Autor Thema: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."  (Gelesen 4663112 mal)

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« Antwort #3768 am: 15. Juli 2016, 07:02:01 »
Buch Jesaja 38,1-6.21-22.7-8.

In jenen Tagen wurde Hiskija schwer krank und war dem Tod nahe. Der Prophet Jesaja, der Sohn des Amoz, kam zu ihm und sagte: So spricht der Herr: Bestell dein Haus; denn du wirst sterben, du wirst nicht am Leben bleiben.
Da drehte sich Hiskija mit dem Gesicht zur Wand und betete zum Herrn:
Ach Herr, denk daran, dass ich mein Leben lang treu und mit aufrichtigem Herzen meinen Weg vor deinen Augen gegangen bin und dass ich immer getan habe, was dir gefällt. Und Hiskija begann laut zu weinen.
Da erging das Wort des Herrn an Jesaja:
Geh zu Hiskija, und sag zu ihm: So spricht der Herr, der Gott deines Vaters David: Ich habe dein Gebet gehört und deine Tränen gesehen. Ich will zu deiner Lebenszeit noch fünfzehn Jahre hinzufügen.
Und ich will dich und diese Stadt aus der Gewalt des Königs von Assur retten und diese Stadt beschützen.
Darauf sagte Jesaja: Man hole einen Feigenbrei und streiche ihn auf das Geschwür, damit der König gesund wird.
Hiskija aber fragte Jesaja: Was ist das Zeichen dafür, dass ich wieder zum Haus des Herrn hinaufgehen werde?
Das soll für dich das Zeichen des Herrn sein, dass der Herr sein Versprechen halten wird:
Siehe, ich lasse den Schatten, der auf den Stufen des Ahas bereits herabgestiegen ist, wieder zehn Stufen hinaufsteigen. Da stieg der Schatten auf den Stufen, die er bereits herabgestiegen war, wieder zehn Stufen hinauf.

Buch Jesaja 38,10-11.12abcd.16.20.

Ich sagte: In der Mitte meiner Tage
muss ich hinab zu den Pforten der Unterwelt,
man raubt mir den Rest meiner Jahre.
Ich darf den Herrn nicht mehr schauen im Land der Lebenden,
keinen Menschen mehr sehen bei den Bewohnern der Erde.

Meine Hütte bricht man über mir ab,
man schafft sie weg wie das Zelt eines Hirten.
Wie ein Weber hast du mein Leben zu Ende gewoben,
du schneidest mich ab wie ein fertig gewobenes Tuch.

Herr, ich vertraue auf dich; du hast mich geprüft.
Mach mich gesund, und lass mich wieder genesen!
Der Herr war bereit, mir zu helfen;
wir wollen singen und spielen im Haus des Herrn, solange wir leben.

Evangelium nach Matthäus 12,1-8.

In jener Zeit ging Jesus an einem Sabbat durch die Kornfelder. Seine Jünger hatten Hunger; sie rissen deshalb Ähren ab und aßen davon.
Die Pharisäer sahen es und sagten zu ihm: Sieh her, deine Jünger tun etwas, das am Sabbat verboten ist.
Da sagte er zu ihnen: Habt ihr nicht gelesen, was David getan hat, als er und seine Begleiter hungrig waren -
wie er in das Haus Gottes ging und wie sie die heiligen Brote aßen, die weder er noch seine Begleiter, sondern nur die Priester essen durften?
Oder habt ihr nicht im Gesetz gelesen, dass am Sabbat die Priester im Tempel den Sabbat entweihen, ohne sich schuldig zu machen?
Ich sage euch: Hier ist einer, der größer ist als der Tempel.
Wenn ihr begriffen hättet, was das heißt: Barmherzigkeit will ich, nicht Opfer, dann hättet ihr nicht Unschuldige verurteilt;
denn der Menschensohn ist Herr über den Sabbat.
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

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« Antwort #3769 am: 15. Juli 2016, 07:04:10 »
Zitate über die Heilige Jungfrau Maria

Eher werden Himmel und Erde vergehen,
als dass Maria demjenigen ihre Hilfe versagt,
der sie um Hilfe bittet
und auf sie sein Vertrauen setzt.

Gott könnte eine grössere Welt schaffen als die gegenwärtige.
Er könnte auch einen grösseren Himmel schaffen als den über uns.
Aber eine grössere Mutter als die Gottesmutter kann er nicht schaffen.

Hl. Bonaventura, Kirchenlehrer (1221-1274)
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« Antwort #3770 am: 15. Juli 2016, 23:25:23 »
Unsere Liebe Frau vom Berg Karmel: Die Kapelle vom Berg Karmel

Es wird berichtet: Als die vom Heiligen Geist inspirierten Apostel am Heiligen Pfingsttage in verschiedenen Sprachen redeten und zahlreiche Wunder wirkten, indem sie den erhabenen Namen Jesu anriefen, nahmen zahlreiche Jünger der Heiligen Propheten Elija und Elischa, die durch die Predigten des Heiligen Johannes des Täufers auf das Kommen Jesu vorbereitet waren, und die Wahrheit erkannt und angenommen hatten, sogleich den Glauben des Evangeliums an. Die Selige Jungfrau Maria aber, mit der sie sich vertraulich unterhalten konnten, wurde in diesen beglückenden Stunden, für sie das Ziel einer so besonderen Liebe und einer so tiefen Verehrung, dass diese Jünger als erste von allen, am Berg Karmel, an der Stelle, an der Elija eine Wolke aufsteigen sah, eine Kapelle für diese reinste Jungfrau errichteten.

Dom Prosper Guéranger
16. Juli, Unsere Liebe Frau vom Berg Karmel
Das Liturgische Jahr, Die Zeit nach Pfingsten
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« Antwort #3771 am: 16. Juli 2016, 07:08:39 »
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FÜRBITTEN
Zu Jesus Christus, auf dem der Geist Gottes liegt, wollen wir voll Vertrauen beten:
Für alle Hirten der Kirche: gib ihnen Klugheit und Tatkraft. (Stille) Christus, höre uns.
A.: Christus, erhöre uns.
Für die Völker: zeige ihnen Wege, wie sie ihre Probleme lösen können. (Stille) Christus, höre uns.
Für die Armen: gib ihnen, was sie zum Leben nötig haben. (Stille) Christus, höre uns.
Für unsere Gemeinde: lass sie Vertrauen und Freude ausstrahlen. (Stille) Christus, höre uns.
Gütiger Gott, du hast uns für eine unvergängliche Freude geschaffen. Mach uns froh in deinem Dienst durch Christus, unseren Herrn.
A.: Amen.
 
TAGESGEBET
Allmächtiger Gott,
wir glauben und bekennen,
dass unser Herr Jesus Christus
für uns gestorben und auferstanden ist.
Erwecke auch uns
durch die Kraft des Heiligen Geistes zum neuen Leben.
Darum bitten wir durch ihn,
der in der Einheit des Heiligen Geistes
mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit. (MB 160)
« Letzte Änderung: 16. Juli 2016, 07:11:00 von Tina 13 »
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« Antwort #3772 am: 16. Juli 2016, 07:13:24 »
Gedenktag Unserer Lieben Frau auf dem Berge Karmel

Die im Karmelitenorden von Anfang an gepflegte Marienverehrung hängt mit dem Ursprung des Ordens zusammen: Er führt sich auf eine Gruppe von Eremiten zurück, die wohl schon seit altchristlicher Zeit auf dem Berg Karmel (bei Haifa) nach dem Vorbild des Propheten Elija und seiner Schüler ein asketisches Leben führten. Sie deuteten die kleine Wolke, die nach der langen Dürre in der Zeit Elijas vom Meer aufstieg und den rettenden Regen ankündigte (1 Kön 18,44), als ein Bild der Mutter des Herrn. Die Verehrung der Heiligen Jungfrau unter dem Titel „Unsere liebe Frau vom Berg Karmel“ nahmen sie auch mit nach Europa, als sie im 13. Jahrhundert vor den Sarazenen fliehen mussten. Nach einer legendären Überlieferung soll Maria dem Ordensgeneral Simon Stock (England) das „Skapulier“ übergeben haben, mit besonderen Verheißungen für alle, die im Leben und im Sterben damit bekleidet sind. Daher auch die Bezeichnung „Skapulierfest“ für den heutigen Gedenktag, der 1726 in den römischen Festkalender aufgenommen wurde.
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« Antwort #3773 am: 16. Juli 2016, 07:15:09 »

Tertullian (um 155-um 220), Theologe

„Seht, das ist mein Knecht [...] Er schreit nicht und lärmt nicht“

Gott hätte nicht als Mensch leben können, wenn er nicht eine menschliche Art und Weise angenommen hätte, zu denken und zu handeln. Deshalb hat er unter der Demut den Glanz seiner Majestät verhüllt, den die menschliche Schwachheit nicht hätte ertragen können. Das alles war seiner nicht würdig, doch notwendig für den Menschen. Und deshalb wurde es plötzlich auch Gottes würdig, denn nichts ist Gottes so würdig, wie das Heil der Menschen […]

Alles, was Gott verliert, gewinnt der Mensch. Deshalb werden alle Erniedrigungen, die mein Gott erlitten hat, um uns nahe zu sein, zum Heilssakrament der Menschen. Gott hat mit den Menschen gehandelt, damit der Mensch lerne, nach Gottes Plan zu handeln. Gott verkehrte mit dem Menschen von gleich zu gleich, damit der Mensch von gleich zu gleich mit Gott handeln könne. Gott hat sich klein gemacht, damit der Mensch groß wird.

Gegen Markion, III, 2,27
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« Antwort #3774 am: 16. Juli 2016, 07:15:57 »
Buch Micha 2,1-5.

Weh denen, die auf ihrem Lager Unheil planen und Böses ersinnen. Wenn es Tag wird, führen sie es aus; denn sie haben die Macht dazu.
Sie wollen Felder haben und reißen sie an sich, sie wollen Häuser haben und bringen sie in ihren Besitz. Sie wenden Gewalt an gegen den Mann und sein Haus, gegen den Besitzer und sein Eigentum.
Darum - so spricht der Herr: Seht, ich plane Unheil gegen diese Sippe. Dann könnt ihr den Hals nicht mehr aus der Schlinge ziehen und ihr werdet den Kopf nicht mehr so hoch tragen; denn es wird eine böse Zeit sein.
An jenem Tag singt man ein Spottlied auf euch und es ertönt die Klage: Vernichtet sind wir, vernichtet! Den Besitz seines Volkes veräußert der Herr und niemand gibt ihn zurück; an Treulose verteilt er unsere Felder.
Darum wird in der Gemeinde des Herrn keiner mehr sein, der euch einen Acker zuteilt mit der Messschnur.

Psalm 9(9B),1-2.3-4.7-8.14.

Herr, warum bleibst du so fern,
verbirgst dich in Zeiten der Not?
In seinem Hochmut quält der Frevler die Armen.
Er soll sich fangen in den Ränken, die er selbst ersonnen hat.

Denn der Frevler rühmt sich nach Herzenslust,
er raubt, er lästert und verachtet den Herrn.
Überheblich sagt der Frevler:
«Gott straft nicht. Es gibt keinen Gott.»
So ist sein ganzes Denken.

Sein Mund ist voll Fluch und Trug und Gewalttat;
auf seiner Zunge sind Verderben und Unheil.
Er liegt auf der Lauer in den Gehöften
und will den Schuldlosen heimlich ermorden;
seine Augen spähen aus nach dem Armen.

Du siehst es ja selbst;
denn du schaust auf Unheil und Kummer.
Der Schwache vertraut sich dir an;
du bist den Verwaisten ein Helfer.

Evangelium nach Matthäus 12,14-21.

In jener Zeit fassten die Pharisäer den Beschluss, Jesus umzubringen.
Als Jesus das erfuhr, ging er von dort weg. Viele folgten ihm, und er heilte alle Kranken.
Aber er verbot ihnen, in der Öffentlichkeit von ihm zu reden.
Auf diese Weise sollte sich erfüllen, was durch den Propheten Jesaja gesagt worden ist:
Seht, das ist mein Knecht, den ich erwählt habe, mein Geliebter, an dem ich Gefallen gefunden habe. Ich werde meinen Geist auf ihn legen, und er wird den Völkern das Recht verkünden.
Er wird nicht zanken und nicht schreien, und man wird seine Stimme nicht auf den Straßen hören.
Das geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen und den glimmenden Docht nicht auslöschen, bis er dem Recht zum Sieg verholfen hat.
Und auf seinen Namen werden die Völker ihre Hoffnung setzen.
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« Antwort #3775 am: 16. Juli 2016, 15:00:02 »
Unsere Liebe Frau vom Berg Karmel: Der Garten der Gnaden Gottes

"Karmel" ist ein hebräisches Wort. Man hat erwogen, dass es vom Wort "Kerem" kommt, das Garten, Weinberg, bedeutet, und dem Wort "El", das Gott heisst, sodass "Karmel" "der Weinberg" oder "der Garten Gottes" bedeutet.

Dieses Wort "Kerem" ist ein Gattungsname, den man "durch Antonomasie" in Anwendung brachte, das heisst, dass man aus diesem Berg Karmel, auf Grund seiner Fruchtbarkeit und dem Überfluss seiner Vegetation, praktisch einen Eigennamen gemacht hat. Auf Grund dieser Kennzeichen, wurde er zum "Garten par excellence" von Palästina. Wenn man diese Tatsache mit einer ganzen Reihe von Passagen aus dem Alten Testament, in denen der Karmel erwähnt wird, vergleicht, erkennt man, dass dieser Berg in der prophetischen und poetischen Literatur Israels, sehr schnell zum Symbol der Gnade geworden ist: der Karmel ist der Garten der Schönheit, der grünenden Fruchtbarkeit, das Abbild der Gnaden und des Segens Gottes für sein Volk.

Was man im Allgemeinen über das Heilige Land, "das Land in dem Milch und Honig fliessen", sagt, sagt man in privilegierter Weise über diesen Teil des Heiligen Landes, den Berg Karmel. Dieser erscheint dadurch wie der Mittelpunkt des Landes der Verheissung: er ist das Symbol der Gnade Gottes, das gemeinsame Gut des verheissenen Landes.

Und, wie alles, was im Alten Bund geschieht, das Abbild, das "Urbild" dessen ist, was sich im Neuen Bund vollendet, behält der Name des Karmels in Diesem, die symbolische Bedeutung, die er in Jenem hatte. Er wird immer den Garten der Gnade Gottes bezeichnen.

Joseph de Sainte Marie, OCD
La Vierge du Mont Carmel,
P. Lethielleux 1985
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La Salette 1846



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