Autor Thema: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."  (Gelesen 4663504 mal)

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« Antwort #4024 am: 06. September 2016, 05:39:28 »
Hl. Maginold (Magnus, Mang)

Glaubensbote im Allgäu

* um 699 bei St. Gallen (?) in der Schweiz
† um 772 im heutigen Füssen in Bayern

Maginold, zunächst mit anderen zusammen Einsiedler und Mönch im heutigen St. Gallen, wurde - nach der Vita seines Freundes Theodor - im 8. Jahrhundert der Apostel des Allgäus. Der Legende nach war er Gefährte von Kolumban und Gallus, tatsächlich war er wohl im Auftrag von Bischof Wikterp zusammen mit Tozzo und Theodor ab etwa 746 im Oställgäu tätig. Während Theodor in Kempten blieb, wirkte Maginold am oberen Lech und baute zunächst ein Bethaus in Waltenhofen, dann gründete er im heutigen Füssen eine Zelle, die von König Pippin dem Jüngeren mit Gütern ausgestattet wurde und aus der eine klösterliche Gemeinschaft wuchs.

Nach einer Reihe von Wundererzählungen überwältigte Maginold einen Drachen, der ihm den Weg versperren wollte, und zwang einen Bären, von seinen Äpfeln abzulassen. Mit seinem Stab soll er Schlangen und Bären, die die Einwohner bedrohten, vertrieben haben.

Nach dem Tod von Bischof Wikterp verfiel die Mönchsgemeinschaft, um 850 wurde sie vom Augsburger Bischof Lanto wiederbegründet; Maginolds Gebeine wurden erhoben und in die Krypta übertragen, das nach ihm benannte Benediktinerkloster St. Mang in Füssen entstand.

Maginold wurde als Apostel des Allgäus auch in Tirol, in der Schweiz sowie in Altbayern und Schwaben hoch verehrt und teilweise zu den Nothelfern gezählt. Auch heute noch wird in Schussenried und Wangen im Allgäu ein silberner St.-Mang-Stab bei Bittprozessionen gegen Flurschäden über die Felder getragen.
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

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« Antwort #4025 am: 06. September 2016, 06:47:11 »
Und du, zeige mir, dass du mein Sohn bist!

Manch Sünder sagte eines Tages zur Heiligen Jungfrau: „Zeige mir, dass du meine Mutter bist“ - „Und du“, antwortete sie, „zeige mir, dass du mein Sohn bist.“ Und einem anderen, der sie ebenfalls anrief und der sie Mutter der Barmherzigkeit nannte, sagte sie: „Ihr anderen Sünder, wenn ihr meinen Beistand braucht, nennt ihr mich Mutter der Barmherzigkeit aber, durch eure Sünden, hört nicht auf, aus mir eine Mutter des Elends und des Schmerzes zu machen.“

Hl. Alfons Maria von Liguori
„Die Herrlichkeiten Mariens“
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« Antwort #4026 am: 07. September 2016, 06:31:41 »
Unsere Liebe Frau von Aparecida, Schutzpatronin Brasiliens

Die 36 cm grosse Darstellung Unserer Lieben Frau der Empfängnis, wurde 1717 mit den Netzen der Fischer Felipe Pedroso, João Alves und Domingos Garcia, aus dem Fluss Paraiba, ganz in der Nähe der Stadt Guaratingueta, in Brasilien, herausgefischt.

Zuerst fanden sie den Körper und dann, gleich danach, an einer, mehrere Meter tieferen Stelle, den Kopf des Bildnisses. Bald begannen sie sie zu verehren, indem sie sie „Nossa Senhora Aparecida“ nannten, da sie in ihren Netzen „erschienen“ ist, während sie fischten.

Die ersten Wunder geschahen sogleich nach der Entdeckung des Bildnisses, als die Menschen sich vor ihm versammelten, um zu singen und den Rosenkranz und Litaneien zu beten. In der Folge wurden, nach Anrufung der Hl. Jungfrau Maria, durch diese Mariendarstellung, mehrere Gnaden gewährt. Und so begannen die Wallfahrten und die Pilger kamen sogar von sehr weit her.

Im Juli 1930,  ist Unsere Liebe Frau von Aparecida durch Papst Pius XI. durch ein Dekret zur Königin und Schutzpatronin Brasilien ausgerufen worden, ein Titel, der durch die brasilianische Regierung, in Gegenwart von mehr als einer Million Menschen, offiziell anerkannt wurde.

Heute besuchen jährlich acht Millionen Pilger das Heiligtum. Am 12. Oktober, dem Patroziniumsfest, haben wir eine beträchtliche Anzahl von Pilgern und die Wallfahrt der Arbeiter findet jedes Jahr am 7. September, dem Nationalfeiertag, statt.

Mgr. Damasceno, Bischof von Aparecida
Interview Ave Maria - 2005
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« Antwort #4027 am: 07. September 2016, 06:51:56 »
Hl. Gregor von Nyssa (um 335-395), Mönch und Bischof

„Selig, die arm sind vor Gott“

Da fast alle Menschen von Natur aus zum Stolz neigen, brandmarkt der Herr zu Beginn der Seligpreisungen das Grundübel der Selbstgefälligkeit und rät, sich den wahren, den freiwillig Armen zum Vorbild zu nehmen, ihn, der wirklich selig ist – um ihm, so gut es geht, durch freiwillige Armut ähnlich zu werden, und so teilzuhaben an seiner Seligkeit, an seinem Glück. „Seid untereinander so gesinnt, wie es dem Leben in Christus Jesus entspricht: Er war Gott gleich, hielt aber nicht daran fest, wie Gott zu sein, sondern er entäußerte sich und wurde wie ein Sklave“ (Phil 2,5-7).

Was gibt es für Gott Beschämenderes, als das Leben eines Sklaven zu führen? Was gibt es für den König des Universums Geringeres, als unsere Menschennatur anzunehmen? Der König der Könige und Herr der Herren, der Richter aller (1 Tim 6,17; Hebr 12,33) zahlt dem Kaiser Steuern (Mk 12,17). Der Herr der Schöpfung umarmt diese Welt, tritt in eine Höhle, findet in einem Gasthof keinen Platz und sucht in einem Stall Zuflucht, zusammen mit Tieren, die keine Vernunft haben. Der ganz Reine lädt den Schmutz der menschlichen Natur auf sich, teilt mit uns alles Elend und macht schließlich sogar die Erfahrung des Todes. Wie ganz ohne Maß ist doch seine freiwillig angenommene Armut! Das Leben selbst verkostet den Tod, der Richter wird vor den Gerichtshof gezerrt, der Herr des Lebens aller Menschen unterwirft sich einem Richter, der König der himmlischen Mächte entzieht sich den Henkern nicht. Daran, sagt der Apostel Paulus, kann man seine Demut ermessen (Phil 2,5-7).

Die Seligpreisungen, 1
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« Antwort #4028 am: 07. September 2016, 06:59:18 »
Hl. Otto, Bischof von Freising

* 1112 in Neuburg, heute Klosterneuburg bei Wien (?) in Österreich
† 22. September 1158 in Morimond beim heutigen Fresnoy-en-Bassigny in Frankreich

Otto, Sohn des Markgrafen Leopold III. von Österreich und von Agnes, einer Tochter Kaiser Heinrichs IV., und Onkel Friedrich Barbarossas, wurde um 1126 Propst des Stifts Klosterneuburg. Beim bald anschließenden Studium in Paris lernte er bei Hugo von St-Victor,  dort wurde in die Scholastik und die philosophisch-theologische Literatur eingeführt. 1132 trat er mit fünfzehn seiner Studienkollegen ins Zisterzienserkloster Morimond im heutigen Fresnoy-en-Bassigny ein; 1138 wurde er dort Abt und noch im gleichen Jahr Bischof von Freising. Er gilt als Wiederbegründer des Bistums, verteidigte es gegen Übergriffe der Wittelsbacher Vögte, brachte entgangenen Besitz wieder ein, reformierte das Domkapitel und gründete die Domschule, die ein geistiges Zentrum wurde. Er rief Augustinerchorherren nach Schlehdorf, Prämonstratenser nach Schäftlarn und gründete in Freising das Prämonstratenserkloster Neustift.

Otto spielt eine bedeutende Rolle auch in der Reichspolitik. 1147 nahm er als Heerführer am 2. Kreuzzug nach Kleinasien und Jerusalem teil. 1156 wirkte er vermittelnd im Streit der Welfen und Babenberger um Bayern. Er nahm an Reichstagen und Synode in Salzburg teil und verhandelte 1145 im Auftrag seines Halbbruders König Konrad III. in Rom.

Bedeutsam ist Otto als Schriftsteller. Acht Bände umfasst sein Hauptwerk, die Weltchronik Historia de duabus civitatibus, kurz Chronicon. Sie stellt die zielgerichtete Entwicklung von der Schöpfung bis zum Weltgericht und zum Anbruch des ewigen Gottesreiches dar. Der Gottesstaat entwickelt sich demnach von den heidnischen Fürsten - vom Anfang der Welt bis zu Kaiser Theodosius -, dann von da ab bis zum Ende der Zeiten, schließlich in der himmmlischen Herrlichkeit. In der zweiten Periode ist der verworfene Weltstaat schon gleichsam betäubt, dies ist die Phase der Kirche, und die Einheit von sacerdotium und imperium ist erreicht, ständige Erhöhung der ecclesia erscheint vorgezeichnet; allerdings gibt es dabei auch retardierende Momente: seine eigene Zeit sieht Otto an einem Wendepunkt, denn in der Erschütterung des Investiturstreits ist die Einheit der ecclesia schwer getroffen, nur durch die Verdienste der Mönche wird die Welt noch erhalten, aber die dritte Periode der civitas Dei steht bevor. Die Historia repräsentiert einen Höhepunkt der mittelalterlichen Universalgeschichtsschreibung, fasst das überlieferte Wissen und die geistigen Strömungen des 12. Jahrhunderts zusammen und gibt Antwort auf die Frage nach letzten, den Wandel aller Dinge überdauernden Sinnzusammenhängen (J. Spörl: Grundformen hochmittelalterlicher Geschichtsanschauung, 1935, S. 31ff).

1157/58 schrieb Otto eine Geschichte der Stauferzeit, die Gesta Friderici. Die Staufer werden als Vorbereiter und Träger eines neuen Aufstiegs hin zu einer Friedenszeit gezeichnet; in dieser Darstellung ist kein Endzeitbewußtsein mehr erkennbar. Otto verfasste Buch I und II, sein Schüler Rahewin fügte später Buch III und IV hinzu.

Otto starb auf dem Weg zum Generalkapitel der Zisterzienser in Morimond im heutigen Fresnoy-en-Bassigny und wurde dort bestattet.
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« Antwort #4029 am: 07. September 2016, 07:02:30 »
Erster Brief des Apostels Paulus an die Korinther 7,25-31.

Brüder! Was die Frage der Ehelosigkeit angeht, so habe ich kein Gebot vom Herrn. Ich gebe euch nur einen Rat als einer, den der Herr durch sein Erbarmen vertrauenswürdig gemacht hat.
Ich meine, es ist gut wegen der bevorstehenden Not, ja, es ist gut für den Menschen, so zu sein.
Bist du an eine Frau gebunden, suche dich nicht zu lösen; bist du ohne Frau, dann suche keine.
Heiratest du aber, so sündigst du nicht; und heiratet eine Jungfrau, sündigt auch sie nicht. Freilich werden solche Leute irdischen Nöten nicht entgehen; ich aber möchte sie euch ersparen.
Denn ich sage euch, Brüder: Die Zeit ist kurz. Daher soll, wer eine Frau hat, sich in Zukunft so verhalten, als habe er keine,
wer weint, als weine er nicht, wer sich freut, als freue er sich nicht, wer kauft, als würde er nicht Eigentümer,
wer sich die Welt zunutze macht, als nutze er sie nicht; denn die Gestalt dieser Welt vergeht.

Psalm 45(44),11-12.14-15.16-17.

Höre, Tochter, sieh her und neige dein Ohr,
vergiss dein Volk und dein Vaterhaus!
Der König verlangt nach deiner Schönheit;
er ist ja dein Herr, verneig dich vor ihm!

Die Königstochter ist herrlich geschmückt,
ihr Gewand ist durchwirkt mit Gold und Perlen.
Man geleitet sie in buntgestickten Kleidern zum König,
Jungfrauen sind ihr Gefolge,
ihre Freundinnen führt man zu dir.

Man geleitet sie mit Freude und Jubel,
sie ziehen ein in den Palast des Königs.
An die Stelle deiner Väter treten einst deine Söhne;
du bestellst sie zu Fürsten im ganzen Land.

Evangelium nach Lukas 6,20-26.

In jener Zeit richtete Jesus seine Augen auf seine Jünger und sagte: Selig, ihr Armen, denn euch gehört das Reich Gottes.
Selig, die ihr jetzt hungert, denn ihr werdet satt werden. Selig, die ihr jetzt weint, denn ihr werdet lachen.
Selig seid ihr, wenn euch die Menschen hassen und aus ihrer Gemeinschaft ausschließen, wenn sie euch beschimpfen und euch in Verruf bringen um des Menschensohnes willen.
Freut euch und jauchzt an jenem Tag; euer Lohn im Himmel wird groß sein. Denn ebenso haben es ihre Väter mit den Propheten gemacht.
Aber weh euch, die ihr reich seid; denn ihr habt keinen Trost mehr zu erwarten.
Weh euch, die ihr jetzt satt seid; denn ihr werdet hungern. Weh euch, die ihr jetzt lacht; denn ihr werdet klagen und weinen.
Weh euch, wenn euch alle Menschen loben; denn ebenso haben es ihre Väter mit den falschen Propheten gemacht.
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« Antwort #4030 am: 07. September 2016, 23:00:37 »

Königin des Himmels

O, meine Herrin, Königin des Himmels, so sehr frohlockt mein Herz darüber, dass der höchste Gott dich als Mutter erwählt hat und dir die höchste Würde schenken wollte.

O Mutter Christi, du hast Freude beschert einer jammervollen Welt. Komm uns zu Hilfe, Jungfrau, Weg zur himmlischen Heimat, Königin mit der Tugendkrone geschmückt. Gottgesegnete Jungfrau, sei uns Schutz wider den bösen Feind. Jungfrau, durch deines Sohnes Kreuz und Leid sei uns Fürsprecherin beim himmlischen Vater. Königin der Engel, führe uns gnädig ein in des himmlischen Reiches Herrlichkeit.

Gebet der Hl. Birgitta
Zur Hl. Jungfrau Maria
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« Antwort #4031 am: 08. September 2016, 06:40:57 »
Fest Mariä Geburt 

Das Fest Mariä Geburt entstand im Orient, wahrscheinlich aus dem Kirchweihfest der St.-Anna-Kirche in Jerusalem, die als Ort der Geburt Mariens gilt; nach anderer Überlieferung ist Maria in Nazaret geboren. Im Westen nennt Papst Sergius (687-701) als die vier Marienfeste, die in Rom gefeiert werden: Verkündigung, Aufnahme in den Himmel, Geburt und „Begegnung“ (= Mariä Lichtmess). Vom Datum der Geburt Mariens aus (das kein historisches Datum ist) wurde auch das Datum ihrer Empfängnis (8. Dezember) festgesetzt. Die Tatsache, dass das Fest dieser Geburt liturgisch gefeiert wird, setzt den Glauben voraus, dass Maria heilig, d. h. ohne Erbsünde, geboren wurde; vgl. Fest der Geburt Johannes‘ des Täufers (24. Juni).
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La Salette 1846



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