Autor Thema: Wird die Bischofssynode nicht ein neues Schisma in der Kirche hervorrufen  (Gelesen 147297 mal)

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Offline vianney

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Lieber Armer Sünder

Bitte verlasse dieses Forum nicht. Du bist wichtig für uns alle und deine Ehrlichkeit hat uns sehr geholfen solche Situationen zu verstehen. Bedencke nochmals deine Entscheidung. wir lieben dich in deiner Traurigkeit und Ehrlichkeit. Du bist kostbar und unersetzlich für uns. Bitte bleibe...


In Caritas dei

dominique
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Offline Christa50

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Lieber Armer Sünder,

ich möchte mich meiner Vorschreiberin anschließen und dich bitten, das Forum nicht zu verlassen. Auch wenn es für dich im Moment so scheint, so denke ich nicht, dass du hier von allen missverstanden wirst. Deine Situation ist sehr schwierig und führt diesbezüglich bestimmt auch zu sehr unterschiedlichen Meinungen. Aber ich denke, du solltest dir die Möglichkeit dich hier mit Menschen, die deinen Glauben teilen, austauschen zu können, erhalten.
Und wie du ja im letzten Satz deines Posts schreibst, sind die meisten in Mitgefühl und Verständnis bei dir.
Bitte überlege es dir noch einmal!

Im Gebet bei Dir!
Christa

Offline Christa50

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Lieber Armer Sünder,

noch ein Letztes! Solltest du im Bezug auf das 6. Gebot ein völlig reines Gewissen haben, so kannst du zur Beichte und damit anschließend auch zur Kommunion gehen. Wenn ihr wirklich in Josefsehe zusammenlebt, dann tut der Umstand, dass ihr weltlich verheiratet seid, nichts zu Sache. Sonst würde ja jede WG automatisch in Sünde leben.

Christa

Offline vianney

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Zwischenbericht der Bischofssynode: Die Notwendigkeit mutiger pastoraler Entscheidungen



 Die zweite Woche der Versammlung der Bischofssynode beginnt und auf dem Programm stehen die Arbeit in den Arbeitsgruppen und das Erstellen eines Abschlusstextes. Die Grundlage für diese Arbeiten wurde vergangenes Wochenende erstellt und an diesem Montag verlesen: Die Zusammenfassung der Beratungen der ersten Woche, die so genannte „relatio post disceptationem“. Pater Bernd Hagenkord fasst für uns zusammen.

Kardinal Peter Erdö fiel die Aufgabe zu, die Zusammenfassung zu erstellen und vorzustellen. Als Relator hatte er nicht wie die übrigen Teilnehmer zwei freie Tage, sondern musste die 240 Beiträge in einen Gesamttext verarbeiten und den Synodenteilnehmern vorlegen.

Die Relatio beginnt mit dem doppelten Ausgangspunkt, der sich auch in vielen der Statements in der Versammlung fand. Zum einen sei die Familie die Zelle der Gesellschaft und damit auch der Kirche, zum anderen gäbe es viele Krisensymptome, die eine erneuerte Verkündigung nötig machten.

Der Text ist in drei Teile gegliedert: Zunächst wendet er sich den verschiedenen Realitäten und Wirklichkeiten zu, in denen Familie gelebt wird. Damit werden vor allem die Berichte und pastoralen Erfahrungen der Synodenteilnehmer aufgegriffen. Dann folgt der Blick auf Christus und seinen Auftrag, die Frohe Botschaft zu verkünden. Im dritten Teil wendet man sich schließlich der Frage zu, was Wege sein könnten, „die Kirche und die Gesellschaft in ihrem Einsatz für die Familie zu erneuern“.


I. Das Hören: Der Kontext der Herausforderungen für die Familie

Viel war in der ersten Woche von diesen Herausforderungen die Rede, einige universal, andere kulturell oder regional. Diese werden im ersten Teil in acht Abschnitten zusammen gefasst. Es geht um den Individualismus und die Einsamkeit, um Polygamie und die Probleme, die in gemischt-religiösen Ehen entstehen, wenn es um Rechte und die christlichen Werte geht. Es geht aber auch um die Affektivität des Menschen und seine Fähigkeit, Bindungen zu leben. Dieser Teil macht deutlich, dass die Synodenteilnehmer nicht über eine idealisierte Vorstellung von Familie, sondern von deren konkreten Formen gesprochen haben. Die Kirche müsse hier „ein Wort der Hoffnung und des Sinns“ sprechen.

Der einleitende Satz dieses Abschnitts gibt die Absicht gut wieder: „Der anthropologisch-kulturelle Wandel heute beeinflusst alle Bereiche des Lebens und erfordert eine analytische und breit gefächerte Untersuchung, die fähig ist, die positiven Formen von individueller Freiheit zu erfassen.“ Es geht daher nicht um einen Familienbegriff unter Belagerung, sondern um das Erkennen von Herausforderungen und von Chancen.


II. Der Blick auf Christus: Die Frohe Botschaft von der Familie

Mit dem Blick auf Christus öffnen sich neue Wege und noch nicht gedachte Möglichkeiten: Mit diesem Gedanken Papst Franziskus’ beginnt der zweite Teil der Relatio. Zwei Begriffe prägen ihn, zum einen der der Gradualität, welcher sehr deutlich und vielleicht überraschend bei den Beiträgen immer wieder zu Tage trat, und der der Barmherzigkeit Gottes, die Maßstab und Schlüssel zum Verstehen der Gebote Gottes sei.

Gott habe die Gnade seines Bundes mit den Menschen auf verschiedene Weisen mitgeteilt, die es „zu unterscheiden ohne zu trennen“ gelte, wird über die Gradualität gesagt. „Kontinuität und Neuheit“ seien die beiden Perspektiven, in denen das Verstehen gesucht werden müsse.

Die Ehe sei unauflöslich, das habe Jesus selbst bestätigt, die Ehepartner würden sich deswegen Treue und Offenheit für das Leben versprechen. So münde das Sakrament der Ehe in der Familie.

In diesem Teil der Relation wird außerdem die Frage aufgegriffen, welche in der Synodenversammlung immer wieder gestellt wurde: Wie könne Menschen geholfen werden, deren Ehen gescheitert seien. Hier greift der Text eine Verstehens-Hilfe auf, die dem Zweiten Vatikanum entnommen ist (Lumen Gentium 8), genauer dem Begriff des „subsistit“, der schwer zu übersetzen ist. Damit will der Text den Gedanken wiedergeben, dass es auch außerhalb sakramentaler Ehen Heiligung und Wahrheit geben könne. Verkürzend zusammengefasst kann man sagen, dass hier die Idee wiedergegeben wird, dass es nicht nur schwarz und weiß gibt, Ehe und nicht Ehe, sondern Zwischentöne, eben Grade. Was wiederverheiratete Geschiedene und ihre Zulassung zu den Sakramenten anginge, brauche es einen „geistlichen Unterscheidungsprozess“, so die Relatio.

Ein drittes Thema dieses Teils sind die Partnerschaften, die nicht mit Blick auf eine sakramentale Verbindung geschlossen wurden und werden, auch hier brauche es den barmherzigen Blick Jesu, um die Haltung der Kirche neu zu formulieren.


III. Die Auseinandersetzung: Pastorale Perspektiven

Der dritte Teil der Relation ist der längste Teil, er fügt die konkreten pastoralen Perspektiven und die grundsätzlichen Überlegungen zusammen. Die Spannung zwischen lokaler Not und universaler Perspektive wird genannt, die Frage der Verkündigung, die Rolle der Familien in der Kirche, die Sprache der Kirche in ihrer Verkündigung und die Vorbereitung auf die Ehe und die Begleitung der Ehepaare nach der Eheschließung, um nur einige Punkte zu nennen.

Ebenso wird jedoch betont, dass es gilt, sich nicht nur auf die sakramentale Ehe zu konzentrieren, sondern auch das Positive in anderen Partnerschaften zu sehen. Gleichzeitig gelte es aber auch, die eigene Vorstellung von Ehe und Sakrament zu bezeugen.

Noch einmal geht es in diesem Teil um die „verwundeten Familien“, also um getrennt Lebende, wiederverheiratete und nicht wieder verheiratete Geschiedene. „In der Synode klang klar die Notwendigkeit für mutige pastorale Entscheidungen an“, heißt es in dem Text. Treu zur Frohen Botschaft von der Familie hätten die Beratungen gezeigt, dass die Synodenväter die Dringlichkeit für solche „neuen pastoralen Wege“ erkannt hätten. „Es ist nicht klug, an eine einzige Lösung für alles zu denken oder an Lösungen, die durch ein ‚alles oder nichts‘ inspiriert sind“, heißt es in dem Text.

Noch einmal werden die geschiedenen Wiederverheirateten angesprochen, es geht um Ehenichtigkeitsverfahren und deren Verschlankung und die einzelnen Lösungsvorschläge aus der Debatte werden aufgeführt. Außerdem geht es um gleichgeschlechtliche Partnerschaften, auch hier nutzt der Text eine wertschätzende, keine beurteilende Sprache. Die Kirche könne ihre Partnerschaft nicht als Ehe sehen, die Relatio fragt aber, ob diese fähig sei, diese Gläubigen geschwisterlich aufzunehmen.



Pastoral und Lehre

Den gesamten Text prägt der Ansatz, dass die Kirche vor allem zuerst hören solle, bevor Antworten gegeben werden. Dem entspricht die Aufforderung, die Realität der Menschen zu schätzen und kennen zu lernen. Es ist ein sehr pastoraler Blick, wobei der Text nicht in die Falle tappt, Pastoral gegen Lehre auszuspielen, im Gegenteil. Auch sagt der Text nicht, die Frage der sakramentalen Ehe sei vor allem ein Vermittlungsproblem, die Herausforderungen werden sehr ernst genommen.

Das Dokument endet mit der Perspektive über die Synodenversammlung hinaus: Man wolle mit diesem Dokument Fragen aufwerfen und Perspektiven eröffnen, die in den Reflexionen in den Ortskirchen während des Jahres der Vorbereitung auf die kommende Synode reifen und präzisiert werden sollen, so der letzte Abschnitt. Damit ist auch das weitere Vorgehen angedeutet: In der kommenden Woche werden die Arbeitsgruppen an diesem Text weiterarbeiten, vielleicht Änderungsvorschläge oder Präzisierungen erarbeiten, die dann vorgeschlagen werden. Es liegt aber bereits jetzt das Gerüst vor für das, was von nun an bis zur kommenden Versammlung der Bischofssynode debattiert werden soll.

Aus der Synodenaula Pater Bernd Hagenkord für Radio Vatikan.

(rv 13.10.2014 ord)





Dieser Text stammt von der Webseite http://de.radiovaticana.va/news/2014/10/13/zwischenbericht_der_bischofssynode:_die_notwendigkeit_mutiger/ted-830627
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Offline Armer Sünder

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Liebe Christa, lieber Dominique,

tief bewegt las ich Eure Antworten bezüglich meines Entschlusses, das Forum hier zu verlassen. Ich habe mir nochmal alles und besonnen durch den Kopf gehen lassen. Letztendlich bringe ich es nicht übers Herz, Euch zu verlassen. Ich bleibe Euch also doch erhalten.
Jesus - Verzeihung und Barmherzigkeit

wilhelmina

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.......wer ohne Sünde, der werfe den ersten Stein......
....geh hin und sündige nicht mehr.....

Wenn du so lebst wie beschrieben, gibt es eine Rückkehr
zu den Sakramenten, die Josefsehe ersetz das von Gott
dir angedachte Opfer, im Leib Christi; das die erste Ehe
von dir abverlangt hätte. Weil nicht mehr in ständiger Sünde
lebend........ein Priester gibt hier Gewissheit.
Ein zurück zur " fleischlichen " Liebe entehrt den Ehebund
den Jesus mit seine Braut der Kirche geschlossen.
( übernatürlich-Göttlich )
Durch sein Leiden am Kreuz gilt dieser Bund für ewig im Himmel
wie auf Erden......
Im kleinen ist das der sakramentale Ehebund, zwischen Mann
und Frau, indem der Gnadenstrom Gottes fließt...
Jede Sünde, die nie mit Gott vereinbar ist, verursacht ein weiteren
" Peitschenhieb " auf den Leib Christie - einige ( starke ) Christen,
zu denen du auch gehörst - sorgen ( auch durch eine unglückliche
Ehe ) für einen gottgewollten Ausgleich......aus Liebe zu Gott, ein
Stück Kreuz mittragen....
Ich hoffe , das meine Ausführungen, das zum Ausdruck bringen
was das Kreuz uns zeigt - die Liebe die über allen steht - und
mancherlei ausgleicht....
Nie und nimmer verlangt Jesus eine Abkehr von deiner Familie,
dem angedachten Opfer zu dem Gott dich berufen hat, müßte
wenn du nicht bereit bist, ein anderer im Leib Christie einspringen...
- wenn auch jehner nicht bereit ist, werden 7 mal siebzig Mal, die
Bereitschaft unseres Herrn dagegenstehn....

Danke für deine offenen, liebevollen Worte, die die Liebe zu
Deiner Familie wiederspiegelt.......

Offline vianney

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Home >  Synode  > Artikel von 2014-10-14 11:35:16     




Synode: „Unsere Reise geht weiter“



 Der Zwischenbericht zur Weltbischofssynode ist ein Arbeitsinstrument für die Synodenväter und kein Abschlussbericht. Das hat Vatikansprecher P. Federico Lombardi an diesem Dienstag noch einmal vor der Presse klargestellt. „Das Drama geht weiter“ – mit diesen Worten umschrieb Kardinal Luis Tagle von Manila am Montag scherzhaft die Fortsetzung der synodalen Arbeiten. Er ist einer der drei Synodenpräsidenten. Nach seiner Darstellung ist der Austausch in der Synodenaula konstruktiv und unverblümt. Der am Montag präsentierte Zwischenbericht zur Synode habe in diesem lebendigen Gefüge nur provisorischen Charakter, betonte der Kardinal vor Vertretern der Presse:

„Die ,relatio post disceptationem’ kann als kein abschließendes Dokument der Synode betrachtet werden. Sie ist sehr vorläufig, ist für uns eine Art Spiegel, in dem wir Synodenväter sehen können, was wir so weit diskutiert haben, was wir erreicht haben bis jetzt auf dieser Reise. Das Dokument ist also eine Art Zusammenfassung, eine Synthese der Diskussionen der ersten Woche. Und die Synodenteilnehmer sind nun dazu aufgerufen zu sehen, was vertieft und geklärt werden muss, welche anderen Fragen gestellt werden sollten. Das Drama geht also weiter.“

Die Redakteure der 240 synodalen Beiträge, die den Zwischenbericht erstellten, hätten „heroische Arbeit“ geleistet, lobte Tagle. Der Generalrelator Kardinal Peter Erdö, der Synodensekretär Erzbischof Bruno Forte und die Expertengruppe hätten die in verschiedenen Sprachen vorgebrachten und inhaltlich vielfältigen Statements der Synodenväter innerhalb von nur zwei Tagen in ein handliches Dokument geschmolzen, das den Synodenvätern in dieser Woche als Arbeitshilfe dient. Die Tatsache, dass einige Synodenväter konkrete Punkte an dem Papier bemängelt hatten oder Präzisierungen anmahnten, sei kein Zeichen von Spaltungen, erklärte Tagle weiter:

„Ich wäre sehr vorsichtig, Leute zu etikettieren, nach dem Motto: ,Wer ist konservativ, wer ist progressiv’ – das ist gefährlich. Menschen sind unterschiedlich, aber wir sind alle verbunden durch die gemeinsame Liebe zur Kirche, die Treue gegenüber Christus und die Mission. Ich bezweifle, dass solche Zuordnungen irgendjemanden erschöpfend beschreiben könnten. Und was die Wahl der Moderatoren der Kleingruppen betrifft, die wurden von den Gruppen selbst gewählt.“
An diesem Dienstag gibt es wie in den kommenden Tagen jeweils zwei Sitzungen der Kleingruppen, der sog. „Circoli minori“, eine am Morgen und eine am Abend. Sie dauern jeweils dreieinhalb Stunden. Am Donnerstag werden die in den Arbeitskreisen erarbeiteten Ergebnisse in der Vollversammlung vorgestellt. Danach tritt wieder das Redaktionskommitee zusammen, um sie einzuarbeiten. Der so erstellte Text - die „Relatio Sinodi“ - wird dann am Samstag von den Synodenvätern abgesegnet. Ob das Dokument, das dem Papst übergeben werden soll, dann auch veröffentlicht werden wird, ist noch nicht bekannt. Das Papier ist die Arbeitsgrundlage für die Bischofssynode von 2015.
(rv 13.10.2014 pr)





Dieser Text stammt von der Webseite http://de.radiovaticana.va/news/2014/10/14/synode:_%E2%80%9Eunsere_reise_geht_weiter%E2%80%9C/ted-830874
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Offline Papalist

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Kehre um lieber Freund.


Zitat
@ Papalist


...wie soll ich das denn machen????? Meine jetzige Frau und Kinder im Stich lassen??????? Lies bitte nochmal ganz genau den Bericht, den ich geschrieben habe. Dann kannst Du mir gern antworten wie diese Umkehrung stattfinden soll.
[/quote]

Unter bestimmten Umständen-wie vielleicht deine- empfahl die Kirche geschwisterlich zusamenzuleben , d.h ohne eheliche Akte und getrennten Betten .


Währe das eine  Lösung für dich  ?

 

La Salette 1846



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