Autor Thema: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."  (Gelesen 4662155 mal)

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« Antwort #3432 am: 15. Mai 2016, 22:03:00 »
Apostelgeschichte 2,1-11.

Als der Pfingsttag gekommen war, befanden sich alle am gleichen Ort.
Da kam plötzlich vom Himmel her ein Brausen, wie wenn ein heftiger Sturm daherfährt, und erfüllte das ganze Haus, in dem sie waren.
Und es erschienen ihnen Zungen wie von Feuer, die sich verteilten; auf jeden von ihnen ließ sich eine nieder.
Alle wurden mit dem Heiligen Geist erfüllt und begannen, in fremden Sprachen zu reden, wie es der Geist ihnen eingab.
In Jerusalem aber wohnten Juden, fromme Männer aus allen Völkern unter dem Himmel.
Als sich das Getöse erhob, strömte die Menge zusammen und war ganz bestürzt; denn jeder hörte sie in seiner Sprache reden.
Sie gerieten außer sich vor Staunen und sagten: Sind das nicht alles Galiläer, die hier reden?
Wieso kann sie jeder von uns in seiner Muttersprache hören:
Parther, Meder und Elamiter, Bewohner von Mesopotamien, Judäa und Kappadozien, von Pontus und der Provinz Asien,
von Phrygien und Pamphylien, von Ägypten und dem Gebiet Libyens nach Zyrene hin, auch die Römer, die sich hier aufhalten,
Juden und Proselyten, Kreter und Araber, wir hören sie in unseren Sprachen Gottes große Taten verkünden.

Psalm 104(103),1-2.24-25.29-30.31.34.

Lobe den Herrn, meine Seele!
Herr, mein Gott, wie groß bist du!
Du bist mit Hoheit und Pracht bekleidet.
Du hüllst dich in Licht wie in ein Kleid,
du spannst den Himmel aus wie ein Zelt.

Herr, wie zahlreich sind deine Werke!
Mit Weisheit hast du sie alle gemacht,
die Erde ist voll von deinen Geschöpfen.
Da ist das Meer, so groß und weit,
darin ein Gewimmel ohne Zahl: kleine und große Tiere.

Verbirgst du dein Gesicht, sind sie verstört;
nimmst du ihnen den Atem, so schwinden sie hin
und kehren zurück zum Staub der Erde.
Sendest du deinen Geist aus, so werden sie alle erschaffen,
und du erneuerst das Antlitz der Erde.

Ewig währe die Herrlichkeit des Herrn;
der Herr freue sich seiner Werke.
Möge ihm mein Dichten gefallen.
Ich will mich freuen am Herrn.

Erster Brief des Apostels Paulus an die Korinther 12,3-7.12-13.

Brüder! Keiner kann sagen: Jesus ist der Herr!, wenn er nicht aus dem Heiligen Geist redet.
Es gibt verschiedene Gnadengaben, aber nur den einen Geist.
Es gibt verschiedene Dienste, aber nur den einen Herrn.
Es gibt verschiedene Kräfte, die wirken, aber nur den einen Gott: Er bewirkt alles in allen.
Jedem aber wird die Offenbarung des Geistes geschenkt, damit sie anderen nützt.
Denn wie der Leib eine Einheit ist, doch viele Glieder hat, alle Glieder des Leibes aber, obgleich es viele sind, einen einzigen Leib bilden: so ist es auch mit Christus.
Durch den einen Geist wurden wir in der Taufe alle in einen einzigen Leib aufgenommen, Juden und Griechen, Sklaven und Freie; und alle wurden wir mit dem einen Geist getränkt.

Evangelium nach Johannes 20,19-23.

Am Abend des ersten Tages der Woche, als die Jünger aus Furcht vor den Juden die Türen verschlossen hatten, kam Jesus, trat in ihre Mitte und sagte zu ihnen: Friede sei mit euch!
Nach diesen Worten zeigte er ihnen seine Hände und seine Seite. Da freuten sich die Jünger, dass sie den Herrn sahen.
Jesus sagte noch einmal zu ihnen: Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch.
Nachdem er das gesagt hatte, hauchte er sie an und sprach zu ihnen: Empfangt den Heiligen Geist!
Wem ihr die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben; wem ihr die Vergebung verweigert, dem ist sie verweigert.

Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

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« Antwort #3433 am: 15. Mai 2016, 22:12:51 »
Eine Wunderheilung in Lourdes (I)

Alice Couteault, geborene Gourdon (1917), aus Bouillé-Loretz, Frankreich, beteiligte sich im Mai 1952 an der Diözesanwallfahrt von Anjou nach Lourdes.

 Sie war 34 Jahre alt und litt seit Juli 1949 an Multipler Sklerose. Die Krankheit schritt immer weiter fort und wurde schliesslich von den Ärzten als unheilbar diagnostiziert. Auch ihr Mann, der zu dieser Zeit überzeugter Atheist war, lebte einen Kreuzweg, wenn er seine Frau in diesem Zustand sah: "Zum Gehen schleppt sie sich mit zwei Stühlen weiter, sie kann sich nicht mehr alleine anziehen, hat auch beim Sitzen Gleichgewichtsstörungen, kann auf Grund des starken Zitterns nichts mehr in den Händen halten, nicht mehr nähen, nicht mehr schreiben. Sie hat Mühe beim Sprechen und sieht deutlich schlechter."

Trotz des unbeschreiblichen Leidens, das mit der Reise verbunden ist, macht sie eine Wallfahrt nach Lourdes. Als sie am 12. Mai 1952 nach Lourdes kommt, spürt sie sofort eine Besserung und isst fast normal. Am 15. Mai, nach einem Bad in den Piscinen, überfällt sie ein Gefühl der Ohnmacht, sie zittert und ihre Ohren dröhnen. Während der Prozession mit dem Allerheiligsten kann sie wieder normal sprechen.

"Ich betete und dachte ganz fest an meinen Mann, der mich nur nach Lourdes fahren liess, weil er wusste, dass dies die letzte Freude war, die er mir machen konnte. Ich dachte, dass nur ein Wunder diesen Mann bekehren konnte, der sagte: "Es gibt keinen Gott". Und etwas später, zurückgekehrt in ihre Herberge, erhebt sie sich von der Tragbahre und geht ohne Hilfe umher. "Ich konnte die ganze Nacht nicht schlafen und dachte an die Meinen, die sich um mich immer noch Sorgen machten."

Bei der Ankunft am Bahnhof von Angers, war meine Mutter die erste, die mich gehen sah. Sie kniete sich auf die Erde nieder und sagte: "Mein Gott, das ist nicht möglich, wir haben das nicht verdient!"

Dann ging ich zu meinem Mann. Als er mich festen und schnellen Schrittes kommen sah, wich er immer weiter und weiter zurück, bis zu seinem Auto. Er starrte mich bestürzt an. Während unserer Heimfahrt wollte ich ihm alles auf einmal erzählen aber er weinte und sagte schluchzend: "Sei still, ermüde dich nicht, du wirst wieder krank werden, das ist sicher". Doch ich lachte und sagte: "Es ist vorbei, ich bin geheilt! Verstehst du: geheilt!" Mein Mann weinte noch mehr: "Ich schäme mich, ich brauchte ein Wunder."

Welch eine Veränderung unseres Lebens! Gemeinsam Gott lieben, täglich gemeinsam beten, ein neues Leben beginnen! Man muss dem Tod ganz nah gewesen sein, um das zu verstehen. Nie werde ich diese erste gemeinsame Sonntagsmesse vergessen, die wir einige Monate später gefeiert haben und bei der wir zum ersten Mal Seite an Seite die Heilige Kommunion empfingen. Meine Seele strömte über vor Dankbarkeit und Liebe.


Brief von Alice Couteault
"Marianische Sammlung" 1978, von Bruder Albert Pfleger
« Letzte Änderung: 16. Mai 2016, 09:47:59 von Tina 13 »
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« Antwort #3434 am: 15. Mai 2016, 22:16:37 »
Der Geist des Herrn erfüllt den Erdkreis.
In ihm hat alles Bestand.
Nichts bleibt verborgen vor ihm. Halleluja.
 
Die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen
durch den Heiligen Geist, der uns gegeben ist. Halleluja.
 
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« Antwort #3435 am: 15. Mai 2016, 22:32:10 »
 ;tffhfdsds

ATME IN MIR, du Heiliger Geist, dass ich Heiliges denke.
Treibe mich, du Heiliger Geist, dass ich Heiliges tue.
Locke mich, du Heiliger Geist, dass ich Heiliges hüte.
Hüte mich, du Heiliger Geist,
dass ich deine Gabe nie mehr verliere. (Augustinus)
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« Antwort #3436 am: 16. Mai 2016, 10:13:37 »
 ;tffhfdsds


Der Ort, wo der Geist Gottes spricht und handelt, ist vor allem die Kirche, konkret: die hier und jetzt versammelte Gemeinde. Er schafft in der Gemeinde die Einheit, er gibt die Freude zum gemeinsamen Beten und Singen, er hilft uns zu einem glaubwürdigen christlichen Leben. Eine Gemeinde kann sich, ebenso wie der einzelne Mensch, dem Wirken des Geistes öffnen oder sich ihm in starrer Unbeweglichkeit verschließen. „Alle, die sich vom Geist Gottes leiten lassen, sind Kinder Gottes."
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« Antwort #3437 am: 16. Mai 2016, 13:40:21 »
Hl. Johannes Nepomuk, Priester, Märtyrer

 * um 1350 in Pomuk bei Pilsen, dem heutigen Nepomuk bei Plzen in Tschechien
† 20. März 1393 in der Moldau bei Prag in Tschechien

Er stammte aus Nepomuk (ältere Namensform: Pomuk) in Böhmen, studierte in Prag, war seit 1370 Kleriker von Prag und später Generalvikar. Dass er Beichtvater der Königin war und als Opfer des Beichtgeheimnisses starb, ergibt sich aus den zeitgenössischen Dokumenten nicht. Sein grausamer Tod gehört vielmehr in die Geschichte der Streitigkeiten zwischen König Wenzel und dem Erzbischof von Prag. Dass sich der Generalvikar mit einem Rat oder einer Bitte an die Königin ge­wandt hat, kann man vermuten. Sicher ist, dass er einen Günstling des Königs exkommuniziert hat. Er wurde gefoltert und, sterbend oder schon tot, am 20. März 1393 in die Moldau geworfen: Später wurde er im Veitsdom in Prag beigesetzt. Er wurde 1729 heilig gesprochen.
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« Antwort #3438 am: 16. Mai 2016, 13:42:04 »
Cyrill von Jerusalem (313-350), Bischof von Jerusalem und Kirchenlehrer

Die Vermittlung des Glaubensbekenntnisses: „Ich glaube, hilf meinem Unglauben!“

Ob es sich darum handelt, den Glauben zu erfassen oder ihn zu bekennen: erwirb und behalte nur das, was dir gegenwärtig von der Kirche vermittelt wird, das, was sich auf die ganze Schrift stützt. Es können nicht alle die heiligen Schriften lesen; die einen wegen ihrer Unwissenheit, die anderen deswegen, weil ihre anderweitigen Beschäftigungen sie davon abhalten, Kenntnisse zu erwerben. Damit dieses Unwissen nicht zum Tod der Seele führt, fassen wir die ganze Glaubenslehre in wenigen Glaubenssätzen zusammen […]

Behalte das, was du soeben gehört hast, im Gedächtnis. Nimm auch, wenn die Zeit gekommen ist, zu jedem Glaubensartikel das Zeugnis der Heiligen Schrift an. Diese Zusammenfassung des Glaubens ist ja nicht durch menschliche Laune entstanden; es sind aus der gesamten Schrift die wichtigsten Stellen ausgewählt worden, um den Glaubensinhalt zu komprimieren. So wie beim Senfsamen in einem kleinen Samenkorn (vgl. Mt 13,32) bereits viele Zweige angelegt sind, so umschließt dieses Glaubenssymbol in wenigen Worten die ganze Weisheit der Gottergebenheit im Alten und Neuen Testament.

Seid also achtsam, liebe Brüder, bewahrt die Lehre, die euch jetzt übermittelt worden ist, und „schreibt sie in eure Herzen ein“ (vgl. 2 Kor 3,3) […] Der Apostel Paulus sagt es so: „Ich gebiete dir bei Gott, von dem alles Leben kommt, und bei Christus Jesus, der vor Pontius Pilatus das gute Bekenntnis abgelegt hat und als Zeuge dafür eingetreten ist: Erfülle deinen Auftrag rein und ohne Tadel, bis zum Erscheinen Jesu Christi, unseres Herrn“ (1 Tim 6,13f.).   

Taufkatechesen, Nr. 5,12-13; PG 33, 520-524
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« Antwort #3439 am: 16. Mai 2016, 13:44:20 »
Apostelgeschichte 19,1b-6a.

Paulus kam nach Ephesus hinab.
Er traf einige Jünger und fragte sie: Habt ihr den Heiligen Geist empfangen, als ihr gläubig wurdet? Sie antworteten ihm: Wir haben noch nicht einmal gehört, dass es einen Heiligen Geist gibt.
Da fragte er: Mit welcher Taufe seid ihr denn getauft worden? Sie antworteten: Mit der Taufe des Johannes.
Paulus sagte: Johannes hat mit der Taufe der Umkehr getauft und das Volk gelehrt, sie sollten an den glauben, der nach ihm komme: an Jesus.
Als sie das hörten, ließen sie sich auf den Namen Jesu, des Herrn, taufen.
Paulus legte ihnen die Hände auf, und der Heilige Geist kam auf sie herab.

Psalm 145(144),2-5.8-11.15-16.

Ich will dich preisen Tag für Tag
und deinen Namen loben immer und ewig.
Groß ist der Herr und hoch zu loben,
seine Größe ist unerforschlich.

Ein Geschlecht verkünde dem andern den Ruhm deiner Werke
und erzähle von deinen gewaltigen Taten.
Sie sollen vom herrlichen Glanz deiner Hoheit reden;
ich will deine Wunder besingen.

Der Herr ist gnädig und barmherzig,
langmütig und reich an Gnade.
Der Herr ist gütig zu allen,
sein Erbarmen waltet über all seinen Werken.

Danken sollen dir, Herr, all deine Werke
und deine Frommen dich preisen.
Sie sollen von der Herrlichkeit deines Königtums reden,
sollen sprechen von deiner Macht.

Aller Augen warten auf dich,
und du gibst ihnen Speise zur rechten Zeit.
Du öffnest deine Hand
und sättigst alles, was lebt, nach deinem Gefallen.

Brief des Apostels Paulus an die Römer 8,14-17.

Brüder! Alle, die sich vom Geist Gottes leiten lassen, sind Söhne Gottes.
Denn ihr habt nicht einen Geist empfangen, der euch zu Sklaven macht, so dass ihr euch immer noch fürchten müsstet, sondern ihr habt den Geist empfangen, der euch zu Söhnen macht, den Geist, in dem wir rufen: Abba, Vater!
So bezeugt der Geist selber unserem Geist, dass wir Kinder Gottes sind.
Sind wir aber Kinder, dann auch Erben; wir sind Erben Gottes und sind Miterben Christi, wenn wir mit ihm leiden, um mit ihm auch verherrlicht zu werden.

Evangelium nach Johannes 3,16-21.

Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht zugrunde geht, sondern das ewige Leben hat.
Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richtet, sondern damit die Welt durch ihn gerettet wird.
Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet; wer nicht glaubt, ist schon gerichtet, weil er an den Namen des einzigen Sohnes Gottes nicht geglaubt hat.
Denn mit dem Gericht verhält es sich so: Das Licht kam in die Welt, und die Menschen liebten die Finsternis mehr als das Licht; denn ihre Taten waren böse.
Jeder, der Böses tut, hasst das Licht und kommt nicht zum Licht, damit seine Taten nicht aufgedeckt werden.
Wer aber die Wahrheit tut, kommt zum Licht, damit offenbar wird, dass seine Taten in Gott vollbracht sind.
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La Salette 1846



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