Autor Thema: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."  (Gelesen 4661635 mal)

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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #6392 am: 19. Februar 2018, 06:36:27 »
Maria, schön und mild von Michael Lonsdale

„Jeden Tag bete ich zur Jungfrau Maria, sogar mehrmals. Mitten in meinen Aktivitäten richte ich ein Wort an sie, sozusagen im Vorbeigehen. Ich weiß, dass sie da ist, mir ganz nahe, ich weiß, dass sie mir zuhört, dass sie mich erhören wird. So viele Menschen um mich herum leiden, also empfehle ich sie Maria, Jesus, dem Heiligen Geist an, den drei stärksten Realitäten in meinem Leben, die mich tragen und den Menschen, die ich ihnen anvertraue, die Last erleichtern.
Ich bete sehr gerne das „Gegrüßet seist du, Maria“, bei allen Gelegenheiten, es ist ein kurzes Gebet, das uns emporhebt. Ich kann es bei mir zu Hause beten, im öffentlichen Nahverkehr, auf der Bühne, sogar während ein anderer Darsteller spricht. Meine Beziehung zu Maria ist ganz innerlich, ganz verborgen. Bevor ich am Abend schlafen gehe, stelle ich mich unter ihren Schutz, ich spüre ihr Wohlwollen, ihre Liebe.“
Michael Lonsdale

Französischer Schauspieler, geb. 1931

Aus: Belle et douce Marie, la Vierge des peintres (Maria schön und mild, die Jungfrau der Maler), das Michael Lonsdale im Dezember 2017 bei Éditions Philippe Rey publiziert hat: ein 125 Seiten umfassendes Album mit zahlreichen farbigen Mariendarstellungen, die von wunderbaren Texten über die Muttergottes begleitet werden.
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #6393 am: 19. Februar 2018, 06:40:35 »
Hl. Bonifatius von Lausanne

Bischof

* um 1180 in Brüssel in Belgien
† 19. Februar 1260 (?) in La Cambre / Ter Kameren (Maria Kammern) im heutigen Brüssel in Belgien

Bonifatius studierte in Paris. Als Bischof bemühte er sich besonders um die Unterweisung seiner Kirchenglieder. 1245 gab er die Exkommunikation von Kaiser Friedrich II. bekannt - Friedrich wurde schon 1227 und nochmals 1239 von Papst Gregor IX. nach kriegerischen Auseinandersetzungen gebannt und 1245 von Papst Innozenz IV. im Zuge des Machtkampfes zwischen Kirchenstaat und König für abgesetzt erklärt. Bonifatius wurde daraufhin aus seinem Bistum vertrieben. Er ging in seine Heimat zurück und lebte bei der Zisterzienserinnenabtei in Maria Kammern.
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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #6394 am: 19. Februar 2018, 06:42:46 »
Buch Levitikus 19,1-2.11-18.

Der Herr sprach zu Mose:
Rede zur ganzen Gemeinde der Israeliten, und sag zu ihnen: Seid heilig, denn ich, der Herr, euer Gott, bin heilig.
Ihr sollt nicht stehlen, nicht täuschen und einander nicht betrügen.
Ihr sollt nicht falsch bei meinem Namen schwören; du würdest sonst den Namen deines Gottes entweihen. Ich bin der Herr.
Du sollst deinen Nächsten nicht ausbeuten und ihn nicht um das Seine bringen. Der Lohn des Tagelöhners soll nicht über Nacht bis zum Morgen bei dir bleiben.
Du sollst einen Tauben nicht verfluchen und einem Blinden kein Hindernis in den Weg stellen; vielmehr sollst du deinen Gott fürchten. Ich bin der Herr.
Ihr sollt in der Rechtsprechung kein Unrecht tun. Du sollst weder für einen Geringen noch für einen Großen Partei nehmen; gerecht sollst du deinen Stammesgenossen richten.
Du sollst deinen Stammesgenossen nicht verleumden und dich nicht hinstellen und das Leben deines Nächsten fordern. Ich bin der Herr.
Du sollst in deinem Herzen keinen Hass gegen deinen Bruder tragen. Weise deinen Stammesgenossen zurecht, so wirst du seinetwegen keine Schuld auf dich laden.
An den Kindern deines Volkes sollst du dich nicht rächen und ihnen nichts nachtragen. Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Ich bin der Herr.

Psalm 19(18),8-11.15.

Die Weisung des Herrn ist vollkommen,
sie erquickt den Menschen.
Das Gesetz des Herrn ist verlässlich,
den Unwissenden macht es weise.

Die Befehle des Herrn sind richtig,
sie erfreuen das Herz;
das Gebot des Herrn ist lauter,
es erleuchtet die Augen.

Die Furcht des Herrn ist rein,
sie besteht für immer.
Die Urteile des Herrn sind wahr,
gerecht sind sie alle.

Sie sind kostbarer als Gold, als Feingold in Menge.
Sie sind süßer als Honig, als Honig aus Waben.
Die Worte meines Mundes mögen dir gefallen;
was ich im Herzen erwäge, stehe dir vor Augen,
Herr, mein Fels und mein Erlöser.

Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus - Mt 25,31-46.

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wenn der Menschensohn in seiner Herrlichkeit kommt und alle Engel mit ihm, dann wird er sich auf den Thron seiner Herrlichkeit setzen.
Und alle Völker werden vor ihm zusammengerufen werden, und er wird sie voneinander scheiden, wie der Hirt die Schafe von den Böcken scheidet.
Er wird die Schafe zu seiner Rechten versammeln, die Böcke aber zur Linken.
Dann wird der König denen auf der rechten Seite sagen: Kommt her, die ihr von meinem Vater gesegnet seid, nehmt das Reich in Besitz, das seit der Erschaffung der Welt für euch bestimmt ist.
Denn ich war hungrig, und ihr habt mir zu essen gegeben; ich war durstig, und ihr habt mir zu trinken gegeben; ich war fremd und obdachlos, und ihr habt mich aufgenommen;
ich war nackt, und ihr habt mir Kleidung gegeben; ich war krank, und ihr habt mich besucht; ich war im Gefängnis, und ihr seid zu mir gekommen.
Dann werden ihm die Gerechten antworten: Herr, wann haben wir dich hungrig gesehen und dir zu essen gegeben, oder durstig und dir zu trinken gegeben?
Und wann haben wir dich fremd und obdachlos gesehen und aufgenommen, oder nackt und dir Kleidung gegeben?
Und wann haben wir dich krank oder im Gefängnis gesehen und sind zu dir gekommen?
Darauf wird der König ihnen antworten: Amen, ich sage euch: Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.
Dann wird er sich auch an die auf der linken Seite wenden und zu ihnen sagen: Weg von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das für den Teufel und seine Engel bestimmt ist!
Denn ich war hungrig, und ihr habt mir nichts zu essen gegeben; ich war durstig, und ihr habt mir nichts zu trinken gegeben;
ich war fremd und obdachlos, und ihr habt mich nicht aufgenommen; ich war nackt, und ihr habt mir keine Kleidung gegeben; ich war krank und im Gefängnis, und ihr habt mich nicht besucht.
Dann werden auch sie antworten: Herr, wann haben wir dich hungrig oder durstig oder obdachlos oder nackt oder krank oder im Gefängnis gesehen und haben dir nicht geholfen?
Darauf wird er ihnen antworten: Amen, ich sage euch: Was ihr für einen dieser Geringsten nicht getan habt, das habt ihr auch mir nicht getan.
Und sie werden weggehen und die ewige Strafe erhalten, die Gerechten aber das ewige Leben.
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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #6395 am: 19. Februar 2018, 06:43:53 »
Hl. Cäsarius von Arles (470-543), Mönch und Bischof

„Kommt her, die ihr von meinem Vater gesegnet seid, empfangt das Reich als Erbe“

Wenn wir genau hinschauen, meine Brüder, dann ist es zu unserem Nutzen, wenn Christus in den Armen hungert [...] Schaut: ein Pfennig auf der einen Seite, das Reich Gottes auf der anderen. Was soll dieser Vergleich? Du gibst einem Armen eine kleine Münze und erhältst von Christus das Reich; du gibst ein Stück Brot und empfängst dafür von Christus das ewige Leben; du gibst ein Kleidungsstück und bekommst von Christus die Vergebung der Sünden.

Verachten wir also die Armen nicht, wünschen wir uns vielmehr, dass es welche gibt, und versuchen wir, ihren Bitten zuvorzukommen. Das Elend der Armen ist nämlich die Arznei der Reichen, wie der Herr selber gesagt hat: „Gebt lieber als Almosen, was ihr habt; und siehe, alles ist für euch rein“ (Lk 11,41), und weiter: „Verkauft euren Besitz und gebt Almosen!“ (Lk 12,33). Durch den Propheten ruft der Heilige Geist: „Wasser löscht loderndes Feuer und eine Liebestat sühnt Sünden“ (Sir 3,30). Seien wir also mildtätig, liebe Brüder, und handeln wir mit Christi Hilfe so, dass seine Zusage uns gilt, vor allem die Zusage, auf die ich euch schon hingewiesen habe: „Gebt, dann wird auch euch gegeben werden!“ (Lk 6,38), und auch: „Selig die Barmherzigen; denn sie werden Erbarmen finden“ (Mt 5,7).

Jeder soll nach seinen Möglichkeiten bestrebt sein, nicht mit leeren Händen in die Kirche zu kommen: Wer etwas bekommen möchte, muss auch etwas geben. Wer kann, soll die Blöße des Armen mit einem neuen Gewand bedecken; wer dazu nicht in der Lage ist, der stelle wenigstens ein altes zur Verfügung. Wer glaubt, dass seine Mittel dazu nicht reichen, der möge ein Stück Brot geben, einem Reisenden Obdach gewähren, ihm ein Bett bereitstellen und ihm die Füße waschen, damit er es verdient, die Worte Christi zu vernehmen: „Kommt her, die ihr von meinem Vater gesegnet seid, empfangt das Reich als Erbe [...] Denn ich war hungrig und ihr habt mir zu essen gegeben; ich war durstig und ihr habt mir zu trinken gegeben; ich war fremd und ihr habt mich aufgenommen“. Meine geliebten Brüder, wer keine Almosen gibt, ist nicht entschuldbar; denn Christus hat sogar für einen Becher frischen Wassers einen Lohn versprochen (Mt 10,42).

25. Predigt
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #6396 am: 20. Februar 2018, 05:33:31 »
Buch Jesaja 55,10-11.

So spricht der Herr: Wie der Regen und der Schnee vom Himmel fällt und nicht dorthin zurückkehrt, sondern die Erde tränkt und sie zum Keimen und Sprossen bringt, wie er dem Sämann Samen gibt und Brot zum Essen,
so ist es auch mit dem Wort, das meinen Mund verlässt: Es kehrt nicht leer zu mir zurück, sondern bewirkt, was ich will, und erreicht all das, wozu ich es ausgesandt habe.

Psalm 34(33),4-5.6-7.16-17.18-19.

Verherrlicht mit mir den Herrn,
lasst uns gemeinsam seinen Namen rühmen.
Ich suchte den Herrn, und er hat mich erhört,
er hat mich all meinen Ängsten entrissen.

Blickt auf zu ihm, so wird euer Gesicht leuchten,
und ihr braucht nicht zu erröten.
Da ist ein Armer; er rief, und der Herr erhörte ihn.
Er half ihm aus all seinen Nöten.

Die Augen des Herrn blicken auf die Gerechten,
seine Ohren hören ihr Schreien.
Das Antlitz des Herrn richtet sich gegen die Bösen,
um ihr Andenken von der Erde zu tilgen.

Schreien die Gerechten, so hört sie der Herr;
er entreißt sie all ihren Ängsten.
Nahe ist der Herr den zerbrochenen Herzen,
er hilft denen auf, die zerknirscht sind.

Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus - Mt 6,7-15.

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wenn ihr betet, sollt ihr nicht plappern wie die Heiden, die meinen, sie werden nur erhört, wenn sie viele Worte machen.
Macht es nicht wie sie; denn euer Vater weiß, was ihr braucht, noch ehe ihr ihn bittet.
So sollt ihr beten: Unser Vater im Himmel, dein Name werde geheiligt,
dein Reich komme, dein Wille geschehe wie im Himmel, so auf der Erde.
Gib uns heute das Brot, das wir brauchen.
Und erlass uns unsere Schulden, wie auch wir sie unseren Schuldnern erlassen haben.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern rette uns vor dem Bösen.
Denn wenn ihr den Menschen ihre Verfehlungen vergebt, dann wird euer himmlischer Vater auch euch vergeben.
Wenn ihr aber den Menschen nicht vergebt, dann wird euch euer Vater eure Verfehlungen auch nicht vergeben.
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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #6397 am: 20. Februar 2018, 05:47:31 »
Hl. Bonaventura (1221-1274) Franziskaner, Kirchenlehrer

Den Namen des Vaters anrufen

Jesus hat seinen Apostel geboten: „Wenn ihr betet, so sprecht: Vater“. Das heißt: ruft zu allererst den Vater an; sprecht, und zwar nicht nur mit der Stimme, sondern mit eurem Herzen, damit ihr nicht befürchten müsst, dass man von euch wie beim Propheten Jesaja sagt: „Dieses Volk ehrt mich mit seinen Lippen, sein Herz aber hält es fern von mir“ (vgl. Jes 29,13). Sprecht nicht nur mit eurem Herzen, sondern auch mit eurem Mund, denn das laute Gebet wird von Gott angenommen, wie der Psalmist sagt: „Ich will den Herrn preisen mit lauter Stimme“ (Ps 109,30). Und das darum, weil das Gebet hilft, die Erinnerung wach zu rufen, die Schläfrigkeit zu verscheuchen, die Sehnsucht zu entfachen, weil es empfänglich für den Gehorsam macht, um der Freude Ausdruck zu verleihen und um ein Beispiel zu sein.

Rufen wir also den Namen des Vaters an. Er ist ein wirklicher Vater, seiner Natur nach, wie es im Epheserbrief steht: „nach dessen Namen jedes Geschlecht im Himmel und auf der Erde benannt wird“ (Eph 3,15). Oder auch beim Propheten Maleachi: „Haben wir nicht alle denselben Vater?“ (Mal 2,10). Er ist auch Vater, weil er der Urheber der Gnade ist, so im Römerbrief: „[…] ihr habt den Geist empfangen, der euch zu Söhnen macht, den Geist, in dem wir rufen: Abba, Vater!“ (Röm 8,15) und im Galaterbrief: „Weil ihr aber Söhne seid, sandte Gott den Geist seines Sohnes in unser Herz, den Geist, der ruft: Abba, Vater“ (Gal 4,6). Und er ist auch Vater hinsichtlich der künftigen Herrlichkeit: „Du wirst mir zurufen: Mein Vater!, und nicht aufhören, vor meinem Angesicht zu leben“ (vgl. Jer 3,19).

Wenn also mit dem Namen „Vater“ Gott, als Begründer der Natur bezeichnet wird, als Ursprung aller Gnade und als Vollender der Herrlichkeit, wird es uns dann auch verständlich, dass er der einzige ist, von dem wir etwas erbitten sollen.

Matthäus und Lukas stimmen darüber ein, den Namen des Vaters anzurufen, damit in diesem einem Namen der Mensch zur Verehrung und zum Vertrauen entflammt werde, jenen beiden Flügeln, ohne die jedes Gebet nutzlos ist.

Kommentar zum Lukasevangelium, VII


« Letzte Änderung: 20. Februar 2018, 06:27:43 von Tina 13 »
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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #6398 am: 20. Februar 2018, 06:52:24 »
Es nützt wenig, wenn die Lehre nur im Tempel GOTTES verkündet wird. Wer hört sie noch - die Guten, die schon wissen, was geschehen muss. Ja, fürchtet euch nicht; sondern, werdet noch mutiger. Wenn ihr seht, dass auch ein Bischof Falsches tut, dann denkt immer daran: Man muss GOTT mehr gehorchen, als dem Menschen.

 ;tffhfdsds
« Letzte Änderung: 20. Februar 2018, 06:54:28 von Tina 13 »
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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #6399 am: 20. Februar 2018, 20:03:56 »
„Ihr Herz war voll; ihre Seele in Stille“

„Wie hätte Maria anders sein können als schweigsam? Ein Geschöpf, das so lange mit dem Schöpfer gelebt hatte, konnte nicht redselig sein; ihr Herz war voll; ihre Seele in Stille.
Zwölf lange Jahre verbrachte sie mit Jesus, lange Jahre für die Ausbildung von Gewohnheiten, auch wenn sie für Maria wie eine einzige heilige Ekstase verstrichen, erfüllt von schmerzlicher Liebe. Sie hatte Jesus in ihren Armen getragen. Sie hatte über ihn gewacht, während er schlief. Sie hatte ihn genährt; sie hatte ihm in die Augen geschaut.
Er hatte ihr unaufhörlich sein Herz enthüllt. Sie hatte gelernt, es ihm zurück zu schenken. Alle Gottähnlichkeit war durch Marias Seele gegangen. Wir wissen, wie sehr Gott Stille ist.“
Frédéric William Faber

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La Salette 1846



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