Autor Thema: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."  (Gelesen 4654894 mal)

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« Antwort #1152 am: 10. August 2014, 09:09:07 »

Origenes
„Fahren wir ans andere Ufer" (Lk 8,22)

„Jesus drängte die Jünger, in das Schiff zu steigen und ihm ans andere Ufer vorauszufahren, während er die Menschenmenge verabschiedete.“ Die Menschen konnten nicht ans andere Ufer gehen, da sie keine Hebräer im geistlichen Sinn des Wortes waren, das sich so übersetzen lässt: „die Leute vom anderen Ufer“. Dieses Werk jedoch war das der Jünger Jesu: ans andere Ufer zu gehen, das Sichtbare und Fleischliche übersteigen, diese zeitlichen Wirklichkeiten, und als erste bei dem Unsichtbaren und Ewigen anzukommen... Die Jünger allerdings konnten Jesus nicht ans andere Ufer vorauseilen... Er wollte sie möglicherweise durch die Erfahrung lehren, dass es ohne ihn nicht möglich ist, dorthin zu kommen... Was ist das für ein Schiff, in das Jesus die Jünger einsteigen heißt? Ist es nicht der Kampf gegen die Versuchungen und die schwierigen Lebensbedingungen?... Dann stieg er auf einen Berg – allein -, um zu beten. Für wen betet er? Möglicherweise zuerst für die Menschenmenge, damit sie, weggeschickt, nachdem sie das gesegnete Brot gegessen hat, nicht etwas machen kann, was dieser Sendung Jesu entgegensteht. Auch für die Jünger..., auf dass sie auf dem Meer nicht von den Wellen und vom Gegenwind bedrängt werden. Ich habe Lust zu sagen, dass es Jesu Gebet zu verdanken ist, das er zum Vater empor sendet, dass die Jünger keinen Schiffbruch auf dem Meer erlitten haben. Und wir, wenn wir eines Tages den Zwängen der Versuchungen unterliegen, erinnern wir uns daran, dass es nicht möglich ist, ans andere Ufer zu kommen, ohne die Prüfung der Wellen und des Gegenwindes auszuhalten. Und dann, wenn wir uns umgeben sehen von zahlreichen und anstrengenden Angelegenheiten, schon ein bisschen ermüdet durch eine sich hinziehende Überfahrt, dann denken wir daran, dass unser Schiff gerade inmitten des Meeres fährt und dass diese Wellen versuchen, „uns im Glauben Schiffbruch erleiden zu lassen“ (vgl. 1 Tim 1,19)... Glauben wir dann daran, dass das Ende der Nacht unmittelbar bevorsteht: „Die Nacht ist vorgerückt, der Tag ist nahe“ (Röm 13,12). Der Sohn Gottes wird zu uns kommen, um das Meer für uns zu beruhigen, indem er über die Wasser geht.

Kommentar zum Matthäusevangelium, 11,5-6



Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

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« Antwort #1153 am: 10. August 2014, 15:51:33 »
Wirksames Sturmgebet zum heiligen Erzengel Michael       ;ghjghg

Heiliger Erzengel Michael, bitte komm und hilf mir. Steh mir bei im Kampfe gegen die Bosheit und die Nachstellungen Satans. Sei du mein Schutz. Gott, der Vater im Himmel, gebiete ihm und ihnen (den Dämonen), darum bitte ich dich im Namen Jesu, der gesagt hat: "Was ihr immer den Vater in meinem Namen bitten werdet, wird er euch geben." Du aber, Fürst der himmlischen Heerscharen, treuer Diener Gottes, treuer Diener Mariens, heiliger Engel des Glaubens, im Namen Jesu, im Namen Mariens, bitte ich dich, mach mich unsichtbar, unangreifbar, unverletzbar für alle unsichtbaren und sichtbaren Feinde, damit sie mir nicht schaden können an Seele, Geist und Körper. Binde den Satan und alle übrigen Geister, damit sie nichts gegen mich unternehmen können, mir in keiner Weise schaden dürfen, damit sie mir gegenüber ohnmächtig, wie blind sind, dass sie nichts sehen, nichts hören, nichts wegtragen dürfen. Dir übergebe ich alle meine Feinde, (hier zählt man alle seine Anliegen auf). Du aber, Fürst der himmlischen Heerscharen, stürze den Satan und alle übrigen bösen Geister, die zum Verderben der Seelen die Welt durchziehen, in der Kraft Gottes in den Abgrund der Hölle hinab. Durch die unbefleckte Jungfrau und Gottesmutter Maria. Durch ihre unbefleckte Empfängnis. Durch ihre unbefleckte Empfängnis. Durch ihre unbefleckte Empfängnis. Amen.

         
Wo St. Michael der Anführer die himmlischen Heerscharen auftritt, müssen die Dämonen weichen. Wer zu ihm seine Zuflucht nimmt, hat nichts zu fürchten. Er macht seine Schützlinge unsichtbar. Wer dieses wirksame Gebet um heiligen Erzengel Michael täglich verrichtet, wird wahre Wunder erleben. Verbreiten Sie dieses wunderbare Gebet. Es hat schon vielen Menschen auffallend geholfen.
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« Antwort #1154 am: 11. August 2014, 06:39:20 »
"Mensch gegen Mensch, Land gegen Land, Mensch gegen Gott.

Und nun, da alles, was Ich euch gelehrt habe, angefochten werden wird und das Fundament, auf dem Meine Kirche gebaut ist, geschüttelt wird, wie ihr es euch nicht vorstellen könnt, werde Ich immer noch bestehen bleiben. Stabil wie der Fels, der Ich Bin, und ihr werdet zu Mir kommen und Trost, Kraft und Mut suchen."

(Worte Jesu aus 1186. Ich bleibe immer Derselbe. Ich passe Mich niemals neuen Wegen an, denn Ich Bin, wie Ich immer War und Sein werde. Ich Bin Ewig.)
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« Antwort #1155 am: 11. August 2014, 06:43:42 »

Hl. Ambrosius
„Die Söhne sind frei“

Der Apostel Paulus schreibt, dass die ganze Schöpfung sehnsüchtig auf das Offenbarwerden der Söhne Gottes wartet (Röm 8,19). Diese Schöpfung ist jetzt gegen ihren Willen der Macht des Nichts ausgeliefert; sie hat aber Hoffnung. Denn sie hofft, dass Christus ihr durch seine Gnade hilft, sich von der Versklavung durch den unvermeidlichen Verfall zu befreien und die glanzvolle Freiheit der Kinder Gottes zu erwerben. Auf diese Weise wird es eine einzige Freiheit geben, für die Schöpfung und für die Kinder Gottes, wenn deren Herrlichkeit offenbart wird. Jetzt aber, solange dieses Offenbarwerden ersehnt wird, stöhnt die gesamte Schöpfung und wartet darauf, der Herrlichkeit unserer erneuerten Gotteskindschaft und unserer Erlösung teilhaftig zu werden (V. 22)… Es ist klar, dass die Geschöpfe, die ungeduldig darauf warten, dass die Söhne an Kindes Statt angenommen werden, die Erstlingsgaben des Heiligen Geistes in sich tragen (V. 9f). Die Annahme an Kindes Statt bedeutet die Erlösung des ganzen Leibes, wenn er, als Adoptivsohn Gottes, das ewige, himmlische Gut von Angesicht zu Angesicht sehen wird. In der Kirche des Herrn liegt schon Sohnschaft vor, wenn der Heilige Geist in uns ruft: „Abba, Vater“ (V. 15). Vollkommen wird diese Sohnschaft sein, wenn alle, denen es gestattet ist, Gottes Angesicht zu sehen, in Unsterblichkeit, Ehre und Herrlichkeit auferstehen werden. Dann wird das ursprüngliche Wesen des Menschen wirklich wiedererlangt sein. Deshalb wagt der Apostel Paulus zu sagen: „Wir sind gerettet, doch in der Hoffnung“ (V. 24). Und die Hoffnung rettet tatsächlich wie der Glaube, von dem geschrieben steht: „Dein Glaube hat dir geholfen“ (Mk 5,34).

Brief 35, an Orontianus 6,13; PL 16, 1078



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« Antwort #1156 am: 12. August 2014, 06:34:09 »

Hl. Faustine Kowalska
„Wer so klein sein kann wie dieses Kind, der ist im Himmelreich der Größte“

Der graue Alltag hat wieder begonnen, Die feierliche Zeit der ewigen Gelübde ist vorüber, aber in der Seele verblieb die große Gnade Gottes. Ich fühle, dass ich ganz Gott angehöre, ich fühle, dass ich sein Kind bin, dass ich ganz sein eigen bin. Das erfahre ich sogar physisch und fühlbar. In jeder Hinsicht bin ich beruhigt, denn ich weiß, dass es Sache des Bräutigams ist, an mich zu denken. Mich selbst habe ich völlig vergessen. Mein Vertrauen in die große Barmherzigkeit seines Herzens ist grenzenlos. Fortwährend bin ich mit ihm vereinigt. Ich sehe es so, als könnte Jesus ohne mich nicht glücklich sein und ich nicht ohne ihn. Freilich ist mir bewusst, dass er, der ja Gott ist, in sich selbst glücklich ist und zu seinem Glück absolut keines Geschöpfes bedarf. Und doch zwingt ihn seine Güte, sich seinem Geschöpf hinzugeben – und das in so unbegreiflicher Fülle.

Tagebuch, § 244



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« Antwort #1157 am: 13. August 2014, 07:03:49 »


Die heilige Philomena

11. August - Gedenktag - Hl.Philomena

Don Francesco flehte zum Himmel, dass sich die heilige Philomena doch offenbaren solle. Wir geben das Zeugnis der Klosterfrau im damaligen Königreich Neapel wieder, der sich die heilige Philomena offenbarte. Der Bericht wurde von kirchlicher Seite überprüft und gutgeheißen. Während sich die Klosterfrau Maria Luisa di Gesù eines Tages zur Danksagung nach der heiligen Kommunion niederkniete, schlossen sich ihre Augen, die sie trotz Anstrengung nicht wieder öffnen konnte. Von der Statue der heiligen Philomena her hörte sie eine liebliche Stimme:
 
" Meine geliebteste Schwester, der 10. August ist der Tag, an dem ich dieses irdische Leben beschlossen habe und in den Himmel eingezogen bin, wo mich mein himmlischer Bräutigam in den Besitz der ewigen Güter einsetzte, deren Genüsse kein menschlicher Verstand zu erfassen vermag. Daher hat es auch Seine Weisheit so gefügt, dass die Übertragung meines Leibes nach Mugnano, ungeachtet des festgesetzten Planes des Priesters, der meine sterbliche Hülle erhalten hatte, nicht am 5. August, wie er es wünschte, sondern erst am 10. August geschah, und dass ich nicht in aller Stille in seine Hauskapelle, wie er es ebenfalls wünschte, sondern unter allgemeinem Jubel und Freudengeschrei auf eine ganz außerordentliche Weise in die Kirche gebracht wurde, wo man mich jetzt verehrt, do dass der Tag meines Martertods für mich auch ein Triumphtag geworden ist. (...)
 
Meine liebe Schwester, ich bin die Tochter eines Fürsten, der einen kleinen Staat in Griechenland regierte, und auch meine Mutter war von königlichem Geblüte. Da sie aber keine Kinder hatten und noch Heiden waren, so brachten sie ohne Unterlass ihren falschen Göttern Opfer dar, um ein Kind zu bekommen. Ein Arzt aus Rom, mit Namen Publius, der sich nun im Himmel befindet, stand im Dienste meines Vaters und wohnte in unserem Palaste. Er war ein Christ. Da er die Betrübnis meiner Eltern sah und mit ihrer Geistesblindheit Mitleid empfand, wagte er es, angeregt vom Heiligen Geist, mit ihnen von unserem christlichen Glauben zu reden. Er versprach ihnen, dass, sofern sie sich taufen ließen, sie eine Nachkommenschaft erhalten würden. Die Gnade, die seine Worte begleitete, erleuchtete ihren Verstand und siegte über ihren Willen. Sie nahmen den christlichen Glauben an und erhielten den Gegenstand ihrer Wünsche, den ihnen Publius als Belohnung für den Empfang der Taufe versprochen hatte. Bei meiner Geburt gab man mir den Namen LUMENA, der das Licht des Glaubens bedeutet, dessen Frucht ich war. Am Tage, als ich getauft wurde, nannte man mich PHILOMENA, weil ich an diesem Tage ein Kind des Glaubens war. Die zärtliche Liebe, die mein Vater und meine Mutter zu mir trugen, war so groß, dass sie mich beständig um sich haben wollten. Dieses war auch die Ursache, warum sie mich mit nach Rom nahmen, als mein Vater eine Reise dahin machen musste, da ihn der tyrannische Kaiser Diokletian mit einem ungerechten Kriege bedrohte.
 
Ich war damals erst 13 Jahre alt. Angelangt in der Hauptstadt der Welt, begaben wir uns alle drei in den kaiserlichen Palast, wo wir zur Audienz vorgelassen wurden. Kaum war Diokletian meiner ansichtig, so heftete er seine Blicke fest auf mich. Er schien die ganze Zeit hindurch, während mein Vater mit ihm sprach und ihm die Gründe seiner Rechtfertigung mit Wärme ans Herz legte, von seiner Befangenheit nicht zurückzukommen. Als mein Vater ausgeredet hatte, gab ihm der Kaiser zur Antwort, er solle sich nicht weiter beunruhigen, alle Besorgnis beseitigen und nur auf sein Glück bedacht sein. Er fügt hinzu: "Ich stelle dir die ganze Macht meines Kaiserreiches zu deiner Verfügung und verlange nichts anderes als die Hand deiner Tochter."
 
Mein Vater, geblendet von der Ehre, die alle seine Erwartungen übertraf, nahm den Antrag des Kaisers mit Freude an. Als wir in unsere Wohnung zurückgekehrt waren, gaben sich mein Vater und meine Mutter alle erdenkliche Mühe, mich zu bewegen, dass ich dem Wunsche Diokletians und ihrem Wunsche willfahren möchte. Ich sagte zu ihnen: "Wie, wollt ihr denn, dass ich, um einem Menschen zu gefallen, mein Gelübde breche, das ich schon vor zwei Jahren Jesus Christus gemacht habe? Meine Jungfrauschaft bleibt Gott geweiht; ich kann über mich nicht mehr verfügen." Der Vater aber erwiderte mir: "Um ein solches Gelübde zu machen, warst du damals noch zu jung." - Er befahl mir, das Anerbieten Diokletians anzunehmen und fügte die fürchterlichsten Drohungen bei. Aber die Gnade Gottes machte mich unüberwindlich. Mein Vater trug die Einwendung dem Kaiser Diokletian vor. Da ihn dieser von seinem gegebenen Worte nicht losbinden wollte, sah er sich genötigt, mich ihm selbst vorzuführen. Aber einige Augenblicke früher musste ich noch einen Sturm des Unwillens und der Zärtlichkeit des Vaters bestehen. Auch meine Mutter stimmte ihm bei und wandte alles an, um mich in meiner Gesinnung wankend zu machen, Liebkosungen und Drohungen. Endlich fielen mir beide zu Füßen, beschworen mich mit Tränen in den Augen und baten mich, dass ich mich ihrer erbarmen möchte. "Mein Kind", riefen sie, "habe Mitleid mit deinem Vater und deiner Mutter, erbarme dich deines Vaterlandes und unserer Untertanen." Ich antwortete: "Ich kann nicht; meine Jungfrauschaft, die ich Gott angelobt habe, geht euch, geht meinem Vaterlande, geht allem andern vor. Mein Reich ist der Himmel." - Diese meine Worte stürzten sie in Verzweiflung. Sie führten mich dem Kaiser vor. Dieser wandte sogleich alles an, was nur immer in seiner Gewalt stand, um mich zu gewinnen. Aber alle seine Versprechungen, alle seine Schmeicheleien und Drohungen waren vergeblich. Er geriet in heftigen Zorn. Vom Satan entflammt, ließ er mich ins Gefängnis seines Palastes werfen, wo man mich in Ketten schlug. In der Meinung, der Schmerz und die Schande werden meinen Mut brechen, den mir mein göttlicher Bräutigam einflößte, kam er täglich zu mir, um mich zu sehen. Er ließ mir dann die Ketten abnehmen, auf dass ich das wenige Brot und Wasser, das mir zur Nahrung gereicht wurde, zu mir nehmen konnte. Dann wiederholte er seine verführerischen Anreizungen, die ohne einen besonderen Beistand Gottes meiner jungfräulichen Reinheit sehr gefährlich hätten sein können. Der Widerstand, den er bei diesen Gefährdungen meiner Unschuld fand, reizte ihn stets, mir neue Qualen anzutun. Aber das Gebet hielt mich aufrecht und ich ließ nicht nach, mich jederzeit meinem Jesus und seiner reinsten Mutter anzuempfehlen.
 
Am 37. Tage sah ich die seligste Jungfrau Maria, von himmlischem Glanz umflossen, ihr göttliches Kind in den Armen haltend. Sie sprach zu mir: "Noch drei Tage wirst du in diesem Gefängnis schmachten und nach dieser vierzigtägigen Haft wirst du diesen Ort der Pein verlassen." Über diese frohe Nachricht war mein Herz voll Freude. Als aber die Königin der Engel hinzufügte, dass ich deswegen aus dem Gefängnis entlassen werden soll, damit ich noch schwerere Martern erleide und einen noch fürchterlicheren Kampf als den vorhergehenden bestehe, so verwandelte sich meine Freude in große Angst. Ich hatte mir nämlich Hoffnung gemacht, man werde mich sogleich töten. Da sprach Maria zu mir: "Fasse Mut, meine Tochter! Du weißt ja, dass ich eine ganz vorzügliche Liebe zu dir trage. Der Name, den du in der heiligen Taufe empfangen hast, ist ein Beweis, dass du eine Ähnlichkeit mit meinem Sohne und mir hast. Dich nennt man Lumena (Licht) und auch dein Bräutigam wird LICHT, STERN und SONNE genannt. Mich nennt man MORGENRÖTE, STERN, MOND, SONNE. Fürchte dich nicht; ich werde dir beistehen. Jetzt übt die Natur ihre Rechte über dich aus, damit du dich in deiner Schwäche demütigst; dann aber, wenn es zum Kampfe kommt, wird dir die Gnade ihre Kraft geben, und dein Schutzengel, der auch der meinige war, der Engel Gabriel, dessen Name >Kraft< bedeutet, wird dir zu Hilfe kommen. Ich werde dich ganz besonders seiner Sorgfalt empfehlen als meine vielgeliebte Tochter, die ich vor allen andern liebe." Diese Worte der Königin der Jungfrauen flößten mir Mut ein. Die Erscheinung verschwand und hinterließ einen himmlischen Wohlgeruch, der mein ganzes Gefängnis erfüllte. Was mir angekündigt worden, ging alsbald in Erfüllung. Diokletian verzweifelte, mich zum Nachgeben zu zwingen, und fasste den Entschluss, mich öffentlich martern zu lassen. Er begann damit, dass er mich geißeln ließ. Er sagte: "Weil sie sich nicht schämt, mir, dem Kaiser, einen Missetäter vorzuziehen, der von seinem Volke verurteilt worden ist, so verdient sie nach Gerechtigkeit so behandelt zu werden, wie er behandelt wurde."
 
Er befahl also, mich zu entblößen und an eine Säule festzubinden. Hierauf ließ er mich in Gegenwart einer großen Menge vornehmer Hofleute dermaßen geißeln, dass mein ganzer Leib vom Blute triefte und nur eine Wunde zu sein schien. Als der Tyrann sah, dass ich in Ohnmacht fiel und dem Tode bereits nahe war, befahl er, mich von seinen Augen zu entfernen und mich neuerdings in den Kerker zu schleppen. Er meinte, hier würde ich meinen Geist aufgeben. Er wurde jedoch in seiner Erwartung getäuscht. Auch mich täuschte die süße Hoffnung, bald zu meinem geliebten Bräutigam zu kommen. Zwei von Licht schimmernde Engel erschienen mir und gossen Balsam in meine Wunden. Nun fühlte ich mich mehr gekräftigt, als ich vor der Marter gewesen war. Am folgenden Morgen in der Frühe gab man dem Kaiser hiervon Nachricht. Er ließ mich vor sich kommen. Staunend betrachtete er mich und wollte mich überreden, dass ich meine Heilung Jupiter, dem er diente, zu verdanken habe. Er wollte mich mit Gewalt zur Kaiserin von Rom haben, machte mir Versprechungen, mit denen er Schmeicheleien und Liebkosungen verband. Er wollte das höllische Werk, das er sich vorgesetzt hatte, vollenden. Aber der Heilige Geist, dem ich meine Standhaftigkeit verdanke, erleuchtete mich in so hohem Grade, dass weder Diokletian, noch irgend einer seiner Hofleute gegen meine Beweise, die ich für die Wahrheit unseres Glaubens vorbrachte, etwas einwenden konnte. Dieses brachte ihn neuerdings in Wut. Er befahl, mich mit einem Anker an meinem Hals in den Fluten des Tibers zu begraben. Der Befehl wurde vollzogen. Aber Gott verhinderte dessen Folgen, denn in dem Augenblick, als man mich in den Fluss stürzte, kamen mir abermals zwei Engel zu Hilfe, die das Seil, womit der Anker an meinem Halse hing, ablösten, so dass der Anker im Tiber zu Boden sank, wo er sich jetzt noch befindet. Mich aber trugen sie ganz sanft, angesichts einer ungeheuren Volksmenge, an das Ufer. Dieses Wunder brachte bei den Zuschauern glückliche Wirkungen hervor. Viele bekehrten sich zum Christentum. Diokletian aber, der es einer unbekannten Zauberkraft zuschrieb, ließ mich hierauf durch die Gassen der Stadt Rom schleifen und befahl, einen ganzen Hagel von Pfeilen auf mich abzuschießen. Mein Leib war ganz durchbohrt; das Blut rieselte von allen Seiten herab. Erschöpft, wie ich war, und beinahe sterbend, wurde ich auf Befehl des Kaisers wieder in den Kerker zurückgebracht. Der Himmel aber begnadigte mich neuerdings auf wunderbare Weise. Ich fiel in einen süßen Schlaf. Beim Erwachen fand ich mich vollkommen geheilt. Diokletian erfuhr es, geriet in Wut und rief wie ein Rasender: "Wohlan, mit spitzigen Pfeilen durchbohre man sie abermals, auf dass sie an dieser Marter sterbe!"- Sein Befehl wurde sogleich vollzogen. Die Bogenschützen strengten alle ihre Kräfte an. Aber die Pfeile versagten ihnen den Gehorsam. Der Kaiser, selbst gegenwärtig, war ganz außer sich vor Wut und nannte mich eine Zauberin.
 
In der Meinung, die Wut des Feuers werde meiner Zauberkraft widerstehen, befahl er, die Pfeile in einem Ofen glühend zu machen und sie dann neuerdings auf mich abzuschießen. Man tat so. Aber die Pfeile, nachdem sie eine Strecke fortgeflogen waren, nahmen plötzlich eine entgegengesetzte Richtung und fuhren auf diejenigen zurück, die sie abgeschossen hatten. Sechs dieser Bogenschützen starben auf der Stelle, mehrere andere von ihnen entsagten dem Heidentum. Das Volk bekannte öffentlich die Allmacht Gottes, die mich beschützt hatte. Der Tyrann, durch das Murren und das Geschrei des Volkes erschreckt, beeilte sich, meinem Leben ein Ende zu machen, indem er mir das Haupt abschlagen ließ. Meine Seele flog empor in den Himmel zu ihrem göttlichen Bräutigam, um von ihm die Krone der Jungfräulichkeit und die Palme des Martyriums zu empfangen und sich eines besonderen Vorzuges vor vielen Auserwählten in seiner Gegenwart zu erfreuen. Der für mich so freudenreiche Tag, an dem ich in die himmlische Herrlichkeit eintrat, war ein Freitag, und die Stunde meines Todes war die dritte Stunde nachmittags. 
 
Novene zur heiligen Philomena (Gebet für jeden Tag der Novene)

Treue Jungfrau und glorreiche Märtyrerin, heilige Philomena, ich freue mich über deinen Ruhm, und ich frohlocke für die Ehre, die du Gott durch deine Wunder erweisest, besonders für die Armen und die Schwachen. Ich bete zur göttlichen Majestät, deinen Namen immer mehr bekannt zu machen, deine Macht zu stärken, und deine Diener zu vermehren. O gute und liebe heilige Philomena, siehe mich hier zu deinen Füßen in meinem Elend, aber auch voll Vertrauen zu dir. Ich bitte dich um Barmherzigkeit. Segne mich, stehe mir bei in allen meinen Nöten, und verlasse mich nie. O große und liebliche Heilige, schütze mich gegen die Feinde meines Heiles und bitte unablässig den Herrn Jesus für mich, damit er mir die Gnade erweist, Ihm in dieser Welt zu dienen, und ihn in der Ewigkeit zu besitzen. Amen.

Vater unser... Gegrüßet seist du Maria ...

Heilige Philomena, bitte für uns! (3mal).



http://kath-zdw.ch/maria/hl.Philomena.html
« Letzte Änderung: 20. September 2014, 20:40:26 von Tina 13 »
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« Antwort #1158 am: 13. August 2014, 19:06:27 »


„Alles was ihr auf Erden lösen werdet, wird auch im Himmel gelöst sein“

Indem der Herr den Aposteln seine eigene Vollmacht, Sünden zu vergeben, mitteilt, gibt er ihnen auch die Autorität, die Sünder mit der Kirche zu versöhnen. Dieser kirchliche Aspekt ihrer Aufgabe äußert sich vor allem im feierlichen Wort Christi an Simon Petrus: „Ich werde dir die Schlüssel des Himmelreichs geben; was du auf Erden binden wirst, das wird auch im Himmel gebunden sein, und was du auf Erden lösen wirst, das wird auch im Himmel gelöst sein" (Mt 16,19). Es steht „fest, dass jenes Amt des Bindens und Lösens, das Petrus gegeben wurde, auch dem mit seinem Haupt verbundenen Apostelkollegium zugeteilt worden ist [Vgl. Mt 18,18; 28, 16-20]".
Die Absolutionsformel, die in der lateinischen Kirche verwendet wird, bringt die wesentlichen Elemente dieses Sakramentes zum Ausdruck: Der Vater des Erbarmens ist der Ursprung aller Vergebung. Er wirkt die Versöhnung der Sünder kraft des Pascha seines Sohnes und der Gabe seines Geistes durch das Gebet und den Dienst der Kirche: „Gott, der barmherzige Vater, hat durch den Tod und die Auferstehung seines Sohnes die Welt mit sich versöhnt und den Heiligen Geist gesandt zur Vergebung der Sünden. Durch den Dienst der Kirche schenke er dir Verzeihung und Frieden. So spreche ich dich los von deinen Sünden im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes."...
Christus handelt in jedem Sakrament. Er wendet sich an jeden Sünder persönlich: „Mein Sohn, deine Sünden sind dir vergeben!" (Mk 2,5). Er ist der Arzt, der sich jedem Kranken einzeln zuwendet, der seiner bedarf [Vgl. Mk 2,17], um ihn zu heilen. Er richtet alle Kranken auf und gliedert sie wieder in die brüderliche Gemeinschaft ein. Das persönliche Bekenntnis ist somit die bezeichnendste Form der Versöhnung mit Gott und der Kirche.

Katechismus der Katholischen Kirche, § 1444,1449, 1484



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« Antwort #1159 am: 14. August 2014, 06:50:52 »


Hl. Johannes Chrysostomos

„Hab Geduld mit mir“

Christus verlangt von uns zweierlei: die eigenen Sünden zu verurteilen und die der Anderen zu vergeben. Ersteres verlangt er wegen des zweiten, das dann leichter fällt; denn wer sich seiner Sünden bewusst ist, geht weniger streng um mit dem, der das Elend mit ihm teilt. Und er verlangt nicht nur Vergebung, die aus dem Mund kommt, sondern auch die aus dem Herzen, damit sich die Klinge, mit der wir die Anderen zu durchbohren glauben, nicht gegen uns selbst richtet. Was kann dein Feind dir Böses tun, das vergleichbar wäre mit dem, was du dir durch deine Verbitterung selber antust?... Bedenke doch, welchen Nutzen du aus einer Kränkung ziehst, die du demütig und sanft annimmst. Als erstes – und das ist das Wichtigste – verdienst du dir so die Vergebung deiner Sünden. Dann übst du dich in Geduld und Unerschrockenheit. Drittens gewinnst du an Sanftheit und Nächstenliebe; denn wer denen nicht grollen kann, die ihm Unrecht zugefügt haben, geht viel liebevoller um mit denen, die ihn lieben. Viertens, was ein unvergleichlich großer Nutzen ist: Du rottest den Zorn aus deinem Herzen mit der Wurzel aus. Wer seine Seele von Zorn befreit, entledigt sich auch der Traurigkeit: Er reibt sich nicht auf durch Gram und unbegründete Sorgen. So strafen wir uns selber, wenn wir die Anderen hassen; wir tun uns selber Gutes, wenn wir sie lieben. Außerdem haben alle Respekt vor dir, sogar deine Feinde, auch wenn es Dämonen sind. Wenn du dich so verhältst, dann hast du noch dazu keine Feinde mehr.

Predigten zum Evangelium nach Matthäus, Nr. 61


« Letzte Änderung: 14. August 2014, 12:53:37 von Tina 13 »
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La Salette 1846



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