Autor Thema: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."  (Gelesen 4660692 mal)

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Antw:"Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #2944 am: 03. Februar 2016, 06:43:22 »
Hl. Bonaventura (1221-1274) Franziskaner, Kirchenlehrer

„Woher hat er das alles? [...] Ist das nicht der Sohn des Zimmermanns und heißt nicht seine Mutter Maria?“

Als unser Herr Jesus aus dem Tempel und aus Jerusalem mit seinen Eltern nach Nazareth zurückgekehrt war, blieb er bis zu seinem dreißigsten Lebensjahr bei ihnen „und war ihnen gehorsam“ (Lk 2,51). In der Schrift steht nichts über sein Tun in dieser ganzen Zeit, und das ist sehr erstaunlich [...] Schau aber aufmerksam hin, dann kannst du deutlich erkennen, dass er, obwohl er nichts tat, so doch Wunder wirkte. Jede einzelne seiner Taten gibt Zeugnis von seinem Geheimnis. So wie er mit Vollmacht handelte, so schwieg er auch mit Vollmacht und blieb mit Vollmacht im Hintergrund und im Verborgenen. Der höchste Herr, der uns darin unterweisen wird, wie unser Leben gelingen kann, beginnt schon in seiner Jugend mit Vollmacht zu wirken und zwar auf eine erstaunliche, fremdartige und unerhörte Weise; die Menschen aber hielten ihn für überflüssig und unwissend und verachteten ihn [...]

An dieser Lebensform hielt er mehr und mehr fest; denn er wollte ja von allen als niedrig und unbedeutend angesehen werden. Das hatte schon der Prophet angekündigt, der in seinem Namen schrieb: „Ich bin ein Wurm und kein Mensch“ (Ps 21,7). Man sieht also, was er tat, dadurch dass er nichts tat. Er machte sich verächtlich [...] Glaubst du, dass das eine Kleinigkeit ist? Sicherlich hatte er das nicht nötig, wohl aber wir. Ich kennen nichts Schwierigeres und nichts Größeres. Ich glaube, wer mit ganzem Herzen, ohne Heuchelei, ganz Herr seiner selbst ist und nichts anderes anstrebt als verachtet zu werden, nichts zu gelten, in größter Erniedrigung zu leben – der hat die oberste Stufe der Vervollkommnung erklommen. Und das ist ein weit größerer Sieg als die Eroberung einer Stadt.

Meditationen zum Leben Christi ; Opera omnia, T. 12, S. 530f.
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

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« Antwort #2945 am: 03. Februar 2016, 06:47:35 »
Zweites Buch Samuel 24,2.9-17.

In jenen Tagen befahl der König David Joab, dem Obersten des Heeres, der bei ihm war: Durchstreift alle Stämme Israels von Dan bis Beerscheba, und mustert das Volk, damit ich weiß, wie viele es sind.
Und Joab gab dem König das Ergebnis der Volkszählung bekannt: Israel zählte achthunderttausend Krieger, die mit dem Schwert kämpfen konnten, und Juda fünfhunderttausend.
Dann aber schlug David das Gewissen, weil er das Volk gezählt hatte, und er sagte zum Herrn: Ich habe schwer gesündigt, weil ich das getan habe. Doch vergib deinem Knecht seine Schuld, Herr; denn ich habe sehr unvernünftig gehandelt.
Als David am Morgen aufstand, war bereits folgendes Wort des Herrn an den Propheten Gad, den Seher Davids, ergangen:
Geh und sag zu David: So spricht der Herr: Dreierlei lege ich dir vor. Wähl dir eines davon! Das werde ich dir antun.
Gad kam zu David, teilte ihm das Wort mit und sagte: Was soll über dich kommen? Sieben Jahre Hungersnot in deinem Land? Oder drei Monate, in denen dich deine Feinde verfolgen und du vor ihnen fliehen musst? Oder soll drei Tage lang die Pest in deinem Land wüten? Überleg dir sehr genau, was ich dem, der mich gesandt hat, als Antwort überbringen soll.
Da sagte David zu Gad: Ich habe große Angst. Wir wollen lieber dem Herrn in die Hände fallen, denn seine Barmherzigkeit ist groß; den Menschen aber möchte ich nicht in die Hände fallen.
Da ließ der Herr über Israel eine Pest kommen; sie dauerte von jenem Morgen an bis zu dem festgesetzten Zeitpunkt, und es starben zwischen Dan und Beerscheba siebzigtausend Menschen im Volk.
Als der Engel seine Hand gegen Jerusalem ausstreckte, um es ins Verderben zu stürzen, reute den Herrn das Unheil, und er sagte zu dem Engel, der das Volk ins Verderben stürzte: Es ist jetzt genug, lass deine Hand sinken! Der Engel war gerade bei der Tenne des Jebusiters Arauna.
Als David den Engel sah, der das Volk schlug, sagte er zum Herrn: Ich bin es doch, der gesündigt hat; ich bin es, der sich vergangen hat. Aber diese, die Herde, was haben denn sie getan? Erheb deine Hand gegen mich und gegen das Haus meines Vaters!

Psalm 32(31),1-2.5.6-7.

Wohl dem, dessen Frevel vergeben
und dessen Sünde bedeckt ist.
Wohl dem Menschen, dem der Herr die Schuld nicht zur Last legt
und dessen Herz keine Falschheit kennt.

Da bekannte ich dir meine Sünde
und verbarg nicht länger meine Schuld vor dir.
Ich sagte: Ich will dem Herrn meine Frevel bekennen.
Und du hast mir die Schuld vergeben.

Darum soll jeder Fromme in der Not zu dir beten;
fluten hohe Wasser heran, ihn werden sie nicht erreichen.
Du bist mein Schutz, bewahrst mich vor Not;
du rettest mich und hüllst mich in Jubel.

Evangelium nach Markus 6,1b-6.

In jener Zeit kam Jesus in seine Heimatstadt; seine Jünger begleiteten ihn.
Am Sabbat lehrte er in der Synagoge. Und die vielen Menschen, die ihm zuhörten, staunten und sagten: Woher hat er das alles? Was ist das für eine Weisheit, die ihm gegeben ist! Und was sind das für Wunder, die durch ihn geschehen!
Ist das nicht der Zimmermann, der Sohn der Maria und der Bruder von Jakobus, Joses, Judas und Simon? Leben nicht seine Schwestern hier unter uns? Und sie nahmen Anstoß an ihm und lehnten ihn ab.
Da sagte Jesus zu ihnen: Nirgends hat ein Prophet so wenig Ansehen wie in seiner Heimat, bei seinen Verwandten und in seiner Familie.
Und er konnte dort kein Wunder tun; nur einigen Kranken legte er die Hände auf und heilte sie. Jesus zog durch die benachbarten Dörfer und lehrte.
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

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« Antwort #2946 am: 04. Februar 2016, 06:31:32 »
Hl. Rabanus Maurus

Erzbischof von Mainz
* um 780 in Mainz in Rheinland-Pfalz
† 856 in Winkel im Rheingau, heute Oestrich-Winkel in Hessen
Rabanus, 780 in Mainz geboren, legte mit fünfzehn Jahren im Kloster Fulda die Mönchsgelübde ab. Zur weiteren Ausbildung kam er nach Tours in Frankreich, wo Abt Alkuin sein Lehrer war. Dieser gab ihm auch den Namen Maurus, den Rabanus dann als zweiten Namen beibehielt. Nach Fulda zurückgekehrt, wurde er Lehrer an der Klosterschule, dann Leiter der Schule und 822 Abt des Klosters. 847 wurde er als Erzbischof nach Mainz gerufen. Er war ein Mann von universaler Bildung, ein großer Förderer des Bildungswesens in der Zeit Karls des Großen, daher sein Ehrenname „Lehrer Germaniens“ (Praeceptor Germaniae). Der gelehrte Theologe und Schriftsteller war auch ein bedeutender Dichter; der Pfingsthymnus „Veni, Creator Spiritus“ (Komm, Schöpfer Geist) wird ihm zugeschrieben. Seine Heiligkeit bestand nicht in außerordentlichen Dingen, sondern darin, dass er seine Zeit bis zum Äußersten ausnützte, in der Gegenwart lebte und anderen den Weg zu Gott zeigte.


Weg zur Weisheit

„Wer den Gipfel der Weisheit erreichen will, muss zum Gipfel der Liebe gelangen. Denn niemand ist vollkommen im Wissen, der nicht vollkommen ist in der Liebe.“ (Rabanus Maurus)
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« Antwort #2947 am: 04. Februar 2016, 06:34:33 »
Sel. Charles de Foucauld (1858-1916), Eremit und Missionar in der Sahara

"Er sendet sie erstmals aus“

Wodurch wird jemand Apostel? Durch Menschen, derer sich Gott bedient: Priester haben ihre Oberen, die ihnen sagen, was zu tun ist. Laien sollen all denen Apostel sein, die sie erreichen können: Verwandten also und Freunden, aber nicht nur ihnen. Liebe hat nichts Enges an sich, sie umfängt alle, die das Herz Jesu umfängt.

Wodurch also? Durch Menschen, die für diejenigen, an die sie sich wenden, die Besten sind: bei allen, mit denen sie Umgang haben, ausschließlich durch Güte, Zartgefühl, brüderliche Zuneigung und vorbildliche Tugendhaftigkeit, durch Demut und Sanftheit, Tugenden, die immer anziehend wirken und echt christlich sind.

Bei einigen, ohne mit ihnen jemals auch nur ein Wort über Gott oder die Religion zu sprechen. Man muss sich gedulden, wie Gott sich geduldet, gut sein wie Gott gut ist, ein liebevoller Bruder sein und beten. Bei Anderen wieder spreche man über Gott so, wie sie es gerade ertragen können; sobald sie sich auf ihrer Suche nach der Wahrheit mit Religion befassen, bringe man sie in Kontakt mit einem sorgfältig ausgewählten Priester, der in der Lage ist, ihnen weiterzuhelfen. Das Wichtigste ist, in jedem Menschen den Bruder zu sehen.

Brief an Joseph Hours, 3. Mai 1912
« Letzte Änderung: 04. Februar 2016, 06:40:17 von Tina 13 »
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« Antwort #2948 am: 04. Februar 2016, 06:39:32 »
Erstes Buch der Könige 2,1-4.10-12.

Als die Zeit herankam, da David sterben sollte, ermahnte er seinen Sohn Salomo:
Ich gehe nun den Weg alles Irdischen. Sei also stark und mannhaft!
Erfüll deine Pflicht gegen den Herrn, deinen Gott: Geh auf seinen Wegen und befolg alle Gebote, Befehle, Satzungen und Anordnungen, die im Gesetz des Mose niedergeschrieben sind. Dann wirst du Erfolg haben bei allem, was du tust, und in allem, was du unternimmst.
Und der Herr wird sein Wort wahr machen, das er mir gegeben hat, als er sagte: Wenn deine Söhne auf ihren Weg achten und aufrichtig mit ganzem Herzen und ganzer Seele vor mir leben, wird es dir nie an Nachkommen auf dem Thron Israels fehlen.
David entschlief zu seinen Vätern und wurde in der Davidstadt begraben.
Die Zeit, in der David über Israel König war, betrug vierzig Jahre. In Hebron regierte er sieben und in Jerusalem dreiunddreißig Jahre.
Salomo saß nun auf dem Thron seines Vaters David und seine Herrschaft festigte sich mehr und mehr.

Erstes Buch der Chronik 29,10b-11a.11b-12a.12b-13.

Gepriesen bist du, Herr,
Gott unseres Vaters Israel,
von Ewigkeit zu Ewigkeit.
Dein, Herr, sind Größe und Kraft,
Ruhm und Glanz und Hoheit;
dein ist alles im Himmel und auf Erden.

Herr, dein ist das Königtum.
Du erhebst dich als Haupt über alles.
Reichtum und Ehre kommen von dir;
du bist der Herrscher über die ganze Schöpfung.

In deiner Hand liegen Kraft und Stärke;
von deiner Hand kommt alle Größe und Macht.
Darum danken wir dir, unser Gott,
und rühmen deinen herrlichen Namen.

Evangelium nach Markus 6,7-13.


In jener Zeit rief Jesus die Zwölf zu sich und sandte sie aus, jeweils zwei zusammen. Er gab ihnen die Vollmacht, die unreinen Geister auszutreiben,
und er gebot ihnen, außer einem Wanderstab nichts auf den Weg mitzunehmen, kein Brot, keine Vorratstasche, kein Geld im Gürtel,
kein zweites Hemd und an den Füßen nur Sandalen.
Und er sagte zu ihnen: Bleibt in dem Haus, in dem ihr einkehrt, bis ihr den Ort wieder verlasst.
Wenn man euch aber in einem Ort nicht aufnimmt und euch nicht hören will, dann geht weiter, und schüttelt den Staub von euren Füßen, zum Zeugnis gegen sie.
Die Zwölf machten sich auf den Weg und riefen die Menschen zur Umkehr auf.
Sie trieben viele Dämonen aus und salbten viele Kranke mit Öl und heilten sie.
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« Antwort #2949 am: 05. Februar 2016, 06:11:29 »
   
Phil 1,21   Denn für mich ist Christus das Leben und Sterben Gewinn.   


Jer 1,19 Mögen sie dich bekämpfen, sie werden dich nicht bezwingen; denn ich bin mit dir, um dich zu retten - Spruch des Herrn.   


Ps 17,6-8 Ich rufe dich an, denn du, Gott, erhörst mich. / Wende dein Ohr mir zu, vernimm meine Rede! Wunderbar erweise deine Huld! / Du rettest alle, die sich an deiner Rechten vor den Feinden bergen. Behüte mich wie den Augapfel, den Stern des Auges, / birg mich im Schatten deiner Flügel
« Letzte Änderung: 05. Februar 2016, 07:04:58 von Tina 13 »
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« Antwort #2950 am: 05. Februar 2016, 06:37:48 »
Origenes (um 185-253), Priester und Theologe

Er ging Christus in Geburt und Tod voraus

Wir dürfen über Johannes den Täufer vor allem dieses Zeugnisses wegen staunen: „Unter allen Menschen gibt es keinen größeren als Johannes“ (Lk 7,28). Zu Recht war er hochgeschätzt um seiner Tugend willen, so dass viele Leute überlegten, ob er nicht vielleicht selber der Messias sei (Lk 3,15). Es gibt an ihm aber noch viel mehr zu bestaunen. Der Tetrarch Herodes hatte königliche Macht und konnte ihn töten lassen, wenn er wollte. Nun hatte Herodes aber ein Unrecht begangen und dem mosaischen Gesetz zuwidergehandelt, weil er die Frau seines Bruders geheiratet hatte. Johannes tadelte Herodes dafür mit der Freiheit der Propheten und warf ihm seine Heirat vor, ohne vor ihm Angst zu haben, ohne Ansehen der Person, ohne sich um königliche Befugnisse zu kümmern, ohne Furcht vor dem Tod [...] im vollen Bewusstsein aller dieser Gefahren. Wegen dieser Kühnheit wird er ins Gefängnis geworfen. Er liegt in Ketten, aber weder der Tod noch ein ungewisses Urteil bekümmern ihn. Seine Gedanken gehen zu dem, den er angekündigt hat: zu Christus.

Da er ihn nicht selbst aufsuchen kann, schickt er seine Jünger und lässt sie fragen: „Bist du der, der kommen soll, oder müssen wir auf einen Anderen warten?“ (Lk 7,19). Seid euch dessen bewusst, dass Johannes sogar im Gefängnis noch gelehrt hat. Sogar dort hatte er Jünger; sogar dort nahm er seine Aufgabe als Lehrer wahr und lehrte seine Jünger in Gesprächen über Gott. So sahen die Umstände aus, in die der Problemfall Jesus gestellt war, und Johannes schickte ihm also einige Jünger [...]

Die Schüler kehrten zurück und berichteten ihrem Herrn, was der Retter sie hat melden lassen. Diese Antwort ist für Johannes eine Waffe, mit der er die Herausforderung annimmt. Er stirbt voll Vertrauen, hochherzig lässt er sich enthaupten, das Wort des Herrn selbst gibt ihm Sicherheit, dass der, an den er glaubt, wirklich der Sohn Gottes ist. Darin bestand die Freiheit von Johannes dem Täufer, und darin der Wahnsinn des Herodes, der die Zahl seiner Verbrechen vermehrte um die Gefangennahme und die Ermordung von Johannes dem Täufer.

Homilie 27 zu Lukas, 2-4
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« Antwort #2951 am: 05. Februar 2016, 06:45:40 »
Buch Jesus Sirach 47,2-11.

Wie das Fett herausgehoben ist aus dem Opferfleisch, so David aus Israel.
Er spielte mit Löwen, als wären es Ziegen, mit Bären, als wären es Schafe.
In seiner Jugend erschlug er den Riesen und befreite das Volk von der Schmach, indem er mit der Hand die Schleuder schwang und Goliats Hochmut zerbrach.
Denn er hatte Gott, den Höchsten, angerufen, und dieser gab seiner rechten Hand Kraft, um den kampferprobten Mann niederzustrecken und die Macht seines Volkes zu mehren.
Darum haben ihn die Frauen besungen und ihm zugerufen: Zehntausend erschlug er!
Als er die Krone trug, führte er Krieg und demütigte ringsum die Feinde. Er schlug die feindlichen Philister und zerbrach ihre Macht bis heute.
Bei allen seinen Taten stimmte er Loblieder an auf Gott, den Höchsten, mit rühmenden Worten. Er liebte seinen Schöpfer von ganzem Herzen, alle Tage pries er ihn mit Liedern.
Vor dem Altar ließ er Saiteninstrumente aufstellen und schuf Psalmweisen für die Harfenbegleitung.
Den Festen verlieh er Glanz und verschönerte die Feiertage im Kreislauf des Jahres. Vom Lobgesang auf Gottes heiligen Namen hallte das Heiligtum wider schon vor dem Morgen.
Der Herr verzieh ihm seine Sünde und begründete seine Macht für immer. Er übergab ihm das Königsgesetz und festigte seinen Thron über Israel.

Psalm 18(17),31.47.48-49.50-51.

Vollkommen ist Gottes Weg,
das Wort des Herrn ist im Feuer geläutert.
Ein Schild ist er für alle, die sich bei ihm bergen.
Es lebt der Herr! Mein Fels sei gepriesen.
Der Gott meines Heils sei hoch erhoben.

Denn Gott verschaffte mir Vergeltung
und unterwarf mir die Völker.
Du hast mich von meinen Feinden befreit,
mich über meine Gegner erhoben,
dem Mann der Gewalt mich entrissen.

Darum will ich dir danken, Herr, vor den Völkern,
ich will deinem Namen singen und spielen.
Seinem König verlieh er große Hilfe,
Huld erwies er seinem Gesalbten,
David und seinem Stamm auf ewig.

Evangelium nach Markus 6,14-29.

In jener Zeit hörte der König Herodes von Jesus; denn sein Name war bekannt geworden, und man sagte: Johannes der Täufer ist von den Toten auferstanden; deshalb wirken solche Kräfte in ihm.
Andere sagten: Er ist Elija. Wieder andere: Er ist ein Prophet, wie einer von den alten Propheten.
Als aber Herodes von ihm hörte, sagte er: Johannes, den ich enthaupten ließ, ist auferstanden.
Herodes hatte nämlich Johannes festnehmen und ins Gefängnis werfen lassen. Schuld daran war Herodias, die Frau seines Bruders Philippus, die er geheiratet hatte.
Denn Johannes hatte zu Herodes gesagt: Du hattest nicht das Recht, die Frau deines Bruders zur Frau zu nehmen.
Herodias verzieh ihm das nicht und wollte ihn töten lassen. Sie konnte ihren Plan aber nicht durchsetzen,
denn Herodes fürchtete sich vor Johannes, weil er wusste, dass dieser ein gerechter und heiliger Mann war. Darum schützte er ihn. Sooft er mit ihm sprach, wurde er unruhig und ratlos, und doch hörte er ihm gern zu.
Eines Tages ergab sich für Herodias eine günstige Gelegenheit. An seinem Geburtstag lud Herodes seine Hofbeamten und Offiziere zusammen mit den vornehmsten Bürgern von Galiläa zu einem Festmahl ein.
Da kam die Tochter der Herodias und tanzte, und sie gefiel dem Herodes und seinen Gästen so sehr, dass der König zu ihr sagte: Wünsch dir, was du willst; ich werde es dir geben.
Er schwor ihr sogar: Was du auch von mir verlangst, ich will es dir geben, und wenn es die Hälfte meines Reiches wäre.
Sie ging hinaus und fragte ihre Mutter: Was soll ich mir wünschen? Herodias antwortete: Den Kopf des Täufers Johannes.
Da lief das Mädchen zum König hinein und sagte: Ich will, dass du mir sofort auf einer Schale den Kopf des Täufers Johannes bringen lässt.
Da wurde der König sehr traurig, aber weil er vor allen Gästen einen Schwur geleistet hatte, wollte er ihren Wunsch nicht ablehnen.
Deshalb befahl er einem Scharfrichter, sofort ins Gefängnis zu gehen und den Kopf des Täufers herzubringen. Der Scharfrichter ging und enthauptete Johannes.
Dann brachte er den Kopf auf einer Schale, gab ihn dem Mädchen, und das Mädchen gab ihn seiner Mutter.
Als die Jünger des Johannes das hörten, kamen sie, holten seinen Leichnam und legten ihn in ein Grab.
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La Salette 1846



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