Autor Thema: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."  (Gelesen 4566792 mal)

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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #8816 am: 20. Dezember 2020, 21:47:33 »
Maria steht auch am Fuße unserer eigenen Kreuze

Die größte Prüfung und der größte Schmerz kam für Maria mit dem Erleben der Passion: Sie musste mit ansehen, wie ihr Sohn sich aus freien Stücken auspeitschen ließ, wie er geschlagen, mit Dornen gekrönt, verspottet und lächerlich gemacht wurde. Dann folgte sie ihm, während er gemartert, geschlagen und mit Blut bedeckt sein Kreuz auf dem Gipfel des Kalvarienberges trug. Sie sah ihn sterben, und sie empfing seinen blutigen und leblosen Körper in ihren Armen, bevor er in das Grab gelegt wurde.

Jesus schenkte uns seine Mutter, als er am Kreuz seinen Geist aushauchte. Maria hat ihm alles gegeben. Da sie unsere Mutter geworden ist, wird sie das Gleiche für uns tun. Während wir unser eigenes Leid im Leben ertragen, begleitet sie uns, so wie sie es für Jesus getan hat. Sie steht auch am Fuße unserer Kreuze.

Deshalb nennen wir sie Maria, Heil der Kranken. Das wunderbare Stabat Mater („Christi Mutter stand mit Schmerzen bei dem Kreuz und weint von Herzen“) wurde verfasst, um den Schmerz und das Leid zu beschreiben, das Maria während der Kreuzigung und dem Tod ihres Sohnes durchlitten hat. Hier sind die ersten und   letzten beiden Verse des Stabat Mater, die den gesamten Hymnus umrahmen:

Christi Mutter stand mit Schmerzen bei dem Kreuz und weint von Herzen, als ihr lieber Sohn da hing. Durch die Seele voller Trauer, schneidend unter Todesschauer, jetzt das Schwert des Leidens ging. (…) Christus, lass bei meinem Sterben, mich mit deiner Mutter erben, Sieg und Preis nach letztem Streit. Wenn mein Leib dann sinkt zur Erde, gib mir dass ich teilhaft werde, deiner selgen Herrlichkeit.

Was sie Juan Diego in Guadalupe sagte, 1500 Jahre nach der Betrachtung ihres erstgeborenen Sohnes am Kreuz, sagt sie heute erneut zu uns: Bin ich denn nicht hier – ich deine Mutter? Stehst du nicht in meinem Schutz und Schatten? Bin ich nicht hier, um dich zu verteidigen?

Larry Peterson – 25. August 2018
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Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #8817 am: 20. Dezember 2020, 21:52:43 »
Acht Tage vor Weihnachten, zum Gedenken an die Verkündigung

Dieses Fest verdankt seinen Ursprung den Bischöfen des zehnten Konzils von Toledo im Jahr 656.

Die Prälaten hatten an dem alten Brauch, das Fest Mariä Verkündigung am 25. März zu feiern, einiges als unpassend empfunden, da dieser Freudentag im Normalfall zu einer Zeit gefeiert wird, in der die Kirche vornehmlich der Schmerzen der Passion Jesu gedenkt. Deswegen ordneten sie an, dass von nun an in der Kirche Spaniens acht Tage vor Weihnachten ein feierliches Fest mit Oktav zum Gedenken an die Verkündigung gefeiert werden solle, als Vorbereitung auf das große Fest der Geburt Christi.

In der Folgezeit merkte die Kirche Spaniens, dass es notwendig war, zur Praxis der römischen Kirche und all derer auf der ganzen Welt zurückzukehren, die den 25. März als den für immer heiligen Tag der Verkündigung an Maria und der Menschwerdung des Sohnes Gottes feiern. Doch das Volk hatte so innig an dem Fest vom 18. Dezember gehangen, dass man beschloss, einen Rest davon zu bewahren: Man lenkte den Blick der Gläubigen auf die Gottesmutter in den Tagen unmittelbar vor ihrer wunderbarer Geburt.

So wurde ein neues Fest geschaffen unter dem Titel Mariä Erwartung. Es wird auch „Unsere Liebe Frau vom O“ genannt, wegen der großen Antiphonen, die in diesen Tagen gesungen werden. Sie beginnen alle mit dem Anruf „O“ und bringen die Erwartung und Hoffnung der alten Patriarchen und Propheten auf das Kommen des Messias zum Ausdruck.

Nach Dom Guéranger (1805 - 1875)

Das liturgische Jahr – 18. Dezember
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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #8818 am: 21. Dezember 2020, 23:58:44 »
Maria "hat ihn in ihrem Herzen empfangen, bevor sie in ihrem Leib empfing"

Selbst wenn Christus im Glauben lebte (eine Kontroverse, von der ich nicht behaupte, sie zu lösen), ging ihm der Glaube Mariens voraus. In ihr erreicht die lange Glaubensbildung während der zwei Jahrtausende des Alten Testaments ihre Vollkommenheit. Die intensive Qualität des Glaubens Abrahams gelangt in ihr zu ihrem höchsten Grad. Und sie wird Nutznießerin, in aller Weite, der gesamten Offenbarung Mose und der Propheten, in der der heroische Aufstieg der "Armen Jahwes" gipfelt (Jes 40-55) (1).

Der Glaube Mariens wurde auf das Niveau gehoben, das notwendig ist, um den Sohn Gottes zu gebären und sein Leben zu teilen. So hat sie ihn „in ihrem Herzen empfangen, bevor sie in ihrem Leib empfing“, wie es die Kirchenväter und das Konzil ausdrücken. Auf diese Weise wird sie zum Urbild des Glaubens: für die Kirche und für jeden Christen, der persönlich Gott in seinem Herzen und in der Welt gebärt.

Das Fiat der Verkündigung - dieser höchste Akt des Glaubens - ist daher keine singuläre Besonderheit, die unserem Leben fremd ist. Es ist die mitteilbare Einführung in eine Realität, die jeder Christ zu leben hat, wenn er an der fortwährenden Geburt Christi hier auf Erden mitwirkt.

 

(1)   Die „Armen Jahwes“; die Eliten des Reiches Juda, die in die Verbannung verschleppt worden waren; der „kleine Rest“.

P. René Laurentin
In Marie, clé du mystère chrétien, Fayard, Seite 64-65.
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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #8819 am: 22. Dezember 2020, 00:37:16 »
Eine griechische Homilie aus dem 4. Jh.
Eine dem hl. Gregor von Neocaesarea, dem sog. Wundertäter, irrtümlich zugeschriebene Homilie aus dem 4. Jahrhundert, 2; PG 10, 1156 (in: L'Évangile selon Luc commenté par les Pères, coll. Les Pères dans la foi, DDB 1987, p. 39, rev.; ins Dt. trad. © Evangelizo)

„Das er unsern Vätern verheißen hat“

Da sagte Maria: „Meine Seele preist die Größe des Herrn, und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter. […] Er nimmt sich Israels, seines Kindes, an (vgl. Lk 1,54 griech.)* und denkt an sein Erbarmen, das er unsern Vätern verheißen hat, Abraham und seinen Nachkommen auf ewig.“ Seht ihr, wie die Jungfrau den Patriarchen an Vollkommenheit übertrifft und den Bund bestätigt, den Gott mit Abraham geschlossen hat, als er zu ihm sagte: „Das ist mein Bund zwischen mir und euch“? (Gen 17,10). […] Es ist das Loblied auf diese Prophetie, mit dem sich die heilige Gottesmutter an Gott wendet, wenn sie sagt: „Meine Seele preist die Größe des Herrn, […] denn der Mächtige hat Großes an mir getan, und sein Name ist heilig. Da er mich zur Mutter Gottes macht, bewahrt er meine Jungfräulichkeit. Die Fülle aller Geschlechter fließt in meinem Schoß zusammen, um dort geheiligt zu werden. Denn er hat alle Lebensalter gesegnet, Männer, Frauen, Junge, Kinder, Greise.“ […]

„Er hat die Mächtigen von ihrem Thron gestürzt und die Niedrigen erhöht“ […]. Die Niedrigen, die heidnischen Völker, die nach Gerechtigkeit hungerten (vgl. Mt 5,6), sind erhöht worden. Da sie ihre Demut und ihren Hunger nach Gott bekundeten und um das Wort Gottes baten, so wie die kanaanäische Frau um die Brosamen bat (vgl. Mt 15,27), wurden sie mit dem Reichtum erfüllt, der in den göttlichen Geheimnissen enthalten ist. Denn Jesus Christus, unser Gott, der Sohn der Jungfrau, hat die ganze Fülle göttlicher Gnaden an die Heiden ausgeteilt. „Er hat Israel, sein Kind, erhöht“, nicht irgendein Israel, sondern sein Kind, dessen hohe Abstammung er ehrt. Deshalb bezeichnet die Gottesmutter dieses Volk als ihr Kind und Erbe. Gott, der erkennt, wie sehr dieses Volk zermürbt ist vom Buchstaben, erschöpft vom Gesetz, ruft es zu seiner Gnade. Indem er Israel diesen Namen gibt, erhebt er es, „eingedenk seines Erbarmens, das er unsern Vätern verheißen hat, Abraham und seinen Nachkommen auf ewig“. Diese wenigen Worte fassen das ganze Geheimnis unseres Heils zusammen. In dem Wunsch, die Menschheit zu retten und den mit unseren Vätern geschlossenen Bund zu besiegeln, „neigte er [Jesus Christus] den Himmel und fuhr herab“ (Ps 18(17),10). Und so offenbarte er sich uns und kam in unsere Nähe, so dass wir ihn sehen, berühren und seine Worte hören können.

* Das griechische παιδὸς kann sowohl „Knecht“ als auch „Kind“ bedeuten.
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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #8820 am: 23. Dezember 2020, 06:26:49 »
Homilie
dem hl. Gregor dem Wundertäter (um 213-um 270), Bischof, zugeschrieben
Homilie über die heilige Theophanie, 4; PG 10, 1181 (Les Pères commentent l'évangile, Éd. Brepols 1991, p. 31; ins Dt. trad. © Evangelizo)

Er sprach und segnete Gott

[Johannes der Täufer sagte:] In deiner Gegenwart, Herr Jesus, kann ich nicht schweigen, denn ich bin „die Stimme, die in der Wüste ruft: Bereitet dem Herrn den Weg. Ich müsste von dir getauft werden, und du kommst zu mir?“ (vgl. Mt 3,3.14).

Als ich geboren wurde, nahm ich die Unfruchtbarkeit von derjenigen, die mich gebar; und als Neugeborener heilte ich die Stummheit meines Vaters, indem ich von dir die Gnade dieses Wunders erhielt. Du aber, geboren von der Jungfrau Maria, auf die Art und Weise, wie du es gewollt hast und die nur du kennst, du hast ihre Jungfräulichkeit nicht von ihr genommen; du hast sie geschützt, indem du ihr den Titel Mutter hinzufügtest. Ihre Jungfräulichkeit war weder ein Hindernis für deine Geburt noch hat deine Geburt ihre Jungfräulichkeit befleckt. Diese beiden unvereinbaren Wirklichkeiten – Mutterschaft und Jungfräulichkeit – haben sich zu einer einzigartigen Harmonie zusammengefunden, die nur im Bereich des Schöpfers der Natur liegt.

Ich, der ich ein Mensch bin, kann an der göttlichen Gnade nur teilhaben; du aber bist Gott und Mensch zugleich, denn du bist dem Wesen nach ein Menschenfreund (vgl. Weish 1,6).
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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #8821 am: 24. Dezember 2020, 06:26:39 »
Hl. Amadeus von Lausanne (1108-1159)
Zisterziensermönch, Bischof
Marienpredigt IV, SC 72 (Huit homélies mariales, éd. du Cerf, Paris 1960, p. 127–129, rev.; ins Dt. trad. © Evangelizo)

Das Licht leuchtete in der Finsternis

Bei der Niederkunft Mariens freute sich der Himmel und die Erde jubelte; selbst die Hölle war erschüttert und erschrak. In seiner Freude schenkte der Himmel den leuchtenden Stern und die herrliche Heerschar der Engel, die diesen Lobgesang anstimmten: „Verherrlicht ist Gott in der Höhe, und auf Erden ist Friede bei den Menschen seiner Gnade“ (Lk 2,14). In ihrem Jubel schenkte die Erde die lobpreisenden Hirten und die Magier, die anbeteten und ihre Gaben darbrachten: Gold, Weihrauch und Myrrhe. […]

Bedenke, dass die Nacht Licht in die Dunkelheit und statt der Finsternis strahlendes Licht hervorbrachte. Diese Nacht schenkte Licht, bevor die Sonne aufging, ein Licht, das durch seinen außergewöhnlichen Glanz die Pracht der Sonne in den Schatten stellte. Von dieser Nacht sagt der Psalmist: „Die Nacht wird für mich Licht in meinen Wonnen sein.“ Dann wendet er sich an den Herrn und fährt fort: „Finsternis wird vor dir nicht finster sein, und die Nacht wird wie der Tag erleuchtet sein. So wie ihre Finsternis ist, so wird auch ihr Licht sein“ (vgl. Ps 138(139),11–12 LXX). […]

Als Maria den neugeborenen Emmanuel in Empfang nahm, da schaute sie ein Licht, das unvergleichlich schöner ist als die Sonne; sie spürte ein Feuer, das Wasser nicht löschen könnte. In der Hülle des Leibes, den sie geboren hatte, empfing sie den Glanz, der alles erleuchtet, und sie verdiente es, das Wort, das das Universum trägt, in ihren Armen zu tragen.
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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #8822 am: 25. Dezember 2020, 06:14:23 »
Hl. Amadeus von Lausanne (1108-1159)
Zisterziensermönch, Bischof
Marienhomilie IV, SC 72 (Huit homélies mariales, éd. du Cerf, Paris 1960, p. 111–113, rev.; ins Dt. trad. © Evangelizo)

Der Sohn Gottes hat die Kinder Adams besucht

Durch wunderbare Herablassung, durch staunenswerte und unglaubliche Liebe stieg Gott herab in einen menschlichen Leib, nahm Fleisch an und besuchte die Kinder Adams. […]

So wurde der Gottessohn zum Menschensohn, wenn er auch in der Einheit der Person Gott und Mensch zugleich war: Gott, gezeugt aus dem Wesen des Vaters vor aller Zeit, und Mensch, geboren aus dem Wesen seiner Mutter im Lauf der Zeit. Er sprang herbei, ein gewaltiger Held von zweifacher Natur, um in wohlklingenden Worten und überaus harmonischen Klängen auf der Zither unseres Leibes zu singen, um sehr sanfte Töne hervorzubringen auf dem von unserem Fleisch geformten Instrument, um es wie Musik von unaussprechlicher Harmonie ertönen zu lassen, damit die Steine sich aufrichten, die Bäume erzittern, die wilden Tiere sich erziehen lassen und die von ihrem Fleisch befreiten Menschen zur Höhe geführt werden. Ja wirklich, durch den süßen Klang dieser staunenswerten Musik hat er aus Steinen Kinder Abrahams erweckt und die Bäume des Waldes – das heißt die Herzen der Heiden – zum Glauben bewegt. Auch die wilden Tiere – das heißt die ungezügelten Leidenschaften und die raue Barbarei – hat er nach guter Sitte erzogen; und Menschen, die aus der Mitte der Menschen genommen waren, hat er in den Rang von Göttern erhoben.

Daher ist es nur gut und recht, dass […] die Lieder bis an die Enden der Erde erklingen.
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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #8823 am: 25. Dezember 2020, 06:15:37 »
 ;tffhfdsds

Buch Jesaja 52,7-10.

Wie willkommen sind auf den Bergen die Schritte des Freudenboten, der Frieden ankündigt, der eine frohe Botschaft bringt und Rettung verheißt, der zu Zion sagt: Dein Gott ist König.
Horch, deine Wächter erheben die Stimme, sie beginnen alle zu jubeln. Denn sie sehen mit eigenen Augen, wie der Herr nach Zion zurückkehrt.
Brecht in Jubel aus, jauchzt alle zusammen, ihr Trümmer Jerusalems! Denn der Herr tröstet sein Volk, er erlöst Jerusalem.
Der Herr macht seinen heiligen Arm frei vor den Augen aller Völker. Alle Enden der Erde sehen das Heil unseres Gottes.

Psalm 98(97),1.2-3ab.3cd-4.5-6.

Singet dem Herrn ein neues Lied;
denn er hat wunderbare Taten vollbracht!
Geholfen hat ihm seine Rechte
und sein heiliger Arm.

Der Herr hat sein Heil bekannt gemacht
und sein gerechtes Wirken enthüllt vor den Augen der Völker.
Er gedachte seiner Huld
und seiner Treue zum Hause Israel.

Alle Enden der Erde
sahen das Heil unsres Gottes.
Jauchzet dem Herrn, alle Lande,
freut euch, jubelt und singt!

Spielt dem Herrn auf der Harfe,
auf der Harfe zu lautem Gesang!
Zum Schall der Trompeten und Hörner
jauchzt vor dem Herrn, dem König!

Brief an die Hebräer 1,1-6.

Viele Male und auf vielerlei Weise hat Gott einst zu den Vätern gesprochen durch die Propheten;
in dieser Endzeit aber hat er zu uns gesprochen durch den Sohn, den er zum Erben des Alls eingesetzt und durch den er auch die Welt erschaffen hat;
er ist der Abglanz seiner Herrlichkeit und das Abbild seines Wesens; er trägt das All durch sein machtvolles Wort, hat die Reinigung von den Sünden bewirkt und sich dann zur Rechten der Majestät in der Höhe gesetzt;
er ist um so viel erhabener geworden als die Engel, wie der Name, den er geerbt hat, ihren Namen überragt.
Denn zu welchem Engel hat er jemals gesagt: Mein Sohn bist du, heute habe ich dich gezeugt, und weiter: Ich will für ihn Vater sein, und er wird für mich Sohn sein?
Wenn er aber den Erstgeborenen wieder in die Welt einführt, sagt er: Alle Engel Gottes sollen sich vor ihm niederwerfen.

Aus dem Heiligen Evangelium nach Johannes - Joh 1,1-18.

Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott.
Im Anfang war es bei Gott.
Alles ist durch das Wort geworden, und ohne das Wort wurde nichts, was geworden ist.
In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen.
Und das Licht leuchtet in der Finsternis, und die Finsternis hat es nicht erfasst.
Es trat ein Mensch auf, der von Gott gesandt war; sein Name war Johannes.
Er kam als Zeuge, um Zeugnis abzulegen für das Licht, damit alle durch ihn zum Glauben kommen.
Er war nicht selbst das Licht, er sollte nur Zeugnis ablegen für das Licht.
Das wahre Licht, das jeden Menschen erleuchtet, kam in die Welt.
Er war in der Welt, und die Welt ist durch ihn geworden, aber die Welt erkannte ihn nicht.
Er kam in sein Eigentum, aber die Seinen nahmen ihn nicht auf.
Allen aber, die ihn aufnahmen, gab er Macht, Kinder Gottes zu werden, allen, die an seinen Namen glauben,
die nicht aus dem Blut, nicht aus dem Willen des Fleisches, nicht aus dem Willen des Mannes, sondern aus Gott geboren sind.
Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt, und wir haben seine Herrlichkeit gesehen, die Herrlichkeit des einzigen Sohnes vom Vater, voll Gnade und Wahrheit.
Johannes legte Zeugnis für ihn ab und rief: Dieser war es, über den ich gesagt habe: Er, der nach mir kommt, ist mir voraus, weil er vor mir war.
Aus seiner Fülle haben wir alle empfangen, Gnade über Gnade.
Denn das Gesetz wurde durch Mose gegeben, die Gnade und die Wahrheit kamen durch Jesus Christus.
Niemand hat Gott je gesehen. Der Einzige, der Gott ist und am Herzen des Vaters ruht, er hat Kunde gebracht.
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La Salette 1846



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