Liebe LoveAndPray,
ich habe für Dich und natürlich auch für unser Forum einige nützliche Informationen zusammengetragen von denen ich glaube, dass sie uns helfen können zu verstehen was Charismatische Erneuerung in der katholischen Kirche bedeutet. Ich bringe auch kritische Beispiele und jeder soll sich selbst ein eigenes Bild machen können. Ich selbst komme mit „typischen Charismatikern“ kaum in Berührung.
Wann immer ich einen Priester begegne (z.B. wenn ich ein geistliches Gespräch mit ihm führe), bitte ich am Ende des Gespräches um den priesterlichen Segen. Den Primizsegen eines Neupriesters empfange ich ebenfalls sehr gerne.
Aus Erfahrung weiss ich auch noch, dass der Heilige Geist auch zwischen Bügeleisen und Bügelwäsche gerne kommt. So war es bei mir. Während ich die Wäsche bügelte geschah, dass ich an Jesus einfach nur dachte und darauf wurde mein Herz aufeinmal weit. Für eine Zeit (ca. halbe Stunde) musste ich sogar alles liegen und stehen lassen und mich niedersetzen, denn meine Knie waren weich geworden. Das wichtigste aber war für mich: anzunehmen was Gott mir schenken möchte und in diesem Zustand solange Gott es will zu verweilen. Ich war leicht wie eine Feder. Ich nenne das Erlebte: Besuche des Heiligen Geistes. (Wer die Schriften der Hl. Theresa von Avila und Hl. Johannes vom Kreuz gelesen hat weiß auch was ich meine.)
So viel zu den Erfahrungen die ich mit dem Heiligen Geist und Segnen machte.
Eine katholische Charismatische Bewegung berichtet:
Die Situation der Kirche
Seit der Mitte unseres Jahrhunderts vollzieht sich ein unaufhaltsamer, lautloser Auszug der Menschen aus den Kirchen. In vielen Familien wird der Glaube nicht mehr an die nachfolgende Generation weitergegeben. Man spricht von einem "Traditionsbruch", wie er nur selten in der Geschichte vorkommt. In dieser Notsituation schenkt Gott auf vielfache Weise Erneuerung aus der Kraft seines Heiligen Geistes: "Zahlreiche Jugendliche und Erwachsene entdecken mehr und mehr, von der Gnade berührt, das Antlitz Christi und verspüren die Notwendigkeit, sich ihm ganz zu schenken" (Papst Paul VI., Apostolisches Schreiben über die Evangelisierung in der Welt von heute, 44). So kommen nicht wenige im Zusammenhang mit einer "ausdrücklicher personal vollzogenen Glaubensentscheidung" zu einer "lebendigeren Gotteserfahrung" (Zweites Vatikanisches Konzil, Pastoralkonstitution über die Kirche in der Welt von heute, 7).
Geistliche Bewegungen
Die von Gott geschenkte Erneuerung nimmt in verschiedenen geistlichen Strömungen, Bewegungen, Initiativen konkrete Gestalt an. Die meisten sind bleibend vom Charisma einer Gründerpersönlichkeit und von ihrer Entstehungsgeschichte geprägt, wie etwa die Fokolar-Bewegung, die Bewegung für eine bessere Welt, Cursillo, Neokatechumenat, die Gemeinschaft Christlichen Lebens (GCL), die Taize ausgehenden Impulse, verschiedene marianisch geprägte Bewegungen (Schönstatt-Bewegung, Legio Mariä usw.), die von Nordamerika ausgehende neupfingstlerische "Charismatische Erneuerung". Einige dieser Bewegungen verstehen sich als offene katechumenale Gemeinschaften, andere kennen einen ausdrücklichen Bindungsakt an die jeweilige Gemeinschaft und deren Spiritualität (Nr. 248-283). Diese geistlichen Bewegungen stehen nicht in Konkurrenz zueinander, sondern ergänzen sich wie die Glieder eines Leibes. Je mehr die in ihnen wirksamen Erfahrungen der urchristlichen Grunderfahrung entsprechen desto durchlässiger sind sie füreinander. Geistliche Gemeinde-Erneuerung sieht indem, was ihnen gemeinsam ist, einen Fingerzeig für die Zukunft der Kirche (vgl. Nr. 2):
• persönliche Hingabe an Gott (Umkehr)
• neues Verhältnis zur Bibel und zu den Sakramenten
• Offenheit für Geistesgaben
• Gemeinschaft aus der Kraft des Heiligen Geistes in Gruppen und "Hauskirchen"
• Geistliche Gemeinde Erneuerung
Seit etwa 1972 bildeten sich im gesamten deutschen Sprachraum spontan, zum Teil unabhängig voneinander und häufig ohne direkten Kontakt mit schon bestehenden kirchlichen Erneuerungsbewegungen, Gebets- und Gemeindegruppen: Gläubige aller Altersstufen, Verheiratete und Unverheiratete, Laien, Ordensleute und Priester fanden sich zusammen, um das Wort Gottes zu hören, miteinander zu beten und geistliche Erfahrungen auszutauschen. Dieser geistliche Aufbruch führte zu einer eigenständigen Entwicklung, in den vielfältige geistliche Impulse eingeflossen und zu einem Ganzen verschmolzen sind: die durch Papst Johannes XXIII. geweckte Erwartung eines "neuen Pfingsten", die Aussagen des Zweiten Vatikanischen Konzils über Charismen, der weltweite Aufbruch von Geistesgaben, die Wiederentdeckung des Firmsakramentes, das " die Pfingstgnade in der Kirche auf eine gewisse Weise fortdauern läßt", geistliche Erfahrungen in Exerzitien, die Schriften der großen Meister des geistlichen Lebens (Johannes vom Kreuz, Theresia von Avila, Thomas von Kempen, Franz von Sales u. a.), das apostolische Schreiben Papst Pauls VI. über die Evangelisierung, die "Feier der Eingliederung Erwachsener in die Kirche nach dem neuen Rituale Romanum", eine neue Erfahrung von Gemeinde, in der vielfältige Geistgaben zusammenwirken (vgl. Nr. 3). Maßgebend und wesentlich für Geistliche Gemeinde-Erneuerung ist eine von der Gnade Gottes getragene Grundentscheidung, in der sich der Mensch als ganzer in Freiheit Gott überantwortet und die sich im Bekenntnis und in der gesamten Lebensorientierung äußert. Sie führt zu einer bewußten und persönlichen Annahme des sakramentalen Gnadenangebotes Gottes und der Gaben seines Heiligen Geistes (Nr. 4).
Von Anfang an war der aufgetragene geistliche Impuls durchlässig für alle bestehenden Gruppierungen in der Kirche und vereinbar mit den religiösen Zielsetzungen und Organisationsformen aller kirchlichen Verbände. Geistliche Gemeinde-Erneuerung ist offen für die ganze Breite geistlicher Erfahrungen und Wege, für alle Kundgaben des Heiligen Geistes, wo immer sie sich zeigen: in den getrennten Kirchen, in den geistlichen Bewegungen in der Gesellschaft. Sie fand Eingang in Gemeinden mit sehr unterschiedlicher Prägung, in die verschiedenen Ordensgemeinschaften und auch in geistliche Bewegungen. Gemeinde muß nach innen und außen hin offen sein und darf keiner Gruppe zugestehen, das Leben der Gemeinde ausschließlich nach ihren Vorstellungen zu gestalten (Nr. 8). Geistliche Gemeinde-Erneuerung ist keine partikuläre, spirituell geprägte "Bewegung" in der Kirche (Nr. 4, 248-251).
Die sich bildeten Gruppen verstehen sich als "Verwirklichung von Gemeinde", auch wenn sie sich zunächst außerhalb bestehender Gemeinden bilden. Von zentraler Bedeutung ist deshalb der Unterschied zwischen der Gemeinde im eigentlichen Sinn des Wortes und den vielfältigen Formen der Verwirklichung von Gemeinde in Gruppen, Hauskreisen, geistlichen Gemeinschaften und Bewegungen (Nr. 9).
"Geistliche Gemeinde-Erneuerung in der katholischen Kirche" ist eine Verdeutlichung der seit 1974 gewählten Bezeichnung "Katholische charismatische Gemeinde-Erneuerung" (Nr. 6). Das Wort "geistlich" ist bezogen auf alle Gnadenwirkungen des Heiligen Geistes in der Kirche, nicht nur auf die Charismen, sondern auch auf das Wort Gottes, die Sakramente und das Amt sowie auf den Glauben als Antwort der Liebe auf die Zuwendung Gottes und die gesamte Lebensführung des Christen (Nr. 7, 36-46, 288ff.).
Ein Pastor aus Freikirche berichtet:
Wenig bekannt, aber sehr gefährlich ist die "Charismatische Bewegung", die auch in Vorarlberg ihr Unwesen treibt. Die "Charismatische Bewegung" verzeichnet weltweit den größten Zuwachs an Mitgliedern unter den christlichen Glaubensrichtungen. Jesus Warnung "Seht euch vor vor den falschen Propheten, die in Schafskleidern zu euch kommen, inwendig aber sind sie reißende Wölfe".(Math.7,14) wird von vielen Christen in den Wind geschlagen. Was viele als so toll empfinden, entlarvt sich bei näherer Betrachtung als Betrug, sieht man sich die selbsternannten Propheten wie Benny Hinn, Yoggi Cho, Rick Joyner, Kathryn Kuhlman, Aimee Mcperson uvm. an, welche auch noch eine gute Beziehung zum Papst haben. ? ? ? Allein das müsste schon zu denken geben. Die Charismatische Erneuerung geht letztlich zurück auf die Pfingstbewegung, die durch Erfahrungen, welche als Wirkung des Heiligen Geistes gedeutet wurden, ihren Ausgang nahm.
Die Lefebvre-Anhänger (Piusbruderschaft) sehen in CE den Teufel(Tradition-Forum).
Ist das nicht ein „Kuddelmuddel“ ("Durcheinander", "Wirrwarr")?
Wir leben in der Tat in einer Zeit der Verwirrungen.
Jeder beschuldigt jeden, des Teufels. Es schmerzt mich zu sehen, dass auch Katholiken davon angesteckt sind. Unser Verhalten ist nicht anders als das Verhalten der Bewohner von Nazaret. (Mt. 13,54-58) Hier zeigt sich schön, dass wir Menschen Gott nicht vertrauen. Wir vertrauen auch der Kirche nicht. Ich weiß nicht ob das gesund ist, dass wir uns mit derartigen Dingen so sehr beschäftigen. Gerade diese Beschäftigungen können uns unbemerkt von Heiligen Geist entfernen!
Lasst uns den Heiligen Geist um Hilfe anrufen!
Anemone