Autor Thema: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."  (Gelesen 4576674 mal)

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« Antwort #1576 am: 09. Januar 2015, 17:57:23 »
Joseph Kardinal Ratzinger
„Als er sah, wie sie sich beim Rudern abmühten… ging er auf dem See zu ihnen hin.“

Die Apostel fahren über den See. Jesus allein bleibt am Land zurück, während sie sich abmühen und rudern, ohne vorwärts zu kommen, denn sie haben Gegenwind. Jesus betet und in seinem Gebet sieht er, wie sie sich anstrengen um voran zu kommen. Also geht er ihnen entgegen.
Es ist klar, dass dieser Text voller ekklesiologischer Symbole ist: Die Apostel auf dem Meer und der Gegenwind, und dann der Herr vereint mit dem Vater. Aber das entscheidende ist, dass er in seinem Gebet nicht abwesend ist, wenn er „beim Vater“ ist. Ganz im Gegenteil: Während er betet, sieht er die Jünger. Wenn Jesus beim Vater ist, ist er gegenwärtig in seiner Kirche.
Das Problem der Gegenwart Christi ist hier vertieft und in trinitarischer Weise umgewandelt: Jesus sieht die Kirche im Vater und ist bei ihr durch die Macht des Vaters und durch die Kraft seines Gesprächs mit ihm. Gerade dieses Gespräch „auf dem Berg“ mit dem Vater ist es, der ihn gegenwärtig werden lässt und umgekehrt. Die Kirche ist gleichsam das Objekt des Gesprächs zwischen Vater und Sohn, sie ist somit verankert im Leben der Dreifaltigkeit.

Der Gott Jesu Christi
« Letzte Änderung: 25. Januar 2015, 22:35:59 von Tina 13 »
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

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« Antwort #1577 am: 09. Januar 2015, 18:20:25 »
„Ich glaube … die Gemeinschaft der Heiligen“

194. Was bedeutet der Ausdruck Gemeinschaft der Heiligen?

Dieser Ausdruck bezeichnet zunächst die gemeinsame Teilhabe aller Glieder der Kirche an den heiligen Dingen (sancta): am Glauben, an den Sakramenten, besonders an der Eucharistie, an den Charismen und an den anderen geistlichen Gaben. An der Wurzel der Gemeinschaft ist die Liebe, die „nicht ihren Vorteil“ sucht (1 Kor 13, 5), sondern die Gläubigen drängt, „alles gemeinsam“ zu haben (Apg 4, 32) und auch mit den eigenen materiellen Gütern den Bedürftigen zu dienen.

195. Welche weitere Bedeutung hat der Ausdruck Gemeinschaft der Heiligen?

Dieser Ausdruck bezeichnet auch die Gemeinschaft zwischen den heiligen Personen (sancti), also zwischen denen, die durch die Gnade mit dem gestorbenen und auferstandenen Christus vereint sind. Die einen pilgern auf Erden; andere sind aus diesem Leben geschieden und werden, auch durch die Hilfe unserer Gebete, geläutert; wieder andere schließlich genießen bereits die Herrlichkeit Gottes und treten für uns ein. Alle zusammen bilden in Christus eine einzige Familie, die Kirche, zum Lob und zur Ehre der Dreifaltigkeit.

Katechismus
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« Antwort #1578 am: 09. Januar 2015, 18:26:20 »
Maria - Mutter Christi, Mutter der Kirche

196. In welchem Sinn ist die selige Jungfrau Maria Mutter der Kirche?

Die selige Jungfrau Maria ist Mutter der Kirche in der Ordnung der Gnade, weil sie Jesus geboren hat, den Sohn Gottes, das Haupt des Leibes, der die Kirche ist. Der am Kreuz sterbende Jesus hat sie dem Jünger als Mutter gegeben mit den Worten: „Siehe, deine Mutter“ (Joh 19, 27).

197. Wie hilft die Jungfrau Maria der Kirche?

Nach der Himmelfahrt ihres Sohnes steht die Jungfrau Maria den Anfängen der Kirche mit ihren Gebeten zur Seite. Auch nach ihrer Aufnahme in den Himmel fährt sie fort, für ihre Kinder einzutreten, allen ein Vorbild im Glauben und in der Liebe zu sein und einen heilsamen Einfluss auf sie auszuüben, der aus dem Überfluss der Verdienste Christi hervorströmt. Die Gläubigen sehen in ihr ein Bild und eine Vorwegnahme der Auferstehung, die sie erwarten, und sie rufen sie an als Fürsprecherin, Helferin, Beistand und Mittlerin.

198. Welche Art der Verehrung wird der heiligen Jungfrau entgegengebracht?

Die Marienverehrung ist eine einzigartige Verehrung, die sich aber wesentlich vom Kult der Anbetung unterscheidet, der allein der heiligsten Dreifaltigkeit dargebracht wird. Diese besondere Verehrung findet ihren eigenen Ausdruck in den der Gottesmutter gewidmeten liturgischen Festen und im marianischen Gebet, etwa im Rosenkranz, der Kurzfassung des ganzen Evangeliums.

199. In welcher Weise ist die selige Jungfrau Maria die eschatologische Ikone der Kirche?

Indem die Kirche auf Maria blickt, die ganz heilig und schon mit Leib und Seele verherrlicht ist, betrachtet sie an ihr das, was sie selbst auf Erden zu sein berufen ist und was sie in der himmlischen Heimat sein wird.

Katechismus
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« Antwort #1579 am: 10. Januar 2015, 07:50:24 »
 Rupert von Deutz
„Der Geist des Herrn ruht auf mir“

        „Heute erfüllt sich das Wort der Schrift, das ihr soeben gehört habt: ‚Der Geist Gottes des Herrn, ruht auf mir, denn der Herr hat mich gesalbt’“ (Jes 61,1). Es ist so, als ob Christus sagen würde: Weil der Herr mich gesalbt hat, habe ich gesagt – ja, habe es wirklich gesagt und sage es auch jetzt noch: Der Geist des Herrn ruht auf mir. Wo also und wann hat mich der Herr gesalbt? Als ich empfangen wurde, oder besser: Er hat mich gesalbt, damit ich im Schoß meiner Mutter empfangen werde. Es hat mich nämlich nicht eine Frau durch den Samen eines Mannes empfangen, sondern eine Jungfrau hat mich durch die Salbung des Heiligen Geistes empfangen. In diesem Augenblick hat mich der Herr mit königlicher Salbung gesalbt; durch Salbung hat er mich zum König geweiht und gleichzeitig zum Priester. Durch den gleichen Geist hat mich der Herr im Jordan ein zweites Mal geweiht...
      Und warum ruht der Geist des Herrn auf mir?.... „Er hat mich gesandt, damit ich den Armen eine frohe Botschaft bringe und alle heile, deren Herz zerbrochen ist“ (Jes 61,1). Er hat mich nicht zu den Stolzen und den Gesunden gesandt, sondern wie einen Arzt zu den Kranken und Bedrückten. Er hat mich nicht „zu den Gerechten“ gesandt, sondern zu „den Sündern“ (Mk 2,17). Er hat aus mir „einen Mann voller Schmerzen gemacht, einen Mann, der mit Krankheit vertraut ist“ (Jes 53,3), „gütig und demütig von Herzen“ (Mt 11,29). „Er hat mich gesandt, damit ich den Gefangenen die Entlassung verkünde und den Gefesselten die Befreiung.“ Welchen Gefangenen soll ich die Befreiung verkünden, oder vielmehr aus welchem Gefängnis sollen sie entlassen werden? Welchen Gefesselten gilt es, die Freiheit zu verkünden? Seitdem „durch einen einzigen Menschen die Sünde in die Welt kam und durch die Sünde der Tod“ (Röm 5,12), sind alle Menschen Gefangene der Sünde und des Todes... Ich bin gesandt, um die Bedrückten Zions zu trösten, alle die, die darüber bedrückt sind, dass sie wegen ihrer Sünden von ihrer Mutter, dem himmlischen Jerusalem (Gal 4,26) abgeschnitten und getrennt sind. Ja, ich werde sie trösten, und an Stelle der Asche der Buße schmücke ich ihr Haupt mit Ehre, gebe ihnen Freudenöl, also die Tröstung des Heiligen Geistes an Stelle der Trauer darüber, verwaist und verstoßen zu sein; und ich gebe ihnen ein „Festtagsgewand“, also die Herrlichkeit der Auferstehung „an Stelle der Verzweiflung“ (Jes 61,3).

Die heilige Dreifaltigkeit, 42
« Letzte Änderung: 25. Januar 2015, 22:37:03 von Tina 13 »
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« Antwort #1580 am: 10. Januar 2015, 08:08:02 »
Erster Johannesbrief 4,19-21.5,1-4.

Liebe Brüder! Wir wollen lieben, weil er uns zuerst geliebt hat.
Wenn jemand sagt: Ich liebe Gott!, aber seinen Bruder hasst, ist er ein Lügner. Denn wer seinen Bruder nicht liebt, den er sieht, kann Gott nicht lieben, den er nicht sieht.
Und dieses Gebot haben wir von ihm: Wer Gott liebt, soll auch seinen Bruder lieben.
Jeder, der glaubt, dass Jesus der Christus ist, stammt von Gott, und jeder, der den Vater liebt, liebt auch den, der von ihm stammt.
Wir erkennen, dass wir die Kinder Gottes lieben, wenn wir Gott lieben und seine Gebote erfüllen.
Denn die Liebe zu Gott besteht darin, dass wir seine Gebote halten. Seine Gebote sind nicht schwer.
Denn alles, was von Gott stammt, besiegt die Welt. Und das ist der Sieg, der die Welt besiegt hat: unser Glaube.

 ;ghjghg
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« Antwort #1581 am: 10. Januar 2015, 09:55:31 »
DIE MAXIMEN DES HL. PHILIPP NERI FÜR JEDEN TAG IM JAHR

10. Januar - Hl. Paulus von Theben, Eremit. Hl. Gregor von Nyssa, Kirchenvater. Hl. Franziska Salesia Aviat, Mitgründerin der Oblatinnen v. hl. Franz von Sales.

Wenn Gott bei uns ist, bleibt keiner übrig, den wir fürchten müssten.
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« Antwort #1582 am: 11. Januar 2015, 06:52:00 »
Dem hl. Hippolyt von Rom
So kommt der Herr zur Taufe

Der Herr kommt, um die Taufe zu empfangen: unscheinbar, spärlich bekleidet, ohne Begleitung, in menschlicher Gestalt. Er verhüllt, um den schlauen Plan der Schlange zu durchkreuzen, seine göttliche Größe. Zu sagen, er sei zu Johannes gekommen wie ein Herr, der seine Leibgarde weggeschickt hat, trifft den Kern der Sache nicht. Er geht zu ihm hin wie ein Mensch wie du und ich, der der Sünde unterworfen ist, neigt sein Haupt, um aus der Hand des Johannes die Taufe zu empfangen. Dieser ist von der Demut überrascht, versucht, ihn davon abzubringen mit den Worten: „Ich müsste von dir getauft werden, und du kommst zu mir?“ (Mt 3,12)… Überlegt einmal, meine geliebten Kinder, wie viele und wesentliche Güter wir verloren hätten, wenn der Herr der Einladung des Johannes gefolgt wäre und nicht die Taufe empfangen hätte. Vorher war der Himmel verschlossen und unsere ewige Heimat unerreichbar; wir waren zutiefst gesunken und konnten nicht mehr nach oben kommen. Der Herr hat nicht nur die Taufe empfangen; er hat den alten Menschen neu gemacht (vgl. Röm 6,6) und ihm von neuem das Zepter der Kindschaft Gottes anvertraut. Denn sogleich „öffnete sich der Himmel“. Das Sichtbare versöhnte sich mit dem Unsichtbaren; die Hierarchien des Himmels waren voller Freude; auf Erden wurden die Krankheiten geheilt; was verborgen lag, kam an den Tag… Christus, dem Gemahl, mussten die Türen des Ehegemaches geöffnet werden. Als der Geist in der Gestalt einer Taube herabkam und allenthalben die Stimme des Vaters ertönte, mussten „sich die Pforten des Himmels heben“ (vgl. Ps 24,7)… Ich bitte euch, hört mir gut zu…: Kommt zum Bad der Unsterblichkeit, all ihr Stämme der Nationen! Ich kündige euch, die ihr noch in der Nacht der Unwissenheit verharrt, durch diese frohe Botschaft das Leben an. Kommt aus der Sklaverei in die Freiheit, aus der Tyrannei zur Königsherrschaft, aus dem Vergänglichen ins Unvergängliche. Ihr wollt wissen, wie das geschehen kann? Durch Wasser und Geist (Joh 3,5). Dieses Wasser, das teilhat am Geist, tränkt das Paradies, erfreut die Erde, befruchtet die Welt… Dieses Wasser, in dem Christus getauft wurde und auf das der Geist herabkam, es lässt den Menschen wiedergeboren werden und bringt ihn so zum Leben.

Homilie zur Erscheinung des Herrn; PG10, 852
« Letzte Änderung: 25. Januar 2015, 22:37:39 von Tina 13 »
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« Antwort #1583 am: 11. Januar 2015, 07:10:05 »
„Ich glaube … die Vergebung der Sünden“

200. Wie werden die Sünden vergeben?

Das erste und grundlegende Sakrament der Sündenvergebung ist die Taufe. Für die nach der Taufe begangenen Sünden hat Christus das Sakrament der Versöhnung oder der Buße eingesetzt, durch das der Getaufte mit Gott und mit der Kirche versöhnt wird.

201. Warum hat die Kirche die Vollmacht, Sünden zu vergeben?

Die Kirche hat die Sendung und die Vollmacht, Sünden zu vergeben, weil Christus selbst sie ihr verliehen hat: „Empfangt den Heiligen Geist! Wem ihr die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben; wem ihr die Vergebung verweigert, dem ist sie verweigert“ (Joh 20, 22–23).

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La Salette 1846



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