Autor Thema: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."  (Gelesen 4574540 mal)

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Antw:"Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #832 am: 04. März 2014, 11:14:20 »


Psalm 98(97),1.2.3ab.3c-4.

Singet dem Herrn ein neues Lied;
denn er hat wunderbare Taten vollbracht.
Er hat mit seiner Rechten geholfen
und mit seinem heiligen Arm.
Der Herr hat sein Heil bekannt gemacht
und sein gerechtes Wirken enthüllt vor den Augen der Völker.
Er dachte an seine Huld
und an seine Treue zum Hause Israel.
Alle Enden der Erde
sahen das Heil unsres Gottes.
Jauchzt vor dem Herrn, alle Länder der Erde,
freut euch, jubelt und singt!
« Letzte Änderung: 04. März 2014, 14:08:12 von Tina 13 »
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

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Antw:"Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #833 am: 04. März 2014, 15:08:55 »

Besser wenige treue Freunde, als viele und falsche Freunde!


Der heilige Josef spricht:
Ich bin der heilige Josef!
Mein Kind, die Sorgen finden kein Ende.
Wo Licht ist, wird mit Kanonen geschossen.
Wo Dunkelheit ist, wird die Kammer noch mehr gefüllt mit Bösem.

Am Morgen rufen sie: Seht, wie die Fahnen wehen.
Am Abend rufen sie leise in die Nacht,
damit man nicht hören kann ihre Boshaftigkeit.

Die Fahnen wehen nicht in Frieden und Gerechtigkeit.
Die Fahnen wehen im Schatten der Nacht.

Vom Osten hat man sie hergebracht,
um im Westen sie aufzustellen,
denn im Norden wehen sie schon
und im Süden liegen sie vergraben
und verseuchen die Erde.

Im Abendmahlsaal wehte die Fahne des Friedens und der Liebe,
doch einer unter ihnen hatte diese Fahne beschmutzt.
So ist sie gekommen – die traurige Zeit.
Und jene, die die Fahne der Liebe und des Friedens in ihren Herzen hatten?
Man hat sie verfolgt. Man hat sie gefoltert. Man hat sie getötet.

So ist es auch heute noch
und noch viel mehr und gewaltiger.
In vielen Ländern.
An vielen Orten sind die Gewalt und der Hass so groß, dass Leichen sich türmen.
Sie überragen die Berge.

Meine Kinder!
So vieles geschieht im Verborgenen,
doch nicht verborgen vor Gott!
So bringe ich diese Botschaft schweren Herzens,
denn die Tränen eurer himmlischen Mutter benetzen die Erde
und das Blut Jesu durchdringt Raum und Zeit.

Wo weht die Fahne des Friedens?
Wo brennt die Laterne der Wahrheit?
Wo leuchtet das Herz für Jesus?
Es ist still geworden auf Erden
bei den Seelen, die Jesus wahrhaftig folgen.

Von allen Seiten Macht und Gewalt.
Viele Religionen, die keine Religionen sind.
Viele Verleumdungen.
Viele Abfallende.
Viele Feinde der heiligen Mutter Kirche.
Die Bedrängnis nimmt zu. Der Glaube nimmt ab.

Die Liebe soll nicht weniger werden!
Doch hütet euch vor jenen,
die von den Dächern so vieles, schönes, neues verkünden.
Ihre Herzen sind gefangen,
weil sie nicht Jesus folgen und nach Seiner Lehre leben.

Viele erheben sich äußerlich für Jesus,
aber innen im Herzen pocht das kalte Herz.
Ihre Kleidung ist schön,
aber unter ihren Kleidern haften Maden
und in ihren Schuhen kriecht Ungeziefer.

Besser wenige treue Freunde, als viele und falsche Freunde!

Es gibt kein drittes Schiff mehr.
So schwimmen viele hin und her, so wie es ihnen gefällt.

(Der heilige Josef zeigt das Schiff der Dunkelheit und das Schiff der Wahrheit.
Viele Menschen schwimmen hin und her.
Das Wasser ist, dort beim Schiff der Dunkelheit, sehr trüb und schmutzig.)


Die meisten Seelen stehen schon lange auf dem Schiff der Dunkelheit.
Doch hütet euch auch vor jenen, die hin und her schwimmen.
Sie sind heute hier und morgen dort.
Heute steigen sie auf das Schiff der Wahrheit
und morgen auf das Schiff der Dunkelheit:
Jeden Tag auf einem anderen Schiff.
Ihre Laterne brennt nicht so, wie Gott es wünscht.

Liebe Kinder,
Bleibt standhaft!
Bleibt fest auf dem Boot der Wahrheit stehen!
Ich, der heilige Josef, halte mit euch zusammen die Laterne der Wahrheit!
Es ist die Zeit gekommen, die Zeit noch mehr zu nützen.
Die Zeit mit guten Dingen zu füllen,
Die euch zum Heile dienen und zur Ehre Gottes:
Des Vaters – des Sohnes – und des heiligen Geistes!

(Bei diesen Worten dreht er sich um und verneigt sich tief – vor Gott.)

Ich bin der heilige Josef und gehe mit euch über staubigen Boden,
denn nichts blüht mehr an vielen Stellen.
So ist der Weg beschwerlich
und doch segensreich, wenn ihr aushaltet bis zum Ende eures Lebens!
Meine Braut, eure Mutter und ich, wir begleiten euch in dieser schweren Zeit.

Sie – Maria – sie trägt euch in ihrem mütterlichen, unbefleckten Herzen
und ich – euer heiliger Josef – trage zusammen mit euch
die Laterne der Wahrheit, die euch nach Hause führt.

Im Norden ist kein Land mehr.
Im Westen wird kein Kalb geboren.
Im Süden fliegen die Motten. Sie haben die Bienen verschlungen.
Im Osten ist der Stier ausgebrochen.

Bei Nacht und Nebel wird alles eingepackt in Kisten und im Meer versenkt.
Am Tage, wenn die Sonne scheint, trägt man Schirme,
damit die Gesichter nicht verbrennen. Doch es nützt ihnen nichts.
Um die Mittagszeit wird die Suppe aufgetragen. Sie duftet gut,
doch ist sie verdorben.
Das Ungeziefer kann man nicht sehen: es ist zu klein.
Am Abend erklingen die Glocken.
Doch es ist ein Schlachtruf im Feuer der Nacht.
In Ketten liegen sie, doch sie zerreißen wenn das Horn ertönt.
So fallen sie (die Menschen) herein in dieses Übel und ziehen sich Schuhe der Lügen an.

Morgen blüht der Wacholder. Übermorgen wachsen Dornen
und ihr Duft ist stärker als der Wacholder.

Meine Kinder,
Lügen und Unsicherheit breiten sich aus.
Gewalt im stillen Kämmerlein – sie ist weit aus größer,
als die lärmende Gewalt, die sich sichtbar windet im Schlamm.

Die Straßen sind nicht mehr zu sehen,
denn die Menschen des Todes füllen sie aus.
Morgen lässt der Regen alles zerschmettern.
Man hielt ihn nicht auf durch die Macht der Liebe.

Am Tage krähen sie wie Hähne.
In der Nacht liegen sie nicht in der Wahrheit.
Doch wer kann es verstehen?

Am Mittag backen sie Kuchen. Der Duft durchströmt das Haus,
doch wer davon ist, wird sterben.
(Im Kuchen sind Rasierklingen.)
Am Abend sitzen sie zusammen
vor dem Haus, im Mondschein der Nacht, damit es jeder sehe.
Doch unter ihrem Tisch liegen die Schwerter bereit.

Die Harfe klingt so lieblich, doch sind ihre Seiten verklebt.
Deshalb singen sie laute Lieder, damit man es nicht bemerkt.

Im Abend und Morgenrot sitzen die Weisen
und sie fürchten sich nicht,
denn sie tragen das Siegel des Glaubens!

(Die Menschen haben ein goldenes Kreuz auf ihrer Stirn.
Sie selber können es nicht sehen.)


Ihre Herzen singen leise im Sturme der Nacht.
Sie wiegen ihre Seelen im Herzen der Mutter
und im Schein ihrer Laternen ist das Antlitz Gottes zu sehen.
Sei füllten und füllen immer wieder ihre Herzen mit Glaube, Hoffnung und Liebe
und Gott füllt sie (ihre Herzen) mit Seiner Gegenwart, mit Seiner verborgenen Gegenwart.
So bleiben sie beständig und wachsam,
denn sie tragen SEINE WORTE – die ER gab – in ihren Herzen!
Und ER?
ER trägt sie im dreifaltigen Herzen:
Die Kleinen, die Beständigen, die Weisen.

Der Glaube, die Hoffnung und die Liebe haben sie weise gemacht.
Im Herzen, in ihren einfachen Herzen.
Leise – kaum sichtbar für die kalte Welt. Doch mit Gott vereint.
Sie sind im Herzen bescheiden geblieben.
So wurden sie hinübergetragen in das Land der Rosen.
Jene Rosen, die keine Dornen tragen.
Gott schenkte ihnen Kraft und Stärke in ihrem Leben
und sie lebten nach SEINER Lehre.
ER – DER HÖCHSTE – brach vom Herzen der Weisheit ein Stück ab
und legte es in ihre armseligen Herzen.
Das hat sie reich gemacht,
denn so wuchsen immer mehr der Glaube, die Hoffnung und die Liebe
und aus diesem Kostbaren Schatz wuchsen der Gehorsam,
die Beständigkeit, die Frömmigkeit, die Bescheidenheit,
der Gebetseifer und das Vertrauen immer mehr.

So entfaltete sich ein Stück Weisheit in ihren Herzen.

Die Weisheit – Gott allein genügt!

Meine lieben treuen Kinder!
Versteht meine Worte.
Sie kommen direkt aus dem Herzen des Vaters,
denn ER schenkt euch alles, was ihr zum Leben braucht.
Jetzt, heute, sollt ihr eure Laterne tragen bis zu eurem Ende!

Und morgen bei IHM – Schauen und Staunen!
Das Wunder der Liebe! In himmlischer Pracht!

Ich danke euch für euren Glauben.
Lasst ihn wachsen – immer mehr und mehr
durch euer Leben mit und in GOTT.
Ich danke euch.
Ich trage mit euch die Laterne.
Ich gehe mit euch dem himmlischen Vater entgegen.


23. Februar 2014; № 179 - Morgenröte - Botschaften
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

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« Antwort #834 am: 05. März 2014, 05:46:41 »

Hl. Cyrill von Jerusalem
Das Fasten führt in der Osternacht zur Taufe, zur Vergebung der Sünden

[„Kehrt um, und jeder von euch lasse sich auf den Namen Jesu Christi taufen zur Vergebung seiner Sünden.“] Ihr, die ihr jetzt getauft werdet, seid schon Jünger des Neuen Bundes und Teilhaber an den Mysterien Christi; ihr habt euch „ein neues Herz und einen neuen Geist geschaffen“, zur Freude derer, die im Himmel leben… Ihr habt euch auf eine gute und sehr schöne Reise gemacht…: der eingeborene Sohn Gottes ist da, bereit euch loszukaufen. „Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt. Ich werde euch Ruhe verschaffen.“ Ihr seid niedergedrückt und leidet unter euren Sünden, seid in eure Vergehen verstrickt; so hört, was der Prophet euch sagt: „Wascht euch, reinigt euch! Lasst ab von eurem üblen Treiben, damit der Chor der Engel euch zurufen kann: „Wohl dem, dessen Frevel vergeben und dessen Sünde bedeckt ist!“… Jetzt ist es Zeit, die Sünden zu bekennen. Bekenne, was du in Wort oder Tat, des nachts oder am Tage gesündigt hast. Beichte „zur Zeit der Gnade“, ich will dich erhören, „am Tag der Rettung“ dir helfen… Lass alle menschlichen Sorgen; kümmere dich um deine Seele… Verlass das Gegenwärtige und glaube an die Zukunft…: „Lasst ab und erkennt, dass ich Gott bin.“ Reinige dein Herz, damit dir die Gnade noch reichlicher zuteil wird: die Vergebung der Sünden wird allen gleichermaßen zuteil, Teilhabe am Heiligen Geist aber wird jedem nach dem Maß seines Glaubens gewährt. Wenn du dich nur geringfügig bemühst, empfängst du wenig. Setzt du dich stark ein, wird dein Lohn groß sein… Wenn du Anlass hast, dich über jemand zu beschweren, so vergib ihm. Du gehst ans Taufbecken, um für deine Sünden Vergebung zu erlangen: auch du musst Nachsicht üben mit den Sündern. (Apg 2,38; Ez 18,31; Lk 15,7; Mt 11,28; Spr 5,22; Jes 1,16; Ps 32,1; Jes 49,8; 2 Kor 6,2; Ps 46,11)
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« Antwort #835 am: 06. März 2014, 05:51:21 »

Benedikt XVI.
Ihm nachfolgen

Die gnadenreiche Zeit der Fastenzeit zeigt uns die eigentliche geistliche Bedeutung auch durch die alte Formel: »Bedenke, Mensch, dass du Staub bist und wieder zum Staub zurückkehren wirst«, die der Priester spricht, wenn er ein wenig Asche auf unser Haupt legt. Auf diese Weise werden wir zu den Anfängen der Menschheitsgeschichte zurückgeführt, als der Herr nach dem Sündenfall zu Adam sprach: »Im Schweiße deines Angesichts sollst du dein Brot essen, bis du zurückkehrst zum Ackerboden, von ihm bist du ja genommen. Denn Staub bist du, zum Staub musst du zurück« (Gen 3,19)... Der Mensch ist Staub und wird zum Staub zurückkehren; aber er ist in den Augen Gottes kostbarer Staub, weil Gott den Menschen geschaffen und ihn zur Unsterblichkeit bestimmt hat. So findet die liturgische Formel... ihre volle Bedeutung in Bezug auf den neuen Adam: Christus. Auch Jesus, der Herr, hat aus freiem Willen mit jedem Menschen das Los der Gebrechlichkeit teilen wollen, besonders durch seinen Tod am Kreuz; aber gerade dieser von seiner Liebe zum Vater und zur Menschheit erfüllte Tod war der Weg zur glorreichen Auferstehung. Durch sie ist Christus Quell einer Gnade geworden, die allen geschenkt ist, die an ihn glauben und am göttlichen Leben selbst Anteil erhalten. Dieses Leben, das kein Ende haben wird, ist bereits in der irdischen Phase unseres Daseins wirklich, wird aber erst nach der »Auferstehung des Fleisches« vollendet werden. Die kleine Geste der Aschenauflegung enthüllt uns den einzigartigen Reichtum ihrer Bedeutung: Sie ist eine Einladung, die Fastenzeit als ein bewussteres und innigeres Eintauchen in das Ostergeheimnis Christi, in seinen Tod und seine Auferstehung zu begehen, durch die Teilnahme an der Eucharistie und am Leben der Nächstenliebe, das aus der Eucharistie entsteht und in der es seine Erfüllung findet. Mit der Aschenauflegung erneuern wir unseren Einsatz, Jesus nachzufolgen, uns von seinem Ostergeheimnis verwandeln zu lassen, um das Böse zu besiegen und das Gute zu tun, um unseren »alten Menschen«, der an die Sünde gebunden ist, sterben zu lassen und unseren »neuen Menschen«, der durch die Gnade Gottes verwandelt ist, geboren werden zu lassen.
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« Antwort #836 am: 06. März 2014, 21:24:05 »
Die Karwoche (althochdeutsch kara ‚Klage‘, ‚Kummer‘, ‚Trauer‘), auch stille Woche, ist im Kirchenjahr die letzte Woche der Fasten- oder Passionszeit und die Trauerwoche vor Ostern.

Die Bezeichnung Karwoche ist ein traditioneller Begriff aus dem deutschsprachigen Raum. In anderen Sprachen sowie in der katholischen Liturgie spricht man demgegenüber von der „Großen“ oder Heiligen Woche (lat. hebdomada sancta von (griech. ἑβδομάς), die – anders als die Karwoche – das Osterfest selbst (also den mit der Feier der Osternacht beginnenden Ostersonntag) einschließt.
Die Karwoche umfasst die stillen Tage Montag bis Mittwoch und die eigentlichen Kartage Gründonnerstag, Karfreitag und Karsamstag. Sie beginnt am Palmsonntag mit dem Gedächtnis des Einzugs Jesu in Jerusalem und erreicht ihren Höhepunkt im Triduum Sacrum über den Gründonnerstag, an dem mit dem Abendmahl Jesu die Einsetzung der Eucharistie gefeiert wird, im Gedächtnis des Leidens und Sterbens Jesu am Karfreitag und sie mündet am Ende des Karsamstags in die Feier der Osternacht.

Bereits am 5. Sonntag der Fastenzeit, dem früheren ersten Sonntag der eigentlichen Passionszeit, werden die Kruzifixe und Kreuze in den Kirchen verhüllt. Sind Triptychen und Flügelaltäre vorhanden, sind diese häufig zugeklappt und zeigen die einfacher gestaltete Rückseite der Flügel.

An den Kartagen werden morgens vor allem in Kathedralen und Klosterkirchen die Karmetten gesungen. Mancherorts finden in der Karwoche tägliche Kreuzwegandachten statt. Der Karfreitag und der Karsamstag sind die einzigen Tage im Kirchenjahr, an denen keine Heilige Messe gefeiert wird.

Einem jahrhundertealten Brauch gemäß schweigen in allen katholischen Kirchen aus Trauer um das Leiden und Sterben Jesu Christi vom Gloria der Messe vom Letzten Abendmahl am Abend des Gründonnerstags bis zum Gloria in der Feier der Osternacht die Glocken (teilweise auch der Uhrschlag). Als Ersatz werden Schlagbretter, Ratschen, Klappern und ähnliche Holzwerkzeuge genutzt, um die Gläubigen an die Gebets- und Gottesdienstzeiten (Angelus, Stundengebet) zu erinnern. Auch die Altarschellen werden durch solche Klappern ersetzt. Es wird weder die Orgel noch ein anderes Musikinstrument gespielt. Stattdessen wird in den Gottesdiensten a cappella gesungen.
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« Antwort #837 am: 07. März 2014, 06:48:28 »

Sel. Johannes Paul II.
„Dann werden sie fasten“

„Warum fasten deine Jünger nicht?" Jesus geantwortet ihnen: „Können denn die Hochzeitsgäste trauern, solange der Bräutigam bei ihnen ist? Es werden aber Tage kommen, da wird ihnen der Bräutigam genommen sein; dann werden sie fasten." Wirklich, die Zeit der Fastenzeit erinnert uns daran, dass uns der Bräutigam genommen worden ist. Er wird gefangen genommen, ins Gefängnis gesteckt, wird geißelt, wird mit Dornen gekrönt, wird gekreuzigt. Das Fasten der Fastenzeit ist der Ausdruck unserer Solidarität mit Christus... „Meine Liebe ist gekreuzigt worden und die Flamme des Verlangens nach materiellen Dingen wird in mir gelöscht", schrieb der hl. Ignatius, Bischof von Antiochien [im 1. und 2. Jahrhundert]... Nahrung und Getränke sind für den Menschen lebensnotwendig. Er benutzt sie und er soll sie benutzen, aber es ist ihm nicht erlaubt, sie auf die eine oder andere Art zu missbrauchen. Die traditionelle Getränke- und Nahrungsenthaltung hat nicht nur zum Ziel, dem Leben des Menschen das notwendige Gleichgewicht zu geben, sondern auch, ihn von dem zu befreien, was man „die Verbrauchsmentalität" nennen könnte. Diese Mentalität ist heute eines der Merkmale der Zivilisation und besonders der westlichen Zivilisation geworden... Der auf die materiellen Vermögenswerte ausgerichtete Mensch wird davon sehr oft getäuscht. Es handelt sich hier nicht nur um Nahrungsmittel und Getränke. Wenn der Mensch ausschließlich auf den Besitz und den Gebrauch der materiellen Vermögenswerte, das heißt auf die Dinge ausgerichtet ist, wird eben die ganze Zivilisation dann nach der Menge und der Qualität der Dinge gemessen, die sie den Menschen liefern kann und nicht nach dem Menschen, nach dem Maß des Menschen. Diese Zivilisation liefert tatsächlich die materiellen Vermögenswerte nicht nur, damit sie dem Menschen, seinen schöpferischen und nützlichen Tätigkeiten dienen, sondern und das immer mehr, um seine Sinne zu befriedigen und zu erregen für das Vergnügen eines Augenblicks, um immer mehr Sinnesreize zu vervielfachen, [zum Beispiel durch] die audiovisuellen Massenmedien... Der moderne Mensch soll also fasten, das heißt, sich nicht nur der Nahrung und der Getränke enthalten, sondern auch vieler anderer Stimulierungs-, Verbrauchsmittel und Befriedigungen der Sinne.
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« Antwort #838 am: 09. März 2014, 08:38:32 »
Evangelium nach Matthäus 4,1-11.

In jener Zeit wurde Jesus vom Geist in die Wüste geführt; dort sollte er vom Teufel in Versuchung geführt werden.
Als er vierzig Tage und vierzig Nächte gefastet hatte, bekam er Hunger.
Da trat der Versucher an ihn heran und sagte: Wenn du Gottes Sohn bist, so befiehl, daß aus diesen Steinen Brot wird.
Er aber antwortete: In der Schrift heißt es: Der Mensch lebt nicht nur von Brot, sondern von jedem Wort, das aus Gottes Mund kommt.
Darauf nahm ihn der Teufel mit sich in die Heilige Stadt, stellte ihn oben auf den Tempel
und sagte zu ihm: Wenn du Gottes Sohn bist, so stürz dich hinab; denn es heißt in der Schrift: Seinen Engeln befiehlt er, dich auf ihren Händen zu tragen, damit dein Fuß nicht an einen Stein stößt.
Jesus antwortete ihm: In der Schrift heißt es auch: Du sollst den Herrn, deinen Gott, nicht auf die Probe stellen.
Wieder nahm ihn der Teufel mit sich und führte ihn auf einen sehr hohen Berg; er zeigte ihm alle Reiche der Welt mit ihrer Pracht
und sagte zu ihm: Das alles will ich dir geben, wenn du dich vor mir niederwirfst und mich anbetest.
Da sagte Jesus zu ihm: Weg mit dir, Satan! Denn in der Schrift steht: Vor dem Herrn, deinem Gott, sollst du dich niederwerfen und ihm allein dienen.
Darauf ließ der Teufel von ihm ab, und es kamen Engel und dienten ihm.


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« Antwort #839 am: 09. März 2014, 08:40:08 »

Hl. Gregor der Große
„Wie durch den Ungehorsam des einen Menschen die vielen zu Sündern wurden, so werden auch durch den Gehorsam des einen die vielen zu Gerechten gemacht werden“ (Röm 5,19)

Wenn wir aufmerksam verfolgen, wie die Versuchung des Herrn vor sich ging, können wir ermessen, in welchem Ausmaß wir von der Versuchung befreit worden sind. Der Feind „von Anfang an“ trat dem ersten Menschen, unserem Urahn, mit drei Arten von Versuchung entgegen: er bediente sich der Essgier, der Ruhmgier und der Habgier… Auf die Wirkung der Essgier setzte er, als er ihm die verbotene Frucht zeigte und ihn überredete, davon zu essen. Der Ruhmgier bediente er sich, als er sagte: „Ihr werdet wie Gott“ (Gen 3,5). Und mit der Habgier rechnete er, als er versprach: „Ihr erkennt Gut und Böse“. Denn Habgier gilt nicht nur dem Geld, sondern auch den Ehrenbezeigungen… Als er aber den zweiten Adam versuchte, führte das gleiche Vergehen, das den ersten Menschen hatte zu Fall bringen können, zur Niederlage des Teufels. Er rechnete mit der Essgier, als er forderte: „Befiehl, dass aus diesen Steinen Brot wird!“ Auf die Ruhmgier setzte er mit den Worten: „Wenn du Gottes Sohn bist, so stürze dich hinab“. Und der Habgier wollte er sich bedienen, als er ihm alle Reiche der Welt zeigte und ihm zu verstehen gab: „Das alles will ich dir geben, wenn du dich vor mir niederwirfst und mich anbetest“… So nahm der zweite Adam den Teufel gefangen. Er vertreibt ihn aus unseren Herzen auf dem gleichen Weg, auf dem er ihm den Zugang zu ihnen und seine Macht über sie gestattet hat. Bei der Versuchung des Herrn müssen wir ein weiteres bedenken…: Er hätte seinen Versucher in den Abgrund stürzen können, hat aber seine persönliche Macht nicht offenbart; er beschränkte sich darauf, dem Teufel mit Anweisungen der Heiligen Schrift zu begegnen. Das tat er, um uns mit seiner Geduld ein Beispiel zu geben und uns anzuleiten, mehr auf Belehrung als auf Rache zu setzen… Erkennt, wie groß die Geduld Gottes ist, und wie groß unsere Ungeduld! Wir werden bereits wütend, wenn uns Ungerechtigkeit oder Beleidigung trifft…; der Herr aber ertrug die Feindseligkeit des Teufels und antwortete ihm nur mit milden Worten.
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La Salette 1846



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