Autor Thema: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."  (Gelesen 4660347 mal)

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« Antwort #2824 am: 06. Januar 2016, 06:39:23 »
Botschaft der Muttergottes, vom 5. Juli 2014, in Brindisi (Italien)

„Empfange den Leib Meines Sohnes Jesus innig anbetend und verherrlichend in Einheit mit den Engeln des Himmels, die anwesend sind.“

Öffentliche Erscheinung der Jungfrau von der Versöhnung,

Botschaft vom 5. Juli 2014, im Gesegneten Garten Mariens, Brindisi

Mario: Die Jungfrau Maria erscheint ganz in Weiß gekleidet. Sie hatte die Heilige Eucharistie in den Händen. Nachdem sie mir die heilige Kommunion gereicht hatte, sagte die selige Mutter:
„Gelobt und gedankt sei in jedem Moment: das Allerheiligste und Göttlichste Sakrament!“
„Empfange den Leib Meines Sohnes Jesus, innig anbetend und verherrlichend in Einheit mit den Engeln des Himmels, die anwesend sind. Liebe Kinder, am heutigen Tag bringe Ich euch den eucharistischen Jesus damit ihr Ihn in das Zentrum eurer ganzen Existenz stellen könnt. Kniet euch nieder vor Seiner realen Präsenz und betet Ihn an, im Geist und in der Wahrheit, betet dieses Brot an, das vom Himmel gekommen ist.
Wenn ihr die göttliche Hostie anbetet, werdet ihr viele nötigen Gnaden empfangen, um den geistigen Kampf zu gewinnen und ihr werdet überströmt sein von der Liebe Jesu des Erlösers. Ich bin immer mit euch, Ich segne euch mit Meinem mütterlichen Segen und führe euch zur wahren Bekehrung. Ich nehme euch in Meine liebenden Arme. Betet… betet viel meine Lieben und erbittet Frieden für die Welt, die sich im Krieg befindet.“
Mario: Die Jungfrau Maria segnete uns alle und die sakralen Gegenstände, die wir mitgebracht haben mit der Intention, sie von Ihr segnen zu lassen, durch Ihren Besuch.
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

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« Antwort #2825 am: 06. Januar 2016, 06:41:00 »
Botschaft der Muttergottes, vom 5. Mai 2013, in Brindisi (Italien)

"Mein Besuch an diesem heiligen Ort ist die Fortsetzung der Botschaften von Fatima"

Öffentliche Erscheinung der Jungfrau der Versöhnung am 5. Mai 2013,

im gesegneten Garten Mariens (Brindisi)

Mario, der Kleine „von der Eiche“ (della Quercia) erzählt:

Ein Lichtregen ging dem Besuch der Jungfrau-Mutter sachte voraus. Sie war mit einem weißen Gewand, einem goldbestickten, blauen Mantel und einem goldenen Gürtel bekleidet und auf ihrem Kopf war ein leuchtender Schleier. Die glorreiche Taube flog um sie herum. Die Schönheit des Antlitzes der Immakulata ist unbeschreiblich. Ihre Augen glänzten von einer unvergleichlichen Liebe.
Die Jungfrau der Versöhnung machte das Kreuzzeichen und erklärte:
„Die göttliche Dreifaltigkeit sei gepriesen, gelobt und verherrlicht. Ich bin die Jungfrau der Versöhnung und so möchte ich von meinem Volk angerufen werden.
Eilt zu meinem letzten Anruf herbei und bringt durch die Kenntnis aller meiner Botschaften Früchte eines intensiven und beständigen Apostolates hervor, damit es immer mehr Kinder gibt, die sich dem eucharistischen Jesus nähern.
Möge die Sonne kommen, die euer Leben erleuchtet und die Finsternis der Gleichgültigkeit gegenüber den Werken des Heiligen Geistes entfernt!
Mein Sohn sendet mich hierher, um euch in der barmherzigen Liebe unter meinem Mantel zu versammeln und um euch den Weg der Sakramente und seines Evangeliums zu zeigen.“
Mario wandte sich an die heilige Jungfrau und sagte:
„Mildeste Mutter, verlass uns niemals, schau auf all deine Kinder, die zu dir gekommen sind, um dich zu verehren, dich um Gnaden und um das Geschenkt der Herzensumkehr zu bitten. Breite deinen machtvollen Segen über uns aus und sei unsere Fürsprecherin, unsere Schützerin und unsere Zuflucht. Wir danken dir für die Liebe, die du uns schenkst und für alles, was du uns gibst.“
Die selige Jungfrau Maria betrachtete die Schar und sagte:
„Mein Segen liegt immer auf euch, die ihr mir mit Beharrlichkeit folgt.
Liebe Kinder, nehmt das Kreuz (auf euch) und folgt Jesus in der Nächstenliebe nach. Gott ist Barmherzigkeit und Gerechtigkeit: Er allein kann euch richten, weil er der Richter und der Befreier ist und ihm die Herde gehört. Mein Sohn ist gekommen, um zu dienen und nicht, um sich bedienen zu lassen, daher sollt ihr dienen! Wenn ihr dient, werden sie erkennen, dass ihr dem göttlichen Lamm gehört; wenn ihr dient und die Throne der sieben Hauptlaster unbesetzt lasst und den einzig wahren Thron, den Thron des heiligen Kreuzes, den Thron meines Sohnes, besteigt. Das ist der Thron dessen, der seine eigene bedrohte Seele retten will. Der Shalom (der Friede) des Vaters sei mit euch!
Ich bringe euch das lebendige Wort Jesu in dieses heilige Quartier: nehmt es an.
Welche Liebe schenkt euch die heilige Dreifaltigkeit jeden Tag, aber ihr versteht sie nicht!
Mein Herz blutet sehr stark; es ist von tausend Schwertern des Schmerzes durchbohrt, wenn es die Plagen sieht, die auf die Erde herabkommen werden und die Kriegsfeuer, die entzündet werden, die Feuer der Zerstörung. Und all das kommt, weil Christus von den Völkern abgelehnt wird.
Die Menschheit ist zerstreut und irrt umher; eingetaucht in die große, allgemeine Verwirrung – eingetaucht von denjenigen, die mit dem Tier kollaborieren und die bald von der Gerechtigkeit getroffen werden.
Alle, die mir folgen, werden von den Engeln beschützt werden.
Das bedeutet, Mutter der Menschheit zu sein: aus Liebe zu meinen Kindern, die sich der Pläne des bösen Feindes nicht bewusst sind, zu leiden.
Ich bin die Mutter eines jeden von euch und ich bringe euch den ewigen Schatz, das heilige Evangelium. Es macht euch reich. Die irdischen Dinge werden euch nicht glücklich machen, sondern das Lächeln in euren Gesichtern zum Erlöschen bringen und euch zu Sklaven machen.
Mein Besuch an diesem heiligen Ort ist die Fortsetzung der Botschaften von Fatima, aber mein Besuch setzt sich hier fort, weil ihr dramatische Zeiten durchlebt, in denen der Glaube verloren geht.
Die Seele, die sich nicht in den Dienst des himmlischen Vaters stellt, wird verloren gehen. Viele hören nicht auf meine Botschaften und so begeben sie sich in die Hände des bösen Feindes, der sie mit feurigen Ketten fesseln wird, um sie mit sich in einen See aus kochendem Schwefel zu ziehen.
In diesem Monat, der mir in besonderer Weise gewidmet ist, sollen eure Gebete intensiv und euer Rosenkranzgebet unablässig sein.
Die Welt ist voll von Menschenkindern, die unfähig zum Lieben sind; sie leben nur im äußerlichen Schein, was in ihrem Leben eine große Leere hinterlassen wird.
Liebe Kinder, tretet in mein Herz ein, es wird für euch die Arche des ewigen Heils sein.
Ich segne euch im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.“
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« Antwort #2826 am: 06. Januar 2016, 06:43:12 »
Botschaft der Muttergottes, vom 5. Juni 2013, in Brindisi (Italien)

"Mit der Demut des Herzens, mit der Einfachheit eines in Christus gelebten Lebens und im Widerstand gegenüber der Sünde, werden wir siegen und die Menschheit wird Frieden erleben."

Erscheinung der heiligen Herzen Jesu und Mariens bei Mario
in Brindisi, Botschaft vom 5. Juni 2013 (Im Gesegneten Garten, Brindisi)

Maria:
„Meine lieben Kinder, in diesen Jahren der unendlichen Gnade, habe ich euch als eure Mutter und geistliche Meisterin durch meine zahlreichen Botschaften, die von Weisheit geprägt waren, die Weisheit meines unbefleckten Herzens gezeigt. Meine Absicht ist es, euch zur Quelle der Liebe zu führen. Meine Botschaften beschreiben eine einfache, lichtvolle Reise, die ihr mit Festigkeit und Ausdauer in Angriff nehmen sollt. Lebt jeden Tag das, was ich euch hier offenbare. Meditiert und lebt alles, was ich euch sage. Lasst euch nicht vom Widersacher oder von Zweifeln und Einwänden, denen ihr begegnet, entmutigen, sondern kommt meinen herzlichen Ermahnungen nach.
Es ist mir ein Anliegen, euch die Freude zu schenken, die der Gabe des Heiligen Geistes des All-Ewigen entspringt. In der kommenden Zeit werdet ihr wegen der hochmütigen Herausforderung des Widersachers gegenüber Gott und seiner heiligen Kirche viel zu leiden haben. Jetzt versammle ich euch und führe euch in meine, zur Schlacht aufgestellten Armee ein, um diese hochmütige Herausforderung zu durchkreuzen. Mit der Demut des Herzens, mit der Einfachheit eines in Christus gelebten Lebens und im Widerstand gegenüber der Sünde, werden wir siegen und die Menschheit wird Frieden erleben. In Stille werde ich euch begleiten, meine Kinder.“
Mario: Nachdem die Jungfrau Maria gesprochen hatte, sagte unser Herr:
„Meine Kindlein, ich bin es, euer Erlöser. Ich bin immer mitten unter euch, mit meiner Mutter. Kindlein, nehmt ihr die geliebte Braut des Heiligen Geistes auf? Opfert ihr Buß- und Sühnewerke in ihren Anliegen auf?
Heute bin ich hier, an diesem heiligen Ort, an den ich die Heilige unter den Heiligen, die schönste Blume des Paradieses gesandt habe, die auf euch wartet, weil mein heiligstes Herz das ewige Heil all ihrer Kinder ersehnt. Ich bin die ewige und göttliche Liebe und ich erwarte von euch, meine Kinder, dass ihr Liebe zueinander habt.
Betet für jene, die mich verleugnen. Betet für jene, die ungeordnete Leidenschaften lieben und die Schmeicheleien der Schlange nicht ablehnen. Ich komme, um die Herzen wieder zu erwärmen. Nehmt euren göttlichen König auf und setzt euch ein, damit alle mich lieben und mir nachfolgen. Liebt meine Armen und alle, die bedürftig sind. Du, Mein Geliebter, du Kleiner von der Eiche und „Dickkopf“ vom Herzen des allmächtigen Vaters, willst du dich abermals mit meinem heiligen Liebeskreuz vereinen und für die Bekehrung der armen Sünder, für meine Amtsträger und für die heiligen Mauern von Rom, leiden und Opfer bringen?“
Mario: „Ja, mein Jesus, ich bete dich zutiefst an. Dir gebührt die ewige Herrlichkeit.“
Jesus: „Mein Sohn, dein Leiden ist kostbar für mich. Du bist ein Tropfen meines Blutes und mein Licht strahlt durch dich hindurch, der du ein Opfer meines barmherzigen Herzens bist. Opfere dich stets für meine heilbringenden Anliegen, sowie für die Anliegen meiner Mutter auf, die die Miterlöserin und die universale Mittlerin ist. Die Beschimpfungen und Verfolgungen, die dir widerfahren, gelten nicht dir, meinem Sprachrohr und vom Vater Vorherbestimmten, sondern sie gelten mir, der dich sendet. Hab Geduld und umhülle sie alle mit deinen Gebeten.“
Mario: Ein Holzkreuz erschien zur rechten Seite von Jesus. Es sandte Feuerstrahlen aus, die meinen Leib erreichten. In diesem Augenblick hatte ich eine Vision… Jesus war seiner Kleider entblößt und lag ausgestreckt auf dem Kreuz… Mehrere Soldaten schlugen kraftvoll auf lange Nägel, mit denen er gekreuzigt wurde… Ich hörte, wie Menschen nach ihm riefen… Dann fiel ich auf den Boden, schmerzerfüllt; die Wunden öffneten sich und verursachten furchtbare Schmerzen, die angesichts der gütigen Anwesenheit der beiden heiligen Herzen leichter wurden… Jesus und Maria waren in strahlendem Weiß gekleidet.
Zum Schluss hat Christus alles Wasser gesegnet.
Anmerkung:
An diesem besonderen Tag erschien unser Herr Jesus Christus Mario, gemeinsam mit seiner heiligen Mutter, um das Wasser zu segnen, das die Pilger mitgebracht hatten. „Der Kleine von der Eiche“ hatte an seinem Leib (wie schon so oft) die schmerzhafte Passion Jesu wieder durchlebt. Während des Rosenkranzgebetes im Gesegneten Garten geriet Mario in Ekstase und alle konnten sehen, wie sich die Stigmata unter heftigen Bluten plötzlich und wundersam öffneten. Viele öffneten ihr Herz für den Herrn als sie die Passion von Mario persönlich erlebten. Dank dieses jungen Mannes erinnert uns der Herr an sein Opfer, das heutzutage von den meisten nicht mehr geschätzt wird.
Begleiten wir Mario im Gebet, besonders in jenem Monat, der in besonderer Weise dem Herzen Jesu geweiht ist, damit er spürt, dass wir ihm in seinem Leid und in seiner Hingabe nahe sind, in diesen glückseligen Schmerzen, die Hoffnung auf eine erneuerte Menschheit bringen.
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

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« Antwort #2827 am: 06. Januar 2016, 06:51:26 »
Balthasar

Die Heiligen drei Könige waren die Weisen, d.h. Magier, also Sterndeuter aus dem Morgenland, von denen das Matthäusevangelium berichtet: Und sahen das Kindlein, warfen sich nieder, huldigten ihm, taten ihre Schätze auf und brachten ihm Gold und Weihrauch und Myrrhe (Matthäusevangelium 2, 11).

An diese Textstellen schlossen sich schon früh Ausdeutungen an; die Zahl der Weisen war zunächst noch nicht auf drei festgelegt. Der Ausdruck Könige wurde dann im 3. Jahrhundert von Tertullian und anderen Kirchenschriftstellern gebraucht. Ihre heutigen Namen tauchten erstmals im 6. Jahrhundert auf und wurden im 9. Jahrhundert volkstümlich. Als Sterndeuter, Philosophen und Zauberer sucht sie die Legenda Aurea zu erklären. Zahlreiche Legenden und Kommentare erzählen das von Wundern erfüllte Leben der drei Weisen, ehe ihnen der Weihnachtsstern erschien, sie die Reise nach Jerusalem unternahmen, vor Herodes standen und, nach der Verehrung des Kindes und durch einen Engel im Traumgesicht gewarnt, einen anderen Rückweg in die Heimat einschlugen.

Aus frühchristlichen Quellen stammt die Erzählung von ihrer Taufe durch den Apostel Thomas und von ihrer Bischofswürde, von einem gemeinsamen Weihnachtsfest im Jahr 54 und ihrem unmittelbar darauf folgenden Tod, vom Auffinden ihrer Gebeine und deren Überführung nach Konstantinopel durch Kaiserin Helena.

Aus der Zahl der Gaben Myrre, Gold und Weihrauch schloss man im 3. Jahrhundert auf die Dreizahl der Magier. Ab dem 6. Jahrhundert bekamen sie ihre Namen, zunächst Thaddadia, Melchior und Balytora. Seit dem 8. Jahrhundert heißen sie Caspar, Melchior und Balthasar, zugleich wurden sie in den Stand der Könige erhoben. Tatsächlich waren sie wohl Priester des Zoroaster- (Zarathustra-)Kultes in Persien; Zoroaster gilt als wesentlicher Begründer des Monotheismus und als erster, der ein Weiterleben der Seele des Menschen nach dem Tod verkündete.

Verschieden wurden im Schrifttum des Mittelalters die Namen und Geschenke gedeutet. Im Malerbuch vom Berg Athos ist die Folge Caspar, Melchior, Balthasar festgelegt. Die Geschenke sind am verständlichsten in den Gesta Romanorum gedeutet: Das Gold - traditionell von Melchior überbracht - bezeichnet den einem König gebührenden Weisheitsschatz, der Weihrauch - meist Balthasar zugeordnet - das ergebungsvolle Opfer und Gebet, die Myrrhe - das Geschenk des Caspar - die reinhaltende Kraft der Selbstbeherrschung. Im 12. Jahrhundert kam die Unterscheidung von drei Lebensaltern auf: demnach war Balthasar ein Greis, Melchior ein Mann mittleren Alters, Caspar ein Jüngling; seitdem trat der jüngste als Mohr auf. Die drei Könige wurden auch als Vertreter der damals bekannten drei Weltteile angesehen, wobei Balthasar meist Asien, Melchior Europa und Caspar als Schwarzer Afrika vertritt. Teilweise wurden sie auch zurückgeführt auf die drei Söhne Noachs.

Angebliche Reliquien der drei Weisen aus dem Morgenland wurden der Legende nach von Helena im heiligen Land gefunden und nach Konstantinopel - dem heutigen Ístanbul - gebracht; Ende des 4. Jahrhunderts habe der Kaiser von Byzanz sie nach Mailand verschenkt; nach der Unterwerfung Mailands brachte Rainald von Dassel, der Kanzler von Kaiser Friedrich I. Barbarossa, sie 1164 nach Köln, wo seither das Fest dieser Übertragung gefeiert wird.

Die Echtheit der Reliquien ist höchst fragwürdig: warum sollten die Gebeine in Palästina begraben sein, wo doch die Bibel berichtet, die Weisen seien nach der Anbetung des Jesuskindes in ihre Heimat zurückgekehrt (Matthäusevangelium 2, 12). Auch die Überführung von heute Konstantinopel nach Mailand ist nur in einer posthumen Biographie eines Mailänder Bischofs erwähnt, der Vita Eutorgii, die mehrere hundert Jahre später ausgerechnet in Köln entstand. Vermutlich hat also Rainald von Dassel als rechte Hand des deutschen Kaisers diese Legende einfach politisch ausgenützt, um im damaligen Streit zwischen Papst und Kaiser seinem Herrn einen Vorteil zu verschaffen: die Könige, also die weltlichen Herrscher, waren die ersten, die das Christkind anbeteten, und haben deshalb Vorrecht vor dem Papst. So wird auch klar, warum die Päpste kein Interesse hatten, durch eine Heiligsprechung diese Sicht der Dinge zu befördern: eine Heiligsprechung hat es für die Heiligen Drei Könige nie gegeben.

Wegen ihrer Reise zum neugeborenen Jesuskind wurden die drei Weisen zu Patronen der Reisenden und Pilger, besonders auch als Patrone für die letzte Reise, den Tod. Die Namen vieler Gaststätten haben hier ihre Wurzel: Stern, Drei Kronen, Mohr u.a.

Schon um 378 wurden Wechselgesänge zwischen Maria und den Magiern bezeugt. Dreikönigsspiele waren bis in die Neuzeit beliebt. Noch heute weit verbreitet ist in der katholischen Kirche der Brauch der von Haus zu Haus ziehenden Sternsinger, die um eine Gabe bitten und das Haus segnen, wobei die jeweilige Jahreszahl und die Initialen C + M + B an die Haustür geschrieben werden. Das Sternsingen wurde im 16. Jahrhundert erstmals urkundlich vermerkt und war bald schon sehr verbreitet. Zunächst wurde ein Kreuz auf die Türen gemalt, daraus entwickelten sich der Haussegen C + M + B, Christus Mansionem Benedicat, Christus segne das Haus, welcher das Böse abhalten soll. Der Brauch des Sternsingens verlor sich, Schlesienflüchtlinge brachten diesen Brauch nach dem Krieg wieder mit; 1958 wollte man in der katholischen Kirche in Deutschland den Missionsgedanken fördern und beschloss die Wiedereinführung des Sternsingens.

In Spanien bringen die Heiligen Drei Könige - nicht das Christkind - den Kindern die Geschenke. An einigen Orten stellen die Kinder ihre Schuhe hinaus, Ähnlich wie in Deutschland zu Nikolaus, an anderen Orten werden die Geschenke öffentlich übergeben. Die Kinder schreiben zuvor ihren Wunschzettel an ihren Lieblings-König und werden dann auch von diesem bedacht.
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

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« Antwort #2828 am: 06. Januar 2016, 06:52:01 »
Kaspar

Die Heiligen drei Könige waren die Weisen, d.h. Magier, also Sterndeuter aus dem Morgenland, von denen das Matthäusevangelium berichtet: Und sahen das Kindlein, warfen sich nieder, huldigten ihm, taten ihre Schätze auf und brachten ihm Gold und Weihrauch und Myrrhe (Matthäusevangelium 2, 11).

An diese Textstellen schlossen sich schon früh Ausdeutungen an; die Zahl der Weisen war zunächst noch nicht auf drei festgelegt. Der Ausdruck Könige wurde dann im 3. Jahrhundert von Tertullian und anderen Kirchenschriftstellern gebraucht. Ihre heutigen Namen tauchten erstmals im 6. Jahrhundert auf und wurden im 9. Jahrhundert volkstümlich. Als Sterndeuter, Philosophen und Zauberer sucht sie die Legenda Aurea zu erklären. Zahlreiche Legenden und Kommentare erzählen das von Wundern erfüllte Leben der drei Weisen, ehe ihnen der Weihnachtsstern erschien, sie die Reise nach Jerusalem unternahmen, vor Herodes standen und, nach der Verehrung des Kindes und durch einen Engel im Traumgesicht gewarnt, einen anderen Rückweg in die Heimat einschlugen.

Aus frühchristlichen Quellen stammt die Erzählung von ihrer Taufe durch den Apostel Thomas und von ihrer Bischofswürde, von einem gemeinsamen Weihnachtsfest im Jahr 54 und ihrem unmittelbar darauf folgenden Tod, vom Auffinden ihrer Gebeine und deren Überführung nach Konstantinopel durch Kaiserin Helena.

Aus der Zahl der Gaben Myrre, Gold und Weihrauch schloss man im 3. Jahrhundert auf die Dreizahl der Magier. Ab dem 6. Jahrhundert bekamen sie ihre Namen, zunächst Thaddadia, Melchior und Balytora. Seit dem 8. Jahrhundert heißen sie Caspar, Melchior und Balthasar, zugleich wurden sie in den Stand der Könige erhoben. Tatsächlich waren sie wohl Priester des Zoroaster- (Zarathustra-)Kultes in Persien; Zoroaster gilt als wesentlicher Begründer des Monotheismus und als erster, der ein Weiterleben der Seele des Menschen nach dem Tod verkündete.

Verschieden wurden im Schrifttum des Mittelalters die Namen und Geschenke gedeutet. Im Malerbuch vom Berg Athos ist die Folge Caspar, Melchior, Balthasar festgelegt. Die Geschenke sind am verständlichsten in den Gesta Romanorum gedeutet: Das Gold - traditionell von Melchior überbracht - bezeichnet den einem König gebührenden Weisheitsschatz, der Weihrauch - meist Balthasar zugeordnet - das ergebungsvolle Opfer und Gebet, die Myrrhe - das Geschenk des Caspar - die reinhaltende Kraft der Selbstbeherrschung. Im 12. Jahrhundert kam die Unterscheidung von drei Lebensaltern auf: demnach war Balthasar ein Greis, Melchior ein Mann mittleren Alters, Caspar ein Jüngling; seitdem trat der jüngste als Mohr auf. Die drei Könige wurden auch als Vertreter der damals bekannten drei Weltteile angesehen, wobei Balthasar meist Asien, Melchior Europa und Caspar als Schwarzer Afrika vertritt. Teilweise wurden sie auch zurückgeführt auf die drei Söhne Noachs.

Angebliche Reliquien der drei Weisen aus dem Morgenland wurden der Legende nach von Helena im heiligen Land gefunden und nach Konstantinopel - dem heutigen Ístanbul - gebracht; Ende des 4. Jahrhunderts habe der Kaiser von Byzanz sie nach Mailand verschenkt; nach der Unterwerfung Mailands brachte Rainald von Dassel, der Kanzler von Kaiser Friedrich I. Barbarossa, sie 1164 nach Köln, wo seither das Fest dieser Übertragung gefeiert wird.

Die Echtheit der Reliquien ist höchst fragwürdig: warum sollten die Gebeine in Palästina begraben sein, wo doch die Bibel berichtet, die Weisen seien nach der Anbetung des Jesuskindes in ihre Heimat zurückgekehrt (Matthäusevangelium 2, 12). Auch die Überführung von heute Konstantinopel nach Mailand ist nur in einer posthumen Biographie eines Mailänder Bischofs erwähnt, der Vita Eutorgii, die mehrere hundert Jahre später ausgerechnet in Köln entstand. Vermutlich hat also Rainald von Dassel als rechte Hand des deutschen Kaisers diese Legende einfach politisch ausgenützt, um im damaligen Streit zwischen Papst und Kaiser seinem Herrn einen Vorteil zu verschaffen: die Könige, also die weltlichen Herrscher, waren die ersten, die das Christkind anbeteten, und haben deshalb Vorrecht vor dem Papst. So wird auch klar, warum die Päpste kein Interesse hatten, durch eine Heiligsprechung diese Sicht der Dinge zu befördern: eine Heiligsprechung hat es für die Heiligen Drei Könige nie gegeben.

Wegen ihrer Reise zum neugeborenen Jesuskind wurden die drei Weisen zu Patronen der Reisenden und Pilger, besonders auch als Patrone für die letzte Reise, den Tod. Die Namen vieler Gaststätten haben hier ihre Wurzel: Stern, Drei Kronen, Mohr u.a.

Schon um 378 wurden Wechselgesänge zwischen Maria und den Magiern bezeugt. Dreikönigsspiele waren bis in die Neuzeit beliebt. Noch heute weit verbreitet ist in der katholischen Kirche der Brauch der von Haus zu Haus ziehenden Sternsinger, die um eine Gabe bitten und das Haus segnen, wobei die jeweilige Jahreszahl und die Initialen C + M + B an die Haustür geschrieben werden. Das Sternsingen wurde im 16. Jahrhundert erstmals urkundlich vermerkt und war bald schon sehr verbreitet. Zunächst wurde ein Kreuz auf die Türen gemalt, daraus entwickelten sich der Haussegen C + M + B, Christus Mansionem Benedicat, Christus segne das Haus, welcher das Böse abhalten soll. Der Brauch des Sternsingens verlor sich, Schlesienflüchtlinge brachten diesen Brauch nach dem Krieg wieder mit; 1958 wollte man in der katholischen Kirche in Deutschland den Missionsgedanken fördern und beschloss die Wiedereinführung des Sternsingens.

In Spanien bringen die Heiligen Drei Könige - nicht das Christkind - den Kindern die Geschenke. An einigen Orten stellen die Kinder ihre Schuhe hinaus, Ähnlich wie in Deutschland zu Nikolaus, an anderen Orten werden die Geschenke öffentlich übergeben. Die Kinder schreiben zuvor ihren Wunschzettel an ihren Lieblings-König und werden dann auch von diesem bedacht.
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

Offline Tina 13

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  • Geschlecht: Weiblich
  • Marienkind an der Hand der himmlischen Mama
  • Religionszugehörigkeit: Römisch-katholische Kirche
Antw:"Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #2829 am: 06. Januar 2016, 06:52:32 »
Melchior

Die Heiligen drei Könige waren die Weisen, d.h. Magier, also Sterndeuter aus dem Morgenland, von denen das Matthäusevangelium berichtet: Und sahen das Kindlein, warfen sich nieder, huldigten ihm, taten ihre Schätze auf und brachten ihm Gold und Weihrauch und Myrrhe (Matthäusevangelium 2, 11).

An diese Textstellen schlossen sich schon früh Ausdeutungen an; die Zahl der Weisen war zunächst noch nicht auf drei festgelegt. Der Ausdruck Könige wurde dann im 3. Jahrhundert von Tertullian und anderen Kirchenschriftstellern gebraucht. Ihre heutigen Namen tauchten erstmals im 6. Jahrhundert auf und wurden im 9. Jahrhundert volkstümlich. Als Sterndeuter, Philosophen und Zauberer sucht sie die Legenda Aurea zu erklären. Zahlreiche Legenden und Kommentare erzählen das von Wundern erfüllte Leben der drei Weisen, ehe ihnen der Weihnachtsstern erschien, sie die Reise nach Jerusalem unternahmen, vor Herodes standen und, nach der Verehrung des Kindes und durch einen Engel im Traumgesicht gewarnt, einen anderen Rückweg in die Heimat einschlugen.

Aus frühchristlichen Quellen stammt die Erzählung von ihrer Taufe durch den Apostel Thomas und von ihrer Bischofswürde, von einem gemeinsamen Weihnachtsfest im Jahr 54 und ihrem unmittelbar darauf folgenden Tod, vom Auffinden ihrer Gebeine und deren Überführung nach Konstantinopel durch Kaiserin Helena.

Aus der Zahl der Gaben Myrre, Gold und Weihrauch schloss man im 3. Jahrhundert auf die Dreizahl der Magier. Ab dem 6. Jahrhundert bekamen sie ihre Namen, zunächst Thaddadia, Melchior und Balytora. Seit dem 8. Jahrhundert heißen sie Caspar, Melchior und Balthasar, zugleich wurden sie in den Stand der Könige erhoben. Tatsächlich waren sie wohl Priester des Zoroaster- (Zarathustra-)Kultes in Persien; Zoroaster gilt als wesentlicher Begründer des Monotheismus und als erster, der ein Weiterleben der Seele des Menschen nach dem Tod verkündete.

Verschieden wurden im Schrifttum des Mittelalters die Namen und Geschenke gedeutet. Im Malerbuch vom Berg Athos ist die Folge Caspar, Melchior, Balthasar festgelegt. Die Geschenke sind am verständlichsten in den Gesta Romanorum gedeutet: Das Gold - traditionell von Melchior überbracht - bezeichnet den einem König gebührenden Weisheitsschatz, der Weihrauch - meist Balthasar zugeordnet - das ergebungsvolle Opfer und Gebet, die Myrrhe - das Geschenk des Caspar - die reinhaltende Kraft der Selbstbeherrschung. Im 12. Jahrhundert kam die Unterscheidung von drei Lebensaltern auf: demnach war Balthasar ein Greis, Melchior ein Mann mittleren Alters, Caspar ein Jüngling; seitdem trat der jüngste als Mohr auf. Die drei Könige wurden auch als Vertreter der damals bekannten drei Weltteile angesehen, wobei Balthasar meist Asien, Melchior Europa und Caspar als Schwarzer Afrika vertritt. Teilweise wurden sie auch zurückgeführt auf die drei Söhne Noachs.

Angebliche Reliquien der drei Weisen aus dem Morgenland wurden der Legende nach von Helena im heiligen Land gefunden und nach Konstantinopel - dem heutigen Ístanbul - gebracht; Ende des 4. Jahrhunderts habe der Kaiser von Byzanz sie nach Mailand verschenkt; nach der Unterwerfung Mailands brachte Rainald von Dassel, der Kanzler von Kaiser Friedrich I. Barbarossa, sie 1164 nach Köln, wo seither das Fest dieser Übertragung gefeiert wird.

Die Echtheit der Reliquien ist höchst fragwürdig: warum sollten die Gebeine in Palästina begraben sein, wo doch die Bibel berichtet, die Weisen seien nach der Anbetung des Jesuskindes in ihre Heimat zurückgekehrt (Matthäusevangelium 2, 12). Auch die Überführung von heute Konstantinopel nach Mailand ist nur in einer posthumen Biographie eines Mailänder Bischofs erwähnt, der Vita Eutorgii, die mehrere hundert Jahre später ausgerechnet in Köln entstand. Vermutlich hat also Rainald von Dassel als rechte Hand des deutschen Kaisers diese Legende einfach politisch ausgenützt, um im damaligen Streit zwischen Papst und Kaiser seinem Herrn einen Vorteil zu verschaffen: die Könige, also die weltlichen Herrscher, waren die ersten, die das Christkind anbeteten, und haben deshalb Vorrecht vor dem Papst. So wird auch klar, warum die Päpste kein Interesse hatten, durch eine Heiligsprechung diese Sicht der Dinge zu befördern: eine Heiligsprechung hat es für die Heiligen Drei Könige nie gegeben.

Wegen ihrer Reise zum neugeborenen Jesuskind wurden die drei Weisen zu Patronen der Reisenden und Pilger, besonders auch als Patrone für die letzte Reise, den Tod. Die Namen vieler Gaststätten haben hier ihre Wurzel: Stern, Drei Kronen, Mohr u.a.

Schon um 378 wurden Wechselgesänge zwischen Maria und den Magiern bezeugt. Dreikönigsspiele waren bis in die Neuzeit beliebt. Noch heute weit verbreitet ist in der katholischen Kirche der Brauch der von Haus zu Haus ziehenden Sternsinger, die um eine Gabe bitten und das Haus segnen, wobei die jeweilige Jahreszahl und die Initialen C + M + B an die Haustür geschrieben werden. Das Sternsingen wurde im 16. Jahrhundert erstmals urkundlich vermerkt und war bald schon sehr verbreitet. Zunächst wurde ein Kreuz auf die Türen gemalt, daraus entwickelten sich der Haussegen C + M + B, Christus Mansionem Benedicat, Christus segne das Haus, welcher das Böse abhalten soll. Der Brauch des Sternsingens verlor sich, Schlesienflüchtlinge brachten diesen Brauch nach dem Krieg wieder mit; 1958 wollte man in der katholischen Kirche in Deutschland den Missionsgedanken fördern und beschloss die Wiedereinführung des Sternsingens.

In Spanien bringen die Heiligen Drei Könige - nicht das Christkind - den Kindern die Geschenke. An einigen Orten stellen die Kinder ihre Schuhe hinaus, Ähnlich wie in Deutschland zu Nikolaus, an anderen Orten werden die Geschenke öffentlich übergeben. Die Kinder schreiben zuvor ihren Wunschzettel an ihren Lieblings-König und werden dann auch von diesem bedacht.
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

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Antw:"Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #2830 am: 06. Januar 2016, 06:53:44 »
Hl. Johannes Chrysostomus (um 345-407), Priester in Antiochia und später Bischof von Konstantinopel, Kirchenlehrer

„[...] da fielen sie nieder und huldigten ihm“

Brüder, folgen wir den Magiern, verlassen wir unsere heidnischen Sitten. Brechen wir endlich auf! Machen wir uns auf den weiten Weg, um Christus zu sehen. Wären die Magier nicht aufgebrochen in die Fremde, weit weg von ihrer Heimat, hätten sie Christus nicht gesehen. Verlassen auch wir die Angelegenheiten der Welt. Solange sie in ihrem Heimatland blieben, sahen die Magier nur den Stern; doch als sie ihre Heimat verlassen hatten, sahen sie die „Sonne der Gerechtigkeit“ (Mal 3,20). Sagen wir besser: Hätten sie nicht großmütig ihre Reise unternommen, hätten sie noch nicht einmal den Stern gesehen. Erheben wir uns also, und wenn auch alle in Jerusalem vor Aufregung vergehen, so laufen wir doch dorthin, wo das Kind sich findet [...]

„Sie gingen in das Haus und sahen das Kind und Maria, seine Mutter; da fielen sie nieder und huldigten ihm. Dann holten sie ihre Schätze hervor und brachten ihm [...] ihre Gaben dar.“ (vgl. Mt 2,11) Was hat sie bewegen können, sich vor diesem Kind niederzuwerfen? Nichts Aufsehenerregendes gab es bei der Jungfrau, in dem Haus; nicht ein Gegenstand war geeignet, ins Auge zu fallen und den Blick auf sich zu ziehen. Und doch: sie geben sich nicht damit zufrieden, sich niederzuwerfen, sondern holen auch ihre Schätze hervor, Geschenke, die man nicht einem Menschen anbietet, sondern einzig Gott – der Weihrauch und die Myrrhe stehen als Symbol für die Göttlichkeit. Welcher Grund mag sie getrieben haben, so zu handeln? Derselbe, der sie veranlasst hat, ihre Heimat zu verlassen, aufzubrechen zu dieser langen Reise. Der Stern ist es, das heißt: das Licht, mit dem Gott ihr Herz erfüllt hatte und das sie Schritt für Schritt immer besser verstehen ließ. Wenn dieses Licht nicht gewesen wäre, wie hätten sie dann solche Ehren erweisen können, da der, den sie sahen, so arm und demütig war? Deshalb fehlte jede materielle Größe, war nur eine Krippe, ein Stall, eine allem entblößte Mutter zugegen, damit du umso klarer die Weisheit der Magier erkennen kannst, damit du verstehst, dass sie nicht zu einem Menschen kamen, sondern zu Gott, ihrem Wohltäter.

Homilien zum Matthäusevangelium, 7-8
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

Offline Tina 13

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Antw:"Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #2831 am: 06. Januar 2016, 06:56:18 »
Buch Jesaja 60,1-6.

Auf, werde licht denn es kommt dein Licht und die Herrlichkeit des Herrn geht leuchtend auf über dir.
Denn siehe, Finsternis bedeckt die Erde und Dunkel die Völker, doch über dir geht leuchtend der Herr auf, seine Herrlichkeit erscheint über dir.
Völker wandern zu deinem Licht und Könige zu deinem strahlenden Glanz.
Blick auf und schau umher: Sie alle versammeln sich und kommen zu dir. Deine Söhne kommen von fern, deine Töchter trägt man auf den Armen herbei.
Du wirst es sehen und du wirst strahlen, dein Herz bebt vor Freude und öffnet sich weit. Denn der Reichtum des Meeres strömt dir zu, die Schätze der Völker kommen zu dir.
Zahllose Kamele bedecken dein Land, Dromedare aus Midian und Efa. Alle kommen von Saba, bringen Weihrauch und Gold und verkünden die ruhmreichen Taten des Herrn.

Psalm 72(71),1-2.7-8.10-11.12-13.

Verleih dein Richteramt, o Gott, dem König,
dem Königssohn gib dein gerechtes Walten!
Er regiere dein Volk in Gerechtigkeit
und deine Armen durch rechtes Urteil.

Die Gerechtigkeit blühe auf in seinen Tagen
und großer Friede, bis der Mond nicht mehr da ist.
Er herrsche von Meer zu Meer,
vom Strom bis an die Enden der Erde.

Die Könige von Tarschisch und von den Inseln bringen Geschenke,
die Könige von Saba und Seba kommen mit Gaben.
Alle Könige müssen ihm huldigen,
alle Völker ihm dienen.

Denn er rettet den Gebeugten, der um Hilfe schreit,
den Armen und den, der keinen Helfer hat.
Er erbarmt sich des Gebeugten und Schwachen,
er rettet das Leben der Armen.

Brief des Apostels Paulus an die Epheser 3,2-3a.5-6.

Ihr habt doch gehört, welches Amt die Gnade Gottes mir für euch verliehen hat.
Durch eine Offenbarung wurde mir das Geheimnis mitgeteilt.
Den Menschen früherer Generationen war es nicht bekannt; jetzt aber ist es seinen heiligen Aposteln und Propheten durch den Geist offenbart worden:
dass nämlich die Heiden Miterben sind, zu demselben Leib gehören und an derselben Verheißung in Christus Jesus teilhaben durch das Evangelium.

Evangelium nach Matthäus 2,1-12.

Als Jesus zur Zeit des Königs Herodes in Betlehem in Judäa geboren worden war, kamen Sterndeuter aus dem Osten nach Jerusalem
und fragten: Wo ist der neugeborene König der Juden? Wir haben seinen Stern aufgehen sehen und sind gekommen, um ihm zu huldigen.
Als König Herodes das hörte, erschrak er und mit ihm ganz Jerusalem.
Er ließ alle Hohenpriester und Schriftgelehrten des Volkes zusammenkommen und erkundigte sich bei ihnen, wo der Messias geboren werden solle.
Sie antworteten ihm: In Betlehem in Judäa; denn so steht es bei dem Propheten:
Du, Betlehem im Gebiet von Juda, bist keineswegs die unbedeutendste unter den führenden Städten von Juda; denn aus dir wird ein Fürst hervorgehen, der Hirt meines Volkes Israel.
Danach rief Herodes die Sterndeuter heimlich zu sich und ließ sich von ihnen genau sagen, wann der Stern erschienen war.
Dann schickte er sie nach Betlehem und sagte: Geht und forscht sorgfältig nach, wo das Kind ist; und wenn ihr es gefunden habt, berichtet mir, damit auch ich hingehe und ihm huldige.
Nach diesen Worten des Königs machten sie sich auf den Weg. Und der Stern, den sie hatten aufgehen sehen, zog vor ihnen her bis zu dem Ort, wo das Kind war; dort blieb er stehen.
Als sie den Stern sahen, wurden sie von sehr großer Freude erfüllt.
Sie gingen in das Haus und sahen das Kind und Maria, seine Mutter; da fielen sie nieder und huldigten ihm. Dann holten sie ihre Schätze hervor und brachten ihm Gold, Weihrauch und Myrrhe als Gaben dar.
Weil ihnen aber im Traum geboten wurde, nicht zu Herodes zurückzukehren, zogen sie auf einem anderen Weg heim in ihr Land.
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

 

La Salette 1846



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