Autor Thema: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."  (Gelesen 4663773 mal)

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« Antwort #4208 am: 15. Oktober 2016, 09:03:13 »
Brief des Apostels Paulus an die Epheser 1,15-23.

Brüder! Ich höre nicht auf, für euch zu danken, wenn ich in meinen Gebeten an euch denke;
denn ich habe von eurem Glauben an Jesus, den Herrn, und von eurer Liebe zu allen Heiligen gehört.
Der Gott Jesu Christi, unseres Herrn, der Vater der Herrlichkeit, gebe euch den Geist der Weisheit und Offenbarung, damit ihr ihn erkennt.
Er erleuchte die Augen eures Herzens, damit ihr versteht, zu welcher Hoffnung ihr durch ihn berufen seid, welchen Reichtum die Herrlichkeit seines Erbes den Heiligen schenkt
und wie überragend groß seine Macht sich an uns, den Gläubigen, erweist durch das Wirken seiner Kraft und Stärke.
Er hat sie an Christus erwiesen, den er von den Toten auferweckt und im Himmel auf den Platz zu seiner Rechten erhoben hat,
hoch über alle Fürsten und Gewalten, Mächte und Herrschaften und über jeden Namen, der nicht nur in dieser Welt, sondern auch in der zukünftigen genannt wird.
Alles hat er ihm zu Füßen gelegt und ihn, der als Haupt alles überragt, über die Kirche gesetzt.
Sie ist sein Leib und wird von ihm erfüllt, der das All ganz und gar beherrscht.

Psalm 8,2-3.4-5.6-7.

Herr, unser Herrscher,
wie gewaltig ist dein Name auf der ganzen Erde;
über den Himmel breitest du deine Hoheit aus.
Aus dem Mund der Kinder und Säuglinge schaffst du dir Lob,
deinen Gegnern zum Trotz;
deine Feinde und Widersacher müssen verstummen.

Seh' ich den Himmel, das Werk deiner Finger,
Mond und Sterne, die du befestigt:
Was ist der Mensch, dass du an ihn denkst,
des Menschen Kind, dass du dich seiner annimmst?

Du hast ihn nur wenig geringer gemacht als Gott,
hast ihn mit Herrlichkeit und Ehre gekrönt.
Du hast ihn als Herrscher eingesetzt über das Werk deiner Hände,
hast ihm alles zu Füßen gelegt.

Evangelium nach Lukas 12,8-12.

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Ich sage euch: Wer sich vor den Menschen zu mir bekennt, zu dem wird sich auch der Menschensohn vor den Engeln Gottes bekennen.
Wer mich aber vor den Menschen verleugnet, der wird auch vor den Engeln Gottes verleugnet werden.
Jedem, der etwas gegen den Menschensohn sagt, wird vergeben werden; wer aber den Heiligen Geist lästert, dem wird nicht vergeben.
Wenn man euch vor die Gerichte der Synagogen und vor die Herrscher und Machthaber schleppt, dann macht euch keine Sorgen, wie ihr euch verteidigen oder was ihr sagen sollt.
Denn der Heilige Geist wird euch in der gleichen Stunde eingeben, was ihr sagen müsst.
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

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« Antwort #4209 am: 15. Oktober 2016, 14:00:50 »
"Haltet euch vor Augen, dass diejenigen, die mit dem Heiligen Geist gesegnet sind, andere nicht beleidigen, verleumden oder Hass gegen Gottes Kinder verbreiten. Sie wollen Gottes Kinder nicht beherrschen. Sie brechen die Zehn Gebote nicht."
(Worte Jesu, 453, B.d.W.)
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« Antwort #4210 am: 16. Oktober 2016, 22:26:18 »
Hl. Margareta Maria Alacoque

Ordensfrau, Mystikerin

* 22. Juli 1647 in Lhautecour in Burgund in Frankreich
† 17. Oktober 1690 in Paray-le-Monial in Frankreich

Margareta wurde 1647 in der kleinen Stadt Lauthecour in Burgund geboren. Ihr Vater war Notar; sie war das fünfte von sieben Kindern. 1671 trat sie in das Kloster der Heimsuchung in Paray-le-Monial ein. Sie hatte ein strenges Noviziat, erfuhr aber schon früh auch mystische Gnaden. Sie wurde von ihrem göttlichen Lehrmeister in das Geheimnis der gottmenschlichen Liebe Jesu eingeführt und erhielt den Auftrag, die Verehrung des heiligen Herzens Jesu zu verbreiten. Die Einführung der Herz-Jesu-Freitage und des Herz-Jesu-Festes geht auf ihre Bemühungen zurück. Zunächst wurde sie freilich in dem vom Jansenismus beeinflussten Frankreich nicht verstanden. Auch in ihrem eigenen Kloster wurde sie angefeindet; erst allmählich überzeug­ten sich ihre Mitschwestern von der Echtheit ihrer Tugend und ihrer Visionen. Sie starb am 16. Oktober 1690.


Nichts

Gott schafft seine großen Werke aus nichts, mit nichts. Zur hl. Margareta Maria Alacoque sagte Jesus: „Ich werde dich so arm machen in deinen eigenen Augen, so niedrig und verächtlich, und ich werde dich so zu­nichte machen in deinem eigenen Denken, dass ich mich auf dieses Nichts stützen kann.“
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« Antwort #4211 am: 16. Oktober 2016, 22:27:53 »
Buch Exodus 17,8-13.

In jenen Tagen kam Amalek und suchte in Refidim den Kampf mit Israel,
da sagte Mose zu Josua: Wähl uns Männer aus, und zieh in den Kampf gegen Amalek! Ich selbst werde mich morgen auf den Gipfel des Hügels stellen und den Gottesstab mitnehmen.
Josua tat, was ihm Mose aufgetragen hatte, und kämpfte gegen Amalek, während Mose, Aaron und Hur auf den Gipfel des Hügels stiegen.
Solange Mose seine Hand erhoben hielt, war Israel stärker; sooft er aber die Hand sinken ließ, war Amalek stärker.
Als dem Mose die Hände schwer wurden, holten sie einen Steinbrocken, schoben ihn unter Mose, und er setzte sich darauf. Aaron und Hur stützten seine Arme, der eine rechts, der andere links, so daß seine Hände erhoben blieben, bis die Sonne unterging.
So besiegte Josua mit scharfem Schwert Amalek und sein Heer.

Psalm 121(120),1-2.3-4.5-6.7-8.

Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen:
Woher kommt mir Hilfe?
Meine Hilfe kommt vom Herrn,
der Himmel und Erde gemacht hat.

Er lässt deinen Fuß nicht wanken;
er, der dich behütet, schläft nicht.
Nein, der Hüter Israels schläft
und schlummert nicht.

Der Herr ist dein Hüter, der Herr gibt dir Schatten;
er steht dir zur Seite.
Bei Tag wird dir die Sonne nicht schaden
noch der Mond in der Nacht.

Der Herr behüte dich vor allem Bösen,
er behüte dein Leben.
Der Herr behüte dich, wenn du fortgehst und wiederkommst,
von nun an bis in Ewigkeit.

Zweiter Brief des Apostels Paulus an Timotheus 3,14-17.4,1-2.

Mein Sohn! Bleibe bei dem, was du gelernt und wovon du dich überzeugt hast. Du weißt, von wem du es gelernt hast;
denn du kennst von Kindheit an die heiligen Schriften, die dir Weisheit verleihen können, damit du durch den Glauben an Christus Jesus gerettet wirst.
Jede von Gott eingegebene Schrift ist auch nützlich zur Belehrung, zur Widerlegung, zur Besserung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit;
so wird der Mensch Gottes zu jedem guten Werk bereit und gerüstet sein.
Ich beschwöre dich bei Gott und bei Christus Jesus, dem kommenden Richter der Lebenden und der Toten, bei seinem Erscheinen und bei seinem Reich:
Verkünde das Wort, tritt dafür ein, ob man es hören will oder nicht; weise zurecht, tadle, ermahne, in unermüdlicher und geduldiger Belehrung.

Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas - 18,1-8.

In jener Zeit sagte Jesus den Jüngern durch ein Gleichnis, dass sie allezeit beten und darin nicht nachlassen sollten:
In einer Stadt lebte ein Richter, der Gott nicht fürchtete und auf keinen Menschen Rücksicht nahm.
In der gleichen Stadt lebte auch eine Witwe, die immer wieder zu ihm kam und sagte: Verschaff mir Recht gegen meinen Feind!
Lange wollte er nichts davon wissen. Dann aber sagte er sich: Ich fürchte zwar Gott nicht und nehme auch auf keinen Menschen Rücksicht;
trotzdem will ich dieser Witwe zu ihrem Recht verhelfen, denn sie lässt mich nicht in Ruhe. Sonst kommt sie am Ende noch und schlägt mich ins Gesicht.
Und der Herr fügte hinzu: Bedenkt, was der ungerechte Richter sagt.
Sollte Gott seinen Auserwählten, die Tag und Nacht zu ihm schreien, nicht zu ihrem Recht verhelfen, sondern zögern?
Ich sage euch: Er wird ihnen unverzüglich ihr Recht verschaffen. Wird jedoch der Menschensohn, wenn er kommt, auf der Erde noch Glauben vorfinden?
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« Antwort #4212 am: 16. Oktober 2016, 22:28:37 »
Hl. Mutter Teresa von Kalkutta (1910-1997), Gründerin der Missionarinnen der Nächstenliebe
No Greater Love

„Betet ohne Unterlass!“

Bete gerne. Nimm oft im Lauf des Tages das Bedürfnis zu beten wahr. Gebet weitet das Herz, bis es die Gabe Gottes aufnehmen kann, die er selber ist. Bitte, suche, und dein Herz wird größer, bis du Ihn aufnehmen kannst und als deinen Besitz bewahren kannst.

Wir sehnen uns so sehr danach, gut zu beten – und dann laufen wir vor die Wand. Wir lassen uns entmutigen und verzichten dann aufs Gebet. Wenn du besser beten willst, dann bete mehr. Gott akzeptiert, wenn unser Gebet misslingt, aber er will nicht, dass wir uns entmutigen lassen. Er möchte, dass wir immer mehr wie Kinder werden, immer einfacher, immer dankbarer im Gebet. Er will, dass wir uns immer darauf besinnen, dass wir zum mystischen Leib Christi gehören, der immerwährendes Beten ist.

Wir müssen einander beim Beten helfen. Machen wir unseren Geist frei. Beten wir keine langen Gebete. Unsere Gebete sollen sich nicht endlos in die Länge ziehen, sondern kurz sein und voller Liebe. Beten wir für die, die nicht beten. Denken wir daran: wer lieben können möchte, muss beten können.
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« Antwort #4213 am: 17. Oktober 2016, 05:16:53 »
Nun soll er kommen, der slawische Papst, der Bruder der Völker!

Als der, Maria geweihte Karol Wojtyla, am 16. Oktober 1978, der erste slawische Papst der Geschichte geworden war, haben ihm die polnischen Bischöfe unverzüglich das in der ersten Hälfte des XIX. Jahrhunderts von Julius Slowacki (1809-1849) verfasste „prophetische Gedicht“ übermittelt:

- Inmitten der Zwietracht, lässt Gott die mächtige Glocke ertönen,
- Es ist ein slawischer Papst, dem Er Zutritt zum Thron der Throne gewährt,
- Jener wird vor dem Schwerte nicht flüchten, wie dieser Italiener,
- Jener, beherzt wie Gott, wird dem Schwert die Stirn bieten!
- Es ist die Welt, die Staub ist.
- Die Menschenmassen werden anschwellen und ihm in das Licht folgen, das Gott bewohnt.
- Er wird die Wunden der Welt von ihrem wässrigem Eiter und all ihrem Ungeziefer befreien.
- Er wird die Heiligtümer der Kirchen reinigen und auf ihrer Türschwelle kehren.
- Er wird Gott offenbaren so hell wie der Tag.
- Man braucht Kraft, um Gott ein Volk zurückzubringen wie das seine!
- Nun soll er kommen, der slawische Papst, der Bruder der Völker!

Dieses Gedicht hat die polnischen Menschenmassen gezeichnet und die Hoffnung auf einen slawischen Papst, ist in diesem Moment geboren. Man könnte glauben, dass Johannes Paul II. sich bemüht hat, diesem „Programm“, das dieser berühmte Dichter Polens entworfen hat, zu folgen, der in seiner Nähe, in Wawel Krakow begraben ist
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« Antwort #4214 am: 17. Oktober 2016, 05:17:58 »
Weihegebet an die Unbefleckte Empfängnis

Nimm gnädig meinen Lobpreis an, o gebenedeite Jungfrau!
Unbefleckte Empfängnis,
Königin des Himmels und der Erde,
Zuflucht der Sünder und innig geliebte Mutter,
der Gott den ganzen Schatz der Barmherzigkeit anvertrauen wollte.
Hier bin ich N … zu deinen Füssen,
ich armer Sünder,
und bitte dich inständig:
Nimm mich ganz an als dein Gut und Eigentum.
Mache mit mir, was dir gefällt,
mit meiner Seele und mit meinem Leib,
mit meinem Leben, meinem Tod und meiner Ewigkeit.

Vor allem verfüge über mich, wie du es wünscht,
damit sich endlich erfülle, was von dir gesagt wird:
„Die Frau wird der Schlange den Kopf zertreten“ und:
„Du allein wirst die Irrlehren in der ganzen Welt besiegen.“

In deinen ganz reinen Händen, so reich an Barmherzigkeit,
möge ich ein Werkzeug deiner Liebe werden,
das fähig ist, viele laue und vom Weg abgekommene Seelen
neu zu entfachen und zur vollen Freude zu führen.
So möge sich ohne Ende, die Herrschaft des Göttlichen Herzens Jesu ausbreiten.

Wahrhaftig, deine blosse Gegenwart zieht die Gnaden an,
die die Seelen bekehren und heiligen,
da ja die Gnade aus dem Göttlichen Herzen Jesu
auf uns alle überströmt,
indem sie durch deine mütterlichen Hände fliesst.
Amen

Hl. Pater Maximilian Kolbe

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« Antwort #4215 am: 17. Oktober 2016, 05:28:55 »
Hl. Augustinus (354-430), Bischof von Hippo (Nordafrika) und Kirchenlehrer

Reich sein vor Gott

Brüder, prüft sorgfältig eure inneren Wohnungen, öffnet die Augen und schaut genau auf euer Kapital an Liebe, und dann vermehrt die Summe, die ihr in euch selbst entdeckt habt. Wacht über diesen Schatz, damit ihr innerlich reich seid. Man sagt, dass die Dinge wertvoll sind, die einen großen Preis haben – und das zu recht [...] Aber was ist wertvoller als die Liebe, meine Brüder? Was ist eurer Meinung nach ihr Preis? Und wie ist sie zu bezahlen? Der Preis einer Länderei oder der von Weizen ist mit deinem Geld zu bezahlen. Den Preis einer Perle wiegt dein Gold auf. Doch der Preis der Liebe bist du selber. Wenn du ein Feld kaufen willst, ein Schmuckstück, ein Tier, so suchst du die nötigen Finanzen zusammen und schaust dich nach ihnen um. Doch wenn du die Liebe besitzen willst, dann suche nur dich selbst; dich selber musst du finden.

Was fürchtest du, wenn du dich verschenkst? Dich zu verlieren? Das Gegenteil ist der Fall: Wenn du dich dagegen sträubst, dich zu verschenken, dann verlierst du dich. Die Liebe selbst spricht durch den Mund der Weisheit und befriedet mit einem Wort die Verwirrung, die durch dieses Wort in dir entstand: „Gib dich selbst hin!“ Wenn jemand dir seinen Acker verkaufen will, so spräche er zu dir: „Gib mir dein Geld.“ Oder für eine andere Sache: „Gib mir, was du an Geld hast.“ Höre, was dir die Liebe sagt durch den Mund der Weisheit: „Mein Kind, schenke mir dein Herz“ (vgl. Spr 23,26). Dein Herz war böse, als es dir gehörte, als es in dir war. Du warst die Beute von Nichtigkeiten, ja sogar von schlechten Leidenschaften. Nimm es von dort weg! Wohin es bringen? Wo es darbringen? „Mein Kind, schenke mir dein Herz.“ sagt die Weisheit; wenn es mir gehört, dann wirst du es nicht mehr verlieren…

„Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit all deinen Gedanken“ (Mt 22,37) [...] Der, der dich erschaffen hat, will dich ganz und gar.

34. Predigt über Psalm 149
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

 

La Salette 1846



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