Autor Thema: Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?  (Gelesen 972021 mal)

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Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
« Antwort #504 am: 20. Oktober 2014, 08:10:27 »
 ;ksghtr ;ghjghg ;jkgjkgj

Psalm 100(99),2.3.4.5.
Dient dem Herrn mit Freude!
Kommt vor sein Antlitz mit Jubel!
Erkennt: Der Herr allein ist Gott.
Er hat uns geschaffen, wir sind sein Eigentum,
sein Volk und die Herde seiner Weide.

Tretet mit Dank durch seine Tore ein!
Kommt mit Lobgesang in die Vorhöfe seines Tempels!
Dankt ihm, preist seinen Namen!
Denn der Herr ist gütig,
ewig währt seine Huld,
von Geschlecht zu Geschlecht seine Treue.




Evangelium nach Lukas 12,13-21.
In jener Zeit bat einer aus der Volksmenge Jesus: Meister, sag meinem Bruder, er soll das Erbe mit mir teilen.
Er erwiderte ihm: Mensch, wer hat mich zum Richter oder Schlichter bei euch gemacht?
Dann sagte er zu den Leuten: Gebt acht, hütet euch vor jeder Art von Habgier. Denn der Sinn des Lebens besteht nicht darin, dass ein Mensch aufgrund seines großen Vermögens im Überfluss lebt.
Und er erzählte ihnen folgendes Beispiel: Auf den Feldern eines reichen Mannes stand eine gute Ernte.
Da überlegte er hin und her: Was soll ich tun? Ich weiß nicht, wo ich meine Ernte unterbringen soll.
Schließlich sagte er: So will ich es machen: Ich werde meine Scheunen abreißen und größere bauen; dort werde ich mein ganzes Getreide und meine Vorräte unterbringen.
Dann kann ich zu mir selber sagen: Nun hast du einen großen Vorrat, der für viele Jahre reicht. Ruh dich aus, iss und trink, und freu dich des Lebens!
Da sprach Gott zu ihm: Du Narr! Noch in dieser Nacht wird man dein Leben von dir zurückfordern. Wem wird dann all das gehören, was du angehäuft hast?
So geht es jedem, der nur für sich selbst Schätze sammelt, aber vor Gott nicht reich ist.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Sel. John Henry Newman (1801-1890), Theologe und Kardinal, Gründer eines Oratorium in England
Predigt „Wachsam sein“, PPS, Bd. 4, Nr. 22, passim
„Noch in dieser Nacht wird man dein Leben von dir zurückfordern“

„Seht euch also vor und bleibt wach! Denn ihr wisst nicht, wann die Zeit da ist“ (Mk 13,33). So wollen wir diese Frage sehr ernst nehmen, sie ist direkt an uns gerichtet: Was bedeutet wachbleiben und auf Christus warten? „Seid wachsam, denn ihr wisst nicht, wann der Hausherr kommt, ob am Abend oder um Mitternacht, ob beim Hahnenschrei oder erst am Morgen. Er soll euch, wenn er plötzlich kommt, nicht schlafend antreffen … Das sage ich euch allen: Seid wachsam!“ (Mk 13,35-37)…

Viele machen sich ganz offen über die Religion lustig …, schauen wir aber auf die Stilleren, die Gewissenhaften. Es sind gute Menschen, sie praktizieren ihren Glauben in einem gewissen Sinn und bis zu einem gewissen Grad, aber sie sind nicht wach … Sie begreifen nicht, dass sie dazu berufen sind, „Fremde und Gäste auf Erden zu sein“ (Hebr 11,13), dass ihr irdisches Schicksal und ihre irdischen Güter wie zufällig zu ihrem Dasein gehören und sie in Wirklichkeit nichts besitzen … Es gibt keinen Zweifel darüber, dass viele Mitglieder der Kirche so leben und nicht dazu bereit wären, nicht dazu fähig, den Herrn, wenn er kommt, sogleich aufzunehmen …

Wie erschütternd und bedeutsam es doch für uns ist, dass er uns selber genau auf diese Gefahr hingewiesen hat …, die Gefahr, es zuzulassen, dass seine Jünger sich mit allen möglichen Begründungen von ihm abwenden! Er schützt sie vor aller Aufwiegelei, allen Verlockungen dieser Welt, lässt sie im Voraus wissen, dass die Welt nicht bereit sein wird, wenn er kommt. Er bittet sie innig, sich nicht auf die Welt einzulassen. Er warnt sie mit dem Beispiel des Reichen, dem nachts Rechenschaft für seine Seele abverlangt wird; mit dem Beispiel des Knechtes, der isst und trinkt (Lk 12,45); mit dem Beispiel der törichten Jungfrauen (Mt 25,2)… Der Hochzeitszug des Gemahls zieht majestätisch vorüber, die Engel sind da, die vollkommen gewordenen Gerechten, die Kinder, die heiligen Kirchenlehrer, die Heiligen in weißen Kleidern, die durch ihr Blut gereinigten Märtyrer …: seine Gemahlin hat sich bereit und schön gemacht (Offb 19,7) – aber viele von uns schlafen immer noch.
Alles meinem Gott zu Ehren, in der Arbeit, in der Ruh!Gottes Lob und Ehr zu mehren, ich verlang und alles tu.

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« Antwort #505 am: 21. Oktober 2014, 09:09:55 »
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Psalm 85(84),9ab-10.11-12.13-14.
Ich will hören, was Gott redet:
Frieden verkündet der Herr seinem Volk
und seinen Frommen, den Menschen mit redlichem Herzen.
Sein Heil ist denen nahe, die ihn fürchten.
Seine Herrlichkeit wohne in unserm Land.

Es begegnen einander Huld und Treue;
Gerechtigkeit und Friede küssen sich.
Treue sprosst aus der Erde hervor;
Gerechtigkeit blickt vom Himmel hernieder.

Auch spendet der Herr dann Segen,
und unser Land gibt seinen Ertrag.
Gerechtigkeit geht vor ihm her,
und Heil folgt der Spur seiner Schritte.




Evangelium nach Lukas 12,35-38.
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Legt euren Gürtel nicht ab, und lasst eure Lampen brennen!
Seid wie Menschen, die auf die Rückkehr ihres Herrn warten, der auf einer Hochzeit ist, und die ihm öffnen, sobald er kommt und anklopft.
Selig die Knechte, die der Herr wach findet, wenn er kommt! Amen, ich sage euch: Er wird sich gürten, sie am Tisch Platz nehmen lassen und sie der Reihe nach bedienen.
Und kommt er erst in der zweiten oder dritten Nachtwache und findet sie wach - selig sind sie.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Johannes Tauler (um 1300-1361) Dominikaner in Straßburg
Predigt 77, zum Fest eines Bekenners
„Haltet euch bereit! Denn der Menschensohn kommt zu einer Stunde, in der ihr es nicht erwartet“

Diese Worte wollen sagen: Ihr sollt wach und aufmerksam sein, da ihr den Zeitpunkt nicht kennt, zu dem der Herr von der Hochzeit kommt … Denn sobald eine Regung des Stolzes, der Selbstgefälligkeit oder des Eigenwillens den Menschen überkommt, ist der Feind schon da und kassiert den Lohn der guten Werke. Liebe Kinder! Wie oft werdet ihr Leuten begegnen, die Großes vollbracht haben … und sich einen großen Namen gemacht haben … denen der Dünkel aber alles geraubt hat … Sie gelten noch weniger als die anderen, die Armen und Einfachen, die keiner schätzt wegen ihres Äußeren und ihrer Taten. Weil sich diese Ärmsten in Demut erniedrigen, werden sie über die Anderen gestellt … Seid also umsichtig und wachsam: Mit offenen Augen werdet ihr die reine Wahrheit sehen …

„Legt eure Gürtel nicht ab und lasst eure Lampen brennen.“ Dabei gibt es dreierlei zu beachten. Erstens: die Hüften müssen straff gegürtet sein wie bei einem, den man eng an der Leine hält, um ihn auch gegen seinen Willen führen zu können, oder auch wie ein gezäumtes Pferd …, diese Hüften stehen für sinnliche Freuden, die gefesselt und gezügelt werden müssen … Zweitens: in euren Händen müsst ihr brennende Lampen tragen, also Werke der Liebe. Eure Hände dürfen niemals aufhören, wahre und herzliche Nächstenliebe zu üben … Drittens: ihr müsst den Herrn erwarten, wenn er von der Hochzeit zurückkommt … „Er wird sie zum Verwalter seines ganzen Vermögens machen; er wird sich gürten und sie bedienen.“ Die Hochzeit, von der der Herr kommt, findet im Innersten der Seele statt, im Seelengrund, da wo sich das edle Abbild befindet. Wie nahe die Seele da ihrem Gott ist und Gott ihr, und welch wunderbares Werk Gott da vollbringt! Wie sehr er das genießt und sich darüber freut! Das überragt alles Fühlen und Verstehen, und doch weiß und verspürt der Mensch davon nichts.
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« Antwort #506 am: 22. Oktober 2014, 08:14:31 »
 kz12) ;ghjghg

Buch Jesaja 12,2-3.4bcd.5-6.
Gott ist meine Rettung;
ihm will ich vertrauen und niemals verzagen.
Denn meine Stärke und mein Lied ist der Herr.
Er ist für mich zum Retter geworden.

Ihr werdet Wasser schöpfen voll Freude
aus den Quellen des Heils.
Dankt dem Herrn! Ruft seinen Namen an!
Macht seine Taten unter den Völkern bekannt,
verkündet: Sein Name ist groß und erhaben!

Preist den Herrn; denn herrliche Taten hat er vollbracht;
auf der ganzen Erde soll man es wissen.
Jauchzt und jubelt, ihr Bewohner von Zion;
denn groß ist in eurer Mitte der Heilige Israels.




Evangelium nach Lukas 12,39-48.
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Bedenkt: Wenn der Herr des Hauses wüsste, in welcher Stunde der Dieb kommt, so würde er verhindern, dass man in sein Haus einbricht.
Haltet auch ihr euch bereit! Denn der Menschensohn kommt zu einer Stunde, in der ihr es nicht erwartet.
Da sagte Petrus: Herr, meinst du mit diesem Gleichnis nur uns oder auch all die anderen?
Der Herr antwortete: Wer ist denn der treue und kluge Verwalter, den der Herr einsetzen wird, damit er seinem Gesinde zur rechten Zeit die Nahrung zuteilt?
Selig der Knecht, den der Herr damit beschäftigt findet, wenn er kommt!
Wahrhaftig, das sage ich euch: Er wird ihn zum Verwalter seines ganzen Vermögens machen.
Wenn aber der Knecht denkt: Mein Herr kommt noch lange nicht zurück!, und anfängt, die Knechte und Mägde zu schlagen; wenn er isst und trinkt und sich berauscht,
dann wird der Herr an einem Tag kommen, an dem der Knecht es nicht erwartet, und zu einer Stunde, die er nicht kennt; und der Herr wird ihn in Stücke hauen und ihm seinen Platz unter den Ungläubigen zuweisen.
Der Knecht, der den Willen seines Herrn kennt, sich aber nicht darum kümmert und nicht danach handelt, der wird viele Schläge bekommen.
Wer aber, ohne den Willen des Herrn zu kennen, etwas tut, was Schläge verdient, der wird wenig Schläge bekommen. Wem viel gegeben wurde, von dem wird viel zurückgefordert werden, und wem man viel anvertraut hat, von dem wird man um so mehr verlangen.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Guerric von Igny (um 1080 - 1157), Zisterzienserabt
1. Predigt zum Advent, 2-3; SC 166
„Haltet euch bereit“

„Ich setze große Hoffnung auf dein Wort“ (Ps 119,81 Vg)… Wenn ich auf Gott hoffe, wenn ich sogar von Hoffnung überflutet werde, dann fügt sich Hoffnung an Hoffnung, selbst wenn Prüfung auf Prüfung folgt und Aufschub auf Aufschub. Denn ich bin sicher, „dass er schließlich kommt und uns nicht täuscht“. „Deshalb werde ich auf ihn warten, selbst wenn er auf sich warten lässt; denn er wird zweifellos kommen und nicht lange zögern“ (Hab 2,3), nicht über den festgelegten und rechten Zeitpunkt hinaus.

Wann ist der rechte Zeitpunkt da? Wenn die volle Zahl unserer Brüder erreicht ist (Offb 6,11), wenn die Zeit der Barmherzigkeit, die der Reue gewährt wird, verstrichen ist. Jesaja erklärt uns, warum der Herr das Gericht verschiebt: „Wenn der Herr wartet, dann deshalb, um euch Gnade zu erweisen; denn er wird verherrlicht dadurch, dass er euch verschont. Der Herr ist ein gerechtet Gott; selig sind alle, die ihn erwarten“ (30,18). Wenn du weise bist, dann sieh zu, wie du die Pause nützen kannst, die sich diesem Aufschub verdankt. Bist du ein Sünder, so wird sie dir zur Buße gegeben und nicht, um achtlos dahinzuleben. Bist du heilig, so um noch heiliger zu werden und nicht, um im Glauben nachzulassen. Denn „wenn der Knecht denkt: mein Herr kommt noch lange nicht zurück!, und anfängt, die Knechte und Mägde zu schlagen; wenn er isst und trinkt und sich berauscht, dann wird der Herr an einem Tag kommen, an dem der Knecht es nicht erwartet, und zu einer Stunde, die er nicht kennt; und der Herr wird ihn in Stücke hauen und ihm seinen Platz unter den Ungläubigen zuweisen“…

Wirklich warten auf den Herrn heißt: den Glauben an ihn bewahren, auch wenn wir des Trostes seiner Gegenwart beraubt sind; dem Versucher nicht erliegen, sondern gespannt auf die Wiederkehr des Herrn warten. Das sagt der Herr durch den Propheten Hosea: „Mein Volk wird gespannt auf meine Rückkehr warten“ (Hos 11,7 Vg). „Gespannt“ ist ein gutes, zutreffendes Wort, es bedeutet zwischen Himmel und Erde ausgespannt sein: Die himmlischen Güter sind noch nicht erreichbar, ebenso wenig aber soll man den irdischen anhangen.
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« Antwort #507 am: 23. Oktober 2014, 08:11:33 »
 ;hqfj ;qfykkg

Psalm 33(32),1-2.4-5.11-12.18-19.
Ihr Gerechten, jubelt vor dem Herrn;
für die Frommen ziemt es sich, Gott zu loben.
Preist den Herrn mit der Zither,
spielt für ihn auf der zehnsaitigen Harfe!

Denn das Wort des Herrn ist wahrhaftig,
all sein Tun ist verlässlich.
Er liebt Gerechtigkeit und Recht,
die Erde ist erfüllt von der Huld des Herrn.

Der Ratschluss des Herrn bleibt ewig bestehen,
die Pläne seines Herzens überdauern die Zeiten.
Wohl dem Volk, dessen Gott der Herr ist,
der Nation, die er sich zum Erbteil erwählt hat.

Doch das Auge des Herrn ruht auf allen, die ihn fürchten und ehren,
die nach seiner Güte ausschaun;
denn er will sie dem Tod entreißen
und in der Hungersnot ihr Leben erhalten.




Evangelium nach Lukas 12,49-53.
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Ich bin gekommen, um Feuer auf die Erde zu werfen. Wie froh wäre ich, es würde schon brennen!
Ich muss mit einer Taufe getauft werden, und ich bin sehr bedrückt, solange sie noch nicht vollzogen ist.
Meint ihr, ich sei gekommen, um Frieden auf die Erde zu bringen? Nein, sage ich euch, nicht Frieden, sondern Spaltung.
Denn von nun an wird es so sein: Wenn fünf Menschen im gleichen Haus leben, wird Zwietracht herrschen: Drei werden gegen zwei stehen und zwei gegen drei,
der Vater gegen den Sohn und der Sohn gegen den Vater, die Mutter gegen die Tochter und die Tochter gegen die Mutter, die Schwiegermutter gegen ihre Schwiegertochter und die Schwiegertochter gegen die Schwiegermutter.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Ambrosius (um 340 - 397), Bischof von Mailand und Kirchenlehrer
Abhandlung über Lukas 7, 131-132
„Ich bin gekommen, um Feuer auf die Erde zu werfen“

„Ich bin gekommen, um Feuer auf die Erde zu werfen, wie froh wäre ich, es würde schon brennen“ ... Der Herr möchte, dass wir wachsam sind und zu jeder Zeit die Ankunft des Retters erwarten ... Da aber der Nutzen klein und das Verdienst nicht groß ist, wenn uns die Angst vor der Verdammnis daran hindert, krumme Wege zu gehen, und da die Liebe einen höheren Wert hat, entfacht der Herr selbst unser Verlangen nach Gott, wenn er sagt: „Ich bin gekommen, um Feuer auf die Erde zu werfen“. Natürlich nicht Feuer, das zerstört, sondern Feuer, das guten Willen hervorbringt, das die goldenen Gefäße im Hause des Herrn kostbarer macht; denn es verbrennt Heu und Stroh (1Kor 3,12) und verschlingt alle weltlichen Beimengungen, die von der Vorliebe für irdische Vergnügen angesammelt werden, einer Vorliebe, die das Werk des Fleisches ist, das sterben muss.

Es ist das göttliche Feuer, das in den Herzen der Propheten brannte, so wie Jeremia schreibt (Jer 20,9): „Es war mir, als brenne in meinem Innern ein Feuer“. Denn es gibt ein Feuer des Herrn, und von diesem steht geschrieben: „Verzehrendes Feuer läuft vor ihm her“ (Ps 96,3). Der Herr, so sagt er, ist selbst Feuer, das brennt und doch nicht verbrennt (vgl. Ex 3,2). Das Feuer des Herrn ist ewiges Licht; an diesem Feuer werden die Lampen der Glaubenden entzündet: „Legt eure Gürtel nicht ab, und lasst eure Lampen brennen“ (Lk 12,35). Da die Tage dieses Lebens noch Dunkelheit sind, brauchen wir ein Lampe. Und die Emmausjünger bezeugen, dass der Herr selbst dieses Feuer in ihnen entfacht hat: „Brannte uns nicht das Herz in der Brust, als er unterwegs mit uns redete und uns den Sinn der Schrift erschloss?“ (Lk 24,32). Sie machen uns klar, was dieses Feuer tut, das den Grund des Menschenherzen erhellt. Der Herr kommt wie das Feuer heran (Jes 66,15), um im Augenblick der Auferstehung alle Laster zu verbrennen, die Sehnsüchte aller mit seiner Gegenwart zu stillen und sein Licht auszugießen über alles Verdienstvolle und alles Verborgene.
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« Antwort #508 am: 24. Oktober 2014, 08:10:13 »
 ;ksghtr kz12)


Psalm 24(23),1-2.3-4ab.5-6.
Dem Herrn gehört die Erde und was sie erfüllt,
der Erdkreis und seine Bewohner.
Denn er hat ihn auf Meere gegründet,
ihn über Strömen befestigt.

Wer darf hinaufziehn zum Berg des Herrn,
wer darf stehn an seiner heiligen Stätte?
Der reine Hände hat und ein lauteres Herz,
der nicht betrügt und keinen Meineid schwört.

Er wird Segen empfangen vom Herrn
und Heil von Gott, seinem Helfer.
Das sind die Menschen, die nach ihm fragen,
die dein Antlitz suchen, Gott Jakobs.



Evangelium nach Lukas 12,54-59.
In jener Zeit sprach Jesus zu der Menge: Sobald ihr im Westen Wolken aufsteigen seht, sagt ihr: Es gibt Regen. Und es kommt so.
Und wenn der Südwind weht, dann sagt ihr: Es wird heiss. Und es trifft ein.
Ihr Heuchler! Das Aussehen der Erde und des Himmels könnt ihr deuten. Warum könnt ihr dann die Zeichen dieser Zeit nicht deuten?
Warum findet ihr nicht schon von selbst das rechte Urteil?
Wenn du mit deinem Gegner vor Gericht gehst, bemüh dich noch auf dem Weg, dich mit ihm zu einigen. Sonst wird er dich vor den Richter schleppen, und der Richter wird dich dem Gerichtsdiener übergeben, und der Gerichtsdiener wird dich ins Gefängnis werfen.
Ich sage dir: Du kommst von dort nicht heraus, bis du auch den letzten Pfennig bezahlt hast.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Papst Franziskus
Apostolisches Schreiben “Evangelii Gaudium/Die Freude des Evangeliums”, § 108-109 (© Liberia Editrice Vaticana)
Die Zeichen unserer Zeit erkennen

Jedes Mal, wenn wir versuchen, in der jeweils gegenwärtigen Lage die Zeichen der Zeit zu erkennen, (ist es) angebracht, die Jugendlichen und die Alten anzuhören. Beide sind die Hoffnung der Völker. Die Alten bringen das Gedächtnis und die Weisheit der Erfahrung ein, die dazu einlädt, nicht unsinnigerweise dieselben Fehler der Vergangenheit zu wiederholen. Die Jugendlichen rufen uns auf, die Hoffnung wieder zu erwecken und sie zu steigern, denn sie tragen die neuen Tendenzen in sich und öffnen uns für die Zukunft, so dass wir nicht in der Nostalgie von Strukturen und Gewohnheiten verhaftet bleiben, die in der heutigen Welt keine Überbringer von Leben mehr sind.
Die Herausforderungen existieren, um überwunden zu werden. Seien wir realistisch, doch ohne die Heiterkeit, den Wagemut und die hoffnungsvolle Hingabe zu verlieren!
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« Antwort #509 am: 25. Oktober 2014, 10:25:09 »
 ;hqfj ;ghjghg

Psalm 122(121),1-2.3-4a.4b-5.
Ich freute mich, als man mir sagte:
„Zum Haus des Herrn wollen wir pilgern.
Schon stehen wir in deinen Toren, Jerusalem:
Jerusalem, du starke Stadt,
dicht gebaut und fest gefügt.

Dorthin ziehen die Stämme hinauf, die Stämme des Herrn,
wie es Israel geboten ist,
den Namen des Herrn zu preisen.
Denn dort stehen Throne bereit für das Gericht,
die Throne des Hauses David.




Evangelium nach Lukas 13,1-9.
Zu jener Zeit kamen einige Leute zu Jesus und berichteten ihm von den Galiläern, die Pilatus beim Opfern umbringen ließ, so dass sich ihr Blut mit dem ihrer Opfertiere vermischte.
Da sagte er zu ihnen: Meint ihr, dass nur diese Galiläer Sünder waren, weil das mit ihnen geschehen ist, alle anderen Galiläer aber nicht?
Nein, im Gegenteil: Ihr alle werdet genauso umkommen, wenn ihr euch nicht bekehrt.
Oder jene achtzehn Menschen, die beim Einsturz des Turms von Schiloach erschlagen wurden - meint ihr, dass nur sie Schuld auf sich geladen hatten, alle anderen Einwohner von Jerusalem aber nicht?
Nein, im Gegenteil: Ihr alle werdet genauso umkommen, wenn ihr euch nicht bekehrt.
Und er erzählte ihnen dieses Gleichnis: Ein Mann hatte in seinem Weinberg einen Feigenbaum; und als er kam und nachsah, ob er Früchte trug, fand er keine.
Da sagte er zu seinem Weingärtner: Jetzt komme ich schon drei Jahre und sehe nach, ob dieser Feigenbaum Früchte trägt, und finde nichts. Hau ihn um! Was soll er weiter dem Boden seine Kraft nehmen?
Der Weingärtner erwiderte: Herr, lass ihn dieses Jahr noch stehen; ich will den Boden um ihn herum aufgraben und düngen.
Vielleicht trägt er doch noch Früchte; wenn nicht, dann lass ihn umhauen.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Juliana von Norwich (1342-nach 1416), englische Inklusin
Offenbarungen von göttlicher Liebe, Kap.39
Umkehren und nicht sterben

Die Sünde ist die schärfste Peitsche, die eine erwählte Seele überhaupt treffen kann. Sie zerbricht jeden, ob Mann oder Frau, und entwürdigt ihn vor sich selbst so sehr, dass er glaubt, nichts anderes zu verdienen als die Hölle – bis zu dem Augenblick, da er, vom Heiligen Geist berührt, von Reue erfasst wird und erlebt, dass in der göttlichen Barmherzigkeit seine Bitterkeit sich in Hoffnung verwandelt. Sobald er sich dann dem Leben der heiligen Kirche zuwendet, beginnen seine Wunden zu heilen und seine Seele wird lebendig. Der Heilige Geist lenkt ihn hin zur Beichte, damit er in freier Entscheidung seine Sünden gestehe, ungeschminkt und freimütig, zutiefst traurig und beschämt, das schöne Bild Gottes beschmutzt zu haben. Er erhält von seinem Beichtvater für jede Sünde seine Busse zugeteilt, wie es durch die Unterweisung des heiligen Geistes in der heiligen Kirche festgelegt ist. Und diese Demütigung gefällt Gott sehr.

Unser Herr behütet uns mit überaus großer Sorgfalt, selbst wenn wir uns wegen unserer Sünden nahezu verstoßen und verworfen vorkommen und dies verdient zu haben glauben. Die Demut, zu der wir auf diese Weise gelangen, hebt uns in den Augen Gottes hoch empor. Die göttliche Gnade erwirkt eine so große Zerknirschung im Sünder, eine so große Anteilnahme an Gott, einen solchen Durst nach ihm, dass er, plötzlich von Sünde und seelischem Schmerz befreit, bis zur Seligkeit erhoben wird – wie es großen Heiligen zuteil wurde.
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Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
« Antwort #510 am: 26. Oktober 2014, 09:54:41 »
 ()*kjht545

Monatsbotschaft der Muttergottes vom 25. Oktober
"Liebe Kinder! Betet in dieser Zeit der Gnade und sucht die Fürsprache aller Heiligen, die bereits im Licht sind. Mögen sie euch von Tag zu Tag Vorbild und Ermutigung auf dem Weg eurer Bekehrung sein. Meine lieben Kinder, seid euch bewusst, dass euer Leben kurz und vergänglich ist. Deshalb, lechzt nach der Ewigkeit und bereitet eure Herzen im Gebet. Ich bin mit euch und halte Fürsprache vor meinem Sohn für jeden von euch, insbesondere für jene, die sich mir und meinem Sohn geweiht haben.
Danke, dass ihr meinem Ruf gefolgt seid."
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« Antwort #511 am: 27. Oktober 2014, 08:11:48 »
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Psalm 1,1-2.3.4.6.
Wohl dem Mann, der nicht dem Rat der Frevler folgt,
nicht auf dem Weg der Sünder geht,
nicht im Kreis der Spötter sitzt,
sondern Freude hat an der Weisung des Herrn,
über seine Weisung nachsinnt bei Tag und bei Nacht.

Er ist wie ein Baum, der an Wasserbächen gepflanzt ist,
der zur rechten Zeit seine Frucht bringt
und dessen Blätter nicht welken.
Alles, was er tut,
wird ihm gut gelingen.

Nicht so die Frevler:
Sie sind wie Spreu, die der Wind verweht.
Denn der Herr kennt den Weg der Gerechten,
der Weg der Frevler aber führt in den Abgrund.




Evangelium nach Lukas 13,10-17.
In jener Zeit lehrte Jesus am Sabbat in einer Synagoge.
Dort saß eine Frau, die seit achtzehn Jahren krank war, weil sie von einem Dämon geplagt wurde; ihr Rücken war verkrümmt, und sie konnte nicht mehr aufrecht gehen.
Als Jesus sie sah, rief er sie zu sich und sagte: Frau, du bist von deinem Leiden erlöst.
Und er legte ihr die Hände auf. Im gleichen Augenblick richtete sie sich auf und pries Gott.
Der Synagogenvorsteher aber war empört darüber, dass Jesus am Sabbat heilte, und sagte zu den Leuten: Sechs Tage sind zum Arbeiten da. Kommt also an diesen Tagen und lasst euch heilen, nicht am Sabbat!
Der Herr erwiderte ihm: Ihr Heuchler! Bindet nicht jeder von euch am Sabbat seinen Ochsen oder Esel von der Krippe los und führt ihn zur Tränke?
Diese Tochter Abrahams aber, die der Satan schon seit achtzehn Jahren gefesselt hielt, sollte am Sabbat nicht davon befreit werden dürfen?
Durch diese Worte wurden alle seine Gegner beschämt; das ganze Volk aber freute sich über all die großen Taten, die er vollbrachte.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Johannes Paul II. (1920-2005), Papst
Apostolisches Schreiben “Dies domine”, § 24-25 (© Liberia Editrice Vaticana)
Eine Heilung am Sabbat – ein Zeichen für den Tag der Neuschöpfung

Der Vergleich des christlichen Sonntags mit der Sabbatauffassung des Alten Testamentes löste auch eingehende theologische Untersuchungen aus, die großes Interesse fanden. Insbesondere wurde der einzigartige Zusammenhang deutlich gemacht, der zwischen Auferstehung und Schöpfung besteht. Das christliche Denken gelangte spontan dahin, die »am ersten Tag der Woche« geschehene Auferstehung mit dem ersten Tag jener kosmischen Woche (vgl. Gen 1,1-2,4) in Verbindung zu bringen... Dieser Zusammenhang legte es nahe, die Auferstehung als den Beginn einer Neuschöpfung zu verstehen, deren Erster der verherrlichte Christus ist, »der Erstgeborene der ganzen Schöpfung« (Kol 1,15), aber auch »der Erstgeborene der Toten« (Kol 1,18).

Der Sonntag ist tatsächlich der Tag, an welchem mehr als an jedem anderen der Christ aufgerufen ist, des Heils zu gedenken, das ihm in der Taufe angeboten worden ist und ihn in Christus zu einem neuen Menschen gemacht hat. »Mit Christus wurdet ihr in der Taufe begraben, mit ihm auch auferweckt, durch den Glauben an die Kraft Gottes, der ihn von den Toten auferweckt hat« (Kol2,12; vgl. Röm 6,4-6). Die Liturgie unterstreicht diese Taufdimension des Sonntags, sei es durch die Aufforderung, Tauffeiern außer in der Osternacht auch an diesem Wochentag abzuhalten, »an dem die Kirche der Auferstehung des Herrn gedenkt«, sei es dadurch, daß sie als angemessenen Bußritus zu Beginn der Messe die Besprengung mit Weihwasser empfiehlt, die an das Taufgeschehen erinnert, aus dem jede christliche Existenz geboren wird.
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La Salette 1846



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Du hörst die Stimme deines Gewissens: Es lobt, tadelt oder quält dich. Diese Stimme kannst du nicht los werden. Sie weist dich hin auf Gott, den unsichtbaren Gesetzgeber. Daher lässt das Gewissen uns nicht im Zweifel darüber, daß wir für unser Tun verantwortlich sind und daß wir einmal gerichtet werden. Jeder hat eine Seele, für die zu sorgen seine einzige Aufgabe in dieser Welt ist. Diese Welt ist nur eine Schranke, die uns vom Himmel oder der Hölle trennt. »Wir haben hier keine bleibende Stätte, sondern suchen die zukünftige.« (Hebr 13, 14)

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