Autor Thema: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."  (Gelesen 4661448 mal)

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Antw:"Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #3136 am: 23. März 2016, 06:43:07 »
Buch Jesaja 50,4-9a.

Gott, der Herr, gab mir die Zunge eines Jüngers, damit ich verstehe, die Müden zu stärken durch ein aufmunterndes Wort. Jeden Morgen weckt er mein Ohr, damit ich auf ihn höre wie ein Jünger.
Gott, der Herr, hat mir das Ohr geöffnet. Ich aber wehrte mich nicht und wich nicht zurück.
Ich hielt meinen Rücken denen hin, die mich schlugen, und denen, die mir den Bart ausrissen, meine Wangen. Mein Gesicht verbarg ich nicht vor Schmähungen und Speichel.
Doch Gott, der Herr, wird mir helfen; darum werde ich nicht in Schande enden. Deshalb mache ich mein Gesicht hart wie einen Kiesel; ich weiß, dass ich nicht in Schande gerate.
Er, der mich freispricht, ist nahe. Wer wagt es, mit mir zu streiten? Lasst uns zusammen vortreten! Wer ist mein Gegner im Rechtsstreit? Er trete zu mir heran.
Seht her, Gott, der Herr, wird mir helfen.

Psalm 69(68),8-9.10.12.21bcd.22.31.33.

Deinetwegen erleide ich Schmach,
und Schande bedeckt mein Gesicht.
Entfremdet bin ich den eigenen Brüdern,
den Söhnen meiner Mutter wurde ich fremd.

Denn der Eifer für dein Haus hat mich verzehrt;
die Schmähungen derer, die dich schmähen, haben mich getroffen.
Ich ging in Sack und Asche,
doch sie riefen Spottverse hinter mir her.

Ganz krank bin ich vor Schmach;
umsonst habe ich auf Mitleid gewartet,
auf einen Tröster, doch ich habe keinen gefunden.
Sie gaben mir Gift zu essen,
für den Durst reichten sie mir Essig.

Ich will den Namen Gottes rühmen im Lied,
in meinem Danklied ihn preisen.
Schaut her, ihr Gebeugten, und freut euch;
ihr, die ihr Gott sucht: euer Herz lebe auf!

Evangelium nach Matthäus 26,14-25.

In jener Zeit ging einer der Zwölf namens Judas Iskariot zu den Hohenpriestern
und sagte: Was wollt ihr mir geben, wenn ich euch Jesus ausliefere? Und sie zahlten ihm dreißig Silberstücke.
Von da an suchte er nach einer Gelegenheit, ihn auszuliefern.
Am ersten Tag des Festes der Ungesäuerten Brote gingen die Jünger zu Jesus und fragten: Wo sollen wir das Paschamahl für dich vorbereiten?
Er antwortete: Geht in die Stadt zu dem und dem und sagt zu ihm: Der Meister lässt dir sagen: Meine Zeit ist da; bei dir will ich mit meinen Jüngern das Paschamahl feiern.
Die Jünger taten, was Jesus ihnen aufgetragen hatte, und bereiteten das Paschamahl vor.
Als es Abend wurde, begab er sich mit den zwölf Jüngern zu Tisch.
Und während sie aßen, sprach er: Amen, ich sage euch: Einer von euch wird mich verraten und ausliefern.
Da waren sie sehr betroffen, und einer nach dem andern fragte ihn: Bin ich es etwa, Herr?
Er antwortete: Der, der die Hand mit mir in die Schüssel getaucht hat, wird mich verraten.
Der Menschensohn muss zwar seinen Weg gehen, wie die Schrift über ihn sagt. Doch weh dem Menschen, durch den der Menschensohn verraten wird. Für ihn wäre es besser, wenn er nie geboren wäre.
Da fragte Judas, der ihn verriet: Bin ich es etwa, Rabbi? Jesus sagte zu ihm: Du sagst es.
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

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« Antwort #3137 am: 24. März 2016, 05:34:26 »
Chrisam-Messe am Gründonnerstag

Am Gründonnerstag, dem Tag vor dem Beginn der großen Osterfeier, werden am Vormittag in den Bischofskirchen die heiligen Öle geweiht: der Chrisam für die Salbung nach der Taufe, für die Firmung, die Weihe des Bischofs und des Priesters, auch für die Weihe von Kirchen und Altären; das Katechumenenöl für die Salbung vor der Taufe; das Krankenöl für das Sakrament der Krankensalbung.

Wegen seiner wohl tuenden Wirkungen ist das Öl in der Heiligen Schrift Sinnbild für Gesundheit, Freude, Kraft des Geistes, Glück des Friedens (z. B. Ps 45,8; 23,5; 104,15; Jes 61,3). Gesalbt wurden im Alten Bund vor allem die Könige und die Priester. „Der Gesalbte“ (= Christus) ist dann auch ein Titel des erwarteten Retters der End­zeit. Jesus hat die Worte „Der Geist des Herrn ruht auf mir, denn der Herr hat mich gesalbt“ (Jes 61,1-2: 1. Lesung dieser Messe) auf sich bezogen, als er in der Synagoge von Nazaret die Stelle aus Jesaja vorlas (Lk 4,16-21: Evangelium). Die Jünger Jesu haben von ihrem Herrn nicht nur den Namen „Christen“ (=Gesalbte), sondern auch die Salbung des Geistes (vgl. 2 Kor 1,21-22; Joh 2,20.27); sie haben den Geist Christi empfangen und haben Anteil an seinem königlichen Priestertum (vgl. Offb 1,5-8: 2. Lesung).

Zum Zeichen der Einheit aller Diözesanpriester sollen Priester aus allen Regionen des Bistums mit dem Bischof gemeinsam diese Messe feiern.

"Der Herr hat mich gesalbt; er hat mich gesandt, damit ich den Armen eine frohe Botschaft bringe und das Öl der Freude" (aus der Liturgie der Chrisam-Messe)


Bibeltexte der Chrisam-Messe

Erste Lesung - Jes 61, 1-3a.6a.8b-9

Der Geist Gottes, des Herrn, ruht auf mir; denn der Herr hat mich gesalbt. Er hat mich gesandt, damit ich den Armen eine frohe Botschaft bringe und alle heile, deren Herz zerbrochen ist, damit ich den Gefangenen die Entlassung verkünde und den Gefesselten die Befreiung, damit ich ein Gnadenjahr des Herrn ausrufe, einen Tag der Vergeltung unseres Gottes, damit ich alle Trauernden tröste, die Trauernden Zions erfreue, ihnen Schmuck bringe anstelle von Schmutz, Freudenöl statt Trauergewand, Jubel statt der Verzweiflung. Ihr alle aber werdet „Priester des Herrn“ genannt, man sagt zu euch „Diener unseres Gottes“. Ich bin treu und gebe ihnen den Lohn, ich schließe mit ihnen einen ewigen Bund. Ihre Nachkommen werden bei allen Nationen bekannt sein und ihre Kinder in allen Völkern. Jeder, der sie sieht, wird erkennen: Das sind die Nachkommen, die der Herr gesegnet hat.
 
Psalm - Ps 89 (88), 20a u. 21-22.25 u. 27

Einst hast du in einer Vision zu deinen Frommen gesprochen:   
„Ich habe David, meinen Knecht, gefunden und ihn mit meinem heiligen Öl ihn gesalbt.
Beständig wird meine Hand ihn halten und mein Arm ihn stärken.

Meine Treue und meine Huld begleiten ihn, und in meinem Namen erhebt er sein Haupt.
Er wird zu mir rufen: ‚Mein Vater bist du, mein Gott, der Fels meines Heils!‘“

Zweite Lesung - Offb 1, 5-8

Gnade sei mit euch und Friede von Jesus Christus; er ist der treue Zeuge, der Erstgeborene der Toten, der Herrscher über die Könige der Erde. Er liebt uns und hat uns von unseren Sünden erlöst durch sein Blut; 6er hat uns zu Königen gemacht und zu Priestern vor Gott, seinem Vater. Ihm sei die Herrlichkeit und die Macht in alle Ewigkeit. Amen. Siehe, er kommt mit den Wolken, und jedes Auge wird ihn sehen, auch alle, die ihn durchbohrt haben; und alle Völker der Erde werden seinetwegen jammern und klagen. Ja, amen. Ich bin das Alpha und das Omega, spricht Gott, der Herr, der ist und der war und der kommt, der Herrscher über die ganze Schöpfung.

Evangelium - Lk 4, 16-21
 
In jener Zeit kam Jesus nach Nazaret, wo er aufgewachsen war, und ging, wie gewohnt, am Sabbat in die Synagoge. Als er aufstand, um aus der Schrift vorzulesen, reichte man ihm das Buch des Propheten Jesaja. Er schlug das Buch auf und fand die Stelle, wo es heißt: Der Geist des Herrn ruht auf mir; denn der Herr hat mich gesalbt. Er hat mich gesandt, damit ich den Armen eine gute Nachricht bringe; damit ich den Gefangenen die Entlassung verkünde und den Blinden das Augenlicht; damit ich die Zerschlagenen in Freiheit setze und ein Gnadenjahr des Herrn ausrufe. Dann schloss er das Buch, gab es dem Synagogendiener und setzte sich. Die Augen aller in der Synagoge waren auf ihn gerichtet. Da begann er, ihnen darzulegen: Heute hat sich das Schriftwort, das ihr eben gehört habt, erfüllt.
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« Antwort #3138 am: 24. März 2016, 05:38:28 »
Hl. Katharina

Äbtissin in Vadstena

* 1331 (1332 ?) in Schweden
† 24. März 1381 in Vadstena in Schweden

Katharina war die Tochter der Birgitta von Schweden. Sie vermählte sich 1345, lebte aber mit ihrem Mann in jungfräulicher Ehe. 1349 begleitete sie ihre Mutter auf einer Pilgerfahrt nach Rom, wo diese für ihren neugegründeten Orden werben wollte; in Rom erhielt sie die Nachricht vom Tod ihres Mannes und blieb von da an treue Begleiterin ihrer Mutter, folgte ihr auch in die klösterliche Berufung und blieb mit ihr in Rom.

Im Rom der damaligen Zeit herrschte sittlicher Verfall im Klerus bis hinauf zum Papst, Machtmissbrauch und Bürgerkrieg; im Petersdom weideten Ziegen und Schafen das Gras, das zwischen zerborstenen Bodenplatten bis zum Altar wuchs. Birgitta musste ihre schöne Tochter einschließen, um sie vor Entführung und Vergewaltigung zu bewahren. Diese Zustände weckten in den Frauen einen unerbittlichen Reformwillen. Als Katharina eine Wallfahrt unternahm, weil ein vornehmer Mann sie mit Gewalt zur Ehe zwingen wollte, erschien ein Hirsch und verhinderte, dass der Mann sie ergreifen konnte.

Mit ihrer Mutter unternahm Katharina 1372 eine Pilgerfahrt ins Heilige Land; Birgitta starb kurz nach der Rückkehr. Katharina realisierte nun deren Pläne und Visionen, überführte die Gebeine ihrer Mutter nach Vadstena und betrieb im Auftrag des schwedischen Königshauses die Heiligsprechung der Birgitta in Rom. 1374 wurde sie Äbtissin dieses Klosters, in das ihre Mutter ihr ehemaliges Gut umgewandelt hatte. 1379 bekam Katharina die päpstliche Bestätigung mit der Regel des Birgittinerinnenordens. Sie starb in ihrem Kloster und wurde dort beigesetzt.
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« Antwort #3139 am: 24. März 2016, 05:39:04 »
Oscar Romero

Erzbischof von San Salvador, Märtyrer
* 15. August 1917 in Ciudad Barrios in El Salvador
† 24. März 1980 in San Salvador in El Salvador

Oscar Arnulfo Romero y Galdámez wurde in einer kleinen Gebirgsstadt als Sohn eines Fernmeldearbeiters geboren und wuchs in bescheidenen Verhältnissen auf. Im Alter von 13 Jahren kam er als Internatsschüler in das Seminar in San Miguel, mit 20 Jahren begann er das Theologiestudium am Priesterseminar in San Salvador, das er in Rom zum Abschluss brachte; dort wurde er 1942 zum Priester geweiht. 1943 brach er sein Doktoratsstudium in Rom ab, um als Priester in seiner Heimat zu wirken. Er arbeitete als Pfarrer, dann als Redakteur kirchlicher Zeitschriften und als Generalsekretär der Nationalen Bischofskonferenz. 1970 wurde er zum Weihbischof, 1974 zum Titularbischof der Diözese Santiago de Maria ernannt, 1977 zum Erzbischof von San Salvador.

Die Politik in El Salvadors war geprägt von Unterdrückung der Arbeiter, der Bauern und Teilen des Klerus durch das Militär und die rechtsgerichteten Herrscherfamilien. Romero galt als Konservativer, der ein gutes Einvernehmen mit der Regierung garantierte. Doch die Brutalität der Militärs und die Not der Landbevölkerung bewirkten eine deutlich kritische Positionierung des neuen Erzbischofs. Schlüsselerlebnisse waren für Romero das im Februar 1977 von Militärs und Sicherheitskräften verübte Massaker an Demonstranten, die sich auf der Plaza Libertad, dem Platz der Freiheit in San Salvador versammelt hatten, um gegen den Betrug bei den Präsidentschaftswahlen zu protestieren, zum anderen die Ermordung des Jesuitenpaters Rutilio Grande und zweier seiner Begleiter im 1977. Sein radikales Eintreten für die Armen, Entrechteten und Ausgebeuteten und sein unbeugsamer Einsatz für Gerechtigkeit machten ihn bald schon zur herausragenden Stimme der lateinamerikanischen Befreiungstheologie.

In Ansprachen und Predigten prangerte er die Verbrechen des Militärs, der Regierung und der herrschenden Oligarchie an. Seine Reden wurden in vielen Ländern Lateinamerikas im Rundfunk übertragen. 1978 und 1979 wurde er für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen. Als er 1980 den Ehrendoktortitel der Universität Löwen in Belgien verliehen bekam, sagte er in seiner Ansprache: Es gibt viele Menschen und Christen in El Salvador, die bereit sind, ihr Leben zu geben, damit die Armen Leben haben. Darin folgen sie Christus und machen ihren Glauben an ihn sichtbar. Sie sind eingefügt in die Welt - wie er, sie werden verfolgt und bedroht - wie er, sie geben ihr Leben - wie er, und so geben sie Zeugnis vom 'Wort des Lebens'.

In seiner letzen Sonntagspredigt, am 23. März 1980, wandte Romero sich noch einmal direkt an die Angehörigen der Armee, der Nationalgarde und der Polizei: Im Namen Gottes und im Namen dieses leidenden Volkes, dessen Wehklagen täglich eindringlicher zum Himmel steigen, flehe ich Sie an, bitte Sie inständig, ersuche ich Sie im Namen Gottes: Machen Sie der Repression ein Ende. Am nächsten Tag sagte der Sprecher des Generalstabes des Heeres vor der Presse, der Erzbischof habe mit seinem Aufruf ein Vergehen begangen, das ihn an den Rand des Gesetzes des Militärs bringe. Am Nachmittag des selben Tages wurde er während der Messfeier bei der Darbietung der eucharistischen Gaben am Altar erschossen. Seit der Ermordung von Thomas Becket im 12. Jahrhundert war kein so hoher kirchlicher Würdenträger mehr am Altar ermordet worden.

Der Mord an Romero war der Auftakt des Bürgerkrieges in El Salvador, der in zwölf Jahren mehr als 75.000 Todesopfer, davon 70.000 Zivilisten, kostete. Schon während seiner Begräbnisfeier, an der etwa eine Million Menschen teilnahm, feuerten Scharfschützen vom Nationalpalast aus in die Trauernden und verübten ein Massaker mit 40 Toten verübt.

Der Bericht der Wahrheitskommission für El Salvador, die aufgrund der Friedensvereinbarungen zwischen der Regierung und der Befreiungsbewegung 1992 eingerichtet worden war, kam 1993 zum Ergebnis, dass der frühere Geheimdienstchef Roberto D'Aubuisson den Befehl zur Ermordung Romeros gab und dass er den Mitgliedern seines Sicherheitsdienstes, den berüchtigten Todesschwadronen, genaue Anweisungen gab, wie der Mord zu organisieren und zu überwachen sei. Außerdem habe der Oberste Gerichtshof die Auslieferung des früheren Kapitän Saravia, der zusammen in die Planung und Ausführung des Mordes verwickelt war, aus den USA verhindert. So wurde nie jemand für den Mord vor Gericht gestellt. Roberto D'Aubuisson gründete später die Partei Republikanisch Nationalistische Allianz, die von 1989 bis 2009 El Salvador regierte. Die zugesagte Agrarreform ist in dieser Zeit nicht zustande gekommen, ebensowemig wurde ein Täter oder Anstifter vor Gericht gestellt. In Zeiten der Globalisierung der Wirtschaft ging es den Armen noch schlechter als zu Romeros Zeiten. 2009 kam erstmals ein linksgerichteter Präsidenten an die Macht; bei seiner Amtseinsetzung verwies er auf Romero als Lehrer und Leitfigur. Das Parlament erklärte den 24. März zum jährlichen Gedenktag für Romero.

Romero zählt heute für die Kirche der Armen zu den gefeiertsten Gestalten der Kirche Lateinamerikas und gilt als Heiliger des Volkes und Schutzpatron Amerikas. Im Vatikan und für einige Teile der Kirche in El Salvador ist er noch immer umstritten, weil er der Stärkung linksgerichteter Gruppierungen Vorschub geleistet habe. 1995 ernannte Papst Johannes Paul II. Fernando Saénz Lacalle, den Militärbischof der salvadorianischen Armee, zum neuen Erzbischof von San Salvador. Die der politischen Rechten verbundene Tageszeitung El Diario de Hoy, kommentierte die Ernennung: Papst Johannes Paul II. hat damit der bisherigen pastoralen Arbeit der Erzdiözese ein entschiedenes 'Basta' - 'Schluss jetzt' zugerufen. 1996 besuchte der Papst zum zweiten Mal El Salvador, das erhoffte Wort zur Würdigung der christlichen Märtyrer blieb aus.
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« Antwort #3140 am: 24. März 2016, 05:44:24 »
Buch Exodus 12,1-8.11-14.

In jenen Tagen sprach der Herr zu Mose und Aaron in Ägypten:
Dieser Monat soll die Reihe eurer Monate eröffnen, er soll euch als der erste unter den Monaten des Jahres gelten.
Sagt der ganzen Gemeinde Israel: Am Zehnten dieses Monats soll jeder ein Lamm für seine Familie holen, ein Lamm für jedes Haus.
Ist die Hausgemeinschaft für ein Lamm zu klein, so nehme er es zusammen mit dem Nachbarn, der seinem Haus am nächsten wohnt, nach der Anzahl der Personen. Bei der Aufteilung des Lammes müsst ihr berücksichtigen, wieviel der einzelne essen kann.
Nur ein fehlerfreies, männliches, einjähriges Lamm darf es sein, das Junge eines Schafes oder einer Ziege müsst ihr nehmen.
Ihr sollt es bis zum vierzehnten Tag dieses Monats aufbewahren. Gegen Abend soll die ganze versammelte Gemeinde Israel die Lämmer schlachten.
Man nehme etwas von dem Blut und bestreiche damit die beiden Türpfosten und den Türsturz an den Häusern, in denen man das Lamm essen will.
Noch in der gleichen Nacht soll man das Fleisch essen. Über dem Feuer gebraten und zusammen mit ungesäuertem Brot und Bitterkräutern soll man es essen.
So aber sollt ihr es essen: eure Hüften gegürtet, Schuhe an den Füßen, den Stab in der Hand. Esst es hastig! Es ist die Paschafeier für den Herrn.
In dieser Nacht gehe ich durch Ägypten und erschlage in Ägypten jeden Erstgeborenen bei Mensch und Vieh. Über alle Götter Ägyptens halte ich Gericht, ich, der Herr.
Das Blut an den Häusern, in denen ihr wohnt, soll ein Zeichen zu eurem Schutz sein. Wenn ich das Blut sehe, werde ich an euch vorübergehen, und das vernichtende Unheil wird euch nicht treffen, wenn ich in Ägypten dreinschlage.
Diesen Tag sollt ihr als Gedenktag begehen. Feiert ihn als Fest zur Ehre des Herrn! Für die kommenden Generationen macht euch diese Feier zur festen Regel!

Psalm 116(115),12-13.15-16.17-18.

Wie kann ich dem Herrn all das vergelten,
was er mir Gutes getan hat?
Ich will den Kelch des Heils erheben
und anrufen den Namen des Herrn.

Kostbar ist in den Augen des Herrn
das Sterben seiner Frommen.
Ach Herr, ich bin doch dein Knecht,
dein Knecht bin ich, der Sohn deiner Magd.
Du hast meine Fesseln gelöst.

Ich will dir ein Opfer des Dankes bringen
und anrufen den Namen des Herrn.
Ich will dem Herrn meine Gelübde erfüllen
offen vor seinem ganzen Volk.

Erster Brief des Apostels Paulus an die Korinther 11,23-26.

Brüder! Ich habe vom Herrn empfangen, was ich euch dann überliefert habe: Jesus, der Herr, nahm in der Nacht, in der er ausgeliefert wurde, Brot,
sprach das Dankgebet, brach das Brot und sagte: Das ist mein Leib für euch. Tut dies zu meinem Gedächtnis!
Ebenso nahm er nach dem Mahl den Kelch und sprach: Dieser Kelch ist der Neue Bund in meinem Blut. Tut dies, sooft ihr daraus trinkt, zu meinem Gedächtnis!
Denn sooft ihr von diesem Brot esst und aus dem Kelch trinkt, verkündet ihr den Tod des Herrn, bis er kommt.

Evangelium nach Johannes 13,1-15.

Es war vor dem Paschafest. Jesus wusste, dass seine Stunde gekommen war, um aus dieser Welt zum Vater hinüberzugehen. Da er die Seinen, die in der Welt waren, liebte, erwies er ihnen seine Liebe bis zur Vollendung.
Es fand ein Mahl statt, und der Teufel hatte Judas, dem Sohn des Simon Iskariot, schon ins Herz gegeben, ihn zu verraten und auszuliefern.
Jesus, der wusste, dass ihm der Vater alles in die Hand gegeben hatte und dass er von Gott gekommen war und zu Gott zurückkehrte,
stand vom Mahl auf, legte sein Gewand ab und umgürtete sich mit einem Leinentuch.
Dann goss er Wasser in eine Schüssel und begann, den Jüngern die Füße zu waschen und mit dem Leinentuch abzutrocknen, mit dem er umgürtet war.
Als er zu Simon Petrus kam, sagte dieser zu ihm: Du, Herr, willst mir die Füße waschen?
Jesus antwortete ihm: Was ich tue, verstehst du jetzt noch nicht; doch später wirst du es begreifen.
Petrus entgegnete ihm: Niemals sollst du mir die Füße waschen! Jesus erwiderte ihm: Wenn ich dich nicht wasche, hast du keinen Anteil an mir.
Da sagte Simon Petrus zu ihm: Herr, dann nicht nur meine Füße, sondern auch die Hände und das Haupt.
Jesus sagte zu ihm: Wer vom Bad kommt, ist ganz rein und braucht sich nur noch die Füße zu waschen. Auch ihr seid rein, aber nicht alle.
Er wusste nämlich, wer ihn verraten würde; darum sagte er: Ihr seid nicht alle rein.
Als er ihnen die Füße gewaschen, sein Gewand wieder angelegt und Platz genommen hatte, sagte er zu ihnen: Begreift ihr, was ich an euch getan habe?
Ihr sagt zu mir Meister und Herr, und ihr nennt mich mit Recht so; denn ich bin es.
Wenn nun ich, der Herr und Meister, euch die Füße gewaschen habe, dann müsst auch ihr einander die Füße waschen.
Ich habe euch ein Beispiel gegeben, damit auch ihr so handelt, wie ich an euch gehandelt habe.
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« Antwort #3141 am: 24. März 2016, 23:44:26 »
Morgenröte Botschaften

318. Wenn das Herz die Hand führt

2. März 2016; № 318
Jesus spricht:
Friede und Freude sei in euren Herzen. Die Dornen fallen in die Stacheln.Das Eis fällt ins eisige Meer. Die Blumen ertrinken in den Fluten. und empor tritt die Gewalt der dunklen Nacht. Die Mauern zerfallen. Sie legen alles in Schutt und Asche.

Das Tor der Unterwelt ist geöffnet, um das zu verschlingen, was noch zu verschlingen ist.
Das Tor der Unterwelt will aus der Verankerung reißen.
Das Tor weitet sich noch mehr.

Mein Kind!
Satan wütet. Der Sand wirbelt auf.
(Jesus zeigt einen großen Sandsturm. Die Menschen können kaum noch etwas sehen.)
Mein Licht lässt den Sand verschwinden. Er ist nicht mehr zu finden.
(Jesus gebietet dem Sandsturm. Der Sand legt sich nieder. Alles ist so friedlich.)

Mein Kind!
Stolz, Hochmut, Uneinsichtigkeit, Gleichgültigkeit
liegen in geballter Macht der Unterwelt,
wie in einem Gewehr, das bereit ist zu töten,
wenn die Hand es will, wenn das Herz die Hand führt.

Nacht legt sich in die dunkle Nacht.
Geschrei liegt in der Nacht.
Sie hört nicht auf – die Nacht.
Es hört nicht auf – das Geschrei.
Das Leben der Menschen soll zerschellen.
Das Leben der Menschen, die guten Willens sind, soll zerschellen,
wie das Flugzeug über dem Meer.

Meine Kinder!
Wenn ihr sterbt, fallt ihr zuerst in Meine Barmherzigkeit und Gerechtigkeit,
dann verweist euch Mein Vater im Himmel,
je nach Stand der Seele, in das Feuer der Reinigung,
um alle Schuld abzuwaschen – mit der ihr euch selbst befleckt habt –
durch schmerzhaftes Leiden,
weil die Seele das Verlorene erkennt,
das nicht zurückgeholt werden kann;
und das Unterlassene, das die Seele nicht mehr finden kann.
Ich sage euch dies, um euch wachzurütteln,
solange euer Atem durch die vergängliche Welt streift,
damit ihr erkennt, wie kurz die Zeit, eure Zeit, auf Erden ist.
Das Alte in eurer Seele wird sterben,
damit die erneuerte Seele – durch Meine Heiligkeit – heilig werde.

Wenn eure Schuld gesühnt ist, wird euch Meine Mutter
mit vielen Heiligen aus dem Ort der Reinigung herausführen,
(Jesus zeigt Seine Mutter mit dem heiligen Josef, Abraham, Moses, Elija, den heiligen Aposteln und vielen anderen Heiligen. Dann sieht man die Heiligen, wie sie, wie in einer Prozession, die Seelen abholen und sie an einen bestimmten Ort führen. Dort werden sie auf die Begegnung mit Jesus vorbereitet.)
euch durch das Tor der unendlichen Liebe führen –
neu bekleiden mit dem Gewand, das Ich erwähle,
damit die erneuerte Seele erstrahle mit verklärtem Leibe – heilig –,
um in das Reich Meines Vaters einzutreten; um bei Ihm zu wohnen – für immer.
Dann lebt ihr als Heilige ewig bei Mir.

Drei Tage lag Ich im Grab, bin verklärt erschienen,
aufgefahren in den Himmel,
war Mensch und Gott, Gott und Mensch;
als Zeichen des Sieges und des Heiles.
Vieles schenke Ich den Seelen, je nach Stand – gemildert, wenn sie in Mein Reich kommen:
heilig, groß, in unterschiedlicher Tiefe;
verklärt, tief, in unterschiedlicher Weite.
Das ist und bleibt ein großes Geheimnis Gottes, Meines Vaters im Himmel.

Meine Verheißungen kürze Ich nicht.
Meine Verheißungen ändere Ich nicht.
Ich gab als Gott, lebte als Mensch auch mit göttlicher Seele,
erschien im verklärten Leibe, den Auserwählten sichtbar,
damit die Hoffnung eintauche in Meine Verheißungen
und Meine Gebote die Seele stärken.
Damit Mein Tod und Mein Leiden und Mein Blut
die Seele rette vor dem Untergang,
damit die Seele lebe – heilig, ewig – im Hause der verklärten Liebe.

Alles wird eintreffen für jene, die guten Willens sind.
Für jene – die Meinem Wort folgen.
Für jene – die Meine Gebote achten.
Für jene – die Meine Gebote befolgen.
Für jene – die Mir dienen.
Für jene – die Mich lieben.

Alles wird eintreffen:
Der ewige Tod oder das ewige Leben.
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

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« Antwort #3142 am: 25. März 2016, 00:10:01 »
Sel. Guerricus von Igny (um 1080-1157), Zisterzienserabt

Da er die Seinen liebte, die in der Welt waren, liebte er sie bis zum Ende

Brüder, „habt solche Gesinnung untereinander, wie sie auch in Christus Jesus war. Er, der wie Gott war“ (vgl. Phil 2,5-6) […] Christus war wie Gott, nicht durch ein vermessenes An-sich-Reißen, sondern dem Wesen nach Gott gleich, weil er nämlich teilhatte an seiner Allmacht, Ewigkeit und Gottheit. Er entäußerte sich selbst. Nicht nur, dass er wie ein Sklave wurde, den Menschen gleich, sondern er erfüllte sogar den Dienst eines Sklaven, indem er sich erniedrigte und gehorsam wurde bis zum Tod, ja bis zum Tod am Kreuz (vgl. Phil 2,7-8).
Doch als ob es noch zu wenig gewesen wäre, dass er dem Vater als Knecht diente – obwohl er der Sohn und in gleicher Weise Gott war wie dieser -, hat er auch noch seinem Sklaven gedient, mehr als ein Sklave! Denn der Mensch war dazu geschaffen, seinem Schöpfer zu dienen. Und was wäre mehr recht und billig, als dass du dem dientest, von dem du geschaffen bist und ohne den du nicht sein könntest? Und was wäre seliger oder erhabener, als ihm zu dienen, dem zu dienen herrschen heißt? „Ich will nicht dienen“ (Jer 2,20), sagt der Mensch zu seinem Schöpfer.

„Dann will ich dir dienen“, sagt der Schöpfer zum Menschen. „Du mach es dir bequem, ich will dich bedienen, ich will dir die Füße waschen (vgl. Joh 13,4f.). Du ruhe aus, ich will deine Mattigkeit auf mich nehmen, deine Schwäche und Krankheit tragen (vgl. Jer 53,4) […] Wenn du müde und beladen bist, will ich dich und deine Bürde tragen und so als erster mein Gesetz erfüllen: ,Einer trage des anderen Last; so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen‘ (Gal 6,2). Wenn du hungerst oder dürstest […]: siehe ich bin bereit, mich als Schlachtopfer darbringen zu lassen, damit du mein Fleisch essen und mein Blut trinken kannst […] Wenn du in Gefangenschaft geführt oder verkauft wirst: hier bin ich, verkaufe mich und kauf dich los auf meine Kosten, oder nimm mich als Lösepreis […] Wenn du krank bist und zu sterben fürchtest: ich will für dich sterben, damit du dir aus meinem Blute die Heilmittel zum Leben gewinnen kannst […]“
Um welch teuren Preis, o mein Herr, hast du meinen dir unnützen Dienst dir losgekauft, du, der du nicht einmal der Dienste der Engel bedarfst. Mit welch süßer und gütiger Kunst der Liebe hast du dir deinen widerspenstigen Sklaven zurückgewonnen und untertan gemacht, das Böse durch das Gute besiegend (vgl. Röm 12,21), den Stolz zuschanden werden lassend durch die Demut, die Undankbarkeit mit Wohltaten überhäufend! Ja so bezwingt die Weisheit die Bosheit (vgl. Weish 7,30).

1. Ansprache zum Palmsonntag, 1+3 (Guerric v. Igny: Ansprachen II. Eschenbach, Zisterzienserinnen-Abtei, 1998, S. 97-98. Übers.: Sr. M. Magdalena Aust)
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

Offline Tina 13

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Antw:"Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #3143 am: 25. März 2016, 05:38:01 »
Severianos von Gabala (?-um 408), Bischof in Syrien

„Das Kreuz, der Baum des Lebens“

Mitten im Paradies stand ein Baum. Die Schlange benutzte ihn dazu, unsere Stammeltern zu betrügen. Nehmt einmal diese erstaunliche Tatsache zur Kenntnis: da bedient sich die Schlange, um den Menschen hinters Licht zu führen, eines Gefühls, das zu seiner Natur gehört. Als der Herr den Menschen formte, pflanzte er ihm nämlich zusammen mit einem allgemeinen Wissen vom Universum die Sehnsucht nach Gott ein. Sobald der Teufel diese glühende Sehnsucht wahrgenommen hatte, sagte er zum Menschen: „Ihr werdet wie Gott (Gen 3,5). Jetzt seid ihr nur Menschen, und ihr könnt nicht immer mit Gott sein; wenn ihr aber wie Gott werdet, werdet ihr immer mit ihm sein“ [...] Es ist also das Begehren, Gott gleich zu sein, das die Frau verführt hat... sie aß und brachte den Mann dazu, es ihr gleichzutun. Nach dem Sündenfall nun hörte Adam die Stimme des Herrn, der gegen Abend im Paradies umherging (Gen 3,8) [...] Gepriesen sei der Gott der Heiligen dafür, dass er Adam, als dser Abend hereinbrach, besucht hat. Und dafür, dass er ihn zu dieser Zeit auch jetzt noch besucht – am Kreuz.

Denn der Herr durchlitt seine Passion eben zu der Stunde, in der Adam aß, in der Zeit zwischen der sechsten und neunten Stunde, die Zeit, die gekennzeichnet ist durch Fehltritt und Gericht. In der sechsten Stunde aß Adam und folgte damit der Natur; dann verbarg er sich. Und gegen Abend kam Gott zu ihm.

Adam hatte Gott werden wollen: er hatte Unmögliches begehrt. Christus hat dieses Begehren erfüllt. Er sagte: „Du wolltest etwas werden, was du nicht sein konntest; ich aber will Mensch werden, und ich kann es. Gott macht genau das Gegenteil dessen, was du gemacht hast, als du dich verführen ließest. Du hast begehrt, was über dir war; ich jedoch nehme, was unter mir ist. Ich freilich möchte den Menschen gleich sein [...] Du wolltest Gott werden und konntest es nicht; ich aber werde Mensch, um das möglich zu machen, was unmöglich war.“ Ja, das ist es, wozu Gott gekommen ist. Er bezeugt seinen Aposteln: „Ich habe mich sehr danach gesehnt, dieses Paschamahl mit euch zu essen“(Lk 22,15) [...] Er ist gegen Abend einhergeschritten und hat gerufen: „Adam, wo bist du?“(Gen 3,9) [...] Der, der gekommen ist um zu leiden, ist derselbe wie der, der ins Paradies herabgekommen ist.

6.Homelie über die Erschaffung der Welt
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

 

La Salette 1846



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