Autor Thema: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."  (Gelesen 4663885 mal)

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« Antwort #4216 am: 17. Oktober 2016, 05:32:46 »
Brief des Apostels Paulus an die Epheser 2,1-10.

Brüder! Ihr wart tot infolge eurer Verfehlungen und Sünden.
Ihr wart einst darin gefangen, wie es der Art dieser Welt entspricht, unter der Herrschaft jenes Geistes, der im Bereich der Lüfte regiert und jetzt noch in den Ungehorsamen wirksam ist.
Zu ihnen gehörten auch wir alle einmal, als wir noch von den Begierden unseres Fleisches beherrscht wurden. Wir folgten dem, was das Fleisch und der böse Sinn uns eingaben, und waren von Natur aus Kinder des Zorns wie die anderen.
Gott aber, der voll Erbarmen ist, hat uns, die wir infolge unserer Sünden tot waren, in seiner großen Liebe, mit der er uns geliebt hat, zusammen mit Christus wieder lebendig gemacht.
Aus Gnade seid ihr gerettet.
Er hat uns mit Christus Jesus auferweckt und uns zusammen mit ihm einen Platz im Himmel gegeben.
Dadurch, dass er in Christus Jesus gütig an uns handelte, wollte er den kommenden Zeiten den überfließenden Reichtum seiner Gnade zeigen.
Denn aus Gnade seid ihr durch den Glauben gerettet, nicht aus eigener Kraft - Gott hat es geschenkt -,
nicht aufgrund eurer Werke, damit keiner sich rühmen kann.
Seine Geschöpfe sind wir, in Christus Jesus dazu geschaffen, in unserem Leben die guten Werke zu tun, die Gott für uns im voraus bereitet hat.

Psalm 100(99),2-3.4-5.

Dient dem Herrn mit Freude!
Kommt vor sein Antlitz mit Jubel!
Erkennt: Der Herr allein ist Gott.
Er hat uns geschaffen, wir sind sein Eigentum,
sein Volk und die Herde seiner Weide.

Tretet mit Dank durch seine Tore ein!
Kommt mit Lobgesang in die Vorhöfe seines Tempels!
Dankt ihm, preist seinen Namen!
Denn der Herr ist gütig,
ewig währt seine Huld,
von Geschlecht zu Geschlecht seine Treue.

Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas - 12,13-21.

In jener Zeit bat einer aus der Volksmenge Jesus: Meister, sag meinem Bruder, er soll das Erbe mit mir teilen.
Er erwiderte ihm: Mensch, wer hat mich zum Richter oder Schlichter bei euch gemacht?
Dann sagte er zu den Leuten: Gebt acht, hütet euch vor jeder Art von Habgier. Denn der Sinn des Lebens besteht nicht darin, dass ein Mensch aufgrund seines großen Vermögens im Überfluss lebt.
Und er erzählte ihnen folgendes Beispiel: Auf den Feldern eines reichen Mannes stand eine gute Ernte.
Da überlegte er hin und her: Was soll ich tun? Ich weiß nicht, wo ich meine Ernte unterbringen soll.
Schließlich sagte er: So will ich es machen: Ich werde meine Scheunen abreißen und größere bauen; dort werde ich mein ganzes Getreide und meine Vorräte unterbringen.
Dann kann ich zu mir selber sagen: Nun hast du einen großen Vorrat, der für viele Jahre reicht. Ruh dich aus, iss und trink, und freu dich des Lebens!
Da sprach Gott zu ihm: Du Narr! Noch in dieser Nacht wird man dein Leben von dir zurückfordern. Wem wird dann all das gehören, was du angehäuft hast?
So geht es jedem, der nur für sich selbst Schätze sammelt, aber vor Gott nicht reich ist.
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

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« Antwort #4217 am: 18. Oktober 2016, 05:56:46 »
Hl. Lukas
Apostel, Evangelist
* in Antiochia, dem heutigen Antakya in der Türkei (?)

† um 80, in Bithynien in der Türkei (?) oder in der Achaia in Griechenland (?) (?)
Lukas, der als Verfasser des dritten Evangeliums und der Apostelgeschichte gilt, war nach der Überlieferung in Antiochien in Syrien als Heide geboren; nach Kol 4, 14 war er Arzt und hat als solcher gewiss auch den Apostel Paulus behandelt. Für sein Evangelium hat er als Quellen das Markusevangelium und andere Überlieferungen benützt, dem Ganzen aber sein persönliches Gepräge gegeben. Er betont vor allem die Barmherzigkeit Gottes und die Liebe Jesu zu den Armen den Sündern; über das Gebet und über den Heiligen Geist sagt Lukas mehr als Matthäus und Markus. In der Apostelgeschichte berichtet er mit historischem Blick und literarischer Kunst über die Anfänge des Christentums. Auch hier hat er verschiedene Quellen benützt; zum guten Teil konnte er als Augenzeuge berichten, da er Paulus auf der zweiten und der dritten Missionsreise begleitete und auch während der römischen Gefangenschaft in seiner Nähe war (vgl. Kol 4, 10-14; Phlm 24; 2 Tim 4, 11). Die liturgische Verehrung des hl. Lukas ist seit dem 8. Jahrhundert bezeugt.
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

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« Antwort #4218 am: 18. Oktober 2016, 06:02:37 »
Die Ikonen des Heiligen Lukas

Der Tradition nach, war der Heilige Lukas der Erste, der drei Bilder der Hl. Muttergottes mit dem Jesuskind im Arm, malte. Er hat sie der Zustimmung der Heiligen Jungfrau unterworfen, als diese noch am Leben war. Sie hat diese Heiligen Bilder mit Freude aufgenommen und gesagt: „Die Gnade dessen, der durch mich geboren ist, sei in ihnen!“ In der Folge stellte der Heilige Lukas auch die Heiligen Apostel auf Bildern dar und vermittelte der Kirche diese fromme und heilige Tradition der Verehrung Jesu und seiner Heiligen.

Der Heilige Lukas stammte aus der Stadt Antiochien. Von edler Geburt, zeichnete er sich vor allem auf dem Gebiet der medizinischen Wissenschaften und der Malkunst aus. Unter der Regierung von Kaiser Claudius (ungf. 42 n. Ch.), damals bemühte er sich um die Kranken in der Region von Theben in Böotien, begegnete er dem Apostel Paulus, der ihn durch seine feurigen Worte überzeugte, dass die unbeschränkte Wahrheit, die er seit so vielen Jahren suchte, sich in der Tat bei den Jüngern Jesu Christi befindet. Nachdem er von seinem Meister getrennt wurde, kehrte Lukas nach Griechenland zurück, um dort das Evangelium zu verkünden. Er liess sich wieder in der Region von Theben nieder, wo er im Alter von achtzig Jahren im Frieden starb.

Da Gott seinem treuen Diener Ehre erweisen wollte, liess er aus seinem Grab eine wundertätige Flüssigkeit hervorströmen, die die Augenkrankheiten jene heilte, die sich mit Vertrauen damit die Augen benetzten. So übte der Heilige Lukas auch noch nach seinem Tod seinen ärztlichen Beruf aus. Viele Jahre später (am 3. März 357), holte Kaiser Konstanz, Sohn des grossen Konstantin, durch Vermittlung des Heiligen Artemios, Fürst von Ägypten, die Reliquie des Heiligen nach Konstantinopel, wo sie unter dem Altar der Kirche der Heiligen Apostel, neben den heiligen Reliquien der Apostel Andreas und Timotheus, aufbewahrt wird.

Orthodoxes Kloster der Heiligen Elias und Elisäus
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« Antwort #4219 am: 18. Oktober 2016, 06:41:29 »
Sel. John Henry Newman (1801-1890), Theologe und Kardinal, Gründer der Oratorianergemeinschaft in England

Der Hl. Evangelist Lukas – ein „Diener des Wortes“ (Lk 1,2)

Jedes Wort Christi ist gut, es hat seine Sendung und sein Ziel, es fällt nicht einfach zu Boden. Unmöglich, dass er jemals oberflächliche Wörter gesprochen hätte, da er doch das Wort Gottes ist und die tiefen Ratschlüsse und den heiligen Willen des unsichtbaren Gottes verkündet, wie es ihm gefällt. Jedes Wort Christi ist gut. Selbst wenn uns diese Sätze durch gewöhnliche Menschen übermittelt worden sind, können wir sicher sein, dass nichts von dem, was für uns aufbewahrt wurde – mag es sich um Worte eines Jüngers oder eines Gegners, oder vielleicht um Maßregeln, Meinungen, Tadel, Trost oder Verurteilung handeln – eine rein zufällige Bedeutung hat, eine eingeschränkte oder bruchstückhafte Dimension [...]

Ganz im Gegenteil: Alle heiligen Worte Christi bewahren nicht weniger ihre ganze Kraft für jedes Zeitalter, obwohl sie in einem zeitgebundenen Gewand daherkommen und einem bestimmten Ziel zugeordnet waren - und es daher schwierig ist, von ihnen das zu trennen, was sie dem Augenblick verdanken. Indem sie der Kirche anvertraut bleiben, sind sie dazu bestimmt, auf ewig im Himmel Gültigkeit zu besitzen (vgl. Mt 24,35); sie werden sich in die Ewigkeit erstrecken. Sie sind unsere heilige, gerechte und gute Regel, die „Leuchte für unsere Füße und Licht für unsere Pfade“ (vgl. Ps 118 (119),105); und das sind sie genauso vollkommen und genauso zutiefst vertraut für unsere Zeit, wie zu der Zeit, als sie gesprochen wurden.

Das wäre genauso wahr, hätte einfache menschliche Sorgfalt diese Brosamen vom Tisch Christi aufgelesen. Doch wir haben eine sehr viel größere Zusage, weil wir sie nicht von Menschen empfangen, sondern von Gott (1 Thess 2,13). Der Heilige Geist, der gekommen ist, um Christus zu verherrlichen und die Evangelisten inspirieren wollte, hat uns kein unpersönliches Evangelium hinterlassen. Gepriesen sei er dafür, dass er für uns die Worte ausgewählt und bewahrt hat, die in besonderer Weise in den kommenden Zeiten nützlich sein würden, Worte, die der Kirche als Gesetz dienen können in Fragen des Glaubens, der Moral und der Disziplin. Es ist das kein geschriebenes Gesetz auf steinernen Tafeln (vgl. Ex 24,12), sondern ein Gesetz des Glaubens und der Liebe, ein geistliches Gesetz und nicht eines des Buchstabens (vgl. Röm 7,6), ein Gesetz der großmütigen Herzen, die einwilligen, „von jedem Wort zu leben“, so bescheiden und niedrig es auch sei, „das aus Gottes Mund hervorgeht“ (vgl. Dt 8,3; vgl. Mt 4,4).

Predigt „The Good Part of Mary”
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« Antwort #4220 am: 18. Oktober 2016, 06:52:28 »
Zweiter Brief des Apostels Paulus an Timotheus 4,10-17ab.

Mein Sohn! Démas hat mich aus Liebe zu dieser Welt verlassen und ist nach Thessalonich gegangen; Kreszenz ging nach Galatien, Titus nach Dalmatien.
Nur Lukas ist noch bei mir. Bring Markus mit, denn er wird mir ein guter Helfer sein.
Tychikus habe ich nach Ephesus geschickt.
Wenn du kommst, bring den Mantel mit, den ich in Troas bei Karpus gelassen habe, auch die Bücher, vor allem die Pergamente.
Alexander, der Schmied, hat mir viel Böses getan; der Herr wird ihm vergelten, wie es seine Taten verdienen.
Nimm auch du dich vor ihm in Acht, denn er hat unsere Lehre heftig bekämpft.
Bei meiner ersten Verteidigung ist niemand für mich eingetreten; alle haben mich im Stich gelassen. Möge es ihnen nicht angerechnet werden.
Der Herr stand mir zur Seite und gab mir Kraft,
damit durch mich die Verkündigung vollendet wird und alle Heiden sie hören.

Psalm 145(144),10-11.12-13ab.17-18.

Danken sollen dir, Herr, all deine Werke
und deine Frommen dich preisen.
Sie sollen von der Herrlichkeit deines Königtums reden,
sollen sprechen von deiner Macht.

Sie sollen den Menschen deine machtvollen Taten verkünden
und den herrlichen Glanz deines Königtums.
Dein Königtum ist ein Königtum für ewige Zeiten,
deine Herrschaft währt von Geschlecht zu Geschlecht.

Gerecht ist der Herr in allem, was er tut,
voll Huld in all seinen Werken.
Der Herr ist allen, die ihn anrufen, nahe,
allen, die zu ihm aufrichtig rufen.

Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas - 10,1-9.

In jener Zeit suchte der Herr zweiundsiebzig andere Jünger aus und sandte sie zu zweit voraus in alle Städte und Ortschaften, in die er selbst gehen wollte.
Er sagte zu ihnen: Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenig Arbeiter. Bittet also den Herrn der Ernte, Arbeiter für seine Ernte auszusenden.
Geht! Ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe.
Nehmt keinen Geldbeutel mit, keine Vorratstasche und keine Schuhe! Grüßt niemand unterwegs!
Wenn ihr in ein Haus kommt, so sagt als erstes: Friede diesem Haus!
Und wenn dort ein Mann des Friedens wohnt, wird der Friede, den ihr ihm wünscht, auf ihm ruhen; andernfalls wird er zu euch zurückkehren.
Bleibt in diesem Haus, esst und trinkt, was man euch anbietet; denn wer arbeitet, hat ein Recht auf seinen Lohn. Zieht nicht von einem Haus in ein anderes!
Wenn ihr in eine Stadt kommt und man euch aufnimmt, so esst, was man euch vorsetzt.
Heilt die Kranken, die dort sind, und sagt den Leuten: Das Reich Gottes ist euch nahe.
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« Antwort #4221 am: 18. Oktober 2016, 17:55:50 »
Rut 2,12 Der Herr, der Gott Israels, zu dem du gekommen bist, um dich unter seinen Flügeln zu bergen, möge dir dein Tun vergelten und dich reich belohnen.
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« Antwort #4222 am: 18. Oktober 2016, 17:58:37 »
Ps 118,5-6 der Bedrängnis rief ich zum Herrn; / der Herr hat mich erhört und mich frei gemacht. Der Herr ist bei mir, ich fürchte mich nicht. / Was können Menschen mir antun?
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« Antwort #4223 am: 19. Oktober 2016, 06:04:01 »
Durch das Rosenkranzgebet in der Familie bekehrt

Einer der obersten Führer der kommunistischen Partei Nordamerikas, Louis-Francis Budenz, stammte aus einer sehr frommen christlichen Familie im Staat Indiana. Mit 20 Jahren verliebt er sich in eine geschiedene Frau und verlässt sein Elternhaus. Da interessiert er sich plötzlich für die Sozialpolitik und ist davon gefesselt. Er wird zum Volkstribun aller proletarischen Forderungen und zum Strategen aller Kämpfe der Arbeiterbewegung, mehr als zwanzigmal wird er verhaftet und eingesperrt. Von 1935 bis 1945, führt er den Kampf als Redakteur des „Daily Worker“, der grossen roten Tageszeitung von New York und als Mitglied des Nationalkommitees der Kommunistischen Partei der Vereinigten Staaten.

An einem Tag im Jahr 1936, fand er sich im Zwiegespräch mit Mgr. Fulton Sheen in einer Bar in New York wieder. Ist die Politik der ausgestreckten Hand nicht ein sicherer Sieg? Aber plötzlich unterbricht der Priester die Tiraden des bekannten Kämpfers: „Und jetzt sprechen wir ein bisschen über die Heilige Jungfrau!“ Diese lange Stunde „mit Maria“, gibt ihm für einen Augenblick den inneren Frieden eines Erstkommunikanten wieder, die Rückkehr des Verlorenen wird aber neun Jahre dauern, bestürmt von der Königin des Rosenkranzes. „Wie oft, beim Entwurf meiner Zeitungsartikel, habe ich mich mit der Hand in der Jackentasche,
die Ave herunterbeten, ertappt.“

In Wirklichkeit haben die Worte des Priesters nur die Verbindung einer mysteriösen Telepathie zwischen dem Staat Indiana und New York hergestellt. Im teuren Elternhaus, hat seine Familie während der langen dreissig Jahre, jeden Abend auf den Knien vor dem Ecce Homo, mehr als fünfzigmal „bitte für uns arme Sünder“ wiederholt. Seither hat der bekehrte Journalist das Buch „This Is My Story“ geschrieben, damit dadurch bekannt wird, dass diese Geschichte ein langer Weg von 35 Jahren unter dem gütigen Stern Mariens ist. Das Buch ist der Unbefleckten Empfängnis gewidmet.

aus der „Marianischen Sammlung  Nr. 19, 1986 von Bruder Albert Pfleger, Marist.
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