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Allgemeines => Neues & Wissenswertes => Thema gestartet von: Hemma am 16. April 2011, 21:40:49

Titel: Direktor Rimmel - Wigritzbad
Beitrag von: Hemma am 16. April 2011, 21:40:49

Wallfahrtsdirektor Rimmel soll mit 31. Mai auf Wunsch von Bischof Konrad Zdarsa von Augsburg Wigritzbad verlassen.




Schade, er war ein exzellenter Prediger!  :(
Sein Nachfolger ist Hw. Nikolaus Maier.


LG., Hemma
Titel: Re:Direktor Rimmel - Wigritzbad
Beitrag von: peanutbecker am 24. Mai 2011, 22:11:07
Siehe dazu auch den kath.net-Artikel von heute

24. Mai 2011, 12:30
Wigratzbad: Rimmel von Abberufung 'vollkommen überrascht'

Der Direktor von der Gebetsstätte wurde durch Augsburger Bischof abberufen: „Ich wäre sehr gerne in Wigratzbad geblieben, aber ich gehe im Gehorsam“. Kath.net dokumentiert Rimmels Stellungnahme im Wortlaut.

http://www.kath.net/detail.php?id=31535 (http://www.kath.net/detail.php?id=31535)
Titel: Re:Direktor Rimmel - Wigritzbad
Beitrag von: Winfried am 25. Mai 2011, 12:02:22
Liebe HEMMA, liebe Freunde,

ich habe mir die Stellungnahme von Pfr. Rimmel jetzt einmal durchgelesen, wobei die Kommentare dazu auch nicht gerade uninteressant sind. Es geht dabei hauptsächlich um das Verhältnis "charismatisch" - konservativ, aber auch um Kirchenpolitik.

Ich war hier und da in Wigratzbad und habe auch Pfr. Rimmel kennen gelernt. Den Autor des Buches "Sieg der Sühne", Alfons Sarrach, kenne ich ebenfalls. Inhaltliche Differenzen dürften aber inzwischen ausgeräumt sein.

Bei Wigratzgrad geht es meiner Meinung nach hauptsächlich um Folgendes: Das Exerzitienprogramm (s. http://www.gebetsstaette.de/ (http://www.gebetsstaette.de/)) ist sehr "charismatisch" ausgerichtet. Es treten dort viele bekannte Persönlichkeiten auf, wie z.B. Pater Rufus Pereira, Gloria Polo, Leandre Lachance, Pfr. Hansmartin Lochner (CE), verschiedene Vertreter der FSSP (!), P. Karl Wallner OCist, Sr. Valapilla, Pfr. Sterninger (s. HP), um nur einige zu nennen, aber auch der umstrittene "charismatische" Priester Zlatko Sudac oder Fra ELIA (s. HP), dessen Stigmata laut kath-net umstritten sind.

Das übergeordnete Thema in Wigratzbad heißt "Geistige Heilung". Es handelt sich dort meistens um entsprechende Vorträge, aber auch um die Möglichkeit zu einem persönlichen Gespräch, wobei jeden Tag die Hl. Messe incl. Lobpreisveranstaltungen und dem Angebot des Bußsakramentes, von dem viele dort Gebrauch machen, gefeiert wird. Dies geschieht teilweise unter "charismatischen" Bedingungen, wobei auch das "Reden in Zungen" vorkommt. Es kommt dort ebenfalls zu Handauflegungen (auch durch Laien), bei denen die Menschen teilweise nach hinten umfallen. Auch von körperlichen Heilungen ist die Rede.

Alles in allem halte ich Wigratzbad für eine segensreiche Einrichtung, wobei das Phänomen gewisser "charismatischer" Vorgänge, wie z.B. das "Ruhen (Umfallen) im Geist" - sog. Geisttaufe - ("slaught in the spirit", was "erschlagen im Geist" bedeutet) für mich immer noch ungeklärt ist.



 ;medj
Titel: Re:Direktor Rimmel - Wigritzbad
Beitrag von: Fanny am 25. Mai 2011, 14:28:11
vom Kathnet:

Der Direktor von der Gebetsstätte wurde durch Augsburger Bischof abberufen: „Ich wäre sehr gerne in Wigratzbad geblieben, aber ich gehe im Gehorsam“. Kath.net dokumentiert Rimmels Stellungnahme im Wortlaut.

Augsburg (kath.net)
Thomas Maria Rimmel, der Wallfahrtsdirektor der Gebetsstätte Wigratzbad, hat in einer aktuellen Ausgabe der Zeitschrift "Wigratzbad aktuell" eine umfassende Erklärung zu seiner Abberufung als Wallfahrtsleiter veröffentlicht. Wie kath.net berichtet hat, wurde Rimmel nach 12 Jahren Tätigkeit als Leiter der Gebetsstätte Wigratzbad von Bischof Konrad Zdarsa abberufen. Rimmel schrieb dazu, das er nicht verschweigen möchte, dass mich die Abberufung durch unseren Bischof Dr. Konrad Zdarsa "vollkommen überrascht und sehr getroffen" hat. Ich wäre sehr gerne in Wigratzbad geblieben, aber ich gehe im Gehorsam und im Vertrauen auf die liebende Vorsehung Gottes.“

Beim ersten Besuch des neuen Bischofs von Augsburg in Wigratzbad bekräftigte dieser nach Auskunft Rimmels „mir gegenüber mehrfach, ich sei der richtige Mann für diese Gebetsstätte. Als er erfuhr, dass ich schon zwölf Jahre hier meinen Dienst verrichte, meinte er, ich sollte mich darauf einstellen, die Gebetsstätte weitere 24 Jahre zu leiten.“

Als Motive des Augsburger Diözesanbischofs, Rimmel jetzt als Direktor der Gebetsstätte abzuberufen, nannte Rimmel in der Zeitschrift folgende Punkte:

- Bischof Zdarsa „meinte, ich hätte zu stark für Wigratzbad gekämpft“
- Differenzen um das Buch von Alfons Sarach „Sieg der Sühne“
- Die Durchführung von charismatischen Heilungsgottesdiensten und Exerzitien in Wigratzbad, besonders unter dem Aspekt der Auswahl der Referenten.
- Die Diskussion um die Spendung von Einzelsegen mit dem Allerheiligsten, sofern sie gleichzeitig mit mehreren Monstranzen durchgeführt wurde.

Außerdem wies Rimmel darauf hin: schon „als ich den Dienst in Wigratzbad antrat, wurde mir von Bischof Dammertz als eine der zentralen Aufgaben mit auf den Weg gegeben, die diözesane Gebetsstätte von der Priesterbruderschaft St. Petrus zu entflechten‘“.


Kath.net dokumentiert die Erklärung von Thomas Maria Rimmel, bisheriger Direktor der Gebetsstätte Wigratzbad (Mai 2011), im Wortlaut:

Ein letztes Mal darf ich mich als Direktor der Gebetsstätte in unserer Zeitschrift „Wigratzbad aktuell“ an Sie wenden. Ich möchte diese Ausgabe dazu nützen, mich von Ihnen zu verabschieden. Zwölf Jahre lang durfte ich dem Heiligtum der „Unbefleckt empfangen Mutter vom Sieg“ dienen. Ich habe meine ganze Kraft nach bestem Wissen und Gewissen eingesetzt. Tagtäglich musste ich Entscheidungen treffen, die für die Entwicklung der Gebetsstätte richtungweisend waren.

Als mir unser damaliger Diözesanbischof Dr. Viktor Josef Dammertz 1999 die Leitung der Gebetsstätte übertrug, war sie für mich praktisch ein unbeschriebenes Blatt. Je länger ich mich mit der Geschichte und den anstehenden Aufgaben des Gnadenorts befasste, umso mehr wuchs er mir ans Herz. Und ich legte schließlich mein ganzes Herzblut in den Dienst an den Pilgern. Mit ruhigem und dankbarem Gewissen kann ich auf die vergangenen zwölf Jahre zurückblicken. Ich stehe zu alledem, was ich mit der Hilfe Gottes angepackt und aufgebaut habe. Was die pastoralen Initiativen betrifft, brauche ich nichts zu bereuen.

Zunächst darf ich mich bei Ihnen allen für Ihre Teilnahme am Leben der Gebetsstätte und für Ihre Treue zum Heiligtum der „Unbefleckt empfangenen Mutter vom Sieg“ bedanken. Ihr Eifer im Gebet, Ihr Glaubenszeugnis, Ihre Ehrfurcht gegenüber dem Allerheiligsten Sakrament des Altares und Ihre Liebe zur Kirche haben mich getragen und gestärkt. Wigratzbad hat mein Priestertum ganz neu geformt und vertieft. Die Gebetsstätte hat mir letztlich viel mehr gegeben, als ich den Pilgern je hätte geben können.

Sie alle haben mit dazu beigetragen, dass die Gebetsstätte aufblühen und zu einem Ort der Neuevangelisierung werden konnte. Es ist nicht übertrieben, wenn wir sagen, dass Wigratzbad seine Ausstrahlung in den ganzen deutschen Sprachraum hinein entfaltet hat. Die positive Entwicklung hängt mit vielen Faktoren zusammen, die jeweils ein Gnadengeschenk darstellen und sicherlich auch von der Vorsehung Gottes gelenkt sind. Als ganz entscheidend betrachte ich die Ewige Anbetung, die wir vor fast zehn Jahren in der Gnadenkapelle beginnen durften. Es ist kaum zu übersehen, dass sich im Zug dieser Gebetsinitiative die Exerzitien immer segensreicher entfaltet haben. 2010 waren es 5.500 Teilnehmer, die durch diese Angebote mit der Gebetsstätte in Verbindung kamen und zum Teil einen neuen Zugang zum Glauben und zur katholischen Kirche fanden. Außerdem hat sich die Zusammenarbeit mit dem katholischen Fernsehsender K-TV sehr fruchtbar auf das Wallfahrtsgeschehen ausgewirkt.

So sage ich Ihnen allen ein aufrichtiges Vergelt’s Gott: den Betern, besonders denen, die durch ihre regelmäßige Anwesenheit die Anbetung mittragen, den Kranken, die ihre Leiden für Wigratzbad aufopfern, den unzähligen ehrenamtlichen Helfern und Mitarbeitern, den Mesnern und Ministranten, den Voll- und Teilzeitkräften, die bei unserer Filialkirchenstiftung und bei unserer Betreuungsgesellschaft St. Josef angestellt sind, den Ordensschwestern der Gemeinschaft der Dienerinnen Christi, den Betreuern der Sakristeien und der sakralen Räumlichkeiten, den Mitarbeitern in unserem Pilgerzentrum, in der Küche und in unserem Restaurant, im Pilgerladen, in den Büros, in den Verwaltungsgremien, in Haus und Hof, den zahlreichen Lieferanten, Handwerkern und Technikern, aber auch den Mitarbeitern von K-TV und Radio Maria. Einen besonderen Dank möchte ich in diesem Rahmen den vielen Referenten sowie allen Priestern, Bischöfen und Kardinälen aussprechen, die nach Wigratzbad gekommen sind.

Ganz herzlich danke ich auch meinen Mitbrüdern im priesterlichen Dienst an der Gebetsstätte, den Benefiziaten Stefan Kolodzjie und Dieter Kaufmann, den Pfarrern Bernhard Kügler und Wilhelm Meir. Hervorheben darf ich auch die zahlreichen Priester, die bereit waren, oft stundenlang in unserer Gebetsstätte das Sakrament der Buße zu spenden. Namentlich möchte ich unter ihnen Geistlichen Rat Martin Geiger nennen, der als ehemaliger Pfarrer von Wombrechts 16 Jahre lang offiziell für Wigratzbad zuständig war. Einen besonderen Platz nimmt Monsignore Dr. Dr. Rupert Gläser ein, von dem ich das Amt der Leitung der Gebetsstätte übernommen habe und der mich noch bis zu seiner Verabschiedung 2009 in den Ruhestand auf einfühlsame Weise begleitet hat.

Ehrlichen Herzens nenne ich hier auch die wertvolle Mithilfe der Priesterbruderschaft St. Petrus. Als ich den Dienst in Wigratzbad antrat, wurde mir von Bischof Dammertz als eine der zentralen Aufgaben mit auf den Weg gegeben, „die diözesane Gebetsstätte von der Priesterbruderschaft St. Petrus zu entflechten“. Was nun in den Medien verschiedentlich erwähnt wurde, war weder meine persönliche Initiative, noch die Interpretation unseres neuen Bischofs Dr. Konrad Zdarsa, sondern die ausdrückliche Anweisung von diözesaner Seite vor zwölf Jahren. Es war eine Aufgabe, die umsichtiges Abwägen verlangte. Doch haben wir ein gutes Miteinander gefunden.

Es war kein Gegen- oder Nebeneinander, sondern eine fruchtbare Zusammenarbeit und eine gegenseitige Ergänzung. Ich habe die Patres durchwegs als echte Männer Gottes schätzen gelernt. Auch wenn ich den außerordentlichen Ritus nie als meine persönliche Berufung empfand, so hatte ich immer einen großen Respekt vor ihrem segensreichen Einsatz.

Einen positiven Aufschwung erlebte das pastorale Wirken der Petrusbruderschaft in Wigratzbad nicht zuletzt aufgrund der Öffnung der Weltkirche für den traditionellen Ritus durch Papst Benedikt XVI., was von den Pilgern dankbar aufgenommen wurde.

Voll Vertrauen lege ich nun die zwölf vergangenen Jahre in die Hände Gottes zurück. Ihm gilt mein Lobpreis, den ich durch das Unbefleckte Herz Mariens zum Himmel schicke. Aber ich möchte auf besondere Weise auch dem hl. Josef danken. Als ich in Wigratzbad meinen Dienst antrat, begann ich, nach der Frühmesse in der Gnadenkapelle das Gebet „O heil‘ger Josef, du halt‘ Haus“ anzufügen. Wir haben es bis heute immer mit den Gläubigen gebetet. Dabei legte ich von Anfang an dem hl. Josef ans Herz, dass uns die Mittel zum Unterhalt der Gebetsstätte immer ausreichend zur Verfügung stehen mögen. Und der hl. Josef hat uns nie enttäuscht.

Liebe Pilger, ich möchte nicht verschweigen, dass mich die Abberufung durch unseren Bischof Dr. Konrad Zdarsa vollkommen überrascht und sehr getroffen hat. Ich wäre sehr gerne in Wigratzbad geblieben, aber ich gehe im Gehorsam und im Vertrauen auf die liebende Vorsehung Gottes.

Dabei ist mir die Solidarität, die mir die Pilger seit Bekanntwerden der bischöflichen Entscheidung zeigen, ein großer Trost. Die unzähligen Dankesbriefe sind nicht nur eine Ermutigung für mich persönlich, sondern auch eindrucksvolle Zeugnisse für das Gnadenwirken der Gottesmutter an diesem Heiligtum. Für diesen Ausdruck der Nähe und Anteilnahme möchte ich allen auch auf diesem Weg ebenso innig danken.

Meinem designierten Nachfolger, Pfarrer Nikolaus Maier, wünsche ich die Gnadenfülle des Heiligen Geistes für seine neue Aufgabe. Möge Gott ihm helfen, die Gebetsstätte nach dem Willen Gottes und zum Wohl der Gläubigen in eine gute Zukunft zu führen. Besonders liegt mir am Herzen, dass Sie alle dem Heiligtum der „Unbefleckt empfangenen Mutter vom Sieg“ die Treue halten. Ich bitte Sie um Ihr Gebet für meinen künftigen Weg und verspreche Ihnen, auch Sie und die Gebetsstätte in mein Gebet und in das Heilige Messopfer einzuschließen.

Mit meinem priesterlichen Segen grüßt Sie aus dem Heiligtum der Mutter vom Sieg
Ihr
Thomas Maria Rimmel, Direktor


„Sie sind der richtige Mann für die Gebetsstätte!“
Am 20. Januar 2011 besuchte der neue Augsburger Bischof Dr. Konrad Zdarsa das erste Mal die Gebetsstätte Wigratzbad. Er feierte im Rahmen der dritten Pastoralen Fortbildung für Beichtväter, an der etwa 80 Priester teilnahmen, die Abschlussmesse.

Nach dem Mittagessen führte ich Bischof Zdarsa zusammen mit seinem Sekretär durch das Heiligtum. Während der Besichtigung bekräftigte er mir gegenüber mehrfach, ich sei der richtige Mann für diese Gebetsstätte. Als er erfuhr, dass ich schon zwölf Jahre hier meinen Dienst verrichte, meinte er, ich sollte mich darauf einstellen, die Gebetsstätte weitere 24 Jahre zu leiten.

Dass es anders kam, ist nicht unserem Bischof anzulasten. Als er mir am 22. März 2011 bei einer Begegnung im Bischofshaus zu verstehen gab, dass er mich versetzen wird, gab er folgende Gründe an:
Er meinte, ich hätte zu stark für Wigratzbad gekämpft. Nach dem Verbot des Buchs „Sieg der Sühne“ von Alfons Sarrach brachte ich in einem Brief an den Bischof zum Ausdruck, dass ich von der Echtheit Wigratzbads „felsenfest“ überzeugt bin. Darauf möchte ich in einem eigenen Abschnitt noch näher eingehen (vgl. S. 12f.).

Außerdem spielte für unseren Bischof ein Konflikt, den das Buch heraufbeschworen hatte, eine entscheidende Rolle. Dabei geht es um die Frage, wie wir die Zeit des Nationalsozialismus heute sachgerecht und angemessen aufarbeiten können. Frl. Antonie Rädler, die Gründerin der Gebetsstätte, wurde von diesem Regime aufgrund ihrer Haltung „Sie sind der richtige Mann für die Gebetsstätte!“ und ihrer Aktivitäten verfolgt. Die Nazis hatten die feste Absicht, sie zu beseitigen. So wurde sie ohne Absicht zu einer christlichen Widerstandskämpferin des III. Reichs. Dass sich an den Machenschaften gegen Frl. Antonie auch der damalige Bürgermeister und der zuständige Ortspfarrer beteiligten, ist ein Faktum. Trotzdem stellt sich die Frage, inwieweit es nötig gewesen wäre, diese Dinge überhaupt an die Öffentlichkeit zu tragen. Denn für Angehörige ist es natürlich schwer, mit dieser Vergangenheit umzugehen. Alfons Sarrach hat in seinem Buch dieses Thema auf eine Weise behandelt, die an einigen Stellen sicherlich nicht ganz richtig war. Die Angehörigen sahen ihre Familienehre verletzt und legten bei der Diözese Augsburg Widerspruch in. Meine Versetzung hängt letztlich damit zusammen, dass unser Bischof, wie er mir sagte, damit nichts zu tun haben wollte. Und es ist in der Tat nicht seine Aufgabe, sich in diese Problematik hineinziehen zu lassen.

Sicherlich liegt es auch nicht in meiner Verantwortung, was im Buch „Sieg der Sühne“ geschrieben steht, sondern in der des Autors. Dass ich dennoch mit der Sache unmittelbar in Verbindung gebracht worden bin, liegt einmal daran, dass ich als Direktor der Gebetsstätte die Darstellung der Geschichte Wigratzbads kontrollieren muss. Außerdem wurde das Buch in einem Verlag herausgegeben, den ich als Mitinhaber persönlich mittrage. Auch diese Nähe spielte schließlich für die Entscheidung des Bischofs eine ausschlaggebende Rolle. Ich habe mir persönlich in diesen drei Punkten letztlich nichts vorzuwerfen. Dass ich hinter der Echtheit von Wigratzbad stehe, sehe ich nicht als Fehler. Wie hätte ich ohne diese Überzeugung den Gnadenort mit meiner ganzen Energie leiten können? Ich werde an diesem Zeugnis auch weiterhin festhalten, bis ich durch mir eventuell bislang unbekannte Fakten vom Gegenteil überzeugt worden bin. Bei der Verkündigung habe ich mich jedoch immer an die Anweisungen der Diözese gehalten. Nur unter dem Vorbehalt einer endgültigen kirchlichen Entscheidung habe ich die Geschichte der Gebetsstätte zur Sprache gebracht. Und nie habe ich behauptet, dass es sich mit Gewissheit um übernatürliche Ereignisse handelt.

 
Titel: Re:Direktor Rimmel - Wigritzbad
Beitrag von: Winfried am 25. Mai 2011, 17:16:39
Liebe Freunde,

eigentlich wollte ich in den nächsten Tagen in Wigratzbad sein, leider ist mir das aber im Moment nicht möglich. Ich hätte dann z.B. die Möglichkeit gehabt, einmal mit FRA ELIA u.a. zusammen zu treffen.

Wie oben erwähnt, ist es Pfr. Rimmel gelungen, außerordentlich bekannte Personen nach Wigratzbad einzuladen, zu denen auch FRA ELIA gehört. Die Kritik an Wigratzbad geht oft dahin, dass hier zuviel "Prominenz" erscheint und die Teilnehmer eher kommen, um einen "Wunderheiler" zu sehen, als Jesus selber in aller Demut und in aller Stille im Tabernakel anzubeten. Da mag etwas dran sein, trotzdem halte ich die Menschen, die Wigratzbad besuchen für sehr gläubig und glaube nicht, dass sie auf Sensationen aus sind. Die Zukunft von Wigratzbad wird es zeigen.



 ;medj
Titel: Re:Direktor Rimmel - Wigritzbad
Beitrag von: peanutbecker am 25. Mai 2011, 18:41:02
Montag im Tagesthema bei K-TV - Pfr. Buschor sagte sinngemäß: Auch wenn Dir. Rimmel nicht mehr da ist, geht weiterhin nach Wigratzbad und feiert auch über K-TV die hl. Messen von dort mit!!
Titel: Re:Direktor Rimmel - Wigritzbad
Beitrag von: kleineMaria am 27. Mai 2011, 11:29:49

Ich habe auch die Zeitschrift von Wigratzbad erhalten und den Bericht von Direktor Rimmel gelesen. Er selber war ja auch so sehr überascht, über diese Situation, die über ihn hereinbrach.
Gott möge ihm viel Kraft geben in seiner neuen Situation. Und mein Wunsch wäre, dass er öfters von Wigratzbad eingeladen wird, zu einem Gottesdienst mit wunderbarer Predigt....

Vergeltsgott für alles, Pfarrer Rimmel.
Titel: Re:Direktor Rimmel - Wigritzbad
Beitrag von: peanutbecker am 28. Mai 2011, 21:36:00
Ich hoffe nur, dass die bisher gute Zusammenarbeit zwischen K-TV und der Gebetsstätte unter dem neuen Leiter fortgeführt werden kann.
Titel: Re:Direktor Rimmel - Wigritzbad
Beitrag von: Winfried am 08. Juni 2011, 16:59:44
Liebe Leser,

wie ich erfahren habe, sei einer der Hauptgründe für die Ablösung des Direktors der Gebetsstätte Wigratzbad, Pfr. Rimmel, die Aufnahme von bestimmten "Charismatikern", wie z.B. des kroatischen Priesters Zlatko Sudac, Sr. Valapilla (Haus Raphael, Bad Soden - Salmünster) oder der "Charismatiker" P. James Manjackal und P. Rufus Peireira in sein Programm gewesen (vgl. dazu http://www.news4press.com/Meldung_596242.html (http://www.news4press.com/Meldung_596242.html)).

Außerdem wird in diesem Artikel, der von Felizitas Küble herausgegeben und verfasst wurde, scharfe Kritik an deren Praxis, wie z.B. dem "Ruhen im Geist" ("slain in the spirit", "geschlagen im Hl. Geist", "Hammersegen" - vgl. "Toronto-Segen"), bei dem Menschen nach hinten wie in Trance umfallen, geübt.

Für mich ist dieses Phänomen immer noch nicht geklärt. Wie viele andere gläubige Katholiken auch, habe ich an solchen Veranstaltungen teilgenommen, wobei diese Phänomene wirklich auftraten. Einige, die dabei bewusstlos umfielen, berichteten von "positiven" Erfahrungen, andere konnten sich an nichts mehr erinnern, wieder andere glaubten, von einer dämonischen Macht besessen zu sein.

Was die Ursachen dieses Umfallens ("Ruhen im - Heiligen - Geist") betrifft, so schwanken die Vermutungen zwischen Hypnose, einer wirklichen Einwirkung des Heiligen Geistes und dämonischen Einflüssen. Bei alldem muss man allerdings darauf hinweisen, dass für einen getauften Katholiken in erster Linie das Sakrament der Firmung (Stärkung durch den Hl. Geist) ausschlaggebend ist, wenn es um das Handeln des Heiligen Geistes geht, welcher bekanntermaßen weht, wann, wo und wie ER will (vgl. Joh 3,8).


Wie steht Ihr dazu? Was sind da Eure Erfahrungen?
Titel: Re:Direktor Rimmel - Wigritzbad
Beitrag von: LoveAndPray85 am 08. Juni 2011, 17:16:08
Im Zusammenhang damit hätte ich die Frage an die erfahrenen Katholiken hier,
wie ihr zur sog. "charismatischen Erneuerung" generell steht?
Titel: Re:Direktor Rimmel - Wigritzbad
Beitrag von: LoveAndPray85 am 08. Juni 2011, 17:36:55
Interessant finde ich Folgendes (aus dem Artikel, der von Winfried oben verlinkt wurde):


"In einem amtlichen "Brief an die Bischöfe" zum Thema „christliche Meditation“ vom 15.10.1989 warnte der Chef der Glaubenskongregation (unser heutiger Papst) davor, "wohlige religiöse Gefühle" als geistgewirkt zu verherrlichen. Der damalige Kardinal Ratzinger schrieb hierzu:

"Einige physische Übungen erzeugen automatisch das Gefühl der Ruhe und Entspannung, Gefühle der Befriedigung, vielleicht sogar Empfindungen von Licht und Wärme, die einem geistlichen Wohlbefinden gleichen.

Sie aber als echte Tröstungen des Heiligen Geistes anzusehen, wäre eine gänzlich falsche Art, sich den geistlichen Weg vorzustellen. Würde man ihnen eine für die mystische Erfahrung typische symbolische Bedeutung zuschreiben, ohne daß die sittliche Haltung der Betreffenden dem entspricht, so hätten wir eine Art geistlicher Schizophrenie vor uns, die sogar zu psychischen Störungen und zuweilen zu moralischen Verirrungen führen kann."

Damit sorgte der damalige Kardinal Joseph Ratzinger für klare theologische Information und Orientierung auch in diesen umstrittenen Streitfragen.
"


Was sagt der heutige Papst Benedikt uns damit? Keine Anhänglichkeit an "außergewöhnliche Erlebnisse", denn die sind für die innere Beziehung zu Jesus nicht entscheidend, sondern können sogar gefährlich werden.
Titel: Re:Direktor Rimmel - Wigritzbad
Beitrag von: KleineSeele am 09. Juni 2011, 00:35:43
"Ruhen im Geist" ("slain in the spirit", "geschlagen im Hl. Geist", "Hammersegen" - vgl. "Toronto-Segen")

Wie steht Ihr dazu? Was sind da Eure Erfahrungen?

Ich stehe dem skeptisch gegenüber, es kommt mir eigenartig/unheimlich vor. Ich war aber noch nie persönlich dabei, habe es nur auf Video gesehen.
Titel: Re:Direktor Rimmel - Wigritzbad
Beitrag von: CSPB am 09. Juni 2011, 13:06:16
Liebe Zeugen der Wahrheit,

Ich werde mal meine Erfahrungen schildern.

Einmal vorweg: Ich sehe die charismatische Erneuerung als etwas Gutes.
Die charismatischen Messen sind die einzigen, die ich erlebt habe, bei denen ausschließlich kniende Mundkommunion gespendet wird. Ferner zeichnen sie sich durch viel Gesang und Lobpreis, eine lange und vor allem inhaltsvolle Predigt, und Konzentration auf das Messopfer und das Allerheiligste aus. Vor und nach der Messe ist Anbetung mit Lobpreis und Rosenkranz, und nebenbei Beichtgelegenheit. Alles in allem dauert das Ganze etwa vier Stunden, die gefüllt mit "Gottesdienst" im wahrsten Sinne des Wortes sind. Wo sonst findet man das schon?
Die "Lehre", die verkündet wird, deckt sich 1:1 mit der Lehre des Papstes und des Katechismus. Selbst das ist heutzutage leider selten. Es hat also nichts auf sich mit dem Vorurteil, die Charismatiker wären ökumänisch-protestantisiert, im Gegenteil, sie sind grundkatholisch.

Nun komme ich zum Segen mit Handauflegung, bei dem der Priester - und nur der Priester legt die Hände auf- den Heiligen Geist für diesen Menschen erbittet. Grundlage für dieses Handeln ist das Handeln der Apostel in der Apostelgeschichte.
19, 6 Paulus legte ihnen die Hände auf und der Heilige Geist kam auf sie herab;
18, 7 Dann legten sie ihnen die Hände auf und sie empfingen den Heiligen Geist.
6, 6 Sie ließen sie vor die Apostel hintreten und diese beteten und legten ihnen die Hände auf.
Das Ziel dieses Segens ist es, den Heiligen Geist zu empfangen um die Sünden auszumerzen, seine Früchte zu empfangen und so zur Heiligkeit zu streben.
Beim Segen kniet man vor dem Allerheiligsten, und der Priester tritt heran, und legt einem die Hände auf. Dabei sieht man nicht den Priester an, sondern das Allerheiligste, oder man schließt die Augen (Argument gegen Hypnose). Wenn jetzt ein Mensch umfällt und im Geist ruhen darf, dann fängt ihn ein Helfer auf und legt ihn auf den Boden, wo er ca. eine halbe Minute bewusstlos liegen bleibt, um dann, bei klarem Verstand und keineswegs irgendwie verwirrt oder geistig abwesend aufzustehen. Das Ganze läuft geordnet und so unspektakulär wie möglich ab, und hat nichts mit dem freikirchlichen "Torontosegen" zu tun, wo die Menschen manchmal kichernd oder wie Tiere blökend am Bodern herumwuzeln. Diese Unordnung ist sicher nicht vom Heiligen Geist.

Bei diesem Segen dürfen ca. 3/4 aller Menschen im Geist ruhen (=in Ohnmacht fallen). Wenn jemand (so wie ich bis jetzt immer) nicht umfällt, ist das nicht deswegen, weil man weniger vom Heiligen Geist empfangen hat, sondern weil einen Gott nicht dazu zwingt, die Kontrolle des des menschlichen Geistes für ein paar Sekunden vollständig dem Heiligen Geist zu überlassen, der dann die Gedanken ordnet und in die richtigen Bahnen bringt. "Geistige Heilung" nennt sich das. Es gibt auch Fälle von körperlicher Heilung, zum Beispiel chronischer Rückenschmerzen.

Eine möglicher zusätzlicher Grund für das Umfallen ist, dass Gott den Menschen beweist, dass er da ist. So wie in der Apostelgeschichte 2, 2: Da kam plötzlich vom Himmel her ein Brausen, wie wenn ein heftiger Sturm daherfährt, und erfüllte das ganze Haus, in dem sie waren.

Nicht umzufallen heißt aber nicht, dass man gar nichts fühlt. Die Beine werden weich, man beginnt das Gleichgewicht zu verlieren und es kribbelt im Kopf, ein durch und durch angenehmes Gefühl. Aber die Gedanken bleiben zu jeder Zeit klar.

Was bringt dieser Segen? Ich habe es oben schon geschrieben, das Ziel dieses Segens ist es, die Früchte des Heiligen Geistes zu empfangen. Und das stimmt auch. Ich merke es immer wieder, nach der "Geisttaufe" bin ich die nächsten zwei, drei Tage oder manchmal auch länger viel freundlicher, geduldiger, gelassener und motiviert im Alltag und im Gebetsleben. Und es fällt mir überhaupt nicht schwer, selbst vormals schweren Versuchungen zu widerstehen. Das ist für mich der eindeutigste Beweis, dass der Heilige Geist wirklich wirkt.

Dass dieser Segen dämonisch wäre, das kann ich mir ganz und gar nicht vorstellen. Wie sollte das auch möglich sein? Der Priester erbittet den Heiligen Geist für den Menschen, und dann lässt Gott zu, dass ein Dämon handelt? Das kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. Außerdem ist diese Theorie gegen die Aussage Jesu in der Bibel.
Und zwar, Jesus wird beschuldigt mit Dämonen zu wirken, so wie Charismatiker beschuldigt werden mit Dämonen zu wirken... seht ihr die Parallele? Und was antwortet er darauf?

Lukas 11, 11 Oder ist unter euch ein Vater, der seinem Sohn eine Schlange gibt, wenn er um einen Fisch bittet, 12 oder einen Skorpion, wenn er um ein Ei bittet? 13 Wenn nun schon ihr, die ihr böse seid, euren Kindern gebt, was gut ist, wie viel mehr wird der Vater im Himmel den Heiligen Geist denen geben, die ihn bitten.

Warum sage ich dann, dass ich nicht glaube, dass der freikirchliche Torontosegen von Gott kommt? Diese Menschen bitten ja nicht um den Heiligen Geist, sondern sie versuchen den Teufel aus den Menschen zu exorzieren, dass sich dann ein Teufel zeigt ist nicht so abwegig.

Ich habe einmal von einem "normalen", nicht charismatisch praktizierenden Priester gehört, dass er schon einige Male erlebt hat, dass bei seinem Segen mit Handauflegung Menschen umgefallen sind. Das schließt die Möglichkeit einer gezielten Hypnose aus.

Dann gibt es noch die Möglichkeit der autosuggestiven Wirkung. Dass man sich durch die Vorstellung, der Heilige Geist käme aus einen herab, diese Gefühle nur einbildet. Sicher wird das zum Teil eine Rolle spielen, aber ich bin davon überzeugt, dass das nicht alles ist. Wieso beschreiben verschiedene Menschen die selben Gefühle? Seht euch die beiden Videos von Alan Ames an: http://de.gloria.tv/?media=101252 (http://de.gloria.tv/?media=101252) http://de.gloria.tv/?media=58501 (http://de.gloria.tv/?media=58501) Aufgrund von Autosuggestion würden nicht alle Menschen das selbe verspüren, und außerdem ist das Gefühl viel zu mächtig.

Ein weiteres Phänomen dieses Segens ist, dass der Priester manchmal unter Eingebung des Heiligen Geistes Menschen bestimmte Sätze sagt, die für diese Menschen dann Sinn oder Antwort ergeben (Zungengebet). Das habe ich zwar nicht selbst erlebt, aber ich habe von anderen gehört, dass der Priester zu ihnen von Sachen gesprochen hat die er unmöglich wissen konnte. Oder dass er bestimmten Menschen sagt, dass sie Beichte nötig haben.

Macht euch aufgrund meiner Aussagen selber ein Bild,

Grüße und Gottes Segen, CSPB

PS: Hier ist ein sehr gutes Video über die Geschichte der charismatischen Erneuerung in der katholischen Kirche, mit den Aussagen von Paul VI., Johannes Paul II. und Benedikt XVI. über die charismatische Erneuerung, die alle durchaus positiv ausfallen. http://de.gloria.tv/?media=30861 (http://de.gloria.tv/?media=30861)
Titel: Re:Direktor Rimmel - Wigritzbad
Beitrag von: LoveAndPray85 am 09. Juni 2011, 14:18:10
Vielen Dank für Deinen sehr guten Beitrag, CSPB!

Zu den Auswirkungen einer solchen Handauflegung würde ich persönlich aber sagen: Die Wirkungen werden sicherlich nicht allein durch die Handauflegung hervorgerufen und sind sicher auch nicht bei allen Menschen gleich. Da kommt es doch eher auf Dinge an wie v.a. "Bin ich im Stand der Gnade oder nicht?". Der Herr schenkt, wem er will, wann er will und wie er will. Und ich glaube nicht, dass das zwangsläufig durch jeden Priester gesteuert werden kann. Dann kommt es auch noch darauf an, wieviel Feingefühl jemand für sowas hat, also ob jemand bewusst wahrnimmt, wie sich das auf sein Leben auswirkt. Du hast da vielleicht ein gutes Gespür für, was aber - glaube ich - nicht bei jedem der Fall ist.
Titel: Re:Direktor Rimmel - Wigritzbad
Beitrag von: KleineSeele am 09. Juni 2011, 14:54:40
Auch von mir ein Danke für die Schilderung Deiner persönlichen Erfahrung. Da hätte ich auch keine Zweifel.
Titel: Re:Direktor Rimmel - Wigritzbad
Beitrag von: Winfried am 09. Juni 2011, 19:04:35
Lieber CSPB, liebe Freunde,

im Grunde genommen denke ich auch so. Ich habe das auch schon bei anderen erlebt, obwohl ich selber stehen blieb und bei mir nichts passierte. Die meisten fühlten sich danach besser, spürten so etwas wie eine "geistige Heilung" und gingen gestärkt, nach vorheriger Beichte und Kommunionempfang, nach Hause. Es kam aber auch vor, dass Menschen plötzlich zu schreien anfingen. Ich führe das darauf zurück, dass es sich hier um esoterisch-okkulte Kontakte gehandelt haben könnte (Umsessenheit), wenn nicht gar eine Besessenheit vorlag. Hier wäre natürlich eine "Nachbehandlung" dringend erforderlich.

Zum Thema "Toronto-Segen" bzw. "Zungenreden" gibt es z.B. Videos auf youtube und auch in unserem FORUM (Suche), auf denen sich die Menschen wie wild auf dem Boden wälzen und unartikulierte Laute etc. von sich geben. Dies kann psychologisch bedingt sein (Suggestion, Hysterie), es kann sich aber auch um Umsessene handeln. Dies ist den Videos natürlich nicht zu entnehmen. Selbstverständlich kann sich auch hier der Böse eingeschlichen haben und aufgrund zurückliegender sündhafter Machenschaften der Betroffenen sein Spiel treiben. Das kann man natürlich vom PC aus nicht beurteilen.

Andererseits kann man sich vorstellen, dass gerade durch einen besonderen priesterlichen Segen (Handauflegung) negative Kräfte in Erscheinung treten, denen man dann auf irgendeine Art und Weise beikommen muss (Gebete, Beichte, Hl. Kommunion).

Wie auch schon mehrfach erwähnt, treten diese Phänomene gerade dann auf, wenn indische Priester (P. Rufus Peireira, P. James Manjackal, aber auch Sr. Valapilla) diesen "Segen" erteilen. Dies gibt mir wiederum zu denken.

An dieser Stelle möchte ich auch den mittlerweile leider abgefallenen ehem. Bischof Emmanuel Milingo erwähnen, mit dem unser z.Zt. leider erkrankter Forumsseelsorger Pfr. Weiss in besonderer Weise zusammen gearbeitet hat und der sein Charisma als Exorzist ganz besonders unter Beweis gestellt hat. Ähnliches gilt für Pater Rufus, der ja immerhin stellvertr. Vorsitzender der Intern. Exorzistenvereinigung (neben P. Amorth!) war.


Wie oben in meinem Link erwähnt, haben gewisse konservative Kreise damit ein Problem, was ich nicht gering schätzen möchte. Auch diese arbeiten mit kirchlichen Exorzisten zusammen, die wiederum die Möglichkeit einer "Übertragung einer Besessenheit" nicht ausschließen. Aus diesem Grund bin ich für weitere diesbezügliche Erfahrungsberichte von Euch sehr dankbar. Es muss doch möglich sein, hier eine gemeinsame Linie zu finden, zumal, wenn es sich wirklich um den HEILIGEN GEIST handeln sollte.


Was das "Zungenreden" (Glossolalie) betrifft: Das "Reden in Zungen" ist die Sprache der Engel, also auch die der gefallenen (was ich selber erlebt habe). Eine direkte Übersetzung ist schlechterdings unmöglich. In charismatischen Kreisen gibt es aber Personen, die das und nicht nur das (Gabe der Prophetie, die Gabe, Wunder zu wirken) für sich beanspruchen. Ich denke, hier ist die Gabe der Unterscheidung der Geister dringend vonnöten.



Herzlichen Dank für weitere Erfahrungsberichte und Informationen.

Titel: Re:Direktor Rimmel - Wigritzbad
Beitrag von: LoveAndPray85 am 09. Juni 2011, 20:37:07
Wie auch schon mehrfach erwähnt, treten diese Phänomene gerade dann auf, wenn indische Priester (P. Rufus Peireira, P. James Manjackal, aber auch Sr. Valapilla) diesen "Segen" erteilen. Dies gibt mir wiederum zu denken.

Nicht unbedingt. Nach Medjugorje hat uns ein dt. Priester begleitet, der zu Medjugorje vorher keine wirkliche Meinung hatte, sondern angefragt wurde und nach einigem Nachdenken zugesagt hatte. Dieser Priester hatte keinen Platz mehr in einem Flugzeug Richtung Fatima bekommen, wo er eigentlich während dieser Zeit hin wollte... (Was für ein "Zufall"  ;) - Wer mag das wohl gelenkt haben?)
Also ist er mit uns gefahren. An einem Abend hat er jedem von uns nach dem Lobpreis den Einzelsegen erteilt (zusammen mit einem anderen deutschen Priester). Eine Person, der er die Hand aufgelegt hatte, fiel um (es war allerdings die einzige Person). Daran sieht man, dass so etwas auch unter "normalen" Umständen möglich ist. Der Priester war sichtlich "ergriffen", weil er damit wohl nicht gerechnet hatte.
Vor dem Einzelsegen hat er jeden einzeln gefragt: "Haben Sie etwas, wofür wir besonders beten sollen?"

Könnte es vielleicht auch sein, dass in Indien der Heilige Geist besonders verehrt/angebetet wird?
Ich hatte einmal ein intensives Erleben von Freude nach einer Handauflegung durch einen bestimmten Priester der Vinzentiner-Kongregation, der für Exerzitien angereist war (ebenfalls Inder). Diese Freude hat den ganzen Abend angehalten... Er soll mit den Charismen des Heiligen Geistes gesegnet sein...
Zwar habe ich mir auch danach noch ab und zu mal Handauflegen lassen, jedoch hatte ich so ein Erlebnis nicht mehr wieder, obwohl die übrigen Priester auch Inder sind.  

Die indische Mentalität ist auch ganz anders... Die indischen Priester haben so viel Liebesglut für Jesus... Das kann man nicht mit deutschen Priestern vergleichen. Ich spreche hier jetzt nicht von den Berühmtheiten... nein, ich spreche von normalen Ordenspatres aus Kerala, die sich in Deutschland niedergelassen haben. Wäre es da ein Wunder, dass einige von ihnen vielleicht mit besonderen Charismen gerade des Heiligen Geistes ausgestattet sind? Schließlich ist der Heilige Geist es, der uns "entflammt".
Ich habe nur positive Erfahrungen mit indischen Ordenspriestern gemacht und die Gottesliebe, die sie ausstrahlen und weitergeben und der tiefe Glaube - das alles erfasst einen dann selbst.
Titel: Re:Direktor Rimmel - Wigritzbad
Beitrag von: CSPB am 09. Juni 2011, 22:02:28
Lieber Winfried,

Pater James Mariakumar SVD, ein erfahrener Seelsorger im Heilungs- und Befreiungsdienst und Exorzist vertritt die Ansicht, dass dämonische Einflüsse durch Handauflegung weitergegeben können. Er hat auf Exerzitien gesagt, dass man sich von niemandem, außer einem Priester die Hände auflegen lassen soll, da das Auflegen der Hände ein Zeichen für Übertragung ist, beim Priestersegen eben der Heilige Geist. Bei der Priesterweihe werden die Hände des Priesters ja mit dem Heiligen Geist reingewaschen, sodass sie auch die Eucharistie berühren dürfen.

Was anderes ist der Segen durch ein kleines Kreuz mit dem Daumen auf der Stirn, wie Alan Ames es zum Beispiel praktiziert (er ist ja Laie). Es bedeutet so viel wie: "Gott segne dich". Zu Alan Ames selbst kann ich nichts sagen, ich kenne ihn weder, noch habe ich seine Bücher gelesen. Ich denke mit aber, dass es möglich ist, dass Gott auch Nichtpriestern die Gabe der Heilung schenkt. Jesus sagt ja, man müsse nur glauben um alles von Gott erbitten zu können.

P. James Mariakumar SVD ist auch Inder. Die Tatsache, dass es viele indische Charismatiker gibt, liegt denke ich einerseits daran, dass es in Indien generell viele Priester gibt, und andererseits ist die charismatische Strömung dort weiter verbreitet als bei uns. Die Mentalität ist dort einfach anders. Dort ist man, wenn man katholisch ist, wirklich gläubig. P. James hat erzählt dass es vollkommen üblich ist, das Johannesevangelium auswendig zu lernen, in der Familie. P. James zum Beispiel kann fast die ganze Bibel auswendig. Im Gegensatz zu Europa, wo viele Priester mit Lehren der katholischen Kirche, zum Beispiel der Existenz des Teufels Probleme haben.
Oh - LoveAndPray hat inzwischen eine Antwort geschrieben, die ich nur bestätigen kann. Besser hätte ich es nicht ausdrücken können!

Sehr zu empfehlen ist sein Buch "Okkultismus und geistiger Kampf", in dem er seine jahrzehnelangen Erfahrungen mit okkulten Praktiken und Gemeinschaften beschreibt, und immer wieder persönliche und praxisnahe Erlebnisse im Befreiungsdienst schildert. Hier ist der Artikel von kath.net mit dem Vorwort des Buches: http://www.kath.net/detail.php?id=27234 (http://www.kath.net/detail.php?id=27234) Selbst das Vorwort ist sehr empfehlenswert zu lesen.

Dass Menschen beim Segen zu schreien beginnen, ist denke ich auch, so wie du schon gesagt hast, auf irgendwelche dämonischen oder okkulten Bindungen zurückzuführen. Ich habe so etwas aber noch nie erlebt.

Die Theorie, dass charismatische Priester mit dämonischen Kräften wirken sollten, kann ich nicht unterstützen. Siehe meinen oberen Beitrag. Jesus wurde ja auch vorgeworfen, Dämonen mit anderen Dämonen auszutreiben. Außerdem würde sich das ja irgendwie zeigen. Ich kann aber nur positive Früchte erkennen. Und die Priester selbst sind auch allesamt humorvoll und liebevoll, und ernsthaft, wenn es drauf ankommt, und authentisch in der Weitergabe der katholischen Lehre.

Liebe LoveAndPray,

Natürlich muss man den Heiligen Geist auch annehmen, um ihn empfangen zu können. Wenn man sich davor fürchtet oder einfach keine Empfindungen haben will, dann hat man auch keine, Gott gibt jedem das, was am besten für einen ist. Das heißt aber nicht, dass Menschen, die nichts fühlen weniger vom Segen hätten.

Der Segen wird ja vom Priester erbeten. Hier kommt es nicht so sehr darauf an, wiesehr der Gläubige im Stand der Gnade steht, sondern wiesehr der Priester im Stand der Gnade ist, und welche Bittkraft er hat. Das hängt, denke ich, von der persönlichen Beziehung des Priesters mit Gott ab. Nicht jeder Priester segnet gleich stark.

Ich habe gehört, dass laue Christen nach so einem Segen auf einmal und endgültig zu eifrigen Christen geworden sind. Es wäre ja Unsinn, dass gerade die, die den Segen am nötigsten hätten, am wenigsten davon bekommen würden. Ich glaube also nicht, dass man als Gesegneter im Stand der Gnade sein muss, um mehr Segen zu bekommen.

Natürlich kann ein Gesegneter zum Segen beitragen, indem er selbst zusätzlich zum Priester um den Heiligen Geist bittet.

Ich habe einmal auf einem Einkehrtag erlebt, dass von. ca 40 Leuten nur drei oder vier nicht umgefallen sind (ich einer von ihnen). Trotzdem hatte ich ein intensives Gnadenerlebnis. Selbst Kinder unter zehn Jahren sind umgefallen, die von selbst sicher eher wenig aktiv mitbeten und sich eher passiv segnen lassen. Es muss also auch vom Priester abhängen.

Grüße und Gottes Segen, CSPB
Titel: Re:Direktor Rimmel - Wigritzbad
Beitrag von: KleinesLicht am 09. Juni 2011, 22:38:35
Lieber Winfried,

ich habe beim Besuch von Heiligen Messen in Verbindung mit Vorträgen von Alan Ames das gleiche erlebt wie es CSPB beschrieben hat. Ich kenne auch die Videos aus dem Internet (Torontosegen) und muss sagen, das ist mehr als erschreckend. Dort würde ich keine 5 Minuten bleiben. Das Geschehen auf den Videos darf man nicht gleich stellen mit dem Wirken von z. B. Alan Ames. Ich würde dies auch niemals "Ruhen im Geist" nennen, weil es auf den Videos alles andere als ruhig zugeht.

Bei Alan Ames ist das anders. Ich habe dort noch kein Geschrei gehört, kein Durcheinander. Die Menschen blieben kurze Zeit ruhig liegen und konnten sich an das eigentliche Geschehen nicht erinnern. Ich sah eine Mutter mit ihrem kleinen Kind auf dem Arm fallen. Sie hielt auch während des "Schlafs" ihr Kind in ihren Armen fest und das Kleine (und das hat mich beeindruckt) blieb ruhig liegen und hatte keine Angst.
A.  A. (und darauf legt auch sein Bischof wert) besteht darauf, dass während des Segens das Allerheiligste in seiner Nähe steht, weil er immer darauf hinweist, dass nicht er irgendetwas bewirkt sondern Gott; er lehnt es ab als "Heiler" bezeichnet zu werden. Er gibt sich nicht als "Star";  er verhält sich demütig und weiß, dass er nichts ist ohne Gott.

Weder seine Bücher noch seine Vorträge beinhalten etwas, das sich gegen die Lehre der kath. Kirche richtet. Die Atmosphäre in der Kirche während des Segens ist unbeschreiblich. Bei den Gläubigen sieht man Tränen übers Gesicht laufen vor Ergriffenheit. Priester kommen und lassen sich von A. A. segnen und umgekehrt. Ich habe positive Reaktionen von Protestanten gesehen, die derartiges noch nicht erlebt hatten; diese Liebe, die spürbar ist. Hier wird der Mensch vom Heiligen Geist berührt und dafür bedarf es nicht des Hinfallens.

Ich denke, man muss das "Ruhen im Geist" wirklich differenziert sehen.


Zum Wirken von P. Rufus Peireira und P. James Manjackal kann ich nichts sagen, ich kenne beide persönlich nicht. Aber über die charismatischen Fähigkeiten gerade von indischen Priestern habe ich schon einige Diskussionen geführt, weil mir dieses "Phänomen" auch aufgefallen ist und zunächst unverständlich war. Ich erkläre es mir damit, dass sie in der Regel aus ärmsten Verhältnissen stammen und noch mit den einfachsten Dingen vertraut sind. Aus dieser Einfachheit heraus sind sie empfänglicher für die geistige Welt. In K-TV werden regelmäßig Filme des Steyler Magazins "Grenzenlos" ausgestrahlt. Vielleicht haben wir das Glück, dass der Film "Xavier" (aus 2005) wiederholt wird. Er handelt von einem indischen Priester.  Wer die Möglichkeit hat, diesen Film zu sehen, wird das "Phänomen" um die indischen Priester vielleicht besser verstehen können.


Gottes Segen
KleinesLicht
Titel: Re:Direktor Rimmel - Wigritzbad
Beitrag von: Winfried am 10. Juni 2011, 18:23:39
Die Menschen blieben kurze Zeit ruhig liegen und konnten sich an das eigentliche Geschehen nicht erinnern.


Liebes KleinesLicht, liebe Freunde,

erst einmal herzlichen Dank für Eure (Erfahrungs-) Berichte. Ich denke im Grunde genommen ähnlich, trotzdem möchte ich den einen oder anderen Punkt noch einmal herausheben. Wenn sich die betreffende Person an nichts mehr erinnern kann, was soll dann dieser Segen (Ruhen im Geist) bewirken? Von der Gegenseite wird damit argumentiert, dass die Bibel, besonders Apg (Pfingstereignis), da ganz andere Beispiele anführt.

Dann ist auch immer wieder von der Geisttaufe die Rede. Vonseiten der Kritiker heißt es, wir haben doch die Sakramente der Taufe und der Firmung. Wozu brauchen wir dann noch eine "Geisttaufe"?

Ein gewisses Problem dabei ist auch, dass, nicht nur in Wigratzbad, auch Laien die Hände auflegen und Menschen dabei umfallen. So ist dies z.B. bei Sr. Valapilla der Fall, aber auch bei der Assistentin von P. Rufus, Frau Erika Gibello. Für mich ist dieses Thema jedenfalls weiterhin interessant.
Titel: Re:Direktor Rimmel - Wigritzbad
Beitrag von: LoveAndPray85 am 10. Juni 2011, 19:05:55
Dann ist auch immer wieder von der Geisttaufe die Rede. Vonseiten der Kritiker heißt es, wir haben doch die Sakramente der Taufe und der Firmung. Wozu brauchen wir dann noch eine "Geisttaufe"?

Ein gewisses Problem dabei ist auch, dass, nicht nur in Wigratzbad, auch Laien die Hände auflegen und Menschen dabei umfallen. So ist dies z.B. bei Sr. Valapilla der Fall, aber auch bei der Assistentin von P. Rufus, Frau Erika Gibello. Für mich ist dieses Thema jedenfalls weiterhin interessant.

Von sowas halte ich nichts. Ich würde mir von keinem anderen als einem Priester die Hand auflegen lassen. Allerdings ist es möglich, dass die Gabe der Heilung auch anderen Personen als Priestern geschenkt wird, dazu kenne ich einen Fall, der sicher stimmt. Aber die Hand auflegen lasse ich mir von begnadeten Menschen doch deshalb nicht...

Von dem Begriff "Geisttaufe" halte ich ebenfalls nichts, das klingt esoterisch.
Man sollte das alles genau unterscheiden... "Meine" indischen Priester haben noch nie von "Geisttaufe" oder sowas gesprochen. Es heißt immer nur: Heilungsgebet und wer möchte, kann zur Handauflegung nach vorne kommen. Zusätzlich zur Handauflegung wird 2mal ein Kreuz mit dem Daumen auf die Stirn gezeichnet.
Titel: Re:Direktor Rimmel - Wigritzbad
Beitrag von: Anemone am 10. Juni 2011, 19:14:07
Liebe LoveAndPray,

ich habe für Dich und natürlich auch für unser Forum einige  nützliche Informationen zusammengetragen von denen ich glaube, dass sie uns helfen können zu verstehen was Charismatische Erneuerung in der katholischen Kirche bedeutet. Ich bringe auch kritische Beispiele und jeder soll sich selbst ein eigenes Bild machen können. Ich selbst  komme mit  „typischen Charismatikern“ kaum in Berührung.

Wann immer ich einen Priester begegne (z.B. wenn ich ein geistliches Gespräch mit ihm führe), bitte ich am Ende des Gespräches um den priesterlichen Segen. Den Primizsegen eines Neupriesters empfange ich ebenfalls sehr gerne.

Aus Erfahrung weiss ich auch noch, dass der Heilige Geist auch zwischen Bügeleisen und Bügelwäsche gerne kommt. So war es bei mir. Während ich die Wäsche bügelte  geschah, dass ich an Jesus einfach nur dachte und darauf wurde mein Herz aufeinmal weit. Für eine Zeit (ca. halbe Stunde)  musste ich sogar alles liegen und stehen lassen und  mich niedersetzen, denn meine Knie waren weich geworden. Das wichtigste aber war für mich: anzunehmen was Gott mir schenken möchte und in diesem Zustand solange Gott es will zu verweilen. Ich war leicht wie eine Feder. Ich nenne das Erlebte: Besuche des Heiligen Geistes. (Wer die Schriften der Hl. Theresa von Avila und Hl. Johannes vom Kreuz gelesen hat weiß auch was ich meine.)
So viel zu den Erfahrungen die ich mit dem Heiligen Geist und Segnen machte.


Eine katholische Charismatische Bewegung berichtet:


Die Situation der Kirche
 
Seit der Mitte unseres Jahrhunderts vollzieht sich ein unaufhaltsamer, lautloser Auszug der Menschen aus den Kirchen. In vielen Familien wird der Glaube nicht mehr an die nachfolgende Generation weitergegeben. Man spricht von einem "Traditionsbruch", wie er nur selten in der Geschichte vorkommt. In dieser Notsituation schenkt Gott auf vielfache Weise Erneuerung aus der Kraft seines Heiligen Geistes: "Zahlreiche Jugendliche und Erwachsene entdecken mehr und mehr, von der Gnade berührt, das Antlitz Christi und verspüren die Notwendigkeit, sich ihm ganz zu schenken" (Papst Paul VI., Apostolisches Schreiben über die Evangelisierung in der Welt von heute, 44). So kommen nicht wenige im Zusammenhang mit einer "ausdrücklicher personal vollzogenen Glaubensentscheidung" zu einer "lebendigeren Gotteserfahrung" (Zweites Vatikanisches Konzil, Pastoralkonstitution über die Kirche in der Welt von heute, 7).

Geistliche Bewegungen
 
Die von Gott geschenkte Erneuerung nimmt in verschiedenen geistlichen Strömungen, Bewegungen, Initiativen konkrete Gestalt an. Die meisten sind bleibend vom Charisma einer Gründerpersönlichkeit und von ihrer Entstehungsgeschichte geprägt, wie etwa die Fokolar-Bewegung, die Bewegung für eine bessere Welt, Cursillo, Neokatechumenat, die Gemeinschaft Christlichen Lebens (GCL), die Taize ausgehenden Impulse, verschiedene marianisch geprägte Bewegungen (Schönstatt-Bewegung, Legio Mariä usw.), die von Nordamerika ausgehende neupfingstlerische "Charismatische Erneuerung". Einige dieser Bewegungen verstehen sich als offene katechumenale Gemeinschaften, andere kennen einen ausdrücklichen Bindungsakt an die jeweilige Gemeinschaft und deren Spiritualität (Nr. 248-283). Diese geistlichen Bewegungen stehen nicht in Konkurrenz zueinander, sondern ergänzen sich wie die Glieder eines Leibes. Je mehr die in ihnen wirksamen Erfahrungen der urchristlichen Grunderfahrung entsprechen desto durchlässiger sind sie füreinander. Geistliche Gemeinde-Erneuerung sieht indem, was ihnen gemeinsam ist, einen Fingerzeig für die Zukunft der Kirche (vgl. Nr. 2):
 • persönliche Hingabe an Gott (Umkehr)
 • neues Verhältnis zur Bibel und zu den Sakramenten
 • Offenheit für Geistesgaben
 • Gemeinschaft aus der Kraft des Heiligen Geistes in Gruppen und "Hauskirchen"
 • Geistliche Gemeinde Erneuerung
 
Seit etwa 1972 bildeten sich im gesamten deutschen Sprachraum spontan, zum Teil unabhängig voneinander und häufig ohne direkten Kontakt mit schon bestehenden kirchlichen Erneuerungsbewegungen, Gebets- und Gemeindegruppen: Gläubige aller Altersstufen, Verheiratete und Unverheiratete, Laien, Ordensleute und Priester fanden sich zusammen, um das Wort Gottes zu hören, miteinander zu beten und geistliche Erfahrungen auszutauschen. Dieser geistliche Aufbruch führte zu einer eigenständigen Entwicklung, in den vielfältige geistliche Impulse eingeflossen und zu einem Ganzen verschmolzen sind: die durch Papst Johannes XXIII. geweckte Erwartung eines "neuen Pfingsten", die Aussagen des Zweiten Vatikanischen Konzils über Charismen, der weltweite Aufbruch von Geistesgaben, die Wiederentdeckung des Firmsakramentes, das " die Pfingstgnade in der Kirche auf eine gewisse Weise fortdauern läßt", geistliche Erfahrungen in Exerzitien, die Schriften der großen Meister des geistlichen Lebens (Johannes vom Kreuz, Theresia von Avila, Thomas von Kempen, Franz von Sales u. a.), das apostolische Schreiben Papst Pauls VI. über die Evangelisierung, die "Feier der Eingliederung Erwachsener in die Kirche nach dem neuen Rituale Romanum", eine neue Erfahrung von Gemeinde, in der vielfältige Geistgaben zusammenwirken (vgl. Nr. 3). Maßgebend und wesentlich für Geistliche Gemeinde-Erneuerung ist eine von der Gnade Gottes getragene Grundentscheidung, in der sich der Mensch als ganzer in Freiheit Gott überantwortet und die sich im Bekenntnis und in der gesamten Lebensorientierung äußert. Sie führt zu einer bewußten und persönlichen Annahme des sakramentalen Gnadenangebotes Gottes und der Gaben seines Heiligen Geistes (Nr. 4).
Von Anfang an war der aufgetragene geistliche Impuls durchlässig für alle bestehenden Gruppierungen in der Kirche und vereinbar mit den religiösen Zielsetzungen und Organisationsformen aller kirchlichen Verbände. Geistliche Gemeinde-Erneuerung ist offen für die ganze Breite geistlicher Erfahrungen und Wege, für alle Kundgaben des Heiligen Geistes, wo immer sie sich zeigen: in den getrennten Kirchen, in den geistlichen Bewegungen in der Gesellschaft. Sie fand Eingang in Gemeinden mit sehr unterschiedlicher Prägung, in die verschiedenen Ordensgemeinschaften und auch in geistliche Bewegungen. Gemeinde muß nach innen und außen hin offen sein und darf keiner Gruppe zugestehen, das Leben der Gemeinde ausschließlich nach ihren Vorstellungen zu gestalten (Nr. 8). Geistliche Gemeinde-Erneuerung ist keine partikuläre, spirituell geprägte "Bewegung" in der Kirche (Nr. 4, 248-251).
Die sich bildeten Gruppen verstehen sich als "Verwirklichung von Gemeinde", auch wenn sie sich zunächst außerhalb bestehender Gemeinden bilden. Von zentraler Bedeutung ist deshalb der Unterschied zwischen der Gemeinde im eigentlichen Sinn des Wortes und den vielfältigen Formen der Verwirklichung von Gemeinde in Gruppen, Hauskreisen, geistlichen Gemeinschaften und Bewegungen (Nr. 9).
"Geistliche Gemeinde-Erneuerung in der katholischen Kirche" ist eine Verdeutlichung der seit 1974 gewählten Bezeichnung "Katholische charismatische Gemeinde-Erneuerung" (Nr. 6). Das Wort "geistlich" ist bezogen auf alle Gnadenwirkungen des Heiligen Geistes in der Kirche, nicht nur auf die Charismen, sondern auch auf das Wort Gottes, die Sakramente und das Amt sowie auf den Glauben als Antwort der Liebe auf die Zuwendung Gottes und die gesamte Lebensführung des Christen (Nr. 7, 36-46, 288ff.).


Ein Pastor aus Freikirche berichtet:

Wenig bekannt, aber sehr gefährlich ist die "Charismatische Bewegung", die auch in Vorarlberg ihr Unwesen treibt. Die "Charismatische Bewegung" verzeichnet weltweit den größten Zuwachs an Mitgliedern unter den christlichen Glaubensrichtungen. Jesus Warnung "Seht euch vor vor den falschen Propheten, die in Schafskleidern zu euch kommen, inwendig aber sind sie reißende Wölfe".(Math.7,14) wird von vielen Christen in den Wind geschlagen. Was viele als so toll empfinden, entlarvt sich bei näherer Betrachtung als Betrug, sieht man sich die selbsternannten Propheten wie Benny Hinn, Yoggi Cho, Rick Joyner, Kathryn Kuhlman, Aimee Mcperson uvm. an, welche auch noch eine gute Beziehung zum Papst haben. ? ? ?  Allein das müsste schon zu denken geben. Die Charismatische Erneuerung geht letztlich zurück auf die Pfingstbewegung, die durch Erfahrungen, welche als Wirkung des Heiligen Geistes gedeutet wurden, ihren Ausgang nahm.

Die Lefebvre-Anhänger (Piusbruderschaft) sehen in CE den Teufel(Tradition-Forum).

Ist das nicht ein „Kuddelmuddel“ ("Durcheinander", "Wirrwarr")?

Wir leben in der Tat in einer Zeit der Verwirrungen.
Jeder beschuldigt jeden, des Teufels. Es schmerzt mich zu sehen, dass auch Katholiken davon angesteckt sind. Unser Verhalten ist nicht anders als das Verhalten der Bewohner von Nazaret. (Mt. 13,54-58) Hier zeigt sich schön, dass wir Menschen Gott nicht vertrauen. Wir vertrauen auch der Kirche nicht. Ich weiß nicht ob das gesund ist, dass wir uns mit derartigen Dingen so sehr beschäftigen. Gerade diese Beschäftigungen können uns unbemerkt von Heiligen Geist entfernen!


Lasst uns den Heiligen Geist um Hilfe anrufen!

Anemone
Titel: Re:Direktor Rimmel - Wigritzbad
Beitrag von: LoveAndPray85 am 10. Juni 2011, 19:40:56
Liebe Anemone,

herzlichen Dank! Ich werde mir das in Ruhe durchlesen.
Morgen findet in der Berliner St. Hedwigs-Kathedrale eine Priesterweihe
statt (4 Diakone werden zum Priester geweiht)
 und Du hast mich soeben daran erinnert, dass ich dorthin gehen wollte :).

Vielen Dank auch für Dein Zeugnis.

Ja, Du hast Recht. Wer Ihm vertraut, den wird er nicht umher irren lassen.
Und ja, Du hast auch Recht mit dem vielen Beschäftigen mit solchen Dingen.
Gerade heute bei der Anbetung ist mir nochmal klar geworden, dass ich
mir keine Gedanken mehr machen, sondern mich ganz Ihm überlassen
soll. Jesus liebt uns so sehr, er wird uns verändern und uns alles geben...

 ;tffhfdsds
 
Titel: Re:Direktor Rimmel - Wigritzbad
Beitrag von: CSPB am 10. Juni 2011, 22:33:13
Ich habe mal die Aussagen verschiedener Päpste über die charismatische Erneuerung herausgeschrieben und übersetzt:

Paul VI.

We are pleased to see signs of this renewal. This is a day of joy. But also a day of resolve and determination to open our sense to the holy spirit and to proclaim christian authenticity that Jesus is lord.

Wir sind darüber erfreut, Zeichen dieser Erneuerung zu sehen. Das ist ein Freudentag. Aber auch ein Tag der Entschlossenheit, unseren Geist dem Heiligen Geist zu öffnen, und um die christliche Wahrheit, dass Jesus der Herr ist, zu verkünden.

Johannes Paul II.

Long life for the charismatics!

Lang leben die Charismatiker!

That all people may experience the priceless dignity that is theirs in Christ! I ask you and all the members of the charismatic renewal to continue to cry aloud to the world with me: Open the doors to the redeemer!

Auf dass alle Menschen die unschätzbare Würde, die ihnen in Christus verliehen wurde, erfahren mögen! Ich bitte euch und alle Mitglieder der charismatischen Erneuerung weiterhin mit mir in die Welt zu rufen: Öffnet dem Heiland die Türen!

Today I would like to cry out to all of you, gathered here in St. Peters Square, and to all Christians: Open yourselves to the gifts of the holy spirit! Accept gratefully and obediently the charisms, which the spirit never ceases to douse on us. Do not forget that every charism is given for the common good, that is for the benefit of the whole church.

Heute würde ich gerne zu allen hier auf dem Petersplatz und zu allen Christen rufen: Öffnet euch für die Gaben des Heiligen Geistes! Empfangt dankbar und gehorsam die Charismen, mit welchen der Heilige Geist nie aufhört uns zu begießen. Vergesst nicht, dass jedes Charisma für das Allgemeinwohl und für den Nutzen der ganzen Kirche gegeben ist.

Thanks to the charismatic movements many Christians, men and women, youths and adults have rediscovered Pentecost as a living and present reality in a daily life. I desire that the spirituality of Pentecost be spread in the church.

Aufgrund der charismatischen Erneuerung haben viele Christen, Männer und Frauen, Kinder und Erwachsene Pfingsten als eine lebendige und gegenwärtige Wirklichkeit im Alltagsleben wiederentdeckt.

Benedikt XVI.

Though the past century was marked by some of the saddest pages of history, it was at a same time started with wonderful testimonials of spiritual and charismatic revival all areas of human live and activity. It is my firm hope, that the holy spirit may find more and more fruitful welcome in the hearts of believers, so that the culture of Pentecost so necessary in our time, can spread.

Auch wenn das vergangene Jahrhundert von einigen der traurigsten Seiten der Geschichte geprägt war, haben wundervolle Zeugnisse der geistigen und charismatischen Erneuerung in allen Bereichen des menschlichen Lebens angefangen aufzutauchen. Es ist meine feste Hoffnung, dass der Heilige Geist in mehr und mehr früchtebringenden Herzen der Gläubigen ein Zuhause findet, sodass sich die heutzutage so nötige Pfingstkultur ausbreitet.

Ein Pastor aus Freikirche berichtet:

Wenig bekannt, aber sehr gefährlich ist die "Charismatische Bewegung", die auch in Vorarlberg ihr Unwesen treibt. Die "Charismatische Bewegung" verzeichnet weltweit den größten Zuwachs an Mitgliedern unter den christlichen Glaubensrichtungen. Jesus Warnung "Seht euch vor vor den falschen Propheten, die in Schafskleidern zu euch kommen, inwendig aber sind sie reißende Wölfe".(Math.7,14) wird von vielen Christen in den Wind geschlagen. Was viele als so toll empfinden, entlarvt sich bei näherer Betrachtung als Betrug, sieht man sich die selbsternannten Propheten wie Benny Hinn, Yoggi Cho, Rick Joyner, Kathryn Kuhlman, Aimee Mcperson uvm. an, welche auch noch eine gute Beziehung zum Papst haben. ? ? ?  Allein das müsste schon zu denken geben. Die Charismatische Erneuerung geht letztlich zurück auf die Pfingstbewegung, die durch Erfahrungen, welche als Wirkung des Heiligen Geistes gedeutet wurden, ihren Ausgang nahm.

Die Lefebvre-Anhänger (Piusbruderschaft) sehen in CE den Teufel(Tradition-Forum).

Ist das nicht ein „Kuddelmuddel“ ("Durcheinander", "Wirrwarr")?

Liebe Anemone,

Auch dir muss ich an dieser Stelle sagen, dass die katholische charismatische Erneuerung nichts mit der protestantischen zu tun hat. Hier werden Äpfel mit Birnen verglichen. Dieses freikirchliche Kuddelmuddel ist aus katholischer Sicht sicher nicht vom Heiligen Geist gewirkt. Und dieses Kuddelmuddel gibt es bei der katholischen charismatischen Erneuerung nicht. Es ist alles so, wie KleinesLicht und ich beschrieben haben.

Grüße und Gottes Segen, CSPB
Titel: Re:Direktor Rimmel - Wigritzbad
Beitrag von: Anemone am 11. Juni 2011, 00:21:39

Lieber CSPB,

ich weiß das doch!

Ich wollte mit meinem Beitrag aufzeigen, dass unter den Gläubigen(besonders im Internet!) ein merkwürdiger Kampf vorherscht. Die einen sagen: CE ist nicht von Gott und sie bekämpfen diese.  Die anderen, in dem Fall bist das Du, verteitigen CE. Ich spreche immer  nur aus der Sicht des katholischen Glaubens. Den Beitrag vom Pastor aus der Freikirche habe ich nur als kritischen Beitrag gebracht, damit ihr seht, welches Bild dieser von der katholischen Kirche seinen Gläubigen zeichnet. Die drei ? ? ? (Fragezeichen) sind von mir! Der restliche Text ist von dem Pastor. Er fürchtet die charismatische Erneurung der katholischen Kirche, weil sie einen Zulauf haben.

Und was schreibt er (er schreibt es sogar in seinem Forum auf)? Er schreibt:Benny Hinn, Yoggi Cho, Rick Joyner, Kathryn Kuhlman, Aimee Mcperson uvm. an, welche auch noch eine gute Beziehung zum Papst haben. Fragst Du  gar nicht: Was soll das hier? Selbstverständlich hat der Papst keine gute Beziehung zu Benny Hinn, Kathryn Kuhlman und den Rest. Das ist eine Irreführung der Gläubigen, sie sollen nicht zu Christus finden. Er bekämpft mit dieser Aussage nicht nur die CE! Glaube mir ich habe mir die Videos von Benny Hynn aber auch von manchen anderen Prediger angesehen.

Das ist Kuddelmuddel, wenn wir zulassen, dass solches uns wichtig ist. Ich glaube, dass der Heilige Geist die Kirche immer schon geführt hat und heute auch noch führt!

Mein persönliches Zeugnis soll denen helfen, die charismatischen Priestern nachlaufen. Der Heilige Geist besucht uns hin und da auch im ganz gewöhnlichen Alltag.

Gottes Segen

Anemone
Titel: Re:Direktor Rimmel - Wigritzbad
Beitrag von: KleineSeele am 11. Juni 2011, 15:05:01

 Der Heilige Geist besucht uns hin und da auch im ganz gewöhnlichen Alltag.

Gottes Segen

Anemone
Ja, das stimmt. :)
Ich wollte aus gesundheitlichen Gründen mit einer CD, die ich von der Klinik bekommen habe, eine Entspannungsübung machen. Dabei geht man im Geist alle Körperteile durch, wird sich ihrer bewusst und versucht, sie zu entspannen.
Als ich beim Herzen ankam, erkannte ich, dass Jesus Christus in meinem Herzen ist. :) (Jesus ist sooooo barmherzig! Ich lobe und preise aus tiefster Seele Seine anbetungswürdige Barmherzigkeit)
Ich war überwältigt und konnte/brauchte die Übung nicht mehr fortsetzen.
Titel: Re:Direktor Rimmel - Wigritzbad
Beitrag von: CSPB am 12. Juni 2011, 23:41:12
Ich habe auf einer Webseite diese Beschreibung zum Phänomen "Ruhen im Geist" gefunden. Offensichtlich behält die Person dabei ihr vollen Bewusstsein. Das wusste ich bisher nicht, erscheint mir aber logisch. Ich selbst habe es ja noch nie am eigenen Leib erfahren.

"Diese Gabe, tauchte auch im Umkreis des Ignatius von Loyola auf und war einer der Gründe, warum sich die Inquisition mit ihm zu beschäftigen begann. Die betreffende Person fällt um, bleibt aber bei vollem Bewußtsein (also nicht zu verwechseln mit einer Ohnmacht). Oft geht dieses Ruhen im Geist auch einher mit starken Gefühlen des Friedens. Es taucht meist bei Personen auf, die innerlich sehr verletzt oder trocken sind. Hier geschieht oft radikale Heilung. Die Personen könnten meist schon nach kurzer Zeit wieder aufstehen, bleiben aber oft trotzdem länger liegen. Für Personen, die das zum ersten Mal erfahren, kann es sein, dass es sich anfühlt als ob sie jemand umstoße. Die Personen, die für einen beten, legen in der Regel aber maximal die Hände auf. Manchmal geschieht es auch einfach nur während der Gebetsversammlung - meist bei Menschen, die es schon kennen und sich leichter darauf einlassen können; denn meist hat man es selber noch in der Hand, ob man jetzt umfallen will oder nicht. Gott handelt eigentlich nie gegen unseren freien Willen. Die Häufigkeit des Ruhens im Geistes schwindet mit dem Maße der inneren Heilung."
Titel: Re:Direktor Rimmel - Wigritzbad
Beitrag von: KleinesLicht am 13. Juni 2011, 00:04:02
Zitat Winfried: "Wenn sich die betreffende Person an nichts mehr erinnern kann, was soll dann dieser Segen (Ruhen im Geist) bewirken?"


Lieber Winfried,

was die Menschen, die ich beobachten konnte während ihrer "Abwesenheit" erlebt haben weiß ich leider nicht. Doch ich hatte den Eindruck,  dass sie sich des Fallens nicht bewusst waren. Eine Frau beispielsweise, die neben mir am Boden lag und wieder zu Bewusstsein kam, stellte ihrem Helfer als erstes die Frage: "Was ist passiert?" Den Eindruck dieser "Unwissenheit" oder "Unbekümmertheit" hatte ich bei den meisten der umgefallenen Menschen.

Alan Ames schreibt über das Bewirken des Ruhen im Geist folgendes:

"Wenn dieses Ruhen im Geist geschieht, ist es meist ein friedvolles und freudiges Erleben Gottes, doch wenn manchmal tief emotionale, mentale und geistige Verletzungen geheilt werden, kann dies bei den Menschen Tränen hervorrufen, welche helfen können, den Schmerz wegzuwaschen. Es scheint so zu sein, dass der Heilige Geist den Menschen bei dieser Wirkensweise in einen Zustand größerer Empfangsbereitschaft versetzt, wo die Sorgen der Welt und des Lebens beiseite geschoben werden und kein Hindernis mehr sind für Seine heilende Liebe."



Zitiat Winfried: "Vonseiten der Kritiker heißt es, wir haben doch die Sakramente der Taufe und der Firmung. Wozu brauchen wir dann noch eine "Geisttaufe"?"


Ich teile die Ansichten der Kritiker. Wir empfangen mit der Taufe und der Firmung die Sakramente, mit denen wir im Glauben gestärkt und mit unserer Kirche fester verbunden werden. Die "Geisttaufe" ist für einen Menschen nicht heilsnotwendig. Sie ist eine Erfahrung, die nicht jedem Menschen zuteil werden muss.

"... Geisttaufe hat eher den Charakter einer Anfangserfahrung, insofern sie zu einem bestimmten, für den Empfänger neuen Status des Lebens im Geist führt, besagt aber nichts über die Reife des Empfängers. Die so verstandene Geisttaufe kann an allen Punkten christlichen Lebens geschenkt werden, am Anfang einer Bekehrung oder nach deren Vollzug, als Wachstumsstufe, als weitere Vertiefung eines geistlichen Weges, an dessen reifem Höhepunkt oder auch als Berufung zu einem speziellen Dienst. Sie ist also nicht immer eine "Vollform", auch wenn sie in der Geschichte des Einzelnen einen Höhepunkt darstellen mag. Als eine Gnadenerfahrung, die quer durch alle Konfessionen geht, hat sie eine eminent ökumenische Dimension und soll dazu helfen, daß Christen im Geist zusammenfinden - eine Chance, die auch kirchliche Auswirkungen hat. Menschen, welche in diesem Sinne ,Geisttaufe' erfahren haben, sind deshalb nicht 'besser' als andere, sondern haben eine spezifische Berufung, die neben anderen spezifischen Berufungen in der Kirche steht (Prinzip der Erwählung); und jeder wird nach seinem Maß und entsprechenden Früchten gemessen. Es ist darum abwegig, verschiedene Berufungen oder geistliche Wege miteinander vergleichen zu wollen (vgl. 1 Kor 12,14-26); wohl aber muß jeder sich fragen, ob er einen Anruf des Geistes, der ihn weiterführen wollte, aufgenommen oder überhört hat. Die Botschaft des pfingstlich-charismatischen Aufbruchs in die Christenheit und in die Menschheit hinein ist, aufgrund des neuartigen Wirkens des Geistes, welches die Betreffenden erfahren haben, alle Christen und alle Menschen zu ermutigen, sich dem Geist Gottes zu öffnen, damit er in jedem Leben auf seine Weise und nach seiner Wahl in Fülle wirken kann."
(Analyse über Charisma und Geisttaufe: http://www.sankt-georgen.de/leseraum/baumert6.html (http://www.sankt-georgen.de/leseraum/baumert6.html))


Wer die oben erwähnte Analyse liest wird feststellen, dass auch der Begriff "Ruhen im Geist" differenziert betrachtet werden muss. Im kath. Glauben hat er eine andere Bedeutung als beispielsweise in der Pfingstbewegung. Über die charismatische Erneuerung innerhalb der kath. Kirche mag natürlich jeder urteilen wie er es für richtig hält. Ich selbst aber bin für diese Entwicklung dankbar weil ich denke, dass bei uns "einfachen Gläubigen" erst hierdurch die mystische Seite unseres Glauben zur Entfaltung kommen konnte. 


Lieben Gruß an alle
KleinesLicht
Titel: Re:Direktor Rimmel - Wigritzbad
Beitrag von: KleinesLicht am 13. Juni 2011, 00:12:25
Danke, lieber CSPB, für diese Beschreibung.

Vielleicht haben wir ja einmal das Glück, dass sich hier ein User zu Wort meldet, der dieses "Phänomen" selbst einmal erlebt hat. Man kann zwar die Personen beobachten und auch die ersten Reaktion abschätzen aber beurteilen kann ein Außenstehender dieses Erlebnis ganz gewiss nicht.


Gottes Segen
KleinesLicht
Titel: Re:Direktor Rimmel - Wigritzbad
Beitrag von: Winfried am 13. Juni 2011, 07:24:48
Herzlichen Dank.

Das Thema bleibt für mich weiterhin interessant. Der Vollständigkeit halber möchte ich an dieser Stelle einmal die (katholischen) Positionen einstellen, welche sich generell gegen diese Art der Charismatik und damit auch gegen ein "Ruhen im (Heiligen) Geist" und die damit verbundenen Praktiken aussprechen. Es sind dies in erster Linie:


"Christliche Mitte" (Adelgunde Mertensacker, Pfr. Winfried Pietrek):
http://www.christliche-mitte.de/ (http://www.christliche-mitte.de/) - s. "Archiv", in dem "negative" charismatische Erfahrungen aufgelistet sind.

Felizitas Küble (Komm-Mit-Verlag, Münster):
http://www.news4press.com/Meldung2003/Agentur.asp?Mitglieder_ID=6960 (http://www.news4press.com/Meldung2003/Agentur.asp?Mitglieder_ID=6960); Kirche ja - Charismatik nein; vertritt ähnliche Ansichten wie CM.


Jedenfalls finde ich beide Positionen weiterhin interessant und werde selbstverständlich am Ball bleiben.
Titel: Re:Direktor Rimmel - Wigritzbad
Beitrag von: Winfried am 13. Juni 2011, 10:04:04
Liebe Freunde,

zum Thema "Wigratzbad/Charismatik" möchte ich einmal auf folgende "Charismatiker" hinweisen, welche u.a. den Anstoß zur Versetzung von Pfr. Rimmel gegeben haben.


P. Ivo Pavic (praktiziert die "Zungenrede"):


Ivo Pavic (http://www.youtube.com/watch?v=Uk48A4YYnww#)




P. Zlatko Sudac (sehr umstritten; angeblich im Besitz der Wundmale; Kreuz auf der Stirn):


Fr. Zlatko Sudac w/English subt. Jesus Christ Part.1 (http://www.youtube.com/watch?v=sP-XODVCMc0#).


Titel: Re:Direktor Rimmel - Wigritzbad
Beitrag von: KleinesLicht am 13. Juni 2011, 22:52:21
Lieber Winfried,

vor einigen Wochen war ich leider Zeugin einer öffentlichen Hypnose (es diente der Unterhaltung). Einer der hypnotisierten Versuchskaninchen sprach (ich würde sagen) eine ähnliche Sprache wie P. Ivo Pavic.

Zungenrede nach dem NT ist doch das Sprechen in einer anderen Sprache; also eine Sprache, die der Sprecher nicht gelernt hat und ein Hörer trotzdem versteht. Gemeint ist doch nicht so ein "Geplapper", was niemand versteht; was für mich scheinbar gar keine Sprache ist. Also, ohne über Direktor Rimmel urteilen zu wollen (ich kenne ihn nicht) kann ich verstehen, dass hier Einhalt geboten wurde.

Für die Jünger Jesu war die Zungensprache wichtig, weil sie als Menschen mit wenig Bildung in die Welt hinaus geschickt wurden um Gottes Wort zu verkünden. Wie sollten denn die Menschen in fernen Ländern die Jünger ohne die Gabe der Zungenrede überhaupt verstehen?

Zungenrede ist eine verständliche, wenn auch für den Sprecher fremde, ungelernte Sprache und nicht ein Wirrwarr von Lauten.

Winfried, konntest Du P. Ivo Pavic in Zungensprache reden hören und hast Du seine "Sprache" verstanden bzw. hat irgendjemand diese "Sprache" verstanden?



LG und Gottes Segen
KleinesLicht


Titel: Re:Direktor Rimmel - Wigritzbad
Beitrag von: Winfried am 14. Juni 2011, 10:17:10
Liebes KleinesLicht,

da wir gerade die Pfingstfeiertage hinter uns haben, kommt es mir sehr gelegen, auf folgenden Unterschied hinzuweisen. Bei dem Pfingstwunder, wie es in Apg geschildert wird, hörten alle die Apostel in ihrer eigenen Sprache reden, d.h. jeder, der anwesend war, konnte die Apostel in seiner eigenen (Landes-) Sprache (Dialekt) reden hören. Dies war für die Hörenden ein unfassbares Wunder. Wie die Apostel selber dies aufgefasst haben, weiß ich nicht, aber es handelte sich dabei um ein Phänomen, welches sich meines Wissens seitdem nicht mehr wiederholt hat.

Bei dem "Reden in Zungen" ist das ganz anders. Da treten wirklich solche Lall-Laute auf, die man vielleicht am ehesten mit der Bezeichnung "Hebräisch-light" beschreiben kann. Diese absolut unverständliche "Sprache" ist die Sprache der Engel. Die Laute als solche ergeben für den Menschen eigentlich keinen Sinn, jedoch spielt das "Gefühl" (Erbauung) hierbei eine große Rolle, d.h. man fühlt sich dabei innerlich in einen Zustand versetzt, der dem der Engel inetwas gleichkommen soll.

Diese Art der Sprache ist sehr umstritten, gerade was ihren Gebrauch in den charismatischen Gemeinden betrifft. Ich selber habe dies noch nicht persönlich erlebt, war auch noch nicht dabei, aber Zeugenaussagen dazu gibt es genug (vgl. auch Apg 10,46 u.a.).

Es ist gut denkbar, dass hier wirklich der Heilige Geist am Werk ist. In bestimmten charismatischen Gemeinden gibt es sogar "Übersetzer" dieser Laute (Sprache), die aber nur ernst zu nehmen sind, wenn ihr Verständnis dieser Laute und ihre Auslegung wirklich aus dem Heiligen Geist kommen und sie von ihm wiederum so geführt werden, dass sie den anderen Beteiligten den Inhalt dieser "Sprache" auch wirklich vermitteln können. Kritiker behaupten, dass diese Gabe mit dem Tod des letzten Apostels aufgehört hat (vgl. Hebräerbrief) und dass dies somit purer Humbuk wäre (s.o.).


Erwähnt werden muss auch noch, dass die Dämonen diese "Sprache" - logischerweise - ebenfalls beherrschen. Dies habe ich selber erlebt. Es geschieht da in einem rasenden Tempo (was Exorzisten auch bestätigen), ist jedoch für einen Laien nicht zu verstehen.

Vielleicht hat der eine oder andere user das Reden in Zungen bei sich oder anderen schon erlebt und kann da konkrete Erfahrungen vermitteln.


Herzlichen Dank.



 ;jkgjkgj
Titel: Re:Direktor Rimmel - Wigritzbad
Beitrag von: CSPB am 18. Juni 2011, 19:13:50
Don Gabriele Amorth spricht in seinem Buch "Neue Berichte eines Exorzisten" folgendermaßen über die charismatische Erneuerung:

In letzter Zeit hat das Befreiungsgebet dank den Gruppen der charismatischen Bewegung der Erneuerung einen starken und providentiellen Aufschwung erlebt. [...] Ihr Werk ist umso verdienstvoller, als es heutzutage sehr selten ist, dass man in anderen Kreisen dafür Verständnis findet.

Danach erfolgen einige Ermahnungen zu von Laien praktizierten Befreiungsgebeten, u.a. diese:

Auch rate ich zu äußerster Zurückhaltung in den Gebärden. In gewissen Gruppen haben alle die Angewohnheit, ihre Hände auf das Haupt oder auf die Schultern der Person, für die man betet, zu legen. Die Handauflegung ist eine gebräuchliche biblische Geste, doch es ist ratsam, dass es der Priester tut oder derjenige, der das Gebet leitet. Die anderen, wenn sie es so gewohnt sind, können die rechte Hand oder den Arm in die Richtung der Person, die gesegnet wird, hochhalten, aber ohne sie zu berühren. Man kann "in Zungen" beten, doch stets mit Ordnung und unter Vermeidung jeglichen Anscheins von Exaltiertheit. [...] Es genügt, wenn man mit großem Glauben und ordentlich vorgeht und dabei die Anweisungen des Gebetsgruppenleiters befolgt.



Bezüglich des Zungenredens von P. Ivo Pavic:
Ich verstehe nur: "Hidahalamamabada. Hihilahabanababadama" und so weiter. Ich glaube auch nicht, dass man das verstehen kann. Eine Sprache scheint es nicht zu sein, dazu sind die Ausdrücke zu wenig differenziert. Ich denke, dass jeder das mit ein wenig Übung und ohne die Hilfe des Heiligen Geistes nachmachen könnte. Ich habe das jetzt einmal bewusst probiert, und das Ergebnis klingt so ähnlich, ohne dass ich den Heiligen Geist um Hilfe bitten musste...
Vielleicht irre ich mich auch. Irgendein "in Zungen sprechen" mussten die Apostel und Jünger damals ja auch beherrscht haben.

Bzgl. P. Zlatko Sudac:

Er scheint sehr charismatisch zu sein, im menschlichen, charakterlichen Sinne:

Velicasni Zlatko Sudac (http://www.youtube.com/watch?v=0iKL_l7SpMI#)
Es gibt sogar einen Film:
Official Trailer - SUDAC: "The Story Of Father Zlatko Sudac" (http://www.youtube.com/watch?v=7fi6NouPe3o#ws)
SUDAC - film teaser (http://www.youtube.com/watch?v=GMk773URzGI#)

Ich habe mir einige seiner übersetzten Videos angeschaut, und habe eigentlich nichts gefunden, was der katholischen Lehre widerspricht. Seine Stigmata wurden offiziell geprüft und scheinen echt zu sein. Er scheint Menschen zum Glauben zu führen.

Allerdings scheint er ziemlich um sich selbst zu kreisen, siehe seine Webseite www.velecasnisudac.com (http://www.velecasnisudac.com), überall sein Konterfei zu sehen. Vom Vatikan wurde er wegen der Kontroversen um seine Person mit einem Redeverbot belegt, hat sich aber nicht daran gehalten und ist im Frühling 2011 nach Wigratzbad gekommen. Man darf auch nicht vergessen, dass der Hl. P. Pio zu seinen Lebzeiten von der offiziellen Kirche auch verkannt wurde, er hätte sich aber nie widersetzt.

Grüße und Gottes Segen, CSPB
Titel: Re:Direktor Rimmel - Wigritzbad
Beitrag von: CSPB am 19. Juni 2011, 00:09:37
So wie ich das verstanden habe, sieht Don Amorth die charismatischen Gruppen nicht als "Exorzistenvereine" sondern als Gebetsgruppen wie alle anderen, nur dass diese eben offener für die Probleme bzgl. dämonischer Bedrängnis der Menschen seien.
Er betont auch immer wieder, dass Menschen, die für den Besessenen oder Bedrängten beten, stark zur Befreiung beitragen. Er sagt aber auch, dass "Gaffer" und "Sensationsjäger", die nicht mitbeten, genau das Gegenteil bewirken.

Jesus hat ja die Macht des Exorzismus ja zuerst den zwölf Aposteln gegeben, dann den 72 Jüngern, und dann hat er es auf alle Gläubigen ausgeweitet. Ich verweise auf Lukas 9, "Jesus, da treibt einer, der uns nicht nachfolgt, in deinem Namen Dämonen aus" - Jesus: "Hindert ihn nicht!"
Und Markus 16, 17: Und durch die, die zum Glauben gekommen sind, werden folgende Zeichen geschehen: In meinem Namen werden sie Dämonen austreiben;

Die Kirche hat dann den Exorzismus wegen Missbrauchsgefahr in den Status eines Sakramentale erhoben, das nur autorisierten Priestern vorbehalten ist. Still mitbetende Laien sind lt. Amorth aber nützlich zur Befreiung. Zwischen den Zeilen lese ich, dass es auch verantwortbar wäre, dass Bei Exorzistenmangel oder Verständnislosigkeit der Obrigkeit auch - im Sinne der Bedrängten - ein nicht als Exorzist autorisierter Priester, oder sogar Laie exorzieren dürfte.

Eine Gebetsgruppe sollte auch immer von einem Priester geführt werden, sonst ist sie wie ein Auto ohne Lenkrad (meine Meinung). Man sieht ja, was für Irrlehren teilweise in freikirchlichen und evangelikalen Gemeinden verbreitet werden. Leider scheinen auch einige katholische charismatische Gruppen vom gesunden Weg abgekommen sein.

In deinem Fall, Botschafter, hätte ich wahrscheinliche genauso gehandelt. Ich hätte mich da auch nicht wohl gefühlt bei der Sache mit der Frau.

Amorth rät, einen Besessenen oder Bedrängten nach ein paar Tagen zu fragen, ob der Exorzismus Erleichterung geschaffen hat. Wenn nicht, dann ist die Person entweder nicht von Dämonen belästigt oder der Exorzismus war nicht ordentlich. Amorth rät aber auch, dass Dämonen schlau sind und deshalb kein Fall mit einem anderen zu vergleichen wäre.

Grüße und Gottes Segen, CSPB
Titel: Re:Direktor Rimmel - Wigritzbad
Beitrag von: Marias Kind am 19. Juni 2011, 00:54:45
Hallo,

ich habe mich hier wieder angemeldet, weil mir die folgende Aussage von CSPB keine Ruhe gelassen hat. Er erklärt:

Zitat
"Nun komme ich zum Segen mit Handauflegung, bei dem der Priester - und nur der Priester legt die Hände auf- den Heiligen Geist für diesen Menschen erbittet. Grundlage für dieses Handeln ist das Handeln der Apostel in der Apostelgeschichte.
19, 6 Paulus legte ihnen die Hände auf und der Heilige Geist kam auf sie herab;
18, 7 Dann legten sie ihnen die Hände auf und sie empfingen den Heiligen Geist.
6, 6 Sie ließen sie vor die Apostel hintreten und diese beteten und legten ihnen die Hände auf.
Das Ziel dieses Segens ist es, den Heiligen Geist zu empfangen um die Sünden auszumerzen, seine Früchte zu empfangen und so zur Heiligkeit zu streben. "


Das ist theologisch vollkommen falsch! Das, was Lukas in Apg. 6,6 beschreibt, ist nicht die charismatische Handauflegung für eine "Geisttaufe", sondern es handelte sich dabei um die priesterlich-sakramentale Einsetzung von Diakonen.Das hat nichts mit Charismatismus zu tun!

Was die Handauflegung zum Empfang des Heiligen Geistes betrifft, von der die Apg an mehreren Stellen berichtet, ist diese priesterliche Handlung die Vollendung der Taufe, denn nach Apg. 2,38f. sagte Petrus zu den Bekehrten, sie sollen sich taufen lassen, damit sie den Heiligen Geist empfingen. In Kap. 8 wird uns dann entfaltet, wie das vonstatten ging:

Der Diakon Philippus spendete den bekehrten Samaritern das Sakrament der Taufe. Weil er als Diakon, als Laie, das Sakrament der Firmung nicht spenden durfte, damit sie in Verbindung mit der Taufe den Heiligen Geist empfingen, mussten die Apostel Petrus und Johannes, die Bischöfe waren, nach Samarien ziehen, um ihnen das Sakrament der Firmung zu spenden. Dafür legten sie ihnen sakramental die Hände auf, was seither bei jeder Firmung durch den Bischof oder von ihm beaiftragten Priester geschieht! In Apg. 18,7 und 19,7 ist ebenfalls nicht von der charismatischen "Geisttaufe" die Rede, sondern von der priesterlich sakramental gespendeten Firmung!

Das ist im Übrigen die Lehre der Kirche, die nach 1 Tim. 3,15 "der Pfeiler und das Fundament der Wahrheit" ist! Und das, was die Kirche lehrt, hat der Katholik auch anzunehmen!

Eine "Geisttaufe", die durch den charismatischen Segen empfangen wird, ob durch Laien oder durch Priester, die charismatisch wirken, kennt weder die Kirche noch die Bibel! Die Bibel und die Kirche kennen nur die christliche Wassertaufe und die Vollendung der Taufe, welche die Firmung ist! Alles andere, wie etwa die charismatische "Geisttaufe" ist später von irgendwelchen Charismatikern hinzugedichtet worden. Sie ist eine Beleidigung des Heiligen Geistes, der allein durch Taufe und Firmung empfangen wird! Weil wir der Lehre der bibel und der Kirche zufolge den Heiligen Geist nicht durch die charismatische "Geisttaufe" empfangen, sondern allein in Taufe und Firmung, ist der charismatische "Segen" ein Handeln gegen Gottes Wort, gegen die Kirche und ihre Lehre und eine Beleidigung des Heiligen Geistes!


Gottes Segen,
Marias Kind

Titel: Re:Direktor Rimmel - Wigritzbad
Beitrag von: Marias Kind am 19. Juni 2011, 01:58:02
Meine Erfahrungen mit dem charismatischen Segen bzw. mit dem Handauflegen

Anfang Mai letzten Jahres nahm ich eine Freundin mit zu Alan Ames in Wickede a.R.. Nach seinem Vortrag ging sie nach Vorne, um sich von ihm durch Handauflegung den charismatischen Segen abzuholen. In dem Moment, als Alan Ames sie an der Stirn berührt hat, spürte sie eine Kraft, die sie zum Umfallen nötigte, obwohl sie es nicht wollte. In diesem Augenblick wehrte sie sich gegen diese Kraft und fiel nicht um! Im gleichen Augenblick verursachte diese Kraft, die der Heilige Geist sein soll, bei ihr eine Panikattacke, dass sie beinahe aus der Kirche gerannt wäre! Nachdem sie zu sich gekommen war, verspürte sie dasselbe Glücksgefühl, von dem CSPB berichtet. Es hielt drei Tage an. Nach diesen drei Tagen war dieses Glücksgefühl verschwunden, was eine tiefe Depression bei ihr auslöste, so dass sie sich am liebsten eine weitere Dosis abgeholt hätte!

Daraufhin begann auch ich unter Gebet und Handauflegung den charismatischen Segen zu verteilen! Als ich dieser Freundin die Hände aufgelegt und um die Befreiung ihrer Migräne-Anfälle betete, waren sie verschwunden. Zwei Wochen später legte ich ihr unter Gebet erneut die Hände auf, und dabei geschah genau dasselbe wie bei Alan Ames: Sie bekam eine Panikattacke und flüchtete verwirrt aus der Wohnung.

Nachdem ich einem Freund charismatisch mehrmals unter Gebet die Hände auflegte, damit Gott ihn von seinen körperlichen Leiden befreien möge, bekam er dieses Wohlgefühl und er verspürte eine deutliche Besserung. Doch nach kurzer Zeit schlug alles um, seine Leiden wurden schlimmer und sind bis heute nicht besser geworden.

Als jene Freundin und ihr Freund mich zu sich nach Hause eingeladen hatte, gab ich auch ihm diesen charismatischen Segen! Ab diesem Moment hat sich ein tiefer Frieden bei ihnen im Haus ausgebreitet, der bewirkte, dass sie sich nicht mehr stritten, was bei ihnen sonst immer fast täglich vorgekommen war. Als dieser tiefe Frieden nach zwei Wochen verschwunden war, fing die Streiterei zwischen ihnen wieder an, doch wurde sie von nun an heftiger!

Jener Freund, von dem ich oben berichtet habe, fing dann auch selbst an den charismatischen Segen zu verteilen. Er wurde darin bestärkt durch ein Erlebnis mit einer Freundin, die für ihn kurze Zeit scheinbar besessen war. Seit dieser charismatischen Teufelsaustreibung hat sie scheinbar Ruhe. Aber wer weiß, vielleicht ist es nur die Ruhe vor einem noch größeren Sturm! Ein weiteres Mal gab er einer Bekannten den charismatischen Segen, damit Gott sie von ihren Angstzuständen befreie, wegen denen sie in der Psychiatrie war. Seither sind die Angstzustände stärker geworden.

Ich könnte noch mehr darüber berichten, doch das soll reichen! Natürlich werden solche negativen Aspekte von den Charismatikern und den Anhängern des Charismatismus, die sich von dem Wohlgefühl eindudeln lassen, verschwiegen. Das ist die eigene Eitelkeit, die man unter schein-barer Demut verbirgt. Doch mir, als ehemaligen Charismatiker ist allein die Wahrheit wichtig, die ich hiermit öffentlich bekunde, um die Menschen vor dem charismatischen Segen zu warnen.

Jesus Christus hat uns in seiner Kirche alles gegeben, was wir brauchen, den wahren Glauben, die Taufe, die Firmung, in Taufe und Firmung den Heiligen Geist, die Beichte, die Heilige Eucharistie, das Gebet, vor allem das Rosenkranzgebet, die Nüchternheit, aus dem Heiligen Geist die Fähigkeit zu einer selbständigen Heiligung und alle weiteren Sakramente, ebenso den priesterlich sakramentalen Segen, in dem Christus immer wirkt, aber eben so, wie er das für jeden Einzelnen will und für richtig hält. Und kein Segen ist mächtiger als der priesterlich-sakramentale Segen! Der charismatische Segen und seine scheinbar positiven Auswirkungen sind nur ein Trick der dunklen Seite, damit wir glauben,dass durch den charismatischen Segen Gott angeblich mächtiger wirke als durch den priesterlichen Segen! Alles nur Betrug und Täuschung!

Die Charismatiker und die Anhänger des Charismatismus haben die wahre Kraftquelle bereits aus ihrem Zentrum gerückt und an diesen Platz den charismatischen Segen zur "Geisttaufe" gesetzt, die bei vielen ein Wohlbefinden auslöst. Doch die wahre Kraftquelle ist nicht der charismatische Segen bzw. die "Geisttaufe", sondern die Heilige Eucharistie! Von dort und in Verbindung mit der Beichte und der Heiligung empfangen wir die Kraft Gottes aus dem Heiligen Geist, der durch Taufe und Firmung bereits in uns ist, der aber in Ruhe und Stille wirkt, aber eben so, wie wir uns für ihn und für unsere Heiligung öffnen. Alles andere ist Betrug und Täuschung der dunklen Mächte!

Der hl. Jakobus hat im Heiligen Geist gesagt, was die Kranken tun sollen: Sie sollen zu den Priestern gehen, um von ihnen die sakramentale Krankensalbung zu empfangen. Sie sollen beten, sich heiligen und beichten. Die Gemeinde soll für sie mitbeten. Er fordert zu keinerlei charismatischen Veranstaltungen auf! Er sagt mit keinem Wort, dass Priester oder Laien ihnen zu ihrer Heilung charismatisch die Hände auflegen sollen! Hier sagt uns Gott in der Bibel was die Kranken tun sollen! Und jeder von ihnen sollte dem Willen Gottes folgen:

"Ist jemand krank unter euch, er rufe die Prebyther der Gemeinde, un sie mögen über ihm beten und ihn mit Öl salben im Namen des Herrn. Und das Gebet des Glaubens wird den Kranken retten, und der Herr wird ihn aufrichten, und wenn er Sünden begangen hat, wird ihm vergeben werden. Bekennt nun einander die Sünden und betet füreinander, damit ihr geheilt werdet!" (Jak. 5,14ff.)

Gottes Segen,
Marias Kind





Titel: Re:Direktor Rimmel - Wigritzbad
Beitrag von: CSPB am 19. Juni 2011, 09:23:40
Marias Kind,

Danke für deine Erfahrungsberichte. Eines ist mir aber aufgefallen. In allen deinen Beispielen spendet ein Laie den charismatischen Segen, kein Priester. Ich würde so einen Segen mit Handauflegung von einem Laien nie empfangen wollen, da man nicht weiß, inwiefern der Laie im Stand der Gnade ist oder nicht, und ob der ganze "Schmutz" beim Segen mitgeht. Bis jetzt hab ich von Priestern immer nur gehört, dass Handauflegung von Laien strikt abzulehnen sei. Priester verfügen eben um eine besondere Segensvollmacht, und ihre Hände werden bei der Weihe vom Heiligen Geist reingewaschen, sodass nichts unreines mehr bleibt und sie auch die Eucharistie berühren dürfen. Dass sich bei einem Priestersegen der Teufel einschleicht halte ich für unmöglich. Es segnet ja immer Gott (s.u.)

Du differenziert weiters zwischen normalem Priestersegen und charismatischen Priestersegen. Meines Wissens nach (und ich bin mir eigentlich sicher) der charismatische Priestersegen ja nichts anderes als ein normaler Priestersegen. Ich verweise auf obere Beiträge von LoveAndPray und mir, die beide erlebt/gehört haben, dass auch bei einem normalen, nicht charismatischen Priestersegen Menschen umgefallen sind. Und auf den KKK:

2626 Der Segen stellt die Grundbewegung des christlichen Betens dar: die Begegnung zwischen Gott und dem Menschen. Im Segen vereinen sich die Gabe Gottes und deren Annahme durch den Menschen im gegenseitigen Anruf. Das segnende Gebet ist Antwort des Menschen auf die Gaben Gottes. Weil Gott Segen spendet, kann das Herz des Menschen dafür den lobpreisen, der die Quelle allen Segens ist.

2627 Diese Bewegung hat im wesentlichen zwei Richtungen: Einerseits steigt sie - getragen vom Heiligen Geist - durch Christus zum Vater auf: wir preisen ihn, weil er uns gesegnet hat [Vgl. Eph 1,1-14; 2 Kor 1,3-7: 1 Petr 1.3-9]. Andererseits fleht unser Gebet um die Gnade des Heiligen Geistes, die vom Vater durch Christus herabkommt: Gott segnet uns [Vgl. 2 Kur 13,13; Röm 15,5-6. 13; Eph 6.23-24].


Im charismatischen Segen fleht der Priester eben besonders um die Gnade des Hl. Geistes (=normaler Priestersegen). Ich sehe da keinen Widerspruch zur katholischen Lehre wie du behauptest, aber ich muss dir recht geben, "Geisttaufe" ist ein unglücklicher Begriff, der aber aus protestantischen Kreisen stammt. Ich habe ihn, glaube ich, in einem oberen Beitrag unüberlegt verwendet.

Dass der Segen die Eucharistie verdrängen würde, kann ich nicht nachvollziehen. Es wird immer Messe gefeiert, und während des Segens steht die Monstranz immer da und die Hl. Dreifaltigkeit wird angebetet. Wenn ich die Wahl hätte zwischen einer normalen, unspektakulären Messe und einem charismatischen Segen, dann würde ich sofort, ohne zu überlegen und immer die Messe wählen. Es ist ja nicht so, dass ich meine "Dosis" regelmäßig brauchen würde. Wenn ich mal keine Zeit hab - dann lass ich den charismatischen Gottesdienst eben fallen, und geh erst nächsten Monat wieder. Es ist auch so, dass ich mich primär auf die Messe und Anbetung freu, und ohne den Segen würd ich mich um nichts weniger darauf freuen.

Ich kann mir aber vorstellen, dass sich Menschen, vor allem kirchenferne, psychisch davon abhängig machen lassen. In so einem Fall würde ich raten: regelmäßiges Mitfeiern der Hl. Messe, Beichte, Gebet. Dann wird der "Hunger" nach Gott schon gestillt werden.

Zu dem "Glücksgefühl" muss ich auch was sagen: Es ist ja kein irrationales Glücksgefühl. Es ist eher ein tiefer Frieden, verbunden mit Gott. Da bete ich dann manchmal - einfach so aus Freude am Gebet - mehr als einen Rosenkranz am Tag, ohne meine täglichen und zwischenmenschlichen Pflichten zu vernachlässigen, versteht sich.

Das selbe Gefühl hab ich auch nach einer normalen Anbetung ohne charismatischen Segen.

Und eine Depression oder Niedergeschlagenheit als Folge des "Glücksgefühls" habe ich noch nie erlebt. Bei mir ist es eher so, dass die Hektik des Alltages mich wieder fängt und ich mich wieder ein wenig von Gott entferne. Aber nie weiter als ich vor dem Segen war!

Zu deinen Erfahrungen:
Du schreibst, dass du ein Paar, Freund und Freundin, in deren Haus besucht hast. Ich will nicht urteilen, aber unverheiratete Menschen leben normalerweise in der Sünde, wenn sie eine Wohnung teilen. Und Gott fördert so etwas natürlich nicht. Da kann es für deren Seelenheil besser sein, wenn sie sich zerstreiten und trennen, als wenn sie harmonievoll in der Sünde weiterleben.
Daneben kann das "Losbrechen" des Streites auch eine psychologische Ursache haben. Nach dem Segen das Gefühl: "Ich bin gesegnet, mein/-e Freund/-in ist gesegnet, wir dürfen nicht streiten" Dann häufen sich aber doch die Zwistigkeiten, stauen sich auf und irgendwann bricht der Damm. Das sagen auch die Psychologen: Streit ist besser als erzwungene Ruhe und aufgestauter Zorn, denn irgendwann bricht der Damm.

Jener Freund, der in der schweren Sünde lebt, so nehme ich an, beginnt nun selbst den Charismatischen Segen zu verteilen, wie du sagst. Dass die Gesegneten dann Angstzustände bekommen, ist für mich nicht weiter verwunderlich. Wie soll jemand, der durch die Sünde Gott permanent beleidigt und von sich stößt, im Segen den Heiligen Geist vom Vater erbitten können? Dass da ein anderer Geist den Platz einnimmt, das ist in jenem Fall möglich, denke ich. Die esoterischen Heiler behaupten ja auch oft, mit Jesus, Maria und anderen Heiligen zu heilen, verkünden aber ein zutiefst falsches Gottesbild.

Du schreibt bzgl. der Frau bei Alan Ames: Sie hätte eine vom angeblichen Hl. Geist hervorgerufene Panikattacke verspürt, dann aber doch das "Glücksgefühl" bekommen. Glücksgefühl und Panik - aus der selben Quelle? Ich glaube eher, dass die Panik von ihr selbst gekommen ist. Es gäbe auch vielleicht die Möglichkeit, dass gewisse okkulte Bindungen die Panik ausgelöst haben. Ich will aber nicht urteilen. Hier glaube ich, endet meine Urteilsfähigkeit.

Ich kann nur von mir selbst sagen, der ich mir meinen Segen immer nur vom Priester hole, dass ich noch nie negative Früchte in irgendeiner Form bemerkt habe.

Grüße und Gottes Segen, CSPB
Titel: Re:Direktor Rimmel - Wigritzbad
Beitrag von: Winfried am 19. Juni 2011, 15:46:12
Lieber MariasKind, lieber CSBP,

vielen Dank für Eure Beiträge. Ich kann Eure sachlich und objektiv vorgebrachten Argumente gut mitvollziehen. Ich muss Euch auch Recht geben, wenn ihr sagt, dass es eine "Geisttaufe" dem Wortsinn nach, zumindest bei Katholiken, nicht gibt, stattdessen haben wir ja die Sakramente der Taufe und der Firmung. Letzteres gibt es ja bei den Protestanten nicht. Trotzdem kann ich mir vorstellen, dass durch die Handauflegung und die Segnung eines Priesters in der entsprechenden Intention das Wirken des Hl. Geistes bei einem Getauften bzw. Gefirmten verstärkt werden kann. Dies muss sich aber keinesfalls im Umfallen äußern. Man könnte dies vielleicht auch als eine "Intensivierung der Firmung" betrachten (bei Nichtgetauften sieht das natürlich anders aus). Wenn es zu "negativen Reaktionen" wie Panikattacken, lautes Schreien o.ä. kommt, kann das durchaus damit zusammenhängen, dass der betroffenen Mensch hier der "Sünde überführt" wird, d.h. es könnten, wie CSBP auch sagt, z.B. okkulte Bindungen vorliegen, was ja heute wirklich keine Seltenheit ist oder es liegen andere (nicht gebeichtete) Sünden zugrunde. Natürlich kann es sich dabei auch um frühere Verletzungen o.ä. handeln, an denen der Betreffende ja keineswegs schuld sein muss. Die Palette dürfte hier weit gefächert sein, aber außer dem würdigen Empfang der Sakramente würde sich in jedem Fall eine "Weiterbehandlung" anbieten, ja wäre sogar dringend erforderlich.

An Orten wie Wigratzbad ist es aber oft so, dass der betreffende Priester nur wenige Minuten Zeit für einen hat. Oft werden die Menschen dann alleine gelassen und wenn sie ihrem Ortsgeistlichen davon erzählen, glauben diese es nicht oder verweisen auf den Therapeuten.

Was Wigratzbad betrifft, so schließt sich dort ein Heilungsseminar (meistens "innere Heilung") an das andere an. Natürlich kommen die Menschen auch oder vielleicht sogar in erster Linie wegen der "Prominenz". Das ist natürlich ein Problem. Trotzdem stehe ich der genannten Situation positiv gegenüber.
Titel: Re:Direktor Rimmel - Wigritzbad
Beitrag von: Marias Kind am 24. Juni 2011, 13:29:38
Lieber CSPB,

danke für Deine Ausführungen! Zunächst muss ich darauf hinweisen, dass der charismatische Segen, der immer mit Handauflegen einhergeht, nicht Teil der kirchlichen Lehre ist. Der Segen, der im KKK erwähnt wird, ist kein charismatischer Segen. Die Kirche spricht vom segnenden Gebet, von Gebeten, in denen der Gläubige Gott für einen selbst oder für den Nächsten um Segen bittet.

Den charismatischen Segen des Priesters kennt die Kirche nicht. Sie kennt nur den sakramentalen Segen, der beim Vollzug jedes Sakramentes gespendet wird. Zusätzliche, außerhalb dieser kirchlichen Ordnung praktizierte Segen durch Handauflegung des Priesters, sind nicht von der Kirche angeordnet, sind nicht kirchlich und somit nicht mehr priesterlich sakramental - wird von charismatischen Priestern aber dennoch außerhalb der kirchlichen Anordnung und Ordnung praktiziert. Hier wirkt der Priester nicht mehr kirchlich und sakramental, sondern charismatisch. Sakramentale Segen des Priesters durch Handauflegung, wie bei der Spendung des Sakraments der Firmung, dem Sakrament der Krankensalbung oder des Primizsegens, sind nicht charismatisch! Beides ist voneinander säuberlich zu trennen, so wie das die Kirche tut! Wenn sich der Priester mit seiner Handauflegung außerhalb der kirchlichen, sakramentalen Ordnung bewegt, ist das genauso mit größter Vorsicht zu sehen, wie wenn das ein Laie tut, weil sich der Priester außerhalb der von Gott vorgegeben priesterlichen Ordnung bewegt, die Gott durch das Lehramt der Kirche vorgibt!Außerhalb dieser Ordnung wirkt nicht mehr Christus, weil sich der Priester so außerhalb seines Priestertums bewegt. Das Priesterliche ist immer das von Gott durch die Kirche Eingesetzte, das Sakramentale!

Somit ist nicht nur der Segen mit Handauflegung durch den Laien zu verwerfen, sondern auch der außerhalb der kirchlichen Ordnung praktizierte Segen mit Handauflegung durch Priester. Hier maßt sich ein solcher Priester an, außerhalb seiner von Gott vorgegebenen priesterlich-kirchlich-sakramentalen Ordnung zu agieren, auch dann, wenn er innerhalb der Heiligen Messe auf diese Weise wirkt. Hier bewegt er sich auf doppelte Weise außerhalb der kirchlichen Ordnung, einmal auf die Weise, die ich bereits erwähnt habe, und dann auf die Weise, dass er sich an der von der Kirche vorgegebenen Mess-Ordnung nicht hält. In der Heiligen Messe spendet der Priester den sakramentalen Segen am Beginn und am Ende der Heiligen Messe - immer ohne Handauflegung, so wie es Gott durch die Kirche vorschreibt. Und diese Segen, die Gott durch die Kirche anordnet, sollte jedem Gläubigen reichen! Alles, was darüber hinausgeht, ist nicht von Gott! (vgl. 1 Kor. 4,6) 

Somit ist der Segen des Priesters unter Handauflegung kein priesterlicher, kein sakramentaler Segen mehr, sondern ein charismatischer. Die Kirche selbst unterscheidet zwischen sakramental und charismatisch! Die kirchlichen Segen bezeichnet die Kirche als sakramental. Das Sakramentale wirkt immer und direkt, unabhängig davon, ob der Priester glaubt oder nicht! Alles Sakramentale ist kein Charisma! ES ist sehr schlimm, wenn hier zwei paar Schuhe, die die Kirche säuberlich unterscheidet, in einen Topf geworfen wird, um das Charismatische zu verteidigen und zu rechtfertigen. Somit sind wir Gläubige verpflichtet, das ebenfalls säuberlich voneinander zu trennen. Beim charismatischen Segen wirkt der Priester nicht mehr als Priester, weil diese Handlung nichts mehr mit dem Priestertum zu tun hat. Hier agiert der Priester privat, weil nicht mehr kirchlich und sakramental! Bemerkenswert ist, dass die teuflische Erscheinung in Medjugorje die charismatische Handauflegung zur Heilung über das Sakrament der Krankensalbung stellt! Kein Wunder, wenn sie sogar zu "Geisttaufen" auffordert!

Priester, wie Pater Manjackel, P. Bill, P. Vaddakel u.v.a. wirken auch außerhalb ihrer priesterlichen Ordnung durch Handauflegung. Dieses Wirken ist nach der Lehre der Kirche nicht mehr sakramental! Sie selbst bezeichnen ihr Handeln als "charismatisch" und spenden "Geisttaufen", die z.B. P. Manjackel schlichtweg auch als "Taufe" bezeichnet. Auch wenn Du nun versuchst, den Begriff "Geisttaufe" hinwegzuräumen, bleibt dieses Geschehen in der Praxis dennoch erhalten.Hier wird nicht bloß um eine Erfüllung des Menschen mit dem Heiligen Geist gebetet, sondern seine Herabkunft auf ihn, so als hätte er ihn nicht bereits schon durch Taufe und Firmung bekommen. Wenn der Priester in der Heiligen Messe "Komm, Heiliger Geist, erfülle die Herzen deiner Gläubigen" betet - ohne Handauflegung, dann ist das etwas gänzlich anderes. Er ruft den Heiligen Geist auf den Gläubigen nicht herab, da sie ihn ja bereits in sich haben, sondern er bittet, dass ER in den Herzen der Gläubigen wirken wolle, um sie in ihrer Heiligung zu unterstützen usw. Doch beim charismatischen Segen wird um die Taufe, um die Herabkunft des Heiligen Geistes gebetet, so als wäre er nicht bereits in ihnen. Damit unterstellen sie, dass die Gläubigen den Heiligen Geist durch Taufe und Firmung nicht bekommen haben, dass beides in dieser Hinsicht wirkungslos wäre, weil diese Sakramente keine charismatischen Gaben wie Zungenrede, Weissagung usw. zur Folge haben. P. Manjackel musste erst von einem Hindu-Pfingstler, der Nichtgetaufter und Nichtgefirmter war und somit den Heiligen Geist nicht hatte, die "Geisttaufe" bekommen, um ein guter Priester zu werden, doch nur scheinbar, weil er nun aus diesem Geist, den er sich zugezogen hat, als "guter" Priester verheerende Irrlehren verbreitet, wie sie auch in der weltweiten Charismatischen Bewegung zu begegnen sind. Nicht wenige sind psychisch erkrankt, nachdem sie sich von ihm den charismatischen Segen abgeholt haben. Dasselbe bei Sr. Valappila, die in ihrer Einrichtung in Bad Soden keine psychisch kranken Menschen mehr zulässt, weil sich deren Erkrankungen durch ihren charismatischen Segen noch verstärkt haben. Das ist sehr ehrenvoll, dass sie die psychisch Kranken vor dem Heiligen Geist, den sie durch die sog. "Geisttaufe" spendet, schützt! Mir ist jedenfalls ganz neu, dass der Heilige Geist in irgendeiner Hinsicht gefährlich sein soll, vor dem sich jeder psychisch Kranke hüten müsse!

Das Allerheiligste wird insofern aus dem Zentrum verdrängt, als das man meint, die Kraft Gottes durch den charismatischen Segen zu empfangen, so wie Du das an Dir selbst aufzeigst! Die einzige Kraftquelle ist und bleibt immer das Allerheiligste, und nur es allein. Neben ihm gibt es keine weitere Kraftquellen! Wenn neben dem Allerheiligsten auch der charismatische Segen eine Kraftquelle ist, dann haben charismatisch orientierte Katholiken zwei Kraftquellen, auch dann, wenn der charismatische Segen während der Eucharistischen Anbetung oder der Heiligen Messe durch den Priester geschieht. Und sehr viele empfinden den charismatischen Segen sogar als kraftvoller wirkend, weil sie sich durch irgendwelcheWohlgefühle blenden lassen, die durch diesen Segen ausgelöst werden. Insofern verdrängen sie das Allerheiligste als Kraftquelle. Wenn man durch das Allerheiligste keine Kraft bekommt, bei einem charismatischen Segen aber scheinbar doch, dann sollte sich der Bretroffene fragen, woran das wirklich liegt! Es liegt am Betroffenen selbst, der mit einer falschen Geistes- und Glaubenshaltung anbetet und die Kraftquelle, Christus Jesus, empfängt. Hier empfangen wir auch die Kraft, unsere Leiden zu tragen, um sie aufopfern zu können. Die Charismatische Bewegung kennt das Tragenwollen und Aufopfern der Leiden nicht, sie kennt das Gesundheitsevangelium, Gesundwerden und Wohl- und Glücksgefühle! Der Christ ist jedoch dazu aufgerufen, die Leiden willig und gerne zu tragen und aufzuopfern. Wir sind berufen, in dieser Welt zum Heile der Seelen zu leiden - in Christi Opfer vereint!

Und was die ständigen Lobpreislieder betrifft: Sie reißen uns während der Heiligen Messe aus unserer Natürlichkeit heraus. Hier werden Wohl- und Glücksgefühle aufgebaut, die uns von unserem eigentlichen, natürlichen Zustand herausreißen. Doch Christus will uns in der Heiligen Messe und in der Anbetung in unserem normalen Zustand begegnen, so, wie wir wirklich sind, in unserer Schwachheit, um uns in unserer Schwachheit zu tragen, die jeder von uns hat. Dieser unser Realzustand wird durch die ständigen Lobpreislieder verdrängt und wir treten vor Christus im Allerheiligsten nicht so gegenüber, wie wir normalerweise sind, sondern mit künstlich aufgebauten Glücksgefühlen. Damit verwerfe ich die Loblieder nicht generell, aber vor Christus sollten wir doch in unserem natürlichen Zustand gegenübertreten. Wenn wir traurig sind, sollen wir traurig vor ihn treten. Wenn wir unter bösen Gedanken und Gefühlen leiden, die wir nicht haben wollen, sollen wir auch so vor IHN treten, mit der Bitte, uns davon zu berfreien, uns Kraft zu geben, dieses zu überwinden! Wenn wir aus uns selbst heraus glücklich sind, sollten wir ebenfalls glücklich vor Ihn treten, um ihm zu danken und für die Unglücklichen beten.

Lobpreislieder sollten wir auch nicht singen, weil sie uns gut tun sollen, sondern sie sollen ausschließlich dafür da sein, Gott zu verherrlichen. Doch unmerklich findet in der Charismatischen Bewegung hier eine Verlagerung statt: Die Loblieder werden in erster Linie gespielt und gesungen, um Wohlgefühle zu erzeugen, um eine künstliche Atmosphäre zu erzeugen, die mit "andächtig" verwechselt wird. Wirklich andächtig können wir nur in unserem natürlichen Zustand sein, wenn wir das wollen, auch dann, wenn wir leiden, und nicht in einem künstlich erzeugten Zustand. Überhaupt sollte auch die von der Kirche vorgeschriebene sakrale Musik nicht dafür dienen, uns zu befrieden!

Bezüglich des Paares: Natürlich hast Du recht, und dennoch kommt der Streit niemals von Gott und wird von Gott auch niemals verstärkt! Wenn sich infolge meines Handauflegens alles noch verschlimmert hat, dann hat das durch mich nicht Gott bewirkt, sondern die andere Seite durch den Entzug der Glücksgefühle nach etwa zwei Wochen. Und natürlich hat Gott das zugelassen! Natürlich passt mir selber nicht, dass die beiden in Sünde leben, weil nicht verheiratet. Das war ja auch der eigentliche Grund, weshalb ich den beiden die Hände aufgelegt habe: Ich hoffte, dass Gott bei ihnen etwas bewirkt, damit sie katholisch werden.

Dass die Beiden sich in den zwei Wochen nicht gestritten haben, lag ganz allein an dieser scheinbar friedvollen Atmosphäre, die sich im Haus ausgebreitet und sie beseelt hat. Ihre Gemüter wurden zur Ruhe gebracht und sie empfanden nichts mehr als Anlass für Streit!

Jener Freund, von dem Du sagst, er würde in schwerer Sünde leben, lebte nicht in schwerer Sünde. Er ist Katholik, der sich von den schweren Sünden zuvor getrennt hatte. Er geht alle vier Wochen beichten, praktiziert ständiges Beten, geht einmal die Woche zur Heiligen Eucharistie, ein mal, weil er aufgrund seiner Krankheit nicht häufiger gehen kann, und er strebt immerfort danach, so zu leben, wie Gott das will. Und dafür studiert er täglich die Heilige Schrift und den katholischen Glauben.

Du schreibst:

Zitat
Du schreibt bzgl. der Frau bei Alan Ames: Sie hätte eine vom angeblichen Hl. Geist hervorgerufene Panikattacke verspürt, dann aber doch das "Glücksgefühl" bekommen. Glücksgefühl und Panik - aus der selben Quelle? Ich glaube eher, dass die Panik von ihr selbst gekommen ist. Es gäbe auch vielleicht die Möglichkeit, dass gewisse okkulte Bindungen die Panik ausgelöst haben. Ich will aber nicht urteilen. Hier glaube ich, endet meine Urteilsfähigkeit.

Das ist eine typische Ausrede der Charismatiker, dass die Betroffenen dann immer selber schuld wären! Nein, die Kraft, die sie durch Alan Ames' Handauflegung verspürt hat, erzeugte das in ihr. Und das auch der Satan Wohlgefühle erzeugen kann, ist nichts neues, denn er tarnt sich immer als „Engel des Lichts“. Und dadurch, dass er ihr die ihr durch Alan Ames zugeführten Glücksgefühle nach drei Tagen wieder genommen hat, hat er sie in eine tiefe Depression gestürzt.

Sehr viele bekommen durch den charismatischen Segen, ob nun von Priestern gespendet oder von Laien,Wohlgefühle, während andere negatives erleben. Beides ist von der negativen Quelle. Diejenigen, denen die negative Quelle Wohlgefühle verpasst, sind für den charismatischen Segen und damit für den Charismatismus seine besten Werber, und solche braucht der Böse natürlich! Die negativen Erfahrungen Betroffener werden von den charismatiosch Wirkenden vertuscht!

Bzgl. Alan Ames habe ich eine E-Mail an den Miriam-Verlag geschickt, mit der Bitte mir einige Fragen zu beantworten:

(a) Haben die Mitglieder der Motorrad-Gang, in der Alan Ames war, okkulte Zeichen getragen?

(b) Alan Ames wurde von Dämonen angegriffen! Wurde er vom Priester (sakramental) exorziert?

(c) Er wurde angeblich von Gott in eine charismatische Gemeinde geschickt: Hat er dort die "Geisttaufe" empfangen?

(d) Wann erhielt er seine Heilungsgabe? Nach dem Besuch der charismatischen Gemeinde oder noch vorher?

Keine einzige dieser Fragen wurde mir beantwortet! Da stellt man sich natürlich die Frage: Haben Alan Ames und der Miriam-Verlag etwas zu verheimlichen?

Andererseits ist ein solches Stillschweigen eine Frechheit! Wer für Alan Ames Werbung macht, hat auch die Verpflichtug Fragen zu beantworten!

Desweiteren berufen sich Alan Ames und der Miriam-Verlag darauf, dass Alan mit der Erlaubnis seines Bischofs in die Welt reisen darf, um den charismatischen Segen zu verteilen. Der Bischof hat das Entscheidungsrecht nur für seine eigene Diözese, und nicht darüber hinaus. Nach dem Kirchengesetz hat sich jeder weltweit wirkende Charismatiker die Erlaubnis dafür aus Rom zu holen. Und das hat Alan Ames nicht getan.

Desweiteren sei darauf hingewiesen, dass Alan behauptet, von Gott und der Muttergottes Offenbarungen zu bekommen, die er in Büchern veröffentlicht hat. Eines dieser Bücher habe ich mir bestellt: "Worte Mariens". Diese Botschaften enthalten etliche theologische und andere Irrtümer, wie z.B. dass alle Mütter für ihre Familien beten würden. Weiß die Muttergottes etwa nicht, dass es auch atheistische Mütter gibt, die für ihre Familien nicht beten? Entweder sind diese Offenbarungen erfunden, wovon ich nicht ausgehe, weil ich in Alan Ames einen relativ redlichen Menschen sehe, oder hier erfährt Alan Offenbarungen von der anderen Seite!

In seinem Buch "Über Seher und das Ruhen im Geist" versucht er das Umfallen beim charismatischen Segen biblisch zu belegen, indem er biblische Textstellen zugunsten der Charismatiker verdreht. So bezeichnet er das Niederwerfen und Niederzerren der besessenen Personen durch die Dämonen beim Exorzismus, den Christus durchgeführt hat, als Ruhen im Geist! Geht man als angeblich von Gott beseelter und beauftragter Mensch so mit der Heiligen Schrift um? Und wie kann es sein, dass sein Seelenführer dieses Buch noch als theologisch korrekt bezeichnet? Etwa weil er voreingenommen und selbst Charismatiker ist?

Desweiteren soll Jesus Christus ihm den Heilungsauftrag gegeben haben! Das ist theologisch falsch, denn Christus sendet seine Gläubigen nicht zum Heilen aus, sondern um das Evangelium zu verkünden!

In der Charismatischen Bewegung stehen die "Charismen" im Zentrum. Das widerspricht der Heiligen Schrift und der Lehre der Kirche: Im Zentrum stehen der Glaube und die Verkündigung des Glaubens! Christus sagte zu seinen Aposteln, dass denen, die durch sie zum Glauben kommen und getauft und gefirmt sind, Zeichen und Wunder nachfolgen werden, d.h. sie stehen nicht im Vordergrund, sondern im Hintergrund, sind beiläufige Geschehnisse. Ganz anders in der Charismatischen Bewegung: hier stehen die Zeichen und Wunder, die "Charismen" im Vordergrund! Schon das zeigt, dass in der Charismatischen Bewegung nicht Gott wirkt, weil hier das genaue Gegenteil von dem geschieht, was Jesus sagte!

Nun gut, ich könnte noch mehr schreiben, aber das reicht. Ich hab genug geschrieben!

Liebe Grüße,
Marias Kind
Titel: Re:Direktor Rimmel - Wigritzbad
Beitrag von: Winfried am 24. Juni 2011, 16:17:09
Lieber MariasKind,

ich kann über Deine persönlichen Erfahrungen mit der CE nicht urteilen und will es auch nicht, stattdessen muss ich aber auf zwei Sachverhalte in Deinen Ausführungen  hinweisen:


"Bemerkenswert ist, dass die teuflische Erscheinung in Medjugorje [Hervorhebung von mir] die charismatische Handauflegung zur Heilung über das Sakrament der Krankensalbung stellt! Kein Wunder, wenn sie sogar zu "Geisttaufen" auffordert!"


Das kann ich so nicht stehen lassen. Hier werden Erscheinungen, die kirchlich weder anerkannt noch letztendlich verurteilt wurden, da sie nach den Angaben der SeherInnen noch andauern (!), von vorneherein teuflische Ursachen unterstellt, was aus der praktischen Erfahrung heraus gar nicht sein kann (s. FORUM). Außerdem wird dort meines Wissens nicht zu Geisttaufen aufgefordert, da es, wie Du ja auch richtig sagst, in der Kath. Kirche und damit in der CE keine Geisttaufe in diesem Sinne gibt.



"Alan Ames wurde von Dämonen angegriffen! Wurde er vom Priester (sakramental) exorziert?"

Niemand, der vom Bösen (äußerlich) angegriffen wird, bedarf eines Exorzismus'. Natürlich kann ein Priester jederzeit den "Kleinen Exorzismus" über einen Betroffenen beten und in begründeten Fällen mit bischöflicher Genehmigung auch den Großen Exorzismus, aber satanische Angriffe sind bei Gläubigen normal. Ansonsten wären z.B. viele unserer Forumsmitglieder besessen, aber das sind sie nicht.


Titel: Re:Direktor Rimmel - Wigritzbad
Beitrag von: Marias Kind am 04. Juli 2011, 17:39:09
Lieber Winfried,

du schreibst in bezug zu meiner Aussage "Bemerkenswert ist, dass die teuflische Erscheinung in Medjugorje [Hervorhebung von mir] die charismatische Handauflegung zur Heilung über das Sakrament der Krankensalbung stellt! Kein Wunder, wenn sie sogar zu "Geisttaufen" auffordert!":

Zitat
Das kann ich so nicht stehen lassen. Hier werden Erscheinungen, die kirchlich weder anerkannt noch letztendlich verurteilt wurden, da sie nach den Angaben der SeherInnen noch andauern (!), von vorneherein teuflische Ursachen unterstellt, was aus der praktischen Erfahrung heraus gar nicht sein kann (s. FORUM). Außerdem wird dort meines Wissens nicht zu Geisttaufen aufgefordert, da es, wie Du ja auch richtig sagst, in der Kath. Kirche und damit in der CE keine Geisttaufe in diesem Sinne gibt.

Zum ersten Punkt, den du anspricht, frage ich euch Medjugorjaner zurück: Wie könnt ihr die medjugorjanische Erscheinung als "Muttergottes" bezeichnen und propagieren, da die "Erscheinungen" kirchlich weder anerkannt noch letztendlich verurteilt wurden?

Jedenfalls ist es nicht wahr, dass der Katholik die "Erscheinung" nicht abweisen dürfe, wenn er in deren Privatoffenbarungen, an die kein Mensch glauben muss, selbst nach einer kirchlichen Anerkennung nicht, Irrlehren entdeckt! Die Kirche selbst erlaubt das, wenn sie erklärt:

Zitat
„Unter der Leitung des Lehramtes der Kirche weiß der Glaubenssinn der Gläubigen zu unterscheiden und wahrzunehmen, was in solchen Offenbarungen [Privatoffenbarungen] ein echter Ruf Christi oder seiner Heiligen an die Kirche ist.“ (KKK 67)

Wenn der Gläubige solche Privatoffenbarungen im röm.-kath. Glauben unterscheiden vermag, was "ein echter Ruf Christi oder seiner Heiligen an die Kirche ist", dann setzt dies eine private Prüfung voraus! Findet der Gläubige vom röm.-kath. Glauben her Irrtümer und Irrlehren in den Privatoffenbarungen, so bleibt ihm in seiner Treue zur Kirche nichts anderes übrig, als diese für sich abzulehnen und andere Katholiken darüber aufzuklären. Und die Kirche erlaubt das sehr wohl! Was sie jedoch nicht erlaubt, ist, eine "Erscheinung" zu verteidigen und deren Botschaften zu verbreiten, die irrlehrt!

In Bezug zu Medjugorje erlaubt die Kirche keine Wallfahrten nach Medjugorje, wenn man sie mit der "Erscheinung" verknüpft! Und trotzdem widersetzen sich alle Medjugorjaner dieser kirchlichen Anweisung und rebellieren damit! Das sind also die "guten Früchte": Ungehorsam und Rebellion!

Ebenso erlaubt es die Kirche nicht, Wallfahrten nach Medjugorje zu organisieren, und trotzdem tut man es und Wallfahrer machen hier mit! Auch hier sieht man die "guten Früchte": Ungehorsam und Rebellion!

Die Kirche hat in den 1980er Jahren den "Sehern" verboten, in der Öffentlichkeit aufzutreten und die "Botschaften" zu verbreiten. Doch bis heute setzen sie sich über das kirchliche Verbot hinweg mitsamt den Anhängern Medjugorjes. Auch hier sind die "guten Früchte" nicht zu übersehen: Ungehorsam und Rebellion gegen den Corpus Christi!

Die Kirche hat 1983 den Franziskanern in Medjugorje angeordnet, die Geschehnisse in Medjugorje abkloingen zu lassen. Doch sie haben sich darüber hinweggesetzt. Die "guten Früchte" sind Rebellion und Ungehorsam gegen den Corpus Christi!

In Medjugorje wird man tatsächlich bekehrt und berufen, aber bekehrt und berufen zum Ungehorsam und zur REbellion gegen den Corpus Christi!

Zu Punkt 2 in deiner Antwort: In mehreren Botschaften der 1980er Jahren fordert die Erscheinung sehr wohl den Charismatismus und die "Geisttaufe"! Wen es interessiert, der studiere die Botschaften zwischen 1981 und 1987 selbst, damit man endlich zur Erkenntnis kommt! Die Seher selbst wurden 1983 "geistgetauft"!

Dann schreibst Du


Zitat
Zitat
"Alan Ames wurde von Dämonen angegriffen! Wurde er vom Priester (sakramental) exorziert?"

Niemand, der vom Bösen (äußerlich) angegriffen wird, bedarf eines Exorzismus'. Natürlich kann ein Priester jederzeit den "Kleinen Exorzismus" über einen Betroffenen beten und in begründeten Fällen mit bischöflicher Genehmigung auch den Großen Exorzismus, aber satanische Angriffe sind bei Gläubigen normal. Ansonsten wären z.B. viele unserer Forumsmitglieder besessen, aber das sind sie nicht.

Unter "Exorzismus" verstehst Du sicherlich den "Großen Exorzismus". Doch "Exorzismus" ist ein Überbegriff, der aufgeteilt wird in "Kleiner Exorzismus" und "Großer Exorzismus". Das ist mir nun ganz neu, dass jemand, der von Dämonen angegriffen wird, keines Exorzismus' bedarf, ob das nun der kleine oder der große ist! Jeder, der von Dämponen angegriffen wird, bedarf eines Exorzismus, um, wenn Gott will, befreit zu werden! Diese Lehre kenne ich weder von der Kirche noch von der Bibel. Jesus Christus selbst sagt zu den Aposteln, sie sollen neben der Evangeliumsverkündigung auch die Dämonen austreiben. Und Du sagst, dass die Betroffen das nicht bedürfen. Selbstverständlich bedürfen sie den Exorzismus, den sie sind dämonisch belastet!

Du schreibst, dass bei Gläubigen satanische Angriffe normal wären! Bei vielen Gläubigen ist das tatsächlich so! Und deshalb bedürfen sie den Exorzismus! Und was in dieser Hinsicht Alan Ames betrifft: zum Zeitpunkt des ersten dämonischen Angriffs war er nicht gläubig!

Gottes Segen,
Marias Kind
Titel: Re:Direktor Rimmel - Wigritzbad
Beitrag von: LoveAndPray85 am 04. Juli 2011, 17:50:45
Unter "Exorzismus" verstehst Du sicherlich den "Großen Exorzismus". Doch "Exorzismus" ist ein Überbegriff, der aufgeteilt wird in "Kleiner Exorzismus" und "Großer Exorzismus". Das ist mir nun ganz neu, dass jemand, der von Dämonen angegriffen wird, keines Exorzismus' bedarf, ob das nun der kleine oder der große ist! Jeder, der von Dämponen angegriffen wird, bedarf eines Exorzismus, um, wenn Gott will, befreit zu werden! Diese Lehre kenne ich weder von der Kirche noch von der Bibel. Jesus Christus selbst sagt zu den Aposteln, sie sollen neben der Evangeliumsverkündigung auch die Dämonen austreiben. Und Du sagst, dass die Betroffen das nicht bedürfen. Selbstverständlich bedürfen sie den Exorzismus, den sie sind dämonisch belastet!

Winfried meinte hier wohl kaum eine Form der Besessenheit, wenn er schrieb, dass nicht jeder, der "von Dämonen angegriffen" wird, exorziert werden muss.
Satan versucht viele Gläubige anzugreifen, indem er ihnen falsche Dinge vorspiegelt, indem er sie davon abhalten will, zur Kirche und v.a. zur Anbetung zu gehen, indem er ihnen verschiedenste Dinge einreden will.
Dann bräuchten wir alle Exorzisten, denn vor VERSUCHUNGEN ist niemand, der noch auf der Erde lebt, sicher.
Titel: Re:Direktor Rimmel - Wigritzbad
Beitrag von: CSPB am 04. Juli 2011, 18:17:17
Lieber Marias Kind,

Zitat
Jeder, der von Dämponen angegriffen wird, bedarf eines Exorzismus, um, wenn Gott will, befreit zu werden! Diese Lehre kenne ich weder von der Kirche noch von der Bibel. Jesus Christus selbst sagt zu den Aposteln, sie sollen neben der Evangeliumsverkündigung auch die Dämonen austreiben. Und Du sagst, dass die Betroffen das nicht bedürfen. Selbstverständlich bedürfen sie den Exorzismus, den sie sind dämonisch belastet! [...] Du schreibst, dass bei Gläubigen satanische Angriffe normal wären! Bei vielen Gläubigen ist das tatsächlich so! Und deshalb bedürfen sie den Exorzismus!

Das ist so nicht wahr. Man muss verschiedene Formen dämonischer Belästigung unterscheiden. Don Gabriele Amorth, einer der erfahrensten Exorzisten stellt diese Unterscheidung vor: Gewöhnliches und außergewöhnliches dämonisches Wirken. Gewöhnliches dämonisches Wirken sind Versuchungen, denen alle Menschen ausgesetzt sind. Beim außergewöhnlichen dämonischen Wirken offenbart sich der Dämon selbst, und belästigt den Menschen, indem er ihn in irgendeiner Weise stört. Zum Beispiel Pechsträhne, Alpträume, Angstzustände bis hin zu physischen Angriffen. In leichten (den meisten) Fällen außergewöhnlichen dämonischen Wirkens ist lt. Amorth kein Exorzismus notwendig, sondern Beichte, Eucharistie, sündloses Leben, regelmäßiges Gebet. So kann der Mensch sich selbst befreien. Ich weiß selbst von einem Fall, der wegen dämonischen Einflüssen nicht mehr schlafen konnte. Eine Benediktusmedaillie, exorziertes Weihwasser und Beichte hat sofort geholfen.
Titel: Re:Direktor Rimmel - Wigritzbad
Beitrag von: Marias Kind am 04. Juli 2011, 18:37:06
Liebe LoveAndPray, lieber CSPB,

wenn Winfried das gemeint haben soll, was Ihr ansprecht, dann ist das nicht mit dem in Einklang zu bringen, wovon ich gesprochen habe. Ich sprach nämlich nicht von den üblichen Versuchungen, sondern von direkten körperlichen Angriffen, die Alan Ames erfahren hat. Und bei solchen Angriffen bedarf es sehr wohl des Exorzismus!

Gottes segen,
Marias Kind
Titel: Re:Direktor Rimmel - Wigritzbad
Beitrag von: CSPB am 04. Juli 2011, 19:07:33
Auch Pater Pio wurde direkt vom Teufel körperlich angegriffen und sogar gegen den Boden geschmissen, bedarf er auch eines Exorzismus? War sein ganzes Wirken als Heiliger deshalb von teuflischer Natur, da er besessen war? Wie auch einige andere Heilige mit ähnlichen Erfahrungsberichten? Nein. Es sind von Gott zugelassene Prüfungen. Ich denke, dass es im Falle Ames das selbe gewesen sein kann. War dieser Angriff nicht einer der Gründe für seine Bekehrung? Ich kenne Ames nicht, aber ich empfinde ihn und sein Wirken nicht als problematisch. Er tut ja nichts was gegen die Lehre der Kirche verstoßen würde, und er hilft Menschen. Meine Meinung.

Grüße und Gottes Segen, CSPB
Titel: Re:Direktor Rimmel - Wigritzbad
Beitrag von: Marias Kind am 04. Juli 2011, 19:21:07
Lieber CSPB,

der hl. Pater Pio war nicht besessen, er wurde von Dämonen angegriffen! Und jeder, der von Dämonen angegriffen wird, bedarf einen Exorzismus! Da macht auch kein umsessener Heiliger eine Ausnahme! Auch sie waren fehlbare und sündige Menschen!

Es ist schon allerhand Alan Ames mit Heiligen zu vergleichen. Wenn jemand nicht exorziert wird, und sogar sein "Ja!" zu den Angriffen gibt, kann es schnell passieren, dass die Dämonen ihn in eine falsche Richtung führen, was bei Alan Ames offensichtlich ist, da er den Charismatismus praktiziert durch den etliche ihre Schäden davon getragen haben. Vor zwei Tagen erklärte mir jene Freundin, von der ich weiter oben berichtete, dass es wie eine Droge war, was durch seine Handauflegung geschehen ist, erst die Panikattacke, dann das Hochgefühl, und als das Hochgefühl zu Ende war, verfiel sie in Depressionen, sodass sie sich am liebsten den nächsten Kick geholt hätte! Seit Alan Ames geht es ihr psychisch total schlecht!

Kürzlich, als Alan Ames nach Deutschland gekommen war, überlegte sie, ob sie sich eine neue Dröhnung abholen sollte - so formulierte sie es selbst! Aber sie entschied sich Gott sei Dank dagegen, weil sie nicht noch tiefere Depressionen verfallen will!

Gottes Segen,
Marias Kind
Titel: Re:Direktor Rimmel - Wigritzbad
Beitrag von: Winfried am 04. Juli 2011, 19:29:27
wenn Winfried das gemeint haben soll, was Ihr ansprecht, dann ist das nicht mit dem in Einklang zu bringen, wovon ich gesprochen habe. Ich sprach nämlich nicht von den üblichen Versuchungen, sondern von direkten körperlichen Angriffen, die Alan Ames erfahren hat. Und bei solchen Angriffen bedarf es sehr wohl des Exorzismus!



Lieber MariasKind,

ein Exorzismus ist eine "Beschwörung" des (der) Dämons (Dämonen), den Körper eines Menschen zu verlassen. Wenn sich der Dämon (die Dämonen) außerhalb des Körpers befinden, wie dies bei körperlichen Angriffen der Fall ist (s. Pater PIO u.a.), dann wird ein Exorzismus zwar nicht schaden und es kann dabei auch zu einer vorübergehenden Beruhigung kommen, mehr aber auch nicht.

Ich weiß von einigen Menschen, auch Forumsmitgliedern, die Du auch kennst, dass bei einer Umsessenheit - und darum handelt es sich bei äußeren Attacken - der Dämon nicht greifbar ist, d.h. er bekommt die Gebete zwar mit, reagiert u.U. auch darauf, mehr aber auch nicht. Bei einer Besessenheit ist er im Körper des Menschen gefangen und kann so nicht ohne weiteres entweichen bzw. will dies gar nicht. Hierbei ist er den Gebeten des Exorzisten ausgeliefert und kann desweiteren z.B. mit Weihwasser, Reliquien etc. in Berührung gebracht werden, so dass ihm seine Position nach und nach immer unangenehmer wird. Mit Gottes und Mariens Hilfe kommt es dann irgendwann zu einer Austreibung, welche unter ganz bestimmten Voraussetzungen (äußere Zeichen) vor sich gehen muss.


Ich kann jetzt die frühere Situation von Alan Ames nicht beurteilen, aber ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass das Gebet zur Hl. Gottesmutter da sehr hilfreich ist. Um endgültig Ruhe zu bekommen, empfehle ich außerdem den Empfang der Sakramente und die MARIENWEIHE. Funktioniert das nicht, hat dies andere Gründe.
Titel: Re:Direktor Rimmel - Wigritzbad
Beitrag von: Marias Kind am 04. Juli 2011, 19:43:29
Lieber Winfried,

okay, dann sollte ich in Verbindung mit Umsessenheit" nicht mehr "Exorzismus" sagen, sondern "Kleiner Exorzismus".

Natürlich reicht der Kleine Exorzismus allein nicht aus, dazu braucht es noch die eigene Mitwirkung: Heiligung, Regelmäßige Beichte, Heilige Eucharistie, Anbetung, Rosenkranz und, wie Du schon sagst, die MARIENWEIHE!

Alan Ames erzählt ja seine Geschichte in seinem Buch "Leben aus Gnade" selbst, wie er mit den Dämonen umgegangen ist! Statt nach einer Befreiung zu beten, gab er sein "Ja!" zu den Angriffen! So etwas kann nur schief gehen!


Liebe Grüße,
Marias Kind



Titel: Re:Direktor Rimmel - Wigritzbad
Beitrag von: LoveAndPray85 am 04. Juli 2011, 19:46:34
Statt nach einer Befreiung zu beten, gab er sein "Ja!" zu den Angriffen! So etwas kann nur schief gehen!

Jetzt bin ich doch etwas erstaunt. Denn ich erinnere mich, dass Du im alten Forum sehr oft darüber geschrieben hast,
dass eine gewisse Userin ihre Angriffe in Liebe und Dankbarkeit annehmen und aufopfern solle.
Titel: Re:Direktor Rimmel - Wigritzbad
Beitrag von: Marias Kind am 04. Juli 2011, 19:58:06
Liebe LoveAndPray,

da brauchst Du nicht erstaunt sein, erstens, weil diese "Userin" noch heute exorziert wird (Kleiner Exorzismus), aber Gott sie noch nicht befreit hat. Und solange Gott sie nicht befreit, sollte sie das selbstverständlich tragen und aufopfern, aber das ist kein "Ja!" zu den Angriffen! Dieses "Ja!" zu den Angriffen habe ich ihr auch mit keinem Wort vermittelt, nichteinmal zwischen den Zeilen!

Gottes Segen,
Marias Kind
Titel: Re:Direktor Rimmel - Wigritzbad
Beitrag von: LoveAndPray85 am 04. Juli 2011, 20:08:16
Ist das Annehmen nicht = ein Ja zu den Angriffen?
Das ist jetzt wirklich nur aus Interesse gefragt und hat nichts mit Alan Ames zu tun (ich kenne ihn nicht).

Titel: Re:Direktor Rimmel - Wigritzbad
Beitrag von: Marias Kind am 04. Juli 2011, 20:50:38
Liebe LoveAndPray,

ich glaube, Du hast die Zusammenhänge nicht verstanden. Alan Ames hat sich weder selber exorziert noch hat das wohl ein Priester bei ihm gemacht! Und darauf hat er noch sein "Ja!" gegeben! Bei der Userin sieht das ganz anders aus: Sie will dieses Leid loswerden, bittet selbst um Befreiung, wird exorziert, und sie sollte in diesem völlig anderen Zusammenhang,diese Leiden bis zur Befreiung willig tragen und aufopfern. Das ist bei mir selbst auch so: Ich sage nicht "Ja!" zu den Angriffen, die ich erlebe, aber ich nehme sie für so lange an, bis mich Gott befreit hat. Und damit ich befreit werde, werde ich von einem Priester exorziert. Hätte ich Ja zu den Angriffen gesagt, würde ich nicht um die Befreiung beten und würde ein Priester mich nicht exorzieren.

Das ist also sehr wohl ein Unterschied!

Gottes Segen,
Marias Kind
Titel: Re:Direktor Rimmel - Wigritzbad
Beitrag von: Winfried am 05. Juli 2011, 10:26:10
Das ist bei mir selbst auch so: Ich sage nicht "Ja!" zu den Angriffen, die ich erlebe, aber ich nehme sie für so lange an, bis mich Gott befreit hat. Und damit ich befreit werde, werde ich von einem Priester exorziert. Hätte ich Ja zu den Angriffen gesagt, würde ich nicht um die Befreiung beten und würde ein Priester mich nicht exorzieren.



Lieber MariasKind,

ich hätte dieses Thema von mir aus auf keinen Fall angesprochen, aber jetzt, wo Du es selber sagst, darf ich davon ausgehen, dass Du in Deinem Fall von einer Umsessenheit sprichst. Ich darf dies auch deshalb so sagen, weil Du dies ja auch schon in früheren Beiträgen, bspw. im Zusammenhang mit einem anderen Fall (Name ist bekannt), angesprochen hast. Es stellt sich hierbei allerdings die Frage, vorausgesetzt, es ist wirklich so (!), was deren Ursache ist. Man kann jetzt natürlich sagen, jeder Mensch ist irgendwo umsessen, aber so meine ich das nicht. Für eine Umsessenheit gibt es eindeutige Kriterien, was sich z.B. in körperlichen Angriffen (Pater PIO u.a.) oder auch in direkter Einflussnahme (Hören von "Stimmen", mentale Eingebungen) durch dämonische Wesen zeigt, wobei es sich auch immer noch um krankhafte Zustände handeln kann, die natürlich ebenfalls von bösen Wesenheiten verursacht sein können. Dies gälte es dann genau zu untersuchen.


Ein "Großer Exorzismus" ist hier, wie Du ja auch sagts, fehl am Platz. Den würde in einem solchen Fall kein Bischof genehmigen. Den "Kleinen Exorzismus" kann man selbstverständlich jederzeit beten (lassen), aber ich tippe da auf wenig Erfolg, wie oben von mir beschrieben. Hierbei kommt es entscheidend darauf an, die Ursachen der Bedrängnisse herauszufinden. Oft sind diese esoterisch-okkulter Natur. Da Du Dich dermaßen gegen Alan Ames wendest, schiebst Du der "Charismatik" diese Schuld zu?


Ich selber kenne die von Dir in diesem Zusammenhang genannten Personen ebenfalls, jedoch sehe ich die Ursachen woanders. Nicht die "Charismatik" verursacht diese Attacken, wie von Dir an anderer Stelle erwähnt, sondern das, wogegen sich die (katholische) Charismatik wendet (!): das (der) Böse! Da war vorher schon etwas, was nun, z.B. unter priesterlicher Handauflegung (s. Eingansthread) ans Licht kommt. Dies wäre jedoch ein Themenkomplex, der extra behandelt werden müsste.



PS: Davon abgesehen gibt es auch noch, was das JA zu teuflischen Angriffen betrifft, das Gott aufgeopferte Sühneleiden (Sühnebe-, bzw. umsessenheit, aber das steht auf einem anderen Blatt - s. Anneliese Michel und "Heike"/HP/FORUM).
Titel: Re:Direktor Rimmel - Wigritzbad
Beitrag von: LoveAndPray85 am 16. Juli 2011, 08:40:47
Instruktion über die Gebete um Heilung durch Gott
- Kongregation für die Glaubenslehre - :
http://www.vatican.va/roman_curia/congregations/cfaith/documents/rc_con_cfaith_doc_20001123_istruzione_ge.html (http://www.vatican.va/roman_curia/congregations/cfaith/documents/rc_con_cfaith_doc_20001123_istruzione_ge.html)


Kardinal Ratzinger: Heilungsgebete
Gestalt und Form der Liturgie müssen erhalten bleiben
Kardinal Ratzinger nimmt Stellung zu Heilungsgebeten im Rahmen von Gottesdiensten

DIE TAGESPOST 25.11.2001
Von Marie Czernin


Für Verwirrung hatten vor einer Woche Nachrichten von einem Kongress über die „umstrittenen Heilungsgebete“ in der charismatischen Bewegung der katholischen Kirche gesorgt, der am Wochenende zuvor in einem Marienwallfahrtsort am Stadtrand Roms stattgefunden hatte.


Ein Satz, der sich auf das im vergangenen Jahr von der Glaubenskongregation veröffentlichte Dokument „Instruktion über die Gebete um Heilung durch Gott“ bezog, scheint besonders diejenigen verunsichert zu haben, die der charismatischen Erneuerung nahe stehen:

„Die Glaubenskongregation verwarf auch die Auffassung, dass bestimmte Teilnehmer von Gebetstreffen über ein exklusives ,Heilungscharisma‘ verfügten und Heilungen unmittelbar von Gott erwirken könnten.“
Der eigentliche Sinn dieses Satzes ergibt sich jedoch erst, wenn man im Dokument weiter liest, wo es heißt:
„Es ist offensichtlich, dass der heilige Paulus in seinen Hinweisen auf die verschiedenen Charismen in 1 Kor 12 die Gabe der ,Heilungscharismen‘ nicht einer besonderen Gruppe - den Aposteln, den Propheten, den Lehrern, denen,
die das Amt der Leitung innehaben, oder anderen - zuordnet.

Die Zuordnung der Charismen erfolgt nach einer anderen Logik: ,Das alles bewirkt ein und derselbe Geist; einem jeden teilt er seine besondere Gabe zu, wie er will‘ (1 Kor 12,11).“


Nicht Sache einer speziellen Gruppe in der Kirche

Im Dokument der Glaubenskongregation wird daraus gefolgert, dass es „völlig willkürlich“ wäre, „wenn in den Gebetstreffen, bei denen Heilungen erfleht werden, irgendeiner Gruppe von Teilnehmern, etwa den Leitern der Gruppe, ein ,Heilungscharisma‘ zugeschrieben würde; man muss sich vielmehr dem ganz freien Willen des Heiligen Geistes anvertrauen, der einigen ein besonderes Heilungscharisma schenkt, um die Macht der Gnade des Auferstandenen zu offenbaren.“

Auf die Frage, ob sich das Heilungscharisma auf eine spezielle Gruppe in der Kirche beschränken dürfe, erklärte der Präfekt der Glaubenskongregation, Kardinal Joseph Ratzinger, gegenüber der „Tagespost“:
„Dieser Aspekt des Dokuments ist ganz notwendig und muss respektiert werden, damit sich nicht eine spezielle Gruppe von Heilern herausbildet, die sich dabei aus der Gesamtheit des geistlichen Lebens lösen würde. Wir müssen dem Heiligen Geist schon die Freiheit lassen. Er kann benützen, wen er will.“

Der Kardinal legte weiterhin dar, auf was die Glaubenskongregation in ihrer Instruktion besonderen Wert gelegt hatte:
„Wir haben in diesem Dokument ausdrücklich den Zusammenhang von Glauben und Heilung herausgestellt und auf die schönen Stellen in der Bibel hingewiesen, in denen gezeigt wird, dass die Sendung des Heilens für den
Glauben wesentlich ist. Aber wir haben dann auch Normen gegeben, damit alles in der rechten Weise geschieht.

Denn in der Vergangenheit sind bei solchen Heilungsgottesdiensten doch auch starke Missbräuche eingetreten, was dann ins Exzentrische und Magische geführt hat, und somit die innere Gestalt und Form der Liturgie gesprengt worden ist. Dabei stand dann nicht mehr der Herr im Mittelpunkt, sondern die Sensation, was jedoch gerade vom Heiland bei seinen Heilungen immer abgelehnt wurde.“

Der Kardinal vermied es, irgendwelche Namen zu nennen, und fuhr fort, indem er auf die christozentrische Bedeutung des Heilungsgebetes verwies: „Jesus sah körperliche Heilungen als Wege zu einer tieferen Heilung, um das Wort Gottes zu vernehmen und von innen her geheilt zu werden. Wo die Menschen nur Wunder wollten, hat er es abrupt abgelehnt, Heilungen zu wirken. Wir versuchen einfach, diese Haltung des Herrn aufzunehmen. Der Glaube ist heilend. Ja, die Heilung des Leibes gehört dazu. Aber alles muss in seiner Ordnung bleiben: Die Liturgie hat ihre Gestalt, in der bestimmte Gebete um Heilung möglich sind. Aber das zentrale Ereignis darf nicht verdeckt werden durch Dinge, die ins Sensationelle abdriften.“

Klar wird in dem Dokument zwischen dem Exorzismus und dem Gebet um Heilung unterschieden, wobei „streng verboten“ wird, „solche Exorzismusgebete in die Feier der heiligen Messe, der Sakramente oder des Stundengebetes einzufügen.“

Weiter unterscheidet das Dokument zwischen „liturgischen“ und „nicht liturgischen Heilungsgebeten“, wobei als „liturgische Heilungsgebete“ diejenigen gelten, die „in den liturgischen Büchern enthalten“ und „von der zuständigen kirchlichen Autorität approbiert sind“.
„Nicht liturgische Heilungsgebete“ sollten hingegen in außerliturgischen Andachtsformen oder Gebetstreffen frei formuliert werden.

Auf die Frage, ob man freie Gebete um Heilung auch im Rahmen der Liturgie, etwa nach der Kommunion, sprechen dürfe, wie dies bei charismatischen Gottesdiensten bis jetzt öfter der Fall war, antwortete der Kardinal:
„Das kann man natürlich schon, denn nach der Kommunion ist ja der Moment, wo sich das Herz Jesu öffnet und wo man dann am besten zu ihm sprechen kann. Wir hoffen darauf, dass Gott in diesem Moment besondere Gnaden ausgießt, aber wir können ihn nicht erpressen. Wenn er sie schenkt, dann dürfen wir uns darüber freuen.“

„Dieses Dokument der Glaubenskongregation ist für uns und für alle, die der Disziplin der Kirche folgen wollen, sehr ermutigend“, erklärte jetzt ebenfalls gegenüber der „Tagespost“ der indische Priester Jose Vettiyankal aus Kerala. Der Vinzentinerpater leitet zur Zeit in Bangalore ein Exerzitienzentrum, in dem an jedem Samstag um die tausend Menschen an einem Heilungsgottesdienst teilnehmen.
„Leider haben wir nur für tausend Platz. Wenn wir noch etwas mehr Platz zur Verfügung hätten, würden noch viel mehr Leute kommen. Im Exerzitienzentrum in Kerala, wo ich zuvor tätig war, versammeln sich hingegen jedes Wochenende zehntausend Menschen. Man kann sagen, das bei jedem Heilungsgebet etwa zwanzig Prozent der Menschen, die wegen irgendeines Leidens zu uns kommen, geheilt werden“ beteuerte Pater Jose.

Auf die Frage, zu welchem Zeitpunkt er das Heilungsgebet sprechen würde, antwortete der Vinzentinerpater:
„Ich spreche die Heilungsgebete vor oder nach der heiligen Messe, das heißt nach dem Segen“, und er fügte weiter hinzu: „Die Liturgie verfügt ja über ihre eigene Schönheit und ihre schönen Gebete, und niemand hat das Recht, etwas in der Liturgie zu verändern. Wenn der Priester hingegen etwas verändert, dann vermisst das an der Messe teilnehmende Gottesvolk Grundlegendes. Sie zehren ja nicht vom Vorteil der Gebete des einzelnen Priesters, sondern vom Vorteil der Kirche als ganzes. Das Gottesvolk würde auf diese Weise vom wunderbaren Gebet der Kirche beraubt werden. Daher müssen sie erst einmal jenes Gebet der Kirche empfangen. Besondere Gebete für kranke Menschen kann der Priester hingegen vor oder nach der heiligen Messe sprechen.“

Jedoch sei es auch erlaubt, bei den Fürbitten freie Gebetsanliegen für Kranke zu formulieren.
„Wenn ich während der Messe vom Heiligen Geist ein Wort der Erkenntnis bekomme, dann trage ich das nach der heiligen Messe vor. Es werden zwar viele Menschen schon während der Messe geheilt, aber nach der Messe sollen sie ruhig noch dableiben, um das Heilungsgebet zu empfangen.“


Auch das Charisma soll unter der Hierarchie stehen

Wie der Pater weiter sagt, betone das Dokument der Glaubenskongregation, „dass diejenigen, die über das Charisma der Heilungsgabe verfügen, die Hierarchie akzeptieren müssen und unter der Leitung der Hierarchie handeln sollen. Hierarchie bedeutet soviel wie ,heilige Ordnung‘, sie gibt der Kirche eine heilige Ordnung. Alles muss unter der Hierarchie sein. Auch der Heilige Geist arbeitet durch die Hierarchie.“

Auf die Frage, was nun mit denen passiere, die sich nicht an diese „heilige Ordnung“ halten, antwortet er: „Früher, als es noch kein Dokument gab, da konnte man noch entschuldigt werden, weil es diese Disziplin in der Kirche noch nicht gab, aber jetzt, wo wir über ein Dokument des Lehramtes verfügen, müssen wir es auch befolgen. Wenn wir der Hierarchie gegenüber gehorsam sind, wird der Heilige Geist viel schneller arbeiten als in früheren Zeiten.
Gehorsam ist besser als Opfer, die heilige Messe ist ein Opfer, aber wenn wir der kirchlichen Disziplin gehorchen, dann bedeutet das sogar noch mehr als die Messe als solches. Denn Ungehorsam war ja die erste Sünde in der Welt, deshalb muss Gehorsam an erster Stelle stehen. Auf diese Weise können wir Satan bezwingen. Das ist meine Erfahrung!“