Autor Thema: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."  (Gelesen 4578663 mal)

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« Antwort #2416 am: 02. Oktober 2015, 04:56:52 »
Hl. Albertus Magnus (um 1200-1280), Dominikaner

„Ihre Engel im Himmel sehen ununterbrochen das Antlitz meines Vaters"

„Hütet euch davor, eines dieser Kleinen zu verachten, denn ich sage euch: ihre Engel im Himmel sehen das Antlitz meines Vaters, der im Himmel ist.“ Mit diesen Worten sagt Christus uns etwa folgendes: Seid aufmerksam, wacht darüber, niemals die einfachen, armen oder schwachen Leute zu verachten. Ich für meinen Teil habe so große Hochachtung vor ihnen, dass ich ihnen meine Engel zu Hilfe geschickt habe, um sie vor jedem Bösen zu bewahren. Und was für Engel! Glaubt nicht, dass sie zu vergleichen wären mit den Küchenjungen, die in meiner Küche arbeiten. Nein, sie stehen auf gleicher Stufe mit den Offizieren meines eigenen Palastes, denn „sie sehen ununterbrochen das Antlitz meines Vaters, der im Himmel ist“ [...]

Diese Engel nun sehen das Antlitz Gottes aus verschiedenen Gründen. Erstens sollen die Engel Gott die guten Werke der Menschen darbieten und vorstellen. Die Worte Raphaels an Tobias bezeugen das: „Ich habe dein Gebet vor den Herrn gebracht“ (Tob 12,12). Man liest auch in der Offenbarung: „Ein Engel kam, stellte sich neben den Altar mit einem Rauchfass aus Gold, und man gab ihm viel Räucherwerk, um es darzubringen mit den Gebeten aller Heiligen auf dem goldenen Altar, der vor dem Thron Gottes steht“ (Off 8,3). Halten wir fest, dass der Altar das Herz des Menschen ist, der Gott wirklich treu ist. Vor diesem Altar stehen die Engel. Ihr Rauchfass bedeutet die Freude, mit der sie die Gedanken, die Gebete, die Worte und Taten der Menschen sammeln, um sie, ganz brennend vom Feuer der Liebe, auf dem goldenen Altar zu opfern, der vor dem Thron Gottes steht. Und die Opfergabe steigt zum Sohn auf, der im Schoß des Vaters ist. Dementsprechend wäre es also gut, wenn wir immer etwas hätten, was wir in das Rauchfass der Engel legen könnten.

Predigt am Fest des Hl. Michael
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

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« Antwort #2417 am: 02. Oktober 2015, 05:02:59 »
Buch Exodus 23,20-23a.

So spricht Gott, der Herr: Ich werde einen Engel schicken, der dir vorausgeht. Er soll dich auf dem Weg schützen und dich an den Ort bringen, den ich bestimmt habe.
Achte auf ihn, und hör auf seine Stimme! Widersetz dich ihm nicht! Er würde es nicht ertragen, wenn ihr euch auflehnt; denn in ihm ist mein Name gegenwärtig.
Wenn du auf seine Stimme hörst und alles tust, was ich sage, dann werde ich der Feind deiner Feinde sein und alle in die Enge treiben, die dich bedrängen.
Wenn mein Engel dir vorausgeht.

Psalm 91(90),1-2.3-4.5-6.10-11.

Wer im Schutz des Höchsten wohnt
und ruht im Schatten des Allmächtigen,
der sagt zum Herrn: «Du bist für mich Zuflucht und Burg,
mein Gott, dem ich vertraue.»

Er rettet dich aus der Schlinge des Jägers
und aus allem Verderben.
Er beschirmt dich mit seinen Flügeln,
unter seinen Schwingen findest du Zuflucht,
Schild und Schutz ist dir seine Treue.

Du brauchst dich vor dem Schrecken der Nacht nicht zu fürchten,
noch vor dem Pfeil, der am Tag dahinfliegt,
nicht vor der Pest, die im Finstern schleicht,
vor der Seuche, die wütet am Mittag.

Dir begegnet kein Unheil,
kein Unglück naht deinem Zelt.
Denn er befiehlt seinen Engeln,
dich zu behüten auf all deinen Wegen.

Evangelium nach Matthäus 18,1-5.10.

In jener Stunde kamen die Jünger zu Jesus und fragten: Wer ist im Himmelreich der Größte?
Da rief er ein Kind herbei, stellte es in ihre Mitte
und sagte: Amen, das sage ich euch: Wenn ihr nicht umkehrt und wie die Kinder werdet, könnt ihr nicht in das Himmelreich kommen.
Wer so klein sein kann wie dieses Kind, der ist im Himmelreich der Größte.
Und wer ein solches Kind um meinetwillen aufnimmt, der nimmt mich auf.
Hütet euch davor, einen von diesen Kleinen zu verachten! Denn ich sage euch: Ihre Engel im Himmel sehen stets das Angesicht meines himmlischen Vaters.


Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

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« Antwort #2418 am: 02. Oktober 2015, 05:58:19 »
1235. Meine Kirche, Meine Wahre Kirche, wird auf dem Bauch kriechen.

Meine innig geliebte Tochter, Meine Kirche wird gestürzt werden, und diejenigen, die den Geboten Gottes treu bleiben, werden großes Leid erfahren.

Meine Kirche, Meine Wahre Kirche, wird auf dem Bauch kriechen, weil ihr jede Beleidigung Meiner Göttlichkeit und der von Meinem Ewigen Vater festgelegten Gebote entgegengeschleudert wird. Da viele Meiner Diener hinter den Toren eines goldenen Gefängnisses eingesperrt sind, werden sie gezwungenermaßen die Häresien schlucken müssen. Nicht nur das — sie werden auch dazu gebracht werden, diese Häresien zu predigen und Unschuldige zu überzeugen, dass das umgeschriebene Wort Gottes in der heutigen Welt annehmbar sei.

Der Zorn Meines Vaters hat sich zum jetzigen Zeitpunkt zur Empörung gesteigert, denn sehr bald wird die Kirche — nachdem sie sich bis zur Unkenntlichkeit verändert hat — neue Rituale, neue Regeln und Praktiken vorbereiten, so dass nichts mehr an die von Mir erbaute Kirche erinnern wird.

All diese Dinge sind von Meinem Vater zugelassen worden, da Satan den Glauben derer prüft, die von Mir sind. Wehe denen, die Mich verraten, denn sie werden jene Seelen mit sich nehmen, deren Namen Mir vorbehalten sind. Ich werde für diese Seelen kämpfen. Ich werde diese Meine Feinde bestrafen, denn durch ihren Betrug und ihre List haben sie Seelen verführt und von Mir weggenommen. Wegen dieser Sünden werden sie für Mich verloren sein.
Meine Kirche entsprang Meinen Lenden. Ich habe euch im Tode Meinen Leib gegeben, und dieser wurde Meine Kirche. Jetzt wird sie geschändet und Mein Leib erneut gekreuzigt werden. Nicht die geringste Scham werden Meine Feinde empfinden, denn ihre hochfliegenden Ambitionen und ihre Selbstherrlichkeit haben mit Mir nichts zu tun.

Wie leicht sind doch jene zu manipulieren, deren Glaube schwach ist. Wie leicht zu manipulieren sind aber auch jene Seelen mit einem starken Glauben, denn sie werden Angst haben, die Wahrheit zu verteidigen. Nur der Rest und jene, die mit aufrichtiger Treue zu Meinem Wort stehen, werden Meiner Kirche treu ergeben bleiben. Und ihretwegen wird Meine Kirche niemals sterben.

Euer Jesus

(Buch der Wahrheit)
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

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« Antwort #2419 am: 03. Oktober 2015, 08:49:36 »
Hl. Irenäus von Lyon (um 130 - um 208), Bischof, Kirchenlehrer und Märtyrer

„Alles wurde mir von meinem Vater übergeben“

Keiner kann den Vater erkennen ohne das Wort Gottes, das heißt: ohne, dass der Sohn ihn offenbart, noch den Sohn erkennen, ohne dass der Vater es will. Diesen Willen des Vaters erfüllt der Sohn, denn der Vater sendet aus, während der Sohn gesendet ist und kommt. Sein eigenes Wort erkennt den Vater, der gänzlich unsichtbar und unbegrenzt im Verhältnis zu uns ist; er wird durch ihn ausgedrückt, so unbeschreiblich er auch ist. In gleicher Weise wird das Wort nur vom Vater allein erkannt ...

Schon durch die Schöpfung offenbart das Wort den Schöpfergott. Durch die Welt offenbart es den Herrn, der die Welt geordnet hat, durch das geschaffene Werk offenbart es den Künstler, der es geschaffen hat, und durch den Sohn den Vater, der ihn gezeugt hat: viele stimmen dem zu, doch nicht alle indes glauben. In gleicher Weise hat das Wort sich selbst durch das Gesetz und die Propheten angekündigt und hat den Vater verkündet: das ganze Volk hat gehört, doch nicht alle haben geglaubt. Schließlich hat sich der Vater gezeigt durch die Mittlerschaft des Sohnes, der sichtbar und ertastbar wurde (vgl. 1Joh 1,1), und der Vater war keineswegs weniger sichtbar im Sohn (Joh 14,19), nur weil nicht alle an ihn geglaubt haben...

Indem der Sohn dem Vater dient, führt er also alles zur seiner Vervollkommnung vom Beginn bis zum Ende, und ohne ihn kann keiner Gott erkenne ... Seit Anbeginn offenbart der Sohn, der dem Geschöpf beisteht, den Vater allen, denen es der Vater gewährt, wann er es ihnen gewährt und wie er es ihnen gewährt. Überall und immer ist nur ein Gott und Vater, ein einziges Wort, ein einziger Geist und ein Heil für alle, die an ihn glauben.

Gegen die Häresien, IV, 6,3-7
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« Antwort #2420 am: 03. Oktober 2015, 08:51:50 »
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Kreuzesliebe - im Kreuz ist Heil !

Meine geliebten Kinder, Meine geliebte kleine Schar, Ich, die Gottesmutter, spreche heute zu euch. Mein Herz wurde mit sieben Schwertern durchbohrt. Könnt ihr euch vorstellen, was das heißt, für die ganze Menschheit so zu leiden und Meinen einzigen Sohn, den Sohn Gottes, an sie abzugeben, um Ihn leiden zu sehen, – leiden im höchsten Maße bis zum Kreuz? Nie hat Mein Leiden aufgehört auf der Erde. Doch Ich hatte die Zuversicht, dass Ich zum Kreuz gehen konnte, dass Ich aus Liebe alles erleiden konnte, – aus Liebe zum Kreuz und aus Liebe zum Dreieinigen Gott. Die Liebe ist dadurch in Meinem Herzen gewachsen. Ich durfte die Liebe im höchsten Maße empfangen als Unbefleckt Empfangene Mutter Gottes.

Und diese Mutter spricht heute zu euch, Meine geliebten Kinder. Ich möchte euch formen in den Tugenden, damit auch eure Liebe größer werde, – größer hin zum Kreuz. Denn wenn ihr das Kreuz liebt und lieben lernt, so wird euer Leben leichter, dann beginnt ihr euer Kreuz aus Liebe anzunehmen, – leiden aus Liebe, aber nicht das gleiche Leiden wie Ich es erleiden musste, sondern das Kreuz anzunehmen und zu lieben, wie es für euch bestimmt ist und es nicht abzuwehren. Dieses, Meine Kinder, könnt ihr nur, wenn ihr lernt, aus Liebe zu leiden. Ich ströme immer wieder große Gnaden in eure Herzen ein, damit durch diese Gnaden eure Liebe wächst, damit sie reifer wird und damit sie zu einer Liebesflamme erglüht.

Liebe Kinder, liebe Auserwählte, eure liebste Mama weiß um eure Leiden. Kommt doch zu Mir. Ich darf euch stärken und mit Gnaden überschütten, denn Ich bin die Aller Gnaden Vermittlerin, – auch die Miterlöserin, denn Ich bin diesen Kreuzweg bis zum Kreuz nach Golgotha mitgegangen. Alle Leiden habe Ich mit durchlitten. Könnt ihr euch das jemals vorstellen, dass ein Mensch diesen Leidensweg mitgehen könnte? Nein. Es wäre nicht möglich. Ich war ausersehen, um für die Menschheit mit zu leiden.

Darum bitte Ich euch, kommt zur liebsten Himmlischen Mama. Sie wird euch das Kreuz erleichtern, denn Ich komme mit einer großen Liebe zu euch, – mit einer Himmlischen Liebe und diese möchte Ich in eure Herzen tiefer einfließen lassen, denn, wie ihr wisst, wird das große Geschehen bald kommen. Dazu ist es für euch erforderlich, dass ihr euch zunächst im höchsten Maße geliebt fühlt und aus dieser Liebe die Göttliche Liebe heranwächst. Dann könnt ihr eure Leiden und die Leiden, die von euch in der letzten Zeit verlangt werden, in der Göttlichen Liebe ertragen, nicht mit eurer menschlichen Kraft, sondern mit Göttlicher Kraft. Sie wird stärker werden, denn die Liebe wird größer.

Wenn ihr alles an den Himmlischen Vater abgebt und euch nicht beklagt über das, was ihr erleiden müsst, dann wird sie größer werden, dann ist eure Wirkungskraft zu Ende, dann wollt ihr selbst nichts mehr tun, sondern euch ganz dem Himmlischen Vater hingeben. Er kann für euch dieses Kreuz zulassen, das für euch bestimmt ist und ihr werdet es dankbar annehmen. Ja, ihr werdet zur Kreuzesliebe heranwachsen und dieses Kreuz umfangen können. Das bedeutet, die größte Liebe in euren Herzen zu haben.

Und dafür möchte Ich sorgen, Meine geliebten Kinder, weil Ich euch vorangegangen bin mit diesen sieben Schwertern im Herzen. Ich weiß um all eure Leiden, um all eure Schmerzen. Niemals werdet ihr dieses Leid allein tragen müssen. Sagt nicht: "Ich werde allein damit fertig." Nein, das könnt ihr nicht, denn, wie ihr wisst, bleibt ihr ein Nichts, ein Nichts, das der Himmlische Vater erwählt hat. Könnt ihr dann etwas aus euch vollbringen? Nein, nichts könnt ihr vollbringen, gar nichts. Alles bestimmt der Himmlische Vater für euch und alles liegt in Seiner Vorsehung. Ihr könnt nichts voraus bestimmen. Ihr könnt nichts voraus sehen. Alles aus Liebe ertragen und alles annehmen, was der Himmlische Vater in weiser Voraussicht zulässt, ist Liebe im höchsten Maße, die bis zur Feindesliebe geht. Dann könnt ihr aus Liebe für eure Feinde euer Leben hingeben oder für eure Freunde.

"Euer Leben ist nicht wichtig. Ich habe euer Leben in der Hand", sagt der Himmlische Vater zu euch. Er sagt zu euch: "Ich sende euch, nicht ihr seid die Gesandten durch eure Kraft." Das bedeutet etwas ganz anderes, als ihr es euch vorstellen könnt. Beginnt nicht, alles erklären zu wollen. Beginnt nicht, euch zu rechtfertigen. Ihr seid fehlbar und bleibt in der Unvollkommenheit.

Alles ist Gnade. Nehmt ständig die Gnaden an. Gnadenströme überströmen euch in der Heiligen Opfermesse. Dort werden euch die größten Gnaden überschütten. Nehmt sie an und glaubt daran! Und wenn ihr den Menschen begegnet, so denkt daran, Ich segne sie in euch und durch euch. Weil ihr die Gnaden empfangen habt, dürft ihr sie weitergeben. Bleibt mit der Übernatur verbunden und erklärt euch nicht Dinge menschlich. Nur in der Übernatur könnt ihr sie verstehen und erkennen lernen.

Ihr bleibt ein Nichts. Sagt euch das immer wieder, damit der Stolz nicht in euch heranwächst. Der Stolz ist vom Bösen und die Selbstsicherheit, die ihr meint, ist auch vom Bösen. Ihr bleibt klein. Ihr bleibt kleine Kinder in der Demut. Diese Demut soll euch zur Liebe führen, zur größten Liebe, – zum Kreuz. (15. September 2009)

Ihr schüttelt das Kreuz ab und meint, auch ohne Kreuz leben zu können. Doch das geht nicht. Es führt zum Unglauben und in die Irre und in die Verwirrnis. Niemals wird ein Mensch an Leib und Seele heilen, der sein Kreuz ablehnt. Das ist sein Heil. Hier auf Erden sollt ihr dieses Kreuz tragen, um einmal in die ewigen Wohnungen eingehen zu können und um am ewigen Hochzeitsmahl teilnehmen zu können. Das ist eure Ewigkeit. Nach dieser Ewigkeit müsst ihr euer Ziel ausrichten. (18. Juli 2010)

Mein Sohn Jesus Christus wünscht von euch allen, Meine geliebten Kinder, dass ihr euer Kreuz annehmen sollt. Werft es nicht ab. Ich weiß als Himmlischer Vater um euer Kreuz und wie schwer es euch an manchen Tagen ist. Nehmt dieses Kreuz wieder neu auf eure Schultern. Ruft den Himmel an, ruft eure Himmlische Mutter an, wenn euch dieses Kreuz zu schwer sein sollte. Sie wird euch in die Arme nehmen und sie wird euch zu Mir, dem Himmlischen Vater in der Dreieinigkeit führen, und alle werden wir dieses Kreuz mit euch tragen. Lasst nicht nach in der Beständigkeit und in der Festigkeit. (…)

Schaut immer wieder auf das Kreuz Meines Sohnes und nehmt euer Kreuz willig an. Es ist genau für euch bestimmt. Niemand könnte euer Kreuz tragen und es euch abnehmen. Einige sind unter euch, Meine Geliebten, die ihr Kreuz noch nicht angenommen haben. Diese Gnaden werden euch heute geschenkt, es annehmen zu können. Alles andere, Meine Kinder, werde Ich für euch tun in der weisen Führung und in der weisen Vorausschau. Wendet euch an Mich, an den Himmel. (18. Juli 2010)

Im Kreuz ist Heil! Nirgendwo anders befindet sich das Heil für euch. Darum nehmt euer Kreuz, das für euch gezimmert wurde, willig auf eure Schultern. Es ist euer persönliches Kreuz. Wichtig ist die Annahme des Kreuzes.

Damit ihr es besser annehmen könnt, habe Ich dieses Rasenkreuz in Meggen errichtet. Es ist die Wahrheit, Meine Geliebten. Dieses Kreuz besteht seit langem. Pilgert dorthin, wenn es euch möglich ist, denn dort wird euch die Gnade gegeben, eure Kreuze in Liebe anzunehmen und sie nicht abzuwerfen. Euer liebster Herr Jesus Christus wird euch in allen Anliegen, in allen Kreuzen, in allen Krankheiten helfend zur Seite stehen. Ich, Jesus Christus, bin alle Tage bei euch. (14. September 2010)

Geht den Kreuzweg Meines Sohnes und nehmt euer Kreuz so an, wie es für euch bestimmt ist! Jeder von euch hat sein eigenes Kreuz. Nehmt es an! Ich bitte euch, Meine Kinder, denn so seid ihr geschützt. Der Himmlische Vater steht euch bei. Ist nicht Mein Sohn Jesus Christus diesen Kreuzweg für euch vorangegangen? Hat Er nicht die größten Qualen und den Kreuzestod für euch erlitten? Folgt Ihm nach! (13. Oktober 2010)

Geliebte Gläubige, geliebte kleine Schar, geliebte kleine Herde, heute feiert ihr den zweiten Weihnachtstag, zugleich ist es das Fest des Heiligen Stephanus, des Märtyrers.

Meine geliebten Kinder, warum liegt dieses Fest so dicht neben dem Weihnachtsfest, was voller Freude war? Das Jesuskind ist in eure Herzen mit großer Liebe eingezogen und hat es erfüllt mit Freude. Warum ist heute dieser Tag des Heiligen Stephanus?

Meine geliebten Kinder, wenn ihr wahrhaft katholisch seid, so liegt Freude und Leid nebeneinander. Ein wahrer katholischer Christ kann nicht ohne Leid existieren. Schaut auf Meinen Sohn Jesus Christus. Er hat das größte Leid für euch erlitten, um euch zu erlösen. Müsst nicht auch ihr Leid erfahren, um einstens in die ewige Seligkeit eingehen zu dürfen? Ja, ihr, Meine geliebte kleine Herde, erfahrt dieses Leid. Doch wie viele wollen dieses Kreuz abwerfen, weil sie sagen, das gehört nicht zu mir, denn Krankheit, Leid, Kummer und Sorgen müssen nicht sein. Und doch werden sie dieses Leid erleben, – nur anders als ihr, Meine Kinder, Meine geliebte kleine Herde. Ihr erlebt diese Krankheit, dieses Leid, diese Erfahrung, die ihr macht, im vollen Glanz des Lichtes. Ihr erkennt, dass dieses Leid für euer Heil erforderlich ist, für euer ewiges Heil.

Und Ich sage euch, erfreut euch an dem, was ihr an Leid erfahrt. Dann dankt, denn ihr nehmt teil an dem Kreuzesopfer Meines Sohnes Jesus Christus. Ihr stellt euch unter das Kreuz und leidet mit Ihm. Ihr nehmt teil am Erlöserleiden, weil ihr das Kreuz annehmt, – darum, Meine Kinder. Ihr könntet es auch ablehnen und sagen: "Es ist leichter ohne Leid und ohne Krankheit durchs Leben zu gehen, als dieses Leid erfahren zu müssen." Der Himmlische Vater lässt dieses Leid zu. Er könnte es euch nehmen. Aber da es für euer Heil erforderlich ist, nimmt Er es euch nicht.

Wie viele Menschen sind heute erkrankt, schwer erkrankt. Sie können dieses Leid aufopfern für die vielen Priester, die nicht umkehren wollen, die weiter in ihrer großen Sündhaftigkeit verharren. Darum, Meine Geliebten, opfert dieses Leid weiterhin auf und denkt nicht an euch, dass euch so Schlimmes an Krankheit widerfahren muss. Die Gottesmutter ist bei euch. Sie trägt doch euer Leid und eure Krankheiten mit. Sie sorgt dann ganz sicher für euch und lässt euch nicht allein.

Was hat dieser Heilige Stephanus alles erlitten? Sie haben ihn gesteinigt. Warum? Weil er glaubte und weil er diesen Glauben verkündet hat, diesen tiefen Glauben. Er wollte leiden, weil er seine Mitbrüder retten wollte vor dem ewigen Unheil. Und er hat für seine Feinde gebetet. Werdet ihr das auch tun, Meine Geliebten? Ja, wie oft betet ihr für eure Feinde. Wie oft trägst du, Meine geliebte Kleine, dieses Kreuz für die Priester, diese Dornenkrone. Und Ich bin dir dankbar dafür, dass du weiterhin deine Verfügbarkeit zeigst. Kaum ein Tag ist ohne Schmerzen für dich. Aber Ich liebe dich desto mehr. In diesem Leid und Schmerz bist du Mir wertvoll. Du bist Meine Leidensblume, ja, Meine Passionsblume und wirst es auch bleiben. Leid und Kreuz dienen dir zum Heil und zum Heil der anderen, für die du betest und sühnst. Auch ihr, Meine Geliebten, ihr Meine kleine Herde und ihr, die ihr Meinem Sohn Jesus Christus nachfolgt, betet und sühnt. Ihr seid die Beschenkten. Verschenke Ich Mich nicht in Meinem Sohn Jesus Christus täglich an diesem Opferaltar?

Wie viele Priester feiern heute noch die Mahlgemeinschaft und bleiben nicht aus diesen modernistischen Kirchen heraus? Sie folgen nicht Meinem Sohn auf dem Kreuzweg. Der wahre Weg ist eng und schmal. Auf dem breiten Weg gehen viele. Doch das ist nicht der richtige Weg. Nur der enge Weg führt in die ewige Seligkeit und das beinhaltet Kreuz und Leid, Verspottung und Anfeindung. Alles dies gehört zu eurem Kreuz, Meine Geliebten. (26. Dezember 2010)

(Einige Auszüge)

(Worte der Gottesmutter, Anne, Sühneseele)
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« Antwort #2421 am: 03. Oktober 2015, 08:58:22 »
Der Rosenkranz einer Mutter
Auszug aus Priestertum und Erneuerung
Erschienen in "Marianische Sammlung" von Fr. Albert Pfleger, Marist

Unzähligen Menschen hat der Rosenkranz geholfen, Ermutigung geschenkt und Wegweisung. Folgendes Zeugnis zeigt eindrücklich, welche Gnaden der Rosenkranz uns erwirken kann...

Eines Tages findet ein Student, der, als er klein war, zwar gebetet hat, aber dann seinen Kinderglauben verlor, einen Rosenkranz am Straßenrand. Sein erster Gedanke war, ihn liegen zu lassen; aber da erwachte seine Liebe zur Muttergottes, er hob ihn auf, reinigte ihn und sagte zu sich: „Wenn ich ihn der Person, die ihn verloren hat, nicht zurückgeben kann, dann gebe ich ihn der Hl. Jungfrau, denn alle Rosenkränze sind dazu bestimmt, sie zu ehren; ich werde ihn auf den Marienaltar der ersten Kirche, an der ich vorbeikomme, hinlegen."

Ich kehre zurück...
Als er zu einer Kirche kommt, tritt er ein und geht zum Muttergottesaltar. Maria, die ihr Kind schon erwartet, gibt ihm die Eingebung: „Bete den Rosenkranz, bevor du ihn auf den Altar legst." Der gerührte Student kniet sich hin und betet wie früher andächtig den erbetenen Rosenkranz, aber eine Flut von Gedanken stürmt auf ihn ein; es scheint ihm, als würde eine Stimme ganz klar und deutlich zu seinem Herzen sprechen: „Werde Priester, mein Kind. Du wurdest dem Aufruf meines Sohnes untreu, doch das ist deine einzige Berufung. Komm zu deiner früheren Liebe zurück und folge deiner Berufung." Diese Worte waren wie ein Lichtstrahl, der dem jungen Mann bis in die tiefste Seele drang. Nachdem er darüber nachdachte und noch mehr betete, rief er aus: „Ja, meine Mutter, ich bin einverstanden, ich kehre zu dir zurück. Mit deiner Hilfe werde ich Priester Jesu Christi sein." Er hielt sein Versprechen und wurde Priester, ein sehr guter Priester. Außer seinen anderen Gebeten liebte er das tägliche Rosenkranzgebet, das er auf dem alten, auf der Straße gefundenen Rosenkranz betete, der ihm die Gnade seiner Berufung zum Priester schenkte.

Sprechen Sie nicht vom Rosenkranz!
Es war Gottes Wille, dass dieser junge Priester einige Jahre später zum Seelsorger eines Krankenhauses bestellt wurde. Eines Tages brachte man einen armen Kranken zu ihm, der, als er hereinkam, sofort ausrief: „Sprechen Sie mit mir nicht über Religion, ich bin ein Ungläubiger und glaube an nichts." Dennoch besuchte ihn der Priester mit Wohlwollen, wurde von ihm aber geringschätzig behandelt. - „Nun denn, mein Freund, ich werde für Sie einen Rosenkranz beten", spricht ihn der Priester an. - „Sprechen Sie nicht vom Rosenkranz", antwortet der Kranke. - „Aber dieses Gebet kann nur gut sein für Sie." - „Im Gegenteil, Hochwürden, der Rosenkranz ist der Grund meines Unglücks." - „Wieso, mein Freund? Was wollen Sie damit sagen?" - „Weil Sie es wünschen, werde ich es Ihnen sagen. Als ich ein Kind war, hat meine Mutter täglich mit mir den Rosenkranz gebetet. Erwachsen geworden, musste ich in die Stadt, um einen Beruf zu erlernen. Dort haben mich schlechte Freunde zum Bösen verführt, zur Missachtung von Gottes Gesetz. Ich befand mich in dieser schlimmen Verfassung, als ich nach Hause gerufen wurde. Meine Mutter lag im Sterben. Um ihr kein Leid zu verursachen, verstellte ich mich und versprach ihr, dass ich, soweit es mir möglich sein wird, jeden Tag ein Stückchen vom Rosenkranz beten werde. Meine arme Mutter gab mir daraufhin ihren Rosenkranz. Nach der Beerdigung kehrte ich in meine Werkstatt zurück. Aber auf dem Weg dorthin gab der Dämon mir den Gedanken ein: ‚Befreie dich von diesem Rosenkranz und wirf ihn weg.' Ich tat es und warf ihn mit Verachtung auf die Straße. Seither bin ich immer unglücklich und glaube, dass ich verflucht bin."

Der Grund meines Glückes...
Der Priester, der sehr gerührt war fragte: „In welchem Jahr und welchem Monat ist das geschehen?" Auf die genaue Antwort des Kranken zog der Priester den Rosenkranz aus seiner Tasche und sagte: „Würden Sie diesen Rosenkranz wiedererkennen, mein Freund?" Da konnte der Kranke nur einen Schrei ausstoßen: „Das ist der Rosenkranz meiner Mutter!" Er ergriff ihn liebevoll und weinend küsste er ihn lange. - „Nun", setzte der Geistliche fort, „dieser Rosenkranz, den Sie den Grund Ihres Unglückes nannten, war für mich der Grund meines Glückes, ich verdanke ihm, Priester zu sein. - Jetzt, mein Freund, wird er die Ursache Ihres Glückes werden."
- „Ja, Hochwürden. Ich möchte beichten." - "Morgen werde ich wiederkommen, um Ihnen die Sakramente zu spenden. Ich lasse Ihnen solange den Rosenkranz, damit sie Ihre Schuld wiedergutmachen können. Später werde ich ihn mir wieder holen." Einige Tage danach starb der Kranke, den Rosenkranz seiner Mutter küssend, glücklich und geheiligt … Der Priester aber nahm seinen armen, kleinen Rosenkranz wieder zurück und trägt dieses teure Andenken immer bei sich.
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« Antwort #2422 am: 03. Oktober 2015, 10:46:35 »
Buch Baruch 4,5-12.27-29.

Hab Vertrauen, mein Volk, du trägst den Namen Israel.
Ihr wurdet verkauft an die Völker, doch nicht zur Vernichtung. Weil ihr Gott erzürnt habt, wurdet ihr den Feinden preisgegeben.
Denn ihr habt euren Schöpfer zum Zorn gereizt, da ihr den Dämonen und nicht Gott Opfer darbrachtet.
Euren Ernährer habt ihr vergessen, den ewigen Gott. Ihr habt auch Jerusalem betrübt, die euch aufzog.
Denn sie hat mit angesehen, wie Gottes Zorn über euch hereinbrach; da sprach sie: Hört, ihr Nachbarn Zions! Gott hat großes Leid über mich gebracht.
Denn ich musste sehen, dass meine Söhne und Töchter verschleppt wurden, wie es der Ewige über sie verhängt hat.
Mit Freude habe ich sie großgezogen, mit Weinen und Klagen musste ich sie ziehen lassen.
Keiner juble, dass ich Witwe bin und von so vielen verlassen; der Sünden meiner Kinder wegen bin ich vereinsamt, denn sie sind abgewichen vom Gesetz Gottes.
Habt Vertrauen, meine Kinder, schreit zu Gott! Denn er, der es verhängt hat, wird wieder an euch denken.
Wie euer Sinn auf den Abfall von Gott gerichtet war, so zeigt nun zehnfachen Eifer, umzukehren und ihn zu suchen.
Er, der über euch das Unheil gebracht hat, wird mit eurer Rettung euch ewige Freude bringen.

Psalm 69(68),33-34.35-36ab.36c-37.

Schaut her, ihr Gebeugten, und freut euch;
ihr, die ihr Gott sucht: euer Herz lebe auf!
Denn der Herr hört auf die Armen,
er verachtet die Gefangenen nicht.

Himmel und Erde sollen ihn rühmen,
die Meere und was sich in ihnen regt.
Denn Gott wird Zion retten,
wird Judas Städte neu erbauen.

Seine Knechte werden dort wohnen
und das Land besitzen,
ihre Nachkommen sollen es erben;
wer seinen Namen liebt, soll darin wohnen.

Evangelium nach Lukas 10,17-24

In jener Zeit kehrten die Zweiundsiebzig zurück und berichteten voll Freude: Herr, sogar die Dämonen gehorchen uns, wenn wir deinen Namen aussprechen.
Da sagte er zu ihnen: Ich sah den Satan wie einen Blitz vom Himmel fallen.
Seht, ich habe euch die Vollmacht gegeben, auf Schlangen und Skorpione zu treten und die ganze Macht des Feindes zu überwinden. Nichts wird euch schaden können.
Doch freut euch nicht darüber, dass euch die Geister gehorchen, sondern freut euch darüber, dass eure Namen im Himmel verzeichnet sind.
In dieser Stunde rief Jesus, vom Heiligen Geist erfüllt, voll Freude aus: Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, weil du all das den Weisen und Klugen verborgen, den Unmündigen aber offenbart hast. Ja, Vater, so hat es dir gefallen.
Mir ist von meinem Vater alles übergeben worden; niemand weiß, wer der Sohn ist, nur der Vater, und niemand weiß, wer der Vater ist, nur der Sohn und der, dem es der Sohn offenbaren will.
Jesus wandte sich an die Jünger und sagte zu ihnen allein: Selig sind die, deren Augen sehen, was ihr seht.
Ich sage euch: Viele Propheten und Könige wollten sehen, was ihr seht, und haben es nicht gesehen, und wollten hören, was ihr hört, und haben es nicht gehört.


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« Antwort #2423 am: 03. Oktober 2015, 13:48:14 »
Exorzismus oder Unterscheidungsgabe

Don Gabriele Amorth, bekannter Exorzist des Vatikans, hat anlässlich einer Konferenz über eine wichtige Angelegenheit im Leben der Christen gesprochen, vor allem diese Zeit betreffend, in der sich offensichtlich Licht und Dunkel entgegenstellen. Das behandelte Thema "Exorzismus und Unterscheidungsgabe" kann in drei Punkte zusammengefasst werden.

1. Das Dasein des Teufels. Vor allem muss man das Problem der Existenz des Teufelsbetrachten, welche von einer großen Zahl Theologen, rationaler Ausrichtung in Frage gestellt wird, die Satan nur als Mythos oder Symbol des Bösen im allgemeinen ansehen möchten. Diese Gelehrten erinnern wir an die Lehre des Katechismus der katholischen Kirche: "Wenn man beim 'Vaterunser' zum Schluss betet 'erlöse uns von dem Bösen', unter Bösen' versteht man die Person des Bösen, nicht das Böse im allgemeinen (KKK Nr. 2851).
Papst Paul V. sagte in Bezug auf den Teufel: Satan ist ein perverser, verdorbener Agent...er ist nicht nur ein Teufel, sondern eine Furcht erregende Mehrzahl. Daher ist Satan Person, im Gegenteil, eine Mehrheit von Personen; er umfasst alle jene Engel, die, nachdem sie sich weigerten Gott zu gehorchen, zu Teufeln geworden sind, d.h. zu Rebellen und Verfluchte. Zur Untermauerung dieser Lehre der Kirche wäre es angebracht, jene Absätze der Bibel herauszusuchen, aus denen das Dasein Satans hervorgeht und sich deutlich offenbart; ferner kann man verstehen, spricht man vom Teufel, bedeutet das indirekt von Christus zu sprechen, denn die Bibel behauptet, dass Jesus der Retter ist, denn er ist gekommen, uns von der Macht des Bösen zu befreien. "Satan ist frei, intelligent und mit dem Geist der Initiative ausgestattet."

2. Das Wirkungsfeld Satans. Seine hauptsächlichste Aktivität, die wir als gewöhnlich bezeichnen können, besteht darin, den Menschen zum Bösen zu verführen, mit der Absicht, ihn von Gott zu entfernen. Deshalb genügt es nicht nur "an Gott zu glauben" - wie es in der Tat 90% der Italiener tun - sondern es ist notwendig, den Willen Gottes zu tun. "Während meiner 45.000 Exorzismen - erzählt ironisch Don Amorth - habe ich nie einen Teufel begegnet, der nicht an Gott glaubt. Glauben nützt nichts; vielmehr muss man das tun, was uns Jesus gesagt hat" (vgl. Jak 2,14-20; Mt 7,21). Dieser Aktion der Versuchung sind wir alle unterworfen, das ganze Leben lang, wie auch Jesus und Maria nicht ausgenommen waren; deswegen ist es nötig, wachsam zu sein, den Gelegenheiten zur Sünde auszuweichen, und, vor allem zu beten, denn alleine verlieren wir den Kampf gegen Satan, während wir ihn gemeinsam mit Christus durch das Gebet gewinnen.

Es gibt da auch eine außergewöhnliche Tätigkeit des Teufels, die darin besteht, dass er besondere, außerordentliche Störmanöver unternimmt; das passiert manchmal unserer Schuld wegen, manchmal auch aus Schuld anderer. Wir können diese in 4 Kategorien einteilen, auch wenn es unter den Exorzisten keine gemeinsame Sprache herrscht, um teuflische Phänomene zu beschreiben.

* Besitzergreifung: Der Teufel kommt in den menschlichen Körper und äußert sich mit Gesten und Worten. In diesem Fall sei klar gesagt, dass Satan nicht der Seele Besitz ergreifen kann.
* Schikanen: Der Teufel fügt einer Person Leiden und Flüche zu und wirkt auf die Gesundheit, Zärtlichkeit und Arbeit ein. Ein solcher Fall ist nicht leicht zu erkennen, denn diese Übel kommen von Satan auf indirekter Weise, nicht offensichtlich, so dass man glaube, sie haben natürlichen Ursprung. Deswegen wenden sich die betroffenen Personen, die oftmals nicht von Priestern und Bischöfen verstanden werden, die ihrerseits recht wenig von diesen Dingen wissen, an Zauberer, um bei ihnen Hilfe zu erfahren; die Probleme werden nur noch größer, denn alle Zauberei bezieht ihre Kraft vom Reich der Finsternis. Es ist eine banale Täuschung, zu glauben, dass die weiße Magie, jene, die theoretisch "für das Gute" gemacht ist, die Kraft des Bösen verwenden kann, um Wohlbefinden zu schaffen und das Böse auslösche. Die Magie ist und bleibt schwarz, immer nur schwarz, auch wenn sie als "gut" vorgestellt wird.
* Besessenheit: Es handelt sich um dem Menschen zugefügte Störungen, die seine innere Ausgeglichenheit angreifen, sein psycho-gefühlsmäßiges Gleichgewicht. Satan greift an und verursacht Verwirrung, Kummer und innere Qualen.
* Verseuchung: Darunter versteht man jene Bösartigkeiten, die Sachen und Tiere treffen. Der Katechismus der katholischen Kirche erklärt, dass man auch Exorzismen über Dinge (KKK Nr. 1673) ausführen kann, und in der Tat kommt es vor, dass man Häuser und Orte exorzieren muss. All diese besonderen Bösartigkeiten, die jedoch keine Macht über die Seele besitzen, empfängt man aus vier Gründen:

a) Aus freier Initiative des Teufels. Infolge der den Geschöpfen geschenkten Freiheit, lässt Gott zu, dass Satan das Böse wirkt, auch wenn das Böse nicht Wille Gottes ist. Das entspricht nicht so sehr einem Zulassen Gottes dem Bösen gegenüber, als vielmehr ein nicht-sofortiges-Eintreten Seinerseits. Die Gründe eines solchen, göttlichen Willens entziehen sich unserem Wissen; wir wissen jedoch, dass Gott die Macht hat das Böse in Gutes umzuwandeln. Viele Heilige waren von Besitzergreifung, Schikanen und Besessenheit betroffen, und haben sich durch diese Prüfungen hindurch geheiligt: Pater Pio, der Kurat von Ars, die hl. Gemma... Vergessen wir daher nicht den Wert des Kreuzes. Die satanischen Übel, Gott als Opfer dargebracht, haben eine unglaubliche Auferstehungskraft.

b) Infolge Besuches gefährlicher Orte: Zauberer, Kartenleser, satanische Gruppen, spiritistische Sitzungen.

c) Verharren in schwerer Sünde. Mit der Zeit "verhärtet" man sich in der Sünde und das Böse schlägt in uns tiefe Wurzeln.

d) Verfluchungen: Ist die meiste Ursache und betrifft 90% der Fälle und hängt nicht von dem ab, den die Flüche treffen. "Verfluchung" bedeutet ein begangenes Übel mit Hilfe des Teufels. Wer kann solches ausführen? Nicht alle, sondern nur die Zauberer, die tatsächlich mit dem Teufel in Verbindung sind. Es gibt mehrere Formen von Verfluchungen: Verwünschung, Fessel, 'böser Blick'... Schuld an solchen Übeln sind die Auftraggeber und Ausführenden.

3. Die von Christus der Kirche verliehene Autorität, um Satan auszutreiben. Jesus hat diese Macht zuvor den Zwölf, dann 72 Jüngern verliehen; schließlich hat er diese auf alle Gläubigen ausgedehnt: ...werden folgende Zeichen geschehen: In meinem Namen werden sie Dämonen austreiben (vgl. Mk 16,17). Heute aber kann der Exorzismus nur von einem durch seinen Bischof autorisierten Priester und nach Genehmigung des Ortsbischofs, ausgeführt werden. Jedenfalls kann jeder Gläubige Befreiungsgebete sprechen, für sich und für andere, ohne Erlaubnis des Bischofs, der nur die öffentliche Form verbieten kann, oder den Ort, wo diese Gebete gesprochen werden. Der Zweck dieser Gebete kommt jenem des Exorzismus gleich, d.h. Satan zu vertreiben; während jedoch der Exorzismus das offizielle und öffentliche Gebet im Namen der Kirche ist - und deshalb an sich wirksamer - bleibt das Befreiungsgebet immer ein privates Gebet, das jedenfalls in einigen Fällen große Wirksamkeit hat.
In der Tat, zur Zeit der hl. Katharina ist vorgekommen, dass ihr die schwierigsten Fälle von Besessenheit überlassen wurden; Katharina, die kein Priester war, sondern Heilige, hat die Befreiung erwirkt. So auch der hl. Franziskus, hl. Leopold Mandic und viele andere Heiligen, obwohl keine Exorzisten, haben viele Besessene befreit. Im allgemeinen hängt die Kraft der Teufelsaustreibung vom Glauben und Gebet ab.

"Ich schätze, dass 99% der Bischöfe nicht mehr an das außerordentliche Wirken des Teufels glaubt".

So antwortet Don Amorth einem Journalisten über den Satanismus:
F. Und die Kirche, was unternimmt sie gegenüber der Verbreitung dieses Phänomens (Satanismus)?

A. Sie ist total abwesend! Seit dreihundert Jahren hat man aufgehört, Exorzismen in der lateinischen Kirche durchzuführen (nicht so in der orthodoxen Kirche und Kirchen bestimmter, protestantischer Bekenntnisse). Und da Priester und Bischöfe, die nie Exorzismen gesehen haben, nicht darüber sprechen, die im katholischen Glauben persönliche Anwesenheit des Teufels, wie sie in Seminaren gelehrt wird, entfernt haben, glauben selbst nicht mehr daran. Ich glaube, dass 99% der Bischöfe nicht mehr an das außerordentliche Wirken des Teufels glaubt.

Es genügt das neue Exorzismus-Ritual, das vom hl. Stuhl vorbereitet wurde, zu betrachten: Es ist von absolut unkompetenten Personen ausgearbeitet worden, die obendrein von Exorzismen Angst haben. "Wenn keine Sicherheit über die Anwesenheit Satans besteht, führe man keine Exorzismen durch", sagt das neue Ritual. Das ist aber absurd: Satan versteckt sich, verkleidet sich auf alle mögliche Art. Das alte römische Ritual lehrte Vorsicht, damit man nicht psychische Krankheiten mit teuflischer Verseuchung verwechselt, aber lehrte auch die Tricks, die der Teufel anwendet, um seine Anwesenheit zu tarnen.

Ich sage auch noch: Das neue Ritual verbietet den Exorzismus im Fall von Teufelsbefall: die Fälle des Befalls betreffen jedoch mehr als 90% aller Fälle teuflische Verseuchung. Nach dem neuen Ritual also dürfte man nie einen Exorzismus durchführen! Diese liturgischen Neuregelungen sind unglaublich, die von der Voraussetzung ausgehen, dass die Kirche sich für viele Jahrhunderte getäuscht hat. Ja, Satan ist überall. Und er kann ungehindert arbeiten, denn die ihn am wenigsten hindern, sind gerade die Priester!
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

 

La Salette 1846



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