Autor Thema: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."  (Gelesen 4573439 mal)

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« Antwort #344 am: 11. Juni 2013, 00:25:36 »
2187 Die Heiligung der Sonn- und Feiertage erfordert eine gemeinsame Anstrengung. Ein Christ soll sich hüten, einen anderen ohne Not zu etwas zu verpflichten, das ihn daran hindern würde, den Tag des Herrn zu feiern. Auch wenn Veranstaltungen (z. B. sportlicher oder geselliger Art) und gesellschaftliche Notwendigkeiten (wie öffentliche Dienste) von Einzelnen Sonntagsarbeit verlangen, soll sich doch jeder genügend Freizeit nehmen. Christen werden maßvoll und in Liebe darauf bedacht sein, die Auswüchse und Gewalttätigkeiten zu meiden, zu denen es manchmal bei Massenveranstaltungen kommt. Trotz aller wirtschaftlichen Zwänge sollen die Behörden für eine der Ruhe und dem Gottesdienst vorbehaltene Zeit ihrer Bürger sorgen. Die Arbeitgeber haben eine entsprechende Verpflichtung gegenüber ihren Angestellten.

2188 Die Christen sollen darauf hinwirken, daß die Sonntage und kirchlichen Feiertage als gesetzliche Feiertage anerkannt werden, wobei sie die Religionsfreiheit und das Gemeinwohl aller zu achten haben. Sie sollen allen ein öffentliches Beispiel des Gebetes, der Ehrerbietung und der Freude geben und ihre Überlieferungen als einen wertvollen Beitrag zum geistlichen Leben der menschlichen Gesellschaft verteidigen. Falls die Gesetzgebung des Landes oder andere Gründe zur Sonntagsarbeit verpflichten, soll dieser Tag dennoch als der Tag unserer Erlösung gefeiert werden, der uns an der „festlichen Versammlung", an der „Gemeinschaft der Erstgeborenen, die im Himmel verzeichnet sind", teilnehmen läßt (Hebr 12,22-23).

(Katechismus)

Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

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« Antwort #345 am: 11. Juni 2013, 06:26:41 »
2192 Der Sonntag ist aus apostolischer Tradition in der ganzen Kirche als der gebotene ursprüngliche Feiertag zu halten (  CIC can 1246 § 1). „Am Sonntag und an den anderen gebotenen Feiertagen sind die Gläubigen zur Teilnahme an der Meßfeier verpflichtet ( CIC can 1247).

2193 An diesen Tagen haben sie sich darüber hinaus jener Werke und Tätigkeiten zu enthalten die den Gottesdienst die dem Sonntag eigene Freude oder die Geist und Körper geschuldete Erholung hindern (  CIC can 1247).

2194 Die Institution des Sonntags tragt dazu bei daß alle über ausreichende Ruhezeiten und Muße verfugen für das Leben mit ihren Familien für ihr kulturelles, gesellschaftliches und religiöses Leben. (GS 67,3).

2195 Jeder Christ soll sich hüten, ohne Notwendigkeit andere zu etwas zu verpflichten das sie hindern wurde den Tag des Herrn zu halten.
« Letzte Änderung: 16. Juni 2013, 09:57:04 von Tina 13 »
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

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« Antwort #346 am: 12. Juni 2013, 23:26:43 »

Hl. Hieronymus

Christus, die Erfüllung des Gesetzes und der Propheten

Wenn ich im Evangelium lese und den Zeugnissen aus dem Gesetz oder den Propheten begegne, so sehe ich darin nur Christus. Wenn ich mich mit Mose oder den Propheten befasste, so geschah dies allein, um zu begreifen, was sie über Christus sagen. Sollte ich eines Tages in den Lichtglanz Christi eintreten und sollte sein Licht, das blendend hell ist wie die Sonne, gleißend meine Augen treffen, könnte ich das Licht einer Lampe nicht mehr wahrnehmen. Wenn wir im hellen Tageslicht eine Lampe anzünden – spendet sie da etwa Licht? Wenn die Sonne aufgeht, verblasst das Lampenlicht. Ebenso verblassen das Gesetz und die Propheten völlig, wenn wir die Gegenwart Christi genießen. Ich will den Ruhm des Gesetzes und der Propheten nicht im Geringsten schmälern, im Gegenteil: ich lobe sie, weil sie Christus angekündigt haben. Denn wenn ich das Gesetz und die Propheten lese, habe ich nicht die Absicht, mich an sie zu halten, sondern durch das Gesetz und die Propheten zu Christus zu gelangen.
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

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« Antwort #347 am: 12. Juni 2013, 23:27:32 »
 ;tffhfdsds

Evangelium nach Matthäus 5,17-19.

Denkt nicht, ich sei gekommen, um das Gesetz und die Propheten aufzuheben. Ich bin nicht gekommen, um aufzuheben, sondern um zu erfüllen.
Amen, das sage ich euch: Bis Himmel und Erde vergehen, wird auch nicht der kleinste Buchstabe des Gesetzes vergehen, bevor nicht alles geschehen ist.
Wer auch nur eines von den kleinsten Geboten aufhebt und die Menschen entsprechend lehrt, der wird im Himmelreich der Kleinste sein. Wer sie aber hält und halten lehrt, der wird groß sein im Himmelreich.
« Letzte Änderung: 18. Juni 2013, 06:47:54 von Tina 13 »
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« Antwort #348 am: 13. Juni 2013, 12:24:18 »
Benedikt XVI.
„Geh und versöhne dich zuerst mit deinem Bruder, dann komm und opfere deine Gabe“

Es ist ein und derselbe Christus, der überall auf der Welt im eucharistischen Brot gegenwärtig ist. Das heißt, daß wir ihm nur zusammen mit allen anderen begegnen können. Wir können ihn nur in der Einheit empfangen. Ist das etwa nicht das, was uns der Apostel Paulus... gesagt hat? In seinem Brief an die Korinther schreibt er: »Ein Brot ist es. Darum sind wir viele ein Leib; denn wir alle haben teil an dem einen Brot« (1 Kor 10,17). Die Konsequenz ist klar: Wir können nicht mit dem Herrn kommunizieren, wenn wir nicht untereinander kommunizieren. Wenn wir vor ihm erscheinen wollen, müssen wir uns auch bewegen und aufeinander zugehen. Dazu müssen wir die große Lektion der Vergebung lernen: Nicht im Herzen das nagende Gefühl des Grolls arbeiten lassen, sondern das Herz für die Großmut öffnen und dem anderen zuhören, das Herz für das Verständnis ihm gegenüber öffnen... Die Eucharistie ist – wir wiederholen es – das Sakrament der Einheit. Doch leider sind die Christen gerade in diesem Sakrament der Einheit gespalten. Um so mehr müssen wir uns, getragen von der Eucharistie, angespornt fühlen, mit allen Kräften nach der vollen Einheit zu streben, die Christus im Abendmahlssaal sehnlich gewünscht hat... Ich [möchte] meinen Willen bekräftigen, daß ich es als grundlegende Aufgabe betrachte, mit allen Kräften für die Wiederherstellung der vollen und sichtbaren Einheit aller Anhänger Christi zu arbeiten. Ich bin mir bewußt, daß gute Absichtserklärungen dafür nicht ausreichen. Erforderlich sind konkrete Gesten, die in die Herzen dringen und die Gewissen anrühren und so jeden zu dieser inneren Umkehr auffordern, die die Voraussetzung für jeden Fortschritt auf dem Weg des Ökumenismus ist.
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« Antwort #349 am: 13. Juni 2013, 12:24:43 »
Evangelium nach Matthäus 5,20-26.

Darum sage ich euch: Wenn eure Gerechtigkeit nicht weit größer ist als die der Schriftgelehrten und der Pharisäer, werdet ihr nicht in das Himmelreich kommen.
Ihr habt gehört, daß zu den Alten gesagt worden ist: Du sollst nicht töten; wer aber jemand tötet, soll dem Gericht verfallen sein.
Ich aber sage euch: Jeder, der seinem Bruder auch nur zürnt, soll dem Gericht verfallen sein; und wer zu seinem Bruder sagt: Du Dummkopf!, soll dem Spruch des Hohen Rates verfallen sein; wer aber zu ihm sagt: Du (gottloser) Narr!, soll dem Feuer der Hölle verfallen sein.
Wenn du deine Opfergabe zum Altar bringst und dir dabei einfällt, daß dein Bruder etwas gegen dich hat,
so laß deine Gabe dort vor dem Altar liegen; geh und versöhne dich zuerst mit deinem Bruder, dann komm und opfere deine Gabe.
Schließ ohne Zögern Frieden mit deinem Gegner, solange du mit ihm noch auf dem Weg zum Gericht bist. Sonst wird dich dein Gegner vor den Richter bringen, und der Richter wird dich dem Gerichtsdiener übergeben, und du wirst ins Gefängnis geworfen.
Amen, das sage ich dir: Du kommst von dort nicht heraus, bis du den letzten Pfennig bezahlt hast.
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« Antwort #350 am: 14. Juni 2013, 13:27:51 »

Tertullian

„Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen“

Wo findet man Worte, die die ganze Vortrefflichkeit und das Glück einer christlichen Ehe ausdrücken können? Die Kirche entwirft den Vertrag, das eucharistische Opfer bestätigt ihn, der Segen besiegelt ihn, die Engel als seine Zeugen registrieren ihn, und der Vater der Himmel ratifiziert ihn. Ein lieber und heiliger Bund ist es, der zwei Christen unter dem gleichen Joch vereint (Mt 11,29), die durch die gleiche Hoffnung, die gleiche Sehnsucht, die gleiche Zucht, den gleichen Dienst verbunden sind. Beide sind Kinder des gleichen Vaters, Diener des gleichen Herrn..., sind ein Fleisch (Mt 19,5), ein Geist. Sie bitten gemeinsam, beten gemeinsam an, fasten gemeinsam, belehren, ermutigen und ertragen einander. Man trifft sie gemeinsam an in der Kirche, gemeinsam am Tisch des Herrn. Sie teilen auch Armut und Überfluss, Verfolgung und Trost. Zwischen ihnen gibt es kein Geheimnis, keine Ausflüchte, sondern unverbrüchliches Vertrauen, gegenseitige Zuvorkommenheit, nichts, was Kummer machen könnte. Wenn sie Kranke besuchen oder Notleidenden helfen, brauchen sie das nicht heimlich tun; sie geben Almosen, ohne sich voreinander rechtfertigen zu müssen; sie opfern ohne schlechtes Gewissen und gehen ungehindert ihren täglichen Pflichten nach. Bei ihnen gibt es keine verstohlenen Kreuzzeichen, kein ängstliches Grüßen, kein stummes Dankeschön. Aus ihren Kehlen, frei wie ihre Herzen, steigen Hymnen und Lieder empor; sie wetteifern allein darin, wer das Lob Gottes am schönsten singt. Christus freut sich über diese Einheit, und solchen Eheleuten schickt er seinen Frieden. „Wo zwei in seinem Namen versammelt sind“, da ist auch er (Mt 18,20). Und wo er ist, da ist kein Platz für den Feind unseres Heiles.
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« Antwort #351 am: 16. Juni 2013, 18:16:48 »
„DU SOLLST DEINEN NÄCHSTEN LIEBEN WIE DICH SELBST"

Jesus sagte zu seinen Jüngern: „Liebt einander! Wie ich euch geliebt habe, so sollt auch ihr einander lieben" (Joh 13,34).

2196 Auf die Frage, welches das erste Gebot sei, antwortete Jesus: „Das erste ist: Höre, Israel, der Herr, unser Gott, ist der einzige Herr. Darum sollst du den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen und ganzer Seele, mit all deinen Gedanken und all deiner Kraft. Als zweites kommt hinzu: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Kein anderes Gebot ist größer als diese beiden" (Mk 12, 29-31).

Der hl. Apostel Paulus erinnert daran: „Wer den andern liebt, hat das Gesetz erfüllt. Denn die Gebote: Du sollst nicht die Ehe brechen, du sollst nicht töten, du sollst nicht stehlen, du sollst nicht begehren!, und alle anderen Gebote sind in dem einen Satz zusammengefaßt: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Die Liebe tut dem Nächsten nichts Böses. Also ist die Liebe die Erfüllung des Gesetzes" (Röm 13, 8-10).

(Katechismus)
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