Autor Thema: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."  (Gelesen 4657920 mal)

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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #7528 am: 09. Juni 2019, 18:59:59 »
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Botschaft Unseres Herrn Jesus Christus an Seine geliebte Tochter Luz de Maria.

11. Mai 2019

Mein geliebtes Volk: Mein Herz hört stets aufmerksam auf jeden Herzschlag eines jeden Meiner Kinder und wenn eines davon seinen Rhythmus verändert, sende ich ihm sofort Hilfe aus Meinem Hause, damit diese Arrhytmie gemindert werde und es wieder im Einklang mit Meiner Liebe schlagen kann. Wenn das menschliche Geschöpf es wünscht, kann die ganze Kreation so ihren und Meinen Herzschlag hören und spüren.

Mein geliebtes Volk; dieser Augenblick wurde dem Menschen wegen der Barmherzigkeit Meines Herzens, die es für die Menschen empfindet, gegeben. Aber genauso ist dies auch ein Augenblick der freien Entscheidung; entweder für die Erlösung oder dafür, weiter mit dem Bösen zu leben (vgl. Deut 30,15-16).

Es gibt nur diese einzige Zeit, in der zwei klar definierte Wege existieren: der Gute oder der Schlechte. Deshalb dürft ihr keine Rückschritte machen. Ihr müsst verstehen, dass dieser Augenblick unglaublich wichtig für Mein Volk ist und ihr dürft ihn auf keinen Fall verpassen. Ihr müsst unermüdlich nach dem Guten streben und dort, wo ihr das Böse findet, müsst ihr Gutes einpflanzen, damit Mir keine Seele verloren geht. Seid gute Arbeiter in Meinem Weinberg, die arbeiten ohne zu ruhen; denn die Zeit ist kurz und vergeht immer schneller durch all die inneren und äußeren Geschehnisse, die die Erde schneller drehen lassen. Die Erdachse verschiebt sich und dies verursacht im Menschen Krankheiten, die ihn emotional instabil machen, aber auch Übelkeit und Schwindel, Herzerkrankungen, Ungleichgewichte des menschlichen Körpers und unerklärliche Ängste hervorruft. Dies betone Ich, Meine Kinder, damit ihr versteht, dass die Erdveränderungen direkte Auswirkungen auf die menschliche Kreatur haben.

Ich betone auch nochmals deutlich, dass ihr am Glauben festhalten müsst. Trotz aller Hindernisse; eures verletzten Egos; der Prüfungen, die für euch unerklärlich sind und Krankheiten jeglicher Art; euer Glaube muss unerschütterlich sein.

Wisst ihr, Meine Kinder, das Böse nutzt die Erdveränderungen, die den Menschen beeinflussen, um euch von meinen Aufgaben, dem Gesetz der Nächstenliebe, der Wohltätigkeit und von der Hoffnung abzulenken, damit ihr in Verzweiflung ertrinkt und indem es euch schnelle Lösungen für Probleme verwehrt, bringt es euch dazu, überstürzt Entscheidungen zu treffen. So viele Menschen nehmen sich deshalb das Leben, Familien werden zerstört, der Mensch wird unfähig das Leben mit all seinen Facetten zu meistern, die Kraftlosigkeit übermannt den Menschen und lässt ihn hilflos werden, Mein Wort wird nicht mehr respektiert, im Gegenteil, es wird Ihm ein Sinn verliehen, der so nicht mit der Heiligen Schrift übereinstimmt.

Deshalb verzerrt ihr die Gebote und das natürliche Gesetz bezüglich Mann und Frau, deshalb plagen sich einige Frauen mit der Zügellosigkeit und treiben Ihre Kinder ab. Die Unfähigkeit, Verantwortung zu übernehmen, hat seine Wurzel in der Unwissenheit, dass Unsere Hochheilige Dreifaltigkeit und Meine Mutter existieren. Sie kommt aber auch von all der Sorglosigkeit der Eltern ihrer Familie gegenüber, dem fehlenden Respekt gegenüber den Älteren und daher, dass die Jungen viel zu schnell an das kommen, was sie sich wünschen.

Aber Ich befreie euch nicht von eurer Verantwortung. Der Schwache ist nur schwach, weil er nicht von Mir gestärkt werden möchte, er hat Freude daran, schwach zu sein und Meinen Heiligen Geist bittet er nicht, ihm die Gabe der Unterscheidung zu schenken.

Deshalb vermehrt sich die Anzahl derer, die sagen, die Zukunft zu kennen, die mit dem Dämonen zusammenarbeiten, die euch ansehen und euer Leben beschreiben können. Wegen des fehlenden Glaubens an Mich, zieht die Menschheit das Böse an und deshalb kann der Dämon der Hexerei solche Macht verleihen.

Ich habe euch alle beim Namen gerufen, damit ihr auf dem Weg der Bekehrung geht und ein jeder eurer Schritte ein Schritt auf Mich zu sein möge, auch wenn die Umstände noch so schwer sind; ihr kennt sehr wohl Meine Wege. Wenn ihr dort keine Schwierigkeiten vorfindet, solltet ihr euch fragen, auf welchem Weg ihr euch gerade befindet.

Die Menschheit ist immer noch eine Marionette der Launen des Bösen, sie kann nicht das Gute vom Bösen unterscheiden; alles findet sie gut, auch wenn sie für das Böse arbeitet. Eine tiefe Dunkelheit breitet sich über die Erde aus, diese Dunkelheit wird durch den Ausstoß von Vulkangasen noch vorangetrieben. Die Vulkane werden wieder aktiv werden und die Erdtemperatur wird sinken, wie es schon einmal passiert ist, nur diesmal wird diese Zeit länger andauern.

Mein Volk, müht euch nicht mit den Belangen des jetzigen Lebens ab; alles ist vergänglich und alles wonach ihr streben solltet, ist eure Seele zu bereichern und zu nähren. Bereitet euch auf die Veränderungen vor, die die ganze Welt zu spüren bekommen wird.

Trotz all der Botschaften, die Ich euch verkündet habe, macht die Menschheit weiterhin selbst ihren Geist krank und suhlt sich in der Sünde. Diese Botschaften sind keine Sammlung von Weissagungen, sondern diese Dinge werden wirklich geschehen und die ganze Erde betreffen.

Der Mensch lehnt alle Autorität ab, Häresien verbreiten sich rasend schnell und werden mit Freuden angenommen, Mein Volk ist verwirrt. Meine Kinder; die Priester sollen in Bescheidenheit leben, eine vorbildliches Leben führen und ihre Worte mit Achtsamkeit wählen. Sie sollen sich würdig kleiden, damit man sie klar von den normalen Menschen unterscheiden kann. Ihre Predigten sollen Meinem Volk Mich erklären, ihnen praktische Anweisungen für ihr Leben geben und die Seelen aufwecken und mit dem unstillbaren Durst, Mich zu suchen, anstecken.

Betet Meine Kinder, betet für die Heiligkeit aller und die Vermehrung des Glaubens in Meinem Volk.

Betet Meine Kinder, betet, denn der Hunger breitet sich über die ganze Erde aus, wegen des Klimas und der Plagen.

Betet Kinder, betet für die Vereinigten Staaten von Amerika, die Natur geißelt sie.

Betet Kinder, betet für Spanien, der gesellschaftliche Aufruhr kommt.

Das Böse lauert euch auf, die größte Verteidigung dagegen ist am Glauben festzuhalten und im Stande der Gnade zu bleiben. Wenn das Böse euch auflauert, müsst ihr das Credo beten, während ihr ein Kreuz in Händen haltet. Hierfür muss sich der Mensch aber im Stand der Gnade befinden.

Mein Volk, weiht euch Meiner Mutter, denn Sie, die Frau, die mit Sonne bekleidet ist (Offb 12,1), blendet den Dämon mit Ihrer Reinheit und lässt ihn zurückweichen, wenn es scheint, als hätte er den Menschen schon besiegt.

Liebt Meine Mutter, die ich Meinen Kindern gegeben habe, damit Sie euch zur Hochheiligen Dreifaltigkeit führt. Liebt Sie und seid wahrhaftig Kinder Meiner Allerheiligsten Mutter.

Ich segne euch. Euer Jesus.

Ave Maria, voll Reinheit und ohne Sünde empfangen.
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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #7529 am: 09. Juni 2019, 19:02:34 »
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Weihe an Unsere Königin und Mutter der Letzten Zeiten.

13. Mai 2019

Ihr beginnt mit einem sehr besonderen Monat, dem Monat Unserer Königin und Mutter, es ist unerlässlich, dass in allen Kirchen der Welt, in allen Wohnungen, die es so herrichten, den Heiligen Rosenkranz für den Weltfrieden zu beten.

Am 13. Mai müsst ihr euch erneut unserer Königin und Mutter weihen, eurer Königin und Mutter, damit ihr unter Ihrem Schutz und Hilfe in der Liebe, in der Hoffnung und in der Nächstenliebe mit dem Beistand eurer Mutter gestärkt werden. Nehmt diese Bitte auf, sie ist von äußerster Wichtigkeit.

Der Heilige Erzengel Michael

 

"Mutter und Königin der Letzten Zeiten, ich bin dein(e) Sohn (Tochter), nimm mich auf, ich gebe Dir mein Leben, ich lege meinen Willen in Deine Hände, was ich habe und was ich bin, meine Bestrebungen, Wünsche und Projekte.

Entferne von mir die Anhänglichkeit zum Materiellen, damit ich die Besitztümer suchen kann, die man nicht sehen kann, weil sie spiritueller Art sind.

Heute weihe ich Dir Mein Leben, Königin und Mutter, ich übergebe mich freilich Deinem Schutz; in diesen schwierigen Momenten, die ich erlebe, sei Du die Arche, die mich inmitten der Läuterung zu verbleiben ohne zu stranden führt.

Mögen die Strahlen Deiner Hände Meinen Geist erleuchten, meine Gedanken und meine Erinnerungen damit sie geheilt werden, meine Schmerzen damit ich sie Gott darbiete und meine Stürze damit Du mich aufrichtest.

Erleuchte meine Vernunft damit sie gegen meinen Glauben nicht in Konkurrenz steht, sondern möge das eine ein Licht für das andere sein.

Ich weihe mich Dir innerhalb der Freiheit der Kinder Gottes. Amen."

 

Botschaft des Heiligen Erzengels Michael an Luz de Maria.

19. Mai 2019

Volk Gottes: Der Göttliche Segen ergießt sich über einen jeden von euch.

Geliebte Kinder Gottes, Unser König und Herr Jesus Christus ruft voller Schmerzen zu uns: Ich sehe, wie die Flamme Meiner Liebe in Meinen Kindern langsam ausgelöscht wird. Wenn sie dazu bereit wären, Mir ähnlich zu werden, würden die Gefühle, Taten und Werke, die sie an ihrem Nächsten tun, so viel mehr ausrichten. Mit einem Blick oder mit ihrem Mitgefühl könnten sie ihm so sofort das geben, was er in diesem Moment braucht; sei es nun ein körperliches oder ein geistliches Bedürfnis. Dieses Bedürfnis wäre in einem Augenblick gestillt.

Kinder Gottes, wie schnell vergesst ihr doch die Herrlichkeit, die euch von der Göttlichen Liebe gegeben wird, wenn ihr von dieser Liebe auch nur einen Funken in euch tragt. Ihr seid so wechselhaft in Bezug auf euer Gewissen, dass ihr die Macht und die Essenz der Liebe zu Gott und zu eurem Nächsten nicht erkennt und zu schätzen wisst. Wer die Essenz dieser Liebe nicht wahrhaftig lebt, bekommt immer nur kleine Partikel davon zu fassen, was den Segen und das Miteinander zwischen den Seelen verhindert oder erschwert. So entstehen Gefühle, die das Gegenteil dieser Liebe sind und den Geist langsam verkümmern lassen.

Der Mensch, der Gott fürchtet, erntet keine Früchte der Ignoranz. Der Mensch, der Gott fürchtet, liebt sich selbst und seinen Nächsten; seine Worte sind keine leeren, lieblosen Worthülsen.

Das Böse breitet sich zügig über die ganze Welt aus und hat bereits viele Kreaturen in Besitz genommen, die schwach im Glauben und im Geiste und nicht Herr ihres Geistes sind. Sie lassen ihrem Geist freien Lauf und er lässt sich so auf Wege leiten, die finster und steil sind und wo er derart betrogen wird, dass er verloren geht.

Kinder Gottes; in dieser stürmischen Zeit wurde ein jeder von euch beim Namen gerufen, um Teil des Volkes Gottes zu werden. Denn diese Stürme bringen all die Dämonen und das Böse mit sich, damit es sich noch schneller ausbreite und den Menschen keine Zeit bleibt, Schutz zu suchen, bevor sie von Ihnen mitgerissen werden.

Die Gebote des Gesetzes Gottes werden umgestoßen, verunglimpft und verfälscht; aber all das bewegt den Menschen nicht im Geringsten, im Gegenteil, daraus zieht er Nahrung, um der Sünde noch mehr zu verfallen. Die Menschheit kehrt nicht zurück zum ursprünglichen Sinn der Heiligen Schrift und deshalb ist Ihnen nicht klar, dass die Geschehnisse, die euch in den Botschaften Unserer und eurer Mutter und Königin des Himmels und der Erde, gegeben wurden, unmittelbar bevorstehen und sich bald erfüllen werden. So viele der menschlichen Geschöpfe glauben nicht an die Erfüllung dieser Prophezeiungen und geben so dem Dämon noch mehr Macht über sie. Sie schweigen angesichts der Bösartigkeit, die sich vor ihren Augen ausbreitet.

Das Volk Gottes muss sich über die Erde verteilen; jeder von euch muss die geistliche Stärke von tausend Mann haben und ein Instrument der Evangelisierung und der Erlösung für seine Mitbrüder sein.

Seid große und wahrhaftige Bewunderer eurer Mutter und Königin und seid wie Sie. Sie, die Sie die Selige ist, war die erste Jüngerin Ihres Sohnes. Sie war die Besonnenheit, die Demut, Sie wusste immer, was ein jeder benötigte; aber zuallerletzt war Sie es, die den Dämon fernhielt, um in euch die Einheit zu bewahren, die ein Zeichen Gottes ist.

Geschehe, was geschehen mag; aber haltet fest am Glauben und an der Treue zu Gott und Unserer Königin und Mutter. Seid Seelen, die wahrhaftige Liebe empfinden für das Ewige; die darauf verzichten, ihre Erlösung zu riskieren, weil sie auf Wegen des Bösen, der Sittenlosigkeit, der geistlichen Bösartigkeit und der Gewalt gehen.

Wir, als Boten Gottes und Wegbegleiter der Menschen, bitten euch dringlichst, nicht gegen Unseren König und Herrn Jesus Christus zu rebellieren; denn die Zeit, die bleibt, ist wahrhaftig sehr kurz. Wir kämpfen gegen die Hochmütigkeit der gefallenen Engel an und leiden augenblicklich sehr, aufgrund der gewissenlosen, unbarmherzigen und opportunistischen Menschheit.

Volk Unseres Königs und Herrn Jesus Christus; betet für Kolumbien, seine Erde bebt.

Betet für Chile; es leidet sehr und ihr als Volk Gottes müsst für diese Nation beten.

Betet Kinder Gottes, betet für Argentinien; der Unmut kocht in den Köpfen der Menschen über.

Volk Gottes, seid demütig, damit ihr die Weisheit erlangt, die ihr benötigt um diese Zeit der Verwirrung und Verfolgung zu überstehen. Seid demütig, damit sich eure Herzen mit den Herzen Unseres Königs und Herrn Jesus Christus und Unserer Königin und Mutter vereinen können, denn so könnt ihr verhindern, dass euer Herz, abgelenkt von allem Weltlichen, zu Stein wird.

Verharrt mit der nötigen Konstanz im Gebet, die ihr in dieser Zeit benötigt, damit ihr nicht die Ewigen Gnaden verschenkt, die auf euch warten. Ihr, die ihr euch von Milch und Honig ernährt; lasst nicht zu, dass ihr zu geistlichen Bettlern werdet, die von einem Ort zum anderen wandern und so vom Weg abkommen, inmitten all der Theorien und Argumentationen ohne Fundament.

Ihr müsst die Bedürfnisse der Menschheit kennen und wissen, wie viel Wiedergutmachung ihr für sie leisten müsst. Ändert euch; werdet so wie die, die Gott immer und überall anbeten, ohne auch nur ein Wort zu sagen. Werdet wie die, die die Krone des Ewigen Lebens erhalten werden.

Seid in diesem entscheidenden Augenblick der Menschheitsgeschichte nicht wie jene, die wegen ihrer Liebe zu sich selbst nicht erlöst werden können.

Wir sind eure Wegbegleiter und eure Schutzengel. An alle Menschen guten Willens.

Wer ist wie Gott?

Heiliger Erzengel Michael.

Ave Maria, voll Reinheit und ohne Sünde empfangen.
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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #7530 am: 10. Juni 2019, 18:49:25 »
Hl. Johannes Klimakos (um 575-um 650)
Mönch auf dem Sinai
Klimax oder Die Himmelsleiter, 8. Kapitel, 15.4.3.16 (Übers.: Mönch Georgios Makedos, Athen 2000, S. 144.142)

Über die Sanftmut und die Beherrschung des Zorns

Wenn dies der Gipfel äußerster Sanftmut ist, sogar in Anwesenheit dessen, der uns reizte, ihm gegenüber im Herzen friedlich und liebevoll gestimmt zu sein, so ist jedenfalls folgendes der Gipfel äußerster Wut: dass man selbst solange man für sich allein ist, mit Worten und Gebärden wider denjenigen, der einen betrübte, streitet und in Raserei verfällt. Der Anfang der Zornlosigkeit ist das Schweigen der Lippen bei aufgebrachtem Herz, die Mitte ist das Schweigen der Gedanken bei geringer Aufregung der Seele, das Ende jedoch ist unveränderlicher Friede beim Wehen unreiner Winde.

Sanftmut ist ein unerschütterlicher Zustand der Seele, welcher sich in Unehren und Lobpreisungen immer gleich bleibt. Wenn der Heilige Geist als Friede der Seele definiert wird und es ist, der Zorn hingegen Aufruhr des Herzens ist und genannt wird, dann versperrt nichts so sehr Seine Gegenwart in uns wie die Wut.
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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #7531 am: 10. Juni 2019, 18:52:08 »
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Apostelgeschichte 19,1b-6a.

Paulus kam nach Ephesus hinab.
Er traf einige Jünger und fragte sie: Habt ihr den Heiligen Geist empfangen, als ihr gläubig wurdet? Sie antworteten ihm: Wir haben noch nicht einmal gehört, dass es einen Heiligen Geist gibt.
Da fragte er: Mit welcher Taufe seid ihr denn getauft worden? Sie antworteten: Mit der Taufe des Johannes.
Paulus sagte: Johannes hat mit der Taufe der Umkehr getauft und das Volk gelehrt, sie sollten an den glauben, der nach ihm komme: an Jesus.
Als sie das hörten, ließen sie sich auf den Namen Jesu, des Herrn, taufen.
Paulus legte ihnen die Hände auf, und der Heilige Geist kam auf sie herab.

Psalm 145(144),2-5.8-11.15-16.

Ich will dich preisen Tag für Tag
und deinen Namen loben immer und ewig.
Groß ist der Herr und hoch zu loben,
seine Größe ist unerforschlich.

Ein Geschlecht verkünde dem andern den Ruhm deiner Werke
und erzähle von deinen gewaltigen Taten.
Sie sollen vom herrlichen Glanz deiner Hoheit reden;
ich will deine Wunder besingen.

Der Herr ist gnädig und barmherzig,
langmütig und reich an Gnade.
Der Herr ist gütig zu allen,
sein Erbarmen waltet über all seinen Werken.

Danken sollen dir, Herr, all deine Werke
und deine Frommen dich preisen.
Sie sollen von der Herrlichkeit deines Königtums reden,
sollen sprechen von deiner Macht.

Aller Augen warten auf dich,
und du gibst ihnen Speise zur rechten Zeit.
Du öffnest deine Hand
und sättigst alles, was lebt, nach deinem Gefallen.

Brief des Apostels Paulus an die Römer 8,14-17.

Brüder! Alle, die sich vom Geist Gottes leiten lassen, sind Söhne Gottes.
Denn ihr habt nicht einen Geist empfangen, der euch zu Sklaven macht, so dass ihr euch immer noch fürchten müsstet, sondern ihr habt den Geist empfangen, der euch zu Söhnen macht, den Geist, in dem wir rufen: Abba, Vater!
So bezeugt der Geist selber unserem Geist, dass wir Kinder Gottes sind.
Sind wir aber Kinder, dann auch Erben; wir sind Erben Gottes und sind Miterben Christi, wenn wir mit ihm leiden, um mit ihm auch verherrlicht zu werden.

Aus dem Heiligen Evangelium nach Johannes - Joh 3,16-21.

Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht zugrunde geht, sondern das ewige Leben hat.
Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richtet, sondern damit die Welt durch ihn gerettet wird.
Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet; wer nicht glaubt, ist schon gerichtet, weil er an den Namen des einzigen Sohnes Gottes nicht geglaubt hat.
Denn mit dem Gericht verhält es sich so: Das Licht kam in die Welt, und die Menschen liebten die Finsternis mehr als das Licht; denn ihre Taten waren böse.
Jeder, der Böses tut, hasst das Licht und kommt nicht zum Licht, damit seine Taten nicht aufgedeckt werden.
Wer aber die Wahrheit tut, kommt zum Licht, damit offenbar wird, dass seine Taten in Gott vollbracht sind.
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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #7532 am: 12. Juni 2019, 07:01:16 »
Hl. Johannes Paul II. (1920-2005)
Papst
Ansprache bei dem Treffen der jüdischen Gemeinde in der Synagoge von Rom am 13. April 1986, 4–7 (© Libreria Editrice Vaticana)

„Ich bin nicht gekommen, um aufzuheben, sondern um zu erfüllen“

Der heutige Besuch will einen entschiedenen Beitrag leisten zur Festigung der guten Beziehungen zwischen unseren beiden Gemeinschaften […] Wir sind uns alle bewusst, dass aus dem reichen Inhalt dieser Nr. 4 der Erklärung Nostra aetate drei Punkte besonders wichtig sind. […] Der erste Punkt ist der, dass die Kirche Christi ihre „Bindung“ zum Judentum entdeckt, indem sie sich auf ihr eigenes Geheimnis besinnt (vgl. Nostra aetate, Nr. 4, Absatz 1). Die jüdische Religion ist für uns nicht etwas „Äußerliches“, sondern gehört in gewisser Weise zum „Inneren“ unserer Religion. Zu ihr haben wir somit Beziehungen wie zu keiner anderen Religion. Ihr seid unsere bevorzugten Brüder und, so könnte man gewissermaßen sagen, unsere älteren Brüder. […]

Ferner muss gesagt werden, dass der eingeschlagene Weg noch an den Anfängen steht. Deshalb bedarf es […] noch ziemlich viel, um jede – auch die subtile – Form des Vorurteils zu überwinden […] und somit […] das wahre Antlitz der Juden und des Judaismus wie auch der Christen und des Christentums zu zeigen […] Niemandem entgeht, dass der anfängliche grundsätzliche Unterschied in der Zustimmung der Katholiken zur Person und zur Lehre Jesu von Nazaret besteht, der ein Sohn eures Volkes ist, aus dem auch die Jungfrau Maria, die Apostel – Fundament und Säulen der Kirche – und die Mehrzahl der Gläubigen der ersten christlichen Gemeinde stammen. […] Ferner muss gesagt werden, dass die Wege, die für unsere Zusammenarbeit offenstehen im Licht des vom Gesetz und von den Propheten stammenden gemeinsamen Erbes, vielfältig und bedeutend sind. Wir möchten vor allem erinnern an die Zusammenarbeit zum Wohl des Menschen […], zugunsten seiner Würde, seiner Freiheit, seiner Rechte, seiner Entfaltung in einer Gesellschaft […], wo die Gerechtigkeit regiert und wo […] der Friede herrscht, der shalom, der von den Gesetzgebern, von den Propheten und von den Weisen Israels herbeigesehnt worden ist. […]

Möge von diesem meinen Besuch und von unserer gefundenen Eintracht und gelösten Atmosphäre wie aus dem Strom, den Ezechiel von der östlichen Pforte des Tempels in Jerusalem hervorbrechen sah (vgl. Ez 47,1ff.), eine frische und wohltuende Quelle entspringen, die die vielen Wunden zu heilen hilft, an denen Rom leidet. Wenn wir das tun, so erlaube ich mir zu sagen, werden wir unseren jeweiligen heiligsten Verpflichtungen treu sein, aber auch jener, die uns am tiefsten verbindet und eint: der Glaube an den einen Gott, der „die Fremden liebt“ und „den Waisen und Witwen ihr Recht verschafft“ (vgl. Dtn 10,18), indem auch wir uns bemühen, sie zu lieben und ihnen beizustehen (vgl. ebd. und Lev 19,18.34). Die Christen haben diesen Willen des Herrn von der Torah gelernt, die ihr hier verehrt, und von den Worten Jesu, der die Liebe, die die Torah fordert, bis in die äußersten Konsequenzen verwirklicht hat.
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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #7533 am: 12. Juni 2019, 07:04:39 »
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Zweiter Brief des Apostels Paulus an die Korinther 3,4-11.

Brüder! Wir haben durch Christus so großes Vertrauen zu Gott.
Doch sind wir dazu nicht von uns aus fähig, als ob wir uns selbst etwas zuschreiben könnten; unsere Befähigung stammt vielmehr von Gott.
Er hat uns fähig gemacht, Diener des Neuen Bundes zu sein, nicht des Buchstabens, sondern des Geistes. Denn der Buchstabe tötet, der Geist aber macht lebendig.
Wenn aber schon der Dienst, der zum Tod führt und dessen Buchstaben in Stein gemeißelt waren, so herrlich war, dass die Israeliten das Gesicht des Mose nicht anschauen konnten, weil es eine Herrlichkeit ausstrahlte, die doch vergänglich war,
wie sollte da der Dienst des Geistes nicht viel herrlicher sein?
Wenn schon der Dienst, der zur Verurteilung führt, herrlich war, so wird der Dienst, der zur Gerechtigkeit führt, noch viel herrlicher sein.
Eigentlich kann von Herrlichkeit in jenem Fall gar nicht die Rede sein, wo das Verherrlichte vor der größeren Herrlichkeit verblasst.
Wenn nämlich schon das Vergängliche in Herrlichkeit erschien: die Herrlichkeit des Bleibenden wird es überstrahlen.

Psalm 99(98),4bc.5.6-7.8-9.

Du hast die Weltordnung fest begründet,
hast Recht und Gerechtigkeit in Jakob geschaffen.
Rühmt den Herrn, unseren Gott;
werft euch am Schemel seiner Füße nieder!
Denn er ist heilig.

Mose und Aaron sind unter seinen Priestern,
Samuel unter denen, die seinen Namen anrufen;
sie riefen zum Herrn, und er hat sie erhört.
Aus der Wolkensäule sprach er zu ihnen;
seine Gebote hielten sie,
die Satzung, die er ihnen gab.

Herr, unser Gott, du hast sie erhört;
du warst ihnen ein verzeihender Gott,
aber du hast ihre Frevel vergolten.
Rühmt den Herrn, unsern Gott,
werft euch nieder an seinem heiligen Berge!
Denn heilig ist der Herr, unser Gott.

Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus - Mt 5,17-19.

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Denkt nicht, ich sei gekommen, um das Gesetz und die Propheten aufzuheben. Ich bin nicht gekommen, um aufzuheben, sondern um zu erfüllen.
Amen, das sage ich euch: Bis Himmel und Erde vergehen, wird auch nicht der kleinste Buchstabe des Gesetzes vergehen, bevor nicht alles geschehen ist.
Wer auch nur eines von den kleinsten Geboten aufhebt und die Menschen entsprechend lehrt, der wird im Himmelreich der Kleinste sein. Wer sie aber hält und halten lehrt, der wird groß sein im Himmelreich.
« Letzte Änderung: 12. Juni 2019, 07:05:55 von Tina 13 »
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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #7534 am: 13. Juni 2019, 05:42:53 »
Johannes Cassianus (um 360-435)
Klostergründer in Marseille
Über die acht Hauptsünden (trad. © Evangelizo)

„Geh und versöhne dich zuerst mit deinem Bruder“ (Mt 5,24)

Der Herr befiehlt im Evangelium, die Gabe vor dem Altar liegen zu lassen und sich mit seinem Bruder zu versöhnen (vgl. Mt 5,23–24). Ansonsten, wenn wir dem Zorn und der Rachsucht ausgeliefert sind, kann die Gabe unmöglich angenommen werden. Andererseits sagt der Apostel, dass man ohne Unterlass beten (vgl. 1 Thess 5,17) und überall die Hände rein erheben soll, ohne Zorn und böse Gedanken (vgl. 1 Tim 2,8); das ist eine Lektion für uns. Wir haben also keine andere Wahl als entweder gar nicht zu beten – da würden wir aber gegen die Anordnung des Apostels verstoßen – oder dieser Anordnung eiligst nachzukommen und sie dann ohne Zorn und Groll umzusetzen.

Es kommt oft vor, dass wir Brüder verachten, die bekümmert und verstört sind und sagen, dass wir an ihrer Trostlosigkeit nicht schuld sind. Deshalb befiehlt uns der Arzt der Seelen, der die seelischen Vorwände mit der Wurzel aus unserem Herzen herausreißen will, die Opfergabe liegen zu lassen und uns nicht nur zu versöhnen, wenn wir uns über den Bruder ärgern, sondern auch, wenn er selbst sich, zu Recht oder zu Unrecht, über uns ärgert. Dies muss zuerst durch eine Entschuldigung behoben werden und dann muss die Opfergabe dargebracht werden.

Aber warum sollten wir länger bei den Geboten des Evangeliums verweilen, wenn sogar das Alte Testament, das weniger streng zu sein scheint, dies lehrt, wenn es sagt: „Du sollst in deinem Herzen keinen Hass gegen deinen Bruder tragen“ (Lev 19,17) und noch einmal: „Die Wege desjenigen, der Groll hegt, führen zum Tod“ (vgl. Koh 12,28 LXX). Das Gesetz untersagt hier nicht nur die Tat, sondern auch den Gedanken.

Deshalb müssen diejenigen, die den göttlichen Gesetzen folgen, mit ganzer Kraft gegen den Geist des Zornes und gegen die Krankheit, die in uns wirkt, ankämpfen. […] Der größte Teil unseres Fortschritts und unseres Friedens kann nicht aus der Geduld unseres Nächsten uns gegenüber kommen, sondern aus unserer eigenen Langmut gegenüber dem Nächsten.
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #7535 am: 13. Juni 2019, 06:07:16 »
26. Mai 2019

Vom Segen des Gebe­tes Predigt von Professor May

Im Namen des Vaters und des Soh­nes und des Hei­li­gen Geis­tes. Amen.

Geliebte im Herrn!

Wir Men­schen sind ganz und gar abhän­gig von Gott. Er ist unser höchs­ter und unum­schränk­ter Herr. Alles, was wir sind und haben, ver­dan­ken wir ihm jeden Augen­blick, denn er erhält uns im Dasein. Wer betet, der aner­kennt demü­tig die Herr­schaft Got­tes. Wer das Gebet ver­wirft, ist ein törich­ter Ger­ne­groß. Er stellt in Abrede, wie sehr wir unse­rem Schöp­fer und Erhal­ter tri­but­pflich­tig sind. Wir Men­schen sind bedürf­tig und schwach. Das Gebet jedoch bewirkt, dass Gott uns seine Hilfe gewährt und dass er uns Wohl­ta­ten für Leib und Seele bereit­stellt. Das Gebet ist in Wahr­heit ein uner­schöpf­li­cher Brun­nen hei­li­ger Gna­den für jeden. Gott kennt alle Bedürf­nisse. Er weiß um jede Not. Er ist auch gewillt, zu hel­fen, wenn der Mensch ihn anruft. Aber die Weise und den Ter­min der Erhö­rung lässt er sich nicht vor­schrei­ben. Der baye­ri­sche Dich­ter Wag­gerl hat ein­mal geschrie­ben: „Gott hilft immer, aber er kommt manch­mal eine Vier­tel­stunde spä­ter als wir mei­nen, um unse­ren Glau­ben zu erpro­ben.“ Gott erhört, aber seine Erhö­rung ist nicht bedin­gungs­los. Man muss rich­tig fle­hen: secundum ratio­nem salu­tis – nach der Ord­nung des Hei­les. Gott will uns zur Selig­keit füh­ren, und er gewährt uns, was die­sem Wege dien­lich ist. Aber er hält uns davon ab durch Nicht­ge­wäh­rung, wenn wir um etwas bit­ten, was uns in die Hölle führt. Am vori­gen Sonn­tag haben wir in der hei­li­gen Messe so schön gebe­tet: „Lass mich lie­ben, was du befiehlst, und erseh­nen, was du ver­sprichst.“ Ja, wer so betet, der betet rich­tig. Gütig ist der Herr, wo er uns oft­mals das nicht gibt, was wir wol­len, damit er uns zutei­len kann, was wir lie­ber wol­len soll­ten. Wenn wir nicht erhört wer­den, kommt es daher, dass wir nicht erbit­ten, was uns zum Heile ist. Man muss ver­trau­ens­voll beten. Die hei­lige Katha­rina von Siena hat ein­mal in ihrem rei­chen Brief­wech­sel geschrie­ben: „Got­tes Hilfe wird uns in dem Maße zuteil, als wir sie erhof­fen.“ Man muss anhal­tend beten. Das Wort: In der Kürze liegt die Würze gilt nicht für das Gebet. Durch anhal­ten­des Beten zei­gen wir, wie viel uns an dem erbe­te­nen Gegen­stand liegt. Der Herr ver­wirft gewiss das Geplap­per der Hei­den. Aber damit meint er nur die viel­fäl­tige Weise, in der die Hei­den von einem Göt­zen zum ande­ren gin­gen; das will er ver­wor­fen wis­sen.

Das Gebet hält das Böse fern und fes­tigt die Tugen­den. Ohne Gebet, meine Freunde, kön­nen wir den Ver­su­chun­gen des Lebens nicht wider­ste­hen. Wir kön­nen ohne Gebet nicht die Gebote auf Dauer hal­ten. Wir kön­nen ohne Gebet nicht vor der schwe­ren Sünde bewahrt wer­den. Beten aber über­win­det die stärkste Lei­den­schaft. Ich habe schon manch­mal Per­so­nen, die mit ihrer Libido zu rin­gen hat­ten, gesagt: „Wenn Sie die bösen Vor­stel­lun­gen über­fal­len, dann rufen Sie sogleich zu Maria: Reinste Jung­frau, keu­scheste Jung­frau, unver­sehrte Mut­ter, unbe­fleckte Mut­ter, hilf mir, bitte für mich.“ Diese Mut­ter ver­treibt die Vor­stel­lun­gen und lässt es nicht zur Ver­su­chung kom­men. Ich hatte einen Sport­leh­rer, der ein har­ter Mann war – wie man es ja damals wünschte, ein har­ter Leh­rer. Aber aus gege­be­nem Anlass sagte er ein­mal etwas zu uns, was ich nie ver­ges­sen habe: „Jungs“, sagte er, „ich habe in mei­ner Jugend die Mut­ter Got­tes ver­ehrt, und ich bin dadurch vor jeder geschlecht­li­chen Ver­ir­rung bewahrt geblie­ben.“ Das hat auf uns einen gro­ßen Ein­druck gemacht. Maria hilft, sie hilft immer.

Gewiss, der Mensch ver­mag auf Erden vie­les zu leis­ten und vie­les zu ertra­gen, und wir sol­len auch vie­les leis­ten und vie­les ertra­gen, aber es gibt eben auch eine Grenze jeder mensch­li­chen Kraft. Es gibt Stun­den, wo auch ein sehr selbst­si­che­rer Mensch seine Arm­se­lig­keit und Unzu­läng­lich­keit zu spü­ren bekommt. Soll da der Christ ver­za­gen? Wo fin­det der Hilfs­be­dürf­tige Halt? Im Gebet; im Gebet begeg­nen sich die mensch­li­che Ohn­macht und die gött­li­che All­macht. Bei die­sem Kon­takt sprin­gen die herr­lichs­ten Lebens­fun­ken auf, wie der Dich­ter sagt: „Stre­cke die Hand nur empor im Gebet! Gott fasst sie von oben, und die Berüh­rung durch­strömt dich mit gehei­lig­ter Kraft“ – so Ema­nuel Gei­bel. Vor eini­ger Zeit wurde in einer Trie­rer Kli­nik ein fünf Jahre altes Mäd­chen ein­ge­lie­fert, das bei einem Auto­zu­sam­men­stoß arg ver­letzt wor­den war. Die Schwes­ter wollte eben mit der Nar­kose begin­nen, da fragte das Kind, was sie da habe. Die Ant­wort der Schwes­ter war, das sei etwas zu rie­chen, dass es bes­ser schla­fen könne, um gesund zu wer­den. Da besann sich die Kleine einen Augen­blick und sagte: „Wenn ich schla­fen gehen soll, muss ich vor­her beten.“ Dann fal­tete sie die Hände und begann: „Bevor ich mich zur Ruh begeb', zu dir, o Gott, mein Herz ich heb'.“ Ergrif­fen hielt die Schwes­ter inne, und der Arzt, fast unwil­lig über den Auf­ent­halt, zögerte und ließ die Kleine gewäh­ren. Und sie schließt ihr Gebet: „Dann schließ ich froh die Augen zu, es wacht ein Engel, wenn ich ruh'.“ Eine Seele, die nicht mehr betet, ver­küm­mert in ihren bes­ten Fähig­kei­ten. Sie unter­bin­det selbst die Adern der Kraft. Das Atmen ist für uns lebens­not­we­nig; wer nicht mehr atmet, erstickt. Das Gebet ist das Atmen der Seele, und man kann auch in der Seele ersti­cken, wenn man nicht betet. Viele Tau­sende sind inner­lich dürr, schwach und erstor­ben gewor­den, weil sie es auf­ge­ge­ben haben, zu beten. Wer nicht betet, zeigt Gott die kalte Schul­ter, weist seine Gnade ab, ver­liert die Ver­bin­dung mit ihm. Es trennt sich von Gott, wer sich nicht durch das Gebet mit Gott ver­bun­den erhält. Wer dem Gebet aus dem Wege geht, geht gera­de­wegs in die Ver­su­chung. Ich kann nicht beten, sagen man­che; das Wort ist eine Irr­lehre. Du kannst immer beten, wenn du willst. Ver­spürst du Wider­wil­len gegen das Gebet, dann bete wei­ter, bete trotz­dem, bete gegen dich.

Das Gebet weist uns den rech­ten Weg in unse­rer irdi­schen Lebens­zeit. Wir sind oft rat­los, was wir tun sol­len, was für einen Weg wir ein­schla­gen sol­len. Und in die­ser Ver­le­gen­heit wen­den wir uns an Gott, bit­ten ihn, uns die Ent­schei­dung ein­zu­ge­ben, die nach sei­ner Vor­se­hung die rich­tige ist. „Am dunk­len Schei­de­wege, da stehe betend still, lass raten dir und frage, wohin denn Gott dich will.“ Der Beter fragt: Herr, was willst du, dass ich tun soll? Und Gott erleuch­tet ihn, dass er seine Mög­lich­kei­ten und seine Fähig­kei­ten erkennt und weiß, wohin er gehen soll. Der weise Kar­di­nal New­man hat das schöne Gebet gespro­chen: „Führe du, mil­des Licht, im Dun­kel, das mich umgibt, führe du mich hinan! Die Nacht ist fins­ter, und ich bin fern der Hei­mat: führe du mich hinan! Leite du mei­nen Fuß – sehe ich auch nicht wei­ter: wenn ich nur sehe jeden Schritt.“ Das Gebet spen­det auch Trost im Unglück. Der Psal­mist schreibt: „Am Tage mei­ner Trüb­sal erhöre mich, o Gott.“ Und der Apos­tel Jako­bus mahnt: „Ist jemand unter euch trau­rig, so bete er.“ Gar man­cher wurde schon in Jugend­ta­gen von Schick­sals­schlä­gen getrof­fen, von Not heim­ge­sucht. Aber das Gebet hat ihm über diese frühe Lei­dens­phase hin­weg­ge­hol­fen. Das Gebet lehrt den Men­schen das Leid ver­ste­hen und tra­gen. The­re­sia von Lisieux, die ja nun wirk­lich in ihrem kur­zen Leben von Lei­den geplagt war mit ihrer Mili­artu­ber­ku­lose, hat ein­mal geschrie­ben: „Das Kreuz war von der Wiege an mein Erb­teil. Aber Jesus hat mich gelehrt, die­ses Kreuz lei­den­schaft­lich zu lie­ben.“ Im Jahre 1918 wur­den in Riga von den Bol­sche­wis­ten viele Chris­ten getö­tet. Ein Mäd­chen, das unter ihnen war, hat gebe­tet: „Weiß ich den Weg auch nicht, Du weißt ihn wohl; das macht die Seele still und frie­den­voll. Ist doch umsonst, dass ich mich sorg und müh, dass ängst­lich schlägt mein Herz, ob spät ob früh. Weiß ich den Weg auch nicht, Du weißt die Zeit, Dein Plan ist fer­tig stets und liegt bereit.“ In der Welt, wo die Sünde herrscht, ist es nicht mög­lich, ohne Leid und Übel durch­zu­kom­men. Der Kum­mer beglei­tet unser Leben. Aber das Gebet träu­felt Bal­sam ins Herz. Kein Engel des Him­mels ver­mag die Trä­nen zu zäh­len, die im Gebet trock­ne­ten. Wir haben einen Gott, wel­cher der Trös­ter ist, der Para­klet, der Hei­lige Geist. Er ver­mag zu trös­ten, wo irdi­scher Trost ver­sagt. „Trös­ter in Ver­las­sen­heit, Lab­sal voll der Lieb­lich­keit, komm, o süßer See­len­freund! In Ermü­dung schenke Ruh, in der Glut hauch Küh­lung zu, tröste den, der trost­los weint.“ Wer das Gebet unter­lässt, meine lie­ben Freunde, stößt die Lei­ter um, die zu Gott führt. Ohne das Gebet bleibt der Mensch Gott fern, gähnt ein Abgrund zwi­schen dem End­li­chen und dem Unend­li­chen. Aber im Gebet erhebt sich der Mensch zum Him­mel, und der Him­mel senkt sich auf die Erde.

Ein Gebet, meine lie­ben Freunde, ist nach der Lehre der Kir­che ganz uner­läss­lich, näm­lich das Gebet um die Gnade der Beharr­lich­keit im Guten bis zum glück­li­chen Ende. Augus­ti­nus war der Mei­nung, dass nur durch das Gebet von Gott erhal­ten wer­den kann, dass er den Tod nicht schickt, wenn man im Zustand der schwe­ren Sünde sich befin­det, son­dern ihn erst dann kom­men lässt, wenn die hei­lig­ma­chende Gnade unsere Seele schmückt. Von einem guten Tod im Stande der Gnade aber hängt unsere Selig­keit ab. „Die Zeit geht hin, der Tod kommt her; ach, wer nur immer fer­tig wär'!“ Wir wis­sen nicht, ob wir den mor­gi­gen Tag erle­ben wer­den. Die meis­ten wie­gen sich in Sicher­heit: Mir pas­siert nichts. Ich bin gesund, ich kann noch lange auf die­ser Erde wan­deln. Ler­nen wir nichts aus den Erfah­run­gen der Men­schen? Das Leben ist eine Lot­te­rie, und in die­ser gibt es nur einen Haupt­tref­fer, und die­ser heißt: der gute Tod. In den Klös­tern der Fran­zis­ka­ner bestand frü­her – heute ist es mei­nes Wis­sens nicht mehr so – der Brauch, mit­ten in fröh­li­cher Unter­hal­tung oder beim Arbei­ten oder beim Essen, wenn die volle Stunde schlug, zu beten: „In der letz­ten Stunde, der Todes­stunde, bitte für uns dei­nen Sohn, erwirk uns einen guten Tod, Maria, Jung­frau und Her­rin.“ Das ist ein köst­li­ches Geis­te­s­erbe des hei­li­gen Fran­zis­kus, der den Tod stets als sei­nen Bru­der begrüßte. So enden unsere Über­le­gun­gen über den Segen des Gebe­tes. In beten­der Hal­tung wird man uns wohl ein­mal in den Sarg legen. Man wird uns die fah­len Hände fal­ten und des Hei­lands Kreuz­bild in sie drü­cken. Wenn das keine trü­ge­ri­sche Toten­larve sein soll, dann müs­sen wir betend durchs Leben gehen. Durch das Gebet erlan­gen wir einen seli­gen Tod.

Amen.
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

 

La Salette 1846



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