Autor Thema: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."  (Gelesen 4660768 mal)

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« Antwort #2984 am: 12. Februar 2016, 20:58:43 »
Ich habe ein wachsendes Interesse der Regierungen bemerkt, Programme zur Förderung des interreligiösen und interkulturellen Dialogs zu unterstützen. Das sind lobenswerte Initiativen. Gleichzeitig ist das Ziel der Religionsfreiheit, des interreligiösen Dialogs und der konfessionsgebundenen Erziehung mehr als nur ein Konsens über die Umsetzung praktischer Strategien, um den Frieden voranzubringen.
Der eigentliche Zweck des Dialogs ist die Entdeckung der Wahrheit. Was ist der Ursprung und die Bestimmung der Menschheit? Was ist Gut und Böse? Was erwartet uns am Ende unseres irdischen Lebens? Nur wenn wir diese tieferen Fragen angehen, können wir eine solide Grundlage für den Frieden und die Sicherheit der Menschheitsfamilie schaffen, denn es ist so, "dass der Mensch, so und wann immer er sich vom Glanz der Wahrheit erleuchten lässt, fast selbstverständlich den Weg des Friedens einschlägt" (Botschaft zur Feier des Weltfriedenstages 2006, 3).
Papst Benedikt XVI., Ansprache am 17. April 2008
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

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« Antwort #2985 am: 13. Februar 2016, 06:24:53 »
Hl. Jordan

Ordensgeneral

* um 1200 auf dem Borgberg bei Osnabrück in Niedersachsen
† 1237 vor der Syrischen Küste

Jordan war Diakon im Dominikanerorden in Paris, war hochqualifiziert und gebildet. 1222 wurde er Nachfolger von Ordensgeneral Dominikus. Jordan gilt als der eigentliche Organisator des Ordens. Er sorgte dafür, dass die Dominikaner eine ausgezeichnete Ausbildung erhielten und setzte sich für eine nüchterne Frömmigkeit ein, denn zuviel Eifer könne - auch im Guten - eher schaden.

Während seiner Zeit wuchs der junge Orden auf über 300 Konvente an. Durch seine Predigten in Universitätsstädten gewann er viele - angeblich weit über 1000 - Professoren und Studenten für den Orden, darunter auch Albertus Magnus. Er starb bei einem Schiffbruch 1237 auf der Rückkehr von Palästina, wo er Ordensniederlassungen besucht hatte, und wurde in der Dominikanerkirche in Akko in Israel beigesetzt.
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« Antwort #2986 am: 13. Februar 2016, 06:26:09 »
Hl. Cyrill von Jerusalem (313-350), Bischof von Jerusalem und Kirchenlehrer

„Er stand auf, verließ alles und folgte ihm“: Fasten führt zur Taufe

Ihr seid Katechumenen, unterwegs zur Taufe, Jünger des Neuen Bundes, und ihr habt – jetzt schon durch Berufung und bald auch durch Gnade – Anteil an den Geheimnissen Christi. Ihr habt euch „ein neues Herz und einen neuen Geist“ (Ez 18,31) geschaffen zur Freude derer, die im Himmel wohnen. Wenn schon, wie es im Evangelium steht, die Umkehr eines einzigen Sünders solch große Freude hervorruft (Lk 15,7), um wie viel größere Freude wird bei den Bewohnern des Himmels das Heil so Vieler verursachen?

Ihr habt euch auf eine gute und sehr schöne Reise gemacht: bemüht euch, den Weg mit großer Leidenschaft zu gehen! Gottes einziger Sohn ist da, um euch zu erlösen; er spricht: „Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt. Ich werde euch Ruhe verschaffen“ (Mt 11,28). Ihr, die ihr unter dem Joch der Sünde steht, gebunden durch die Ketten eures Versagens – hört, was die Stimme eines Propheten spricht: „Wascht euch, reinigt euch! Lasst ab von eurem üblen Treiben! Hört auf, vor meinen Augen Böses zu tun“ (Jes 1,16); dann kann der Chor der Engel euch zurufen: „Wohl dem, dessen Frevel vergeben und dessen Sünde bedeckt ist!“ (Ps 31,1) Ihr habt gerade erst die Lampen des Glaubens angezündet: mögen eure flinken Hände die Flamme bewahren, damit er, der auf unserem heiligen Hügel von Golgota dem Schächer wegen seines Glaubens das Paradies erschlossen hat (Lk 23,43), es euch gewähre, das Hochzeitslied zu singen.

Wenn hier einer ist, der der Sünde verfallen ist, der möge sich mit dem Taufglauben auf die Wiedergeburt vorbereiten. Durch sie wird er ein freier Mensch, einer der Adoptivsöhne. Er soll die beklagenswerte Versklavung durch seine Sünden abschütteln und ein seliger Sklave des Herrn werden [...] Erwerbt euch durch den Glauben „die ersten Gaben des Heiligen Geistes“ (2 Kor 5,5), damit ihr in die ewigen Wohnungen aufgenommen werden könnt. Kommt zum Sakrament, das euch kennzeichnen wird als zukünftige Hausgenossen des Herrn.

Taufkatechesen, Nr. 1

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« Antwort #2987 am: 13. Februar 2016, 07:17:58 »

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"In der der Mahlgemeinschaft kann Ich nicht anwesend sein – Ich, Jesus Christus, weil es keine Verwandlung gibt und geben kann. Wenn man am Volksaltar steht und das Volk anbetet, Meine Geliebten und nicht Mich, Jesus Christus in der Dreieinigkeit, so könnt ihr nicht verlangen, dass Ich Mich durch den Priestersohn verwandeln kann und will. Nein!
Diese Priester sind Mir abhanden gekommen. Sie leben in der Welt und mit der Welt. Alle möglichen Sünden sind bei ihnen vorhanden, und sie sind nicht bereit, das Heilige Bußsakrament in der Wahrheit zu empfangen, ihre Schuld zu bekennen und zu beichten. Nein, sie leben weiterhin in der Sünde, und sie sagen: "Diese Sünde ist keine Sünde, weil sie von allen begangen wird und es bei uns keine Sünde gibt. Wir haben uns bereits vom Allerheiligsten Sakrament des Altares getrennt. Wir brauchen nicht einmal mehr niederzuknien, weil es dies nicht gibt." Jesus Christus ist bei ihnen nur noch ein Symbol und nichts weiter.
Auch die Mahlgemeinschaft im Modernismus kann nicht gültig sein, weil Ich, Jesus Christus in der Dreieinigkeit, das Heilige Messopfer eingesetzt habe, nur dieses Einzige, Heilige Sakrament der Heiligen Eucharistie, und zwar am Gründonnerstag. Wird dieses gefeiert? Nein! Man verachtet es. Man stellt es an die Seite. Man ruft das Volk auf, doch zu kommen, um an der Mahlgemeinschaft teilzunehmen. Kann die Mahlgemeinschaft ihnen etwas geben? Nein! Der Sonntag ist für sie entheiligt. Nur durch das Heilige Opfermahl könnt ihr diesen Sonntag in der Heiligkeit feiern. Andernfalls geht der Glaube immer weiter zurück und die Apostasie wächst und es geht immer tiefer und tiefer bergab."
(Worte Jesu, Auszug aus Anne 9. Feb. 2014)
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« Antwort #2988 am: 13. Februar 2016, 07:28:22 »
Buch Jesaja 58,9b-14.

So spricht der Herr: Wenn du der Unterdrückung bei dir ein Ende machst, auf keinen mit dem Finger zeigst und niemand verleumdest,
dem Hungrigen dein Brot reichst und den Darbenden satt machst, dann geht im Dunkel dein Licht auf und deine Finsternis wird hell wie der Mittag.
Der Herr wird dich immer führen, auch im dürren Land macht er dich satt und stärkt deine Glieder. Du gleichst einem bewässerten Garten, einer Quelle, deren Wasser niemals versiegt.
Deine Leute bauen die uralten Trümmerstätten wieder auf, die Grundmauern aus der Zeit vergangener Generationen stellst du wieder her. Man nennt dich den Maurer, der die Risse ausbessert, den, der die Ruinen wieder bewohnbar macht.
Wenn du am Sabbat nicht aus dem Haus gehst und an meinem heiligen Tag keine Geschäfte machst, wenn du den Sabbat den Tag der Wonne nennst, einen Ehrentag den heiligen Tag des Herrn, wenn du ihn ehrst, indem du keine Gänge machst, keine Geschäfte betreibst und keine Verhandlungen führst,
dann wirst du am Herrn deine Wonne haben, dann lasse ich dich über die Höhen der Erde dahinfahren und das Erbe deines Vaters Jakob genießen. Ja, der Mund des Herrn hat gesprochen.

Psalm 86(85),1-2.3-4.5-6.

Wende dein Ohr mir zu, erhöre mich, Herr!
Denn ich bin arm und gebeugt.
Beschütze mich, denn ich bin dir ergeben!
Hilf deinem Knecht, der dir vertraut!

Du bist mein Gott. Sei mir gnädig, o Herr!
Den ganzen Tag rufe ich zu dir.
Herr, erfreue deinen Knecht;
denn ich erhebe meine Seele zu dir.

Herr, du bist gütig und bereit zu verzeihen,
für alle, die zu dir rufen, reich an Gnade.
Herr, vernimm mein Beten,
achte auf mein lautes Flehen!

Evangelium nach Lukas 5,27-32.

In jener Zeit sah Jesus einen Zöllner namens Levi am Zoll sitzen und sagte zu ihm: Folge mir nach!
Da stand Levi auf, verließ alles und folgte ihm.
Und er gab für Jesus in seinem Haus ein großes Festmahl. Viele Zöllner und andere Gäste waren mit ihnen bei Tisch.
Da sagten die Pharisäer und ihre Schriftgelehrten voll Unwillen zu seinen Jüngern: Wie könnt ihr zusammen mit Zöllnern und Sündern essen und trinken?
Jesus antwortete ihnen: Nicht die Gesunden brauchen den Arzt, sondern die Kranken.
Ich bin gekommen, um die Sünder zur Umkehr zu rufen, nicht die Gerechten.
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« Antwort #2989 am: 14. Februar 2016, 13:35:57 »
Hl. Cyrill, Mönch, Hl. Methodius, Bischof, Schutzpatrone Europas

Cyrill und Methodius waren Brüder und stammten aus Thessalonike (Saloniki). Seit 863 wirkten sie gemeinsam als Missionare bei den slawischen Völkerschaften von Mähren und Ungarn. Cyrill übersetzte biblische und liturgische Texte in die Volkssprache (Altslawisch), für die er auch eine eigene Schrift schuf. Die Verwendung der slawischen Sprache in der Liturgie stieß bei den westlichen Bischöfen auf harten Widerstand, wurde aber von Papst Hadrian II. gebilligt. Cyrill starb am 14. Februar 869 in Rom, Methodius am 6. April 885. Die beiden vom byzantinischen Kaiser und dem Patriarchen Photius ausgesandten Missionare brachten den Slawen mit dem Glauben auch die Kultur und die Verbindung mit der römischen Kirche.

In allen Sprachen

Als Johannes VIII. im Jahr 880 die slawische Liturgie guthieß, schrieb er: „Derselbe Gott, der die drei hauptsächlichen Sprachen, nämlich hebräische, griechische und lateinische, geschaffen hat, er hat auch alle anderen Sprachen zu seinem Lob und seiner Ehre geschaffen.
« Letzte Änderung: 14. Februar 2016, 17:31:29 von Tina 13 »
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« Antwort #2990 am: 14. Februar 2016, 13:39:01 »
Deuteronomium 26,4-10.

In jenen Tagen sprach Mose zum Volk: Wenn du die ersten Erträge von den Früchten des Landes darbringst, dann soll der Priester den Korb aus deiner Hand entgegennehmen und ihn vor den Altar des Herrn, deines Gottes, stellen.
Du aber sollst vor dem Herrn, deinem Gott, folgendes Bekenntnis ablegen: Mein Vater war ein heimatloser Aramäer. Er zog nach Ägypten, lebte dort als Fremder mit wenigen Leuten und wurde dort zu einem großen, mächtigen und zahlreichen Volk.
Die Ägypter behandelten uns schlecht, machten uns rechtlos und legten uns harte Fronarbeit auf.
Wir schrien zum Herrn, dem Gott unserer Väter, und der Herr hörte unser Schreien und sah unsere Rechtlosigkeit, unsere Arbeitslast und unsere Bedrängnis.
Der Herr führte uns mit starker Hand und hoch erhobenem Arm, unter großem Schrecken, unter Zeichen und Wundern aus Ägypten,
er brachte uns an diese Stätte und gab uns dieses Land, ein Land, in dem Milch und Honig fließen.
Und siehe, nun bringe ich hier die ersten Erträge von den Früchten des Landes, das du mir gegeben hast, Herr. Wenn du den Korb vor den Herrn, deinen Gott, gestellt hast, sollst du dich vor dem Herrn, deinem Gott, niederwerfen.

Psalm 91(90),1-2.10-11.12-13.14-15

Wer im Schutz des Höchsten wohnt
und ruht im Schatten des Allmächtigen,
der sagt zum Herrn: «Du bist für mich Zuflucht und Burg,
mein Gott, dem ich vertraue.»

Dir begegnet kein Unheil,
kein Unglück naht deinem Zelt.
Denn er befiehlt seinen Engeln,
dich zu behüten auf all deinen Wegen.

Sie tragen dich auf ihren Händen,
damit dein Fuß nicht an einen Stein stößt;
du schreitest über Löwen und Nattern,
trittst auf Löwen und Drachen.

Weil er an mir hängt, will ich ihn retten;
ich will ihn schützen, denn er kennt meinen Namen.
Wenn er mich anruft, dann will ich ihn erhören.
Ich bin bei ihm in der Not,
befreie ihn und bringe ihn zu Ehren.

Brief des Apostels Paulus an die Römer 10,8-13.

Brüder! Was sagt die Schrift? Das Wort ist dir nahe, es ist in deinem Mund und in deinem Herzen. Gemeint ist das Wort des Glaubens, das wir verkündigen;
denn wenn du mit deinem Mund bekennst: «Jesus ist der Herr» und in deinem Herzen glaubst: «Gott hat ihn von den Toten auferweckt», so wirst du gerettet werden.
Wer mit dem Herzen glaubt und mit dem Mund bekennt, wird Gerechtigkeit und Heil erlangen.
Denn die Schrift sagt: Wer an ihn glaubt, wird nicht zugrunde gehen.
Darin gibt es keinen Unterschied zwischen Juden und Griechen. Alle haben denselben Herrn; aus seinem Reichtum beschenkt er alle, die ihn anrufen.
Denn jeder, der den Namen des Herrn anruft, wird gerettet werden.

Evangelium nach Lukas 4,1-13.

In jener Zeit verließ Jesus, erfüllt vom Heiligen Geist, die Jordangegend. Darauf führte ihn der Geist vierzig Tage lang in der Wüste umher,
und dabei wurde Jesus vom Teufel in Versuchung geführt. Die ganze Zeit über aß er nichts; als aber die vierzig Tage vorüber waren, hatte er Hunger.
Da sagte der Teufel zu ihm: Wenn du Gottes Sohn bist, so befiehl diesem Stein, zu Brot zu werden.
Jesus antwortete ihm: In der Schrift heißt es: Der Mensch lebt nicht nur von Brot.
Da führte ihn der Teufel auf einen Berg hinauf und zeigte ihm in einem einzigen Augenblick alle Reiche der Erde.
Und er sagte zu ihm: All die Macht und Herrlichkeit dieser Reiche will ich dir geben; denn sie sind mir überlassen, und ich gebe sie, wem ich will.
Wenn du dich vor mir niederwirfst und mich anbetest, wird dir alles gehören.
Jesus antwortete ihm: In der Schrift steht: Vor dem Herrn, deinem Gott, sollst du dich niederwerfen und ihm allein dienen.
Darauf führte ihn der Teufel nach Jerusalem, stellte ihn oben auf den Tempel und sagte zu ihm: Wenn du Gottes Sohn bist, so stürz dich von hier hinab;
denn es heißt in der Schrift: Seinen Engeln befiehlt er, dich zu behüten;
und: Sie werden dich auf ihren Händen tragen, damit dein Fuß nicht an einen Stein stößt.
Da antwortete ihm Jesus: Die Schrift sagt: Du sollst den Herrn, deinen Gott, nicht auf die Probe stellen.
Nach diesen Versuchungen ließ der Teufel für eine gewisse Zeit von ihm ab.
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« Antwort #2991 am: 14. Februar 2016, 17:44:18 »
Hl. Johannes Chrysostomus (um 345-407), Priester in Antiochia und später Bischof von Konstantinopel, Kirchenlehrer

„Gestärkt durch die Versuchungen“

„Nach seiner Taufe wurde Jesus vom Geist durch die Wüste geführt, wo er vom Dämon versucht wurde.“ [...] Weil er alles zu unserer Belehrung tat und litt, so erträgt er auch, dass er dorthin geführt wird und mit dem Teufel zu kämpfen hat, damit jeder Getaufte, wenn er nach seiner Taufe größere Versuchungen zu bestehen haben wird, sich nicht darüber wie über etwas wider alles Erwarten Eintretendes beunruhigt, sondern standhaft bleibt und alles wie als etwas völlig in der Ordnung Stehendes erträgt. Denn nicht darum hast du die Waffen ergriffen, um müßig zu sein, sondern um zu kämpfen.

Darum verhindert es Gott nicht, dass dich Versuchungen treffen. Zuerst um dich zu lehren, dass du (durch die Taufe) viel stärker geworden bist. Dann, damit du bescheiden bleibst und dich wegen der Größe der Gaben nicht überhebst, denn Versuchungen können demütigend für dich sein, drittens, damit der böse Dämon, wenn er vielleicht bezüglich deiner Lossagung von ihm noch zweifeln sollte, durch die Erfahrung der Versuchungen die volle Überzeugung gewinnt, dass du dich ganz von ihm losgesagt und ihn verlassen hast, viertens, damit du kräftiger und stärker als jedes Eisen aus der Versuchung hervorgehst, fünftens, damit du die untrügliche Gewißheit hast, dass dir große Schätze anvertraut sind. Denn der Teufel würde nicht gegen dich angehen, wenn er nicht sähe, dass dir größere Ehre zuteil geworden ist.

Homilien über das Evangelium des heiligen Matthäus, 13,1. Bearb. Übers. von Herzog Max zu Sachsen, Bd. 1, S. 188, Regensburg, Manz, 1910
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