Autor Thema: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."  (Gelesen 4575631 mal)

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« Antwort #1208 am: 01. September 2014, 22:21:22 »
Ich wundere mich alle Augenblicke, wie der Mensch das Heil seiner Seele aus ganz geringfügigen Gründen aufs Spiel setzen kann.

Wie schwach ist doch die menschliche Natur. Die Erbsünde hat sie schrecklich verwundet.
Wie sehr brauchen wir die unendliche Barmherzigkeit Gottes!

(Pater Leopold Mandic)
« Letzte Änderung: 02. September 2014, 01:06:28 von Tina 13 »
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

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« Antwort #1209 am: 02. September 2014, 01:11:41 »
 Selten wirkt man etwas Gutes ohne Anstrengung.

Wenn wir uns an die heiligen Grundsätze Jesu Christi halten, dann bauen wir auf unzerstörbaren Fels
und werden unaufhörlich von Kraft zu Kraft schreiten.

Liebe im Herzen zu haben und auf der Zunge - das genügt nicht. Sie muss in Taten übergehen.

Selig jene, die den kurzen Augenblick unseres Lebens nutzen, um Erbarmen zu üben.

In der Milde liegt eine Kraft, die Menschen für Gott zu gewinnen.

(Vinzenz von Paul)

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« Antwort #1210 am: 02. September 2014, 01:23:13 »


„Bist du gekommen um uns ins Verderben zu stürzen?“

Die Engel und die Menschen, intelligente und freie Geschöpfe, müssen ihrer letzten Bestimmung aus freier Wahl entgegengehen und ihr aus Liebe den Vorzug geben. Sie können darum auch vom Weg abirren, und sie haben auch tatsächlich gesündigt. So ist das moralische Übel in die Welt gekommen, das unvergleichlich schlimmer ist als das physische Übel. Gott ist auf keine Weise, weder direkt noch indirekt, die Ursache des moralischen Übels [Vgl. Augustinus, lib. 1,1,1; Thomas v. A., s. th. 1-2,79, 1. ]. Er lässt es jedoch zu, da er die Freiheit seines Geschöpfes achtet, und er weiß auf geheimnisvolle Weise Gutes daraus zu ziehen... Aus dem schlimmsten moralischen Übel, das je begangen worden ist, aus der durch die Sünden aller Menschen verschuldeten Verwerfung und Ermordung des Sohnes Gottes, hat Gott im Übermaß seiner Gnade [Vgl. Röm 5,20.] das größte aller Güter gemacht: die Verherrlichung Christi und unsere Erlösung. Freilich wird deswegen das Böse nicht zu etwas Gutem. „Wir wissen, daß Gott bei denen, die ihn lieben, alles zum Guten führt" (Röm 8,28). Das bezeugen die Heiligen immer wieder: Die hl. Katharina von Siena sagt deshalb zu denen, die an dem, was ihnen zustößt, Ärgernis nehmen und sich dagegen auflehnen: „Alles geht aus Liebe hervor, alles ist auf das Heil des Menschen hingeordnet. Gott tut nichts außer mit diesem Ziel"... Und Juliana von Norwich sagt: „Durch die Gnade Gottes wurde ich inne, dass ich mich fest an den Glauben halten und nicht weniger fest sehen muss, dass alles, wie es auch sein mag, gut sein wird. ... Und du wirst sehen, daß alles, alles gut sein wird" (rev. 32). Wir glauben fest, daß Gott der Herr der Welt und der Geschichte ist. Die Wege seiner Vorsehung sind uns jedoch oft unbekannt. Erst am Schluss, wenn unsere Teilerkenntnis zu Ende ist und wir Gott „von Angesicht zu Angesicht" schauen werden (1 Kor 13,12), werden wir voll und ganz die Wege erkennen, auf denen Gott sogar durch das Drama des Bösen und der Sünde hindurch seine Schöpfung zur endgültigen Sabbatruhe [Vgl. Gen 2,2.] führt, auf die hin er Himmel und Erde erschaffen hat.

Katechismus der Katholischen Kirche, § 311-314






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« Antwort #1211 am: 02. September 2014, 01:59:13 »
"Ihr müsst in dieser Zeit für die Menschheit beten und um die Gnaden bitten, den Unterschied zu erkennen zwischen Sünden, die sich gegen die Menschheit richten, und jenen, die sich gegen Gott richten. Sünde ist Sünde, aber wenn böse Handlungen in Gottes Heiligem Namen begangen werden, dann wird das schwerwiegende Konsequenzen nach sich ziehen. Wenn Hass sich ausbreitet, so wird sich auch die Liebe Gottes ausbreiten, und zwar durch die sanftmütigen und demütigen Seelen, denn sie tragen die Fackel der Rettung vor dem Hintergrund der Finsternis. Nur durch die Gnade Gottes kann der Mensch vor der Sünde bewahrt werden, und nur durch jene Seelen, die Gott bedingungslos lieben, können die verirrten Seelen gerettet werden." (Worte der Gottesmutter aus 1201, Buch der Wahrheit)


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« Antwort #1212 am: 02. September 2014, 01:59:47 »
"Kein Mensch hat das Recht, einem anderen Menschen im Namen Gottes Schaden zuzufügen, da dies niemals von Meinem Sohn, Jesus Christus, geduldet oder erlaubt würde. So wie die Katastrophen in der Welt zunehmen, so wird auch jede böse Handlung von jenen gut geheißen werden, die schrecklicher Sünden gegen Christus schuldig sind. Sie werden jede beliebige Entschuldigung vorbringen, um ihre bösen Handlungen zu rechtfertigen, und nicht einer von ihnen wird der Züchtigung in Gottes Heilsplan der Erlösung entkommen. Wenn jemand einer Seele Böses zufügt, dann wird er sich für seine Sünden gegen Gott, gegen Seine Schöpfung und gegen jedes Seiner Kinder verantworten müssen." (Worte der Gottesmutter aus 1201, Buch der Wahrheit)
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« Antwort #1213 am: 02. September 2014, 06:32:23 »
Lüge war des Satans erste Waffe: Wahrheit, ewige, unwiderlegbare Wahrheit, ja sich selber als Weg, Wahrheit und Leben stellt der Heiland ihm entgegen.

Hochmut war die zweite Waffe, die der Satan angewendet, um die Menschen zu betören: Christus hält ihm Demut, Niedrigkeit und Armut der Erde entgegen.

Sinnlichkeit, Lust des Fleisches war die dritte Waffe, die die Verführung gehandhabt: und der Erlöser kämpft gegen diese Waffe durch die Kreuzigung des Fleisches, durch Leiden, Blut und Martern, durch den Kreuzestod. So hatte er am Kreuze den Satan überwunden und der Schlange den Kopf zertreten.
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« Antwort #1214 am: 02. September 2014, 06:57:46 »
"Die Gefährdung von seiten des Teufels ist besonders gegen die Kinder der Kirche gerichtet. Sobald der Satan die Tatsache der natürlichen Zeugung eines Menschen erkennt, erforscht er die Intention der Erzeuger, sodann ob sie im Stande der Sünde oder der Gnade seien und ob sie beim ehelichen Akt das rechte Maß beobachtet haben. Sodann erforschen die bösen Geister die natürlichen Anlagen der Eltern, da diese die Kinder in der Regel erben. Aus dieser Beobachtung und aus der reichen Erfahrung schließen die Teufel auf die Natur und die Neigungen, die das kleine Wesen einst haben wird, und gründen darauf schon umfassende Berechnungen für dessen Zukunft. Sind dieselben für das Kind günstig, so bieten sie alles auf, den Müttern verschiedene Gefahren und Versuchungen zu bereiten, um zu verhindern, dass das Kind das Licht der Welt erblicke und die Taufe empfange. Auf diese Weise würden sie erreichen, dass das Kind der Anschauung Gottes beraubt wird. Bei Heiden und Götzendienern aber geben sie sich in dieser Hinsicht nicht soviel Mühe."

(Quelle: "Leben der jungfräulichen Gottesmutter Maria, Bd. 4" von Maria von Agreda; Miriam Verlag.)
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« Antwort #1215 am: 03. September 2014, 06:41:40 »

Der Pfarrer von Ars und der Teufel

Im Leben Vianneys spielte immer auch der Teufel eine gewisse Rolle. Die unerklärbarsten und unheimlichsten Dinge, die in Ars passierten, sind vermutlich auf jenen zurückzuführen, den Johannes Maria Vianney „Grappin“ nennt. Von 1824 an bis 1858 hatte der Pfarrer von Ars unter den Nachstellungen des Satans zu leiden. Hand in Hand gingen unvorstellbare Versuchungen der Verzweiflung, so dass er ein Martyrium schlimmster Art zu erleiden hatte. Besonders der Glaube, dass er ewig verloren sei, sollte Johannes Maria Vianney immer wieder zusetzen. Um zu sehen, wie real jedoch der Teufel in Ars gewirkt hat, sollte man den Erzählungen von Katharina Lassagne folgen: „In jenem Jahr, da Pfarrer Vianney sich anschickte, die Mädchenschule zu gründen - ich glaube, es war 1824 - und wir, Benedikta Lardet und ich, uns bei den Schwestern vom heiligen Joseph in Fareins befanden, kamen wir eines Samstags nach Ars zurück, um dort den Sonntag zu verbringen. An einem dieser Tage erzählte mir der Pfarrer, dass er sich sehr beunruhigt fühle, weil er nachts im Pfarrhaus Geräusche wahrnehme. Er nehme an, es handle sich um Diebe oder um jemanden, der ihm Böses antun wolle ...“
Gerade zu dieser Zeit wurden auch Schmähungen und Verleumdungen gegen Pfarrer Vianney in die Welt gesetzt. „Es dauert nicht lange, da entschlossen sich mehrere junge Männer aus Ars, nachts das Pfarrhaus mit Gewehren zu bewachen, um so den Pfarrer zu schützen. Die einen saßen im Glockenturm, die andern gingen um das Pfarrhaus.“ Einer der Männer, die dabei waren, war ein gewisser Verchère. Bei Trochu findet sich dazu folgender Bericht: "Die kommende Nacht begab ich mich ins Pfarrhaus. Wir unterhielten uns - am Feuer wärmend - bis zehn Uhr. ‘Gehen wir zu Bett’, sagte er dann. Er überließ mir sein Zimmer und ging in das anliegende Zimmer. Ich schlief nicht ein. Gegen ein Uhr hörte ich ein gewaltiges Rütteln am Türgriff sowie an der Türklinke, die in den Pfarrhof reichte. Gleichzeitig ertönten Keulenschläge gegen die Tür, während im Pfarrhof ein Donnerschlag, der sich wie das Dröhnen von vielen Fuhrwerken anhörte, stattfand. Ich nahm mein Gewehr und stürzte zum Fenster, das ich öffnete. Ich schaute und bemerkte nichts. Das Haus zitterte während ungefähr einer Viertelstunde. ... Sobald der Lärm anfing, zündete der Herr Pfarrer ein Licht an. Er kam zu mir. ‘Haben Sie gehört?’, fragte er mich. ‘Sie sehen gut, dass ich es gehört habe; darum bin ich aufgestanden und habe mein Gewehr bei mir.’ Der Priester war ziemlich bewegt, wie die Erde zitterte. ‘Sie haben doch Angst?’, fragte noch einmal der Pfarrer. ‘Nein’, sagte ich, ‘Ich habe keine Angst, aber ich spüre meine Knie zittern.’ Das Pfarrhaus drohte zusammenzubrechen. ‘Was glauben Sie, was das ist?’ ‘Ich glaube, dass das der Teufel ist.’ Als der Lärm zu Ende ging, legten wir uns nieder. Am folgenden Tag bat mich der Herr Pfarrer, wieder zu ihm ins Pfarrhaus zu kommen. Ich antwortete ihm: ‘Herr Pfarrer, ich habe genug davon!’“
Am Anfang dieser Teufelserscheinungen dachte Vianney oft, dass man diese Vorfälle natürlich erklären könne. Doch nach und nach erkannte er, dass all diese Ereignisse, die ihn sein Leben lang begleiten, nur von einem kommen könnten, vom Teufel, vom „Grappin“. Jeden Abend, wenn er nun einschlief, begann der ganze Teufelsspuk von neuem. Es hämmerte gegen die Türe, gellende Schreie ertönten, Stühle und der Schrank bewegten sich, und das ganze Haus bebte. Eine eiskalte Hand fuhr ihm über das Gesicht, und er vernahm die entsetzliche Stimme: „Vianney! Vianney! ... Du Kartoffelfresser! Ah, du bist noch nicht tot! ... Ich werde dich schon kriegen!“ Der Pfarrer blieb tapfer, schlug das Kreuzzeichen und sagte nur: „Dummer, alter Satan.“
Der Diözesanbischof erteilte Pfarrer Vianney bald die Erlaubnis, jederzeit von den ihm zustehenden Vollmachten Gebrauch zu machen. Von Katharina Lassagne wird dazu ein Fall geschildert, der besonders Aufsehen erregt. Wieder einmal kam ein Besessener nach Ars. Als ihn der Pfarrer erblickte, ergab sich folgender Dialog zwischen dem Besessenen und dem Pfarrer: Der Pfarrer in lateinisch: „Tu, qui es? - Wer bist du?“ Der Dämon: „Magister caput! - der Oberteufel! Du schwarze Kröte, wie peinigst du mich! Immer wieder willst du dich davon machen. Weshalb gehst du denn nicht deiner Wege! Warum machst du dich nicht schleunigst aus dem Staube?“ Der Pfarrer: „Ich habe keine Zeit!“ Der Dämon: „Die andern nehmen sich die Zeit reichlich. Warum predigst du so schlicht und einfach? Du wirst als Dummkopf angesehen! Der violette Rock (Bischof von Belley) hat dir geschrieben. ... Ich werde auch dich noch bekommen! Ich habe schon ganz andere erledigt als dich ... Noch bist du nicht gestorben. Wenn nicht die ... da oben wäre (hier gebrauchte der Teufel eine Schmähung gegen die Gottesmutter), dann hätten wir dich schon! Aber sie wacht zu gut über dich mit diesem großen Drachen über dem Eingang der Kirche (Kapelle des hl. Michael und der hl. Agnes am Eingang der Kirche).“
« Letzte Änderung: 03. September 2014, 12:36:29 von Tina 13 »
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La Salette 1846



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