Autor Thema: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."  (Gelesen 4575219 mal)

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« Antwort #984 am: 26. Mai 2014, 22:01:54 »
DAS CHRISTLICHE
GLAUBENSBEKENNTNIS

DAS CREDO

**Apostolisches Glaubensbekenntnis**

Ich glaube an Gott,
den Vater, den Allmächtigen,
den Schöpfer des Himmels und der Erde,

und an Jesus Christus,
seinen eingeborenen Sohn,
unsern Herrn,
empfangen durch den Heiligen Geist,
geboren von der Jungfrau Maria,
gelitten unter Pontius Pilatus,
gekreuzigt, gestorben und begraben,
hinabgestiegen in das Reich des Todes,
am dritten Tage auferstanden von den Toten,
aufgefahren in den Himmel;
er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters;
von dort wird er kommen,
zu richten die Lebenden und die Toten.

Ich glaube an den Heiligen Geist,
die heilige katholische Kirche,
Gemeinschaft der Heiligen,
Vergebung der Sünden,
Auferstehung der Toten
und das ewige Leben.

Amen.


**Symbolum Apostolicum**

Credo in Deum
Patrem omnipotentem,
Creatorem cæli et terræ,

et in Iesum Christum,
Filium Eius unicum,
Dominum nostrum,
qui conceptus est de Spiritu Sancto,
natus ex Maria Virgine,
passus sub Pontio Pilato,
crucifixus, mortuus, et sepultus,
descendit ad inferos,
tertia die resurrexit a mortuis,
ascendit ad cælos,
sedet ad dexteram Dei Patris omnipotentis,
inde venturus est
iudicare vivos et mortuos.

Et in Spiritum Sanctum,
sanctam Ecclesiam catholicam,
sanctorum communionem,
remissionem peccatorum,
carnis resurrectionem,
vitam æternam.

Amen.

 




Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

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« Antwort #985 am: 26. Mai 2014, 22:05:36 »
*Ich glaube an Gott, den Vater*

**Die Glaubensbekenntnisse**

33. Was sind Glaubensbekenntnisse?

Es sind gegliederte Formeln, die auch „Glaubenssymbola“ oder „Credo“ genannt werden. Mit diesen Formeln hat die Kirche ihren Glauben von Anfang an in einer verbindlichen, allen Gläubigen gemeinsamen Sprache zusammenfassend ausgedrückt und weitergegeben.

34. Welche Glaubensbekenntnisse sind am ältesten?

Am ältesten sind die Taufbekenntnisse. Weil die Taufe im „Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes“ (Mt 28, 19) gespendet wird, sind die Glaubenswahrheiten, zu denen sich die Täuflinge bekennen, nach ihrem Bezug auf die drei Personen der heiligsten Dreifaltigkeit gegliedert.

35. Welche Glaubensbekenntnisse sind am wichtigsten?

Am wichtigsten sind das Apostolische Glaubensbekenntnis, das alte Taufbekenntnis der Kirche von Rom, und das Nizäno-konstantinopolitanische Glaubensbekenntnis, das aus den beiden ersten Ökumenischen Konzilien von Nizäa (325) und Konstantinopel (381) hervorging und noch heute allen großen Kirchen des Ostens und des Westens gemeinsam ist.

„Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen,
den Schöpfer des Himmels und der Erde“

36. Warum beginnt das Glaubensbekenntnis mit „Ich glaube an Gott“?

Weil die Aussage „Ich glaube an Gott“ die grundlegendste ist, die Quelle aller anderen Wahrheiten über den Menschen und über die Welt, die Quelle des ganzen Lebens eines jeden, der an ihn glaubt.

37. Warum bekennen wir den einen Gott?

Weil er sich dem Volk Israel als der Eine geoffenbart hat, als es sagte: „Höre, Israel! Der Herr ist einzig“ (Dtn 6, 4); „ich bin Gott, und sonst niemand“ (Jes 45, 22). Jesus selbst hat dies bekräftigt: Gott ist „der einzige Herr“ (Mk 12, 29). Das Bekenntnis, dass Jesus und der Heilige Geist ebenfalls Gott und Herr sind, bringt in den einzigen Gott keine Spaltung.

38. Mit welchem Namen offenbart sich Gott?

Gott offenbart sich Mose als der lebendige Gott, „der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs“ (Ex 3, 6). Gott offenbart Mose auch seinen geheimnisvollen Namen: „Ich bin der Ich-bin (JHWH)“. Der unaussprechliche Name Gottes wurde bereits zur Zeit des Alten Testaments durch das Wort Herr ersetzt. So erscheint Jesus im Neuen Testament, wenn er Herr genannt wird, als wahrer Gott.


Katechismus
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« Antwort #986 am: 27. Mai 2014, 05:55:41 »

Sel. John Henry Newman
„Wenn ich fortgehe, werde ich den Paraklet, den Beistand zu euch senden“

Christus ist jetzt wirklich bei uns, auf welche Weise auch immer. Er sagt es selber: „Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt“ (Mt 28,20)… Ihr könntet euch das so erklären: „Christus ist wiedergekommen, aber im Geist; an seiner Stelle ist sein Geist gekommen. Und wenn man sagt, dass Christus bei uns ist, so bedeutet das lediglich, dass sein Geist bei uns ist.“ Es kann gewiss niemand leugnen… dass der Heilige Geist herabgekommen ist. Aber wozu ist er gekommen? Etwa um den abwesenden Christus zu ersetzen oder um dessen Anwesenheit zu vervollständigen? Mit Sicherheit: um ihn gegenwärtig zu setzten. Halten wir auch nicht einen Augenblick an der Vorstellung fest, Gott Heiliger Geist könnte in einer Weise kommen, dass Gott Sohn fern bleibt! Nein, der Heilige Geist ist nicht gekommen, damit Christus nicht kommt, vielmehr: damit Christus im Kommen des Geistes kommen kann. Durch den Heiligen Geist treten wir in Verbindung mit dem Vater und dem Sohn… Der hl. Paulus schreibt: „In Christus werden wir in den Bau eingefügt, um im Geiste zu einer Wohnung Gottes erbaut zu werden“… und „er möge euch gewähren, dass ihr in eurem Inneren durch seinen Geist an Kraft und Stärke zunehmt, damit Christus durch den Glauben in euern Herzen wohne“ (Eph 2,22; 3,16f). Der Heilige Geist bewirkt, dass Christus im Herzen Wohnung nimmt, und der Glaube heißt den Gast willkommen. So nimmt der Heilige Geist nicht den Platz Christi in der Seele ein, sondern er sichert Christus diesen Platz… Der Heilige Geist also kommt in seiner Güte zu uns, damit Christus zu uns kommen kann, nicht materiell oder sichtbar, vielmehr geht er in uns ein. Und auf diese Weise ist er zugleich gegenwärtig und abwesend: abwesend dadurch, dass er die Erde verlassen hat, gegenwärtig dadurch, dass er die gläubige Seele nicht verlassen hat. Er sagt ja selber: „Die Welt sieht mich nicht mehr, ihr aber seht mich“ (Joh 14,19).

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« Antwort #987 am: 28. Mai 2014, 05:50:15 »
 ;tffhfdsds

39. „Ist“ nur Gott?

Während die Geschöpfe alles, was sie sind und haben, von Gott empfangen haben, ist Gott allein in sich selbst die Fülle des Seins und jeglicher Vollkommenheit. Er ist der „Er-ist“, ohne Ursprung und ohne Ende. Jesus offenbart, dass auch er den göttlichen Namen trägt: „Ich bin“ (Joh 8, 28).

40. Warum ist die Offenbarung des Namens Gottes wichtig?

Indem Gott seinen Namen offenbart, macht er die Reichtümer bekannt, die in seinem unaussprechlichen Geheimnis enthalten sind: Er allein ist von jeher und für immer derjenige, der über Welt und Geschichte erhaben ist. Er hat Himmel und Erde geschaffen. Er ist der treue Gott, der seinem Volk immer nahe ist, um es zu retten. Er ist der Heilige schlechthin, „voll Erbarmen“ (Eph 2, 4) und stets bereit, zu verzeihen. Er ist das geistige, erhabene, allmächtige, ewige, personale, vollkommene Wesen. Er ist Wahrheit und Liebe.

„Gott ist das unendlich vollkommene Wesen, die heiligste Dreifaltigkeit“ (hl. Turibius von Mogrovejo).

41. In welchem Sinn ist Gott die Wahrheit?

Gott ist die Wahrheit selbst, und als solcher täuscht er sich nicht und kann andere nicht täuschen. Er „ist Licht, und keine Finsternis ist in ihm“ (1 Joh 1, 5). Der ewige Sohn Gottes, die Mensch gewordene Weisheit, wurde in die Welt gesandt, damit er „für die Wahrheit Zeugnis ablege“ (Joh 18, 37).

42. Wie offenbart Gott, dass er Liebe ist?

Gott offenbart sich Israel als derjenige, dessen Liebe größer ist als die eines Vaters oder die einer Mutter zu ihren Kindern oder die eines Bräutigams zu seiner Braut. Er ist in sich selbst „die Liebe“ (1 Joh 4, 8.16), die sich vollkommen und ungeschuldet verschenkt. Er „hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit die Welt durch ihn gerettet wird“ (Joh 3, 16–17). Durch die Sendung seines Sohnes und des Heiligen Geistes offenbart Gott, dass er selbst ewiger Liebesaustausch ist.

43. Was verlangt der Glaube an den einen Gott?

Der Glaube an Gott, den Einzigen, verlangt: um seine Größe und Majestät wissen; in Danksagung leben; immer auf ihn vertrauen, selbst in Widerwärtigkeiten; die Einheit und die wahre Würde aller Menschen erkennen, die nach seinem Bilde erschaffen sind; die von ihm geschaffenen Dinge in rechter Weise gebrauchen.

44. Welches ist das zentrale Geheimnis des christlichen Glaubens und Lebens?

Das zentrale Geheimnis des christlichen Glaubens und Lebens ist das Mysterium der heiligsten Dreifaltigkeit. Die Christen werden im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes getauft.

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« Antwort #988 am: 28. Mai 2014, 07:08:09 »

193. Der Schleier des Verderbens
 
Jesus spricht:
Mein Kind!
Gestern schliefen die Trompeten.
Heute hat man sie ausgegraben.
Morgen wird man sie benutzen.

Was aber ist Mein Wille?
Mein Wille ruft: Frieden, Glaube, Hoffnung und Liebe!

Die Welt ist in einen Schleier gehüllt
und durch diesen Schleier fließen sichtbare und unsichtbare Mächte,
die den Menschen schaden.

Die Kirche ist gespalten.
Das Schiff in der Mitte geteilt.
(Das Schiff der Gläubigen.)
Links stehen viele – mit dem Schleier an den Händen.
Rechts stehen wenige – mit dem Kreuz der Liebe.

Und das andere Schiff?
(Das Schiff der Lauen und Gleichgültigen.)
Auf das Ich Meine ganze Barmherzigkeit ergoss?
Es ist verschwunden!
Der Wind, der eisige Wind, hat es in seinen Fängen.

Es ruft ein Herz in lauer Nacht!
Es ruft in jedes Herz!
Es ist Mein Herz. Das Herz der Liebe,
das jede Seele warnt:
vor dem eisigen Wind;
vor der eisigen, dunklen Nacht;
vor dem Schleier, der die Menschen fesselt
und sie fort trägt und nicht mehr loslassen will.

(Jesus zeigt ein tiefes Meer. Auf dem Meeresgrund liegt ein schwarzes, großes Schiff mit Leichen. Es stinkt fürchterlich. Es ist das dritte Schiff.)

Was kann den Schleier zerreißen?
Die Fesseln zersprengen?
MEINE BARMHERZIGKEIT!

Heute ist der Graben tief und groß.
Morgen ist er gefüllt und wird zugedeckt.
Übermorgen bricht er ein, wenn man darüber geht.

Am Sonntag rufen die Glocken,
doch man hört sie nicht.
Die Welt hat sich den Mantel der Bequemlichkeit
und des Unglaubens umgelegt
und der Schleier wird festgehalten von den Motten.

Die Schuhe haben Löcher,
doch werden sie trotzdem getragen,
damit auch das Schlechte hineinkriechen kann.

Der Becher schäumt über,
doch man holt keine leeren Becher.
Sie wollen vom Tisch lecken, trotz Risse und Schmutz.

Die Betten werden nicht neu bezogen.
Die Wäsche stinkt zum Himmel,
doch sie legen sich hinein,
denn sie wollen nichts tun. Sie wollen nichts ändern.

Und die Seele Meiner Treuen?
Sie versinkt in den Atem Meiner Auferstehung
und wird hoch getragen zum ewigen Leben.


Auszug aus Morgenröte - Botschaften 193. Der Schleier des Verderbens 17. Mai 2014; № 193


http://www.morgenroete.eu/index.php/7-botschaften/202-193-der-schleier-des-verderbens
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« Antwort #989 am: 29. Mai 2014, 23:39:40 »

Heilig-Geist-Novene 1. - 9. Tag

Komm, Heiliger Geist, du Vater der Armen, du Spender der Gnaden, du Licht der Herzen, du bester Tröster, du lieber Gast der Seele, du sanfte Ruhe!

Innig bete ich zu dir: Reinige, erfrische und heilige meine Seele. Verleihe mir deine Gnade, reiche Tugend, ein frommes Leben, ein heiliges Sterben und die ewige Freude des Himmels. Voll Vertrauen bitte ich dich inständig: Schenke mir immer mehr dein Licht und entzünde mich mit deiner Liebe. Gott Heiliger Geist, den ich so oft betrübt und zurückgewiesen habe, offenbare mir deine Persönlichkeit, deine Gegenwart, deine Macht. Schenke mir die Gabe der Weisheit und des Verstandes, des Rates und der Stärke, der Wissenschaft, der Frömmigkeit und der Furcht Gottes. Gieße aus deine Liebe in mein Herz. Gib mir einen Strahl deines heiligen Lichtes, einen Funken deines heiligen Feuers. Lasse mich ganz in deiner göttlichen Liebe versinken, damit in mir alle Markel der Sünde ausgelöscht werden. Ziere mich mit deinen 12 Früchten und lasse mich in dir leben und sterben und ewig glücklich werden. Amen.

Bitte um die 7 Gaben des Heiligen Geistes

Komm, o Geist der Weisheit! Unterrichte mein Herz, damit ich lerne, die himmlischen Güter zu schätzen und zu lieben und sie allen irdischen Gütern vorzuziehen. Hilf mir, immer bereit zu sein, eher alle Ehren, Reichtümer und Freuden dieser Welt hinzugeben, als deine Gnade und das ewige Heil zu verlieren.
Vaterunser..., Gegrüßt seist du, Maria..., Ehre sei dem Vater...

Komm, o Geist des Verstandes! Erleuchte meine Seele, damit ich alle Geheimnisse des Heiles und deine Offenbarungen recht erfasse und mit gläubigen Herzen annehme. Würdige mich, dereinst in deinem Lichte Gott zu schauen. Lasse mich im Himmel dich mit dem Vater und dem Sohn, von denen du ausgehst, vollkommen erkennen.
Vaterunser..., Gegrüßt seist du, Maria..., Ehre sei dem Vater...

Komm, o Geist des Rates! Stehe mir in allen Nöten, Anliegen und Zweifeln bei. Lasse mich stets das Richtige erkennen und wählen. Schenke mir die Gnade, deinen Eingebungen treu zu folgen, die Gebote genau zu beobachten und das ewige Leben zu erben.
Vaterunser..., Gegrüßt seist du, Maria..., Ehre sei dem Vater...

Komm, o Geist der Stärke! Gib meinem Herzen Kraft und Standhaftigkeit. Stärke es in aller Verzagtheit und Not. Verleihe mir Kraft wider die Nachstellungen meiner Feinde, damit ich in keiner Versuchung unterliege. Lasse mich nie von dir, o Gott, getrennt werden.
Vaterunser..., Gegrüßt seist du, Maria..., Ehre sei dem Vater...

Komm, o Geist der Wissenschaft! Lasse mich klar erkennen, wie ich dir am besten dienen, deinen Ruhm und deine Ehre fördern und mein Heil finden kann. Leite meine Wissbegierde, damit ich nichts zu wissen und zu kennen wünsche, das mir schädlich oder unnütz ist.
Vaterunser..., Gegrüßt seist du, Maria..., Ehre sei dem Vater...

Komm, o Geist der Frömmigkeit! Flöße meinem Herzen wahre Gottseligkeit und heilige Liebe zum Herrn ein. Entzünde in mir Eifer für die Ehre des Allerhöchsten und lasse mich ganz deinem heiligen Dienste geweiht sein. Möge durch deine Gnade mein Leben ein immer währendes Lob- und Dankgebet vor dem Herrn werden.
Vaterunser..., Gegrüßt seist du, Maria..., Ehre sei dem Vater...

Komm, o Geist der Gottesfurcht! Durchdringe mein ganzes Wesen mit heiliger Furcht damit ich Gott allzeit vor Augen habe und sorgfältig alles meide, das deiner Majestät missfallen könnte.
Vaterunser..., Gegrüßt seist du, Maria..., Ehre sei dem Vater...

Komm, o Geist, süßer Gast meiner Seele, bleibe bei mir und mache, dass ich immer bei dir bleibe!
(Obige Gebete verrichtet man an allen neun Tagen.)

Das anhängen einer Heiligen-Geist-Litanei oder eines Heiligen-Geist-Rosenkranzes ist möglich.
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« Antwort #990 am: 31. Mai 2014, 09:47:37 »

Hl. Bernhard von Clairvaux
„Wenn ihr meinen Vater in meinem Namen um etwas bittet, wird er es euch geben“

Immer, wenn ich über das Gebet spreche, meine ich, in eurem Herzen - und auch in meinem herzen - ein paar menschliche Gedanken zu hören: Das habe ich schon oft gehört. Wie kommt es, dass wir, während wir nie aufhören, zu beten, es so selten erleben, dass die Frucht des Gebets erscheint? Wir haben den Eindruck, vom Gebet genauso zurückzukommen, wie wir hineingegangen sind; niemand antwortet uns ein Wort, keiner gibt uns etwas; wir scheinen uns vergeblich gemüht zu haben. Aber wie sagt der Herr im Evangelium? „Richtet nicht nach dem Augenschein, sondern fällt ein gerechtes Urteil" (Joh 7,24). Was ist ein gerechtes Urteil, wenn nicht das Urteil des Glaubens? Denn „der Gerechte lebt durch den Glauben" (Gal 3,11). Folge also dem Urteil des Glaubens mehr als deiner Erfahrung, denn der Glaube irrt nicht, während die Erfahrung in die Irre führen kann.
Und welches ist die Wahrheit des Glaubens, wenn nicht jene, die der Sohn Gottes selbst verspricht: „Was auch immer ihr im Gebet erbittet, glaubt nur, dass ihr es empfangen werdet, und es wird euch zuteil werden" (Markus 11,24). Dass also keiner von euch, Brüder, sein Gebet für etwas Geringes hält! Denn ich versichere euch, derjenige, an den es gerichtet ist, hält es nicht für etwas Geringes; noch bevor es unseren Mund verlässt, lässt er es in sein Buch schreiben. Ohne den geringsten Zweifel können wir sicher sein, dass Gott uns gibt, worum wir ihn bitten, oder er wird uns etwas geben, von dem er weiß, dass es vorteilhafter für uns ist. Denn „wir wissen nicht, wie wir beten sollen" (Röm 8,26), aber Gott hat Erbarmen mit unserer Unwissenheit und vergilt unser Gebet mit Güte... Also, „freu dich innig am Herrn, dann gibt er dir, was dein Herz begehrt"(Psalm 36,4).
« Letzte Änderung: 03. September 2014, 12:56:09 von Tina 13 »
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« Antwort #991 am: 01. Juni 2014, 09:01:52 »
45. Kann das Mysterium der heiligsten Dreifaltigkeit mit der menschlichen Vernunft allein erkannt werden?

Gott hat in der Schöpfung und im Alten Testament Spuren seines dreifaltigen Wesens hinterlassen, aber sein innerstes Wesen als heilige Dreifaltigkeit stellt ein Geheimnis dar, das der menschlichen Vernunft allein nicht zugänglich ist und vor der Menschwerdung des Sohnes Gottes und der Sendung des Heiligen Geistes auch dem Glauben Israels unzugänglich war. Dieses Mysterium wurde von Jesus Christus geoffenbart und ist der Urquell aller anderen Mysterien.

46. Was offenbart uns Jesus Christus vom Mysterium des Vaters?

Jesus Christus offenbart uns, dass Gott „Vater“ ist: nicht nur als Schöpfer der Welt und des Menschen, sondern vor allem, weil er von Ewigkeit her in seinem Innern den Sohn zeugt, der sein Wort ist, „der Abglanz seiner Herrlichkeit und das Abbild seines Wesens“ (Hebr 1, 3).

47. Wer ist der Heilige Geist, der uns von Jesus Christus geoffenbart worden ist?

Er ist die dritte Person der heiligsten Dreifaltigkeit. Er ist ein und derselbe Gott mit dem Vater und dem Sohn. Er „geht vom Vater aus“ (Joh 15, 26), der als Anfang ohne Anfang der Ursprung des gesamten Lebens der Dreifaltigkeit ist. Er geht auch aus dem Sohn hervor (Filioque), weil der Vater ihn dem Sohn als ewiges Geschenk mitteilt. Vom Vater und vom Mensch gewordenen Sohn gesandt, führt der Heilige Geist die Kirche „in die ganze Wahrheit“ (Joh 16, 13).

48. Wie drückt die Kirche ihren Glauben an die Dreifaltigkeit aus?

Die Kirche drückt ihren Glauben an die Dreifaltigkeit aus, indem sie einen einzigen Gott in drei Personen bekennt: Vater, Sohn und Heiliger Geist. Die drei göttlichen Personen sind ein einziger Gott, denn jede von ihnen ist mit der Fülle der einzigen und unteilbaren göttlichen Natur identisch. Sie sind real voneinander verschieden durch die gegenseitigen Beziehungen: Der Vater zeugt den Sohn, der Sohn wird vom Vater gezeugt, der Heilige Geist geht aus dem Vater und dem Sohn hervor.

49. Wie wirken die drei göttlichen Personen?

Unzertrennlich in ihrem einen Wesen, sind die göttlichen Personen auch unzertrennlich in ihrem Tun: Die Dreifaltigkeit hat nur ein und dasselbe Wirken. Doch in dem einen göttlichen Tun wirkt jede Person so, wie es ihrer Eigenart in der Dreifaltigkeit entspricht.

„O mein Gott, Dreifaltiger, den ich anbete ... Stille meine Seele, bilde deinen Himmel aus ihr, deine geliebte Bleibe und den Ort deiner Ruhe. Nie will ich dort dich allein lassen, sondern als Ganze anwesend sein, ganz wach im Glauben, ganz Anbetung, ganz Hingabe an dein erschaffendes Wirken“ (sel. Elisabeth von der Dreifaltigkeit).


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La Salette 1846



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