Autor Thema: Wird die Bischofssynode nicht ein neues Schisma in der Kirche hervorrufen  (Gelesen 147325 mal)

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09 Mai 2015, 08:00

Wir erwünschen uns von der Synode eine starke Prophetie über die Ehe

Synoden-Aktion B&B (Beten und Briefe Schreiben). Ab sofort wöchentlich auf kath.net. Wünsche von katholischen Laien an die Familiensynode und an den Heiligen Vater. Diese Woche ein Brief der Familie Koch aus der Erzdiözese Köln an Papst Franziskus
 


München (kath.net)
 Mit Erstaunen haben viele katholische Familien Medienmeldungen über die Familiensynode im Herbst 2014 vernommen. Auch wenn manches medial verzerrt war, so ist doch klar, dass die Angriffe auf katholische Familien durchaus nicht nur von außerhalb der Synode geführt worden sind. Markus Reder meint dazu in der „Tagespost“: „Wenn das so weitergeht, werden sich katholische Ehepaare bald fragen, ob sie noch mehr zur Minderheit werden müssen, um mit ihren Sorgen und Nöten ausreichend wahr- und ernstgenommen zu werden.“

Katholische Laien wollen jetzt nicht mehr schweigen und starten bis zur kommenden Familiensynode 2015 in Rom die große Aktion B&B „Beten und Briefe schreiben“. Wir laden Sie dazu ein, sich zu beteiligen.

Diese Woche ein Brief der Familie Koch an Papst Franziskus:
 
Heiliger Vater, sehr geehrter Herr Nuntius, sehr geehrter Herr Kardinal Marx,
 
Als Ehepaar, das in der kirchlichen Ehepaar-Arbeit verantwortlich tätig sind, wünschen wir uns von der Bischofssynode eine tatkräftige Stärkung und Unterstützung der Eheleute. Sie brauchen Bestärkung, Wertschätzung und Lob für ihren, in der heutigen Zeit nicht immer leichten Weg. Da sie sich gesell-schaftlich inzwischen als „Auslaufmodell“ vorkommen und in ihrer Treue als „Exoten“, benötigen Sie durch die Kirche eine nicht nur einmalige, sondern durchgehende Unterstützung. Das fängt damit an, dass die Ehe viel öfter in Predigten vorkommen sollte, auch in den Fürbitten… Nach dem Prinzip von lex orandi – lex credendi prägt das öffentliche Gedenken der Ehe das öffentliche Bewußtsein über die Ehe in der Kirche, prägt auch das Selbstbewußtsein der Eheleute. Ebenso bestärkt das Feiern und ins Wort heben der Ehe den Glauben über die Ehe und an die Ehe.


Wir stellen uns die Frage: da die Eheleute ein solch wichtiger Bestandteil der Kirche sind, könnten die Eheleute nicht auch an jener Stelle im Hochgebet eingefügt werden, wo der Stände der Kirche gedacht wird? Sie gehören doch zu denen, die ebenfalls in einen „besonderen“ Dienst der Kirche gerufen sind, nämlich in ihrer Liebe Kirche darzustellen, Kirche im Kleinen (in der Familie) zu sein und erste Glaubenszeugen. „…und alle, die zum Dienst in der Kirche bestellt sind“ heißt im Hochgebet der deutschen Sprache; hier könnte die Kirche betend konkret werden: „…auch für unsere Eheleute!“ Dies würde ebenfalls Bewußtsein schaffen und dadurch würde ein dauerhaftes Memento für einen Stand in der Kirche gesichert werden.
 
Wir wünschen uns auch, dass die Bischofssynode die Eheleute herausfordert, dieses „im-Dienst-für-die-Kirche-stehen“ zu sehen, anzunehmen und zu verwirklichen. Die Synode sollte die Eheleute herausrufen aus einem rein privat-privatistisch angelegten Eheverständnis und sie ermutigen, Zeugen für die lebenslange Treue zu sein, für die Ehe als Gemeinschaft von Mann und Frau, als Kirche im Kleinen, als „Ort“, wo in der Liebe der Partner dargestellt wird, wie Christus die Kirche liebt. Die Kirche braucht es, dass das Selbstbewußtsein der Eheleute von ihrer Würde als „Ereignisort“ der Kirche in den Betreffenden wächst.
 
Aus unserer Arbeit mit Ehepaaren haben wir die Erfahrung, dass das kirchliche Engagement von Ehepaaren und die Bereitschaft dazu wachsen, je mehr Wertschätzung sie als Eheleute erfahren und je mehr sie herausgefordert werden zu einem das Private übersteigenden Eheverständnis. Die Mobilisierung glaubender Eheleute zum Dienst für die Kirche ist u.E. ein wichtiger Aspekt der Synode. Die Synode sollte die Seelsorger dazu auffordern, gerade den Eheleuten sich zuzuwenden, für eine gute Begleitung ihres Ehelebens zu sorgen und sie zu wertschätzen. Manchesmal haben Eheleute den Eindruck, dass sie zwar theoretisch und beim Sprechen über die Ehe als wichtig erscheinen, in der Praxis jedoch nach der Trauung kaum mehr als Eheleute im Blick sind; bis hin zu der Erfahrung, dass Verkündiger nicht gern von der Ehe sprechen, „weil sie die anderen damit nicht ausschließen wollen.“

Wir erwünschen uns von der Synode eine starke Prophetie über die Ehe und dass mehr Energie auf diese Prophetie gelegt wird, als auf Überlegungen, die den Wert der Ehe in irgendeiner Weise schwächen könnten.

Wir glauben, dass wir Eheleute und der Wert, den wir aus dem Glauben heraus leben (Treue, Unauf-löslichkeit, Geschlechterpolarität) durch die Synode nicht in irgendeiner Weise relativiert werden sollten.
 
Als (sicherlich ungewollte) „Relativierung“ sehen wir die Versuche, Änderungen in der Beurteilung der Zweitehe von Geschiedenen oder der Lebensgemeinschaft von homosexuell eimpfindenden Personen einrichten zu wollen. Wir meinen, dass alle gut gemeinten Bestrebungen letztlich nur dazu dienen werden, die Grundwerte der Ehe in der öffentlichen Meinung und auch „in sich“ zu beschädigen.
 
Wir würden das auch als Schwächung unserer Mühe um die tägliche Treue ansehen und als Schwächung des Ja-Wortes, weil bei aller Differenzierung genau diese Differenzierung in der kirchlichen und weltlichen Öffentlichkeit nicht wahrgenommen würde. Wir befürchten, dass eine Änderung hinsichtlich wiederverheiratet Geschiedener ganz grundsätzlich den Wert des Treueversprechens und das Bewußtsein der Unauflöslichkeit beschädigen werden und dabei den bereits herrschenden öffentlichen Trend nur verstärken würden. Sie können unter der Hand zu einer Art von „Gegenkatechese“ mutieren.

Die Erfahrung in vielen Bereichen zeigt doch, dass die Erlaubnis zu (als kontrollierbar angesehenen) „kleinen Ausnahmen von Moralgesetzen, die gesellschaftliche Bedeutung hatten und die zugestanden wurden ´um Schlimmeres zu vermeiden´, (..)immer zu einem hemmungslosen Liberalismus geführt (haben). Dies bestätigen die Praktiken der protestantischen Konfessionen und auch der orthodoxen Kirche“ so schreiben es die Autoren des Buches „Das wahre Evangelium der Familie.“ Um es in einem Bild zu sagen: wenn man in ein Segel ein kleines Loch schneidet, wird es mit der Zeit zu einem riesigen werden, und das Segel wird seine Fähigkeit verlieren, das Schiff anzutreiben. Der eschatologische Antrieb der Kirche wird dadurch Schaden erleiden.
 
Wir befürchten diese Folge nicht nur, wir haben ein Beispiel dafür, dass so etwas geschehen wird.
 
Es ist das Geschehen rund um die Stellung der Bischöfe damals zu Humanae vitae. Der gut gemeinte und doch in seiner Wirkung so unselige Versuch der Bischöfe, zu vermitteln, dass es hinsichtlich der Normen von Humanae vitae in begründeten Einzelfällen denkbar wäre, dass jemand vor seinem Gewissen also zu einer anderen Entscheidung kommen könnte, hatte doch eine verheerende Folge. Aus der seltenen Ausnahme wurde das Bewußtsein eines generellen „Rechtes“ sowie das Abkoppeln des Gewissens vom Gemeinschaftswissen der Kirche. Und ein Abkoppeln vieler Gläubigen von der Orientierung am Lehramt der Kirche. Ein kleines Loch im Segel damals – heute ein klaffendes Loch und ein breiter Trend.
 
Es war Kardinal Schönborn, der 40 Jahre danach mutig die Schuld der Bischöfe feststellte. Soll und darf sich das wirklich wiederholen? Wir können uns des Eindrucks nicht erwehren, dass manch ein Bischof sich jetzt angesichts des Drucks in der Kirche gemüßigt sieht, entgegenkommende Schritte zu zeigen. Wir können nur warnen davor und sehen auch vom göttlichen Gebot her keinerlei Spielraum: was die Bewertung des Zusammenlebens Geschieden-Wiederverheirateter und homosexuell empfindender Personen angeht.

Von daher erwarten wir von der Synode nicht, dass sie Löcher in die Segel schneidet, sondern dabei mit-hilft, dass wir Glaubenden alle, besonders die Eheleute, unsere Segel wieder setzen und sie voll und ganz in die Brise des Hauches von Gottes Geist halten. Es geht um ein „Volle Segel voraus“. Diesem Ziel sollte die Synode dienen: die eschatologische Spannkraft von Ehe und Familie neu zu stärken.


 
Familie Koch aus Köln

Adressen für die Synoden-Aktion 2015:
 
Ein Hinweis: Bitte schicken Sie den Brief an Papst Franziskus an Seine Heiligkeit, Papst Franziskus, 00120 Città del Vaticano, ITALIEN und zusätzlich noch über die Apostolische Nuntiatur mit der Bitte um Weiterleitung an den Heiligen Vater! Bitte schicken Sie dann auch eine Kopie an die Vorsitzenden der Bischofskonferenzen und an familie@kath.net.
 
Deutschland:
 
Apostolische Nuntiatur
 Lilienthalstr. 3A 10965 Berlin
 E-Mail: apostolische@nuntiatur.de
 
S. Em. Reinhard Kardinal Marx
 Erzbischöfliches Ordinariat München, Postfach 33 03 60, 80063 München, E-Mail: generalvikar@ordinariat-muenchen.de
 
Österreich:
 
Apostolische Nuntiatur
 Theresianumgasse 31, 1040 Wien
 Email: nuntius@nuntiatur.at
 
S. Em. Kardinal Christoph Schönborn
 Wollzeile 2, 1010 Wien
 Email: ebs@edw.or.at
 
Schweiz:
 
Apostolische Nuntiatur
 Thunstrasse 60, Postfach 259, 3000 Bern 6, Email: nuntius@nunziatura.ch
 
S. E. Bischof Markus Büchel
 Klosterhof 6 b, Postfach 263, 9000 St. Gallen, Email: sekretariat@bistum-stgallen.ch
 
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08 Mai 2015, 11:45

Vatikanist: ‚Deutsche Bischöfe spannen den Wagen vor das Pferd’

Die deutsche Bischofskonferenz orientiert sich in der Antwort auf den Fragebogen zur Familiensynode im Oktober 2015 an der bereits weitgehend geübten Praxis bezüglich wiederverheirateten Geschiedenen und Homosexuellen, schreibt Sandro Magister.
 
 Die Antwort der Deutschen Bischofskonferenz auf den Fragebogen für die Bischofssynode 2015 spiegelt die bereits weitgehend geübte Praxis wieder: Kommunion für zivilrechtlich geschiedene Wiederverheiratete, Toleranz für Zweitehen, Anerkennung homosexueller Partnerschaften. Das schreibt der italienische Vatikanist Sandro Magister auf seinem Blog.
 
Bereits im Februar 2015 hatte Kardinal Reinhard Marx, der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), mit der Aussage aufhorchen lassen, die deutschen Bistümer seien „keine Filialen von Rom“. kath.net hat berichtet.


Diese Position wird nun bekräftigt. Auf die Frage, was getan werden könne, „um auf der Ebene der Ortskirche gemeinsame pastorale Richtlinien zu fördern“ lautet die Stellungnahme der DBK: „Ein Teil der Antworten befürwortet mit Verweis auf soziale und kulturelle Unterschiede regionale Vereinbarungen zu pastoralen Richtlinien auf Ebene der Ortskirchen. Grundlage könnten auch diözesane Gesprächsprozesse zum Thema Ehe und Familie sein, deren Ergebnisse dann mit anderen Teilkirchen diskutiert würden. Voraussetzung hierfür sei die Dialogfähigkeit aller Beteiligten.“ (Frage 36)

Angesichts der bereits geübten Praxis sei deutlich, was hier gemeint sei, schreibt Magister. In beinahe allen Diözesen Deutschlands würden geschiedene Wiederverheiratete die sakramentale Lossprechung und die Eucharistie erhalten. Dies sei bereits in einem Dokument der DBK vom 24. November 2014 zum Ausdruck gekommen. Im Dokument „Theologisch verantwortbare und pastoral angemessene Wege zur Begleitung wiederverheirateter Geschiedener“ haben die deutschen Bischöfe damals angeregt, zivil Wiederverheiratete unter bestimmten Voraussetzungen zur Beichte und zur Kommunion zuzulassen.
 
Das Dokument sei nicht nur in deutscher, sondern auch in englischer, italienischer, französischer und spanischer Sprache auf der Internetseite der DBK abrufbar. Dies sei ein Indiz für einen über den deutschen Sprachraum hinausgehenden Adressatenkreis, schreibt Magister. In gleicher Weise sei die Antwort der DBK auf den Fragebogen zur Bischofssynode 2015 mehrsprachig veröffentlicht worden.
 
Im letztgenannten Dokument unterstütze die DBK – nachdem sie das „Volk Gottes“ befragt habe – nicht nur die Zulassung wiederverheirateter Geschiedener zur Beichte und Kommunion, sondern bringen auch ihre Hoffnung zum Ausdruck, die Kirche möge eine zweite zivilrechtliche Ehe segnen, dass die Eucharistie auch nichtkatholischen Ehepartnern von Katholiken gespendet werde und homosexuelle Beziehungen und Partnerschaften gewürdigt werden, wenn bestimmte Werte gelebt würden.
 
An anderer Stelle würden die deutschen Bischöfe schreiben, sie wollten die Lehre der Gesamtkirche nicht in Frage stellen, fährt Magister fort. Sie würden aber nicht erklären, wie sie diese Lehre mit den pastoralen Praktiken, die sie in Deutschland bereits eingeführt hätten, in Einklang bringen wollten, kritisiert der Vatikanist.
 
Nach Ansicht von Gerhard Kardinal Müller, dem Präfekten der Glaubenskongregation, sei eine Übereinstimmung unmöglich. Die Vorstellung, eine Bischofskonferenz könne ein Lehramt unabhängig vom gesamtkirchlichen Lehramt, ohne Gemeinschaft mit dem Papst und der Gemeinschaft der Bischöfe etablieren, sei eine antikatholische Idee, zitiert Magister den deutschen Kurienkardinal.
 

Link zur Antwort der deutschen Bischofskonferenz auf den Fragebogen für die XIV. Ordentliche Generalversammlung der Bischofssynode 2015 (siehe insbesondere die Antworten zu den Fragen 36 – 40):
 Berufung und Sendung der Familie in Kirche und Welt von heute
 
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Kaum Beteiligung - Fragen zu komplex
 
Kritik am Vatikan-Fragebogen zur Familiensynode


Schwer verständliche Sprache, theologische Begriffe – mit diesen Worten kritisieren mehrere Bistümer den Fragebogen des Vatikans zur Vorbereitung der zweiten Familiensynode. domradio.de hat mit Dr. Michael Dörnemann vom Bistum Essen gesprochen.
 
domradio.de: Herr Dörnemann, sie haben den Fragebogen und die Beteiligung der Gläubigen daran analysiert. Zunächst zum Fragebogen selbst. Wie lautet konkret Ihre Kritik?
 
Dr. Michael Dörnemann (Leiter des Dezernats Pastoral im Bistum Essen): Der Fragebogen unterscheidet sich deutlich von dem, der in Vorbereitung auf die erste Familiensynode versandt wurde. Denn diesmal sind die Ergebnisse der letzten Synode in den Fragebogen mit eingeflossen. Deshalb wird nicht mehr ganz offen auf Familiensituationen hin gefragt, sondern vielmehr theologische Ergebnisse und kirchenrechtliche Sprachformulierungen vorweggenommen. Das macht den Sprachstil schwer verständlich und die Fragen sehr komplex – teils mit expliziten theologischen Begriffen. Das hat es vielen schwer gemacht, die Fragen zu beantworten. Bei einigen Gläubigen kam deshalb die Vermutung auf, dass eigentlich eine breite Befragung gar nicht gewollt ist.
 
domradio.de: Das heißt, die Leute haben tatsächlich gedacht: Der Vatikan will uns eigentlich gar nicht hören. Der stellt da so komplizierte Fragen, dass wir gar nicht antworten können.
 
Dr. Michael Dörnemann: Das zumindest wurde aus einigen Antworten, die wir bekommen haben, deutlich. Und auch in der offiziellen Stellungnahme aus Priesterrat, Ordensrat und Diözesanrat kommt zum Ausdruck, dass viele gesagt haben: Wir mussten teilweise ein Fremdwörterlexikon danebenlegen, um überhaupt zu verstehen, was gemeint ist. Das hat viele Gläubige abgeschreckt und daran gehindert zu antworten.
 
domradio.de: Das heißt, auch bei Ihnen in Essen gab es eher eine zurückhaltende Beteiligung an der Befragung?
 
Dr. Michael Dörnemann: Ja, und das höre ich jetzt auch aus anderen Bistümern. Die Essener Zahl von ca. 14 Einzelantworten - neben der offiziellen Antwort aus Diözesanrat, Priesterrat und Ordensrat - liegt im Maß der anderen Diözesen. Sie alle registrieren eine geringe Beteiligung. In Mainz haben sich zum Beispiel 21 Personen beteiligt.
 
domradio.de: Können Sie ein Beispiel nennen für komplexe Formulierungen, die sie kritisieren?
 
Dr. Michael Dörnemann: Es wird etwa nach "Ohnmacht angesichts der sozioökonomischen Wirklichkeit" gefragt. Unsereiner weiß natürlich, was damit gemeint ist. Inhaltlich ist das ja auch ein berechtigtes Anliegen. Familien sind vielen Herausforderungen ausgesetzt: Wie bekommt man Familien- und Berufsleben zusammen? Reicht das Gehalt, um eine Familie zu ernähren? Das heißt, hinter dieser Formulierung stecken ganz praktische Fragen. Und viele fragen sich natürlich: Warum muss man eine so komplexe Formulierung verwenden, um so einfache Hintergründe zu beschreiben?
 
Domradio.de: Schauen wir mal auf die Inhalte. Die Menschen wünschen sich zum Beispiel einen barmherzigeren Umgang mit wiederverheirateten Geschiedenen, eine modernere Haltung der Kirche zu Verhütungsmitteln, Segnungsfeiern für homosexuelle Paare. Das alles wurde schon zur ersten Familiensynode geäußert. Für wie realistisch halten sie es denn, dass diese Themen bei der zweiten Familiensynode im Oktober dann mehr Chancen haben, gehört zu werden.
 
Dr. Michael Dörnemann: Ich glaube, dass das im Herbst sehr schwierig sein wird. Der Fragebogen und die Antworten, die wir jetzt bekommen haben, machen deutlich, vor welchen Schwierigkeiten die Bischöfe jetzt stehen. In den Antworten kommt deutlich zum Ausdruck, dass viele Katholiken das christliche Eheverständnis von Unauflöslichkeit und Treue zwar für wichtig erachten. Sie machen auch deutlich, dass es sich vom Zusammenleben gleichgeschlechtlicher Paare unterscheiden muss. Aber alle sagen auch sehr klar: Es kann nicht sein, dass die Kirche diskriminierend und ausgrenzend gegenüber Homosexuellen agiert. Es werden also kirchliche Symbolhandlungen, Segnungen oder auch weitere kreative Ideen gefordert, damit Homosexuelle in ihrem Zusammenleben gestärkt werden. In vielen Antworten wird deutlich, dass die Kirche vor allem in diesem Bereich nicht von oben herab agieren soll.
 
Das Interview führte Hilde Regeniter.
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Offline DerFranke

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Leider ist es so das man oftmals kaum wahrhaben kann / will was man hier lesen muß.

Wie offen und dreist die Gebote Gottes verdreht und entstellt werden.  Ich mein woher kommen diese Änderungen denn alle wenn nicht vom Teufel selbst , nirgendwo hat Jesus derartiges verkündet , unterstützt.

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Kardinal Reinhard Marx kritisiert “pflichtschuldig” das umstrittene ZdK-Papier
Veröffentlicht: 16. Mai 2015 |
Nachdem Bischof Stefan Oster von Passau schon am 11. Mai 2015 das Positionspapier des „Zentralkomitees der deutschen Katholiken“ kritisierte, hat nun auch Kardinal Reinhard Marx, Vorsitzender der Dt. Bischofskonferenz, das Papier am 15. Mai 2015 gerügt:


„Das Dokument enthält aber auch einige Forderungen, die theologisch so nicht akzeptabel sind. Die Forderung nach einer Segnung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften und einer zweiten kirchlich nicht anerkannten Ehe ist mit Lehre und Tradition der Kirche nicht vereinbar.“
 
Kardinal Marx, der im Weltepiskopat zum liberalen Flügel zählt, hat die Notbremse gezogen. Die katholische Kirche Deutschlands ist ihren Positionen hinsichtlich der Familiensynode im Herbst 2015 gegenwärtig völlig isoliert. Keine Delegation außer der deutschen unterstützt geschlossen die Ideen Kardinal Kaspers bezüglich der Zulassung geschiedener Wiederverheirateter zum Tisch des Herrn.
 
Aus allen Ecken der Welt hebt sich Kritik am deutschen Sonderweg.
 
Zuletzt stellte Kardinal George Pell in einer Rede am 9. Mai 2015 fest, die Familiensynode könne die Lehre über die Ehe und die Familie nicht ändern.In Rom wurde diese Klarstellung als Warnschuss an Deutschland gewertet. Die maßlosen Forderungen des offiziösen Laiengremiums zwangen nun Kardinal Marx, die Notbremse zu ziehen.
 
Die Begeisterung im romtreuen Lager über die neue Pressemitteilung von Kardinal Marx dürfte sich in Grenzen halten, denn in seiner Stellungnahme fügte er hinzu: „Beide Themen (Segnung von nicht-ehelichen Partnerschaften, vorbehaltlosen Akzeptanz‘ des Zusammenlebens in festen gleichgeschlechtlichen Partnerschaften) bedürfen einer weiteren theologischen Klärung und nicht vorschneller, plakativer Forderungen.”
 
Offenbar will sich der Münchner Oberhirte alle Optionen offenhalten.
 

Unser Autor Mathias v. Gersdorff leitet die Frankfurter Aktion “Kinder in Gefahr” und die Webseite “Kultur und Medien online”


Hier das umstrittene und von Kardinal Marx kritisierte Dokument

Zwischen Lehre und Lebenswelt Brücken bauen – Familie und Kirche in der Welt von heute
Vollversammlung am 8./9. Mai 2015 in Würzburg
Zwischen Lehre und Lebenswelt Brücken bauen –

Familie und Kirche in der Welt von heute



Erklärung des Zentralkomitees der deutschen Katholiken anlässlich der XIV. Ordentlichen Generalversammlung der Bischofssynode im Vatikan 2015

 

 

Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) begrüßt den Aufruf von Papst Franziskus an alle Gläubigen, zur Lage der Familie in Kirche und Welt von heute Stellung zu nehmen. Die weltweiten Reaktionen auf diesen Aufruf werden in der Generalversammlung der Bischofssynode im Herbst 2015 zusammenzuführen sein. Das ZdK weiß um den weltkirchlichen Kontext der Thematik und achtet zugleich in besonderer Weise auf die eigenen regionalen Anliegen.

 

Im Zentralkomitee der deutschen Katholiken ist seit jeher die Stärkung der Familie und die Anwaltschaft für ihre Interessen in Politik und Kirche ein wichtiges Arbeitsfeld. In den letzten Monaten hat das ZdK unter den katholischen Laien, in den Räten, den katholischen Verbänden und Organisationen die Gespräche über die Fragen intensiviert, welche Unterstützung Familien heute in unserer Gesellschaft und Kirche benötigen und wie wir dem in Deutschland im Grundgesetz verankerten besonderen Schutzauftrag für Ehe und Familie (Art. 6 GG) gerecht werden können.

 

Mit den folgenden vier zentralen Botschaften möchte das ZdK im Vorfeld der Beratungen der XIV. Ordentlichen Generalversammlung der Bischofssynode einen  Beitrag zu dieser Debatte leisten, zur Auseinandersetzung mit seinen Positionen anregen und Verbündete für die anstehenden Herausforderungen suchen.

 

1.    In der sakramentalen Ehe als Modell für eine lebenslange Bindung sehen wir eine Verheißung für ein gelingendes Leben mit Gottes Hilfe. Wir bekennen uns zu diesem Lebensmodell und ermutigen Paare zum Eheversprechen und zur Gründung einer Familie. Zugleich achten wir die Lebensgemeinschaften, in denen für uns wichtige Werte verwirklicht werden: verlässliche Verantwortung füreinander, Treue in der Beziehung, Weggemeinschaft in Verbindlichkeit.

2.    Als Kirche in der Welt setzt das ZdK sich in besonderer Weise für die Stärkung und Förderung von Ehe und Familie in Gesellschaft und Staat ein. Unter Familie verstehen wir auch nichteheliche Formen von verbindlich gelebter Partnerschaft und von Generationenverantwortung, die einen großen Beitrag für den gesellschaftlichen Zusammenhalt leisten und gerecht zu behandeln sind.

3.    Die kirchliche Lehre muss im Dialog mit den Gläubigen unter Einbeziehung ihrer jeweiligen Lebenswelt weiterentwickelt werden. Als den Menschen, ihren Sorgen und Hoffnungen zugewandte Kirche sind wir beauftragt, uns mit Zuversicht auf die Gegenwartsgesellschaft mit vielfältigen sozial anerkannten Lebensformen einzulassen und selbst zu Brückenbauerinnen und Brückenbauern zwischen Praxis und Lehre zu werden.

4.    In unserer Kirche unterstützen wir eine hohe pastorale Aufmerksamkeit für Ehe und Familie, die auch in veränderten Seelsorgestrukturen ein überzeugendes personales Angebot vor Ort erfordert. Die Kirche muss in diesen existenziellen Fragen mit einer Grundhaltung des Zuhörens nah an den Menschen sein.

 

Dies bedeutet im Einzelnen:

 

1. Gelebte Werte in der Ehe und in anderen Lebensgemeinschaften

Wann immer wir in Kirche und Gesellschaft für das Gelingen von Beziehungen konkrete Orientierungshilfen anbieten, besteht die Gefahr, dass sich Menschen ausgegrenzt fühlen. Ohne Orientierungsangebote wiederum, das ist die andere Gefahr, wird Verunsicherung spürbar, fehlt wichtigen Entscheidungen eine Zielgröße.

 

In einer auf Liebe gegründeten Beziehung zwischen zwei Menschen sind Werte wie Würde, Treue, Verlässlichkeit, Solidarität und die Übernahme von Verantwortung wesentlich. In der Ehe finden diese Werte hohe Achtung. Die Ehe bietet den Partnern einen besonderen Schutz- und Entfaltungsraum. Das Eheversprechen ermöglicht in einer unübersichtlichen Welt Verbindlichkeit und Sicherheit.

 

Wenn ein Brautpaar kirchlich heiratet und sich das Ehesakrament spendet, erfährt es in dieser Zeichenhandlung die Nähe Gottes auf seinem Lebensweg. Indem der sakramentale Ehebund die Liebe Gottes zu den Menschen und seinen unauflöslichen Bund mit ihnen abbildet, können sich die Eheleute in ihrer Beziehung für die Herausforderungen des Lebens gestärkt und getragen fühlen.

 

Die Analogie zum unauflöslichen Bund Gottes mit den Menschen gibt den Eheleuten Halt und Orientierung bei der Umsetzung der für sie maßgeblichen Werte wie Liebe, Treue und Verlässlichkeit.

 

Auch in anderen Formen gemeinschaftlichen Lebens werden Werte gelebt, welche die Ehe als Bild für den Bund zwischen Gott und Menschen auszeichnen: das unverbrüchliche Ja zu der anderen Person, die stete Bereitschaft zur Versöhnung sowie die Aussicht auf eine fruchtbare Beziehung im Austausch der Gaben der Personen.

 

Diese Lebens- und Familienformen gilt es ausdrücklich wertzuschätzen, auch wenn sie nicht der Form einer sakramentalen Ehe entsprechen. Wir denken hier an auf Dauer angelegte Partnerschaften, an standesamtlich geschlossene Ehen sowie an eingetragene Lebenspartnerschaften.

 

Es gilt das zu achten, was Menschen in ihre Beziehungen einbringen können. Es bedarf eines Blickwechsels weg von einer Defizitorientierung hin zu einer Orientierung an den in den ganz unterschiedlichen Lebensformen realisierten Werten. Immer steht jede menschliche Beziehung vor einem Anspruch unbedingter Liebe, dem kein Mensch jemals ganz gerecht werden kann. Ein solches Verständnis stärkt die Partnerschaft, indem es sie von uneinlösbaren Erwartungen der Partner aneinander entlastet.

 

2. Familien politisch stärken und unterstützen

In Ehe, festen Partnerschaften und Familie verwirklichen Frauen und Männer, Eltern und Kinder in guten wie in schlechten Tagen eine Solidargemeinschaft der Geschlechter und der Generationen. Sie dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden, denn diese Solidargemeinschaft ist nicht nur für die Menschen, sondern auch für die Gesellschaft gut. Durch eine für die Bedürfnisse von Familien sensible Politik und spezifische familienpolitische Maßnahmen müssen die Familien nach Kräften unterstützt werden, damit das immer auch verletzliche Familienleben gelingen kann. Als gesellschaftlich engagierte Katholikinnen und Katholiken machen wir uns in der Politik für Familien stark. Wir klagen strukturelle Rücksichtslosigkeiten gegenüber den Familien, zum Beispiel in der Arbeitswelt oder in der sozialen Absicherung, an und engagieren uns für förderliche gesellschaftliche und rechtliche Rahmenbedingungen, damit junge Frauen und Männer sich das unbedingte Ja zueinander und zu Kindern zutrauen. Das ist ein konkreter Beitrag zur Offenheit für das Leben, die für die Kirche mindestens so sehr eine sozialethische wie eine moraltheologische Herausforderung sein sollte.

 

Ehe und Familie bilden einen besonders stabilen Rahmen für die Entwicklung der Persönlichkeit der Kinder. Die verlässliche Verbundenheit in Ehe und Familie ist auch heute das mehrheitlich gewünschte Lebensmodell in unserem Land. Zugleich stellen wir in unserer Gesellschaft eine Pluralisierung und Ausdifferenzierung der Familienformen fest. Sie steht keineswegs im Widerstreit zu dem von vielen Untersuchungen belegten verbreiteten Wunsch der meisten jungen Frauen und Männer nach Kindern und ihrer Orientierung an einem Leitbild verbindlichen Lebens, sondern bestätigt diese. Auch nichteheliche Formen verbindlich gelebter Partnerschaft und Generationenverantwortung sind in ihrem Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenhalt zu würdigen.

 

 

3. Brücken zur Lebenswelt der Gläubigen bauen

Wir stellen eine Spannung und vielfach eine große Kluft zwischen den Aussagen des päpstlichen Lehramts zu Ehe und Familie und der von pluralen Familienformen geprägten heutigen Lebenswelt der Gläubigen fest. Es geht uns darum, statt eines defizitorientierten einen ressourcenorientierten Zugang zu dieser gesellschaftlichen und pastoralen Wirklichkeit zu finden, der auf den Glaubenssinn der Gläubigen vertraut und Paaren und Familien ein Wachstum und eine Reifung ihrer Beziehung zutraut. Familien und Partnerschaften sollten in ihrer Vielfalt von der Seelsorge der Kirche angesprochen und begleitet werden.

 

Es müssen Brücken zwischen der Lehre der Kirche zu Ehe und Familie und der heutigen Lebenswelt der Gläubigen gebaut werden durch

den Ausbau der guten Vorbereitung von Brautleuten und der Begleitung und Beratung von Ehepaaren, auch in Krisenzeiten;
Angebote für (junge) Paare, die nicht verheiratet sind, sowie insgesamt eine einladende Haltung und Bereitschaft zum Gespräch "auf Augenhöhe" mit jungen Menschen, die auf der Suche nach gelingenden Beziehungen sind;
eine Achtung des Zusammenlebens in festen nichtehelichen Partnerschaften;
das Wiedergewinnen von kirchlicher Sprachfähigkeit durch einen unbefangenen Zugang zur menschlichen Sexualität und die Anerkennung, dass diese – im Respekt vor der Selbstbestimmung und Würde des und der Einzelnen – ihren Ort im geschützten und verbindlichen Raum einer Partnerschaft hat;
eine Neubewertung der Methoden der künstlichen Empfängnisregelung, da in keinem anderen Lebensbereich eine vergleichbar große Differenz zwischen dem päpstlichen Lehramt und den persönlichen Gewissensentscheidungen im Alltag auch der meisten gläubigen Katholikinnen und Katholiken zu konstatieren ist;
eine Weiterentwicklung von liturgischen Formen, insbesondere Segnungen gleichgeschlechtlicher Partnerschaften, neuer Partnerschaften Geschiedener und für wichtige Weichenstellungen im Familienleben;
die konsequente Einbeziehung von Singles und von alleinerziehenden Eltern und ihren Kindern in das kirchliche Leben;
eine Einbindung von Ehepartnern, die nach einer Scheidung in einer zweiten Zivilehe leben, in das kirchliche Leben sowie auf der Grundlage einer fundierten Gewissensentscheidung auch ihre Zulassung zu den Sakramenten;
die vorbehaltlose Akzeptanz des Zusammenlebens in festen gleichgeschlechtlichen Partnerschaften und eine klare Positionierung gegen noch bestehende Ausgrenzungen und Abwertungen homosexueller Menschen;
den Mut, alle Gläubigen unabhängig von ihrer Lebensform zum Miteinander einzuladen, damit sie in der Gemeinschaft der Kirchengemeinde eine Heimat finden können.
 

 

4. Für ein starkes personales Angebot in der Ehe- und Familienpastoral

Unterstützung erfahren Paare und Familien in der Form geteilten Lebens und wechselseitiger Anteilnahme oft vor allem im sozialen Nahraum, zu dem auch die Kirchengemeinde vor Ort zählt. Die Seelsorge muss die Familien nicht nur zu gezielten Anlässen (zum Beispiel in der Sakramentenkatechese und mit Angeboten der Familienbildung) erreichen, sondern den Menschen in ihrem Alltag vor Ort nah sein – im Familien ansprechenden und einladenden Sonntagsgottesdienst, in Familienkreisen, in der katholischen Kindertagesstätte, mit vertrauenswürdigen Ansprechpartnern in Krisensituationen der Partnerschaft und der Erziehung. Es geht darum, Menschen mit Wertschätzung zu begegnen, sie in ihrer Beziehungskompetenz zu stärken und ihnen gezielt Unterstützung anbieten zu können. Dieser Dienst erfordert in den sich gegenwärtig verändernden Seelsorgestrukturen ein überzeugendes personales Angebot vor Ort, das sich subsidiär versteht – Seelsorgerinnen, Seelsorger und weitere glaubwürdige und lebenserfahrene Ansprechpersonen, die den suchenden Menschen das Evangelium von der Familie unaufdringlich vermitteln können.

 

Wir werben für eine pastorale Haltung, die sich bemüht, mit der Spannung zwischen dem päpstlichen Lehramt und der Lebenswelt der Katholiken konstruktiv umzugehen. Einfühlung in die jeweilige Situation, Respekt vor freiheitlichen Entscheidungen, konkrete Angebote für die Gestaltung des Alltags und Authentizität in der Verkündigung des Evangeliums sind wichtige Elemente einer von den Menschen als hilfreich erfahrenen Familienpastoral.

 

5. Ausblick

Das ZdK wird auch nach der XIV. Ordentlichen Generalversammlung der Bischofssynode im Oktober 2015 die Herausforderungen für die "Familie in Kirche und Welt von heute" vorrangig im Blick behalten und sowohl pastorale als auch politische Optionen formulieren.

 

Konkret bedeutet dies für unsere Kirche,

im menschlichen Miteinander Räume zum Gespräch zu eröffnen, in denen die individuellen Lebensgeschichten im christlichen Glauben eine Deutung erfahren;
in Kirche und Gesellschaft auf Formen der sozialen Ausgrenzung und moralischen Abwertung von Menschen, die nicht dem Ideal einer lebenslangen ehelichen Gemeinschaft entsprechen, kritisch aufmerksam zu machen und diesen Tendenzen entschieden entgegenzutreten;
familiengerechte Regelungen in der Gesetzgebung zu unterstützen und zu einem gesellschaftlichen Klima beizutragen, das die Übernahme von verbindlicher Verantwortung in Ehe, Partnerschaft und Familie ermöglicht und ökonomischen, politischen und gesellschaftlichen Druck von den Familien nimmt;
in kirchlichen Arbeitsverhältnissen für eine gute Vereinbarkeit von Familienverantwortung und beruflichem Engagement zu sorgen;
nach liturgischen Formen Ausschau zu halten, in denen die Klage und Trauer über eine zerbrochene Beziehung, das Eingeständnis eines möglichen Fehlverhaltens, die Bereitschaft zu einer neuen verbindlichen Beziehung oder die Suche nach dem rechten Weg lebensnah Aufnahme finden;
die von Papst Franziskus angestoßene pastorale Wende als Ermutigung und Chance der Bischofskonferenzen wahrzunehmen, angemessene und theologisch verantwortbare Wege in der Ehe- und Familienpastoral zu entwickeln und zu gehen.
 

Als Papst Franziskus alle Katholikinnen und Katholiken gebeten hat, sich zur "Berufung und Sendung der Familie in Kirche und Welt von heute" zu äußern, hat er einen mutigen Weg eingeschlagen. Die XIV. Generalversammlung der Bischofssynode im Oktober 2015 in Rom bezieht damit ausdrücklich den Glaubenssinn des ganzen Gottesvolkes mit ein. Nun ist es Aufgabe der Bischöfe, in den Beratungen an den Sensus Fidelium anzuknüpfen. Als Stimme der deutschen Katholikinnen und Katholiken nimmt das ZdK das Anliegen von Papst Franziskus auf und will mithelfen, ein Fundament für fruchtbare Diskussionen zu legen. Es muss jetzt gelingen, zwischen der Lehre der Kirche zu Ehe und Familie und der heutigen Lebenswelt der Gläubigen Brücken zu bauen.

Beschlossen von der ZdK-Vollversammlung am 09.05.2015

 
« Letzte Änderung: 17. Mai 2015, 12:22:23 von vianney »
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FAMILIENSYNODE


Ein Blog zur III. Außerordentlichen Generalversammlung der Bischofssynode vom 5. bis 19. Oktober 2014 mit monatlich aktualisierten Beiträgen bis zur XIV. Ordentlichen Bischofssynode vom 4. bis 25. Oktober 2015
 
Sonntag, 10. Mai 2015



 
Eingestellt von Holger Dörnemann um 18:54

Sonntag, 19. April 2015

Wie sich die Lehre verändert hat – und welche Anstöße sich aus den Rückmeldungen aus Deutschland für die Familiensynode 2015 ergeben
 
Ursprünglich war die XIV. Ordentliche Bischofssynode dieses Jahres zur Behandlung von anthropologischen, bioethischen Fragen vorgesehen gewesen. Und wir wissen heute, dass Papst Franziskus – genauso wie sein Vorvorgänger Papst Johannes Paul II. vor 35 Jahren – den Themenkomplex ‚Ehe und Familie‘ als ersten Synodenschwerpunkt seines Pontifikates (verteilt gleich auf zwei Bischofssynoden in den Jahren 2014 und 2015) vorgezogen hat, weil er die "Herausforderungen der Familien“ in der modernen Welt in den Blick nehmen will, um „über die entscheidende und wertvolle Realität der Familie nachzudenken“ (Relatio Synodi 3) und „an ihren Freuden, ihren Sorgen und ihren Hoffnungen teilzunehmen.“ (vgl. Einleitung  des I. Teils des Fragebogens) Die bleibend hohe Bedeutung von Ehe und Familie ist beinahe allen Pontifikaten in den vergangenen 100 Jahren abzulesen – zuweilen in Kontinuität, zuweilen in einer signifikanten Weiterführung und Vertiefung der bisherigen Lehrtradition.
 
Welche Akzentsetzung zu einer „vertieften Lehre über Ehe und Familie“ seit dem unter Papst Paul VI. zu Ende geführten II. Vatikanischen Konzil festzustellen sind, behandeln die Ziffern 17 – 19 des Synodendokumentes Relatio Synodi. Greift man zeitlich etwas weiter aus, lassen sich neben dem Grundsatz der Kontinuität in der Lehrtradition auch größere Veränderungen ausmachen, die wichtig sind, um die Aussage des im Vorwort des Instrumentum Laboris der III. Außerordentlichen Bischofssynode des Jahres 2014, dass „die apostolische Überlieferung in der Kirche unter dem Beistand des Heiligen Geistes einen Fortschritt kennt“ (DV 8), in rechter Weise einordnen zu können. Das kann anhand einiger Beispiele verdeutlicht werden: Schloss Papst Pius XI. in seiner Enzyklika ‚Casti connubii‘ (1930) selbst die natürlichen Methoden der Empfängnisregelung noch aus, finden sich diese erstmals wertschätzend in der berühmten Rede Papst Pius XII. an die Hebammen (1951) ausdrücklich benannt – in welcher Argumentation bereits die Gedanken zur verantworteten Elternschaft des II. Vatikanischen Konzil angedeutet sind. Einen nicht minder großen Wechsel in der Lehrtradition gab es, als Papst Johannes Paul II. in einer Katechese des Jahres 1982 die Lehre daraufhin veränderte, dass die Ehe gegenüber der Ehelosigkeit nicht minderwertig sei, sondern ein der Ehelosigkeit ebenso hohes Gut im göttlichen Schöpfungsplan, wie er es dann in seiner Familienenzyklika weiter entfaltet (Vgl. FC 11). Dieser, die Lehre vertiefende Gedanke ist insofern spektakulär gewesen, als noch Papst Pius XII. in seiner Enzyklika “Sacra Virginitas” von 1954 erklärte, dass die Ehelosigkeit die Ehe „unermesslich übersteigt“ (DH 3911) – in Erinnerung an die Lehraussage des Trienter Konzils über das Sakrament der Ehe, das noch ausdrücklich sagte: "Wer sagt, […] es sei nicht besser und seliger, in der Jungfräulichkeit und dem Zölibat zu bleiben, als sich in der Ehe zu verbinden (vgl. Mt 19,11f; 1 Kor 7,25f 38 40): der sei mit dem Anathema belegt.“ (DH 1810)

Noch bekannter als diese beiden Beispiele ist die Vertiefung des Sakramentsverständnisses der Ehe als ‚Bund‘ (foedus; vgl. GS 48) und Freundschaft (amicitia; vgl. GS 49) in der Pastoralkonsitution "Gaudium et spes", mit der anknüpfend an biblische und theologische Vorlagen das davor mehr juridisch pointierende Vertragsdenken eine deutliche Vertiefung erfahren hat. Dass diese Veränderungen und deren vorherige Abwägung und Thematisierung keine bloße "Anpassung an den Zeitgeist" bedeuten – sondern als Verweisstellen einer im Nachhinein notwendigen und glücklichen Lehr- und Dogmenentwicklung gewertet werden dürfen, an der immer auch der Sensus fidelium aller Gläubigen beteiligt ist –, muss auch dem derzeitigen synodalen Prozess zugesprochen werden, zu dem Papst Franziskus alle Teilkirchen in Freiheit und Parrhesia eingeladen hat. Dem Abschlussdokument der III. Außerordentlichen Bischofssynode des vergangenen Jahres wurde deshalb ein 46 Fragen umfassender Fragebogen beigelegt, der in einer gebündelten Zusammenfassung der Rückmeldungen von Seiten der Deutschen Bischofskonferenz zum 15.4.2015 mit den Eingaben aller Teilkirchen der Welt nach Rom zurückgesandt worden ist.

Einige Diözesen Deutschlands, das Zentralkomitee der Deutschen Katholiken und einzelne Verbände und Vereine haben Ihre auf die einzelnen Ziffern der Relatio bezogenen, detaillierten Rückmeldungen auch veröffentlicht, in der ein sehr engagiertes und konstruktives Mitdenken – entsprechend dem ausdrücklichen Wunsch des Papstes sich textbezogen an dem synodalen Prozess zu beteiligen – zum Ausdruck kommt. Trotz einer ebenso deutlichen Kritik an der sehr voraussetzungsreichen und z.T. als unverständlich bezeichneten Sprache des Fragebogens, sind viele bemerkenswerte Gedanken zusammengetragen worden, die über die Rückmeldung der Deutschen Bischofskonferenz ggf. in das vorbereitende Synodendokument ‚Instrumentum Laboris‘ des Jahres 2015 Eingang finden werden. Der bereits auf der letztjährigen Synode diskutierte (und auch in diesem Blog zuletzt am 19.1.2015 vorgestellte) Gedanke der ‚Gradualität‘ wird von Seiten des Zentralkomitees der Deutschen Katholiken bei der Beantwortung der Fragen 20-22 zur Begründung der verschiedenen Stufen der Verwirklichung von Ehe und Partnerschaft in der heutigen Zeit favorisiert. In der Zusammenschau des Bistums Münster wird zur Frage 8 nach den Anknüpfungspunkten der Ehelehre in der Lebenswelt Jugendlicher der auch in diesem Blog vorgestellte Gedanke der Freundschaft ausgearbeitet – mit dem ihm eigenen Vorzug der Kennzeichnung des in der Gottesfreundschaft gründenden Ehegeheimnisses wie der Offenheit für die wertschätzenden Bezugnahme auf weitere Freundschaftsformen neben der Ehe. In der im Erzbistum Köln erarbeiteten Rückmeldung ist sicher der Hinweis wertvoll – ausgehend von der durchgängigen Frageperspektive des Fragenkataloges –, dass die römische Fragerichtung und Perspektive noch zu sehr vom Ehe- und Familienideal ausgehend die Wirklichkeit zu erfassen versucht hat – paradoxerweise darin nolens volens gegensätzlich zu der Sinnrichtung des eigentlich zu bearbeitenden Dokumentes der Relatio Synodi, die ja von den "existentiellen Peripherien" (vgl. Einleitung  des I. Teils des Fragebogens) ausgehend Ehe und Familie in den Blick nehmen möchte. Der Rückmeldung des Erzbistums München und Freising ist – im Verbund mit allen anderen veröffentlichten Rückmeldungen der deutschen Diözesen – in einer der mit am häufigsten beantworteten Frage Nummer 35 das Plädoyer für die vertiefte Erwägung von Möglichkeiten der Wiederzulassung von wiederverheiratet Geschiedenen zu den Sakramenten zu entnehmen; der Rückmeldung der 'KirchenVolksBewegung Wir sind Kirche!‘ u.a. die Hinweise auf eine vertiefte Auseinandersetzung mit dem biblischen Verständnis der 'Unauflöslichkeit' und die – ebenfalls von den Diözesen Deutschlands in der übergroßen Mehrheit gewünschte – verstärkte Wertschätzung von Homosexualität, auch wenn sie in einer Partnerschaft gelebt wird, für deren Segnung im Bistum Essen ein eigener Ritus vorgeschlagen wird. Allen – auch den nur in Kurzstatements an die Öffentlichkeit getretenen – Diözesen und überdiözesanen Verbänden gemeinsam ist auch das Votum für eine neu ansetzende Sexualpädagogik und -moral gerade in Hinblick auf das Thema Empfängnisregelung und voreheliche Partnerschaften, da sich die Voraussetzungen für die theologische Argumentation und die Lebenswelt der Menschen von heute seit 1968 radikal gewandelt haben. Die verbleibenden, knapp sechs Monate bis Synodenbeginn werden ausreichen müssen, aber auch nötig sein, die Einzelthemen in den Blick zu nehmen sowie die wirklich vertiefenden Schlüsselgedanken für die Synode dieses Jahres zu identifizieren. Vielleicht enthalten die Rückmeldungen aus Deutschland oder anderer Länder einige der zukunftsweisenden Ideen, die man rückblickend auch als eine Vertiefung der Lehre von Ehe und Familie wahrnehmen werden wird, die sich die gesamte Weltkirche von der diesjährigen Bischofssynode erhofft.
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Hochrangiges Buch zur Familien-Synode in Rom findet weltweit großes Interesse
Veröffentlicht: 22. Mai 2015 | Autor: Felizitas Küble |
Mathias von Gersdorff
 
Die internationale Initiative „Ergebene Bitte an Seine Heiligkeit Papst Franziskus über die Zukunft der Familie“ präsentierte am 19. Mai 2015 im Hotel Columbus unweit des Petersdomes der Presse in Rom das italienische Original des Buches „Opzione preferenziale per la Famiglia. Cento domande e cento risposte intorno al Sinodo” (Vorrangige Option für die Familie. 100 Fragen und 100 Antworten zur Synode).
 
Verfasser des Buches sind Erzbischof Aldo di Cillo Pagotto von Paraíba in Brasilien, Bischof Robert Francis Vasa von Santa Rosa in Kalifornien (USA) und Weihbischof Athanasius Schneider von Astana in Kasachstan.
 

Das Vorwort verfasste Kardinal J. Medina Estévez. Erzbischof Tadeusz Kondrusiewicz von Minsk und Bischof Áureo Patricio Bonilla, Apostolischer Administrator von Galápagos, schrieben Würdigungen.Das Buch stellte Tommaso Scandroglio vor, er ist Assistent für Rechtsphilosophie und Theoretische Philosophie an der Europäischen Universität Rom.
 
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Scandroglio erläuterte die Intention der Veröffentlichung: Das Buch will die katholische Bevölkerung über die Lehre der katholischen Kirche zur Ehe und Sexualität informieren.

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Ebenso soll darüber aufgeklärt werden, auf welchen Feldern die katholische Lehre heute am meisten angegriffen wird, wie etwa durch die „Gender-Ideologie“ oder die Aufweichung der Sakramentenpastoral (z.B. durch die Forderung, geschiedene Wiederverheiratete zur Kommunion zuzulassen).
 
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Verleger des Buches ist die Associazione „Supplica Filiale“ in Rom. Die Übersetzungen ins Deutsche, Englische, Französische, Polnische, Portugiesische und Spanische sollen in Kürze folgen. Ebenso sprach John Smeaton, Leiter der in Großbritannien ansässigen „Society for the Protection of Unborn Children SPUC“ (Gesellschaft zum Schutze der ungeborenen Kinder).
 
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Zur Präsentation kamen viele der bekannten, in Rom angesiedelten Vatikanisten.

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Inzwischen wurden 254.000 Unterschriften gesammelt. Viele namhafte Persönlichkeiten aus Deutschland haben teilgenommen: Christa Meves, Marie-Cécile Herzogin von Oldenburg, Prof. Dr. Hubert Gindert, Johanna Gräfin von Westphalen. Michael Hesemann usw.
 
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Die Associazione „Supplica Filiale“ ist nicht die Organisatorin der Unterschriftensammlung. Diese werden von einer Vielzahl von Vereinigungen oder Einzelpersonen auf der ganzen Welt gesammelt. Jedoch wurde ein Verein mit diesem Namen gegründet, um die Arbeiten in Rom zu koordinieren sowie Publikationen herausgeben zu können.
 
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Unser Autor Mathias von Gersdorff leitet die Frankfurter “Aktion Kinder in Gefahr”  – seine aktuellen Stellungnahmen erscheinen regelmäßig hier: http://mathias-von-gersdorff.blogspot.de/
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Schmiedet Kardinal Marx eine modernistische Lobby für die kommende Familiensynode?
Veröffentlicht: 24. Mai 2015 | Autor: Felizitas Küble |
Mathias von Gersdorff
 
Wie die französische Zeitung „Le Figaro“ am 23. Mai 2015 in der gedruckten Ausgabe berichtet, werden sich die wichtigsten Köpfe des Linkskatholizismus Deutschlands, Frankreichs und der Schweiz in einer „praktisch geheimen“ Sitzung am Pfingstmontag treffen.
 
Thema: Wie soll man die geschiedenen Wiederverheirateten und die Homosexuellen “auffangen”?
 
Lediglich 50 streng ausgesuchte Personen werden sich zu einer Tagung in der Jesuiten-Universität „Gregoriana“ treffen, berichtet „Le Figaro“.
 
Die Referenten stammen alle aus dem modernistischen Spektrum und setzen sich für eine Schleifung der katholischen Lehre über die Ehe ein:
 
Die Theologin Eva-Maria Faber veröffentlichte dieses Jahr eine Studie, in der sie die Unauflöslichkeit der Ehe abstreitet. Eberhard Schockenhoff plädiert im Buch „Die Kirche und die wiederverheirateten Geschiedenen“ für eine Zulassung der Betreffenden zur Kommunion. Außerdem ist er ein prominenter Kritiker von „Humanae Vitae“. Der französische Professor für Theologe Alain Thomasset vertritt die Meinung, das Lehramt sei lediglich ein Referenzpunkt für den Einzelnen  – entscheidend sei am Ende bloß das Gewissen.
 
Das Schlussreferat wird Kardinal Reinhard Marx halten, die (inzwischen ziemlich lädierte) Gallionsfigur des liberalen Katholizismus.
 
Solche Treffen sind nicht ganz unüblich. Außergewöhnlich ist aber die Diskretion in der Organisation. Schon allein aus Gründen der Kollegialität werden die „Brüder im Bischofsamt“ über solche Tagungen informiert. Dieses Mal geschah das nicht, was insbesondere die französische Seite erstaunte, hatten sie sich doch erst Ende April in Lourdes zu einer Vollversammlung getroffen.
 
Zudem wurde die Tagung weder in den Internetseiten der Bischofskonferenzen noch in der Internetseite der “Gregoriana” aufgeführt. Kaum ein Prälat der Kurie wurde eingeladen.
 
„Le Figaro“ kommentiert, hier würde eine „Pressure Goup“, eine Art liberale Lobby für die nächste Familiensynode, gebildet.
 
Unser Autor Mathias von Gersdorff leitet die Frankfurter “Aktion Kinder in Gefahr”  – seine aktuellen Stellungnahmen erscheinen regelmäßig hier: http://mathias-von-gersdorff.blogspot.de/
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La Salette 1846



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