Autor Thema: Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?  (Gelesen 971811 mal)

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Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
« Antwort #328 am: 28. April 2014, 08:13:28 »
Evangelium nach Johannes 3,1-8.
Es war ein Pharisäer namens Nikodemus, ein führender Mann unter den Juden.
Der suchte Jesus bei Nacht auf und sagte zu ihm: Rabbi, wir wissen, du bist ein Lehrer, der von Gott gekommen ist; denn niemand kann die Zeichen tun, die du tust, wenn nicht Gott mit ihm ist.
Jesus antwortete ihm: Amen, amen, ich sage dir: Wenn jemand nicht von neuem geboren wird, kann er das Reich Gottes nicht sehen.
Nikodemus entgegnete ihm: Wie kann ein Mensch, der schon alt ist, geboren werden? Er kann doch nicht in den Schoß seiner Mutter zurückkehren und ein zweites Mal geboren werden.
Jesus antwortete: Amen, amen, ich sage dir: Wenn jemand nicht aus Wasser und Geist geboren wird, kann er nicht in das Reich Gottes kommen.
Was aus dem Fleisch geboren ist, das ist Fleisch; was aber aus dem Geist geboren ist, das ist Geist.
Wundere dich nicht, daß ich dir sagte: Ihr müßt von neuem geboren werden.
Der Wind weht, wo er will; du hörst sein Brausen, weißt aber nicht, woher er kommt und wohin er geht. So ist es mit jedem, der aus dem Geist geboren ist.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Gertrud von Helfta (1256 - 1301), Benediktinerin
Exerzitien, Nr. 1, Zur Wiedererlangung der Taufunschuld; SC 127
„Aus Wasser und Geist geboren werden“

Zum Eintauchen in die Taufbecken: Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Jesus, du Lebensbrunn, lass mich an deiner Quelle den Becher lebendigen Wassers trinken, damit es mich, wenn ich dich unaufhörlich verkoste, nur noch dürstet nach dir. Tauche mich ganz tief ein bis auf den Grund deiner Barmherzigkeit. Taufe mich und mach mich rein in deinem heilbringenden Tod…

Im Wasser deiner hochheiligen Seitenwunde wasch ab allen Schmutz, mit dem ich die Taufunschuld befleckt haben mag. Erfülle mich mit deinem Geist und nimm mich ganz in Besitz in der Reinheit des Leibes und der Seele (vgl. Joh 4,10; 19,34)…

Was das weiße Kleid betrifft, so sprich: Jesus, Sonne der Gerechtigkeit (Mal 3,20), lass mich mit dir bekleidet sein, damit ich dir gemäß leben kann. Lass mich unter deiner Führung das Taufkleid der Unschuld weiß, heilig und unbefleckt bewahren und gib, dass ich es ohne Makel vor dein Gericht bringe, um es für das ewige Leben zu bewahren.

Wenn du die Kerze entgegennimmst, so bitte um innere Erleuchtung: Jesus, du Licht, das nie verlöscht, mach in mir die Lampe deiner Liebe brennen, die nie verlöscht, und lehre mich, meine Taufe untadelig zu bewahren, damit ich, wenn du mich zu deiner Hochzeit rufst, ganz und gar bereit bin, und ich es verdiene, in die Wonne des ewigen Lebens einzugehen, um dich, das wahre Licht, zu schauen, und das sanfte Antlitz deiner Gottheit (vgl. Mt 25,1f)…

Herr und Gott, mein Schöpfer und Arzt, gieße heute wieder deinen Heiligen Geist in meinem Herzen aus… Gib mir einen großen Glauben, eine frohe Hoffnung, Geduld in der Drangsal; lass dein Lob mir Wonne sein; lass mich, von der Glut des Geistes erfüllt, dir treu dienen, Herr und Gott, mein wahrer König, und dir bis zum letzten Tag meines Lebens meine ganze Aufmerksamkeit zuwenden. So werden meine Augen wirklich schauen, was ich jetzt nur glaube und hoffe; ich werde dich sehen, wie du bist, von Angesicht zu Angesicht (1 Joh 3,2; 1 Kor 13,12). Dann, lieber Jesus, wirst du mich sättigen mit dir; ich werde den Anblick deines sanften Antlitzes verkosten, und du wirst mein ewiger Friede sein. Amen.
Alles meinem Gott zu Ehren, in der Arbeit, in der Ruh!Gottes Lob und Ehr zu mehren, ich verlang und alles tu.

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Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
« Antwort #329 am: 29. April 2014, 08:18:00 »
Evangelium nach Matthäus 11,25-30.
In jener Zeit sprach Jesus: Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, weil du all das den Weisen und Klugen verborgen, den Unmündigen aber offenbart hast.
Ja, Vater, so hat es dir gefallen.
Mir ist von meinem Vater alles übergeben worden; niemand kennt den Sohn, nur der Vater, und niemand kennt den Vater, nur der Sohn und der, dem es der Sohn offenbaren will.
Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt. Ich werde euch Ruhe verschaffen.
Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir; denn ich bin gütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seele.
Denn mein Joch drückt nicht, und meine Last ist leicht.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Katharina von Siena (1347 - 1380), Dominikanertertiarin, Kirchenlehrerin, Mitpatronin Europas
Dialog, Kapitel 134
"Maria hat den besseren Teil erwählt, der wird ihr nicht genommen werden"

O unaussprechliches Feuer, o ewiger Vater, ich will mein Verlangen nach deiner Ehre und nach der Rettung der Seelen nicht länger ermüden, noch meine Augen versiegen lassen. Ich erbitte von dir, von deiner Gnade, dass sie zu zwei Flüssen werde, die von dir, dem friedvollen Meer ausströmen. Lobpreis, Lobpreis sei dir, o Vater, weil du meine Bitte beantwortet hast, und sogar die, um welche ich gar nicht wusste, und sogar die, um welche ich dich gar nicht gebeten hatte. Da du mir das Geschenk der Tränen gegeben hast, hast du mich eingeladen, dir all meine zärtlichen, liebenden, angstvollen Wünsche und meine demütigen und beständigen Gebete darzubringen.

Nun bitte ich dich, Erbarmen zu haben mit der Welt und mit deiner heiligen Kirche. Ich bitte dich, das zu tun, was du selbst von dir zu erbitten mich veranlasst... Zögere nicht, dich der Welt zu erbarmen, entspreche dem Verlangen deiner Diener. Du bist es ja, der sie veranlasst, aufzuschreien – so höre ihre Stimme! Deine Wahrheit sagt, dass wir Antwort erhalten, wenn wir rufen, dass uns geöffnet wird, wenn wir anklopfen, dass uns gegeben wird, wenn wir bitten (Lk 11,9). O ewiger Vater, deine Diener schreien zu dir um Gnade. Antworte ihnen doch.
Alles meinem Gott zu Ehren, in der Arbeit, in der Ruh!Gottes Lob und Ehr zu mehren, ich verlang und alles tu.

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Psalm 34(33),2-3.4-5.6-7.8-9.
Ich will den Herrn allezeit preisen;
immer sei sein Lob in meinem Mund.
Meine Seele rühme sich des Herrn;
die Armen sollen es hören und sich freuen.

Verherrlicht mit mir den Herrn,
laßt uns gemeinsam seinen Namen rühmen.
Ich suchte den Herrn, und er hat mich erhört,
er hat mich all meinen Ängsten entrissen.

Blickt auf zu ihm, so wird euer Gesicht leuchten,
und ihr braucht nicht zu erröten.
Da ist ein Armer; er rief, und der Herr erhörte ihn.
Er half ihm aus all seinen Nöten.

Der Engel des Herrn umschirmt alle, die ihn fürchten und ehren,
und er befreit sie.
Kostet und seht, wie gütig der Herr ist;
wohl dem, der zu ihm sich flüchtet!


Evangelium nach Johannes 3,16-21.
Gott hat die Welt so sehr geliebt, daß er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht zugrunde geht, sondern das ewige Leben hat.
Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richtet, sondern damit die Welt durch ihn gerettet wird.
Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet; wer nicht glaubt, ist schon gerichtet, weil er an den Namen des einzigen Sohnes Gottes nicht geglaubt hat.
Denn mit dem Gericht verhält es sich so: Das Licht kam in die Welt, und die Menschen liebten die Finsternis mehr als das Licht; denn ihre Taten waren böse.
Jeder, der Böses tut, haßt das Licht und kommt nicht zum Licht, damit seine Taten nicht aufgedeckt werden.
Wer aber die Wahrheit tut, kommt zum Licht, damit offenbar wird, daß seine Taten in Gott vollbracht sind.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Clemens von Alexandrien (150 - um 215), Theologe
Ermahnungen an die Adresse der Griechen
„Das Licht kam in die Welt“

„Die Befehle des Herrn sind richtig, sie erfreuen das Herz“ (Ps 19,9). Nimm Christus in dich auf, nimm die Fähigkeit entgegen zu sehen, lass das Licht herein, damit du Gott erkennst und den Menschen… Lasst uns das Licht aufnehmen, um Gott aufzunehmen…, lasst uns das Licht aufnehmen und Jünger des Herrn werden…, lasst uns die Unwissenheit vertreiben und die Finsternis, die beide wie Nebel unseren Blick verschleiern. Schauen wir den wahren Gott!... Als wir noch von Finsternis umschlossen waren und im Schattenreich des Todes wohnten (Mt 4,16; Jes 42,7), ist uns vom Himmel her ein Licht aufgeleuchtet, das klarer war als die Sonne, süßer als das Leben hier auf Erden. Dieses Licht ist das ewige Leben, und alles, was seiner teilhaft ist, hat das Leben. Die Nacht fürchtet dieses Licht; aus Angst weicht sie und macht dem Tag des Herrn Platz; alles ist Licht geworden, das nicht vergeht.

Der Westen ist zum Osten geworden; das ist „die neue Schöpfung“ (Gal 6,15; Offb 21,1). Denn die „Sonne der Gerechtigkeit“ (Mal 3,20), die in ihrem Lauf alles sieht, sucht ohne Unterschied alle Menschen auf. Sie macht es wie ihr Vater, der „seine Sonne über allen Menschen aufgehen lässt“ (Mt 5,45) und den Tau der Wahrheit auf alle ausbreitet… Sie hat den Tod gekreuzigt und ihn so in Leben verwandelt; sie hat den Menschen der Verdammnis entrissen und ihn in den Himmel versetzt; sie hat, was vergänglich war, umgestaltet, und es so unvergänglich gemacht; sie hat die Erde in den Himmel verwandelt…

Sie schenkt durch ihre göttliche Lehre den Menschen das Leben Gottes, „legt sein Gesetz in sie hinein und schreibt es auf ihr Herz… alle, Klein und Groß, werden Gott erkennen. Ich verzeihe ihnen die Schuld, an ihre Sünden denke ich nicht mehr“ (Jer 31,33f). Lasst uns also die Gesetze des Lebens entgegennehmen, der Belehrung Gottes gehorchen, ihn gut kennenlernen.
Alles meinem Gott zu Ehren, in der Arbeit, in der Ruh!Gottes Lob und Ehr zu mehren, ich verlang und alles tu.

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Psalm 27(26),1.4.13-14.
Der Herr ist mein Licht und mein Heil:
Vor wem sollte ich mich fürchten?
Der Herr ist die Kraft meines Lebens:
Vor wem sollte mir bangen?


Nur eines erbitte ich vom Herrn, danach verlangt mich:
Im Haus des Herrn zu wohnen alle Tage meines Lebens,
die Freundlichkeit des Herrn zu schauen
und nachzusinnen in seinem Tempel.

Ich aber bin gewiß, zu schauen
die Güte des Herrn im Land der Lebenden.
Hoffe auf den Herrn, und sei stark!
Hab festen Mut, und hoffe auf den Herrn!


Evangelium nach Johannes 6,1-15.
In jener Zeit ging Jesus an das andere Ufer des Sees von Galiläa, der auch See von Tiberias heißt.
Eine große Menschenmenge folgte ihm, weil sie die Zeichen sahen, die er an den Kranken tat.
Jesus stieg auf den Berg und setzte sich dort mit seinen Jüngern nieder.
Das Pascha, das Fest der Juden, war nahe.
Als Jesus aufblickte und sah, daß so viele Menschen zu ihm kamen, fragte er Philippus: Wo sollen wir Brot kaufen, damit diese Leute zu essen haben?
Das sagte er aber nur, um ihn auf die Probe zu stellen; denn er selbst wußte, was er tun wollte.
Philippus antwortete ihm: Brot für zweihundert Denare reicht nicht aus, wenn jeder von ihnen auch nur ein kleines Stück bekommen soll.
Einer seiner Jünger, Andreas, der Bruder des Simon Petrus, sagte zu ihm:
Hier ist ein kleiner Junge, der hat fünf Gerstenbrote und zwei Fische; doch was ist das für so viele!
Jesus sagte: Laßt die Leute sich setzen! Es gab dort nämlich viel Gras. Da setzten sie sich; es waren etwa fünftausend Männer.
Dann nahm Jesus die Brote, sprach das Dankgebet und teilte an die Leute aus, soviel sie wollten; ebenso machte er es mit den Fischen.
Als die Menge satt war, sagte er zu seinen Jüngern: Sammelt die übriggebliebenen Brotstücke, damit nichts verdirbt.
Sie sammelten und füllten zwölf Körbe mit den Stücken, die von den fünf Gerstenbroten nach dem Essen übrig waren.
Als die Menschen das Zeichen sahen, das er getan hatte, sagten sie: Das ist wirklich der Prophet, der in die Welt kommen soll.
Da erkannte Jesus, daß sie kommen würden, um ihn in ihre Gewalt zu bringen und zum König zu machen. Daher zog er sich wieder auf den Berg zurück, er allein.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Papst Franziskus
Apostolisches Schreiben „Evangelii Gaudium/Die Freude des Evangeliums“, § 46-49 (© Liberia Editrice Vaticana)
„[Er] brach die Brote und gab sie den Jüngern; die Jünger aber gaben sie den Leuten“ (Mt 14,19)

Eine Kirche „im Aufbruch“ ist eine Kirche mit offenen Türen... Die Kirche ist berufen, immer das offene Haus des Vaters zu sein... Alle können in irgendeiner Weise am kirchlichen Leben teilnehmen, alle können zur Gemeinschaft gehören, und auch die Türen der Sakramente dürften nicht aus irgendeinem beliebigen Grund geschlossen werden. Das gilt vor allem, wenn es sich um jenes Sakrament handelt, das „die Tür“ ist: die Taufe. Die Eucharistie ist, obwohl sie die Fülle des sakramentalen Lebens darstellt, nicht eine Belohnung für die Vollkommenen, sondern ein großzügiges Heilmittel und eine Nahrung für die Schwachen... Die Kirche ist keine Zollstation, sie ist das Vaterhaus, wo Platz ist für jeden mit seinem mühevollen Leben.

Wenn die gesamte Kirche diese missionarische Dynamik annimmt, muss sie alle erreichen, ohne Ausnahmen. Doch wen müsste sie bevorzugen? Wenn einer das Evangelium liest, findet er eine ganz klare Ausrichtung: nicht so sehr die reichen Freunde und Nachbarn, sondern vor allem die Armen und die Kranken, diejenigen, die häufig verachtet und vergessen werden, die »es dir nicht vergelten können« (Lk 14,14). Es dürfen weder Zweifel bleiben, noch halten Erklärungen stand, die diese so klare Botschaft schwächen könnten. Heute und immer gilt: »Die Armen sind die ersten Adressaten des Evangeliums«... Ohne Umschweife ist zu sagen, dass – wie die Bischöfe Nordost-Indiens lehren – ein untrennbares Band zwischen unserem Glauben und den Armen besteht. Lassen wir die Armen nie allein!

Brechen wir auf, gehen wir hinaus, um allen das Leben Jesu Christi anzubieten!... Wenn uns etwas in heilige Sorge versetzen und unser Gewissen beunruhigen soll, dann ist es die Tatsache, dass so viele unserer Brüder und Schwestern ohne die Kraft, das Licht und den Trost der Freundschaft mit Jesus Christus leben, ohne eine Glaubensgemeinschaft, die sie aufnimmt, ohne einen Horizont von Sinn und Leben... Draußen [wartet] eine hungrige Menschenmenge... und Jesus [wiederholt] uns pausenlos...: »Gebt ihr ihnen zu essen!« (Mk 6,37).


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Privatbotschaft der Muttergottes vom 2. Mai 2014 an die Seherin Mirjana Dragicevic-Soldo
"Liebe Kinder! Ich, eure Mutter, bin wegen eurem Wohlergehen bei euch, wegen euren Bedürfnissen und wegen eurer persönlichen Erkenntnis. Der himmlische Vater hat euch die Freiheit gegeben, dass ihr allein entscheidet und allein erkennt. Ich möchte euch helfen. Ich möchte eure Mutter sein, die Lehrerin der Wahrheit, damit ihr in Einfachheit mit offenem Herzen die unermessliche Reinheit erkennt, und das Licht, das aus ihr hervorgeht und die Dunkelheit bricht - das Licht, das Hoffnung bringt. Ich, meine Kinder, verstehe eure Schmerzen und Leiden. Wer kann euch besser verstehen als die Mutter? Und ihr, meine Kinder? Klein ist die Zahl derer, die mich verstehen und mir folgen. Groß ist die Zahl der Verlorenen, derjenigen, die in meinem Sohn noch nicht die Wahrheit erkannt haben. Deshalb, meine Apostel, betet und wirkt. Bringt das Licht und verliert die Hoffnung nicht. Ich bin mit euch. In besonderer Weise bin ich mit euren Hirten. Mit mütterlichem Herzen liebe und schütze ich sie, denn sie führen euch zum Himmel, den euch mein Sohn versprochen hat. Ich danke euch!"
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Psalm 16(15),1-2a.5.7-8.9-10.
Behüte mich, Gott, denn ich vertraue dir.
Ich sage zum Herrn: "Du bist mein Herr,
mein ganzes Glück bist du allein."
Du, Herr, gibst mir das Erbe und reichst mir den Becher;
du hältst mein Los in deinen Händen.

Ich preise den Herrn, der mich beraten hat.
Auch mahnt mich mein Herz in der Nacht.
Ich habe den Herrn beständig vor Augen.
Er steht mir zur Rechten, ich wanke nicht.

Darum freut sich mein Herz und frohlockt meine Seele;
auch mein Leib wird wohnen in Sicherheit.
Denn du gibst mich nicht der Unterwelt preis;
du läßt deinen Frommen das Grab nicht schauen.


Erster Brief des Apostels Petrus 1,17-21.
Brüder! Wenn ihr den als Vater anruft, der jeden ohne Ansehen der Person nach seinem Tun beurteilt, dann führt auch, solange ihr in der Fremde seid, ein Leben in Gottesfurcht.
Ihr wisst, daß ihr aus eurer sinnlosen, von den Vätern ererbten Lebensweise nicht um einen vergänglichen Preis losgekauft wurdet, nicht um Silber oder Gold,
sondern mit dem kostbaren Blut Christi, des Lammes ohne Fehl und Makel.
Er war schon vor der Erschaffung der Welt dazu ausersehen, und euretwegen ist er am Ende der Zeiten erschienen.
Durch ihn seid ihr zum Glauben an Gott gekommen, der ihn von den Toten auferweckt und ihm die Herrlichkeit gegeben hat, so daß ihr an Gott glauben und auf ihn hoffen könnt.

Evangelium nach Lukas 24,13-35.
Am ersten Tag der Woche waren zwei von den Jüngern auf dem Weg in ein Dorf namens Emmaus, das sechzig Stadien von Jerusalem entfernt ist.
Sie sprachen miteinander über all das, was sich ereignet hatte.
Während sie redeten und ihre Gedanken austauschten, kam Jesus hinzu und ging mit ihnen.
Doch sie waren wie mit Blindheit geschlagen, so daß sie ihn nicht erkannten.
Er fragte sie: Was sind das für Dinge, über die ihr auf eurem Weg miteinander redet? Da blieben sie traurig stehen,
und der eine von ihnen - er hieß Kleopas - antwortete ihm: Bist du so fremd in Jerusalem, daß du als einziger nicht weißt, was in diesen Tagen dort geschehen ist?
Er fragte sie: Was denn? Sie antworteten ihm: Das mit Jesus aus Nazaret. Er war ein Prophet, mächtig in Wort und Tat vor Gott und dem ganzen Volk.
Doch unsere Hohenpriester und Führer haben ihn zum Tod verurteilen und ans Kreuz schlagen lassen.
Wir aber hatten gehofft, daß er der sei, der Israel erlösen werde. Und dazu ist heute schon der dritte Tag, seitdem das alles geschehen ist.
Aber nicht nur das: Auch einige Frauen aus unserem Kreis haben uns in große Aufregung versetzt. Sie waren in der Frühe beim Grab,
fanden aber seinen Leichnam nicht. Als sie zurückkamen, erzählten sie, es seien ihnen Engel erschienen und hätten gesagt, er lebe.
Einige von uns gingen dann zum Grab und fanden alles so, wie die Frauen gesagt hatten; ihn selbst aber sahen sie nicht.
Da sagte er zu ihnen: Begreift ihr denn nicht? Wie schwer fällt es euch, alles zu glauben, was die Propheten gesagt haben.
Mußte nicht der Messias all das erleiden, um so in seine Herrlichkeit zu gelangen?
Und er legte ihnen dar, ausgehend von Mose und allen Propheten, was in der gesamten Schrift über ihn geschrieben steht.
So erreichten sie das Dorf, zu dem sie unterwegs waren. Jesus tat, als wolle er weitergehen,
aber sie drängten ihn und sagten: Bleib doch bei uns; denn es wird bald Abend, der Tag hat sich schon geneigt. Da ging er mit hinein, um bei ihnen zu bleiben.
Und als er mit ihnen bei Tisch war, nahm er das Brot, sprach den Lobpreis, brach das Brot und gab es ihnen.
Da gingen ihnen die Augen auf, und sie erkannten ihn; dann sahen sie ihn nicht mehr.
Und sie sagten zueinander: Brannte uns nicht das Herz in der Brust, als er unterwegs mit uns redete und uns den Sinn der Schrift erschloß?
Noch in derselben Stunde brachen sie auf und kehrten nach Jerusalem zurück, und sie fanden die Elf und die anderen Jünger versammelt.
Diese sagten: Der Herr ist wirklich auferstanden und ist dem Simon erschienen.
Da erzählten auch sie, was sie unterwegs erlebt und wie sie ihn erkannt hatten, als er das Brot brach.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Johannes Paul II. (1920-2005), Papst
Apostolisches Schreiben zum Jahr der Eucharistie: Mane nobiscum domine, § 24-25 (DC 2323 7/11/04)
„Noch in derselben Stunde brachen sie auf und kehrten nach Jerusalem zurück"

Nachdem die beiden Emmausjünger den Herrn erkannt hatten, brachen sie noch in derselben Stunde auf (vgl. Lk 24,33), um über das Gesehene und Gehörte zu berichten. Wer eine wahre Erfahrung des Auferstandenen gemacht hat und sich durch seinen Leib und sein Blut nährt, kann die erlebte Freude nicht für sich behalten. Die Begegnung mit Christus, die in der Vertrautheit mit der Eucharistie stetig vertieft wird, erweckt in der Kirche und in jedem Christen den Drang zum Zeugnisgeben und zur Evangelisierung. Dies habe ich hervorgehoben […] und die Worte des heiligen Paulus zitiert: „Sooft ihr von diesem Brot esst und aus dem Kelch trinkt, verkündet ihr den Tod des Herrn, bis er kommt“ (1 Kor 11,26). Der Apostel setzt das Mahl und die Verkündigung in eine enge Beziehung zueinander: In Gemeinschaft mit Christus im Ostergedächtnis zu treten heißt zugleich, die Verpflichtung zu spüren, Boten und Verkünder des Ereignisses zu werden, das durch diesen Ritus vergegenwärtigt wird. Die Entlassung am Schluss jeder Messe stellt einen Auftrag dar, welcher den Christen zum Einsatz für die Verbreitung des Evangeliums und die christliche Beseelung der Gesellschaft drängt.

Für diese Sendung gibt die Eucharistie nicht nur die innere Kraft, sondern liefert auch – in gewissem Sinne – den Plan. Die Eucharistie ist wirklich eine Seinsweise, die von Jesus auf jeden Christen übergeht und durch sein bzw. ihr Zeugnis in die Gesellschaft und in die Kultur ausstrahlen möchte. Damit das geschieht, ist es nötig, daß jeder Gläubige in der persönlichen wie der gemeinschaftlichen Betrachtung die Werte in sich aufnimmt, welche die Eucharistie ausdrückt […] ,,Eucharistie” bedeutet: Danksagung. […] Sie ruft uns zu einem immerwährenden „Danke“ auf … für all das, was wir besitzen und sind; … Es ist ein Weg der Solidarität …: Der an der Eucharistie teilnehmende Christ lernt daraus, sich zum Förderer von Gemeinschaft, Frieden und Solidarität zu machen, und zwar in allen Lebensumständen… Es ist ein Dienst an den Kleinsten…, ein wirkungsvoller Einsatz im Aufbau einer gerechteren und familiäreren Gesellschaft […]. Indem Jesus niederkniet, um die Füße seiner Jünger zu waschen (vgl. Joh 13,1), erklärt er in einzigartiger Weise den Sinn der Eucharistie.
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Psalm 119(118),23-24.26-27.29-30.
Wenn auch Fürsten gegen mich beraten:
dein Knecht sinnt nach über deine Gesetze.
Deine Vorschriften machen mich froh;
sie sind meine Berater.


Ich habe dir mein Geschick erzählt, und du erhörtest mich.
Lehre mich deine Gesetze!
Laß mich den Weg begreifen, den deine Befehle mir zeigen,
dann will ich nachsinnen über deine Wunder.


Halte mich fern vom Weg der Lüge;
begnade mich mit deiner Weisung!
Ich wählte den Weg der Wahrheit;
nach deinen Urteilen hab' ich Verlangen.


Evangelium nach Johannes 6,22-29.
In jener Zeit sah die Menge, die am anderen Ufer des Sees geblieben war, daß nur noch ein Boot dort lag, und sie erfuhren, daß Jesus nicht mit seinen Jüngern ins Boot gestiegen war, sondern daß die Jünger allein abgefahren waren.
Von Tiberias her kamen andere Boote in die Nähe des Ortes, wo sie nach dem Dankgebet des Herrn das Brot gegessen hatten.
Als die Leute sahen, daß weder Jesus noch seine Jünger dort waren, stiegen sie in die Boote, fuhren nach Kafarnaum und suchten Jesus.
Als sie ihn am anderen Ufer des Sees fanden, fragten sie ihn: Rabbi, wann bist du hierher gekommen?
Jesus antwortete ihnen: Amen, amen, ich sage euch: Ihr sucht mich nicht, weil ihr Zeichen gesehen habt, sondern weil ihr von den Broten gegessen habt und satt geworden seid.
Müht euch nicht ab für die Speise, die verdirbt, sondern für die Speise, die für das ewige Leben bleibt und die der Menschensohn euch geben wird. Denn ihn hat Gott, der Vater, mit seinem Siegel beglaubigt.
Da fragten sie ihn: Was müssen wir tun, um die Werke Gottes zu vollbringen?
Jesus antwortete ihnen: Das ist das Werk Gottes, daß ihr an den glaubt, den er gesandt hat.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Sel. Charles de Foucauld (1858 - 1916), Eremit und Missionar in der Sahara
Geistliche Notizen, Nazareth, Nov.1897
"Das ist das Werk Gottes, dass ihr an den glaubt, den er gesandt hat"

Die Sinne sind neugierig: Der Glaube dagegen will nichts erleben, er (...) würde am liebsten sein Leben lang regungslos vor dem Tabernakel verbringen. Die Sinne schätzen Reichtum und Ehre; der Glaube verspürt heftigen Widerwillen gegen beides... „Selig die Armen“ (Mt 5,3). Der Glaube verehrt die Armut und die Erniedrigung, mit denen Jesus sich sein Leben lang wie mit einem Kleidungsstück bekleidet hat, das untrennbar zu ihm gehört... die Sinne erschrecken vor dem, was sie Gefahren nennen, was Schmerzen oder Tod mit sich bringt; der Glaube erschrickt vor nichts, er weiß, dass nichts ihm widerfahren wird, was Gott nicht will – „Bei euch aber sind sogar die Haare auf dem Kopf alle gezählt“ (Mt 10,30), – und dass das, was Gott will, immer gut für ihn sein wird – „Wir wissen, dass Gott bei denen, die ihn lieben, alles zum Guten führt“ (Röm 8,28). Somit ist er, was auch immer ihm widerfährt, (ob) Schmerz oder Freude, (ob) Gesundheit oder Krankheit, (ob) Leben oder Tod, von vornherein wohlgemut und fürchtet sich vor nichts... Die Sinne sorgen sich um das Morgen, fragen sich, wie man am nächsten Tag leben wird; der Glaube lebt ohne die geringste Sorge...

Der Glaube erleuchtet alles mit einem neuen Licht, einem anderen Licht als dem der
Sinne, strahlender oder andersartiger. So hat der aus dem Glauben Lebende völlig neue Gedanken, neue Freuden, neue Urteilsmaßstäbe; vor ihm eröffnen sich völlig neue Horizonte, herrliche, von einem himmlischen Licht erleuchtete Horizonte, von göttlicher Schönheit geprägt. In diese ganz und gar neuartigen Wahrheiten eingehüllt, von denen die Welt nichts ahnt, beginnt er zwangsläufig ein ganz neues, der Welt entgegengesetztes Leben, sodass seine Handlungen der Welt als Irrsinn erscheinen. Die Welt befindet sich in Dunkelheit, in einer tiefen Nacht. Der glaubende Mensch befindet sich im vollen Licht, doch der lichtüberflutete Weg auf dem er vorwärtsgeht, ist den Augen der Menschen verborgen; ihnen scheint er im Nichts wandeln zu wollen, wie ein Irrer.
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Psalm 31(30),3c-4.6.7b-8a.17.21ab.
Sei mir ein schützender Fels,
eine feste Burg, die mich rettet.
Denn du bist mein Fels und meine Burg;
um deines Namens willen wirst du mich führen und leiten.


In deine Hände lege ich voll Vertrauen meinen Geist;
du hast mich erlöst, Herr, du treuer Gott.
Ich verlasse mich auf den Herrn.
Ich will jubeln und über deine Huld mich freuen.



Laß dein Angesicht leuchten über deinem Knecht,
hilf mir in deiner Güte!

Du beschirmst sie im Schutz deines Angesichts
vor dem Toben der Menschen.


Evangelium nach Johannes 6,30-35.
In jener Zeit sagte die Menge zu Jesus:  Welches Zeichen tust du, damit wir es sehen und dir glauben? Was tust du?
Unsere Väter haben das Manna in der Wüste gegessen, wie es in der Schrift heißt: Brot vom Himmel gab er ihnen zu essen.
Jesus sagte zu ihnen: Amen, amen, ich sage euch: Nicht Mose hat euch das Brot vom Himmel gegeben, sondern mein Vater gibt euch das wahre Brot vom Himmel.
Denn das Brot, das Gott gibt, kommt vom Himmel herab und gibt der Welt das Leben.
Da baten sie ihn: Herr, gib uns immer dieses Brot!
Jesus antwortete ihnen: Ich bin das Brot des Lebens; wer zu mir kommt, wird nie mehr hungern, und wer an mich glaubt, wird nie mehr Durst haben.
Alles meinem Gott zu Ehren, in der Arbeit, in der Ruh!Gottes Lob und Ehr zu mehren, ich verlang und alles tu.

 

La Salette 1846



Suche in den Seiten Zeugen der Wahrheit

Wenn Sie nur ein Wort suchen, sollte es nicht links in der Menüauswahl stehen, weil es Ihnen die ganze Palette anzeigt.
Die Menüs sind auf jeder Seite vorhanden..

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Du hörst die Stimme deines Gewissens: Es lobt, tadelt oder quält dich. Diese Stimme kannst du nicht los werden. Sie weist dich hin auf Gott, den unsichtbaren Gesetzgeber. Daher lässt das Gewissen uns nicht im Zweifel darüber, daß wir für unser Tun verantwortlich sind und daß wir einmal gerichtet werden. Jeder hat eine Seele, für die zu sorgen seine einzige Aufgabe in dieser Welt ist. Diese Welt ist nur eine Schranke, die uns vom Himmel oder der Hölle trennt. »Wir haben hier keine bleibende Stätte, sondern suchen die zukünftige.« (Hebr 13, 14)

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