Autor Thema: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."  (Gelesen 4662682 mal)

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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #5936 am: 29. Oktober 2017, 05:49:17 »
Buch Exodus 22,20-26.

So spricht der Herr: Einen Fremden sollst du nicht ausnützen oder ausbeuten, denn ihr selbst seid in Ägypten Fremde gewesen.
Ihr sollt keine Witwe oder Waise ausnützen.
Wenn du sie ausnützt und sie zu mir schreit, werde ich auf ihren Klageschrei hören.
Mein Zorn wird entbrennen, und ich werde euch mit dem Schwert umbringen, so dass eure Frauen zu Witwen und eure Söhne zu Waisen werden.
Leihst du einem aus meinem Volk, einem Armen, der neben dir wohnt, Geld, dann sollst du dich gegen ihn nicht wie ein Wucherer benehmen. Ihr sollt von ihm keinen Wucherzins fordern.
Nimmst du von einem Mitbürger den Mantel zum Pfand, dann sollst du ihn bis Sonnenuntergang zurückgeben;
denn es ist seine einzige Decke, der Mantel, mit dem er seinen bloßen Leib bedeckt. Worin soll er sonst schlafen? Wenn er zu mir schreit, höre ich es, denn ich habe Mitleid.

Psalm 18(17),2-3.4.47.51.50.

Ich will dich lieben, Herr, meine Stärke,
Herr, du mein Fels, meine Burg, mein Retter,
mein Gott, meine Feste, in der ich mich berge,
mein Schild und sicheres Heil, meine Zuflucht.

Ich rufe: Der Herr sei gepriesen!,
und ich werde vor meinen Feinden gerettet.
Es lebt der Herr! Mein Fels sei gepriesen.
Der Gott meines Heils sei hoch erhoben.

Seinem König verlieh er große Hilfe,
Huld erwies er seinem Gesalbten,
David und seinem Stamm auf ewig.
Darum will ich dir danken, Herr, vor den Völkern,
ich will deinem Namen singen und spielen.

Erster Brief des Apostels Paulus an die Thessalonicher 1,5c-10.

Brüder! Ihr wisst, wie wir bei euch aufgetreten sind, um euch zu gewinnen.
Und ihr seid unserem Beispiel gefolgt und dem des Herrn; ihr habt das Wort trotz großer Bedrängnis mit der Freude aufgenommen, die der Heilige Geist gibt.
So wurdet ihr ein Vorbild für alle Gläubigen in Mazedonien und in Achaia.
Von euch aus ist das Wort des Herrn aber nicht nur nach Mazedonien und Achaia gedrungen, sondern überall ist euer Glaube an Gott bekannt geworden, so dass wir darüber nichts mehr zu sagen brauchen.
Denn man erzählt sich überall, welche Aufnahme wir bei euch gefunden haben und wie ihr euch von den Götzen zu Gott bekehrt habt, um dem lebendigen und wahren Gott zu dienen
und seinen Sohn vom Himmel her zu erwarten, Jesus, den er von den Toten auferweckt hat und der uns dem kommenden Gericht Gottes entreißt.

Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus - Mt 22,34-40.

In jener Zeit, als die Pharisäer hörten, dass Jesus die Sadduzäer zum Schweigen gebracht hatte, kamen sie bei ihm zusammen.
Einer von ihnen, ein Gesetzeslehrer, wollte ihn auf die Probe stellen und fragte ihn:
Meister, welches Gebot im Gesetz ist das wichtigste?
Er antwortete ihm: Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit all deinen Gedanken.
Das ist das wichtigste und erste Gebot.
Ebenso wichtig ist das zweite: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.
An diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz samt den Propheten.
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #5937 am: 29. Oktober 2017, 22:50:31 »
Hl. Anselm (1033-1109), Mönch, Bischof und Kirchenlehrer

„An diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz samt den Propheten“

Nachdem im Himmel zu herrschen nichts anderes bedeutet, als Gott und allen Heiligen in Liebe so zugetan und so sehr eines Willen mit ihnen zu sein, dass alle gemeinsam nur noch mit einer einzigen und gleichen Macht wirken, so liebe Gott mehr als dich selbst und sogleich beginnst du das zu empfangen, was du auf vollkommene Weise im Himmel besitzen willst. Werde eines Herzens mit Gott und mit den Menschen – solange diese sich nicht von Gott trennen – und schon beginnst du, mit Gott und allen Heiligen zu herrschen. Denn in dem Maße indem du heute mit dem Willen Gottes und dem aller Menschen eins wirst, werden Gott und alle Heilige eins werden mit deinem Willen. Wenn du also König im Himmel sein willst, so liebe Gott und all seine Heiligen wie es dir aufgetragen ist, und du wirst das erlangen, was du ersehnst.

Doch diese Liebe wirst du nur dann vollkommen dein eigen nennen können, wenn du aus deinem Herzen jegliche andere Liebe entfernt haben wirst ... Dementsprechend wollen diejenigen, deren Herz mit der Liebe zu Gott und zum Nächsten erfüllt ist, nichts anderes mehr als das, was Gott will, oder was ein anderer Mensch will, wenn dies dem Willen Gottes nicht entgegensteht. Aus diesem Grund sind diese Menschen beharrlich im Gebet, im Zurücknehmen ihres Eigenwillens und in der Vergegenwärtigung des Himmels; denn es macht ihnen Freude, sich nach Gott zu sehnen und über den zu sprechen, dem ihre Liebe gilt, von ihm zu hören und an ihn zu denken. Aus diesem Grund freuen sie sich mit den Fröhlichen und weinen mit den Trauernden (Röm 12,15), und haben Erbarmen mit den Elenden und geben den Armen Almosen, denn sie lieben die anderen wie sich selbst. Ja, genau an der Liebe: „An diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz samt den Propheten.“

Brief 112, an Hugo den Einsiedler; Opera omnia, 3
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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #5938 am: 30. Oktober 2017, 05:40:29 »
Hl. Gregor der Große (um 540-604), Papst und Kirchenlehrer

„Frau, du bist von deinem Leiden erlöst“

Am Sabbat lehrte Jesus in einer Synagoge. Dort saß eine Frau, die seit achtzehn Jahren krank war, weil sie von einem Dämon geplagt wurde. Ihr Rücken war verkrümmt; sie konnte absolut nicht nach oben schauen. Der Sünder, der nur mit irdischen Dingen beschäftigt ist und der nicht nach den himmlischen strebt, ist nicht in der Lage, nach oben zu schauen. Da er seinen Begierden folgt, die ihn nach unten ziehen, verliert seine Seele ihre aufrechte Haltung und krümmt sich; so sieht er nur noch das, woran er ständig denkt. Gebt wieder auf euer Herz acht, geliebte Brüder, und prüft laufend die Gedanken, die unaufhörlich in eurem Kopf kreisen! Der eine denkt an Ehre, der andere an Geld, wieder ein anderer an die Mehrung seines Vermögens. Das sind allesamt profane Dinge, und wenn der Geist sich darin verliert, krümmt er sich und verliert seine aufrechte Haltung. Und weil er sich nicht wieder aufrichtet, um nach himmlischen Gütern Ausschau zu halten, gleicht er der gekrümmten Frau, die absolut nicht nach oben schauen kann [...]

Der Psalmist beschreibt unser Gekrümmtsein treffend, wenn er von sich selbst sinnbildlich für das ganze Menschengeschlecht sagt: „Ich bin gekrümmt und tief gebeugt“ (Ps 38(37),7). Er bedachte, dass der Mensch, dazu geschaffen, das Licht aus der Höhe zu betrachten, aufgrund seiner Sünden aus dem Paradies vertrieben wurde und dass seitdem in seiner Seele die Finsternis herrscht. Sie raubt ihm das Verlangen nach den himmlischen Dingen und lenkt seine ganze Aufmerksamkeit auf Irdisches [...] Verlöre der Mensch das Himmlische aus den Augen und dächte nur noch an die Erfordernisse dieser Welt, so wäre er gewiss gekrümmt und gebeugt, aber noch nicht „tief“. Da nun nicht nur ein Zwang seine Gedanken abstürzen lässt [...] sondern dazu noch die verbotene Lust ihn zu Boden drückt, ist er nicht nur gebeugt, sondern „tief gebeugt“.

Homilien zum Evangelium, Nr. 31
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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #5939 am: 30. Oktober 2017, 05:42:04 »
Brief des Apostels Paulus an die Römer 8,12-17.

Wir sind nicht dem Fleisch verpflichtet, Brüder, so dass wir nach dem Fleisch leben müssten.
Wenn ihr nach dem Fleisch lebt, müsst ihr sterben; wenn ihr aber durch den Geist die sündigen Taten des Leibes tötet, werdet ihr leben.
Denn alle, die sich vom Geist Gottes leiten lassen, sind Söhne Gottes.
Denn ihr habt nicht einen Geist empfangen, der euch zu Sklaven macht, so dass ihr euch immer noch fürchten müsstet, sondern ihr habt den Geist empfangen, der euch zu Söhnen macht, den Geist, in dem wir rufen: Abba, Vater!
So bezeugt der Geist selber unserem Geist, dass wir Kinder Gottes sind.
Sind wir aber Kinder, dann auch Erben; wir sind Erben Gottes und sind Miterben Christi, wenn wir mit ihm leiden, um mit ihm auch verherrlicht zu werden.

Psalm 68(67),2.4.6-7ab.20-21.

Gott steht auf, seine Feinde zerstieben;
die ihn hassen, fliehen vor seinem Angesicht.
Die Gerechten aber freuen sich und jubeln vor Gott;
sie jauchzen in heller Freude.

Ein Vater der Waisen, ein Anwalt der Witwen
ist Gott in seiner heiligen Wohnung.
Gott bringt die Verlassenen heim,
führt die Gefangenen hinaus in das Glück.

Gepriesen sei der Herr, Tag für Tag!
Gott trägt uns, er ist unsre Hilfe.
Gott ist ein Gott, der uns Rettung bringt,
Gott, der Herr, führt uns heraus aus dem Tod.

Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas - Lk 13,10-17.

In jener Zeit lehrte Jesus am Sabbat in einer Synagoge.
Dort saß eine Frau, die seit achtzehn Jahren krank war, weil sie von einem Dämon geplagt wurde; ihr Rücken war verkrümmt, und sie konnte nicht mehr aufrecht gehen.
Als Jesus sie sah, rief er sie zu sich und sagte: Frau, du bist von deinem Leiden erlöst.
Und er legte ihr die Hände auf. Im gleichen Augenblick richtete sie sich auf und pries Gott.
Der Synagogenvorsteher aber war empört darüber, dass Jesus am Sabbat heilte, und sagte zu den Leuten: Sechs Tage sind zum Arbeiten da. Kommt also an diesen Tagen und lasst euch heilen, nicht am Sabbat!
Der Herr erwiderte ihm: Ihr Heuchler! Bindet nicht jeder von euch am Sabbat seinen Ochsen oder Esel von der Krippe los und führt ihn zur Tränke?
Diese Tochter Abrahams aber, die der Satan schon seit achtzehn Jahren gefesselt hielt, sollte am Sabbat nicht davon befreit werden dürfen?
Durch diese Worte wurden alle seine Gegner beschämt; das ganze Volk aber freute sich über all die großen Taten, die er vollbrachte.
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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #5940 am: 30. Oktober 2017, 06:52:22 »
Hl. Thöger (Dietger), Priester, Glaubensbote in Norwegen

* um 1000 in Thüringen
† um 1065 in Vestervig in Dänemark

Thöger stammte aus adligem Hause, studierte Theologie in England, ging als Missionar nach Norwegen und wurde dort Hofprediger von König Olaf II.. Nach dessen Tod 1030 wandte er sich wieder Missionsarbeit zu, predigte in der damals dänischen Provinz Thy am Limfjord und baute eine Kirche in Vestervig.

Am 30. Oktober 1117 (oder 1067) wurden Thögers Gebeine in die Kirche von Vestervig übertragen. Daneben wurde im 12. Jahrhundert ein Augustiner-Chorherrenstift gegründet.
« Letzte Änderung: 30. Oktober 2017, 06:54:32 von Tina 13 »
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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #5941 am: 30. Oktober 2017, 06:59:48 »
Hl. Gerhard La Porta von Piacenza, Bischof von Potenza

* in Piacenza in Italien
† 30. Oktober 1119 in Potenza in Italien

Gerhard wurde Anfang des 12. Jahrhunderts Bischof von Potenza. Er habe in finsterer Zeit den Menschen durch seine Lehren ein Licht aufgehen lassen und das religiöse und zivile Leben der Stadt zum Glänzen gebracht.

Die Kathedrale von Potenza ist heute nach Gerhard benannt.
« Letzte Änderung: 30. Oktober 2017, 07:00:19 von Tina 13 »
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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #5942 am: 30. Oktober 2017, 07:06:01 »
Hl. Serapion, Bischof von Antiochia

† 211 in Antiochia, dem heutigen Antakya in der Türkei

Serapion war nach dem Zeugnis des Eusebius ab 190 der achte in der Reihe der Bischöfe von Antiochia - dem heutigen Antakya. Demnach verfasste er eine Schrift gegen das sogenannte Petrus-Evangelium, einen Brief an einen Domnus wegen dessen Übertritt zum Judentum und einen Brief an die Kleriker Caricus und Pontius, in dem er vor den Gefahren des Montanismus warnt.
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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #5943 am: 30. Oktober 2017, 18:17:12 »
Sein Allerheiligstes Altarssakrament soll euch so heilig sein, dass ihr dafür alles einsetzen könnt, alle Nöte und Ängste vergesst und immer wieder auf das Kreuz blickt, das Kreuz Christi der in ständiger Gegenwart bei euch ist.

Seine Heiligste Eucharistie wird immer mehr verunehrt. Der Unglaube verbreitet sich. Viele Laien nehmen Seinen Heiligen Leib in ihre Hände und teilen Sein Heiligstes Blut an Seine Gläubigen aus. Wie blutet darüber Sein Herz und das Herz Seiner Mutter. Wie lange müssen Christus und seine Mutter wohl noch leiden?
« Letzte Änderung: 30. Oktober 2017, 18:21:14 von Tina 13 »
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La Salette 1846



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