Autor Thema: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."  (Gelesen 4660901 mal)

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« Antwort #3008 am: 19. Februar 2016, 07:00:42 »
Buch Ezechiel 18,21-28.

So spricht Gott, der Herr: Wenn der Schuldige sich von allen Sünden, die er getan hat, abwendet, auf alle meine Gesetze achtet und nach Recht und Gerechtigkeit handelt, dann wird er bestimmt am Leben bleiben und nicht sterben.
Keines der Vergehen, deren er sich schuldig gemacht hat, wird ihm angerechnet. Wegen seiner Gerechtigkeit wird er am Leben bleiben.
Habe ich etwa Gefallen am Tod des Schuldigen - Spruch Gottes, des Herrn - und nicht vielmehr daran, dass er seine bösen Wege verlässt und so am Leben bleibt?
Wenn jedoch ein Gerechter sein rechtschaffenes Leben aufgibt, wenn er Unrecht tut und all die Greueltaten begeht, die auch der Böse verübt, sollte er dann etwa am Leben bleiben? Keine seiner gerechten Taten wird ihm angerechnet. Wegen seiner Treulosigkeit und wegen der Sünde, die er begangen hat, ihretwegen muss er sterben.
Ihr aber sagt: Das Verhalten des Herrn ist nicht richtig. Hört doch, ihr vom Haus Israel: Mein Verhalten soll nicht richtig sein? Nein, euer Verhalten ist nicht richtig.
Wenn der Gerechte sein rechtschaffenes Leben aufgibt und Unrecht tut, muss er dafür sterben. Wegen des Unrechts, das er getan hat, wird er sterben.
Wenn sich der Schuldige von dem Unrecht abwendet, das er begangen hat, und nach Recht und Gerechtigkeit handelt, wird er sein Leben bewahren.
Wenn er alle Vergehen, deren er sich schuldig gemacht hat, einsieht und umkehrt, wird er bestimmt am Leben bleiben. Er wird nicht sterben.

Psalm 130(129),1-2.3-4.5-6abc.7a.8.

Aus der Tiefe rufe ich, Herr, zu dir:
Herr, höre meine Stimme!
Wende dein Ohr mir zu,
achte auf mein lautes Flehen!

Würdest du, Herr, unsere Sünden beachten,
Herr, wer könnte bestehen?
Doch bei dir ist Vergebung,
damit man in Ehrfurcht dir dient.

Ich hoffe auf den Herrn, es hofft meine Seele,
ich warte voll Vertrauen auf sein Wort.
Meine Seele wartet auf den Herrn
mehr als die Wächter auf den Morgen.

Mehr als die Wächter auf den Morgen
soll Israel harren auf den Herrn.
Ja, er wird Israel erlösen
von all seinen Sünden.

Evangelium nach Matthäus 5,20-26.

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wenn eure Gerechtigkeit nicht weit größer ist als die der Schriftgelehrten und der Pharisäer, werdet ihr nicht in das Himmelreich kommen.
Ihr habt gehört, dass zu den Alten gesagt worden ist: Du sollst nicht töten; wer aber jemand tötet, soll dem Gericht verfallen sein.
Ich aber sage euch: Jeder, der seinem Bruder auch nur zürnt, soll dem Gericht verfallen sein; und wer zu seinem Bruder sagt: Du Dummkopf!, soll dem Spruch des Hohen Rates verfallen sein; wer aber zu ihm sagt: Du gottloser Narr!, soll dem Feuer der Hölle verfallen sein.
Wenn du deine Opfergabe zum Altar bringst und dir dabei einfällt, dass dein Bruder etwas gegen dich hat,
so lass deine Gabe dort vor dem Altar liegen; geh und versöhne dich zuerst mit deinem Bruder, dann komm und opfere deine Gabe.
Schließ ohne Zögern Frieden mit deinem Gegner, solange du mit ihm noch auf dem Weg zum Gericht bist. Sonst wird dich dein Gegner vor den Richter bringen, und der Richter wird dich dem Gerichtsdiener übergeben, und du wirst ins Gefängnis geworfen.
Amen, das sage ich dir: Du kommst von dort nicht heraus, bis du den letzten Pfennig bezahlt hast.

Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

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« Antwort #3009 am: 19. Februar 2016, 17:13:00 »
Dtn 5,9 Du sollst dich nicht vor anderen Göttern niederwerfen und dich nicht verpflichten, ihnen zu dienen. Denn ich, der Herr, dein Gott, bin ein eifersüchtiger Gott: Bei denen, die mir Feind sind, verfolge ich die Schuld der Väter an den Söhnen und an der dritten und vierten Generation;

„Dies ist Mein Weg — der Weg der Wahrheit. Nur die ganze Wahrheit ist annehmbar. Eine halbe Wahrheit bedeutet, dass sie eine Lüge wird. „ (879)

„Ihr seid entweder für Mich oder gegen Mich.“ (Worte Jesu aus 870 Buch der Wahrheit)
« Letzte Änderung: 19. Februar 2016, 17:17:13 von Tina 13 »
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

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« Antwort #3010 am: 19. Februar 2016, 18:25:06 »

Über das christliche Sterben

Alle in der christlichen Hoffnung unternommenen Anstrengungen, um uns selbst und die uns anvertraute Welt zu verbessern, finden in jenem feierlichen und heiligen Augenblick, von der Gnade geläutert, ihren Sinn und gewinnen an Wert dank der Liebe Gottes, des Schöpfers und Vaters.
Wenn sich im Augenblick des Todes die Beziehung mit Gott in der Begegnung mit demjenigen voll verwirklicht, "der nicht stirbt, der das Leben selber ist und die Liebe selber, dann sind wir im Leben. Dann leben wir" (Spe salvi 27). Für die Gemeinschaft der Gläubigen ist diese Begegnung des Sterbenden mit dem Herrn des Lebens und der Liebe ein Geschenk, das für alle wertvoll ist, das die Gemeinschaft aller Gläubigen bereichert. Als solches muss es die Aufmerksamkeit und Anteilnahme nicht nur der engsten Familienmitglieder, sondern im Rahmen der Möglichkeit der ganzen Gemeinde finden, die mit dem Sterbenden verbunden war. Kein Glaubender dürfte einsam und verlassen sterben.

Papst Benedikt XVI., Ansprache 25. Februar 2008
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« Antwort #3011 am: 19. Februar 2016, 19:48:36 »
Die schönsten Mariengeschichten

Als Missionar war ich tätig in Ost-Borneo.

Eines Tages besuchte ich eine Familie, wo die früher islamische Ehefrau katholisch geworden war.
Da sagte der Mann: ,,Sie haben meiner Frau das Rosenkranzbeten beigebracht. Ich kenne meine Frau.
Niemals wird sie in ihrem Leben das Rosenkranzbeten unterlassen." Dann erzählte er, und das war weniger erfreulich: ,,Hier nebenan wohnt eine Frau, die hat man manipuliert mit Guna-Guna (schwarze Magie). Ich kenne", sagte er, ,,diese Art von Magie.
Die Frau wird daran sterben. Sie kann aufgrund dieser Magie nicht mehr essen und trinken!"
Als ich mich weiter erkundigte, fuhr er fort: ,,Die Frau, Mutter von sechs Kindern, hatte sich mit einem Islamisten eingelassen und das unerlaubte Verhältnis dann abgebrochen.
Dieser Mann, tief verletzt, ist nach Süd-Borneo abgereist (eine Entfernung von etwa 600 Kilometern).
Er rächt sich. Er hat ein Foto der Frau mitgenommen, und abends nach sechs Uhr sticht er mit einem Gegenstand in das Foto. Wo er hinsticht, hat die Frau starke Schmerzen. Das tut er jeden Abend. Jeden Abend von 18 bis 24 Uhr höre ich die Frau vor Schmerzen jammern.
Ich habe den Pendeta (protestantischer Geistlicher) um Hilfe gebeten. Er kam, war aber machtlos und konnte nichts dagegen unternehmen.
Dann habe ich den Penghulu (islamischer Geistlicher) um Hilfe gebeten. Er kam und hatte ein kleines Säckchen bei sich, unter seinem Mantel verborgen. Kaum hatte er die Zimmertür, wo die Frau im Bett lag, geöffnet, als sie ihn anschrie: ,Mach, daß du heimkommst, du mit deinem Unfug unter deinem Mantel!'
Darauf entfernte sich der Penghulu." Der Nachbar der Frau sah mich an. Dann fragte er: ,,Pater, können Sie als katholischer Priester der Frau nicht helfen?"
Ich sagte nicht ja und nicht nein, war unentschlossen. So etwas hatte ich noch nie erlebt. ,,Ja", sagte er abschließend, ,,ich kenne mehrere Personen, die so zu Tode gekommen sind."
Nun waren wir zwei Geistliche, die die dortige Pfarrei betreuten.
Ich erzählte den Fall meinem viel älteren Mitbruder, der schon lange Jahre in Borneo tätig war, aber er wollte mit der Sache nichts zu tun haben. Er hüllte sich in Stillschweigen, und kein Wort kam über seine Lippen. Das bedeutete wenig Hoffnung für mich.
Trotzdem ließ mich die Geschichte nicht mehr los.
Nach zwei Tagen war ich entschlossen, zum Nachbarn dieser Frau zu gehen. Ich sagte mir, du bist doch Priester und hast Jesus Christus in dir, eine geweihte Macht gegen das Böse. So nahm ich ein geweihtes Kruzifix, eine Ikone der Mutter Gottes von der Immerwährenden Hilfe und Weihwasser mit.
Zu dem betreffenden Nachbarn sagte ich: ,,Ich will die Frau segnen. Du und der Ehemann dieser Frau sollen aber mitkommen!"
Da ich eine unbestimmte Angst hatte und nicht wußte, wie die Frau reagieren würde, blieb ich mit den beiden Männern in der Türöffnung zum Zimmer der Frau stehen.
Die Frau lag uns gegenüber im Bett in einer Entfernung von ca. sieben bis acht Metern. Ich sagte: ,,Selamat han, Njonja." - ,,Guten Tag, gnädige Frau." Sie sagte nichts.
Kein böses und kein gutes Wort. Mit aufgerissenen Augen starrte sie mich an.
In diesem Augenblick spürte ich auf einmal keine Angst mehr, fühlte mich sogar stark.
Ich ging auf die Frau zu und sagte zu ihr: ,,Ich werde dich segnen", und ,,Gott ist stärker als alle bösen Mächte." Ich segnete sie und zeigte ihr das Kruzifix. Wie eine Tigerin ergriff sie es mit beiden Händen, versuchte es aber nicht zu zertrümmern. Sie schaute auf das Kruzifix, während ihre Hände, die es hielten, zitterten wie Espenlaub. Ich empfahl ihr, sie solle das Kruzifix an der Wand über ihrem Bett anbringen und auch die Ikone von der Mutter Gottes von der Immerwährenden Hilfe.
Dann sagte ich: ,,Ich lege dich in die Hände der hochheiligen Gottesmutter, der Zertreterin aller teuflischen Mächte! Sie wird dich verteidigen. Sie ist stärker als alle Mächte dieser Welt!" Die Frau rührte sich nicht. Darauf segnete ich die Wohnung und verabschiedete mich.
Etwa drei Tage später fuhr ich mit dem Motorroller an diesem Haus vorbei. Da erinnerte ich mich und kehrte um. Ich klopfte an die Haustür des Nachbarn. Der Mann erschien, und auf meine Frage nach dem Befinden des Opfers sagte er: ,,Ich kann keine Auskunft geben, aber seit Sie die Frau gesegnet haben, jammert sie nicht mehr! Völlige Ruhe ist eingekehrt."
Eine Woche später erzählte er mir, daß alles sich normalisiert habe. Die Frau ist gesund, kann das Haus wieder verlassen, versorgt den Haushalt, geht spazieren. "Es heißt hier bei den Leuten", sagte er, "der Pendeta (protestantischer Geistlicher) ist nicht stark, der Penghulu (islamischer Geistlicher) ist nicht stark, aber der katholische Pfarrer ist stark." Darauf erwiderte ich ihm, daß allein die Gnade Gottes und die Hilfe der wunderbaren Gottesmutter Maria die Frau von der teuflischen schwarzen Magie befreit hatten.
Der Himmel hatte hier den katholischen Priester als Werkzeug eingesetzt.

(Quelle: "Die schönsten Mariengeschichten", K.M. Harrer, Bd. 1-3 Miriamverlag)
« Letzte Änderung: 19. Februar 2016, 19:56:24 von Tina 13 »
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

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« Antwort #3012 am: 19. Februar 2016, 20:23:01 »
Ein kleiner Sonnenstrahl für Maria

Sie ist doch nicht vergessen, die alte Marienstatue im Wald hinter den dichten Büschen und Bäumen. Ein kleiner Sonnenstrahl zur rechten Zeit erinnert die Menschen wieder an ihre Maria, die sie früher so gerne besucht haben.

Mitten im Wald auf einer Anhöhe über der kleinen Stadt wohnte Maria. Von ihrem Platz aus konnte sie in früheren Zeiten weit über das Land blicken und ein leises Bisschen hatte sie so auch immer ein Auge auf die Menschen. In den letzten dreißig Jahren aber hatte niemand mehr die Bäume und Büsche zurückgeschnitten, und Maria war, hinter Zweigen und Blättern verborgen, immer unsichtbarer geworden. Unsichtbar und auch ein bisschen vergessen. Die Leute besuchten sie auch nicht mehr so häufig. Ihnen fehlte die Zeit – und auch ein wenig die Lust – zu einem Besuch bei der alten Marienstatue. Ihre Großeltern, Urgroßeltern und Ururgroßeltern hatten Maria sehr geliebt und verehrt. Fast jeden Tag hatte Maria damals Besuch und immer standen frische Blumen in den Tonkrügen zu ihren Füßen. Und fast jeden Tag hatten ihre Gäste etwas mit Maria zu besprechen. Sie redeten mit ihr, beteten oder erzählten ihr von Kummer und Nöten, von Glücksmomenten und kleinen Freuden. Oft saßen ihre Besucher auch nur stumm zu ihren Füßen oder auf der Steinbank, die ihr gegenüber stand. Zum Nachdenken, Träumen oder Ausruhen waren sie gekommen, denn all das konnte man mit Maria prima tun. Und irgendwie fühlte sich jeder nach einem Besuch bei der alten Steinstatue zufrieden. Und das war gut so.
Orte zum Reden, Nachdenken, Träumen oder Ausruhen suchten die Bewohner der kleinen Stadt heute immer noch. Eigentlich sehnten sie sich mehr denn je danach. Dass Maria Platz und Zeit für sie hatte, hatten die Menschen aber vergessen oder sie wussten es nicht.
So war es dunkel um Maria geworden. Und schattig. Selbst die Sonne konnte nur für wenige Minuten am Tag einen Sonnenstrahl durch das Blätterdach der Baumkronen zu ihr herabschicken.
„Die traurige Frau im Wald hat mich angelacht“, erzählte eines Tages ein kleiner Junge. Er hatte die Statue beim Versteckspiel entdeckt. Gerade in dem Moment, in dem er sie sich näher betrachtete, hatte ein kleiner Sonnenstrahl Marias Gesicht gestreichelt.
Die Maria im Wald hatte gelacht? Toll. Ein Wunder!
Schnell sprach sich diese Nachricht in der Stadt herum und man erinn
erte sich wieder an die Marienstatue. Die war nun weniger alleine in ihrem dunklen Wald, denn jeder wollte nun auch ein bisschen bei Maria sein, sich bei ihr ausruhen und sie lachen sehen. Und Lachen, das tat sie dann auch gerne, die alte Steinstatue. Wenn ein kleiner Sonnenstrahl in der Nähe war  …
(Elke Bräunling)
« Letzte Änderung: 19. Februar 2016, 20:25:33 von Tina 13 »
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« Antwort #3013 am: 20. Februar 2016, 07:33:43 »
Sel. Jacinta Marto

Seherin

* 11. März 1910 in Aljustrel bei Fátima in Portugal
† 20. Februar 1920 in Lissabon in Portugal

Jacinta Marto war die jüngste der drei Kinder, denen 1917 das Geheimnis Unserer lieben Frauen von Fátima offenbart wurde.

Die Oberin eines Kinderheimes hat Aussagen von Jacinta berichtet: Der Ungehorsam von Priestern und Ordensleuten gegen die eigenen Oberen und gegen den Heiligen Vater missfällt dem Heiland sehr. Die Priester sollten sich nur mit den Angelegenheiten der Kirche und der Seelen beschäftigen. Ihr eigenes Schicksal hat sie verschiedentlich gegenüber ihrer Kusine Lucia klar vorausgesagt; sie prophezeite auch den Tod eines Arztes, der sie behandelte.

Im Dezember 1918 erkrankte Jacinta zusammen mit ihrem Bruder Francisco an der sogenannten Spanischen Grippe, erholte sich jedoch wieder. Im Januar 1920 wurde sie nach Lissabon ins Krankenhaus gebracht, um sie wegen einer eitrigen Rippenfellentzündung zu operieren. Dort starb sie nach langer schmerzhafter Krankheit.

Im Februar 1920 wurde Jacintas Leichnam nach Vila Nova de Ourem überführt und dort in der Gruft einer adligen Familie beigesetzt. Im Laufe der Jahrzehnte bettete man die Gebeine der Seherin noch zweimal um, die letzte Ruhestätte fand sie zusammen mit ihrem Bruder Francisco 1951 in der neu errichteten Basilika von Fátima. Heute ist Fatima Wallfahrtsort für Millionen von Menschen, die teilweise auf blutenden Knien zum Zeichen der Buße kommen.
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« Antwort #3014 am: 20. Februar 2016, 07:42:43 »
Hl. Fulgentius von Ruspe (467-532), Bischof in Nordafrika

„Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde“

„Bleibt niemand etwas schuldig. Nur die Liebe schuldet ihr einander immer.“ (Röm 13,8). Was ist das für eine erstaunliche Schuld, meine Brüder: Diese Liebe, von der der Apostel Paulus uns lehrt, sie jederzeit zurückzahlen zu sollen, ohne irgendwann aus der Rolle des Schuldners entlassen zu werden. Glückliche Schuld, heilige Schuld, die Zinsen im Himmel trägt und mit ewigen Reichtümern überhäuft wird! […] Erinnern wir uns auch der Worte des Herrn: „Liebt eure Feinde, tut Gutes denen, die euch hassen, betet für die, die euch verfolgen und verleumden.“ (vgl. Lk 6,27). Was wird aber der Lohn für diese Anstrengung sein? […] „Dann werdet ihr Kinder eures Vater sein, der im Himmel ist.“

Was man diesen Kindern Gottes geben wird, davon spricht der Apostel Paulus: „Sind wir Söhne, dann auch Erben, Erben Gottes und Miterben Christi!“ (Röm 8,17). Hört also zu, ihr Christen, hört zu, Kinder Gottes, hört zu, Erben Gottes und Miterben Christi! Wenn ihr das Erbe eures Vaters besitzen wollt, dann bezahlt die Schuld eurer Liebe nicht nur euren Freunden, sondern auch euren Feinden. Schlagt niemandem diese Liebe aus; sie ist der gemeinsame Schatz aller Menschen guten Willens. Besitzt ihn also alle gemeinsam; und um ihn zu mehren, teilt ihn an Schlechte und Gute aus. Denn dieses Gut, das man nur gemeinsam sein eigen nennen kann, ist nicht irdisch, sondern himmlisch. Was dem einen zu eigen ist, das schmälert nicht den Anteil des anderen […]

Die Liebe ist ein Gottesgeschenk: „Die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben ist.“ (Röm 5,5)… Die Liebe ist die Wurzel aller Güter, so wie die Habsucht, nach dem heiligen Paulus, die Wurzel alles Bösen ist (vgl. 1 Tim 6,10) […] Die Liebe ist immer zufrieden, denn je mehr sie ihre Gaben austeilt, desto mehr lässt Gott sie uns zukommen. Das ist der Grund, warum der Geizige sich aller Güter beraubt, die er an sich ziehen will, während der Mensch sich bereichert, der seine Liebesschuld bezahlt, indem er die Liebe weiterschenkt.

5. Predigt; PL 5, 737
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« Antwort #3015 am: 20. Februar 2016, 07:46:01 »
Deuteronomium 26,16-19.

Mose sprach zum Volk: Heute, an diesem Tag, verpflichtet dich der Herr, dein Gott, diese Gesetze und die Rechtsvorschriften zu halten. Du sollst auf sie achten und sie halten mit ganzem Herzen und mit ganzer Seele.
Heute hast du der Erklärung des Herrn zugestimmt. Er hat dir erklärt: Er will dein Gott werden, und du sollst auf seinen Wegen gehen, auf seine Gesetze, Gebote und Rechtsvorschriften achten und auf seine Stimme hören.
Und der Herr hat heute deiner Erklärung zugestimmt. Du hast ihm erklärt: Du möchtest das Volk werden, das ihm persönlich gehört, wie er es dir zugesagt hat. Du willst auf alle seine Gebote achten;
er soll dich über alle Völker, die er geschaffen hat, erheben - zum Lob, zum Ruhm, zur Zierde -; und du möchtest ein Volk werden, das ihm, dem Herrn, deinem Gott, heilig ist, wie er es zugesagt hat.

Psalm 119(118),1-2.4-5.7-8.

Wohl denen, deren Weg ohne Tadel ist,
die leben nach der Weisung des Herrn.
Wohl denen, die seine Vorschriften befolgen
und ihn suchen von ganzem Herzen.

Du hast deine Befehle gegeben,
damit man sie genau beachtet.
Wären doch meine Schritte fest darauf gerichtet,
deinen Gesetzen zu folgen!

Mit lauterem Herzen will ich dir danken,
wenn ich deine gerechten Urteile lerne.
Deinen Gesetzen will ich immer folgen.
Lass mich doch niemals im Stich!

Evangelium nach Matthäus 5,43-48.

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Ihr habt gehört, dass gesagt worden ist: Du sollst deinen Nächsten lieben und deinen Feind hassen.
Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde und betet für die, die euch verfolgen,
damit ihr Söhne eures Vaters im Himmel werdet; denn er lässt seine Sonne aufgehen über Bösen und Guten, und er lässt regnen über Gerechte und Ungerechte.
Wenn ihr nämlich nur die liebt, die euch lieben, welchen Lohn könnt ihr dafür erwarten? Tun das nicht auch die Zöllner?
Und wenn ihr nur eure Brüder grüßt, was tut ihr damit Besonderes? Tun das nicht auch die Heiden?
Ihr sollt also vollkommen sein, wie es auch euer himmlischer Vater ist.
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La Salette 1846



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