Autor Thema: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."  (Gelesen 4664146 mal)

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Offline Tina 13

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« Antwort #5144 am: 01. Mai 2017, 07:44:44 »
Josefs heiliges Schamgefühl

Unsere Welt ist „voyeuristisch“. Alles muss gezeigt werden, alles wird permanent gesagt. Der Erfolg von Realityshows, das Reich der „Extimität“, während man die eigene Intimität und Befindlichkeit in den sozialen Netzwerken zur Schau stellt…
Im Gegensatz dazu bietet uns Josef ein Zeugnis echten Schamgefühls. Ein Schamgefühl aus Schweigen, natürlicher Zurückhaltung und Besinnung. Josef bewahrt die Intimität seines Adoptivsohnes Jesus. Er respektiert das Anderssein seiner Frau Maria im Geheimnis ihrer jungfräulichen Empfängnis und Gottes­mutter­schaft.
Das Schicklichkeitsempfinden Josefs ist weder die Scham des Selbstekels noch Prüderie noch eine Ziererei, die hochmütige Zurückhaltung heuchelt. Die Schamhaftigkeit Josefs ist Garant des Geheimnisses, das in ihm aufbricht, das Geheimnis seiner Erwählung. Sie ist die Beherrschung seiner Sinne, das Gegenmittel gegen Eitelkeit, die Quelle seiner Keuschheit, die innere Falte seines Gebets. Es gibt etwas in der Heiligen Familie, das wir niemals ganz kennen und erfassen können. Ein Teil des Geheimnisses, das verlangt zurückzutreten, in dem sie leben, und die Freiheit Gottes, der ruft und die Freiheit der Antwort: das Amen Jesu und das Fiat Mariens.

Bischof Dominique Rey, Bischof von Fréjus-Toulon

Heiligtum von Bessillon bei Cotignac, am 16. März 2013
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

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« Antwort #5145 am: 01. Mai 2017, 12:44:09 »
Hl. Josef, der Arbeiter

Den 1. Mai, der überall in der heutigen Welt als Tag der Arbeit begangen wird, hat Pius XII. zum Fest des heiligen Josef des Arbeiters bestimmt. Damit soll der heilige Josef geehrt, aber auch die Würde der menschlichen Arbeit bewusstgemacht werden. Josef hat als Handwerker gearbeitet und für seine Familie das Brot verdient. Die Arbeit, wie sie heute von der Masse der Arbeiter getan und auch erlitten wird; ist sehr verschieden von der Arbeit in der alten Welt. Aber immer geht es darum, dass der Mensch, indem er die Kraft seines Körpers und seines Geistes einsetzt, sein eigenes Leben verwirklicht, seine Persönlichkeit entfaltet und das Leben in dieser Welt lebenswert oder doch erträgli­cher macht. Der Christ weiß außerdem, dass er seine Arbeit von Gott her und zu Gott hin tut.


« Letzte Änderung: 01. Mai 2017, 20:00:33 von Tina 13 »
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« Antwort #5146 am: 01. Mai 2017, 19:32:24 »
Hl. Arnold von Hiltensweiler, Ritter, Stifter

* in Hiltensweiler im Allgäu in Baden-Württemberg
† nach 1127 daselbst

Arnold war Ritter; er stiftete auf seinem Besitz 1122 eine Maria geweihte Zelle, die von Mönchen des Allerheiligenklosters aus Schaffhausen besiedelt wurde. In der Nähe entstand später das Kloster Langnau.

Arnold wird am Bodensee als Volksheiliger verehrt.
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« Antwort #5147 am: 01. Mai 2017, 19:36:01 »
Hl. Peregrinus, Ordensmann

* um 1265 in Forli in Italien
† 1. Mai 1345 daselbst

Peregrinus, aus vornehmem Hause stammend, ohrfeigte 1283 den Mitbegründer des Servitenordens, Philippus Benitius als der versuchte, die Bürger von Forli zum Gehorsam gegenüber dem Papst zurückzuführen; der 18-jährige bereute seine Tat und bat um Verzeihung, die ihm gewährt wurde, worauf er sein hochmütigiges Leben Änderte und in Siena dem Servitenorden beitrat. Er war dann als Seelsorger in seiner Heimatstadt tätig.

Mit 60 Jahren erkrankte Peregrinus an einem Venenleiden, verbunden mit einem Knochentumor, deshalb sollte ihm das Bein abgenommen werden. In der Nacht vor der Operation schleppte er sich in den Kapitelsaal, um vor dem Bild des Gekreuzigten zu beten. Er fiel in Schlaf und sah, wie sich Jesus vom Kreuz herabneigte und sein Bein heilte. Als am Morgen der Arzt zur Amputation kam, fand er das Bein völlig unversehrt und geheilt.
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« Antwort #5148 am: 01. Mai 2017, 19:54:51 »
Apostelgeschichte 6,8-15.

In jenen Tagen tat Stephanus, voll Gnade und Kraft, Wunder und große Zeichen unter dem Volk.
Doch einige von der sogenannten Synagoge der Libertiner und Zyrenäer und Alexandriner und Leute aus Zilizien und der Provinz Asien erhoben sich, um mit Stephanus zu streiten;
aber sie konnten der Weisheit und dem Geist, mit dem er sprach, nicht widerstehen.
Da stifteten sie Männer zu der Aussage an: Wir haben gehört, wie er gegen Mose und Gott lästerte.
Sie hetzten das Volk, die Ältesten und die Schriftgelehrten auf, drangen auf ihn ein, packten ihn und schleppten ihn vor den Hohen Rat.
Und sie brachten falsche Zeugen bei, die sagten: Dieser Mensch hört nicht auf, gegen diesen heiligen Ort und das Gesetz zu reden.
Wir haben ihn nämlich sagen hören: Dieser Jesus, der Nazoräer, wird diesen Ort zerstören und die Bräuche ändern, die uns Mose überliefert hat.
Und als alle, die im Hohen Rat saßen, auf ihn blickten, erschien ihnen sein Gesicht wie das Gesicht eines Engels.

Psalm 119(118),23-24.26-27.29-30.

Wenn auch Fürsten gegen mich beraten:
dein Knecht sinnt nach über deine Gesetze.
Deine Vorschriften machen mich froh;
sie sind meine Berater.

Ich habe dir mein Geschick erzählt, und du erhörtest mich.
Lehre mich deine Gesetze!
Lass mich den Weg begreifen, den deine Befehle mir zeigen,
dann will ich nachsinnen über deine Wunder.

Halte mich fern vom Weg der Lüge;
begnade mich mit deiner Weisung!
Ich wählte den Weg der Wahrheit;
nach deinen Urteilen hab' ich Verlangen.

Aus dem Heiligen Evangelium nach Johannes - Jn 6,22-29.

In jener Zeit sah die Menge, die am anderen Ufer des Sees geblieben war, dass nur noch ein Boot dort lag, und sie erfuhren, dass Jesus nicht mit seinen Jüngern ins Boot gestiegen war, sondern dass die Jünger allein abgefahren waren.
Von Tiberias her kamen andere Boote in die Nähe des Ortes, wo sie nach dem Dankgebet des Herrn das Brot gegessen hatten.
Als die Leute sahen, dass weder Jesus noch seine Jünger dort waren, stiegen sie in die Boote, fuhren nach Kafarnaum und suchten Jesus.
Als sie ihn am anderen Ufer des Sees fanden, fragten sie ihn: Rabbi, wann bist du hierher gekommen?
Jesus antwortete ihnen: Amen, amen, ich sage euch: Ihr sucht mich nicht, weil ihr Zeichen gesehen habt, sondern weil ihr von den Broten gegessen habt und satt geworden seid.
Müht euch nicht ab für die Speise, die verdirbt, sondern für die Speise, die für das ewige Leben bleibt und die der Menschensohn euch geben wird. Denn ihn hat Gott, der Vater, mit seinem Siegel beglaubigt.
Da fragten sie ihn: Was müssen wir tun, um die Werke Gottes zu vollbringen?
Jesus antwortete ihnen: Das ist das Werk Gottes, dass ihr an den glaubt, den er gesandt hat.
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« Antwort #5149 am: 01. Mai 2017, 19:59:53 »
Petrus der Ehrwürdige (1092-1156), Abt von Cluny

Auf der Suche nach Jesus

Hört, ihr Völker alle! Hört, ihr Nationen, verstreut über den Erdkreis! Horcht auf, ihr mannigfaltigen Stämme und Rassen (vgl. Offb 7,9), ihr alle, die ihr euch verlassen geglaubt habt, die ihr euch bis zum heutigen Tag als verachtenswert betrachtet habt! Hört gut zu und freut euch: euer Schöpfer hat euch nicht vergessen. Er wollte nicht länger, dass sein Zorn seine Barmherzigkeit hindere, wirksam zu werden. Jetzt will er in seiner Güte nicht nur die kleine Zahl der Juden retten, sondern euch alle, die unzählbar vielen. Hört, was der heilige Prophet Jesaia sagt: „An jenem Tag wird es der Spross aus der Wurzel Isais sein, der dasteht als Zeichen für die Nationen“ (11,10) [...]

Wie Jesus selber bezeugt hat, ist er derjenige, den „Gott, der Vater, mit seinem Siegel beglaubigt hat“, damit er ein Zeichen sei. Aber ein Zeichen wozu? Damit er, so wie die bronzene Schlange in der Mitte des Lagers aufgehängt war, am Kreuz erhöht nicht nur die Blicke des jüdischen Volkes auf sich lenke, sondern die der ganzen Welt; und damit er durch seinen Tod am Kreuz die Herzen aller Menschen an sich zieht. So lehrte er sie, all ihre Hoffnung auf ihn zu setzen. All ihre Schwächen heilend, all ihre Sünden verzeihend, das seitdem so lange geschlossene ganze Himmelreich öffnend, zeigte er ihnen, dass er wirklich derjenige ist, „der gesandt werden soll, derjenige, den die Nationen erwarteten“ (vgl. Gen 49,10 LXX/Vulg.). Dieses Zeichen hat er selber für die Völker aufgerichtet, um „die Versprengten Israels wieder zu sammeln, um die Zerstreuten Judas zusammenzuführen von den vier Enden der Erde“ (Jes 11,12).

Predigt zum Lob des Heiligen Grabes
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« Antwort #5150 am: 02. Mai 2017, 06:37:47 »
Sie werden sich Maria mit Leib und Seele übereignen

Gott möchte also Maria, das Meisterwerk seiner Hände, in diesen letzten Zeiten entschleiern und enthüllen. Sie ist das Morgenrot, das Jesus Christus, der Sonne der Gerechtigkeit, vorausgeht und ihn entschleiert; sie selbst soll gekannt und enthüllt werden, damit Jesus Christus gekannt und entdeckt wird. Nachdem sie der Weg ist, auf dem Jesus Christus zum ersten Mal zu uns gekommen ist, wird sie es auch jetzt sein, wenn er das zweite Mal kommt, aber nicht auf die gleiche Weise.
Mehr als je zuvor soll Maria aufbrechen in Erbarmen, Kraft und Gnade, in diesen letzten Zeiten. Gott will, dass seine heilige Mutter gegenwärtig mehr gekannt, mehr geliebt, mehr verehrt wird, als sie es je wurde: was zweifellos geschehen wird, wenn die Kinder Mariens mit der Gnade und dem Licht des Hl. Geistes sich die innerliche und vollkommene Übung zu eigen machen, die ich ihnen später zeigen werde; (…) sie werden die Erbarmungen entdecken, über die sie verfügt, und sie werden entdecken, in welchem Maß sie ihrer Hilfe bedürfen.
Sie werden sich in all ihren Nöten an Maria wenden als ihre vorzüglichste Anwältin und Mittlerin bei Jesus Christus; sie werden wissen, welches das sicherste, leichteste, kürzeste und vollkommenste Mittel ist, um zu Jesus Christus zu gelangen, und sie werden sich ihr vorbehaltlos mit Leib und Seele übereignen, um Jesus Christus selbst zu gehören. (1)
________________________________
(1) Der französische Text hat verschiedene Wendungen des Autors dem Französisch des 21. Jahrhunderts angepasst. Seine Schriften stammen aus dem 18. Jahrhundert und sind für den heutigen Leser in Teilen schwer verständlich; die Anpassungen geben den vollständigen Sinn dessen wider, was der Autor zum Ausdruck bringen wollte.
Hl. Louis Marie Grignion de Montfort

Abhandlung über die wahre Verehrung, Extrakte § 50 bis 55
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« Antwort #5151 am: 02. Mai 2017, 06:52:53 »
Hl. Athanasius, Patriarch von Alexandria, Kirchenvater

* um 295 in Alexandria in Ägypten
† 2. Mai 373 daselbst

Athanasius mit dem Beinamen „der Große“ ist einer der bedeutendsten Kirchenlehrer der alten Zeit. Er wurde um 295 in Alexandrien geboren. 325 nahm er als Diakon seines Bischofs am Konzil von Nizäa teil. Gegen die arianische Irrlehre war er ein unermüdlicher Verteidi­ger der Lehre von der wahren Gottheit Christi, wie sie vom Konzil von Nizäa definiert worden war: Christus ist der Sohn Gottes, „gezeugt, nicht geschaffen, eines Wesens mit dem Vater“. Da auch die Staatsgewalt auf Seiten der Irrlehrer stand, musste Athanasius wiederholt aus Alexandrien fliehen: siebzehn Jahre seines Lebens verbrachte er im Exil. Seine zahlreichen Schriften dienen vor allem der Erklärung und Verteidigung des wahren Glaubens. Athanasius hat auch das berühmte Leben des heiligen Abtes Antonius geschrieben.  Er starb 373 in Alexandrien.


Die Unerschrockenen

„Er überredete, er mahnte, er griff zur Gewalt. Wenn er angegriffen wurde, verteidigte er sich. Wenn er der Stärkere war, dann erlebte sein Gegner eine böse Stunde. Es ist die Schwäche der Unerschrockenen, ihre Kraft nicht zu messen und so bisweilen das rechte Maß zu verfehlen.“
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La Salette 1846



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