Autor Thema: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."  (Gelesen 4663282 mal)

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« Antwort #3920 am: 12. August 2016, 21:27:31 »
Bewahre mir ein Kinderherz

Heilige Maria, Mutter Gottes,
Bewahre mir ein Kinderherz, rein und durchsichtig wie eine Quelle.
Verhilf mir zu einem einfachen Herzen, das der Traurigkeit nicht verfällt,
Zu einem grossartigen Herzen, das sich verschenkt, voll von zartem Mitgefühl,
Zu einem treuen und edelmütigen Herzen,
Das das Gute nicht vergisst und das Böse nicht nachträgt.
Schenke mir ein mildes und demütiges Herz,
Das liebt ohne Gegenliebe zu erwarten, das sich im Angesicht Jesu freudig
Einem anderen Herzen hingibt,
Ein starkes und unbezähmbares Herz, das keine Undankbarkeit verschliessen,
Keine Gleichgültigkeit ermüden kann, ein, von der Herrlichkeit Jesu Christi
Aufgewühltes Herz, verwundet von Seiner Liebe,
dessen Wunde erst in der Ewigkeit heilt.

P. Léonce de Grandmaison (1868 - 1927)
 
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

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« Antwort #3921 am: 13. August 2016, 16:12:48 »
Maria, Braut des Heiligen Geistes

Maximilian Kolbe war nur einmal in Lourdes, und zwar 1930. 1914 wurde er aber auf wunderbare Weise geheilt, nachdem er seinen rechten Daumen, den ihm die Ärzte amputieren wollten, in Lourdes-Wasser getaucht hatte. Diese Amputation wäre wahrscheinlich ein Hinderungsgrund für den Eintritt in einen Orden gewesen. Von den Erscheinungen von Lourdes ausgehend, meditierte er viel über das Mysterium der vom Heiligen Geist ganz erfüllten Unbefleckten Empfängnis.

Die Heilige Jungfrau darf mit Recht "Braut des Heiligen Geistes" genannt werden. Dieser Name, der in der kirchenväterkundlichen und theologischen Überlieferung gut bekannt ist, wird uns im Neuen Testament nahegelegt. "Es ist eine Analogie, erklärt Pater Kolbe, der von Johannes Paul II. zitiert wird, die die unaussprechliche, innige und fruchtbare Vereinigung zwischen dem Heiligen Geist und Maria erahnen lässt. Im selben Augenblick in dem Maria ins Dasein getreten ist, schlägt der Geist seine Wohnung in ihr auf: er nimmt völlig von ihr Besitz, erfüllt sie so sehr, dass der Name "Braut des Heiligen Geistes", nur einen fernen Schatten dieser Vereinigung darstellt, blass und unvollkommen."

"Gewiss ist die dritte Person der Heiligen Dreifaltigkeit nicht inkarniert, dennoch kann unser menschliches Wort "Braut" die Wirklichkeit der Beziehung der Unbefleckten mit dem Heiligen Geist nicht wirklich ausdrücken. Man kann behaupten, dass die Unbefleckte im gewissen Sinn, die "Inkarnation des Heiligen Geistes" ist."

Um die Wirklichkeit der Verbindung der Heiligen Jungfrau und des Heiligen Geistes zu verstehen, schlägt Pater Manteau-Bonamy diesen Vergleich vor: "Wenn man die Verbindung Jesus und des Sohnes Gottes, gemäss Nestorius, auf die Unbefleckte und den Heiligen Geist überträgt, ist man dabei zu begreifen, warum die Unbefleckte Braut, Magd und Tempel des Heiligen Geistes ist."

Heiliger Maximilian Kolbe
Konferenz vom 5. Februar 1941 und Predigt Papst Johannes Paul II.
vom 8. Dezember 1982 in der Basilika Santa Maria Maggiore
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« Antwort #3922 am: 13. August 2016, 16:50:45 »
Hl. Pontianus
Bischof von Rom, Märtyrer
* in Rom
† 236 auf Sardinien in Italien

Hl. Hippolyt
Priester, Märtyrer
* um 170 in Kleinasien oder Alexandria in Ägypten
† im August 236 (?) auf Sardinien in Italien

Pontianus war 230-235 Papst. In der Verfolgung des Maximinus wurde er 235 zusammen mit Hippolyt nach Sardinien verbannt, wo er bald starb. Sein Todestag ist unbekannt.

Hippolyt stammte aus Kleinasien oder Alexandrien, war Schüler des Irenäus und ein gelehrter Theologe und Schriftsteller. Als 217 Kallistus zum Papst gewählt wurde, ließ sich Hippolyt, der sich ihm geistig überlegen fühlte, zum Gegenpapst wählen und beschuldigte Kallistus der Irrlehre. Die Spaltung dauerte noch unter Pontianus an und ging erst zu Ende, als Hippolyt, kurz vor seinem Tod in den Bergwerken von Sardinien, auf seine Ansprüche verzichtete und zur Einheit der Kirche zurückkehrte.
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« Antwort #3923 am: 13. August 2016, 16:57:57 »
Maximus von Turin (?-um 420), Bischof

„[...] wie dieses Kind“

Der Herr sagt zu den schon betagten und reifen Aposteln: Wenn ihr nicht umkehrt und wie dieses Kind werdet, könnt ihr nicht in das Himmelreich kommen (vgl. Mt 18,3−4) [...] Er ermuntert sie dazu, die Kindschaft wiederzuerlangen, [...] auf dass sie in der Unschuld des Herzen wiedergeboren werden: „Wenn jemand nicht von neuem geboren wird, kann er das Reich Gottes nicht sehen“ (Joh 3,3).

Wenn ihr nicht werdet wie dieses Kind: Er sagt nicht „diese Kinder“, sondern „wie dieses Kind“. Er hat nur eines ausgewählt und stellt nur eines vor sie hin. Wer ist also dieses Kind, das er den Jüngern als Beispiel vorstellt? Ich glaube nicht, dass es sich um ein Kind aus dem Volk handelt, aus der Menschenmenge, das den Aposteln ein Modell an Heiligkeit für die ganze Welt vorstellen soll. Nein, ich glaube nicht, dass dieses Kind aus dem Volk kam, sondern aus dem Himmel. Es ist dieses Kind aus dem Himmel, von dem der Prophet Jesaja spricht: „[...] uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns geschenkt“ (Jes 9,5). Es ist das unschuldige Kind, das nicht auf die Beschimpfungen mit Beschimpfungen, auf die Schläge mit Schlägen antworten kann – noch viel mehr: das in größter Todesangst für seine Feinde betet: „Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun“ (Lk 23,34). Und deshalb, in seiner Gnadenfülle, fließt der Herr über von dieser Einfachheit, die die Natur den Kindern schenkt. Er ist dieses Kind, das die Kleinen darum bittet, ihn nachzuahmen und ihm zu folgen.

58. Homilie
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« Antwort #3924 am: 13. August 2016, 17:01:52 »
Buch Ezechiel 18,1-10.13b.30-32.

Das Wort des Herrn erging an mich:
Wie kommt ihr dazu, im Land Israel das Sprichwort zu gebrauchen: Die Väter essen saure Trauben, und den Söhnen werden die Zähne stumpf?
So wahr ich lebe - Spruch Gottes, des Herrn -, keiner von euch in Israel soll mehr dieses Sprichwort gebrauchen.
Alle Menschenleben sind mein Eigentum, das Leben des Vaters ebenso wie das Leben des Sohnes, sie gehören mir. Nur wer sündigt, soll sterben.
Ist jemand gerecht, so handelt er nach Recht und Gerechtigkeit.
Er hält auf den Bergen keine Opfermahlzeiten ab. Er blickt nicht zu den Götzen des Hauses Israel auf. Er schändet nicht die Frau seines Nächsten. Einer Frau tritt er nicht nahe während ihrer Blutung.
Er unterdrückt niemand. Er gibt dem Schuldner das Pfand zurück. Er begeht keinen Raub. Dem Hungrigen gibt er von seinem Brot, und den Nackten bekleidet er.
Er leiht nicht gegen Zins und treibt keinen Wucher. Er hält seine Hand vom Unrecht fern. Zwischen Streitenden fällt er ein gerechtes Urteil.
Er lebt nach meinen Gesetzen, er achtet auf meine Rechtsvorschriften und befolgt sie treu. Er ist gerecht, und deshalb wird er am Leben bleiben - Spruch Gottes, des Herrn.
Angenommen aber, er zeugt einen Sohn, der gewalttätig wird, der Blut vergießt oder eine andere von diesen Sünden begeht,
soll der dann am Leben bleiben? Er soll nicht am Leben bleiben. Er hat alle diese Greueltaten verübt, darum muss er sterben. Er ist selbst schuld an seinem Tod.
Darum will ich euch richten, jeden nach seinem Verhalten, ihr vom Haus Israel - Spruch Gottes, des Herrn. Kehrt um, wendet euch ab von all euren Vergehen! Sie sollen für euch nicht länger der Anlass sein, in Sünde zu fallen.
Werft alle Vergehen von euch, die ihr verübt habt! Schafft euch ein neues Herz und einen neuen Geist! Warum wollt ihr sterben, ihr vom Haus Israel?
Ich habe doch kein Gefallen am Tod dessen, der sterben muss - Spruch Gottes, des Herrn. Kehrt um, damit ihr am Leben bleibt.

Psalm 51(50),12-13.14-15.18-19.

Erschaffe mir, Gott, ein reines Herz,
und gib mir einen neuen, beständigen Geist!
Verwirf mich nicht von deinem Angesicht,
und nimm deinen heiligen Geist nicht von mir!

Mach mich wieder froh mit deinem Heil;
mit einem willigen Geist rüste mich aus!
Dann lehre ich Abtrünnige deine Wege,
und die Sünder kehren um zu dir.

Schlachtopfer willst du nicht, ich würde sie dir geben;
an Brandopfern hast du kein Gefallen.
Das Opfer, das Gott gefällt, ist ein zerknirschter Geist,
ein zerbrochenes und zerschlagenes Herz wirst du, Gott, nicht verschmähen.

Evangelium nach Matthäus 19,13-15.

In jener Zeit brachte man Kinder zu Jesus, damit er ihnen die Hände auflegte und für sie betete. Die Jünger aber wiesen die Leute schroff ab.
Doch Jesus sagte: Lasst die Kinder zu mir kommen; hindert sie nicht daran! Denn Menschen wie ihnen gehört das Himmelreich.
Dann legte er ihnen die Hände auf und zog weiter
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« Antwort #3925 am: 14. August 2016, 13:10:08 »
Sie wird in den Himmel aufgenommen, die Jungfrau von Jesse

Sie wird in den Himmel aufgenommen,
Die jungfräuliche Mutter,
Die Jungfrau von Jesse.
Mit ihrem Leib
Und für die Ewigkeit,
Steigt sie empor, bis zu Jenem, der ist.
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« Antwort #3926 am: 14. August 2016, 16:58:13 »
Hl. Maximilian Maria Kolbe

Ordensmann, Priester, Märtyrer
* 7. Januar 1894 in Zduńska Wola bei Lódz in Polen
† 14. August 1941 in Auschwitz, heute Oświęcim in Polen

Maximilian Maria Kolbe, geboren 7. Januar 1894 zu Zdunska-Wola in Polen, wurde Minorit und 1918 Priester, rief eine marianische Apostolatsvereinigung ins Leben und baute seit 1922 in Polen und seit 1930 in Japan die katholische Presse auf. Nach Reisen in weitere asiatische Länder, nach Italien und Lettland kehrte er 1936 nach Polen zurück. Nach dem Einmarsch der Deutschen wurde er im September 1940 gemeinsam mit weiteren Mitbrüdern ins Konzentrationslager Oranienburg gebracht, aber zunächst im Dezember desselben Jahres freigelassen. Wegen seiner unermüdlichen Medienarbeit und der Aufnahme vieler Flüchtlinge wurde er 1941 wieder verhaftet und nach Auschwitz verschleppt. Dort opferte er freiwillig sein Leben in Stellvertretung für einen jungen polnischen Familienvater.
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« Antwort #3927 am: 14. August 2016, 17:02:02 »
Dionysius der Kartäuser (1402-1471), Mönch

In den Herzen der Menschen das Feuer der Gottesliebe entzünden

„Ich bin gekommen, um Feuer auf die Erde zu werfen“: Ich bin von der Höhe des Himmels herabgestiegen und habe mich durch das Geheimnis meiner Fleischwerdung den Menschen offenbart, um in den menschlichen Herzen das Feuer der göttlichen Liebe zu entzünden. „Wie froh wäre ich, es würde schon brennen!“ – das heißt: dass es sich entfache und zu einer durch den Heiligen Geist genährten Flamme werde, und dass es Taten der Güte hervorbringe!

Christus kündet daraufhin an, dass er den Kreuzestod erleiden wird, bevor das Feuer dieser Liebe die Menschheit entzündet. Und tatsächlich ist es das allerheiligste Leiden Christi, das der Menschheit ein so großes Geschenk erwirkt hat, und es ist vor allem die Erinnerung an sein Leiden, die eine Feuerflamme in den treuen Herzen entzündet. „Ich muss mit einer Taufe getauft werden“, anders gesagt: Es steht mir an und ist mir bestimmt durch eine Ordnung Gottes, eine Bluttaufe zu empfangen, mich zu baden und einzutauchen wie ins Wasser in meinem Blut, das am Kreuz vergossen wurde, um die ganze Welt loszukaufen. „[...] ich bin sehr bedrückt, solange sie noch nicht vollzogen ist“, mit anderen Worten, bis mein Leiden vollendet ist und ich sagen kann: „Es ist vollbracht!“ (Joh 19,30).

Kommentar zum Lukasevangelium, 12, 72-74
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La Salette 1846



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