Autor Thema: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."  (Gelesen 4663967 mal)

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Offline Tina 13

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« Antwort #5264 am: 24. Mai 2017, 05:31:26 »
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Novene zum Heiligen Geist

Die Novene zum Heiligen Geist ist die erste Novene der Kirche (das erste neuntägige Gebet, als Anrufung das Heiligen Geistes).

Wir können uns mit diesem Gebet auf das Pfingstfest und das Kommen des Heiligen Geistes vorbereiten, oder auch zu anderen Zeit im Kirchenjahr den Heiligen Geist mit dieser Novene anrufen.

Eine Novene ist ein vorgegebenes Gebet, das an 9 aufeinander folgenden Tagen gebetet wird.

Zeitraum:
Die Novene wird von Christi Himmelfahrt bis Freitag vor Pfingsten gebetet.

Botschaft der Gospa vom 02.06.1984 (1. Samstag in der Pfingstnovene)
"Liebe Kinder! Heute abend möchte ich euch bitten, daß ihr in den Tagen dieser Novene um das Ausgießen des Heiligen Geistes auf eure Familien und eure Pfarre betet. Betet - ihr werdet es nicht bereuen! Gott will euch Gaben geben, mit denen ihr Ihn bis ans Ende eures irdischen Lebens preisen werdet. - Danke, daß ihr meinem Ruf gefolgt seid!"
Vorbereitendes Gebet
Komm, Heiliger Geist, du Vater der Armen, du Spender der Gnaden, du Licht der Herzen, du bester Tröster, du lieber Gast der Seele, du sanfte Ruhe!
Innig bete ich zu dir: Reinige, erfrische und heilige meine Seele. Verleihe mir deine Gnade, reiche Tugend, ein frommes Leben, ein heiliges Sterben und die ewige Freude des Himmels.
Voll Vertrauen bitte ich dich inständig: Schenke mir immer mehr dein Licht und entzünde mich mit deiner Liebe.
Gott Heiliger Geist, den ich so oft betrübt und zurückgewiesen habe, offenbare mir deine Persönlichkeit, deine Gegenwart, deine Macht. Schenke mir die Gabe der Weisheit und des Verstandes, des Rates und der Stärke, der Wissenschaft, der Frömmigkeit und der Furcht Gottes.
Gieße aus deine Liebe in mein Herz. Gib mir einen Strahl deines heiligen Lichtes, einen Funken deines heiligen Feuers. Lasse mich ganz in deiner göttlichen Liebe versinken, damit in mir alle Makel der Sünde ausgelöscht werden. Ziere mich mit deinen 12 Früchten und lasse mich in dir leben und sterben und ewig glücklich werden. Amen.

Die 12 Früchte des Geistes sind: Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Langmut, Sanftmut, Treue, Bescheidenheit, Enthaltsamkeit und Keuschheit.

Bitte um die sieben Gaben des Heiligen Geistes:
Komm, o Geist der Weisheit!

Unterrichte mein Herz, damit ich lerne, die himmlischen Güter zu schätzen und zu lieben und sie allen irdischen Gütern vorzuziehen. Hilf mir, immer bereit zu sein, eher alle Ehren, Reichtümer und Freuden dieser Welt hinzugeben, als deine Gnade und das ewige Heil zu verlieren.
Vater unser… Gegrüßet seist du, Maria… Ehre sei…

 

Komm, o Geist des Verstandes!

Erleuchte meine Seele, damit ich alle Geheimnisse des Heils und deine Offenbarungen recht erfasse und mit gläubigem Herzen annehme. Würdige mich, dereinst in deinem Lichte Gott zu schauen. Lasse mich im Himmel dich mit dem Vater und dem Sohn, von denen du ausgehst, vollkommen erkennen.
Vater unser… Gegrüßet seist du, Maria… Ehre sei…

 

Komm, o Geist des Rates!

Stehe mir in allen Nöten, Anliegen und Zweifeln bei. Lasse mich stets das Richtige erkennen und wählen. Schenke mir die Gnade, deinen Eingebungen treu zu folgen, die Gebote genau zu beobachten und das ewige Leben zu erben.
Vater unser… Gegrüßet seist du, Maria… Ehre sei…

 

Komm, o Geist der Stärke!

Gib meinem Herzen Kraft und Standhaftigkeit. Stärke es in aller Verzagtheit und Not. Verleihe mir Kraft wider die Nachstellungen meiner Feinde, damit ich in keiner Versuchung unterliege. Lasse mich nie von dir, o Gott, getrennt werden.
Vater unser… Gegrüßet seist du, Maria… Ehre sei…

 

Komm, o Geist der Wissenschaft!

Lasse mich klar erkennen, wie ich dir am besten dienen, deinen Ruhm und deine Ehre fördern und mein Heil finden kann. Leite meine Wißbegierde, damit ich nichts zu wissen und zu kennen wünsche, das mir schädlich oder unnütz ist.
Vater unser… Gegrüßet seist du, Maria… Ehre sei…

 

Komm, o Geist der Frömmigkeit!

Flöße meinem Herzen wahre Gottseligkeit und heilige Liebe zum Herrn ein. Entzünde in mir Eifer für die Ehre des Allerhöchsten und lasse mich ganz deinem heiligen Dienste geweiht sein. Möge durch deine Gnade mein Leben ein immerwährendes Lob- und Dankgebet vor dem Herrn werden.
Vater unser… Gegrüßet seist du, Maria… Ehre sei…

 

Komm, o Geist der Gottesfurcht!

Durchdringe mein ganzes Wesen mit heiliger Furcht, damit ich Gott allzeit vor Augen habe und sorgfältig alles meide was deiner Majestät mißfallen könnte.

O Heiliger Geist, süßer Gast meiner Seele, bleibe bei mir und mache, daß ich immer bei dir bleibe!
Vater unser… Gegrüßet seist du, Maria… Ehre sei…
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

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« Antwort #5265 am: 24. Mai 2017, 05:47:15 »
Die Botschaft von Fatima: eine Botschaft der Hoffnung!

Kardinal Manuel Gonçalves Cerejeira, der verstorbene Patriarch von Lissabon (Portugal),  sagte einmal: „Nicht die Kirche hat Fatima der Welt aufgedrängt, sondern Fatima hat sich selbst der Welt aufgedrängt“, damit „alle Menschen sich an Jesus Christus, den Erlöser erinnern, der ‘in die Welt gekommen ist, damit alle das Leben haben und es in Fülle haben‘ (Joh 10,10).“
So kommt auch ein Artikel des Bischofs von Leiria-Fatima (Portugal), Antonio Dos Santos Marto, der in Italien von „Vita e Pensiero“ unter dem Titel “Fatima, das 20. Jahrhundert und das Geheimnis der Ungerechtigkeit“ veröffentlicht wurde, zu dem Schluss: „Gnade und Barmherzigkeit. Diese Worte aus der letzten Erscheinung der Muttergottes an Lúcia in Tuy (Portugal) fassen die Botschaft von Fatima und die Offenbarung Gottes zusammen, der reich ist an Erbarmen (…), der sich allem menschlichen Leiden zuneigt.“.
Und am 15. März 2017 in Rom stellt der Dekan des Kardinalkollegs, Kardinal Angelo Sodano, fest: „die Mutter Jesu scheint uns die Worte Jesu an seine Jünger vor seiner Auffahrt in den Himmel in Erinnerung rufen zu wollen: ‘Habt Vertrauen, ich habe die Welt besiegt. Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt.’ (Mt 28,20).“
Übersetzt aus dem Französisch: 

fr.zenit.org/articles/dans-les-apparitions-de-fatima-un-message-desperance-par-le-card-sodano/
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« Antwort #5266 am: 24. Mai 2017, 05:53:01 »
Hl. Magdalena Sophie Barat

Ordensgründerin

* 13. Dezember 1779 in Joigny in Burgund in Frankreich
† 24. Mai 1865 in Paris in Frankreich

Sophie kam als Tochter eines Winzers zur Welt. Ihr Bruder Louis, als Diakon in seinem Heimatort tätig, unterrichtete seine gelehrige Schwester. Während der französischen Revolution wurde Louis nach Paris verschleppt; als er nach zwei Jahren freigelassen wurde, holte er Sophie zu sich, die nun als Katechetin verwahrloste Jugendliche der Hauptstadt unterrichtete. Der Jesuit Varin wurde auf sie aufmerksam, gemeinsam gründeten sie 1802 den Orden der "Dames du Sacré Coeur", die "Ordensfrauen vom Heiligsten Herzen (Jesu)". Sophie trug nun den Ordensnamen Magdalena, wurde dessen Vorsteherin und 1806 Generaloberin. Dieses Amt versah sie 62 Jahre lang bis zu ihrem Tod.

Der Orden machte sich die Ausbildung von Schülerinnen, Lehrerinnen und Frauen im Rahmen von Erwachsenenbildung zur Aufgabe und verbreitete sich rasch in Europa, Amerika und Afrika.
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« Antwort #5267 am: 24. Mai 2017, 22:48:09 »
Hl. Simeon Stylites der Jüngere, Mönch, Säulensteher

* 521 in Antiochia in Syrien, dem heutigen Antakya in der Türkei
† 24. Mai 592 daselbst

Simeon, Sohn der Martha, kam als Kind in ein Kloster, wurde mit 12 Jahren Diakon und bestieg dann eine Säule nach dem Vorbild von Simeon Stylites dem älteren. 554 wurde er auf dieser Säule zum Priester geweiht. 556 begab er sich in die Einsamkeit des Samandag, des Berges der Wunder nahe Antiochia und setzte sich dort auf eine noch höhere Säule. Viele Schüler scharten sich hier um ihn - zunächst in Hütten, bis unter Mithilfe von Simeons Mutter ein Kloster errichtet wurde, in dessen Mittelpunkt Simeons Säule stand.

566 bestieg Simeon die dritte Säule, auf der er Jahrzehnte verbrachte. Viele Menschen kamen auch von weit her, so eine Prozession aus Georgien. Er heilte Kranke und viele Besucher nahmen Wasser und Darstellungen des Säulenstehers als Heilsbriner mit. Simeon verfasste Predigten, Briefe und einige - teilweise auch heute noch in der orthodoxen Kirche gesungene - Hymnen.

Nach Simeons Tod blieb die Säule ein viel besuchter Wallfahrtsort. Eine große Kirche und ein Kloster nach dem Vorbild des Klosters auf dem Qal'at Sim'an von Simeon Stylites dem Älteren wurden errichtet und sind bis heute gut konserviert.
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« Antwort #5268 am: 24. Mai 2017, 22:53:08 »
Hl. Gregor von Nazianz (330-390), Bischof und Kirchenlehrer

„Wenn der Geist der Wahrheit kommt, wird er euch in die ganze Wahrheit führen“ (vgl. Joh 16,13)

Im Laufe der Geschichte haben zwei große Revolutionen die Erde erschüttert, man nennt sie die zwei Testamente. Die eine Revolution hat die Menschen vom Götzendienst zum Gesetz geführt; die andere vom Gesetz zur Frohbotschaft. Eine dritte Umwälzung ist vorhergesagt: sie wird uns von hier unten nach dort oben führen, wo es keine Veränderung und keine Unruhe mehr geben wird. Die beiden Testamente nun weisen den gleichen Charakter auf [...]: Sie haben nicht schon alles bei ihrem ersten Zutagetreten umgeformt [...] Sie wollten uns keine Gewalt antun, sondern uns überzeugen. Denn was durch Zwang auferlegt wird, ist nicht von Dauer [...]

Das Alte Testament hat den Vater klar herausgestellt, den Sohn noch undeutlich. Das Neue Testament hat den Sohn verkündet und vorsichtig die Göttlichkeit des Heiligen Geistes zu verstehen gegeben. Heute ist der Heilige Geist unter uns lebendig und lässt sich deutlicher erkennen. Als die Göttlichkeit des Vaters noch nicht erkannt war, wäre es gefährlich gewesen, offen den Sohn zu verkünden, und, solange die Göttlichkeit des Sohnes nicht anerkannt war, den Heiligen Geist [...] einzuführen. Es stand zu befürchten, dass die Gläubigen eventuell das verlieren könnten, was zu tragen sie die Kraft hatten; dass es ihnen erginge wie Menschen, die überfüttert sind, oder solchen, die mit noch schwachen Augen in die Sonne schauen. Der Glanz der Dreieinigkeit sollte also durch aufeinanderfolgende Entwicklungsschritte oder, wie David sagte, „mit wachsender Kraft“ (Ps 84[83],8) erstrahlen und im Fortschreiten von Herrlichkeit zu Herrlichkeit [...]

Ich möchte noch folgenden Gedanken hinzufügen. Der Retter wusste bestimmte Dinge, die seine Jünger – trotz der Belehrung, die sie schon erhalten hatten –, noch nicht ertragen konnten. Aus den oben genannten Gründen hielt er diese Dinge verborgen. Und er sagte ihnen wiederholt, dass der Heilige Geist, wenn er kommt, sie in die ganze Wahrheit führen wird.

Abhandlung 31, fünfte theologische Abhandlung, 25−27; PG 36, 159
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« Antwort #5269 am: 25. Mai 2017, 05:49:19 »

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Hochfest Christi Himmelfahrt

Christus ist in der Herrlichkeit Gottes, des Vaters. Er ist dort als der Menschgewordene und der Gekreuzigte, als unser Priester und Fürbitter. Er ist aber von der Erde nicht einfach weggegangen, so dass er nun abwesend wäre. Er hat seine Jünger nicht allein gelassen, er bleibt anwesend in seiner Kirche und durch sie in der Welt, für die Welt. Er ist der Kyrios, der Herr, zu dem wir rufen: Kyrie, eleison: Herr, erbarme dich.
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« Antwort #5270 am: 25. Mai 2017, 05:54:14 »
Apostelgeschichte 17,15.22-34.18,1.

In jenen Tagen brachten die Begleiter des Paulus ihn nach Athen. Mit dem Auftrag an Silas und Timotheus, Paulus möglichst rasch nachzukommen, kehrten sie zurück.
Da stellte sich Paulus in die Mitte des Areopags und sagte: Athener, nach allem, was ich sehe, seid ihr besonders fromme Menschen.
Denn als ich umherging und mir eure Heiligtümer ansah, fand ich auch einen Altar mit der Aufschrift: EINEM UNBEKANNTEN GOTT. Was ihr verehrt, ohne es zu kennen, das verkünde ich euch.
Gott, der die Welt erschaffen hat und alles in ihr, er, der Herr über Himmel und Erde, wohnt nicht in Tempeln, die von Menschenhand gemacht sind.
Er lässt sich auch nicht von Menschen bedienen, als brauche er etwas: er, der allen das Leben, den Atem und alles gibt.
Er hat aus einem einzigen Menschen das ganze Menschengeschlecht erschaffen, damit es die ganze Erde bewohne. Er hat für sie bestimmte Zeiten und die Grenzen ihrer Wohnsitze festgesetzt.
Sie sollten Gott suchen, ob sie ihn ertasten und finden könnten; denn keinem von uns ist er fern.
Denn in ihm leben wir, bewegen wir uns und sind wir, wie auch einige von euren Dichtern gesagt haben: Wir sind von seiner Art.
Da wir also von Gottes Art sind, dürfen wir nicht meinen, das Göttliche sei wie ein goldenes oder silbernes oder steinernes Gebilde menschlicher Kunst und Erfindung.
Gott, der über die Zeiten der Unwissenheit hinweggesehen hat, lässt jetzt den Menschen verkünden, dass überall alle umkehren sollen.
Denn er hat einen Tag festgesetzt, an dem er den Erdkreis in Gerechtigkeit richten wird, durch einen Mann, den er dazu bestimmt und vor allen Menschen dadurch ausgewiesen hat, dass er ihn von den Toten auferweckte.
Als sie von der Auferstehung der Toten hörten, spotteten die einen, andere aber sagten: Darüber wollen wir dich ein andermal hören.
So ging Paulus aus ihrer Mitte weg.
Einige Männer aber schlossen sich ihm an und wurden gläubig, unter ihnen auch Dionysius, der Areopagit, außerdem eine Frau namens Damaris und noch andere mit ihnen.
Hierauf verließ Paulus Athen und ging nach Korinth.

Aus dem Heiligen Evangelium nach Johannes - Jn 16,12-15.

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Noch vieles habe ich euch zu sagen, aber ihr könnt es jetzt nicht tragen.
Wenn aber jener kommt, der Geist der Wahrheit, wird er euch in die ganze Wahrheit führen. Denn er wird nicht aus sich selbst heraus reden, sondern er wird sagen, was er hört, und euch verkünden, was kommen wird.
Er wird mich verherrlichen; denn er wird von dem, was mein ist, nehmen und es euch verkünden.
Alles, was der Vater hat, ist mein; darum habe ich gesagt: Er nimmt von dem, was mein ist, und wird es euch verkünden.
« Letzte Änderung: 25. Mai 2017, 05:55:33 von Tina 13 »
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« Antwort #5271 am: 25. Mai 2017, 05:59:00 »
Apostelgeschichte 1,1-11.

Im ersten Buch, lieber Theophilus, habe ich über alles berichtet, was Jesus getan und gelehrt hat,
bis zu dem Tag, an dem er in den Himmel aufgenommen wurde. Vorher hat er durch den Heiligen Geist den Aposteln, die er sich erwählt hatte, Anweisungen gegeben.
Ihnen hat er nach seinem Leiden durch viele Beweise gezeigt, dass er lebt; vierzig Tage hindurch ist er ihnen erschienen und hat vom Reich Gottes gesprochen.
Beim gemeinsamen Mahl gebot er ihnen: Geht nicht weg von Jerusalem, sondern wartet auf die Verheißung des Vaters, die ihr von mir vernommen habt.
Johannes hat mit Wasser getauft, ihr aber werdet schon in wenigen Tagen mit dem Heiligen Geist getauft.
Als sie nun beisammen waren, fragten sie ihn: Herr, stellst du in dieser Zeit das Reich für Israel wieder her?
Er sagte zu ihnen: Euch steht es nicht zu, Zeiten und Fristen zu erfahren, die der Vater in seiner Macht festgesetzt hat.
Aber ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, der auf euch herabkommen wird; und ihr werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samarien und bis an die Grenzen der Erde.
Als er das gesagt hatte, wurde er vor ihren Augen emporgehoben, und eine Wolke nahm ihn auf und entzog ihn ihren Blicken.
Während sie unverwandt ihm nach zum Himmel emporschauten, standen plötzlich zwei Männer in weißen Gewändern bei ihnen
und sagten: Ihr Männer von Galiläa, was steht ihr da und schaut zum Himmel empor? Dieser Jesus, der von euch ging und in den Himmel aufgenommen wurde, wird ebenso wiederkommen, wie ihr ihn habt zum Himmel hingehen sehen.

Psalm 47(46),2-3.6-7.8-9.

Ihr Völker alle, klatscht in die Hände;
jauchzt Gott zu mit lautem Jubel!
Denn furchtgebietend ist der Herr, der Höchste,
ein großer König über die ganze Erde.

Gott stieg empor unter Jubel,
der Herr beim Schall der Hörner.
Singt unserm Gott, ja singt ihm!
Spielt unserm König, spielt ihm!

Denn Gott ist König der ganzen Erde.
Spielt ihm ein Psalmenlied!
Gott wurde König über alle Völker,
Gott sitzt auf seinem heiligen Thron.

Brief des Apostels Paulus an die Epheser 1,17-23.

Brüder! Der Gott Jesu Christi, unseres Herrn, der Vater der Herrlichkeit, gebe euch den Geist der Weisheit und Offenbarung, damit ihr ihn erkennt.
Er erleuchte die Augen eures Herzens, damit ihr versteht, zu welcher Hoffnung ihr durch ihn berufen seid, welchen Reichtum die Herrlichkeit seines Erbes den Heiligen schenkt
und wie überragend groß seine Macht sich an uns, den Gläubigen, erweist durch das Wirken seiner Kraft und Stärke.
Er hat sie an Christus erwiesen, den er von den Toten auferweckt und im Himmel auf den Platz zu seiner Rechten erhoben hat,
hoch über alle Fürsten und Gewalten, Mächte und Herrschaften und über jeden Namen, der nicht nur in dieser Welt, sondern auch in der zukünftigen genannt wird.
Alles hat er ihm zu Füßen gelegt und ihn, der als Haupt alles überragt, über die Kirche gesetzt.
Sie ist sein Leib und wird von ihm erfüllt, der das All ganz und gar beherrscht.

Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus - Mt 28,16-20.

In jener Zeit gingen die elf Jünger nach Galiläa auf den Berg, den Jesus ihnen genannt hatte.
Und als sie Jesus sahen, fielen sie vor ihm nieder. Einige aber hatten Zweifel.
Da trat Jesus auf sie zu und sagte zu ihnen: Mir ist alle Macht gegeben im Himmel und auf der Erde.
Darum geht zu allen Völkern, und macht alle Menschen zu meinen Jüngern; tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes,
und lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch geboten habe. Seid gewiss: Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt.

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La Salette 1846



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