Autor Thema: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."  (Gelesen 4660483 mal)

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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #6736 am: 15. Mai 2018, 19:07:42 »
Apostelgeschichte 20,17-27.

In jenen Tagen schickte Paulus von Milet aus jemand nach Ephesus und ließ die Ältesten der Gemeinde zu sich rufen.
Als sie bei ihm eingetroffen waren, sagte er: Ihr wisst, wie ich vom ersten Tag an, seit ich die Provinz Asien betreten habe, die ganze Zeit in eurer Mitte war
und wie ich dem Herrn in aller Demut diente unter Tränen und vielen Prüfungen, die ich durch die Nachstellungen der Juden erlitten habe,
wie ich nichts verschwiegen habe von dem, was heilsam ist. Ich habe es euch verkündigt und habe euch gelehrt, öffentlich und in den Häusern.
Ich habe Juden und Griechen beschworen, sich zu Gott zu bekehren und an Jesus Christus, unseren Herrn, zu glauben.
Nun ziehe ich, gebunden durch den Geist, nach Jerusalem, und ich weiß nicht, was dort mit mir geschehen wird.
Nur das bezeugt mir der Heilige Geist von Stadt zu Stadt, dass Fesseln und Drangsale auf mich warten.
Aber ich will mit keinem Wort mein Leben wichtig nehmen, wenn ich nur meinen Lauf vollende und den Dienst erfülle, der mir von Jesus, dem Herrn, übertragen wurde: das Evangelium von der Gnade Gottes zu bezeugen.
Nun aber weiß ich, dass ihr mich nicht mehr von Angesicht sehen werdet, ihr alle, zu denen ich gekommen bin und denen ich das Reich verkündet habe.
Darum bezeuge ich euch am heutigen Tag: Ich bin unschuldig, wenn einer von euch allen verlorengeht.
Denn ich habe mich der Pflicht nicht entzogen, euch den ganzen Willen Gottes zu verkünden.

Psalm 68(67),10-11.20-21.

Gott, du ließest Regen strömen in Fülle
und erquicktest dein verschmachtendes Erbland.
Deine Geschöpfe finden dort Wohnung;
Gott, in deiner Güte versorgst du den Armen.

Gepriesen sei der Herr, Tag für Tag!
Gott trägt uns, er ist unsre Hilfe.
Gott ist ein Gott, der uns Rettung bringt,
Gott, der Herr, führt uns heraus aus dem Tod.

Aus dem Heiligen Evangelium nach Johannes - Joh 17,1-11a.

In jener Zeit erhob Jesus seine Augen zum Himmel und sprach: Vater, die Stunde ist da. Verherrliche deinen Sohn, damit der Sohn dich verherrlicht.
Denn du hast ihm Macht über alle Menschen gegeben, damit er allen, die du ihm gegeben hast, ewiges Leben schenkt.
Das ist das ewige Leben: dich, den einzigen wahren Gott, zu erkennen und Jesus Christus, den du gesandt hast.
Ich habe dich auf der Erde verherrlicht und das Werk zu Ende geführt, das du mir aufgetragen hast.
Vater, verherrliche du mich jetzt bei dir mit der Herrlichkeit, die ich bei dir hatte, bevor die Welt war.
Ich habe deinen Namen den Menschen offenbart, die du mir aus der Welt gegeben hast. Sie gehörten dir, und du hast sie mir gegeben, und sie haben an deinem Wort festgehalten.
Sie haben jetzt erkannt, dass alles, was du mir gegeben hast, von dir ist.
Denn die Worte, die du mir gegeben hast, gab ich ihnen, und sie haben sie angenommen. Sie haben wirklich erkannt, dass ich von dir ausgegangen bin, und sie sind zu dem Glauben gekommen, dass du mich gesandt hast.
Für sie bitte ich; nicht für die Welt bitte ich, sondern für alle, die du mir gegeben hast; denn sie gehören dir.
Alles, was mein ist, ist dein, und was dein ist, ist mein; in ihnen bin ich verherrlicht.
Ich bin nicht mehr in der Welt, aber sie sind in der Welt, und ich gehe zu dir.
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #6737 am: 16. Mai 2018, 18:55:12 »
Hl. Cyrill von Alexandria (380 – 444), Bischof und Kirchenlehrer

Kommentar zum Johannesevangelium 11,11 ; PG 74,558

„Damit sie eins sind wie wir“

Als Christus uns gleich wurde, d.h. als er Mensch wurde, salbte und weihte ihn der Geist, obwohl er doch von Natur Gott war [...] Er selber heiligt seinen eigenen Leib und alles in der Schöpfung, was der Heiligung würdig ist. Das Mysterium, das sich in Christus vollzogen hat, ist Voraussetzung und Hinführung zu unserer Teilhabe am Geist.

Um uns zu einen, um uns in der Einheit mit Gott und untereinander zu begründen, hat der eingeborenen Sohn – so unterschiedlich wir auch sein mögen individuell, körperlich und seelisch – in seiner eigenen Weisheit und in Übereinstimmung mit dem Ratschluss seines Vaters eine Möglichkeit erdacht und in die Wege geleitet, uns gleich zu werden. Durch den einen Leib, seinen Leib, segnet er die, die an ihn glauben, und schafft in mystischer Vereinigung einen einzigen Leib: aus ihnen mit sich und untereinander.

Wer könnte also die, die durch diesen heiligen Leib und allein durch ihn in der Einheit Christi vereinigt sind, voneinander trennen? Wer könnte sie ihrer physischen Einheit berauben? Wenn wir teilhaben an dem einen Brot, sind wir alle ein Leib (1 Kor 10,17). Denn Christus kann man nicht teilen. Deshalb wird die Kirche auch Leib Christi genannt, und nach der Lehre des hl. Paulus sind wir seine Glieder (Eph 5,30). Wir sind alle mit dem einen Christus durch seinen heiligen Leib vereint, und wir empfangen ihn, den einen und unteilbaren Leib, in unserem eigenen Leib. Wir sollen unseren eigenen Leib so ansehen, als gehörte er uns nicht mehr.
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #6738 am: 16. Mai 2018, 19:00:56 »
„Wer in diesem Gewand stirbt, wird gerettet“

Der Karmeliterorden, der auf einem Berg in Israel mit Blick auf das Mittelmeer gegründet wurde, entstand Ende des 12. Jahrhunderts. Er ist Erbe der Eremiten und Propheten, die in Erinnerung an den Propheten Elia auf dem Berg lebten. Nach der Invasion der heiligen Stätten durch die Muslime musste er nach Europa ins Exil gehen, dort war der Orden wenig bekannt und kurz davor, zu verschwinden.
Dies ist der Moment, in dem Maria sich entscheidet einzugreifen. Im Jahre 1251 erschien sie dem heiligen Simon Stock, dem damaligen Generalprior des Ordens. Dieser hatte nie aufgehört sie anzuflehen, das Verschwinden des Karmeliterordens, der ihr so ergeben war, nicht zuzulassen. Die Jungfrau Maria gab ihm ein Skapulier, das er über seinen Kleidern tragen sollte.
So schenkte die Muttergottes dem heiligen Simon Stock dieses Kleidungstück ihrer Diener, damit es von allen Karmeliten getragen werde. Sie begleitete ihre Gabe mit den Worten: „Empfange, mein Sohn, dieses Skapulier als Zeichen der engen Verbindung mit mir. Ich gebe es dir als Gewand für deinen Orden (....). Wer in diesem Gewand stirbt, wird gerettet.“

Das Team von Marie de Nazareth
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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #6739 am: 16. Mai 2018, 19:22:48 »
Apostelgeschichte 20,28-38.

In jenen Tagen sagte Paulus zu den Ältesten der Gemeinde von Ephesus: Gebt acht auf euch und auf die ganze Herde, in der euch der Heilige Geist zu Bischöfen bestellt hat, damit ihr als Hirten für die Kirche Gottes sorgt, die er sich durch das Blut seines eigenen Sohnes erworben hat.
Ich weiß: Nach meinem Weggang werden reißende Wölfe bei euch eindringen und die Herde nicht schonen.
Und selbst aus eurer Mitte werden Männer auftreten, die mit ihren falschen Reden die Jünger auf ihre Seite ziehen.
Seid also wachsam, und denkt daran, dass ich drei Jahre lang Tag und Nacht nicht aufgehört habe, unter Tränen jeden einzelnen zu ermahnen.
Und jetzt vertraue ich euch Gott und dem Wort seiner Gnade an, das die Kraft hat, aufzubauen und das Erbe in der Gemeinschaft der Geheiligten zu verleihen.
Silber oder Gold oder Kleider habe ich von keinem verlangt;
ihr wisst selbst, dass für meinen Unterhalt und den meiner Begleiter diese Hände hier gearbeitet haben.
In allem habe ich euch gezeigt, dass man sich auf diese Weise abmühen und sich der Schwachen annehmen soll, in Erinnerung an die Worte Jesu, des Herrn, der selbst gesagt hat: Geben ist seliger als nehmen.
Nach diesen Worten kniete er nieder und betete mit ihnen allen.
Und alle brachen in lautes Weinen aus, fielen Paulus um den Hals und küssten ihn;
am meisten schmerzte sie sein Wort, sie würden ihn nicht mehr von Angesicht sehen. Dann begleiteten sie ihn zum Schiff.

Psalm 68(67),29-30ab.32b.33-34.35-36.

Biete auf, o Gott, deine Macht,
die Gottesmacht, die du an uns erwiesen hast
von deinem Tempel aus, hoch über Jerusalem.
Könige kommen mit Gaben,
Kusch erhebt zu Gott seine Hände.

Königreiche der Erde, singt für Gott,
singt und spielt für den Herrn,
der dahinfährt über den Himmel, den uralten Himmel,
der seine Stimme erhebt, seine machtvolle Stimme.

Preist Gottes Macht!
Über Israel ragt seine Hoheit empor,
seine Macht ragt bis zu den Wolken.
Gott in seinem Heiligtum ist voll Majestät, Israels Gott;
seinem Volk verleiht er Stärke und Kraft. Gepriesen sei Gott.

Aus dem Heiligen Evangelium nach Johannes - Joh 17,6a.11b-19.

In jener Zeit erhob Jesus seine Augen zum Himmel und betete: Vater, ich habe deinen Namen den Menschen offenbart, die du mir aus der Welt gegeben hast.
Heiliger Vater, bewahre sie in deinem Namen, den du mir gegeben hast, damit sie eins sind wie wir.
Solange ich bei ihnen war, bewahrte ich sie in deinem Namen, den du mir gegeben hast. Und ich habe sie behütet, und keiner von ihnen ging verloren, außer dem Sohn des Verderbens, damit sich die Schrift erfüllt.
Aber jetzt gehe ich zu dir. Doch dies rede ich noch in der Welt, damit sie meine Freude in Fülle in sich haben.
Ich habe ihnen dein Wort gegeben, und die Welt hat sie gehasst, weil sie nicht von der Welt sind, wie auch ich nicht von der Welt bin.
Ich bitte nicht, dass du sie aus der Welt nimmst, sondern dass du sie vor dem Bösen bewahrst.
Sie sind nicht von der Welt, wie auch ich nicht von der Welt bin.
Heilige sie in der Wahrheit; dein Wort ist Wahrheit.
Wie du mich in die Welt gesandt hast, so habe auch ich sie in die Welt gesandt.
Und ich heilige mich für sie, damit auch sie in der Wahrheit geheiligt sind.
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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #6740 am: 16. Mai 2018, 21:14:42 »
„Gott lieben, was ist das Herrliches!
Der Himmel ist notwendig, um diese Liebe zu begreifen. Das Gebet ist dazu eine Hilfe, denn es trägt die Seele bis zum Himmel empor."
(hl. Pfarrer von Ars)
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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #6741 am: 17. Mai 2018, 06:39:26 »
Hl. Petrus Damiani (1007-1072), Einsiedler, dann Bischof und Kirchenlehrer

Opusculum 11 „Dominus vobiscum“, 6

„Alle sollen eins sein: Wie du, Vater, in mir bist und ich in dir bin“

Obwohl die heilige Kirche bei der Vielzahl der Personen unterschiedlich ist, so ist sie doch durch das Feuer des Heiligen Geistes zu einer Einheit zusammengeschlossen. Wenn sie auch, physisch gesehen, auf mehrere Familien verteilt zu sein scheint, kann das Mysterium ihrer tiefen Einheit nichts an seiner Vollständigkeit verlieren: „Denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben ist“ sagt der hl. Paulus (vgl. Röm 5,5). Dieser Geist ist zweifelsfrei ungeteilt und zugleich vielfältig, ungeteilt im Wesen seiner Majestät und vielfältig in den Gaben und Charismen, die er der heiligen Kirche schenkt und mit seiner Gegenwart erfüllt. Und dieser Heilige Geist schenkt der Kirche sowohl das Einssein trotz ihrer Universalität, und gleichzeitig ist sie in jedem ihrer Glieder vollständig zugegen [...]

Wenn also diejenigen, die an Christus glauben, eins sind, so ist bei jedem einzelnen, wo immer er sich auch physisch befinden mag, der ganze Leib Christi durch das sakramentale Mysterium anwesend. Und alles, was für den ganzen Leib gilt, gilt auch für jedes seiner Glieder [...] Wann immer sich mehrere Gläubige zusammenfinden, können sie daher sagen: „Neige dein Ohr, HERR, und gib mir Antwort, denn elend und arm bin ich! Beschütze mich, denn ich bin dir ergeben!“ (Ps 86(85),1-2). Und wenn wir alleine sind, können wir sehr wohl singen: „Jubelt Gott zu, er ist unsere Stärke, jauchzt dem Gott Jakobs!“ (Ps 81(80),2). Es ist auch nicht unangebracht, wenn wir alle miteinander sprechen: „Ich will den HERRN allezeit preisen; immer sei sein Lob in meinem Mund“ (Ps 34(33),2); ebenso wenig unangebracht ist es, wenn ich als Einzelner ausrufe: „Preist mit mir die Größe des HERRN, lasst uns gemeinsam seinen Namen erheben!“ (Ps 34(33),4); das gilt auch für sehr viele andere vergleichbare Worte. Das Alleinsein hindert niemanden, im Plural zu sprechen, und eine Schar Gläubiger kann sich sehr wohl im Singular ausdrücken. Die Macht des Heiligen Geistes, der jedem Gläubigen innewohnt und alle Gläubigen umfängt, bewirkt, dass hier eine Einsamkeit bevölkert ist und dass dort eine Menge ganz eins ist.
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« Antwort #6742 am: 17. Mai 2018, 06:41:48 »
Apostelgeschichte 22,30.23,6-11.

In jenen Tagen als der römische Oberst genau wissen wollte, was die Juden Paulus vorwarfen, ließ er ihn aus dem Gefängnis holen und befahl, die Hohenpriester und der ganze Hohe Rat sollten sich versammeln. Und er ließ Paulus hinunterführen und ihnen gegenüberstellen.
Da Paulus aber wusste, dass der eine Teil zu den Sadduzäern, der andere zu den Pharisäern gehörte, rief er vor dem Hohen Rat aus: Brüder, ich bin Pharisäer und ein Sohn von Pharisäern; wegen der Hoffnung und wegen der Auferstehung der Toten stehe ich vor Gericht.
Als er das sagte, brach ein Streit zwischen den Pharisäern und den Sadduzäern aus, und die Versammlung spaltete sich.
Die Sadduzäer behaupten nämlich, es gebe weder eine Auferstehung noch Engel noch Geister, die Pharisäer dagegen bekennen sich zu all dem.
Es erhob sich ein lautes Geschrei, und einige Schriftgelehrte aus dem Kreis der Pharisäer standen auf und verfochten ihre Ansicht. Sie sagten: Wir finden nichts Schlimmes an diesem Menschen. Vielleicht hat doch ein Geist oder ein Engel zu ihm gesprochen.
Als der Streit heftiger wurde, befürchtete der Oberst, sie könnten Paulus zerreißen. Daher ließ er die Wachtruppe herabkommen, ihn mit Gewalt aus ihrer Mitte herausholen und in die Kaserne bringen.
In der folgenden Nacht aber trat der Herr zu Paulus und sagte: Hab Mut! Denn so wie du in Jerusalem meine Sache bezeugt hast, sollst du auch in Rom Zeugnis ablegen.

Psalm 16(15),2.5.7-8.9-11a.

Ich sage zum Herrn: «Du bist mein Herr;
mein ganzes Glück bist du allein.»
Du, Herr, gibst mir das Erbe und reichst mir den Becher;
du hältst mein Los in deinen Händen.

Ich preise den Herrn, der mich beraten hat.
Auch mahnt mich mein Herz in der Nacht.
Ich habe den Herrn beständig vor Augen.
Er steht mir zur Rechten, ich wanke nicht.

Darum freut sich mein Herz und frohlockt meine Seele;
auch mein Leib wird wohnen in Sicherheit.
Denn du gibst mich nicht der Unterwelt preis;
du lässt deinen Frommen das Grab nicht schauen.
Du zeigst mir den Pfad zum Leben.

Aus dem Heiligen Evangelium nach Johannes - Joh 17,20-26.

In jener Zeit erhob Jesus seine Augen zum Himmel und betete: Heiliger Vater, ich bitte nicht nur für diese hier, sondern auch für alle, die durch ihr Wort an mich glauben.
Alle sollen eins sein: Wie du, Vater, in mir bist und ich in dir bin, sollen auch sie in uns sein, damit die Welt glaubt, dass du mich gesandt hast.
Und ich habe ihnen die Herrlichkeit gegeben, die du mir gegeben hast; denn sie sollen eins sein, wie wir eins sind,
ich in ihnen und du in mir. So sollen sie vollendet sein in der Einheit, damit die Welt erkennt, dass du mich gesandt hast und die Meinen ebenso geliebt hast wie mich.
Vater, ich will, dass alle, die du mir gegeben hast, dort bei mir sind, wo ich bin. Sie sollen meine Herrlichkeit sehen, die du mir gegeben hast, weil du mich schon geliebt hast vor der Erschaffung der Welt.
Gerechter Vater, die Welt hat dich nicht erkannt, ich aber habe dich erkannt, und sie haben erkannt, dass du mich gesandt hast.
Ich habe ihnen deinen Namen bekannt gemacht und werde ihn bekannt machen, damit die Liebe, mit der du mich geliebt hast, in ihnen ist und damit ich in ihnen bin.
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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #6743 am: 17. Mai 2018, 06:55:35 »
Kleiner Katechismus des katholischen Glaubens

3. Hauptteil - von den Gnadenmitteln

Die Sakramente - 4. Das Sakrament der Buße

5. Die Sünden bekennen

197.      Was müssen wir bei der Beichte tun?
Bei der Beichte müssen wir reumütig und aufrichtig unsere Sünden dem Priester bekennen.

198.      Welche Sünden müssen wir beichten?                                                                                     
Wir müssen wenigstens alle schweren Sünden beichten, und zwar nach Art und Zahl.

Bei schweren Sünden muss man die wichtigen Umstände sagen und so gut man kann auch die Häufigkeit, wie oft man die Sünde getan hat.

Wer eine schwere Sünde aus falscher Scham verschweigt oder absichtlich so undeutlich sagt, dass der Beichtvater sie nicht verstehen kann, beichtet ungültig und lädt eine schwere Last auf seine Seele.

199.      Was müsste man tun, wenn man eine schwere Sünde absichtlich ausgelassen hätte?
Wenn man eine schwere Sünde absichtlich ausgelassen hätte,
1)   müsste man diese beichten und zugleich sagen, wie oft man sie absichtlich ausgelassen hat.
2)   Auch müsste man alle schweren Sünden seit der letzten gültigen Beichte nochmals bekennen.

200.      Was muss man tun, wenn man unabsichtlich eine schwere Sünde ausgelassen hat?

Wer eine schwere Sünde unabsichtlich vergessen hat, muss diese Sünde in der nächsten Beichte bekennen. Die Beichte war aber gültig.

201.      Was lehrt die Kirche über das Bekenntnis der lässlichen Sünden?
Die Kirche lehrt, dass es zwar nicht notwendig, aber sehr nützlich ist, auch die lässlichen Sünden zu bekennen.

Kleine Wunden kann man zwar selber heilen, aber manchmal ist es doch gut, auch sie dem Arzt zu zeigen. Das regelmäßige Bekenntnis der lässlichen Sünden ist eine Hilfe, unser Gewissen zu bilden, gegen böse Neigungen anzukämpfen und in der Liebe zu Christus zu wachsen.

202.      Warum soll man sich niemals schämen, aufrichtig zu beichten?
Man soll sich niemals schämen, aufrichtig zu beichten,

1)   weil der Beichtvater nicht das Geringste aus der Beichte aussagen darf [Beichtsiegel];
2)   weil es besser ist, seine Sünden im Geheimen zu bekennen, als unruhig zu leben, unglücklich zu sterben und am Jüngsten Tag vor der ganzen Welt beschämt und ewig verdammt zu werden.

Der Beichtvater ist verpflichtet, eher den Martertod auf sich zu nehmen, als das geringste aus der Beichte auszusagen. Aber nicht nur der Beichtvater, sondern jeder, der etwas aus der Beichte eines anderen weiß, muss darüber strengstes Stillschweigen bewahren.
 
« Letzte Änderung: 17. Mai 2018, 06:56:54 von Tina 13 »
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