Autor Thema: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."  (Gelesen 4664087 mal)

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« Antwort #4360 am: 14. November 2016, 07:04:41 »
Hl. Theresia Benedicta a Cruce [Edith Stein] (1891-1942), Karmelitin, Märtyrerin, Mitpatronin Europas

« Herr, ich möchte wieder sehen können »

Oft wollten meine Kräfte mir versagen,
fast hofftʼ ich nimmer, je das Licht zu sehʼn.
Doch als im tiefsten Schmerz mein Herz erstarrte,
da ging ein klarer, milder Stern mir auf.
Er führte mich getreu – ich folgtʼ ihm,
zagend erst, dann immer sichʼrer [...]

Das Geheimnis, das ich im Herzen tief verbergen musste,
Nun darf ich laut es künden:
Ich glaube – ich bekenne! [...]
Istʼs möglich Herr, dass einer neu geboren wird,
der schon des Lebens Mitte überschritten? (Joh 3,4).
Du hastʼs gesagt, und mir wardʼs Wirklichkeit.
Eines langen Lebens Last an Schuld und Leiden
fiel von mir [...]

O keines Menschen Herz vermagʼs zu fassen,
was denen Du bereitet, die Dich lieben (vgl. 1 Kor 2,9).
Nun habʼ ich Dich und lass Dich nimmermehr (Hld 3,4).
Wo immer meines Lebens Straße geht,
bist Du bei mir (vgl. Ps 22),
nichts kann von Deiner Liebe je mich scheiden (vgl. Röm 8,39).

Gedicht « Heilige Nacht » (Geistliche Texte II)
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

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« Antwort #4361 am: 15. November 2016, 05:59:44 »
Hl. Elisabeth von der Dreifaltigkeit (1880-1906), Karmelitin

„Ich muss heute in deinem Haus zu Gast sein“

„Bei Gott allein kommt meine Seele zur Ruhe, von ihm kommt mir Hilfe. Nur er ist mein Fels, meine Hilfe, meine Burg; darum werde ich nicht wanken“ (Ps 62[61],2f.). Von diesem Geheimnis erklingt heute meine Lyra! Wie dem Zachhäus, so hat mein Meister zu mir gesagt: „Komm schnell herunter! Denn ich muss heute in deinem Haus zu Gast sein.“ Komm schnell runter − aber wohin denn? In mein allertiefstes Inneres: nachdem ich mich selbst verleugnet habe (Mt 16,24), mich selbst von mir getrennt habe, mich selbst von mir befreit habe, kurzum ohne mich selbst.

„Ich muss heute dein Gast sein.“ Es ist mein Meister, der mir diesen Wunsch kundtut! Mein Meister, der in mir wohnen möchte, mit dem Vater und seinem Geist der Liebe, damit, wie der Lieblingsjünger es ausgedrückt hatte, ich „Gemeinschaft“ mit ihnen habe, ich in Gemeinschaft mit ihnen lebe (1 Joh 1,3). „Ihr seid also jetzt nicht mehr Fremde ohne Bürgerrecht, sondern Mitbürger der Heiligen und Hausgenossen Gottes“ (Eph 2,19). Das verstehe ich darunter, „Hausgenossin Gottes“ zu sein: nämlich im Schoß der Hl. Dreifaltigkeit zu ruhen und zu leben, in meinem eigenen inneren Abgrund, in dieser „uneinnehmbaren Festung der heiligen Sammlung in Gott“, von der der Hl. Johannes vom Kreuz spricht [...]

Ach, wie schön ist diese ganz und gar von sich selbst entkleidete, von sich selbst befreite Kreatur [...] sie steigt empor, sie erhebt sich über die Sinne, über ihre eigene Natur; sie gerät über jegliche Freude wie jeglichen Schmerz hinaus und durchbricht die Wolken, um solange nicht zu ruhen bis sie „im Innersten“ bei dem Einlass gefunden hat, den sie liebt und der allein ihr Ruhe verschaffen kann [...] Der Meister hatte zu ihr gesagt: „Komm schnell runter“. Und sie wird weiterhin dort, ohne wegzugehen, leben, als Ebenbild der unveränderlichen Dreifaltigkeit, in einer nicht endenden Gegenwart [...] und sie wird dabei, durch einen immer einfacheren und eins werdenden Blick zum „Abglanz seiner Herrlichkeit“ (Heb 1,3) werden, oder anders ausgedrückt zum „Lob seiner herrlichen Gnade“ (Eph 1,6), seiner anbetungswürdigen Vollkommenheit.

Letzte Einkehr, 42−44
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

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« Antwort #4362 am: 15. November 2016, 14:10:20 »
Buch der Offenbarung 3,1-6.14-22.

Ich, Johannes, hörte, wie der Herr zu mir sagte: An den Engel der Gemeinde in Sardes schreibe: So spricht Er, der die sieben Geister Gottes und die sieben Sterne hat: Ich kenne deine Werke. Dem Namen nach lebst du, aber du bist tot.
Werde wach und stärke, was noch übrig ist, was schon im Sterben lag. Ich habe gefunden, dass deine Taten in den Augen meines Gottes nicht vollwertig sind.
Denk also daran, wie du die Lehre empfangen und gehört hast. Halte daran fest, und kehr um! Wenn du aber nicht aufwachst, werde ich kommen wie ein Dieb, und du wirst bestimmt nicht wissen, zu welcher Stunde ich komme.
Du hast aber einige Leute in Sardes, die ihre Kleider nicht befleckt haben; sie werden mit mir in weißen Gewändern gehen, denn sie sind es wert.
Wer siegt, wird ebenso mit weißen Gewändern bekleidet werden. Nie werde ich seinen Namen aus dem Buch des Lebens streichen, sondern ich werde mich vor meinem Vater und vor seinen Engeln zu ihm bekennen.
Wer Ohren hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt.
An den Engel der Gemeinde in Laodizea schreibe: So spricht Er, der «Amen» heißt, der treue und zuverlässige Zeuge, der Anfang der Schöpfung Gottes:
Ich kenne deine Werke. Du bist weder kalt noch heiß. Wärest du doch kalt oder heiß!
Weil du aber lau bist, weder heiß noch kalt, will ich dich aus meinem Mund ausspeien.
Du behauptest: Ich bin reich und wohlhabend, und nichts fehlt mir. Du weißt aber nicht, dass gerade du elend und erbärmlich bist, arm, blind und nackt.
Darum rate ich dir: Kaufe von mir Gold, das im Feuer geläutert ist, damit du reich wirst; und kaufe von mir weiße Kleider, und zieh sie an, damit du nicht nackt dastehst und dich schämen musst; und kaufe Salbe für deine Augen, damit du sehen kannst.
Wen ich liebe, den weise ich zurecht und nehme ihn in Zucht. Mach also Ernst, und kehr um!
Ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wer meine Stimme hört und die Tür öffnet, bei dem werde ich eintreten, und wir werden Mahl halten, ich mit ihm und er mit mir.
Wer siegt, der darf mit mir auf meinem Thron sitzen, so wie auch ich gesiegt habe und mich mit meinem Vater auf seinen Thron gesetzt habe.
Wer Ohren hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt.

Psalm 15(14),2-3.4.5.

Der makellos lebt und das Rechte tut;
der von Herzen die Wahrheit sagt
und mit seiner Zunge nicht verleumdet;
der seinem Freund nichts Böses antut
und seinen Nächsten nicht schmäht;

der den Verworfenen verachtet,
doch alle, die den Herrn fürchten, in Ehren hält;
der sein Versprechen nicht ändert,
das er seinem Nächsten geschworen hat;

der sein Geld nicht auf Wucher ausleiht
und nicht zum Nachteil des Schuldlosen Bestechung annimmt.
Wer sich danach richtet,
der wird niemals wanken.

Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas - 19,1-10.

In jener Zeit kam Jesus nach Jericho und ging durch die Stadt.
Dort wohnte ein Mann namens Zachäus; er war der oberste Zollpächter und war sehr reich.
Er wollte gern sehen, wer dieser Jesus sei, doch die Menschenmenge versperrte ihm die Sicht; denn er war klein.
Darum lief er voraus und stieg auf einen Maulbeerfeigenbaum, um Jesus zu sehen, der dort vorbeikommen musste.
Als Jesus an die Stelle kam, schaute er hinauf und sagte zu ihm: Zachäus, komm schnell herunter! Denn ich muss heute in deinem Haus zu Gast sein.
Da stieg er schnell herunter und nahm Jesus freudig bei sich auf.
Als die Leute das sahen, empörten sie sich und sagten: Er ist bei einem Sünder eingekehrt.
Zachäus aber wandte sich an den Herrn und sagte: Herr, die Hälfte meines Vermögens will ich den Armen geben, und wenn ich von jemand zu viel gefordert habe, gebe ich ihm das Vierfache zurück.
Da sagte Jesus zu ihm: Heute ist diesem Haus das Heil geschenkt worden, weil auch dieser Mann ein Sohn Abrahams ist.
Denn der Menschensohn ist gekommen, um zu suchen und zu retten, was verloren ist.
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« Antwort #4363 am: 15. November 2016, 15:39:41 »

 ;medj

10. Juni 2006 Samstag, die Gottesmutter spricht zum Abschied in Medjugorje zu den Pilgern im Speisesaal um 12.15 Uhr

Die Gottesmutter spricht:
Meine geliebten Kinder, Ich, eure geliebte Mama, möchte euch an eurem Heimatort weiterhin begleiten, formen und erziehen dürfen. Reicht Mir eure verfügbaren Hände und öffnet eure Herzen. Ich führe euch sicher zum Himmlischen Vater.

Ihr werdet eure Wege weiterhin, die im Plane des Himmlischen Vaters stehen, nicht allein gehen müssen. Alles wird durch die Göttliche Vorsehung geschehen.

Nehmt eure Kreuze auf euch, denn nur im Kreuz ist Heil.

Legt mutig Zeugnis ab. Alles, was ihr an diesem Ort empfangen habt, sind Geschenke des Himmels. Ihr lebt in der Gegenwart Gottes für die Zukunft. Das ist euer Ziel. Doch auch die anderen möchten dieses Ziel erreichen. Dafür seid ihr da. Wenn ihr euren Mund nicht öffnet, so kann der Heilige Geist nicht aus euch fließen. Erreicht die Menschen und ihr werdet glücklich schon auf Erden sein.

Löst euch von den weltlichen Genüssen, die euch schaden werden. Ihr werdet es sehr bald erfahren. Die Zeit der Möglichkeiten der Bekehrung ist sehr kurz. Die Zeit des Schweigens ist nun vorbei. Nur, wenn ihr mutig im Treue- und Liebesbund zum Willen des Vaters steht, so seid ihr zur Weitergabe bereit. Nicht ihr habt mich erwählt, Ich habe euch erwählt, spricht Mein Sohn Jesus Christus in der Dreieinigkeit Gottes.

Ich, eure Himmlische Mama, werde stets bei euch bleiben, wenn ihr den geraden und steinigen Weg beschreitet. Nur dann darf Ich euch hilfreich zur Seite stehen. Wenn ihr euch der Welt zuwendet, so werdet ihr von euren Wegen abgebracht.

Verharrt in der Eintracht, im Gebet, im Opfer und im Fasten. Nur so könnt ihr Mir helfen, der Schlange den Kopf zu zertreten. Alle Tage bin Ich bei euch und erflehe euch eure Schutzengel. Haltet euch von der schweren Sünde fern, denn sie trennt euch von Gott.

Nehmt die Heiligen Sakramente, die Mein Sohn euch geschenkt hat, an und befolgt dem Willen des Vaters.

Lebt die Ganzhingabe, denn bedenkt, wenn ihr euch selber verschenkt, wirkt der Himmel in euch. Kostet die Freuden der Dankbarkeit aus, die euch stärken. Lebt in der Gemeinschaft, denn allein werdet ihr den Kampf des Satans nicht bestehen.

In euren Herzen wird die Flamme der Liebe sein, die andere Herzen entzündet. Ich warte auf euch, Meine geliebten Kinder. Sagt euer bereites Ja dem Vater, denn euer Weg ist vorbestimmt. So wie Ich Mein Fiat gesprochen, so sprecht es Mir nach, denn ohne euren Willen, geschieht nichts. Euren Willen wird Mein Sohn nicht brechen. Euer Wille ist noch voller Egoismus. Habt Zeit für die anderen. Achtet nicht auf eure Grenzen, denn die Göttliche Kraft wird in euch sein.

Eine Bitte hat eure Mutter an euch: Sagt nicht Gottesdienst zu den Heiligen Opfermessen, denn der Ökumenismus ist weit verbreitet. Ihr tragt dazu bei, wenn ihr eure Zusage zu diesem Wort gebt. Empfangt nur die Mundkommunion in aller Ehrfurcht. Lasst euch nicht beeinflussen, denn Satan möchte euch von den guten Wegen abbringen. Achtet auf Meine Zeichen, die Ich euch aus Liebe erbete.

Sühnt viel für die armen Priesterseelen, denn derer gibt es viele. Sie begehen ein Sakrileg nach dem anderen und stürzen in den Abgrund. Meine Kleine hat den Abgrund gesehen und die vielen Abtrünnigen. Die Apostasie schreitet mit Riesenschritten voran.

Wir warten auf eure Bereitschaft und weinen Blutstränen, wenn auch ihr uns verlasst. Wollt ihr Wenigen Uns auch noch verlassen?

Nun segne Ich euch in der Dreieinigkeit Gottes, allen Engeln und Heiligen eure Mama, im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Ich bereite euch vor, Meine geliebten Kleinen, für die Zeit der Dunkelheit
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« Antwort #4364 am: 15. November 2016, 19:52:35 »
Ich möchte auf die besondere Gnade des Monats Novembers hinweisen:

 ;ghjghg

"Wenn ihr euch auf die Liebesflamme Meines Herzens berufend drei Ave Maria betet, wird jedesmal eine Arme Seele aus dem Fegfeuer befreit. Im Monat der Armen Seelen (November) befreit ihr für jeweils ein Ave Maria zehn Arme Seelen aus dem Fegfeuer. Auch die Armen Seelen sollen das Gnadenwirken der Liebesflamme Meines mütterlichen Herzens verspüren dürfen." (13. Oktober 1962 an Elisabeth Kindelmann)
« Letzte Änderung: 15. November 2016, 19:53:46 von Tina 13 »
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« Antwort #4365 am: 16. November 2016, 06:40:45 »
Hl. Margareta von Schottland, Königin von Schottland

* um 1046 in Reska bei Nádasd in Ungarn
† im November (?) 1093 in Edinburgh in Schottland

Margaretas bewegtes Leben begann in Ungarn; um 1046 wurde sie in Reska bei Nadasd geboren. Sie war die Tochter des aus England vertriebenen Eduard Atheling und einer ungarischen Prinzessin. Mit zehn Jahren kam sie nach England an den Hof ihres Großonkels Eduard des Bekenners. 1066, nach der verlorenen Schlacht von Hastings, floh sie nach Schottland, wo sie sich um 1070 mit König Malcolm verheiratete. Der Ehe entsprossten sechs Knaben und drei Mädchen. Auf den rauen König hatte Margareta einen wohl tuenden Einfluss, der dem Land zugute kam. Sie war streng gegen sich selbst, gut zu den Armen; sie reformierte das kirchliche Leben, förderte Kultur und Erziehung. Sie starb mit 46 Jahren am 16. November 1093, wenige Tage nachdem sie die Nachricht vom blutigen Tod ihres Gatten und ihres Sohnes Eduard erhalten hatte. Sie wurde 1249 heilig gesprochen.
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« Antwort #4366 am: 16. November 2016, 06:41:54 »
Hl. Josémaria Escriva de Balaguer (1902-1975), Priester, Gründer des Opus Dei

Wirtschaftet mit eurem Talent

„Herr, da hast du dein Goldstück wieder zurück, ich hatte es umwickelt und beiseite gelegt.“ Womit wird sich denn dieser Mensch von nun an beschäftigen, wenn er doch sein Arbeitsmaterial weggegeben hat? Er hielt sich für nicht verantwortlich, wählte die bequeme Lösung und gab nicht mehr zurück, als er empfangen hatte. Er wird nun damit beschäftigt sein, die Zeit totzuschlagen: die Minuten, Stunden, Tage, Monate, Jahre, das ganze Leben! Die Anderen mühen sich ab, treiben Handel und sind auf gute Weise damit beschäftigt, ihrem Herrn mehr zurückzugeben als sie empfangen haben, den legitimen Zugewinn eben, denn die Anweisung war sehr konkret: „Wirtschaftet mit euren Talenten bis zu meiner Wiederkunft“; nehmt diese Arbeit auf euch, bis zur Wiederkunft eures Herrn, um einen Zugewinn zu erwirtschaften. Dieser Mensch jedoch tut nichts dergleichen; er verpfuscht sein Leben.

Es ist schade um euer Leben, wenn ihr nur eure Zeit totschlagt. Sie ist der Schatz, den euch Gott gegeben hat. Und nichts kann ein solches Verhalten rechtfertigen. Der hl. Johannes Chrysostomus schreibt: „Es sage niemand: ich verfüge nur über ein einziges Talent und kann nichts erreichen. Auch mit einem einzigen Talent kannst du verdienstvoll handeln.“ All die kleinen oder großen Fähigkeiten, die Gott dem Menschen mitgibt, ungenutzt zu lassen, keinen wirklichen Ertrag mit ihnen erwirtschaften, ist eine traurige Angelegenheit, denn Gott gewährt ja diese Fähigkeiten dem Menschen, damit er mit ihnen den Einzelnen und der Gesellschaft dient. Wenn sich der Christ aus Egoismus verschanzt, versteckt, unbeteiligt bleibt, kurz: wenn er seine Zeit totschlägt, läuft er große Gefahr, sich um seinen Himmel zu bringen. Wer Gott liebt, beschränkt sich nicht darauf, mit allem, was er hat und mit allem, was er ist, Christus zu dienen: er schenkt sich selber.

Predigt über die Freunde Gottes
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« Antwort #4367 am: 16. November 2016, 06:42:54 »
Buch der Offenbarung 4,1-11.

Ich, Johannes, sah: Eine Tür war geöffnet am Himmel; und die Stimme, die vorher zu mir gesprochen hatte und die wie eine Posaune klang, sagte: Komm herauf, und ich werde dir zeigen, was dann geschehen muss.
Sogleich wurde ich vom Geist ergriffen. Und ich sah: Ein Thron stand im Himmel; auf dem Thron saß einer,
der wie ein Jaspis und ein Karneol aussah. Und über dem Thron wölbte sich ein Regenbogen, der wie ein Smaragd aussah.
Und rings um den Thron standen vierundzwanzig Throne, und auf den Thronen saßen vierundzwanzig Älteste in weißen Gewändern und mit goldenen Kränzen auf dem Haupt.
Von dem Thron gingen Blitze, Stimmen und Donner aus. Und sieben lodernde Fackeln brannten vor dem Thron; das sind die sieben Geister Gottes.
Und vor dem Thron war etwas wie ein gläsernes Meer, gleich Kristall. Und in der Mitte, rings um den Thron, waren vier Lebewesen voller Augen, vorn und hinten.
Das erste Lebewesen glich einem Löwen, das zweite einem Stier, das dritte sah aus wie ein Mensch, das vierte glich einem fliegenden Adler.
Und jedes der vier Lebewesen hatte sechs Flügel, außen und innen voller Augen. Sie ruhen nicht, bei Tag und Nacht, und rufen: Heilig, heilig, heilig ist der Herr, der Gott, der Herrscher über die ganze Schöpfung; er war, und er ist, und er kommt.
Und wenn die Lebewesen dem, der auf dem Thron sitzt und in alle Ewigkeit lebt, Herrlichkeit und Ehre und Dank erweisen,
dann werfen sich die vierundzwanzig Ältesten vor dem, der auf dem Thron sitzt, nieder und beten ihn an, der in alle Ewigkeit lebt. Und sie legen ihre goldenen Kränze vor seinem Thron nieder und sprechen:
Würdig bist du, unser Herr und Gott, Herrlichkeit zu empfangen und Ehre und Macht. Denn du bist es, der die Welt erschaffen hat, durch deinen Willen war sie und wurde sie erschaffen.

Psalm 150(149),1-2.3-4.5-6.

Lobet Gott in seinem Heiligtum
lobt ihn in seiner mächtigen Feste!
Lobt ihn für seine großen Taten,
lobt ihn in seiner gewaltigen Größe!

Lobt ihn mit dem Schall der Hörner,
lobt ihn mit Harfe und Zither!
Lobt ihn mit Pauken und Tanz,
lobt ihn mit Flöten und Saitenspiel!

Lobt ihn mit hellen Zimbeln,
lobt ihn mit klingenden Zimbeln!
Alles, was atmet,
lobe den Herrn!

Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas - 19,11-28.

In jener Zeit meinten die Menschen, weil Jesus schon nahe bei Jerusalem war, das Reich Gottes werde sofort erscheinen. Daher erzählte er ihnen ein weiteres Gleichnis.
Er sagte: Ein Mann von vornehmer Herkunft wollte in ein fernes Land reisen, um die Königswürde zu erlangen und dann zurückzukehren.
Er rief zehn seiner Diener zu sich, verteilte unter sie Geld im Wert von zehn Minen und sagte: Macht Geschäfte damit, bis ich wiederkomme.
Da ihn aber die Einwohner seines Landes hassten, schickten sie eine Gesandtschaft hinter ihm her und ließen sagen: Wir wollen nicht, dass dieser Mann unser König wird.
Dennoch wurde er als König eingesetzt. Nach seiner Rückkehr ließ er die Diener, denen er das Geld gegeben hatte, zu sich rufen. Er wollte sehen, welchen Gewinn jeder bei seinen Geschäften erzielt hatte.
Der erste kam und sagte: Herr, ich habe mit deiner Mine zehn Minen erwirtschaftet.
Da sagte der König zu ihm: Sehr gut, du bist ein tüchtiger Diener. Weil du im Kleinsten zuverlässig warst, sollst du Herr über zehn Städte werden.
Der zweite kam und sagte: Herr, ich habe mit deiner Mine fünf Minen erwirtschaftet.
Zu ihm sagte der König: Du sollst über fünf Städte herrschen.
Nun kam ein anderer und sagte: Herr, hier hast du dein Geld zurück. Ich habe es in ein Tuch eingebunden und aufbewahrt;
denn ich hatte Angst vor dir, weil du ein strenger Mann bist: Du hebst ab, was du nicht eingezahlt hast, und erntest, was du nicht gesät hast.
Der König antwortete: Aufgrund deiner eigenen Worte spreche ich dir das Urteil. Du bist ein schlechter Diener. Du hast gewusst, dass ich ein strenger Mann bin? Dass ich abhebe, was ich nicht eingezahlt habe, und ernte, was ich nicht gesät habe?
Warum hast du dann mein Geld nicht auf die Bank gebracht? Dann hätte ich es bei der Rückkehr mit Zinsen abheben können.
Und zu den anderen, die dabeistanden, sagte er: Nehmt ihm das Geld weg, und gebt es dem, der die zehn Minen hat.
Sie sagten zu ihm: Herr, er hat doch schon zehn.
Da erwiderte er: Ich sage euch: Wer hat, dem wird gegeben werden; wer aber nicht hat, dem wird auch noch weggenommen, was er hat.
Doch meine Feinde, die nicht wollten, dass ich ihr König werde - bringt sie her, und macht sie vor meinen Augen nieder!
Nach dieser Rede zog Jesus weiter und ging nach Jerusalem hinauf.
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La Salette 1846



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