Autor Thema: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."  (Gelesen 4572164 mal)

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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #7824 am: 02. Oktober 2019, 06:55:04 »
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Buch Exodus 23,20-23a.

So spricht Gott, der Herr: Ich werde einen Engel schicken, der dir vorausgeht. Er soll dich auf dem Weg schützen und dich an den Ort bringen, den ich bestimmt habe.
Achte auf ihn, und hör auf seine Stimme! Widersetz dich ihm nicht! Er würde es nicht ertragen, wenn ihr euch auflehnt; denn in ihm ist mein Name gegenwärtig.
Wenn du auf seine Stimme hörst und alles tust, was ich sage, dann werde ich der Feind deiner Feinde sein und alle in die Enge treiben, die dich bedrängen.
Wenn mein Engel dir vorausgeht.

Psalm 91(90),1-2.3-4.5-6.10-11.

Wer im Schutz des Höchsten wohnt
und ruht im Schatten des Allmächtigen,
der sagt zum Herrn: «Du bist für mich Zuflucht und Burg,
mein Gott, dem ich vertraue.»

Er rettet dich aus der Schlinge des Jägers
und aus allem Verderben.
Er beschirmt dich mit seinen Flügeln,
unter seinen Schwingen findest du Zuflucht,
Schild und Schutz ist dir seine Treue.

Du brauchst dich vor dem Schrecken der Nacht nicht zu fürchten,
noch vor dem Pfeil, der am Tag dahinfliegt,
nicht vor der Pest, die im Finstern schleicht,
vor der Seuche, die wütet am Mittag.

Dir begegnet kein Unheil,
kein Unglück naht deinem Zelt.
Denn er befiehlt seinen Engeln,
dich zu behüten auf all deinen Wegen.

Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus - Mt 18,1-5.10.

In jener Stunde kamen die Jünger zu Jesus und fragten: Wer ist im Himmelreich der Größte?
Da rief er ein Kind herbei, stellte es in ihre Mitte
und sagte: Amen, das sage ich euch: Wenn ihr nicht umkehrt und wie die Kinder werdet, könnt ihr nicht in das Himmelreich kommen.
Wer so klein sein kann wie dieses Kind, der ist im Himmelreich der Größte.
Und wer ein solches Kind um meinetwillen aufnimmt, der nimmt mich auf.
Hütet euch davor, einen von diesen Kleinen zu verachten! Denn ich sage euch: Ihre Engel im Himmel sehen stets das Angesicht meines himmlischen Vaters
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #7825 am: 02. Oktober 2019, 07:01:15 »
Klein Menschlein wach auf !

Laßt die Gottesmutter mit dem Rosenkranzgebet in allen Herzen Triumphieren und geliebt werden; es ist die mächtigste Waffe zu unserer Rettung.

Der Rosenkranz die mächtigste Waffe gegen das Böse.
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #7826 am: 02. Oktober 2019, 07:07:55 »
Die Chris­ten­ver­fol­gung in Mexiko - Predigt von Professor May

Im Namen des Vaters und des Soh­nes und des Hei­li­gen Geis­tes. Amen.

Geliebte im Herrn!

In mei­ner Kind­heit wur­den die Gläu­bi­gen in Deutsch­land in Atem gehal­ten durch die Chris­ten­ver­fol­gung in Mexiko. Sie wurde von der Regie­rung durch die Poli­zei betrie­ben und for­derte zahl­rei­che Opfer. Sozia­lis­ten und Kom­mu­nis­ten, Frei­den­ker und Frei­mau­rer waren ihre Trä­ger und Unter­stüt­zer. Wir wis­sen von den Grau­sam­kei­ten, die den Chris­ten der ers­ten Jahr­hun­derte zuge­fügt wur­den, doch sie sind zeit­lich weit ent­fernt von uns. Es fällt uns schwer, sie uns vor­zu­stel­len. Aber die Quä­le­reien und Unmensch­lich­kei­ten, die in Mexiko gesche­hen sind, fal­len in unsere Lebens­zeit. Ihnen kann man nicht vor­hal­ten, sie seien durch die lange Zeit ent­stellt oder ver­grö­bert wor­den. Die katho­li­sche Kir­che in Mexiko war im 19. und 20. Jahr­hun­dert lange Zeit und immer wie­der eine Kir­che unter dem Kreuze. Das Land hat mehr­fach und anhal­tend Reli­gi­ons­feind­schaft und Kir­chen­sturm erfah­ren. Die erbit­tertste Ver­fol­gung trug sich in den 20er und 30er Jah­ren des vori­gen Jahr­hun­derts zu. Die Kir­che wurde zuerst ent­rech­tet und danach zu ver­nich­ten ver­sucht. Durch die Ver­fas­sung von 1917 wurde den Kir­chen die Rechts­fä­hig­keit genom­men, sie konn­ten kein Grund­stück, kein Ver­mö­gen erwer­ben, Grund­be­sitz und Kir­chen­ge­bäude wur­den ent­eig­net, das Schul­we­sen und die Wohl­fahrts­ein­rich­tun­gen der Kir­che wie Kin­der­gär­ten wur­den ihr ent­zo­gen, Orden und reli­giöse Ver­eine wur­den ver­bo­ten, aus­län­di­sche Pries­ter muss­ten das Land ver­las­sen, die ein­hei­mi­schen ver­lo­ren wich­tige bür­ger­li­che Rechte. Den Höhe­punkt erreich­ten diese Maß­nah­men unter dem Prä­si­den­ten Cal­les. Er war zunächst Kriegs­mi­nis­ter, dann Innen­mi­nis­ter und schließ­lich Staats­prä­si­dent. Auch danach war er noch von beherr­schen­dem Ein­fluss. 1925 wur­den alle Katho­li­ken aus Staats­äm­tern ent­fernt, die katho­li­sche Presse wurde unter­drückt. 1926 wur­den die katho­li­schen Kir­chen aus­nahms­los geschlos­sen und die Schu­len ent­eig­net. In den Jah­ren 26-29 kam es zu einem bewaff­ne­ten Kon­flikt. Die gepei­nig­ten Katho­li­ken grif­fen zu den Waf­fen und ver­tei­dig­ten ihre christ­li­che Frei­heit gegen­über dem Staat. Aber die Erhe­bung miss­lang, sie wurde im Blute erstickt. Der Nach­fol­ger von Cal­les, Cárde­nas, setzte des­sen Linie fort; Zei­chen dafür ist, dass er den spa­ni­schen Bür­ger­krieg auf der „lin­ken“ Seite unter­stützte und dass die Besieg­ten schließ­lich bei ihm Zuflucht fan­den. Schon vor­her hatte Mexiko den Trotzki auf­ge­nom­men aus der bol­sche­wis­ti­schen Sowjet­union. Cárde­nas setzte die sozia­lis­ti­sche Schule durch. Aus Pro­test gegen sie erho­ben die Chris­ten noch ein­mal die Waf­fen, aber wie­derum wur­den sie blu­tig zusam­men­ge­schla­gen.

Meine lie­ben Freunde, die Ver­fol­ger hat­ten es und haben es immer in ers­ter Stelle auf die Pries­ter abge­se­hen. Der Pfar­rer Gorrca von Zaca­te­cas war kein Miet­ling unter den Hir­ten, die die Herde Christi lei­ten. Als die Reli­gi­ons­ver­fol­gung aus­brach, blieb er auf sei­nem Pos­ten. Im Gehei­men las er täg­lich die hei­lige Messe, spen­dete die Sakra­mente genauso wie vor­her. Von den Mit­glie­dern sei­ner Gemeinde ver­riet ihn kein ein­zi­ger. Doch immer enger knüpfte die Poli­zei die Maschen ihres Net­zes, und eines Tages schnappte sie tat­säch­lich den lang gesuch­ten Pries­ter. Im Gefäng­nis emp­fing man ihn mit aus­ge­such­ter Höf­lich­keit. Er käme gerade zur rech­ten Zeit, sagte man ihm. Für sich selbst brau­che er keine Angst zu haben, er habe ja nur seine Pflicht erfüllt, er habe sich ja nie poli­tisch betä­tigt, son­dern nur reli­giös. Aber im Gefäng­nis befän­den sich poli­ti­sche Häft­linge, die vor der Hin­rich­tung stän­den, sie hät­ten um einen Pries­ter gebe­ten, ob er ihnen die Beichte abneh­men könne. Pfar­rer Gorr­cas Herz füllte sich bei die­sen Wor­ten mit pries­ter­li­che Freunde. Bald dar­auf geht er von Zelle zu Zelle, hört Beicht, gibt die Los­spre­chung, ist Pries­ter und Trös­ter, ganz hin­ge­ge­ben sei­nem hohen Amte. Dann führt man ihn zurück ins Unter­su­chungs­zim­mer. Aber ganz anders als vor­her schnauzt ihn der Offi­zier grin­send an: „Sofort sagen Sie mir, was Ihnen die Gefan­ge­nen gebeich­tet haben! Das sind Hoch­ver­rä­ter. Was haben sie Ihnen erzählt?“ Im ers­ten Augen­blick fährt der Pries­ter erschro­cken zusam­men. Dann aber steigt ein hel­les Leuch­ten in seine alten Augen. „Nie­mals“, ant­wor­tet er mit pries­ter­li­cher Würde, „wer­den Sie das geringste Ster­bens­wört­chen dar­über aus mei­nem Munde hören. Meine Lip­pen hat Gott ver­sie­gelt. Hei­lig werde ich die­ses Sie­gel hal­ten.“ „Nun gut“, ent­geg­net der andere, „dann wer­den wir Sie erschie­ßen. Beden­ken Sie, es geht um Ihr Leben.“ Der Pries­ter ant­wor­tet: „Da gibt es kein Beden­ken. Erschie­ßen Sie mich“, und sie erschos­sen ihn. Ein ande­rer Held war der Kaplan Rayes. Nach der Ver­haf­tung sollte er das Ver­steck sei­nes Pfar­rers ange­ben. Rayes wei­gerte sich. Da hängte man ihn einen Meter über dem Erd­bo­den und ohne Stütz­punkt für die Füße an eine Säule, wo ihn tags­über die glü­hende Sonne Mexi­kos und des Nachts der kalte Berg­wind quäl­ten. Ohne Speise und Trank hing der junge Pries­ter drei Tage und drei Nächte an sei­nem Pfahl, gekreu­zigt wie sein Meis­ter. Am drit­ten Tage zog man ihm die Haut von den Füßen, über­goss ihn mit Ben­zin und zün­dete ihn an. Rayes brauchte nur das Ver­steck sei­nes Pfar­rers anzu­ge­ben; er tat es nicht, lie­ber gab er sein Leben hin. Lib­rado Arreola war Pfar­rer in Tama­zula in Mexiko. Er wurde in den Ker­ker geschleppt. Dort hack­ten ihm die Sol­da­ten mit einer ros­ti­gen Hacke beide Hände ab, damit er nicht mehr die Messe lesen könne. Der gräss­lich ver­stüm­melte Pries­ter wurde noch, infolge des Blut­ver­lus­tes dem Tode nahe, in ein Spi­tal ein­ge­lie­fert, wo er unter furcht­ba­ren Schmer­zen starb.

Die Zeu­gen des Glau­bens aus der Lai­en­schaft stan­den den Pries­tern in Mexiko in nichts nach. Eine katho­li­sche Eng­län­de­rin weilte zur Zeit der Glau­bens­ver­fol­gung in der Hafen­stadt Ver­a­cruz. Sie war in einem Hotel abge­stie­gen und erkun­digte sich bei dem Direk­tor, ob es mög­lich sei, die hei­lige Kom­mu­nion zu emp­fan­gen. Der Direk­tor führte sie in ein Pri­vat­haus. Unter­wegs erzählte er ihr, frü­her habe er sich wenig um die Reli­gion geküm­mert, aber seit dem Aus­bruch der Ver­fol­gung sei er mit Leib und Seele Katho­lik. Man könne im Übri­gen die Men­schen in der Stadt nicht zäh­len, die gerade durch die Ver­fol­gung gleich­sam zum zwei­ten Mal katho­lisch gewor­den seien; unter der Decke blühe das kirch­li­che Leben wie nie zuvor. Zwar seien die Kir­chen geschlos­sen, aber dafür gebe es vier­zig neue ver­bor­gene Got­tes­dienst­stät­ten. In eine die­ser Got­tes­dienst­stät­ten führte der Hotel­di­rek­tor die Eng­län­de­rin. Die Besit­ze­rin des Hau­ses emp­fängt die bei­den und führt die Fremde durch meh­rere Räume zu einem Schlaf­zim­mer. Zwi­schen zwei Bet­ten steht dort auf einem Tisch, von Blu­men umge­ben, ein Schmuck­käst­chen. Eine Kerze wird ange­zün­det, das Con­fi­teor klingt auf durch den stil­len Raum. Dann öff­net die Frau das Käst­chen und ent­nimmt ihm eine sil­berne Kap­sel, darin wohnt der Hei­land der Welt. Die Fremde emp­fängt die Kom­mu­nion. Nie im Leben hat sie unter sol­chen Umstän­den den Leib des Herrn emp­fan­gen. Ihr Leben lang wird sie die Kom­mu­nion in Ver­a­cruz nicht ver­ges­sen. Als sie sich von der Frau des Hau­ses ver­ab­schie­det, erfährt sie, dass das Aller­hei­ligste sich schon seit Mona­ten in die­sem Raum befin­det. Nie­mand schlafe dort, die Zim­mer­ein­rich­tung sei eine bloße Tar­nung. „Sehen Sie“, sagt die Frau des Hau­ses, „als wir den Hei­land noch nicht bei uns hat­ten, haben wir ent­setz­lich unter der Ver­fol­gung gelit­ten. Seit­dem wir das höchste Gut bei uns haben, ist alles Bit­tere und Schwere, das wir mit Got­tes Zulas­sung durch­zu­ma­chen haben, viel leich­ter zu tra­gen. Jesus ist bei uns, und wir sind bei ihm. Mehr braucht es nicht, um selbst in die­sen Ver­fol­gungs­zei­ten glück­lich zu sein.“

Der Rechts­an­walt Flo­res Gonzáles war der Füh­rer der katho­li­schen Jugend­be­we­gung in Guad­a­la­jara. Lange gesucht, wurde er end­lich gefasst. Mit den Dau­men an einen Fla­schen­zug gebun­den, zog man ihn hoch und ließ ihn wie­der sin­ken, zwan­zig Mal, drei­ßig Mal, man trat auf den Kör­per des Ohn­mäch­ti­gen und gab ihm schließ­lich den Gna­den­schuss. Am ande­ren Tage stan­den Witwe und Kin­der wei­nend vor dem Sarg des gelieb­ten Toten. Die Mut­ter hob den Kleins­ten hoch, damit er den Vater noch ein­mal sehe. Auf die Frage, was dem Vater zuge­sto­ßen sei, ant­wor­tete das Kind: „Der Vater hat das Jesus­kind so lieb gehabt, des­we­gen haben ihn böse Men­schen getö­tet.“ Mit Flo­res Gonzáles star­ben den Hel­den­tod für Chris­tus zwei Brü­der, Var­gas mit Namen. Der eine war Stu­dent der Medi­zin, der andere Elek­tro­tech­ni­ker. Ein drit­ter Bru­der ent­kam. Als Nach­barn dem Vater ihre Teil­nahme aus­drück­ten, erwi­derte der alte Mann mit christ­li­chem Stolz: „Bei­leid? Gra­tu­liert mir lie­ber.“ Die Mut­ter aber sagte zu ihrem drit­ten Sohn, der ja ent­kom­men war: „Junge, du hat­test die Krone schon in der Hand. Warum hast du sie wie­der fal­len las­sen?“ Den bei­den Var­gas schlie­ßen sich die bei­den Brü­der Huerta an, Schau­spie­ler der eine, Mecha­ni­ker der andere. Sie woll­ten ihre bei­den geist­li­chen Brü­der nicht ver­ra­ten, des­halb fol­terte man sie mit­ten in der Nacht auf dem Fried­hof. Die bei­den lie­ßen sich nicht mürbe machen. Wäh­rend der Quä­le­reien bat der Ältere um ein Licht, beleuch­tete damit seine Brust und rief: „Hier ist das Herz, das bereit ist, für Gott zu ster­ben!“ Im sel­ben Augen­blick krachte die Salve, beide Män­ner fie­len. Der eine hin­ter­ließ elf, der andere zehn Kin­der. Doch die erwähn­ten Hel­den sind nicht voll­zäh­lig. Am 3. August 1927 ver­ließ das gläu­bige Volk nach dem Hoch­amt die Mari­en­kir­che in Guad­a­la­jara. Als sie her­aus­ka­men, schos­sen Poli­zis­ten Salve auf Salve in die Menge. Kir­chen­lie­der und Hoch­rufe auf Chris­tus, den König, über­tön­ten das Knat­tern der Gewehre. Hun­dert Men­schen: Män­ner, Frauen und Kin­der blie­ben auf dem Platz. Die treuen katho­li­schen Laien Mexi­kos haben ein Zeug­nis des Glau­bens abge­legt, nicht mit ihrem Munde, son­dern in der Tat und mit ihrem Blute.

Bewun­derns­wert war das Bekennt­nis der Jugend­li­chen; sie hat­ten ja das Leben noch vor sich. Und indem sie sich zur Reli­gion bekann­ten, ver­dar­ben sie sich alle Zukunfts­chan­cen. In León, einer gro­ßen mexi­ka­ni­schen Stadt, wur­den am 3. Januar 1927 Mit­glie­der der katho­li­schen Jugend­ver­ei­ni­gung ergrif­fen und grau­sam getö­tet, weil sie tap­fer für die Rechte der Kir­che ein­ge­tre­ten waren. Alle emp­fin­gen am Tag des Mar­ty­ri­ums die hei­lige Kom­mu­nion. Der Erste fas­tete den gan­zen vor­ge­hen­den Tag; sei­ner Frau, die ihm wei­nend sei­nen klei­nen Sohn zeigte, erklärte er: „Wenn ich zehn Söhne gehabt hätte, ich ließe sie alle für Gott.“ Der Zweite starb mit dem Rufe: „Für Gott und seine Ehre!“ Der Dritte, an Keusch­heit und Liebe dem hei­li­gen Lud­wig ähn­lich, sagte zu sei­ner Mut­ter: „Ich sehne mich zu ster­ben, weil ich weiß, dass der Herr Blut will, um unser Vater­land zu ret­ten.“ Als seine Eltern ihn tot sahen, sag­ten sie: „Kind, bitte für deine Eltern und deine Brü­der, auf dass sie dein Bei­spiel nach­ah­men kön­nen, denn du musst sicher schon im Para­diese sein.“ In der Pro­vinz Jalisco ergriff eine Abtei­lung einen Jüng­ling aus dem ein­fa­chen Volk von kaum 18 Jah­ren. Nie­der mit Chris­tus, soll er rufen. Ent­rüs­tet weist er die Zumu­tung ab. Er sei katho­li­scher Christ und werde so etwas nie sagen. Sie fes­seln ihn, bin­den ihn an ein Last­auto, fah­ren los und schlei­fen den Jüng­ling nach, bis er am gan­zen Kör­per mit Wun­den bedeckt und blut­über­strömt vor sei­nem Vater­haus ankommt. Dort drän­gen sie ihn noch mehr, zu rufen: Hoch Cal­les, nie­der mit Chris­tus! Aber der Jüng­ling ent­geg­net nur immer wie­der: „Ich bin katho­li­scher Christ. Ich lobe und preise Chris­tus, mei­nen König.“ Als sie ihn schließ­lich mit Bajo­nett­sti­chen dazu brin­gen wol­len, Chris­tus zu ver­leug­nen, ruft eine Zeu­gin die­ses Schau­spiels die Mut­ter her­bei. Sie trifft ihr Kind in einem schreck­li­chen Zustand. Aber mit dem Hel­den­mut der Mut­ter der Mak­ka­bäer ruft sie ihm zu: „Und wenn sie dich töten, mein Junge, ver­leugne den Glau­ben nicht! Der Glaube ist mehr wert als dein Leben. Es lebe Chris­tus, der König!“ „Es lebe Chris­tus, der König!“ ruft der Jüng­ling mit letz­ter Kraft und stirbt.

José Sánchez del Rio war 13 Jahre alt. Er wurde am 5. Februar 1928 wegen sei­ner Anhäng­lich­keit an den katho­li­schen Glau­ben ver­haf­tet und ins Gefäng­nis ein­ge­lie­fert. Die Eltern setz­ten alles daran, ihn aus der Haft zu befreien, aber ohne Erfolg. Doch eines erreich­ten sie, dass seine Schwes­ter ihn besu­chen durfte. Unter den Din­gen, die das Mäd­chen bei die­ser Gele­gen­heit dem gefan­ge­nen Bru­der mit­brachte, befand sich ver­steckt ein Schatz von unschätz­ba­rem Wert. Magda­lena brachte ihrem Bru­der den Hei­land in der Brots­ge­stalt mit. Mit rüh­ren­der Andacht emp­fing der 13-Jäh­rige die hei­lige Kom­mu­nion. Nun mochte kom­men, was wollte. In Chris­tus gefes­tigt würde er stark blei­ben, selbst wenn er für den Glau­ben ster­ben muss. Noch am sel­ben Tage erging das Todes­ur­teil über ihn. Wenige Stun­den spä­ter, mit­ten in der Nacht, soll es auf dem Fried­hof voll­streckt wer­den. Mit dem Ruf: „Hoch, Chris­tus König!“ unter­schreibt der 13-Jäh­rige am 10. Februar 1928 sein Todes­ur­teil. Um 11 Uhr in der Nacht holen die Hen­ker den Jun­gen zu sei­nem letz­ten Gang ab. Mit den Gruß: „Hoch, Chris­tus König!“ emp­fängt er seine Mör­der. Immer wie­der schallt der Ruf auf dem Weg zum Fried­hof durch die nacht­stil­len Stra­ßen der Stadt. Die weni­gen Pas­san­ten blei­ben ste­hen und bli­cken ver­wun­dert auf das mutige Kind. Fens­ter öff­nen sich, Neu­gie­rige fra­gen: Was ist? Wer wird erschos­sen? Aber zwi­schen­durch schmet­tert der Ruf des jun­gen Hel­den: „Hoch, Chris­tus König!“ Schon hört man, wie hie und da aus der Fins­ter­nis der­selbe Ruf ertönt. Von Mund zu Mund pflanzt sich der Schrei fort. Hun­derte sind es bereits, die so rufen: Hoch, Chris­tus König! Die Hen­ker brül­len den Jun­gen an, dass er schwei­gen solle. Seine Ant­wort lau­tet noch freu­di­ger als vor­her: „Hoch, Chris­tus König!“ Da saust ein Schlag auf das Kind nie­der, dass es tau­melnd auf das harte Pflas­ter fällt, Blut fließt aus Mund und Nase. Müh­sam erhebt sich das Kind, und schon wie­der steigt zum nächt­li­chen Him­mel der Ruf empor: „Hoch, Chris­tus König!“ End­lich erreicht der Zug den Fried­hof; das Grab ist schon aus­ge­ho­ben. Selbst stellt sich das Kind hin, und wäh­rend das Kom­mando zum Schie­ßen ertönt und die Kugel es trifft, ruft das Kind zum letz­ten Mal tap­fer, mutig und treu: „Hoch, Chris­tus König!“ So starb zu Sahu­ayo de Diaz in Mexiko am 10. Februar 1928 José Sánchez del Rio, ein 13jäh­ri­ger Christ­kö­nigs­held.

In Mexiko erlit­ten unter Cal­les 160 Pries­ter und viel mehr Laien, Män­ner, Frauen und Kin­der den Mar­ty­rer­tod. Eini­gen riss man die Zunge her­aus, schlug ihnen durch Dau­men und Fin­ger­spit­zen Eisen, brach ihnen die Kno­chen Stück für Stück. Die Mar­ty­rer bezeu­gen die Macht der Gnade, die Kraft des Glau­bens, die Leben­dig­keit der Kir­che. In Deutsch­land, meine lie­ben Freunde, geschieht bis zur Stunde keine blu­tige Ver­fol­gung der katho­li­schen Chris­ten. Aber es steigt unauf­hör­lich die von den Mas­sen­me­dien geschürte Gering­schät­zung, Abnei­gung und Feind­se­lig­keit gegen uns, gegen die wahre katho­li­sche Reli­gion und gegen ihre Anhän­ger. Was sich in der jahr­zehn­te­lan­gen Ani­mo­si­tät anstaut, kann eines Tages zu einer furcht­ba­ren Ent­la­dung kom­men. Wenn eine anhal­tende wirt­schaft­li­che Depres­sion ein­tritt, wenn Mas­sen­ar­beits­lo­sig­keit ihre ver­hee­rende Wir­kung ent­fal­tet, wenn poli­ti­scher Druck von außen unser Land bedrängt, dann kann die gesam­melte Not­lage ihr Ven­til suchen und fin­den in der Anklage gegen die katho­li­sche Kir­che und ihre Beken­ner. Und diese Anschul­di­gung kann sich auch sehr bald zu kon­kre­ten Maß­nah­men der Aus­gren­zung, des Aus­schlus­ses und der Äch­tung der katho­li­schen Chris­ten ver­dich­ten. Wer Ohren hat, zu hören, der hört die Arbeit der Ver­fol­ger in den Redak­ti­ons­stu­ben und in den Par­tei­lo­ka­len. Erin­nern wir uns recht­zei­tig an die mexi­ka­ni­schen Mar­ty­rer, meine lie­ben Freunde. Stär­ken wir uns an ihrem Beken­ner­mut. Rich­ten wir uns auf an ihrer Furcht­lo­sig­keit. Ahmen wir ihren Opfer­geist nach.

Amen. 
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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #7827 am: 03. Oktober 2019, 08:29:53 »
Hat Klein Menschlein etwa gedacht - Dass die Gebote vom Lieben Gott nicht für alle Zeiten in Kraft bleiben würden?!

Der Mensch, der entgegen dem Gesetze Gottes handelt und sich IHM widersetzt, entwürdigend das Wort vom Lieben Gott.

Der Mensch, der sich gut verhält, empfängt auch Gutes vom Lieben Gott.

Klein Menschlein, wenn es sich böse verhält, empfängt es das böse für sein böses Verhaltens. Wenn es keine Reue zeigt, dies weder einsehen will, noch beichtet und keinen festen Vorsatz fasst, sich zu bessern, kommt zum bösen noch mehr böses dazu.

Diese Generation macht keine Fortschritte zum Lieben Gott hin, diese Generation hat Den Willen vom Lieben Gott entwürdigt, indem sie das Gesetz Gottes nach Gutdünken selbst interpretiert, was zu höchster Ungnade geführt hat, infolge einer freien Interpretation dessen, was heilig ist. Wehe, wehe ...!
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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #7828 am: 03. Oktober 2019, 11:08:28 »
Wacht auf !

Zeugnis von Dan Lynch

Genau zwei Jahre vor dem Anschlag auf Amerika, am 11. September 1999 stand ich mit der irischen Mystikerin Christina Gallagher im Batterie-Park in New York City an der Spitze der Insel Manhattan im Schatten des Welthandelszentrums (World-Trade-Center). Ich wies auf das ungeheure Ausmaß der Zwillingstürme des World-Trade-Centers hin als ein Symbol von Amerikas Wirtschaftsmacht und unser Vertrauen auf die Priorität der Macht über dem Gebet. Als ich das sagte, machte Christina mit dem Arm eine ausholende Bewegung in Richtung der Doppeltürme und prophezeite: "Dan, wenn die Amerikaner sich nicht zurück zu Gott bekehren, wird dies alles zerstört werden!" (...)
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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #7829 am: 03. Oktober 2019, 15:57:40 »
Oh Mutter, unendlich gross ist Dein Schmerz, weil jetzt immer noch mehr Furchtbares geschieht. Das KREUZ des HERRN wird niedergerissen und entfernt. Verflucht sind die Hände, die das vollbringen, verflucht die Lippen, die solches anordnen. Das ist schlimmer, als der Verrat des Petrus, denn dieser hat seine Schuld eingestanden, hat bitterlich geweint und ist zum HERRN zurückgekehrt. Und was tun heute so viele Bischöfe und Priester? Sie schweigen und stehen nicht ein für das KREUZ. Ungläubige Richter und Regierungen haben angeordnet, die Kreuze zu entfernen. Wohl wissen sie um das KREUZ, doch sie wollen es nicht mehr, denn sie wollen dem HERRN nicht mehr folgen und nicht mehr anerkennen, was der HERR für die Menschheit getan hat, dass ER sie erlöst hat von Sünde und Schuld, vor dem ewigen Verderben.

(Myrtha-Maria, 2009)

https://gloria.tv/article/hsycMn8x6fqZ4GxAW2cLPDMFP
« Letzte Änderung: 03. Oktober 2019, 15:58:23 von Tina 13 »
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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #7830 am: 03. Oktober 2019, 19:54:24 »
Hl. Adelgott

Bischof von Chur

† 3. Oktober 1160 in Chur in der Schweiz

Adalgott war Mönch im Zisterzienserkloster Clairvaux im heutigen Longchamp-sur-Aujon und Schüler von Bernhard. 1151 wurde er Bischof von Chur, reformierte Klöster, veranlasste den Bau der Kathedrale in Chur und gründete 1150 das vom Grafen Udalrich von Traspis und seiner Frau Utta gestiftete Benediktinerkloster Marienberg bei Mals / Malles in Südtirol.
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

Offline Tina 13

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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #7831 am: 03. Oktober 2019, 20:43:00 »
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Buch Nehemia 8,1-4a.5-6.7b-12.

Das ganze Volk versammelte sich geschlossen auf dem Platz vor dem Wassertor und bat den Schriftgelehrten Esra, das Buch mit dem Gesetz des Mose zu holen, das der Herr den Israeliten vorgeschrieben hat.
Am ersten Tag des siebten Monats brachte der Priester Esra das Gesetz vor die Versammlung; zu ihr gehörten die Männer und die Frauen und alle, die das Gesetz verstehen konnten.
Vom frühen Morgen bis zum Mittag las Esra auf dem Platz vor dem Wassertor den Männern und Frauen und denen, die es verstehen konnten, das Gesetz vor. Das ganze Volk lauschte auf das Buch des Gesetzes.
Der Schriftgelehrte Esra stand auf einer Kanzel aus Holz, die man eigens dafür errichtet hatte.
Esra öffnete das Buch vor aller Augen, denn er stand höher als das versammelte Volk. Als er das Buch aufschlug, erhoben sich alle.
Dann pries Esra den Herrn, den großen Gott; darauf antworteten alle mit erhobenen Händen: Amen, amen! Sie verneigten sich, warfen sich vor dem Herrn nieder, mit dem Gesicht zur Erde.
Die Leviten erklärten dem Volk das Gesetz; die Leute blieben auf ihrem Platz.
Man las aus dem Buch, dem Gesetz Gottes, in Abschnitten vor und gab dazu Erklärungen, so dass die Leute das Vorgelesene verstehen konnten.
Der Statthalter Nehemia, der Priester und Schriftgelehrte Esra und die Leviten, die das Volk unterwiesen, sagten dann zum ganzen Volk: Heute ist ein heiliger Tag zu Ehren des Herrn, eures Gottes. Seid nicht traurig und weint nicht! Alle Leute weinten nämlich, als sie die Worte des Gesetzes hörten.
Dann sagte Esra zu ihnen: Nun geht, haltet ein festliches Mahl und trinkt süßen Wein! Schickt auch denen etwas, die selbst nichts haben; denn heute ist ein heiliger Tag zur Ehre des Herrn. Macht euch keine Sorgen; denn die Freude am Herrn ist eure Stärke.
Auch die Leviten beruhigten das ganze Volk und sagten: Seid still, denn dieser Tag ist heilig. Macht euch keine Sorgen!
Da gingen alle Leute nach Hause, um zu essen und zu trinken und auch andern davon zu geben und um ein großes Freudenfest zu begehen; denn sie hatten die Worte verstanden, die man ihnen verkündet hatte.

Psalm 19(18),8.9.10.

Die Weisung des Herrn ist vollkommen,
sie erquickt den Menschen.
Das Gesetz des Herrn ist verlässlich,
den Unwissenden macht es weise.

Die Befehle des Herrn sind richtig,
sie erfreuen das Herz;
das Gebot des Herrn ist lauter,
es erleuchtet die Augen.

Die Furcht des Herrn ist rein,
sie besteht für immer.
Die Urteile des Herrn sind wahr,
gerecht sind sie alle.

Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas - Lk 10,1-12.

In jener Zeit suchte der Herr zweiundsiebzig andere Jünger aus und sandte sie zu zweit voraus in alle Städte und Ortschaften, in die er selbst gehen wollte.
Er sagte zu ihnen: Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenig Arbeiter. Bittet also den Herrn der Ernte, Arbeiter für seine Ernte auszusenden.
Geht! Ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe.
Nehmt keinen Geldbeutel mit, keine Vorratstasche und keine Schuhe! Grüßt niemand unterwegs!
Wenn ihr in ein Haus kommt, so sagt als erstes: Friede diesem Haus!
Und wenn dort ein Mann des Friedens wohnt, wird der Friede, den ihr ihm wünscht, auf ihm ruhen; andernfalls wird er zu euch zurückkehren.
Bleibt in diesem Haus, esst und trinkt, was man euch anbietet; denn wer arbeitet, hat ein Recht auf seinen Lohn. Zieht nicht von einem Haus in ein anderes!
Wenn ihr in eine Stadt kommt und man euch aufnimmt, so esst, was man euch vorsetzt.
Heilt die Kranken, die dort sind, und sagt den Leuten: Das Reich Gottes ist euch nahe.
Wenn ihr aber in eine Stadt kommt, in der man euch nicht aufnimmt, dann stellt euch auf die Straße und ruft:
Selbst den Staub eurer Stadt, der an unseren Füßen klebt, lassen wir euch zurück; doch das sollt ihr wissen: Das Reich Gottes ist nahe.
Ich sage euch: Sodom wird es an jenem Tag nicht so schlimm ergehen wie dieser Stadt.
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

 

La Salette 1846



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