Autor Thema: Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?  (Gelesen 948881 mal)

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Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
« Antwort #136 am: 16. Oktober 2013, 08:23:33 »
Götzendienst und Heuchelei sind auch dem christlichen Leben nicht fremd. In seiner Predigt während der Morgenmesse sprach Papst Franziskus an diesem Dienstag über die Laster des Lebens: Um diesen Sünden nicht in die Falle zu gehen, müsse man sich an das Gebote der Gottes- und Nächstenliebe halten. Die Alternative: Man werde ein Apostel seiner eigenen Ideen, ein Verehrer des eigenen Wohlergehens. Wieder einmal reflektierte der Papst damit die Hindernisse, die sich einem christlichen Leben in den Weg stellen können.
Er ging von den Worten des Apostels Paulus aus dem Römerbrief aus: „Sie haben Gott erkannt, ihn aber nicht als Gott geehrt und ihm nicht gedankt.“

„Wir haben alle das Anbeten nötig, denn wir tragen in uns die Spuren und Einprägungen Gottes. Wenn wir Gott nicht anbeten, beten wie die Geschöpfe an. Und das ist der Übergang vom Glauben zur Götzenverehrung. Die Götzendiener haben keinerlei Entschuldigung, denn sie haben Gott ja erkannt, aber nicht verehrt und nicht gedankt. Und was ist der Weg dahin? Das sagt Paulus ganz klar: „Sie verfielen in ihrem Denken der Nichtigkeit und ihr unverständiges Herz wurde verfinstert.“ Der Egoismus des eigenen Denkens, der Glaube, das eigene Denken sei allmächtig, sei wahr: Ich denke die Wahrheit, ich schaffe die Wahrheit mit meinem Denken …“.

Zur Zeit von Paulus sei Götzendienst mit Statuen verbunden gewesen, heute hingegen werfe sich keiner mehr vor Reptilien oder Vögeln nieder, die Form sei heute eine andere.

„Aber auch heute gibt es viele Götzen und Götzenverehrer, viele die von sich selber glauben, dass sie weise seien. Sogar auch unter uns Christen, nicht wahr? Wir alle tragen irgendeinen Götzen in uns. Wir können uns das vor Gott fragen: Was ist mein verborgener Götze? Wer nimmt die Stelle des Herrn ein?”

Was Paulus über die Götzendiener sage, das sage im Evangelium Jesus ähnlich über die Heuchler, verkörpert von den Pharisäern. Diese würden sich äußerlich rein halten, aber innen seien sie voller Bosheit und Schlechtigkeit.

„Jesus rät uns, nicht auf das Äußerliche zu schauen, sondern zur Wahrheit vorzudringen. Wenn du eitel bist, ein Karrierist, ambitioniert, wenn du es magst, gelobt zu werden, oder dich gerne selbst lobst, weil du glaubst, perfekt zu sein: Gib Almosen, und das wird deine Heuchelei heilen. Das ist der Weg des Herrn: Gott anbeten, Gott lieben und den Nächsten. Das ist so einfach, aber auch so schwierig! Das kann man nur mit der Gnade Gottes machen. Bitten wir um diese Gnade.“

(rv 15.10.2013 ord)




Dieser Text stammt von der Webseite http://de.radiovaticana.va/news/2013/10/15/papstmesse:_heilung_von_der_heuchelei/ted-737444
des Internetauftritts von Radio Vatikan
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Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
« Antwort #137 am: 17. Oktober 2013, 08:23:47 »
Evangelium nach Lukas 11,42-46.
Doch weh euch Pharisäern! Ihr gebt den Zehnten von Minze, Gewürzkraut und allem Gemüse, die Gerechtigkeit aber und die Liebe zu Gott vergeßt ihr. Man muß das eine tun, ohne das andere zu unterlassen.
Weh euch Pharisäern! Ihr wollt in den Synagogen den vordersten Sitz haben und auf den Straßen und Plätzen von allen gegrüßt werden.
Weh euch: Ihr seid wie Gräber, die man nicht mehr sieht; die Leute gehen darüber, ohne es zu merken.
Darauf erwiderte ihm ein Gesetzeslehrer: Meister, damit beleidigst du auch uns.
Er antwortete: Weh auch euch Gesetzeslehrern! Ihr ladet den Menschen Lasten auf, die sie kaum tragen können, selbst aber rührt ihr keinen Finger dafür.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Sel. John Henry Newman (1801-1890), Theologe und Kardinal, Gründer eines Oratorium in England
Predigt „Zeremonien der Kirche“; PPS, Bd. 2, Nr. 7
Die Tradition und der Wille Gottes

Es spielt keine Rolle, auf welche Weise wir den Willen Gottes erkennen, ob durch die Heilige Schrift, die apostolische Tradition oder durch das, was der hl. Paulus „Werke der Schöpfung“ nennt (vgl. Röm 1,20) – sofern wir uns sicher sind, dass es sein Wille ist. In Wahrheit offenbart uns Gott den Glaubensinhalt durch Inspiration, weil es sich dabei um die übernatürliche Ordnung handelt. Die praktischen Fragen im moralischen Pflichtenbereich offenbart er uns durch unser Gewissen und unsere gottgesteuerte Vernunft.

Die reinen Formfragen offenbart er uns durch die Tradition der Kirche, durch die Art, wie wir sie normalerweise handhaben, obwohl sie nicht aus der Schrift hervorgehen. Das alles, um die Frage zu beantworten, die wir uns selber stellen können: „Warum halten wir uns denn an Riten und Formen, die die Schrift nicht vorschreibt?“ Die Schrift überliefert uns, was wir glauben müssen, wonach wir uns ausstrecken müssen, was wir festhalten müssen. Sie sagt aber nichts Konkretes aus über das Wie. Da wir das eben nur auf diese oder jene Weise tun können, sind wir sehr wohl dazu genötigt, dem, was die Schrift sagt, etwas hinzuzufügen. Sie rät uns zum Beispiel, dass wir uns zum Gebet versammeln sollen und bindet dessen Wirksamkeit an die Einheit der Herzen. Da die Schrift aber weder auf den Zeitpunkt noch den Ort des Gebetes hinweist, muss die Kirche das vervollständigen, worauf die Schrift nur ganz allgemein hinweist…

Man kann sagen, dass uns die Bibel den Geist unseres Glaubens vermittelt, die Kirche aber den Leib ausbilden muss, in dem dieser Geist Fleisch wird… Religion gibt es nicht in abstrakter Form… Die Menschen, die Gott (wie sie sagen) „auf rein geistige“ Art anzubeten versuchen, beten ihn schließlich doch gar nicht mehr an… Die Schrift gibt uns also den Geist unserer Frömmigkeit, die Kirche derer äußere Gestalt. Und so wie wir den Geist eines Menschen nicht ohne seinen Leib wahrnehmen können, so können wir den Gegenstand unseres Glaubens nicht ohne seine äußere Gestaltung verstehen.
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« Antwort #138 am: 18. Oktober 2013, 08:23:09 »
Evangelium nach Lukas 10,1-9.
In jener Zeit suchte der Herr zweiundsiebzig andere aus und sandte sie zu zweit voraus in alle Städte und Ortschaften, in die er selbst gehen wollte.
Er sagte zu ihnen: Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenig Arbeiter. Bittet also den Herrn der Ernte, Arbeiter für seine Ernte auszusenden.
Geht! Ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe.
Nehmt keinen Geldbeutel mit, keine Vorratstasche und keine Schuhe! Grüßt niemand unterwegs!
Wenn ihr in ein Haus kommt, so sagt als erstes: Friede diesem Haus!
Und wenn dort ein Mann des Friedens wohnt, wird der Friede, den ihr ihm wünscht, auf ihm ruhen; andernfalls wird er zu euch zurückkehren.
Bleibt in diesem Haus, eßt und trinkt, was man euch anbietet; denn wer arbeitet, hat ein Recht auf seinen Lohn. Zieht nicht von einem Haus in ein anderes!
Wenn ihr in eine Stadt kommt und man euch aufnimmt, so eßt, was man euch vorsetzt.
Heilt die Kranken, die dort sind, und sagt den Leuten: Das Reich Gottes ist euch nahe.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Irenäus von Lyon (ca. 130 - ca. 208), Bischof, Kirchenlehrer und Märtyrer
Contra haereses, III,14-15
Hl. Lukas, Begleiter und Mitarbeiter der Apostel

        Dass Lukas der unzertrennliche Begleiter des Paulus war, das stellt er unter Beweis, und nicht etwa aus Ruhmsucht, sondern unter dem Druck der Wahrheit selbst. Er schreibt: „Nachdem Barnabas und Johannes, genannt Markus, sich von Paulus getrennt hatten und nach Zypern gesegelt waren, kamen wir nach Troas“ (vgl. Apg 16,8.11). Danach beschreibt er detailliert ihre ganze Reise, ihre Ankunft in Philippi und ihre ersten Ansprachen ... Er berichtet der Reihe nach und ausführlich von der gesamten Reise mit Paulus... Da Lukas alle diese Umstände miterlebt hatte, führte er sie sorgfältig auf: man trifft bei ihm weder auf Lüge noch auf Stolz, denn es handelte sich dabei ausschließlich um offenkundige Tatsachen...


      Dass Lukas nicht nur Begleiter, sondern auch Mitarbeiter der Apostel war, sagt Paulus selbst ganz klar in seinen Briefen: „Demas hat mich verlassen und ist nach Thessalonich gegangen, Kreszenz ging nach Galatien, Titus nach Dalmatien. Nur Lukas ist noch bei mir“ (2Tim 4,10f). Das ist ein Beweis dafür, dass Lukas immer unzertrennlich mit Paulus verbunden war. Auch im Brief an die Kolosser ist zu lesen: „Auch der Arzt Lukas, unser lieber Freund, grüßt euch“ (Kol 4,14)…


      Andererseits hat Lukas viele ganz wichtige Merkmale des Evangeliums zur Kenntnis gebracht ... Wer weiß übrigens, ob Gott es nicht so eingerichtet hat, dass viele Merkmale des Evangeliums ausschließlich von Lukas enthüllt worden sind, damit eben alle dem Zeugnis zustimmen, das er anschließend [in seinem zweiten Buch] von den Taten und Lehren der Apostel gibt, und damit die Wahrheit unverfälscht erhalten bleibt und so alle gerettet werden. Damit ist das Zeugnis des Lukas wahr, die Lehre der Apostel offenbar, zuverlässig und klar ... Das sind die Stimmen der Kirche, aus denen sich die ganze Kirche herleitet.
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« Antwort #139 am: 19. Oktober 2013, 08:24:44 »
Evangelium nach Lukas 12,8-12.
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:  Ich sage euch: Wer sich vor den Menschen zu mir bekennt, zu dem wird sich auch der Menschensohn vor den Engeln Gottes bekennen.
Wer mich aber vor den Menschen verleugnet, der wird auch vor den Engeln Gottes verleugnet werden.
Jedem, der etwas gegen den Menschensohn sagt, wird vergeben werden; wer aber den Heiligen Geist lästert, dem wird nicht vergeben.
Wenn man euch vor die Gerichte der Synagogen und vor die Herrscher und Machthaber schleppt, dann macht euch keine Sorgen, wie ihr euch verteidigen oder was ihr sagen sollt.
Denn der Heilige Geist wird euch in der gleichen Stunde eingeben, was ihr sagen müßt.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Rafael Arnáiz Barón (1911 – 1938), spanischer Trappist
Geistliche Schriften 04.03.1938
„Wer sich vor den Menschen zu mir bekennt, zu dem wird sich auch der Menschensohn vor den Engeln Gottes bekennen“

Ich greife heute zur Feder, damit meine Worte schwarz auf weiß dem ewigen Lob des gepriesenen Gottes dienen, des Urhebers meines Lebens, meiner Seele, meines Herzens. Ich wollte, das ganze Universum mitsamt den Planeten, Sternen und unzähligen Galaxien wäre eine riesige Tafel, geschliffen und schimmernd, worauf ich den Namen Gottes schreiben könnte. Ich wollte, meine Stimme wäre mächtiger als tausend Donner, durchdringender als der Lärm des Meeres und furchterregender als das Grollen der Vulkane. Und ich würde einfach nur sagen: Gott. Ich wollte, mein Herz wäre so weit wie der Himmel, so rein wie das Herz der Engel, so arglos wie das der Tauben (Mt 10,16), um darin Gott wohnen zu lassen. Da aber all die Größe, von der du träumst, nicht Wirklichkeit werden kann, gib dich mit Wenigem zufrieden und mit dir selber, Bruder Raphael, der du nichts bist; denn selbst das Nichts muss dir genug sein…

Warum sollte ich schweigen? Warum es verbergen? Warum die Wunder Gottes nicht in die ganze Welt hinausrufen, sie nach allen Himmelsrichtungen hin bekannt machen? Warum sollte ich den Menschen und allen, die es hören wollen, nicht sagen: Seht ihr, was ich bin? Seht ihr, was ich gewesen bin? Seht ihr, wie sich meine Armseligkeit im Schmutz dahinschleppt? Es ist gar nicht so wichtig! Es mag euch verwundern: trotz alledem besitze ich Gott. Gott ist mein Freund. Der Erdboden soll sich auftun, das Meer soll austrocknen vor Staunen! Gott liebt mich! Er liebt mich so sehr, dass, wenn die ganze Welt es begreifen könnte, die Geschöpfe verrückt würden und vor Bestürzung aufschrien. Und auch das alles ist noch viel zu wenig. Gott liebt mich so sehr, dass selbst die Engel es nicht begreifen!

Gottes Barmherzigkeit ist groß! Mich lieben, mich! Mein Freund sein, mein Bruder, mein Vater, mein Lehrer! Gott zu sein – und ich? Ich zu sein, so wie ich bin? Wie sollte ich da nicht verrückt werden; wie kann ich leben, essen, schlafen, sprechen und mit aller Welt umgehen?... Wie geht das denn, Herr! Ich weiß es, du hast es mir deutlich gemacht: es geht durch das Wunder deiner Gnade.
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« Antwort #140 am: 20. Oktober 2013, 08:21:09 »
Evangelium nach Lukas 18,1-8.
In jener Zeit sagte Jesus ihnen durch ein Gleichnis, dass sie allezeit beten und darin nicht nachlassen sollten:
In einer Stadt lebte ein Richter, der Gott nicht fürchtete und auf keinen Menschen Rücksicht nahm.
In der gleichen Stadt lebte auch eine Witwe, die immer wieder zu ihm kam und sagte: Verschaff mir Recht gegen meinen Feind!
Lange wollte er nichts davon wissen. Dann aber sagte er sich: Ich fürchte zwar Gott nicht und nehme auch auf keinen Menschen Rücksicht;
trotzdem will ich dieser Witwe zu ihrem Recht verhelfen, denn sie läßt mich nicht in Ruhe. Sonst kommt sie am Ende noch und schlägt mich ins Gesicht.
Und der Herr fügte hinzu: Bedenkt, was der ungerechte Richter sagt.
Sollte Gott seinen Auserwählten, die Tag und Nacht zu ihm schreien, nicht zu ihrem Recht verhelfen, sondern zögern?
Ich sage euch: Er wird ihnen unverzüglich ihr Recht verschaffen. Wird jedoch der Menschensohn, wenn er kommt, auf der Erde (noch) Glauben vorfinden?


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Augustinus (354 - 430), Bischof von Hippo (Nordafrika) und Kirchenlehrer
Auslegung der Psalmen - Psalm 37, 14
"Er erzählte ihnen ein Gleichnis um zu zeigen, dass man ohne Unterlass beten soll"

„All mein Verlangen ist vor Dir“ (Ps. 37,10)... Dein Verlangen, das ist dein Gebet. Wenn dein Verlangen unaufhörlich ist, dann ist es dein Gebet ebenfalls. Nicht umsonst hat der Apostel Paulus gesagt: „Betet ohne Unterlass“ (1Thess 5,17). Kann er so etwas sagen, weil wir ununterbrochen die Knie beugen, uns mit unserem Leib zu Boden werfen oder unsere Hände zu Gott erheben? Wenn wir behaupten, wir würden nur aufgrund dieser äußeren Bedingungen beten, dann glaube ich nicht, dass wir es ohne Unterlass können.

Doch es gibt ein anderes Gebet, ein innerliches, das nicht unterbrochen wird: das ist das Verlangen. Welcher Beschäftigung du dich auch hingibst, du wirst ohne Unterlass beten, wenn du nach dieser Sabbatruhe verlangst, von der wir sprechen. Wenn du nicht aufhören willst zu beten, dann höre nicht auf, dein Verlangen zu entfachen.

Du verlangst beständig? Dann ist auch dein Hilferuf beständig. Du schweigst erst dann, wenn du aufhörst zu lieben. Was sind das für Leute, die verstummen? Es sind diejenigen, von denen gesagt wird: „Weil das Böse überhand nimmt, wird die Liebe bei vielen erkalten“ (Mt 24,12) Die Liebe, die erkaltet, ist das Herz, das schweigt; die Liebe, die glüht, ist das Herz, das schreit. Wenn deine Liebe beständig ist, schreist du beständig; du schreist beständig, weil du immer noch verlangst; wenn du von diesem Verlangen ganz erfüllt bist, dann deshalb, weil du an die himmlische Ruhe denkst.
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« Antwort #141 am: 21. Oktober 2013, 08:29:23 »
Evangelium nach Lukas 12,13-21.
In jener Zeit bat einer aus der Volksmenge Jesus: Meister, sag meinem Bruder, er soll das Erbe mit mir teilen.
Er erwiderte ihm: Mensch, wer hat mich zum Richter oder Schlichter bei euch gemacht?
Dann sagte er zu den Leuten: Gebt acht, hütet euch vor jeder Art von Habgier. Denn der Sinn des Lebens besteht nicht darin, daß ein Mensch aufgrund seines großen Vermögens im Überfluß lebt.
Und er erzählte ihnen folgendes Beispiel: Auf den Feldern eines reichen Mannes stand eine gute Ernte.
Da überlegte er hin und her: Was soll ich tun? Ich weiß nicht, wo ich meine Ernte unterbringen soll.
Schließlich sagte er: So will ich es machen: Ich werde meine Scheunen abreißen und größere bauen; dort werde ich mein ganzes Getreide und meine Vorräte unterbringen.
Dann kann ich zu mir selber sagen: Nun hast du einen großen Vorrat, der für viele Jahre reicht. Ruh dich aus, iß und trink, und freu dich des Lebens!
Da sprach Gott zu ihm: Du Narr! Noch in dieser Nacht wird man dein Leben von dir zurückfordern. Wem wird dann all das gehören, was du angehäuft hast?
So geht es jedem, der nur für sich selbst Schätze sammelt, aber vor Gott nicht reich ist.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Isaak der Syrer (7. Jh.), Mönch in Ninive bei Mossul im heutigen Irak, Heiliger der orthodoxen Kirchen
Asketische Homilien, 1. Reihe, Nr. 38
„Noch ich dieser Nacht wird man dein Leben von dir zurückfordern“

Herr, mach mich würdig, mein Leben geringzuschätzen um des Lebens willen, das in dir ist. Das Leben auf dieser Welt gleicht Leuten, die Buchstaben verwenden, um Wörter zu bilden. Nach Belieben fügt man Buchstaben hinzu, streicht welche weg, wechselt sie aus. Das Leben der zukünftigen Welt aber gleicht dem, was ohne den geringsten Fehler in Büchern geschrieben steht, die mit dem königlichen Siegel versiegelt sind, wo es nichts hinzuzufügen gibt und wo nichts fehlt. Lasst uns also achthaben auf uns, solange wir uns inmitten des Wandels befinden. Solange wir über das Manuskript unseres Lebens verfügen können, über das, was wir eigenhändig geschrieben haben, sollten wir uns doch Mühe geben, gute Werke hinzuzufügen und die Fehler, die wir früher gemacht haben, zu tilgen. Solange wir auf dieser Welt sind, drückt Gott sein Siegel weder auf das Gute noch auf das Schlechte. Das tut er erst in der Stunde unseres Exodus, wenn unser Werk zum Abschluss kommt, im Augenblick unseres Scheidens.

Der hl. Ephräm hat es so gesagt: Wir müssen bedenken, dass unsere Seele einem Schiff gleicht, das reisefertig ist, aber nicht weiß, wann der Wind kommt; oder dass sie einem Heer gleicht, das nicht weiß, wann die Trompete erschallt, die zum Kampf ruft. Wenn er das von einem Schiff und einem Heer sagt, die beide auf etwas warten, was vielleicht nicht eintrifft: Wie sehr müssen wir uns dann darauf vorbereiten, dass jener Tag jäh hereinbricht, dass die Brücke geschlagen wird und das Tor zur neuen Welt sich öffnet? Möge Christus, der Mittler unseres Lebens, es uns gewähren, bereit zu sein.

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« Antwort #142 am: 22. Oktober 2013, 08:49:49 »
Papstpredigt: „Geldgier zerstört Familien und Beziehungen“


 Geldgier zerstört Menschen, Familien und menschliche Beziehungen. Das betonte an diesem Montagmorgen Papst Franziskus bei der Messe in der Kapelle von Santa Marta im Vatikan. Jesus lade die Menschen nicht ein, arm zu werden, sondern den Reichtum, den Gott uns schenkt, für gute Zwecke und für die Mitmenschen zu verwenden. Franziskus kommentierte hierbei aus dem Tagesevangelium die Passage, in der ein Mann Jesus um Hilfe bittet, um einem Erbstreit zu schlichten. Diese Bibelstelle zeige uns auf, wie wir mit Geld umgehen sollten, so Franziskus.

„Das ist nämlich ein alltägliches Problem. Wir haben so viele zerstörte Familien gesehen, die sich wegen Geldangelegenheiten zerstritten haben: Brüder gegen Brüder, Väter gegen Kinder… Das ist das Erste, was die Gier erreicht, sie zerstört! Wenn eine Person zu stark dem Geld anhängt, zerstört sie sich selber und die Familie! Wohlgemerkt, Geld kann viel Gutes bewirken, kann viel Arbeit für das Allgemeinwohl fördern, doch wenn das Geld dein Herz angreift, wirst du zerstört.“

Jesus habe dann die Parabel von dem Mann erzählt, der Reichtum für sich selbst und nicht für Gott anhäufte. Das sei eine klare Botschaft gegen Geldgier, so Franziskus.

„Gier ist das Problem, wenn es ums Geld geht. Mehr und mehr zu haben… das führt zur Vergötterung des Geldes, aber auch zum Ende der Beziehungen mit den Mitmenschen! Das eigentliche Problem ist also nicht das Geld, sondern die Haltung, die wir Gier nennen. Man wird krank, weil man nur noch ans Geld denkt. Das ist auch der falsche Weg, der uns von Gott wegführt, statt, wie uns der heilige Paulus sagt, jenen Weg zu wählen, den uns Christus aufzeigt. Denn Christus war, so sagt es Paulus, reich und wurde für uns arm. Der Weg Gottes ist also jener der Bescheidenheit: sich bücken, um zu dienen.“

Jesus habe beim Thema Geld Klartext gesprochen, so Franziskus weiter. Man könne nicht zwei Herren dienen, sei der berühmte Spruch Jesu. Gleichzeitig habe Jesus aber den Menschen Zuversicht geschenkt, wenn er sage, dass man sich um nichts kümmern müsse.

„Er zeigt uns den Weg: Es ist nicht der Weg der Armut um der Armut willen. Nein! Es ist der Weg der Armut als Werkzeug, damit Gott Gott sei und er so der wahre Herr sei! Kein goldiger Gott! All die Reichtümer, die wir besitzen, hat er uns geschenkt, damit wir Gutes tun können, damit die Welt vorwärts gehen kann. Möge dies in unseren Herzen bleiben: Seid vorsichtig und haltet euch fern von Geldgier, denn der Menschen hängt nicht von dem ab, was er besitzt.“




Dieser Text stammt von der Webseite http://de.radiovaticana.va/news/2013/10/21/papstpredigt:_%E2%80%9Egeldgier_zerst%C3%B6rt_familien_und_beziehungen%E2%80%9C/ted-739127
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voyager

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Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
« Antwort #143 am: 22. Oktober 2013, 23:59:28 »
Hallo Vianney,
wenn Geld Menschen erniedrigt, dann sieht es auch so aus.

Siehe Bitte hierzu das Bild im Anhang.

Jetzt "wohne" ich nicht mehr dort.

Im Obdachlosenhaus Kropp.

Herzliche Grüße von
voyager


 

La Salette 1846



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