Autor Thema: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."  (Gelesen 4659935 mal)

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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #6912 am: 16. Juni 2018, 22:27:55 »
Ein Glaube, der keine Festigkeit in den Sakramenten hat, ist kein Glaube.


https://gloria.tv/article/p4LBdypcjquy4mEA1pNyP42TL
« Letzte Änderung: 16. Juni 2018, 22:28:15 von Tina 13 »
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #6913 am: 16. Juni 2018, 22:29:20 »
Erstes Buch der Könige 19,19-21.

In jenen Tagen als Elija vom Gottesberg Horeb weggegangen war, traf er Elischa, den Sohn Schafats. Er war gerade mit zwölf Gespannen am Pflügen, und er selbst pflügte mit dem Zwölften. Im Vorbeigehen warf Elija seinen Mantel über ihn.
Sogleich verließ Elischa die Rinder, eilte Elija nach und bat ihn: Lass mich noch meinem Vater und meiner Mutter den Abschiedskuss geben; dann werde ich dir folgen. Elija antwortete: Geh, aber komm dann zurück! Bedenke, was ich an dir getan habe.
Elischa ging von ihm weg, nahm seine zwei Rinder und schlachtete sie. Mit dem Joch der Rinder kochte er das Fleisch und setzte es den Leuten zum Essen vor. Dann stand er auf, folgte Elija und trat in seinen Dienst.

Psalm 16(15),1-2.5.7-8.9-10.

Behüte mich, Gott, denn ich vertraue dir.
Ich sage zum Herrn: «Du bist mein Herr;
mein ganzes Glück bist du allein.»
Du, Herr, gibst mir das Erbe und reichst mir den Becher;
du hältst mein Los in deinen Händen.

Ich preise den Herrn, der mich beraten hat.
Auch mahnt mich mein Herz in der Nacht.
Ich habe den Herrn beständig vor Augen.
Er steht mir zur Rechten, ich wanke nicht.

Darum freut sich mein Herz und frohlockt meine Seele;
auch mein Leib wird wohnen in Sicherheit.
Denn du gibst mich nicht der Unterwelt preis;
du lässt deinen Frommen das Grab nicht schauen.

Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus - Mt 5,33-37.

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Ihr habt gehört, dass zu den Alten gesagt worden ist: Du sollst keinen Meineid schwören, und: Du sollst halten, was du dem Herrn geschworen hast.
Ich aber sage euch: Schwört überhaupt nicht, weder beim Himmel, denn er ist Gottes Thron,
noch bei der Erde, denn sie ist der Schemel für seine Füße, noch bei Jerusalem, denn es ist die Stadt des großen Königs.
Auch bei deinem Haupt sollst du nicht schwören; denn du kannst kein einziges Haar weiß oder schwarz machen.
Euer Ja sei ein Ja, euer Nein ein Nein; alles andere stammt vom Bösen.
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #6914 am: 16. Juni 2018, 22:47:56 »
Hl. Dorotheos von Gaza (um 500-?), Mönch in Palästina

Unterweisungen; Nr. 1,6-8

Das neue Gesetz

Gott hat uns seine Gebote gegeben, die uns [...] von den schlechten Neigungen unseres inneren Menschen reinigen (vgl. Eph 3,16). Er gibt diesem die Unterscheidungsgabe von Gut und Böse. Er gibt ihm ein Gewissen und zeigt ihm die Ursachen für seine Sünde. „Das Gesetz sagt: Du sollst nicht die Ehe brechen. Ich aber sage: Sei nicht lüstern. Das Gesetz sagt: Du sollst nicht töten. Ich aber sage: Lass dich nicht vom Zorn hinreißen“ (vgl. Mt 5,27-28.21-22). Denn wenn dich nach Schlechtem verlangt, selbst wenn du jetzt keinen Ehebruch vollziehst, so werden die Lüste doch nicht aufhören, dich innerlich umzutreiben, bis sie dich zur Ausführung bringen können. Wenn du erzürnt und gegen deinen Bruder aufgebracht bist, wird der Augenblick kommen, wo du Schlechtes von ihm sagst, dann wirst du ihm Hindernisse in den Weg legen und Stück für Stück wirst du schließlich dahin kommen, dass du ihn ermordest.

Das Gesetz sagte: „Auge für Auge, Zahn für Zahn“ (Ex 21,24). Doch der Herr ermahnt uns nicht nur, geduldig den Schlag dessen anzunehmen, der uns ohrfeigt, sondern ihm sogar demütig die andere Wange hinzuhalten (vgl. Mt 5,38-39). Denn das Ziel des Gesetzes war es, uns beizubringen, das nicht zu tun, was wir selbst nicht erleiden wollen. Es hinderte uns also durch die Angst vor dem Leiden daran, Böses zu tun. Was jedoch nun verlangt wird, ich wiederhole es, ist die Zurückweisung des Hasses, der Vergnügungssucht, der Ehrsucht und anderer Leidenschaften.

Mit einem Wort: Christus, unser Herr, möchte uns nämlich lehren, wie wir dahin gekommen sind, alle diese Sünden zu begehen, und wie wir in all diese schlechten Tage gekommen sind. Er hat uns also zuerst durch die heilige Taufe befreit, indem er uns die Vergebung der Sünden gewährte; dann hat er uns die Kraft gegeben, das Gute zu tun, wenn wir es denn wollen, und wir nicht mehr wie im Zwang zum Bösen hingezogen zu werden.
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #6915 am: 17. Juni 2018, 21:50:43 »
Buch Ezechiel 17,22-24.

So spricht Gott, der Herr: Ich selbst nehme ein Stück vom hohen Wipfel der Zeder und pflanze es ein. Einen zarten Zweig aus den obersten Ästen breche ich ab, ich pflanze ihn auf einen hoch aufragenden Berg.
Auf die Höhe von Israels Bergland pflanze ich ihn. Dort treibt er dann Zweige, er trägt Früchte und wird zur prächtigen Zeder. Allerlei Vögel wohnen darin; alles, was Flügel hat, wohnt im Schatten ihrer Zweige.
Dann werden alle Bäume auf den Feldern erkennen, dass ich der Herr bin. Ich mache den hohen Baum niedrig, den niedrigen mache ich hoch. Ich lasse den grünenden Baum verdorren, den verdorrten erblühen. Ich, der Herr, habe gesprochen, und ich führe es aus.

Psalm 92(91),2-3.13-14.15-16.

Wie schön ist es, dem Herrn zu danken,
deinem Namen, du Höchster, zu singen,
am Morgen deine Huld zu verkünden
und in den Nächten deine Treue.

Der Gerechte gedeiht wie die Palme,
er wächst wie die Zedern des Libanon.
Gepflanzt im Hause des Herrn,
gedeihen sie in den Vorhöfen unseres Gottes.

Sie tragen Frucht noch im Alter
und bleiben voll Saft und Frische;
sie verkünden: Gerecht ist der Herr;
mein Fels ist er, an ihm ist kein Unrecht.

Zweiter Brief des Apostels Paulus an die Korinther 5,6-10.

Brüder! Wir sind immer zuversichtlich, auch wenn wir wissen, dass wir fern vom Herrn in der Fremde leben, solange wir in diesem Leib zu Hause sind;
denn als Glaubende gehen wir unseren Weg, nicht als Schauende.
Weil wir aber zuversichtlich sind, ziehen wir es vor, aus dem Leib auszuwandern und daheim beim Herrn zu sein.
Deswegen suchen wir unsere Ehre darin, ihm zu gefallen, ob wir daheim oder in der Fremde sind.
Denn wir alle müssen vor dem Richterstuhl Christi offenbar werden, damit jeder seinen Lohn empfängt für das Gute oder Böse, das er im irdischen Leben getan hat.

Aus dem Heiligen Evangelium nach Markus - Mk 4,26-34.

In jener Zeit sprach Jesus zu der Menge: Mit dem Reich Gottes ist es so, wie wenn ein Mann Samen auf seinen Acker sät;
dann schläft er und steht wieder auf, es wird Nacht und wird Tag, der Samen keimt und wächst, und der Mann weiß nicht, wie.
Die Erde bringt von selbst ihre Frucht, zuerst den Halm, dann die Ähre, dann das volle Korn in der Ähre.
Sobald aber die Frucht reif ist, legt er die Sichel an; denn die Zeit der Ernte ist da.
Er sagte: Womit sollen wir das Reich Gottes vergleichen, mit welchem Gleichnis sollen wir es beschreiben?
Es gleicht einem Senfkorn. Dieses ist das kleinste von allen Samenkörnern, die man in die Erde sät.
Ist es aber gesät, dann geht es auf und wird größer als alle anderen Gewächse und treibt große Zweige, so dass in seinem Schatten die Vögel des Himmels nisten können.
Durch viele solche Gleichnisse verkündete er ihnen das Wort, so wie sie es aufnehmen konnten.
Er redete nur in Gleichnissen zu ihnen; seinen Jüngern aber erklärte er alles, wenn er mit ihnen allein war.
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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #6916 am: 17. Juni 2018, 21:55:56 »
Rennt Unvernünftige um eure Rechnungen in Ordnung zu bringen; verschiebt eure Rettung nicht auf den letzten Moment!

8. Juni 2018, 14.10 Uhr – Dringender Aufruf von Gott Vater an die Menschheit. Botschaft an Enoch.

Mein Friede sei mit dir, Mein Volk, Meine Herde.

Mein kleiner Prophet, diese Menschheit ist taub und blind, die Tage der Rückkehr Meines Sohnes in diese Welt haben sich genähert und die immense Mehrheit ist immer noch an die Sünde verkauft und taub für Unsere Aufrufe zur Bekehrung. Ich bin euer Vater und einmal mehr sage Ich euch: Ich will nicht euren Tod, Ich wünsche, dass ihr so lebt damit ihr morgen Meine Neue Schöpfung bewohnen könnt.

Macht einen Halt in eurem hektischen Leben und denkt für einen Moment über die Ereignisse nach, die am Kommen sind. Erwacht sofort, seid nicht erschlafft durch die Sünde, denn das was am Kommen ist nennt sich Züchtigung und sie wird euch packen ohne dass ihr vorbereitet seid! Sündhafte Menschheit, der Engel Meiner Gerechtigkeit ist euch schon nahe und kommt um über die Erde den Becher Meines gerechten Zorns auszuschütten.

Rennt Unvernünftige um eure Rechnungen in Ordnung zu bringen; verschiebt eure Rettung nicht auf den letzten Moment! Seht, die Tage Meiner Barmherzigkeit sind schon aufgebraucht um euch zu folgen in eurem Wettrennen der Ausschweifung und Sünde, das was euch erwartet sind die Tiefen der Hölle. Die Erschütterung Meiner Schöpfung ist ein Signal, das euch ankündigt, dass die Welt die ihr kennt, sehr bald aufhört zu existieren. Die Schmerzen für die Menschheit haben eben erst begonnen, so etwas habt ihr noch nie gesehen. Wenn der Himmel und die Erde in ihre Schlussetappe der Umwandlung eintreten, dann, ja dann werdet ihr ins Chaos eintreten; denn die Erde wird sich auf allen ihren Kontinenten öffnen und alles verschlingen was sich darauf befindet. Feuer wird aus der Erde herausschießen und Feuer wird vom Himmel fallen und kein Ort auf eurer Welt wird sicher sein.

Oh undankbare und sündhafte Menschheit, wie muss Ich mit dir reden damit du Mir Aufmerksamkeit schenkst? Das was am Kommen ist nennt sich Züchtigung und eine solche, wie jetzt kommt, wurde auf der Erde noch nie gesehen. Ihr fahrt fort euch mit den Dingen dieser Welt zu beschäftigen; rennt von hier nach dort, versucht euer Ego mit toten Dingen zu befriedigen. Plötzlich kommt Meine Gerechtigkeit zu euch und mit ihr euer Tod. Was wird dann mit euren Beschäftigungen, Zielen und Plänen sein? Wo werden eure Träume sein? Die Seelen von vielen werden verloren gehen und von ihren Körpern bleibt nur Staub und Asche übrig.

Die Nacht hat sich genähert und mit ihr Meine Gerechtigkeit und die immense Mehrheit dieser Menschheit wird sie schlafend finden. Oh, wieviel Schmerz wird auf dieser Erde zu hören sein; Wehrufe von überall, jammern der Mütter, die wie Rachel über den Verlust ihrer Kinder weinen werden! Die Männer werden seltener sein als das Gold von Ofir, und die Tochter von Sion wird weinen, weil sie missbraucht wurde. Arm bist du, Israel, denn deine Mauern werden abgerissen und dein Boden geschändet werden!

Ihr werdet durch die Wüste gehen, durch die Wüste der Reinigung und ihr werdet auf die Probe gestellt werden. Ich werde euch reinigen wie das Gold im Feuer, bis ihr wie Schmelztiegel glänzt; nur so könnt ihr Meine Neuen Himmel und Meine Neue Erde bewohnen und werdet morgen "Mein Israel, Mein auserwähltes Volk" genannt werden.

Bleib in Meinem Frieden, Mein Same, Meine Herde.

Euer Vater, Jahwe, Herr der Schöpfung.

Mach Meine Botschaften in Meiner ganzen Schöpfung bekannt, Mein Volk.

(Enoch)
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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #6917 am: 17. Juni 2018, 23:21:43 »
Hl. Chromatius von Aquileia (um 345-407), Bischof

Predigt 30, 2

Wenn das Weizenkorn in die Erde fällt, bringt es reiche Frucht (vgl. Joh 12, 24)

Der Herr hat sich selbst mit einem Senfkorn verglichen. Er, Gott der Herrlichkeit und ewigen Majestät, ist doch, da er als kleines Kind aus einer Jungfrau geboren werden wollte, ganz klein geworden. Nun ist er, als sein Leib ins Grab gelegt wurde, in die Erde eingesenkt worden; als er sich aber durch seine ruhmreiche Auferstehung von den Toten erhoben hat, wuchs er auf Erden und wurde ein Baum, in dessen Zweigen die Vögel das Himmels nisten.

Der Baum stellt die Kirche dar, die der Tod Christi ruhmreich erstehen ließ. Seine Zweige können nur als die Apostel verstanden werden; denn wie die Zweige der natürlichen Schmuck des Baumes sind, so stellen die Apostel durch die Schönheit der Gnade, die ihnen zuteil geworden war, den Schmuck der Kirche Christi dar. Auf diesen Zweigen wohnen ja die Vögel des Himmels. Im übertragenen Sinn bezeichnen die Vögel des Himmels uns, die wir, zur Kirche Christi gekommen, auf der Lehre der Apostel ruhen, so wie die Vögel auf den Zweigen.
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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #6918 am: 18. Juni 2018, 05:56:28 »
Ein Heiligtum für „Maria die Knotenlöserin“!

Am 12. Februar 2018 segnete der Bischof von Fréjus-Toulon, Bischof Dominique Rey, das erste offizielle Heiligtum für „Maria, die Knotenlöserin“ in Frankreich, in der Pfarrei der Unbefleckten Empfängnis, im Herzen der Stadt Toulon.
Seit einigen Jahren empfängt dieses Heiligtum eine große Zahl von Pilgern, die kommen, um ihre ‚Knoten‘ und ihr Leid, aber auch ihre Dankbarkeit zu bringen. Es ist von 7 bis 19 Uhr geöffnet, sieben Tage die Woche, und man kann kommen und seine Anliegen Maria anvertrauen.
An jedem Montag wird dort um 18.00 Uhr in allen Anliegen die Eucharistie gefeiert zu Maria, der Knotenlöserin. Sie zieht viele Pilger aus allen Gesellschaftsschichten an. Ob handgemacht oder auf einer Marmortafel werden Maria Votivgaben gebracht, als Dank für die gelösten Knoten.
Quelle: Maria, die Knotenlöserin
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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #6919 am: 18. Juni 2018, 07:02:47 »
Hl. Cäsarius von Arles (470-543), Mönch und Bischof

Predigten ans Volk, Nr. 23, 4-5; inspiriert vom hl. Augustinus; SC 243

„Leistet dem, der euch etwas Böses antut, keinen Widerstand“

„Denn wer das ganze Gesetz hält, aber gegen ein einziges Gebot verstößt, der hat sich gegen alle verfehlt“ (Jak 2,10). Was ist der Inhalt dieses einzigen Gebotes, wenn nicht die wahre Liebe, die vollkommene Nächstenliebe? Von ihr sagt auch der Apostel Paulus: „Denn das ganze Gesetz ist in dem einen Wort erfüllt: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst!“ (Gal 5,14) […]

Denn die wahre Liebe ist geduldig im Unglück und bescheiden im Glück. Sie ist stark in schweren Leiden, fröhlich in guten Werken, ganz in Sicherheit in der Anfechtung. Unter wahren Freunden ist sie sehr zart, unter falschen sehr geduldig. Sie bleibt unschuldig inmitten von Nachstellungen. Sie seufzt inmitten von Bösartigkeiten und atmet auf in der Wahrheit. In der verheirateten Susanna, der Witwe Hanna, der Jungfrau Maria ist die Liebe keusch (Dn 13,1f.; Lk 2,36), im Gehorsam des Petrus demütig und im Argumentieren des Paulus frei. Sie ist menschlich im Zeugnis der Christen, göttlich in der Vergebung Christi. Denn die wahre Liebe, geliebte Brüder, ist die Seele der ganzen Heiligen Schrift, die Kraft der Prophetie, das Traggerüst der Erkenntnis, die Frucht des Glaubens, das Leben der Sterbenden. Bewahrt sie also in Treue, liebt sie von ganzem Herzen und mit der ganzen Kraft eures Geistes (vgl. Mk 12,30).
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