Autor Thema: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."  (Gelesen 4661900 mal)

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« Antwort #3288 am: 18. April 2016, 22:53:32 »
Hl. Clemens von Alexandrien (150-um 215), Theologe

„Ich bin gekommen, damit die Menschen das Leben haben und es in Fülle haben“

Krank wie wir sind, brauchen wir den Heiland; verirrt wie wir sind, brauchen wir einen, der uns führt; durstig wie wir sind, brauchen wir die Quelle lebendigen Wassers; weil wir tot sind, brauchen wir das Leben; wir Schafe brauchen den Hirten, wir Kinder den Erzieher; und die ganze Menschheit braucht Jesus […]

Wenn ihr so wollt, können wir in der höchsten Weisheit des hochheiligsten Hirten und Erziehers den Allmächtigen und das Wort des Vaters erkennen, wenn er sich einer Allegorie bedient und sich Hirte der Mutterschafe nennt. Aber er ist auch der Erzieher der Kleinen. So wendet er sich ausführlich an die Alten und gibt ihnen ein Beispiel seiner Fürsorglichkeit: „Die verlorengegangenen Tiere will ich suchen, die vertriebenen zurückbringen, die verletzten verbinden, die schwachen kräftigen; im Bergland Israels sollen sie fette Weide finden“ (Ez 34,14.16). Ja, Meister, führe uns zu den fetten Weideplätzen deiner Gerechtigkeit. Ja, du unser Erzieher, sei unser Hirte und führe uns hin zu deinem heiligen Bergland, hin zu der Kirche, die sich über die Wolken erhebt, die den Himmel berührt. „Ich will ihr Hirt sein – Spruch des Herrn – ich will bei ihnen sein.“ (Ez 34,12) Er will mein Fleisch retten, indem er es in Unvergänglichkeit hüllt [...] „Wenn du um Hilfe schreist, wird er sagen: Hier bin ich“ (Jes 58,9) [...]

So ist unser Erzieher; er ist gut und zugleich gerecht. „Ich bin nicht gekommen, um mich bedienen zu lassen, sondern um zu dienen“ (Mt 20,28). Deshalb wird er uns im Evangelium als müde vorgestellt (Joh 4,6), er, der sich für uns abmüht und verspricht, „sein Leben hinzugeben als Lösegeld für viele“ (Mt 20,28). Er versichert uns, dass nur der gute Hirte so handelt. Welch großartiger Geber, der uns das Größte gibt, was er hat: sein Leben! Welch ein Wohltäter und Freund der Menschen, der lieber ihr Bruder als ihr Herr sein wollte! Und er ist in seiner Güte so weit gegangen, dass er für uns starb

Paidagogos, 9,83
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

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« Antwort #3289 am: 18. April 2016, 22:55:47 »
Apostelgeschichte 11,1-18.

In jenen Tagen erfuhren die Apostel und die Brüder in Judäa, dass auch die Heiden das Wort Gottes angenommen hatten.
Als nun Petrus nach Jerusalem hinaufkam, hielten ihm die gläubig gewordenen Juden vor:
Du hast das Haus von Unbeschnittenen betreten und hast mit ihnen gegessen.
Da begann Petrus, ihnen der Reihe nach zu berichten:
Ich war in der Stadt Joppe und betete; da hatte ich in einer Verzückung eine Vision: Eine Schale, die aussah wie ein großes Leinentuch, das an den vier Ecken gehalten wurde, senkte sich aus dem Himmel bis zu mir herab.
Als ich genauer hinschaute, sah ich darin die Vierfüßler der Erde, die wilden Tiere, die Kriechtiere und die Vögel des Himmels.
Ich hörte auch eine Stimme, die zu mir sagte: Steh auf, Petrus, schlachte, und iss!
Ich antwortete: Niemals, Herr! Noch nie ist etwas Unheiliges oder Unreines in meinen Mund gekommen.
Doch zum zweitenmal kam eine Stimme vom Himmel; sie sagte: Was Gott für rein erklärt hat, nenne du nicht unrein!
Das geschah dreimal, dann wurde alles wieder in den Himmel hinaufgezogen.
Da standen auf einmal drei Männer vor dem Haus, in dem ich wohnte; sie waren aus Cäsarea zu mir geschickt worden.
Der Geist aber sagte mir, ich solle ohne Bedenken mit ihnen gehen. Auch diese sechs Brüder zogen mit mir, und wir kamen in das Haus jenes Mannes.
Er erzählte uns, wie er in seinem Haus den Engel stehen sah, der zu ihm sagte: Schick jemand nach Joppe, und lass Simon, der Petrus genannt wird, holen.
Er wird dir Worte sagen, durch die du mit deinem ganzen Haus gerettet werden wirst.
Während ich redete, kam der Heilige Geist auf sie herab, wie am Anfang auf uns.
Da erinnerte ich mich an das Wort des Herrn: Johannes hat mit Wasser getauft, ihr aber werdet mit dem Heiligen Geist getauft werden.
Wenn nun Gott ihnen, nachdem sie zum Glauben an Jesus Christus, den Herrn, gekommen sind, die gleiche Gabe verliehen hat wie uns: wer bin ich, dass ich Gott hindern könnte?
Als sie das hörten, beruhigten sie sich, priesen Gott und sagten: Gott hat also auch den Heiden die Umkehr zum Leben geschenkt.

Psalm 42(41),2-3.43(42),3.4.

Wie der Hirsch lechzt nach frischem Wasser,
so lechzt meine Seele, Gott, nach dir.
Meine Seele dürstet nach Gott, nach dem lebendigen Gott.
Wann darf ich kommen und Gottes Antlitz schauen?

Sende dein Licht und deine Wahrheit,
damit sie mich leiten;
sie sollen mich führen zu deinem heiligen Berg
und zu deiner Wohnung.

So will ich zum Altar Gottes treten,
zum Gott meiner Freude.
Jauchzend will ich dich auf der Harfe loben,
Gott, mein Gott.

Evangelium nach Johannes 10,1-10.

In jener Zeit sprach Jesus: Amen, amen, das sage ich euch: Wer in den Schafstall nicht durch die Tür hineingeht, sondern anderswo einsteigt, der ist ein Dieb und ein Räuber.
Wer aber durch die Tür hineingeht, ist der Hirt der Schafe.
Ihm öffnet der Türhüter, und die Schafe hören auf seine Stimme; er ruft die Schafe, die ihm gehören, einzeln beim Namen und führt sie hinaus.
Wenn er alle seine Schafe hinausgetrieben hat, geht er ihnen voraus, und die Schafe folgen ihm; denn sie kennen seine Stimme.
Einem Fremden aber werden sie nicht folgen, sondern sie werden vor ihm fliehen, weil sie die Stimme des Fremden nicht kennen.
Dieses Gleichnis erzählte ihnen Jesus; aber sie verstanden nicht den Sinn dessen, was er ihnen gesagt hatte.
Weiter sagte Jesus zu ihnen: Amen, amen, ich sage euch: Ich bin die Tür zu den Schafen.
Alle, die vor mir kamen, sind Diebe und Räuber; aber die Schafe haben nicht auf sie gehört.
Ich bin die Tür; wer durch mich hineingeht, wird gerettet werden; er wird ein- und ausgehen und Weide finden.
Der Dieb kommt nur, um zu stehlen, zu schlachten und zu vernichten; ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es in Fülle haben.

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« Antwort #3290 am: 19. April 2016, 06:54:07 »
Hl. Leo IX., Papst

* 21. Juni 1002 in Egisheim, , heute Eguisheim im Elsass in Frankreich
† 19. April 1054 in Rom

Leo IX. hieß, bevor er Papst wurde, Bruno. Er wurde 1002 als Sohn der elsässischen Grafenfamilie von Egisheim und Dagsburg geboren. 1026 wurde er Bischof von Toul. Er reformierte das Ordensleben in seiner Diözese, indem er in vielen Klöstern die Bräuche von Cluny einführte. Als er 1049 Papst wurde, berief er ausgezeichnete Männer an die römische Kurie, hielt viele Synoden ab, bemühte sich um die Befreiung der Kirche von der politischen Gewalt und bereitete so den Weg für die Reformen des Papstes Gregor VII. Während seiner Amts­zeit kam es zur großen Kirchenspaltung zwischen Osten und Westen. Leo starb schon 1054. Er war der bedeutendste der wenigen deutschen Päpste.

Güte heißt Opfer

Papst Leos IX. Wahlspruch hieß: „Die Erde ist voll von der Güte des Herrn“ (Psalm 33, 5). Dieses Wort wollte er wahr machen. „Aber Güte, das war nicht ein Gehenlassen, ein energieloses Zugestehen; Güte hieß: op­fernde Hingabe für die innere Not der Kirche.“ (H. Tüchle)
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« Antwort #3291 am: 19. April 2016, 06:55:32 »

Hl. Hilarius (um 315-367), Bischof von Poitiers und Kirchenlehrer

„Ich und der Vater sind eins“

Der Vater ist, was er ist, und man muss ihm als solchem Glauben schenken. Was den Sohn angeht, so lässt es unser Geist an Mut fehlen, ihn zu erfassen, und alle Worte lassen sich nur zögerlich vernehmen. Er ist tatsächlich die Zeugung des Nicht-Gezeugten, der aus dem Einen hervorgegangene Eine, der aus dem Wahren hervorgegangene Wahre, der vom Lebendigen stammende Lebendige, der vom Vollkommenen ausgehende Vollkommene, die Macht aus der Macht, die Weisheit aus der Weisheit, die Glorie aus der Glorie, „das Ebenbild des unsichtbaren Gottes“ (Kol 1,15) […]

Wie lässt sich die Zeugung des einzigen Sohnes aus dem Nicht-Gezeugten begreifen? […] Diese Zeugung ist weder ein Herausbrechen noch eine Teilung […]: „In mir ist der Vater, und ich bin im Vater“ (Joh 10,38). Es ist auch keine Adoption, denn der Sohn ist der wahre Sohn Gottes und sagt: „Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen“ (Joh 14,9). Er kam nicht zum Leben wie die anderen Lebewesen, um einer Anordnung Folge zu leisten; denn […] wie der Vater das Leben in sich hat, so hat er auch dem Sohn gegeben, das Leben in sich zu haben (Joh 5,26) […] Er, der vom Vollkommenen kommt, ist vollkommen, weil der, dem alles gehört, ihm alles gegeben hat. Beiden, dem Vater und dem Sohn, ist das Geheimnis dieser Geburt zu Eigen.

Über die Dreieinigkeit II, 8
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« Antwort #3292 am: 19. April 2016, 06:58:44 »
Apostelgeschichte 11,19-26.

In jenen Tagen kamen bei der Verfolgung, die wegen Stephanus entstanden war, die Versprengten bis nach Phönizien, Zypern und Antiochia; doch verkündeten sie das Wort nur den Juden.
Einige aber von ihnen, die aus Zypern und Zyrene stammten, verkündeten, als sie nach Antiochia kamen, auch den Griechen das Evangelium von Jesus, dem Herrn.
Die Hand des Herrn war mit ihnen, und viele wurden gläubig und bekehrten sich zum Herrn.
Die Nachricht davon kam der Gemeinde von Jerusalem zu Ohren, und sie schickten Barnabas nach Antiochia.
Als er ankam und die Gnade Gottes sah, freute er sich und ermahnte alle, dem Herrn treu zu bleiben, wie sie es sich vorgenommen hatten.
Denn er war ein trefflicher Mann, erfüllt vom Heiligen Geist und von Glauben. So wurde für den Herrn eine beträchtliche Zahl hinzugewonnen.
Barnabas aber zog nach Tarsus, um Saulus aufzusuchen.
Er fand ihn und nahm ihn nach Antiochia mit. Dort wirkten sie miteinander ein volles Jahr in der Gemeinde und unterrichteten eine große Zahl von Menschen. In Antiochia nannte man die Jünger zum erstenmal Christen.

Psalm 87(86),2-3.4.5.7.

Der Herr liebt Zion, seine Gründung auf heiligen Bergen;
mehr als all seine Stätten in Jakob liebt er die Tore Zions.
Herrliches sagt man von dir,
du Stadt unseres Gottes.

Leute aus Ägypten und Babel
zähle ich zu denen, die mich kennen;
auch von Leuten aus dem Philisterland, aus Tyrus und Kusch
sagt man: Er ist dort geboren.

Von Zion wird man sagen:
Jeder ist dort geboren.
Er, der Höchste, hat Zion gegründet.
Und sie werden beim Reigentanz singen:
All meine Quellen entspringen in dir.

Evangelium nach Johannes 10,22-30.

In Jerusalem fand das Tempelweihfest statt. Es war Winter,
und Jesus ging im Tempel in der Halle Salomos auf und ab.
Da umringten ihn die Juden und fragten ihn: Wie lange noch willst du uns hinhalten? Wenn du der Messias bist, sag es uns offen!
Jesus antwortete ihnen: Ich habe es euch gesagt, aber ihr glaubt nicht. Die Werke, die ich im Namen meines Vaters vollbringe, legen Zeugnis für mich ab;
ihr aber glaubt nicht, weil ihr nicht zu meinen Schafen gehört.
Meine Schafe hören auf meine Stimme; ich kenne sie, und sie folgen mir.
Ich gebe ihnen ewiges Leben. Sie werden niemals zugrunde gehen, und niemand wird sie meiner Hand entreißen.
Mein Vater, der sie mir gab, ist größer als alle, und niemand kann sie der Hand meines Vaters entreißen.
Ich und der Vater sind eins.

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« Antwort #3293 am: 19. April 2016, 18:42:28 »
Unmöglich! Ich sterbe noch nicht (I)

Ein schottischer Bischof überquerte zu Fuss die Berge seiner Diözese. In einem Wald, in dem er sich verirrte, wurde er von der hereinbrechenden Nacht überrascht. Nach langem Suchen, kam er schliesslich zu einem kleinen Haus, in dem eine arme Familie wohnte. Die guten Leute nahmen ihn auf, ohne zu wissen wen sie beherbergten, denn der Fremde war in einen weiten Mantel gehüllt.

Der Bischof seinerseits wusste ebenfalls nichts über seine Gastgeber. Waren sie katholisch? Waren sie protestantisch. Es gab kein Merkmal um dies zu erkennen. Jedoch nach einigen Momenten gegenseitiger Zurückhaltung, bemerkte der Bischof, dass eine grosse Traurigkeit die armen Leute niederdrückte.

Da fasste er sich ein Herz und sagte: "Ihr seid alle so gut zu mir aber Ihr scheint mir ziemlich traurig zu sein." - "Leider Gottes, Ja!" antwortete sogleich die Mutter, als hätte sie auf diese Frage gewartet um ihr Herz zu  erleichtern, "ja, wir sind traurig. Hier, im Nebenzimmer, liegt unser alter Vater im Sterben. Und was uns am meisten betrübt ist, dass er behauptet, er werde noch nicht sterben und hartnäckig ablehnt, sich auf den Tod vorzubereiten." - "Darf ich ihn sehen?" fragte der Bischof bewegt und überrascht. - "Gerne", antwortete die Frau mit jenem Vertrauen, die den leidenden Seelen so eigen ist; und führte darauf ihren Gast in das kleine Zimmer des Kranken. Tatsächlich war der Greis, den der Bischof hier vorfand aufs äusserste geschwächt. Es schien, als hätte der Tod nur noch einen Schritt zu tun, um ihn zu erreichen. Auf die erste Anspielung, die der Bischof in diese Richtung machte, schien der Kranke all seine Kraft wiedergefunden zu haben und antwortete standhaft: "Nein, ich sterbe noch nicht". Und auf alle Überlegungen, die man ihm vorbrachte um ihn zu überzeugen, gab er unveränderlich diese Antwort.


La Vierge Marie - Petite Somme Mariale
 Lyon 1942, s 65
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« Antwort #3294 am: 19. April 2016, 18:50:13 »
Danke Maria

Die Kenntnis der wahren katholischen Doktrin über Maria wird immer den Schlussstein bilden, um ohne Irrtum, das Geheimnis Christi und der Kirche zu verstehen.

Papst Paul VI.
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« Antwort #3295 am: 19. April 2016, 18:52:24 »
Diese Tür soll geschlossen bleiben

"Dann führte er mich zum äusseren Osttor des Heiligtums zurück. Es war geschlossen. Da sagte der Herr zu mir: Dieses Tor soll geschlossen bleiben, es soll nie geöffnet werden, niemand darf hindurchgehen; denn der Herr, der Gott Israels, ist durch dieses Tor eingezogen; deshalb bleibt es geschlossen." (Ez 44,1-2).

Indem er sich auf diesen Ausspruch des Propheten Ezechiel bezieht, nennt der heilige Zenon von Verona (+380) Maria die "porta clausa", das verschlossene Tor, durch das Jesus, ohne es zu öffnen, in die Welt eingetreten ist. Die Heilige Jungfrau ist auch der "hortus conclusus", der verschlossene Garten und der "fons signatus" der versiegelte Quell, des Hohenliedes.
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