Autor Thema: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."  (Gelesen 4663730 mal)

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« Antwort #5408 am: 23. Juni 2017, 23:38:25 »
Hochfest des Heiligsten Herzens Jesu

Die Propheten des Alten Bundes haben als das größte Geheimnis Gottes seine Liebe erkannt, und zwar die Liebe zu seinem Volk, das dieser Liebe immer wieder davonlief. In Jesus ist die Liebe Gottes sichtbar und greifbar geworden, und am Kreuz wurde sie zur „Torheit“ (1 Kor 1,23). Sie ist das Zeichen des Widerspruchs, sie ist aber auch die einzige Hoffnung für die Menschen in ihrer Not.
Alles Fragen und Forschen nach Gott gelangt nur bis an den äußeren Rand seines Wesens. Sein inneres Geheimnis aber, sein „Mysterium“, ist die Liebe. Das wissen wir, weil er selbst es uns offenbart hat: durch seine Propheten, und schließlich durch den Sohn. Im Herzen des Soh­nes wohnt die ganze Fülle der Liebe. Die Liebe ist gekreuzigt worden. Und die Liebe wartet auf Antwort: die Antwort des Glaubens, der Treue und der reinen Hingabe an die Glut des Geistes. Die Botschaft von der barmherzigen Liebe wird als „gute Nachricht“ nur von den Sündern begriffen. Die Pharisäer und Schriftgelehrten waren rechtschaffene Leute; sie fanden das Verhalten Jesu den Sündern gegenüber ebenso ärgerlich wie seine Botschaft. - Müssen wir Sünder werden, um die Barmherzigkeit Gottes zu verstehen, die in Jesus sichtbar geworden ist? Wir brauchen es nicht zu werden; wir müssen nur eine Ahnung von der Heiligkeit Gottes haben, um zu wissen, dass wir es sind. Dann werden wir auch das Danken lernen.
« Letzte Änderung: 24. Juni 2017, 07:19:28 von Tina 13 »
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

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« Antwort #5409 am: 23. Juni 2017, 23:41:36 »
Hl. Gertrud von Helfta (1256-1301), Benediktinerin

Kommt zu mir, ihr, die ihr euch plagt und schwere Lasten tragt

Du hast Großes und Schönes für mich getan und mich so für immer in Deinen Dienst genommen: was kann ich Dir für alle deine Wohltaten geben? Wie könnte ich Dich loben und Dir danken, selbst wenn ich mir tausendfache Mühe gäbe? Was bin ich elendes Geschöpf, verglichen mit Dir, meiner überreichen Erlösung? Also lege ich meine ganze Seele vor Dich hin, Du hast sie ja erkauft; und ich huldige Dir mit der Liebe meines Herzens. Lass mein Leben in Dir sein, nimm mich ganz in Dich auf und lass mich, in Dir eingeschlossen, nurmehr eins sein mit Dir.

Du angebetete Liebe hast mit Deiner göttlichen Glut das Herz Jesu, meines sanften Geliebten, für mich geöffnet. Herz Jesu, Quelle der Sanftheit, überfließend vor Güte und Liebe, treues Herz, ich bitte Dich, nimm mein Herz ganz in Dir auf. Überaus teure Perle meines Herzens, lade mich zu Deinen lebensspendenden Festen; spende mir den Wein Deiner Tröstung [...] damit mein zerbrochener Geist von Deiner göttlichen Liebe erfüllt wird und das übergroße Maß Deiner Liebe der Armut und dem Elend meiner Seele aufhilft.

O du über alles geliebtes Herz [...] hab Erbarmen mit mir. Ich bitte Dich sehr, gib, dass die Sanftheit Deiner Liebe meinem Herzen wieder Mut macht. Ich flehe Dich an, dass sich tief in Dir Mitleid mit mir regen möge, denn meine Verfehlungen sind zahlreich, und Verdienste habe ich keine aufzuweisen. Mein Jesus, durch Deinen kostbaren Tod, der allein die Kraft hatte, die Schuld der Welt zu begleichen, möge mir alles vergeben werden, was ich an Bösem getan habe; Dein Tod möge mich mit solcher Gewalt zu Dir hinziehen, dass ich durch die Kraft Deiner göttlichen Liebe ganz verwandelt werde und vor Deinen Augen Gnade finde [...] Und, mein lieber Jesus, lass mich Dich lieben, Dich in allem und über alles lieben; gib, dass ich mich mit Inbrunst an Dir festmache, auf Dich hoffe und meiner Hoffnung keine Grenzen setze.

Geistliche Übungen, 7
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

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« Antwort #5410 am: 23. Juni 2017, 23:43:46 »
Deuteronomium 7,6-11.

Mose sprach zum Volk: Du bist ein Volk, das dem Herrn, deinem Gott, heilig ist. Dich hat der Herr, dein Gott, ausgewählt, damit du unter allen Völkern, die auf der Erde leben, das Volk wirst, das ihm persönlich gehört.
Nicht weil ihr zahlreicher als die anderen Völker wäret, hat euch der Herr ins Herz geschlossen und ausgewählt; ihr seid das kleinste unter allen Völkern.
Weil der Herr euch liebt und weil er auf den Schwur achtet, den er euren Vätern geleistet hat, deshalb hat der Herr euch mit starker Hand herausgeführt und euch aus dem Sklavenhaus freigekauft, aus der Hand des Pharao, des Königs von Ägypten.
Daran sollst du erkennen: Jahwe, dein Gott, ist der Gott; er ist der treue Gott; noch nach tausend Generationen achtet er auf den Bund und erweist denen seine Huld, die ihn lieben und auf seine Gebote achten.
Denen aber, die ihm feind sind, vergilt er sofort und tilgt einen jeden aus; er zögert nicht, wenn einer ihm feind ist, sondern vergilt ihm sofort.
Deshalb sollst du auf das Gebot achten, auf die Gesetze und Rechtsvorschriften, auf die ich dich heute verpflichte, und du sollst sie halten.

Psalm 103(102),1-2.3-4.6-7.8.10.

Lobe den Herrn, meine Seele,
und alles in mir seinen heiligen Namen!
Lobe den Herrn, meine Seele,
und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat:

Der dir all deine Schuld vergibt
und all deine Gebrechen heilt,
der dein Leben vor dem Untergang rettet
und dich mit Huld und Erbarmen krönt.

Der Herr vollbringt Taten des Heiles,
Recht verschafft er allen Bedrängten.
Er hat Mose seine Wege kundgetan,
den Kindern Israels seine Werke.

Der Herr ist barmherzig und gnädig,
langmütig und reich an Güte.
Er handelt an uns nicht nach unsern Sünden
und vergilt uns nicht nach unsrer Schuld.

Erster Johannesbrief 4,7-16.

Liebe Brüder, wir wollen einander lieben; denn die Liebe ist aus Gott, und jeder, der liebt, stammt von Gott und erkennt Gott.
Wer nicht liebt, hat Gott nicht erkannt; denn Gott ist die Liebe.
Die Liebe Gottes wurde unter uns dadurch offenbart, dass Gott seinen einzigen Sohn in die Welt gesandt hat, damit wir durch ihn leben.
Nicht darin besteht die Liebe, dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt und seinen Sohn als Sühne für unsere Sünden gesandt hat.
Liebe Brüder, wenn Gott uns so geliebt hat, müssen auch wir einander lieben.
Niemand hat Gott je geschaut; wenn wir einander lieben, bleibt Gott in uns, und seine Liebe ist in uns vollendet.
Daran erkennen wir, dass wir in ihm bleiben und er in uns bleibt: Er hat uns von seinem Geist gegeben.
Wir haben gesehen und bezeugen, dass der Vater den Sohn gesandt hat als den Retter der Welt.
Wer bekennt, dass Jesus der Sohn Gottes ist, in dem bleibt Gott, und er bleibt in Gott.
Wir haben die Liebe, die Gott zu uns hat, erkannt und gläubig angenommen. Gott ist die Liebe, und wer in der Liebe bleibt, bleibt in Gott, und Gott bleibt in ihm.

Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus - Mt 11,25-30.

In jener Zeit sprach Jesus: Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, weil du all das den Weisen und Klugen verborgen, den Unmündigen aber offenbart hast.
Ja, Vater, so hat es dir gefallen.
Mir ist von meinem Vater alles übergeben worden; niemand kennt den Sohn, nur der Vater, und niemand kennt den Vater, nur der Sohn und der, dem es der Sohn offenbaren will.
Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt. Ich werde euch Ruhe verschaffen.
Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir; denn ich bin gütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seele.
Denn mein Joch drückt nicht, und meine Last ist leicht.
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« Antwort #5411 am: 24. Juni 2017, 07:18:40 »

Byzantinische Liturgie

Luzernarium der Großen Vesper zum Geburtsfest des hl. Johannes des Täufers

„Er wird mit dem Geist und mit der Kraft des Elija dem Herrn vorangehen, um das Herz der Väter wieder den Kindern zuzuwenden [...] und so das Volk für den Herrn bereit zu machen“ (Lk 1,17)

Heute kommt der große Vorläufer zur Welt,
die Frucht des unfruchtbaren Schoßes der Elisabeth.
Er, der Größte der Propheten;
kein anderer ist aufgestanden, der ihm gleich war,
denn er ist die Lampe, die unmittelbar dem größten Licht vorangeht
und die Stimme, die vor dem Wort einhergeht.
Er führt zu Christus die Kirche, seine Verlobte,
und bereitet dem Herrn ein auserwähltes Volk,
indem er es reinigt durch das Wasser, als Vorausschau auf den Geist.
Aus Zacharias sprosst dieses junge Reis,
der Schönste aller Wüstensöhne,
der Herold der Zerknirschung,
der jene durch das Wasser reinigt, die in die Irre gingen,
der als Vorläufer die Botschaft von der Auferstehung
bis zum Ort der Toten bringt
und Fürbitter ist für unsere Seelen.

Vom Schoß deiner Mutter an, seliger Johannes,
warst du der Prophet und Vorläufer Christi:
Du bist vor Freude gehüpft,
als du die Königin zu ihrer Dienerin kommen sahst,
die Ihn zu dir brachte, den der Vater ohne Mutter zeugte von Ewigkeit her,
du, der du von einer unfruchtbaren Frau geboren wurdest, gezeugt von einem Greis
nach der Weissagung des Herrn.
Bitte Ihn, sich unserer Seelen zu erbarmen.

(Biblische Referenzen: Mt 11,11; Joh 5,35; Mt 3,3; Joh 3,29; Lk 1,17; 3,16; Mk 6,28; Lk 1,40; 1,13)
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« Antwort #5412 am: 24. Juni 2017, 07:22:22 »
Hochfest der Geburt des Hl. Johannes des Täufers

Johannes der Täufer ist außer Maria der einzige Heilige, dessen leibliche Geburt in der Liturgie gefeiert wird, und zwar seit dem 5. Jahrhundert am 24. Juni, sechs Monate vor der Geburt Jesu. Aus dem Bericht des Lukasevangeliums (Lk 1) wird entnommen, dass Johannes schon vor seiner Geburt geheiligt wurde, damals, als Maria zu Elisabet kam. Die ungewöhnlichen Ereignisse bei seiner Geburt weisen auf die Bedeutung des Johannes in der Heilsgeschichte hin. Er steht an der Schwelle vom Alten zum Neuen Bund; er war dazu berufen, durch seine Predigt von der Gottesherrschaft und seinen Ruf zur Umkehr das Volk auf das Kommen Jesu vorzubereiten. Jesus selbst empfing von ihm die Bußtaufe. Die ersten Jünger Jesu kamen aus dem Kreis der Johannesjünger. Johannes selbst verstand sich als den Rufer in der Wüste, den Vorläufer des Größeren, der nach ihm kommen sollte. Jesus aber nennt ihn den Größten unter allen Menschen, gleichsam den wieder gekommenen Elija (Mt 11, 8.11.14).
« Letzte Änderung: 24. Juni 2017, 07:31:01 von Tina 13 »
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« Antwort #5413 am: 24. Juni 2017, 07:34:11 »
Buch Jesaja 49,1-6.

Hört auf mich, ihr Inseln, merkt auf, ihr Völker in der Ferne! Der Herr hat mich schon im Mutterleib berufen; als ich noch im Schoß meiner Mutter war, hat er meinen Namen genannt.
Er machte meinen Mund zu einem scharfen Schwert, er verbarg mich im Schatten seiner Hand. Er machte mich zum spitzen Pfeil und steckte mich in seinen Köcher.
Er sagte zu mir: Du bist mein Knecht, Israel, an dem ich meine Herrlichkeit zeigen will.
Ich aber sagte: Vergeblich habe ich mich bemüht, habe meine Kraft umsonst und nutzlos vertan. Aber mein Recht liegt beim Herrn und mein Lohn bei meinem Gott.
Jetzt aber hat der Herr gesprochen, der mich schon im Mutterleib zu seinem Knecht gemacht hat, damit ich Jakob zu ihm heimführe und Israel bei ihm versammle. So wurde ich in den Augen des Herrn geehrt und mein Gott war meine Stärke.
Und er sagte: Es ist zu wenig, dass du mein Knecht bist, nur um die Stämme Jakobs wieder aufzurichten und die Verschonten Israels heimzuführen. Ich mache dich zum Licht für die Völker; damit mein Heil bis an das Ende der Erde reicht.

Psalm 139(138),1-3.13-14.15-16.

Herr, du hast mich erforscht und du kennst mich.
Ob ich sitze oder stehe, du weißt von mir.
Von fern erkennst du meine Gedanken.
Ob ich gehe oder ruhe, es ist dir bekannt;
du bist vertraut mit all meinen Wegen.

Denn du hast mein Inneres geschaffen,
mich gewoben im Schoß meiner Mutter.
Ich danke dir, dass du mich so wunderbar gestaltet hast.
Ich weiß: Staunenswert sind deine Werke.

Als ich geformt wurde im Dunkeln,
kunstvoll gewirkt in den Tiefen der Erde,
waren meine Glieder dir nicht verborgen.
Deine Augen sahen, wie ich entstand,
in deinem Buch war schon alles verzeichnet.

Apostelgeschichte 13,16.22-26.

In der Synagoge von Antiochia in Pisidien stand Paulus auf, gab mit der Hand ein Zeichen und sagte: Ihr Israeliten und ihr Gottesfürchtigen, hört!
Nachdem er ihn verworfen hatte, erhob er David zu ihrem König, von dem er bezeugte: Ich habe David, den Sohn des Isai, als einen Mann nach meinem Herzen gefunden, der alles, was ich will, vollbringen wird.
Aus seinem Geschlecht hat Gott dem Volk Israel, der Verheißung gemäß, Jesus als Retter geschickt.
Vor dessen Auftreten hat Johannes dem ganzen Volk Israel Umkehr und Taufe verkündigt.
Als Johannes aber seinen Lauf vollendet hatte, sagte er: Ich bin nicht der, für den ihr mich haltet; aber seht, nach mir kommt einer, dem die Sandalen von den Füßen zu lösen ich nicht wert bin.
Brüder, ihr Söhne aus Abrahams Geschlecht und ihr Gottesfürchtigen! Uns wurde das Wort dieses Heils gesandt.

Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas - Lk 1,57-66.80.

Für Elisabeth kam die Zeit der Niederkunft, und sie brachte einen Sohn zur Welt.
Ihre Nachbarn und Verwandten hörten, welch großes Erbarmen der Herr ihr erwiesen hatte, und freuten sich mit ihr.
Am achten Tag kamen sie zur Beschneidung des Kindes und wollten ihm den Namen seines Vaters Zacharias geben.
Seine Mutter aber widersprach ihnen und sagte: Nein, er soll Johannes heißen.
Sie antworteten ihr: Es gibt doch niemand in deiner Verwandtschaft, der so heißt.
Da fragten sie seinen Vater durch Zeichen, welchen Namen das Kind haben solle.
Er verlangte ein Schreibtäfelchen und schrieb zum Erstaunen aller darauf: Sein Name ist Johannes.
Im gleichen Augenblick konnte er Mund und Zunge wieder gebrauchen, und er redete und pries Gott.
Und alle, die in jener Gegend wohnten, erschraken, und man sprach von all diesen Dingen im ganzen Bergland von Judäa.
Alle, die davon hörten, machten sich Gedanken darüber und sagten: Was wird wohl aus diesem Kind werden? Denn es war deutlich, dass die Hand des Herrn mit ihm war.
Das Kind wuchs heran, und sein Geist wurde stark. Und Johannes lebte in der Wüste bis zu dem Tag, an dem er den Auftrag erhielt, in Israel aufzutreten.
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« Antwort #5414 am: 24. Juni 2017, 07:43:59 »
Maria, zeig mir deinen Sohn

Bevor man mit dem Gebet beginnt, den Rosenkranz schon in Händen, soll man nicht zögern, sich an die Muttergottes zu wenden: „Maria, zeig mir deinen Sohn“. Maria ist unsere Mutter, sie kennt ihren eigenen Sohn besser als jeder andere. Lassen wir uns von ihr an die Hand nehmen und in unserem Herzen das ganze Geheimnis Christi enthüllen.
Im Gegensatz zu dem, was häufig geglaubt wird, ist der Rosenkranz kein Lobpreis auf Maria, sondern ein Weg zu Christus. Jedes Gesetz ist die Gelegenheit, ein Geheimnis aus dem Leben Christi zu betrachten. Während wir die zehn „Gegrüßet seist du, Maria“ beten, tauchen wir in ein einziges Geheimnis ein.
Die Szenen aus dem Leben Christi, die wir im Rosenkranz durchschreiten – die Verkündigung des Engels an Maria, die Geburt Jesu, die Taufe Jesu im Jordan, die Verklärung, das letzte Abendmahl, die Leiden des Herrn, die Kreuzigung, die Auferstehung und das Kommen des Heiligen Geistes… - wie viel Reichtum und Verehrung in diesen aufeinander folgenden Samenkörnern!
Betet den Rosenkranz mit der ganzen Innigkeit eures Herzens und nehmt mit Feuereifer jedes Geheimnis des Lebens Christi so auf, als ob Maria es euch persönlich in die Hände legen würde.
Lorena Moscoso

Übersetzt aus dem Französisch: Aleteia
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« Antwort #5415 am: 24. Juni 2017, 12:31:03 »
Widerschein vom Herz seiner Mutter

In dem Moment, da die Lanze des römischen Soldaten das Herz des Gekreuzigten durchstieß, wurde auch das Herz Mariens vom Schwert des Schmerzens durchbohrt. Das Heiligste Herz Jesu ist geradezu Widerschein vom Herz seiner Mutter.
Am Tag nach dem Herz-Jesu-Fest wird des Unbefleckten Herzens Mariens gedacht, was den hohen Grad der Verbindung bezeugt, die zwischen beiden Festen besteht.
Während der drei Engelserscheinungen in Fatima 1916, sprach der Engel des Friedens vom Herz Jesu genauso gut wie vom Herz Mariens. Die Mutter steht immer bei ihrem Sohn! Bei der zweiten Erscheinung der Jungfrau in Fatima am 13. Juni 1917 erhielt Lúcia den Auftrag, die Verehrung des Unbefleckten Herzens Mariens zu propagieren, als Garant für das Heil der Welt. Damals war die Herz-Jesu-Verehrung schon stark verbreitet und sehr geschätzt..
Als Menschen gehören wir alle zu Jesus, er ist unser Schöpfer und Erlöser. Wer sich dem Unbefleckten Herzen Mariens übereignet, den übergibt Maria dem Herzen Jesu, denn sie hält für uns bei ihm Fürsprache, sie ist unsere Mittlerin, unsere Abkürzung auf dem Weg zu Jesus.

Übersetzt aus dem Französisch: Etoile Notre Dame
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