Autor Thema: Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?  (Gelesen 972015 mal)

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Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
« Antwort #496 am: 13. Oktober 2014, 08:04:49 »
 ;hqfj ;jkgjkgj
Psalm 113(112),1-2.3-4.5a.6-7.
Lobet, ihr Knechte des Herrn,
lobt den Namen des Herrn!
Der Name des Herrn sei gepriesen
von nun an bis in Ewigkeit.

Vom Aufgang der Sonne bis zum Untergang
sei der Name des Herrn gelobt.
Der Herr ist erhaben über alle Völker,
seine Herrlichkeit überragt die Himmel.

Wer gleicht dem Herrn, unserm Gott,
ihm, der in der Höhe thront,
der hinabschaut in die Tiefe,
der den Schwachen aus dem Staub emporhebt
und den Armen erhöht, der im Schmutz liegt?




Evangelium nach Lukas 11,29-32.
In jener Zeit als immer mehr Menschen zu ihm kamen, sagte er: Diese Generation ist böse. Sie fordert ein Zeichen; aber es wird ihr kein anderes gegeben werden als das Zeichen des Jona.
Denn wie Jona für die Einwohner von Ninive ein Zeichen war, so wird es auch der Menschensohn für diese Generation sein.
Die Königin des Südens wird beim Gericht gegen die Männer dieser Generation auftreten und sie verurteilen; denn sie kam vom Ende der Erde, um die Weisheit Salomos zu hören. Hier aber ist einer, der mehr ist als Salomo.
Die Männer von Ninive werden beim Gericht gegen diese Generation auftreten und sie verurteilen; denn sie haben sich nach der Predigt des Jona bekehrt. Hier aber ist einer, der mehr ist als Jona.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Aphraat (? - um 345), Mönch und Bischof in Ninive bei Mossul im heutigen Irak, Heiliger der Orthodoxen Kirchen
Abhandlung Nr. 3, Über das Fasten
„Wie Jona für die Einwohner von Ninive ein Zeichen war, so wird es auch der Menschensohn für diese Generation sein"

Die Männer Ninive machten Ernst mit dem Fasten, als Jona ihnen Umkehr predigte. So steht es tatsächlich geschrieben: Als sie Jona predigen hörten, setzten sie sich auf Säcken in die Asche und riefen ein allgemeines Fasten und ununterbrochenes Beten aus. Sie legten ihre feinen Kleider ab und zogen Bußgewänder an. Sie ließen die Säuglinge nicht mehr an die Brust ihrer Mütter und kleine und große Tiere nicht mehr auf die Weide (Jona 3) ...

Und so steht geschrieben: „Und Gott sah ihr Verhalten, er sah, dass sie umkehrten und sich von ihren bösen Taten abwandten. Da ließ Gott von seinem Zorn ab und führte seine Drohung nicht aus.“ Gott sagt nicht etwa: „Er sah, dass sie kein Brot aßen und kein Wasser tranken und sich in die Asche setzten“, sondern „dass sie umkehrten und sich von ihren bösen Taten abwandten“ ... Das war echtes Fasten, und Gott nahm es an, das Fasten der Einwohner von Ninive, als sie sich von ihren bösen Taten abwandten und von der Raffgier ihrer Hände ...

Denn, lieber Freund, das beste Fasten ist immer die Abkehr vom Bösen. Es ist besser, als kein Brot zu essen und kein Wasser zu trinken ..., „es ist besser, als den Kopf hängen zu lassen, wie eine Binse, die sich neigt, besser, als sich mit Sack und Asche zu bekleiden“, wie Jesaia sagt (58,5). Wer so fastet, dass er kein Brot isst, kein Wasser trinkt oder keinerlei Nahrung zu sich nimmt, wer sich mit Sack und Asche bedeckt und trauert, ist liebenswert, edel und (von Gott) anerkannt. Mehr noch aber ist es der, der sich selbst demütigt, der „die Fesseln des Unrechts löst, der die Stricke des Jochs entfernt“. „Dann wird sein Licht hervorbrechen wie die Morgenröte, und seine Gerechtigkeit wird ihm vorangehen“. „Er wird einem bewässerten Garten gleichen, einer Quelle, deren Wasser niemals versiegt“ (Jes 58,6 ff).
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« Antwort #497 am: 14. Oktober 2014, 16:21:27 »
 ;hqfj ;ghjghg

Psalm 119(118),41.43.44.45.47.48.
Herr, deine Huld komme auf mich herab
und deine Hilfe, wie du es verheißen hast.
Entziehe meinem Mund nicht das Wort der Wahrheit!
Ich hoffe so sehr auf deine Entscheide.

Ich will deiner Weisung beständig folgen,
auf immer und ewig.
Dann schreite ich aus auf freier Bahn;
denn ich frage nach deinen Befehlen.

An deinen Geboten habe ich meine Freude,
ich liebe sie von Herzen.
Ich erhebe meine Hände zu deinen Geboten;
nachsinnen will ich über deine Gesetze.



Evangelium nach Lukas 11,37-41.
In jener Zeit lud ein Pharisäer Jesus zum Essen ein. Jesus ging zu ihm und setzte sich zu Tisch.
Als der Pharisäer sah, dass er sich vor dem Essen nicht die Hände wusch, war er verwundert.
Da sagte der Herr zu ihm: O ihr Pharisäer! Ihr haltet zwar Becher und Teller außen sauber, innen aber seid ihr voll Raubgier und Bosheit.
Ihr Unverständigen! Hat nicht der, der das Äußere schuf, auch das Innere geschaffen?
Gebt lieber, was in den Schüsseln ist, den Armen, dann ist für euch alles rein.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Alphons-Maria von Liguori (1696 – 1787), Bischof und Kirchenlehrer
6. Abhandlung zur Novene von Weihnachten
Ein Herz, das ganz Gott gehört

Lasst es uns richtig verstehen: Unser Herz gehört ab dem Tag ganz Gott, an dem wir ihm unseren ganzen Willen unterstellen, an dem wir nur noch das wollen, was er will. Dieser Gott will übrigens nichts anderes, als unser Wohlergehen und unser Glück. „Christus ist gestorben, um Herr zu sein über Tote und Lebende. Leben wir, so leben wir dem Herrn, sterben wir, so sterben wir dem Herrn“ (Röm 14,8-9). Jesus wollte für uns den Tod erleiden; was hätte er Größeres tun können, um unsere Liebe zu gewinnen und der alleinige Herr unsers Herzens zu sein? Es liegt also von nun an an uns, dem Himmel und der Erde durch unser Leben und unseren Tod kundzutun, dass wir nicht mehr uns selbst gehören, sondern ganz und gar alleiniger Besitz unseres Gottes sind.

Wie sehr sehnt sich Gott danach, ein Herz zu sehen, das ihm wirklich gehört! Mit welch glühender Liebe er es doch liebt! Mit wie viel Zeichen seiner Zärtlichkeit überhäuft er es doch schon hienieden! Welche Reichtümer, welches Glück, welche Ehre hält er doch im Himmel für ein solches Herz bereit!...

Ihr treuen Seelen, lasst uns Jesus entgegengehen. Wenn es für ihn Glück bedeutet, uns zu besitzen – unser Glück ist es, ihm zu gehören. Der Tausch ist für uns lohnender als für ihn. „Therese“, sagte der Herr einmal zu der Heiligen [von Avila], „bisher hast du mir nicht ganz gehört; jetzt, da du mir ganz gehörst, sei dir bewusst, dass ich dir ganz gehöre“… Gott hat eine brennende Sehnsucht danach, eins zu werden mit uns; aber auch wir müssen dafür Sorge tragen, dass wir eins werden mit Gott.

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« Antwort #498 am: 15. Oktober 2014, 08:07:23 »
 ;ksghtr ;gggds

Psalm 1,1-2.3.4.6.
Wohl dem Mann, der nicht dem Rat der Frevler folgt,
nicht auf dem Weg der Sünder geht,
nicht im Kreis der Spötter sitzt,
sondern Freude hat an der Weisung des Herrn,
über seine Weisung nachsinnt bei Tag und bei Nacht.

Er ist wie ein Baum, der an Wasserbächen gepflanzt ist,
der zur rechten Zeit seine Frucht bringt
und dessen Blätter nicht welken.
Alles, was er tut,
wird ihm gut gelingen.

Nicht so die Frevler:
Sie sind wie Spreu, die der Wind verweht.
Denn der Herr kennt den Weg der Gerechten,
der Weg der Frevler aber führt in den Abgrund.




Evangelium nach Lukas 11,42-46.
In jener Zeit sprach Jesus: Weh euch Pharisäern! Ihr gebt den Zehnten von Minze, Gewürzkraut und allem Gemüse, die Gerechtigkeit aber und die Liebe zu Gott vergesst ihr. Man muss das eine tun, ohne das andere zu unterlassen.
Weh euch Pharisäern! Ihr wollt in den Synagogen den vordersten Sitz haben und auf den Straßen und Plätzen von allen gegrüßt werden.
Weh euch: Ihr seid wie Gräber, die man nicht mehr sieht; die Leute gehen darüber, ohne es zu merken.
Darauf erwiderte ihm ein Gesetzeslehrer: Meister, damit beleidigst du auch uns.
Er antwortete: Weh auch euch Gesetzeslehrern! Ihr ladet den Menschen Lasten auf, die sie kaum tragen können, selbst aber rührt ihr keinen Finger dafür.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Die Sentenzen der Wüstenväter (4.-5. Jh.)
Systematische Sammlung, Kap 9; SC 387
„Wehe euch! Ihr ladet den Menschen Lasten auf, die sie kaum tragen können“

Ein Bruder, der gesündigt hatte, wurde vom Priester aus der Kirche gejagt; Abba Bessarion stand auf, ging mit ihm hinaus und er sagte: „Auch ich bin ein Sünder“…

In Scété beging einmal ein Bruder einen Fehltritt. Es wurde eine Ratssitzung abgehalten, zu der Abba Mose geladen wurde. Der aber weigerte sich zu kommen. Da ließ der Priester ihm ausrichten: „Komm, es erwarten dich alle.“ Abba Mose stand auf, füllte einen löchrigen Korb mit Sand, lud ihn sich auf den Rücken und trug ihn so herbei. Die anderen, die zu seiner Begrüßung herausgekommen waren, sagten zu ihm: „Was soll das, Vater?“ Der Greis sagte: „Meine Fehler rieseln gerade hinter mir weg, und ich sehe es nicht; und da bin ich heute gekommen, um über die Fehler anderer zu richten?“ Als sie das hörten, stellten sie den Bruder nicht zur Rede, sondern verziehen ihm.

Abba Josef fragte Abba Poemen einmal: „Wie wird man denn Mönch?“ Der Alte sagte: „Wenn du hier auf Erden und im kommenden Leben Ruhe finden willst, dann sage bei jeder Gelegenheit: Wer bin ich schon? Und sprich über niemanden dein Urteil!“

Ein Bruder befragte einmal denselben Abba Poemen: „Wenn ich einen Fehler meines Bruders entdecke, soll ich ihn dann geheim halten?“ Der Greis sagte: „In dem Augenblick, wo wir die Fehler unseres Bruders geheim halten, hält Gott auch unsere Fehler geheim; sobald wir sie aber ins Licht stellen, stellt Gott auch unsere Fehler ins Licht.“
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« Antwort #499 am: 16. Oktober 2014, 08:17:10 »
 ;ksghtr

Psalm 98(97),1.2-3b.3c-4.5-6.
Singet dem Herrn ein neues Lied;
denn er hat wunderbare Taten vollbracht.
Er hat mit seiner Rechten geholfen
und mit seinem heiligen Arm.

Der Herr hat sein Heil bekannt gemacht
und sein gerechtes Wirken enthüllt vor den Augen der Völker.
und an seine Treue zum Hause Israel.
Alle Enden der Erde

Jauchzt vor dem Herrn, alle Länder der Erde,
freut euch, jubelt und singt!
Spielt dem Herrn auf der Harfe,
auf der Harfe zu lautem Gesang!

Zum Schall der Trompeten und Hörner
jauchzt vor dem Herrn, dem König!


Evangelium nach Lukas 11,47-54.
In jener Zeit sprach Jesus: Weh euch! Ihr errichtet Denkmäler für die Propheten, die von euren Vätern umgebracht wurden.
Damit bestätigt und billigt ihr, was eure Väter getan haben. Sie haben die Propheten umgebracht, ihr errichtet ihnen Bauten.
Deshalb hat auch die Weisheit Gottes gesagt: Ich werde Propheten und Apostel zu ihnen senden, und sie werden einige von ihnen töten und andere verfolgen,
damit das Blut aller Propheten, das seit der Erschaffung der Welt vergossen worden ist, an dieser Generation gerächt wird,
vom Blut Abels bis zum Blut des Zacharias, der im Vorhof zwischen Altar und Tempel umgebracht wurde. Ja, das sage ich euch: An dieser Generation wird es gerächt werden.
Weh euch Gesetzeslehrern! Ihr habt den Schlüssel der Tür zur Erkenntnis weggenommen. Ihr selbst seid nicht hineingegangen, und die, die hineingehen wollten, habt ihr daran gehindert.
Als Jesus das Haus verlassen hatte, begannen die Schriftgelehrten und die Pharisäer, ihn mit vielerlei Fragen hartnäckig zu bedrängen;
sie versuchten, ihm eine Falle zu stellen, damit er sich in seinen eigenen Worten verfange.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Balduin von Ford (? - um 1190), Zisterzienserabt, dann Bischof
Das Altarsakrament, II, 1; SC 93
„Sie begannen ihn hartnäckig zu bedrängen“

„Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab“ (Joh 3,16). Der einzige Sohn „wurde geopfert“, nicht, weil seine Feinde obsiegten, sondern „weil er selbst es gewollt hat“ (Jes 53,10-11). „Da er die Seinen liebte, erwies er ihnen seine Liebe bis zur Vollendung“ (Joh 13,1). Die Vollendung, das ist der akzeptierte Tod für die, die er liebt; so erfüllt sich alle Vollkommenheit, die vollkommene Liebe; denn „es gibt keine größere Liebe, als wenn einer sein Leben für seine Freunde hingibt“ (Joh 15,13).

Diese Liebe Christi war in seinem Tod machtvoller als der Hass seiner Feinde; der Hass konnte nur bewirken, was die Liebe ihm gestattete. Judas oder die Feinde Christi, haben ihn in hasserfüllter Bosheit dem Tod ausgeliefert. Der Vater hat seinen Sohn hingegeben, und der Sohn hat sich aus Liebe selbst hingegeben (Röm 8,32; Gal 2,20). Die Liebe ist jedoch des Verrates nicht schuldig; sie ist unschuldig, auch wenn Christus daran stirbt. Denn nur die Liebe kann ungestraft tun, was ihr gefällt. Nur die Liebe kann Gott zu etwas zwingen und ihm gleichsam befehlen. Die Liebe ließ ihn vom Himmel herabsteigen, sie ließ ihn ans Kreuz schlagen; sie hat das Blut Christi zur Vergebung der Sünden vergossen: Es war eine ebenso unschuldige wie heilskräftige Tat. Unser ganzer Dank für das Heil der Welt ist also der Liebe geschuldet. Und sie drängt uns mit zwingender Logik dazu, Christus so sehr zu lieben, wie andere ihn hassen konnten.
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« Antwort #500 am: 17. Oktober 2014, 07:58:31 »
 ;hqfj ;xdysaa

Psalm 33(32),1-2.4-5.12-13.
Ihr Gerechten, jubelt vor dem Herrn;
für die Frommen ziemt es sich, Gott zu loben.
Preist den Herrn mit der Zither,
spielt für ihn auf der zehnsaitigen Harfe!

Denn das Wort des Herrn ist wahrhaftig,
all sein Tun ist verlässlich.
Er liebt Gerechtigkeit und Recht,
die Erde ist erfüllt von der Huld des Herrn.

Wohl dem Volk, dessen Gott der Herr ist,
der Nation, die er sich zum Erbteil erwählt hat.
Der Herr blickt herab vom Himmel, er sieht auf alle Menschen.



Evangelium nach Lukas 12,1-7.
In jener Zeit strömten Tausende von Menschen zusammen, so dass es ein gefährliches Gedränge gab. Jesus wandte sich zuerst an seine Jünger und sagte: Hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer, das heißt vor der Heuchelei.
Nichts ist verhüllt, was nicht enthüllt wird, und nichts ist verborgen, was nicht bekannt wird.
Deshalb wird man alles, was ihr im Dunkeln redet, am hellen Tag hören, und was ihr einander hinter verschlossenen Türen ins Ohr flüstert, das wird man auf den Dächern verkünden.
Euch aber, meinen Freunden, sage ich: Fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, euch aber sonst nichts tun können.
Ich will euch zeigen, wen ihr fürchten sollt: Fürchtet euch vor dem, der nicht nur töten kann, sondern die Macht hat, euch auch noch in die Hölle zu werfen. Ja, das sage ich euch: Ihn sollt ihr fürchten.
Verkauft man nicht fünf Spatzen für ein paar Pfennig? Und doch vergisst Gott nicht einen von ihnen.
Bei euch aber sind sogar die Haare auf dem Kopf alle gezählt. Fürchtet euch nicht! Ihr seid mehr wert als viele Spatzen.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Rafael Arnáiz Barón (1911 – 1938), spanischer Zisterzienser
Geistliche Schriften, 11.08.1934
„Bei euch sind sogar die Haare auf dem Kopf alle gezählt. Fürchtet euch nicht“

Gott schickt mir das Kreuz. Es sei gepriesen; denn wenn wir — wie Ijob sagt — „das Gute von Gott annehmen, warum sollen wir dann nicht auch das Böse annehmen" [Ijob 2,10]. Alles kommt von ihm: Gesundheit und Krankheit, zeitliche Güter, Unglück und Widerwärtigkeiten im Leben. Alles, absolut alles, hat er gut angeordnet, und wenn sich das Geschöpf manchmal gegen das auflehnt, was Gott gebietet, begeht es eine Sünde, denn alles ist notwendig und gut gefügt. Lachen und Weinen sind erforderlich, und aus allem können wir immer dann Nutzen ziehen für unsere Vervollkommnung, wenn wir mit gläubigem Herzen Gottes Werk in allem erkennen und wie Kinder in den Armen des Vaters verweilen; denn wir allein, wohin sollten wir uns wenden?...

Klar, dass ich nicht versuche, Gefühle in mir auszumerzen. Gott will nur von mir, dass ich sie vervollkommne. Aus diesem Grund führt er mich hierhin und dorthin wie ein Spielzeug, und überall hinterlasse ich Teile meines Herzens. Wie groß ist Gott und wie gut macht er alles! Wie sehr liebt er mich, und wie schlecht antworte ich auf seine Liebe! Seine Vorsehung ist unendlich, und ihr müssen wir uns ohne Vorbehalt ausliefern.
Alles meinem Gott zu Ehren, in der Arbeit, in der Ruh!Gottes Lob und Ehr zu mehren, ich verlang und alles tu.

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« Antwort #501 am: 18. Oktober 2014, 10:09:24 »
 ;ksghtr ;uhhjz

Psalm 145(144),10-11.12-13ab.17-18.
Danken sollen dir, Herr, all deine Werke
und deine Frommen dich preisen.
Sie sollen von der Herrlichkeit deines Königtums reden,
sollen sprechen von deiner Macht.

Sie sollen den Menschen deine machtvollen Taten verkünden
und den herrlichen Glanz deines Königtums.
Dein Königtum ist ein Königtum für ewige Zeiten,
deine Herrschaft währt von Geschlecht zu Geschlecht.

Gerecht ist der Herr in allem, was er tut,
voll Huld in all seinen Werken.
Der Herr ist allen, die ihn anrufen,
nahe, allen, die zu ihm aufrichtig rufen.



Evangelium nach Lukas 10,1-9.
In jener Zeit suchte der Herr zweiundsiebzig andere aus und sandte sie zu zweit voraus in alle Städte und Ortschaften, in die er selbst gehen wollte.
Er sagte zu ihnen: Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenig Arbeiter. Bittet also den Herrn der Ernte, Arbeiter für seine Ernte auszusenden.
Geht! Ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe.
Nehmt keinen Geldbeutel mit, keine Vorratstasche und keine Schuhe! Grüßt niemand unterwegs!
Wenn ihr in ein Haus kommt, so sagt als erstes: Friede diesem Haus!
Und wenn dort ein Mann des Friedens wohnt, wird der Friede, den ihr ihm wünscht, auf ihm ruhen; andernfalls wird er zu euch zurückkehren.
Bleibt in diesem Haus, esst und trinkt, was man euch anbietet; denn wer arbeitet, hat ein Recht auf seinen Lohn. Zieht nicht von einem Haus in ein anderes!
Wenn ihr in eine Stadt kommt und man euch aufnimmt, so esst, was man euch vorsetzt.
Heilt die Kranken, die dort sind, und sagt den Leuten: Das Reich Gottes ist euch nahe.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Johannes Chrysostomos (ca. 345 - 407), Priester in Antiochia und später Bischof von Konstantinopel, Kirchenlehrer
3. Homilie über das Vorwort zur Apostelgeschichte; PG 51,87
Hl. Lukas, Evangelist: „Ich habe mich dazu entschlossen… es für dich der Reihe nach aufzuschreiben“ (1,3)

Liest man die heiligen Schriften, so befindet man sich auf einer geistlichen Blumenwiese und in einem Paradies der Wonnen, das weit anziehender ist als das Paradies von damals. Dieses Paradies hat Gott nicht auf Erden angelegt, sondern in den Seelen der Glaubenden. Er hat es weder in Eden angesiedelt noch an einem genau bestimmten Ort im Osten (Gen 2,8), sondern überall auf Erden, und hat es bis an die Enden der bewohnten Erde ausgedehnt. Und da du wahrnimmst, dass er die heiligen Schriften über die ganze bewohnte Erde ausgebreitet hat, so höre, was der Prophet dazu sagt: „Ihre Botschaft geht in die ganze Welt hinaus und ihr Wort bis an die Enden der Erde“ (Ps 19,5; Röm 10,18)…

Dieses Paradies hat auch eine Quelle, wie das Paradies von damals (Gen 2,6.10), eine Quelle, die unzählige Flüsse speist … Wer sagt das? Gott selber, der uns alle diese Flüsse geschenkt hat: „Wer an mich glaubt", so sagt er, „aus dessen Inneren werden Ströme von lebendigem Wasser fließen“ (Joh 7,38)… Diese Quelle sucht ihresgleichen, nicht nur wegen ihrer Überfülle an Wasser, sondern auch aufgrund ihrer Natur. Es handelt sich nämlich nicht um fließendes Wasser, sondern um Gaben des Geistes. Dieses Quellwasser verteilt sich auf alle Seelen der Gläubigen, wird deshalb aber nicht weniger. Es verteilt sich, aber erschöpft sich nicht … Es ist ganz in allen und ganz in jedem: Von dieser Art sind tatsächlich die Gaben des Geistes.

Willst du wissen, wie reichhaltig diese Wasser sind? Willst du deren Natur kennenlernen? Wodurch sie sich von den Wassern hier auf Erden unterscheiden, weil sie besser, großartiger sind? Dann höre wieder, was Christus zur Samariterin sagt, um ihr den Reichtum der Quelle begreiflich zu machen: „Wer von dem Wasser trinkt, das ich ihm geben werde, in dem wird das Wasser zur sprudelnden Quelle, deren Wasser ewiges Leben schenkt“ (Joh 4,14)… Möchtest auch du seine Natur erfahren? Dann mache davon Gebrauch! Für das Leben hienieden ist es freilich nicht zweckdienlich, wohl aber für das ewige Leben. Lasst uns doch unsere Zeit in diesem Paradiese verbringen: Trinken wir doch als Geladene von dieser Quelle!
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Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
« Antwort #502 am: 18. Oktober 2014, 10:23:24 »
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Psalm 145(144),10-11.12-13ab.17-18.
Danken sollen dir, Herr, all deine Werke
und deine Frommen dich preisen.
Sie sollen von der Herrlichkeit deines Königtums reden,
sollen sprechen von deiner Macht.

Sie sollen den Menschen deine machtvollen Taten verkünden
und den herrlichen Glanz deines Königtums.
Dein Königtum ist ein Königtum für ewige Zeiten,
deine Herrschaft währt von Geschlecht zu Geschlecht.

Gerecht ist der Herr in allem, was er tut,
voll Huld in all seinen Werken.
Der Herr ist allen, die ihn anrufen,
nahe, allen, die zu ihm aufrichtig rufen.



Evangelium nach Lukas 10,1-9.
In jener Zeit suchte der Herr zweiundsiebzig andere aus und sandte sie zu zweit voraus in alle Städte und Ortschaften, in die er selbst gehen wollte.
Er sagte zu ihnen: Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenig Arbeiter. Bittet also den Herrn der Ernte, Arbeiter für seine Ernte auszusenden.
Geht! Ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe.
Nehmt keinen Geldbeutel mit, keine Vorratstasche und keine Schuhe! Grüßt niemand unterwegs!
Wenn ihr in ein Haus kommt, so sagt als erstes: Friede diesem Haus!
Und wenn dort ein Mann des Friedens wohnt, wird der Friede, den ihr ihm wünscht, auf ihm ruhen; andernfalls wird er zu euch zurückkehren.
Bleibt in diesem Haus, esst und trinkt, was man euch anbietet; denn wer arbeitet, hat ein Recht auf seinen Lohn. Zieht nicht von einem Haus in ein anderes!
Wenn ihr in eine Stadt kommt und man euch aufnimmt, so esst, was man euch vorsetzt.
Heilt die Kranken, die dort sind, und sagt den Leuten: Das Reich Gottes ist euch nahe.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Johannes Chrysostomos (ca. 345 - 407), Priester in Antiochia und später Bischof von Konstantinopel, Kirchenlehrer
3. Homilie über das Vorwort zur Apostelgeschichte; PG 51,87
Hl. Lukas, Evangelist: „Ich habe mich dazu entschlossen… es für dich der Reihe nach aufzuschreiben“ (1,3)

Liest man die heiligen Schriften, so befindet man sich auf einer geistlichen Blumenwiese und in einem Paradies der Wonnen, das weit anziehender ist als das Paradies von damals. Dieses Paradies hat Gott nicht auf Erden angelegt, sondern in den Seelen der Glaubenden. Er hat es weder in Eden angesiedelt noch an einem genau bestimmten Ort im Osten (Gen 2,8), sondern überall auf Erden, und hat es bis an die Enden der bewohnten Erde ausgedehnt. Und da du wahrnimmst, dass er die heiligen Schriften über die ganze bewohnte Erde ausgebreitet hat, so höre, was der Prophet dazu sagt: „Ihre Botschaft geht in die ganze Welt hinaus und ihr Wort bis an die Enden der Erde“ (Ps 19,5; Röm 10,18)…

Dieses Paradies hat auch eine Quelle, wie das Paradies von damals (Gen 2,6.10), eine Quelle, die unzählige Flüsse speist … Wer sagt das? Gott selber, der uns alle diese Flüsse geschenkt hat: „Wer an mich glaubt", so sagt er, „aus dessen Inneren werden Ströme von lebendigem Wasser fließen“ (Joh 7,38)… Diese Quelle sucht ihresgleichen, nicht nur wegen ihrer Überfülle an Wasser, sondern auch aufgrund ihrer Natur. Es handelt sich nämlich nicht um fließendes Wasser, sondern um Gaben des Geistes. Dieses Quellwasser verteilt sich auf alle Seelen der Gläubigen, wird deshalb aber nicht weniger. Es verteilt sich, aber erschöpft sich nicht … Es ist ganz in allen und ganz in jedem: Von dieser Art sind tatsächlich die Gaben des Geistes.

Willst du wissen, wie reichhaltig diese Wasser sind? Willst du deren Natur kennenlernen? Wodurch sie sich von den Wassern hier auf Erden unterscheiden, weil sie besser, großartiger sind? Dann höre wieder, was Christus zur Samariterin sagt, um ihr den Reichtum der Quelle begreiflich zu machen: „Wer von dem Wasser trinkt, das ich ihm geben werde, in dem wird das Wasser zur sprudelnden Quelle, deren Wasser ewiges Leben schenkt“ (Joh 4,14)… Möchtest auch du seine Natur erfahren? Dann mache davon Gebrauch! Für das Leben hienieden ist es freilich nicht zweckdienlich, wohl aber für das ewige Leben. Lasst uns doch unsere Zeit in diesem Paradiese verbringen: Trinken wir doch als Geladene von dieser Quelle!
Alles meinem Gott zu Ehren, in der Arbeit, in der Ruh!Gottes Lob und Ehr zu mehren, ich verlang und alles tu.

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Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
« Antwort #503 am: 19. Oktober 2014, 08:43:30 »
 ;ksghtr kz12)

Psalm 96(95),1.3.4-5.7-8.9-10a.10c.
Singet dem Herrn ein neues Lied,
singt dem Herrn, alle Länder der Erde!
Erzählt bei den Völkern von seiner Herrlichkeit,
bei allen Nationen von seinen Wundern!

Denn groß ist der Herr und hoch zu preisen,
mehr zu fürchten als alle Götter.
Alle Götter der Heiden sind nichtig,
der Herr aber hat den Himmel geschaffen.

Bringt dar dem Herrn, ihr Stämme der Völker, bringt dar dem Herrn Lob und Ehre!
Bringt dar dem Herrn die Ehre seines Namens,
spendet Opfergaben, und tretet ein in sein Heiligtum!
In heiligem Schmuck werft euch nieder vor dem Herrn,

erbebt vor ihm, alle Länder der Erde!
Verkündet bei den Völkern: Der Herr ist König.
Er richtet die Nationen so, wie es recht ist.



Erster Brief des Apostels Paulus an die Thessalonicher 1,1-5ab.
Paulus, Silvanus und Timotheus an die Gemeinde von Thessalonich, die in Gott, dem Vater, und in Jesus Christus, dem Herrn, ist: Gnade sei mit euch und Friede.
Wir danken Gott für euch alle, sooft wir in unseren Gebeten an euch denken;
unablässig erinnern wir uns vor Gott, unserem Vater, an das Werk eures Glaubens, an die Opferbereitschaft eurer Liebe und an die Standhaftigkeit eurer Hoffnung auf Jesus Christus, unseren Herrn.
Wir wissen, von Gott geliebte Brüder, dass ihr erwählt seid.
Denn wir haben euch das Evangelium nicht nur mit Worten verkündet, sondern auch mit Macht und mit dem Heiligen Geist und mit voller Gewissheit; ihr wisst selbst, wie wir bei euch aufgetreten sind, um euch zu gewinnen.
Denn wir haben euch das Evangelium nicht nur mit Worten verkündet, sondern auch mit Macht und mit dem Heiligen Geist und mit voller Gewissheit.

Evangelium nach Matthäus 22,15-21.
In jener Zeit kamen die Pharisäer zusammen und beschlossen, Jesus mit einer Frage eine Falle zu stellen.
Sie veranlassten ihre Jünger, zusammen mit den Anhängern des Herodes zu ihm zu gehen und zu sagen: Meister, wir wissen, dass du immer die Wahrheit sagst und wirklich den Weg Gottes lehrst, ohne auf jemand Rücksicht zu nehmen; denn du siehst nicht auf die Person.
Sag uns also: Ist es nach deiner Meinung erlaubt, dem Kaiser Steuer zu zahlen, oder nicht?
Jesus aber erkannte ihre böse Absicht und sagte: Ihr Heuchler, warum stellt ihr mir eine Falle?
Zeigt mir die Münze, mit der ihr eure Steuern bezahlt! Da hielten sie ihm einen Denar hin.
Er fragte sie: Wessen Bild und Aufschrift ist das?
Sie antworteten: Des Kaisers. Darauf sagte er zu ihnen: So gebt dem Kaiser, was dem Kaiser gehört, und Gott, was Gott gehört!


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Antonius von Padua (um 1195 - 1231), Franziskaner, Kirchenlehrer
Predigt über die Seele als Bild des dreifaltigen Gottes („Lehrer des Evangeliums“, Dietrich-Coelde-Verlag, Werl 1954, S. 82)
«Lass leuchten über uns das Licht deines Angesichtes» (Ps 4,7)

Wie dem Denar das Bild des Königs (vgl. Mt 22,20), so ist unserer Seele der heiligsten Dreieinheit Bild eingeprägt. Darum heißt es im Psalm (4,7 Vulg): „Es leuchtet über uns, o Herr, das Licht deines Angesichtes“; dazu sagt die Erklärung: Herr, das Licht deines Angesichtes, d.h. „das Gnadenlicht“, das dein Bild in uns erneuert und uns dir ähnlich macht, das Licht deines Angesichtes leuchtet über uns, ist unserer Vernunft eingeprägt. Von allen Vermögen der Seele ist sie ja das edelste, und da wir durch sie Gott ähnlich sind, ist ihr jenes Licht eingeprägt wie dem Wachs das Siegel. Das Licht des Angesichtes Gottes ist also die Vernunft, denn wie wir einen Menschen an seinem Angesicht erkennen, so erkennen wir Gott im Spiegel der Vernunft. Durch die Sünde wurde die Vernunft entstellt und der Mensch Gott unähnlich. Christi Gnade aber hat sie erneuert. Darum mahnt der Apostel die Epheser: „Erneuert euch in eurem Sinne durch den Geist“ (4,23). Die Gnade, die das geschaffene Bild erneuert, wird also hier im Psalm Licht genannt...

Zum Bild der Ähnlichkeit wurde der Mensch erschaffen nach dem Bild und Gleichnis der ganzen Dreieinheit, und dieses Bild besteht darin, dass der Mensch durch sein Gedächtnis dem Vater, durch seine Vernunft dem Sohne und durch seine Liebe dem Heiligen Geiste ähnlich ist... Nach Gottes Bild und Gleichnis wurde der Mensch geschaffen (vgl. Gen 1,26). Bild ist er durch die Erkenntnis der Wahrheit, Gleichnis durch die Liebe zur Tugend. Das Licht des göttlichen Angesichtes ist also die Gnade der Rechtfertigung, die dem geschaffenen Bild aufgedrückt wird. Dieses Licht ist das einzige und wahre Gut des Menschen, da er dadurch seine Prägung erhält wie der Denar durch das Bild des Königs. Deshalb fügt der Herr hinzu: „Gebt dem Kaiser, was dem Kaiser gehört“, und das kann bedeuten: Wie ihr dem Kaiser sein Bild zurückgebt, so gebt Gott eure Seele zurück, geschmückt und gezeichnet mit dem Licht seines Angesichts.
Alles meinem Gott zu Ehren, in der Arbeit, in der Ruh!Gottes Lob und Ehr zu mehren, ich verlang und alles tu.

 

La Salette 1846



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