April 2020, 22:34:58 »
Hl. Amadeus von Lausanne (1108-1159)
Zisterziensermönch, Bischof
Marienhomilie VI, SC 72 (Acht Marienhomilien) (trad. © Evangelizo)

Ich lade euch zur Freude über die Auferstehung ein

Esst, Freunde, trinkt und berauscht euch, Geliebte (vgl. Hld 5,1). Ich lade euch ein an den Tisch der Weisheit und zum Trinken des Weines, den sie euch in ihrem Becher mischte (vgl. Spr 9,5). Selig, wer zu solchem Festmahl geladen ist und vor den Gästen in hochzeitlichem Gewand erstrahlt (vgl. Mt 22,11).

Das Brot des Lebens wird ihm gereicht, das mit einer wunderbaren Süße stärkt, erfüllt und sättigt; und dazu der Wein der Freude, der aus der Frucht des Weinstocks quillt, der wahre Wein der Auferstehung, gepresst aus dem Baum der Passion des Herrn. […] Außerdem wird dieser Gast in seinem schönsten Gewand und mit dem Ring des Friedens das vom Vater geschlachtete Mastkalb essen (vgl. Lk 15,22). Die Hüften umgürtet mit dem Gürtel des Glaubens und der Keuschheit, an den Füßen Sandalen, um zu jedem guten Werk gerüstet zu sein (vgl. 2 Tim 3,17), wird er das Fleisch des über dem Feuer gebratenen Osterlammes essen (vgl. Ex 12,9). […] Nachdem er den Fisch zu sich genommen hat, der über dem Kohlenfeuer am Seeufer gebraten wurde, als der Herr nach seiner Auferstehung den Jüngern erschien (vgl. Joh 21,9), wird er auch die Honigwabe kosten. Dann wird er die Verse aus dem Hohenlied zitieren: „Ich esse meine Wabe samt meinem Honig, ich trinke meinen Wein samt meiner Milch.“ So voll aller Freuden, wird er alle, die bei ihm sind, zum Festmahl einladen: „Esst, Freunde, trinkt und berauscht euch, Geliebte“ (vgl. Hld 5,1).

Auch ich, meine Brüder, lade euch zu diesem Festmahl ein: „Esst, Freunde, trinkt und berauscht euch, Geliebte.“ Esst das Brot des Lebens, trinkt den Wein der Freude, berauscht euch an der Freude der Auferstehung. Dieser Rausch ist die allergrößte Nüchternheit, sie löscht die Erinnerung an die Welt und prägt dem Geist unaufhörlich den Gedanken an die Gegenwart Gottes ein. Jeder, der davon berauscht ist, vergisst alles und erinnert sich nur noch an die göttliche Liebe. […] Freut euch an seiner Freude, ihr, die ihr an seinem Leid gelitten habt.
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #8349 am: 17. April 2020, 22:36:10 »
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Apostelgeschichte 4,1-12.

Petrus und Johannes hatten im Tempel einen Gelähmten geheilt. Während sie zum Volk redeten, traten die Priester, der Tempelhauptmann und die Sadduzäer zu ihnen.
Sie waren aufgebracht, weil die Apostel das Volk lehrten und in Jesus die Auferstehung von den Toten verkündeten.
Sie nahmen sie fest und hielten sie bis zum nächsten Morgen in Haft. Es war nämlich schon Abend.
Viele aber, die das Wort gehört hatten, wurden gläubig; und die Zahl der Männer stieg auf etwa fünftausend.
Am anderen Morgen versammelten sich ihre Führer sowie die Ältesten und die Schriftgelehrten in Jerusalem,
dazu Hannas, der Hohepriester, Kajaphas, Johannes, Alexander und alle, die aus dem Geschlecht der Hohenpriester stammten.
Sie stellten die beiden in die Mitte und fragten sie: Mit welcher Kraft oder in wessen Namen habt ihr das getan?
Da sagte Petrus zu ihnen, erfüllt vom Heiligen Geist: Ihr Führer des Volkes und ihr Ältesten!
Wenn wir heute wegen einer guten Tat an einem kranken Menschen darüber vernommen werden, durch wen er geheilt worden ist,
so sollt ihr alle und das ganze Volk Israel wissen: im Namen Jesu Christi, des Nazoräers, den ihr gekreuzigt habt und den Gott von den Toten auferweckt hat. Durch ihn steht dieser Mann gesund vor euch.
Er - Jesus - ist der Stein, der von euch Bauleuten verworfen wurde, der aber zum Eckstein geworden ist.
Und in keinem anderen ist das Heil zu finden. Denn es ist uns Menschen kein anderer Name unter dem Himmel gegeben, durch den wir gerettet werden sollen.

Psalm 118(117),1.4.22-23.24.26-27a.

Danket dem Herrn, denn er ist gütig,
denn seine Huld währt ewig.
So sollen alle sagen, die den Herrn fürchten und ehren:
Denn seine Huld währt ewig.

Der Stein, den die Bauleute verworfen haben,
er ist zum Eckstein geworden.
Das hat der Herr vollbracht,
vor unseren Augen geschah dieses Wunder.

Dies ist der Tag, den der Herr gemacht hat;
wir wollen jubeln und uns an ihm freuen.
Gesegnet sei er, der kommt im Namen des Herrn.
Wir segnen euch, vom Haus des Herrn her.
Gott, der Herr, erleuchte uns.

Aus dem Heiligen Evangelium nach Johannes - Joh 21,1-14.

In jener Zeit offenbarte sich Jesus den Jüngern noch einmal. Es war am See von Tiberias, und er offenbarte sich in folgender Weise.
Simon Petrus, Thomas, genannt Didymus - Zwilling-, Natanaël aus Kana in Galiläa, die Söhne des Zebedäus und zwei andere von seinen Jüngern waren zusammen.
Simon Petrus sagte zu ihnen: Ich gehe fischen. Sie sagten zu ihm: Wir kommen auch mit. Sie gingen hinaus und stiegen in das Boot. Aber in dieser Nacht fingen sie nichts.
Als es schon Morgen wurde, stand Jesus am Ufer. Doch die Jünger wussten nicht, dass es Jesus war.
Jesus sagte zu ihnen: Meine Kinder, habt ihr nicht etwas zu essen? Sie antworteten ihm: Nein.
Er aber sagte zu ihnen: Werft das Netz auf der rechten Seite des Bootes aus, und ihr werdet etwas fangen. Sie warfen das Netz aus und konnten es nicht wieder einholen, so voller Fische war es.
Da sagte der Jünger, den Jesus liebte, zu Petrus: Es ist der Herr! Als Simon Petrus hörte, dass es der Herr sei, gürtete er sich das Obergewand um, weil er nackt war, und sprang in den See.
Dann kamen die anderen Jünger mit dem Boot - sie waren nämlich nicht weit vom Land entfernt, nur etwa zweihundert Ellen - und zogen das Netz mit den Fischen hinter sich her.
Als sie an Land gingen, sahen sie am Boden ein Kohlenfeuer und darauf Fisch und Brot.
Jesus sagte zu ihnen: Bringt von den Fischen, die ihr gerade gefangen habt.
Da ging Simon Petrus und zog das Netz an Land. Es war mit hundertdreiundfünfzig großen Fischen gefüllt, und obwohl es so viele waren, zerriss das Netz nicht.
Jesus sagte zu ihnen: Kommt her und esst! Keiner von den Jüngern wagte ihn zu fragen: Wer bist du? Denn sie wussten, dass es der Herr war.
Jesus trat heran, nahm das Brot und gab es ihnen, ebenso den Fisch.
Dies war schon das dritte Mal, dass Jesus sich den Jüngern offenbarte, seit er von den Toten auferstanden war.
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #8350 am: 18. April 2020, 14:17:55 »
LITANEI VON DER AUFERSTEHUNG
(von Seliger John Henry Newman )
Herr, erbarme Dich unser!
Christus, erbarme Dich unser!
Herr, erbarme Dich unser!
Christus, höre uns! Christus, erhöre uns!
Gott Vater im Himmel, erbarme Dich unser!
Gott Sohn, Erlöser der Welt,
Gott Heiliger Geist,
Heilige Dreifaltigkeit, dreieiniger Gott.
Jesus, Erlöser der Menschen,
Jesus, Sieger über Sünde und Satan,
Jesus, triumphierend über den Tod,
Jesus, der Heilige und Gerechte,
Jesus, die Auferstehung und das Leben,
Jesus, Du Spender der Gnade,
Jesus, Du Richter der Welt,
Jesus, der Du Dein Leben hingabst für Deine Schafe,
Jesus, der Du am dritten Tag auferstanden bist,
Jesus, der Du Dich Deinen Auserwählten geoffenbart hast,
Jesus, der Du der weinenden Magdalena erschienen bist,
Jesus, der Du Deine Engel zu den heiligen Frauen gesandt hast,
Jesus, der Du Deine Mutter und die Jünger besucht und getröstet hast,
Jesus, der Du ihnen den Frieden verheißen hast,
Jesus, der Du ihnen den Heiligen Geist eingehaucht hast,
Jesus, der Du den Glauben des Thomas befestigt hast,
Jesus, der Du Deine Herde dem Petrus anvertraut hast,
Jesus, der Du das Reich Gottes gelehrt hast,
Wir armen Sünder, wir bitten Dich, erhöre uns!
Dass wir in einem neuen Leben wandeln,
Dass wir in Deiner Erkenntnis fortschreiten,
Dass wir in der Gnade wachsen,
Dass wir immer das Brot des Lebens empfangen,
Dass wir bis zum Ende ausharren,
Dass wir auf Dich vertrauen bei Deiner Ankunft,
Dass wir Dein Angesicht mit Freude schauen können,
Dass wir in Deinem Gericht zu Deiner Rechten stehen mögen,
Dass unser Los unter den Heiligen sein möge.
Lamm Gottes, das hinwegnimmt die Sünden der Welt,
Verschone uns, o Herr!
Lamm Gottes, das hinwegnimmt die Sünden der Welt,
Erhöre uns, o Herr!
Lamm Gottes, das hinwegnimmt die Sünden der Welt,
Erbarme Dich unser, o Herr!
Christus, höre uns!
Christus, erhöre uns!
Herr, erbarme Dich unser!
Christus, erbarme Dich unser!
Herr, erbarme Dich unser!
CHRISTUS IST ERSTANDEN.
ALLELUJA!
Er ist wahrhaft auferstanden und dem Simon erschienen, Alleluja!
Lasset uns beten.
O Gott, Du hast durch Deinen eingeborenen Sohn den Tod besiegt und uns das Tor zum ewigen Leben eröffnet. Wir bitten Dich, stärke uns durch Deine Gnade, dass wir in allem als erlöste Menschen unsere Wege gehen. Durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.
Aus: Betrachtungen und Gebete, Kösel Verlag 1952, 181-.182
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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #8351 am: 18. April 2020, 14:43:15 »
Hl. Johannes Paul II. (1920-2005)
Papst
Apostolisches Schreiben „Novo millennio ineunte“ zum Abschluss des großen Jubiläums des Jahres 2000 (6. Januar 2001), 58 (© Libreria Editrice Vaticana)

„Geht hinaus in die ganze Welt, und verkündet das Evangelium allen Geschöpfen!“

Duc in altum! Gehen wir voll Hoffnung voran! Ein neues Jahrtausend liegt vor der Kirche wie ein weiter Ozean, auf den es hinauszufahren gilt. Dabei zählen wir auf die Hilfe Jesu Christi. Der Sohn Gottes, der aus Liebe zum Menschen vor zweitausend Jahren Mensch wurde, vollbringt auch heute sein Werk. Wir brauchen aufmerksame Augen, um es zu sehen, und vor allem ein großes Herz, um selber seine Werkzeuge zu werden. Haben wir etwa das Jubiläumsjahr nicht deshalb gefeiert, um wieder mit dieser lebendigen Quelle unserer Hoffnung Kontakt aufzunehmen? Nun fordert uns Christus, den wir in Liebe betrachteten, noch einmal auf, uns auf den Weg zu machen: „Darum geht zu allen Völkern, und macht alle Menschen zu meinen Jüngern; tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes“ (Mt 28,19). Der Missionsauftrag führt uns mit der Aufforderung zu derselben Begeisterung, welche die Christen der ersten Stunde auszeichnete, in das dritte Jahrtausend ein: Wir können auf die Kraft desselben Geistes zählen, der am Pfingstfest ausgegossen wurde und uns heute dazu anspornt, einen Neuanfang zu setzen. Dabei fühlen wir uns getragen von der Hoffnung, „die nicht zugrunde gehen lässt“ (Röm 5,5).

Am Beginn dieses neuen Jahrhunderts muss unser Schritt schneller werden, wenn wir erneut die Straßen der Welt zurücklegen. Es gibt so viele Straßen, auf denen jeder von uns und jede unserer Kirchen geht, aber jene, die zusammengebunden werden durch die eine Gemeinschaft, die Gemeinschaft, die sich täglich am Tisch des eucharistischen Brotes und des Wortes des Lebens nährt, kennen keine Distanz. Jeden Sonntag gewährt uns der auferstandene Christus gleichsam eine Begegnung im Abendmahlssaal, wo er sich am Abend „des ersten Tages der Woche“ (Joh 20,19) seinen Jüngern zeigte, um ihnen das lebendig machende Geschenk des Geistes »einzuhauchen« und sie in das große Abenteuer der Evangelisierung einzuführen.
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La Salette 1846



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