Autor Thema: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."  (Gelesen 4571033 mal)

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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #8160 am: 30. Januar 2020, 05:51:00 »
 ;tffhfdsds

Zweites Buch Samuel 7,18-19.24-29.

Nachdem Natan zum König David gesprochen hatte, ging dieser hin und setzte sich vor dem Herrn nieder und sagte: Wer bin ich, mein Herr und Gott, und was ist mein Haus, dass du mich bis hierher geführt hast?
Weil das in deinen Augen noch zu wenig war, mein Herr und Gott, hast du dem Haus deines Knechtes sogar Zusagen für die ferne Zukunft gemacht. Ist das eine Weisung, wie sie einem schwachen Menschen zukommt, mein Herr und Gott?
Du hast Israel auf ewig zu deinem Volk bestimmt, und du, Herr, bist sein Gott geworden.
Doch nun, Herr und Gott, verleih dem Wort, das du über deinen Knecht und über sein Haus gesprochen hast, für immer Geltung, und tu, was du gesagt hast.
Dann wird dein Name groß sein für ewige Zeiten, und man wird sagen: Der Herr der Heere ist Israels Gott!, und das Haus deines Knechtes David wird vor deinen Augen Bestand haben.
Denn du, Herr der Heere, Gott Israels, hast deinem Knecht offenbart: Ich will dir ein Haus bauen. Darum fand dein Knecht den Mut, so zu dir zu beten:
Ja, mein Herr und Gott, du bist der einzige Gott, und deine Worte sind wahr. Du hast deinem Knecht ein solches Glück zugesagt.
So segne jetzt gnädig das Haus deines Knechtes, damit es ewig vor deinen Augen Bestand hat. Denn du, mein Herr und Gott, hast es versprochen, und mit deinem Segen wird das Haus deines Knechtes für immer gesegnet sein.

Psalm 132(131),1-2.3.5.11.12.13-14.

O Herr, denk an David,
denk an all seine Mühen,
wie er dem Herrn geschworen,
dem starken Gott Jakobs gelobt hat:

«Nicht will ich mein Zelt betreten
noch mich zur Ruhe betten,
bis ich eine Stätte finde für den Herrn,
eine Wohnung für den starken Gott Jakobs.»

Der Herr hat David geschworen,
einen Eid, den er niemals brechen wird:
«Einen Spross aus deinem Geschlecht
will ich setzen auf deinen Thron.

Wenn deine Söhne meinen Bund bewahren,
mein Zeugnis, das ich sie lehre,
dann sollen auch ihre Söhne
auf deinem Thron sitzen für immer.»

Denn der Herr hat den Zion erwählt,
ihn zu seinem Wohnsitz erkoren.
Das ist für immer der Ort meiner Ruhe;
hier will ich wohnen, ich hab' ihn erkoren.

Aus dem Heiligen Evangelium nach Markus - Mk 4,21-25.

In jener Zeit sprach Jesus: Zündet man etwa ein Licht an und stülpt ein Gefäß darüber oder stellt es unter das Bett? Stellt man es nicht auf den Leuchter?
Es gibt nichts Verborgenes, das nicht offenbar wird, und nichts Geheimes, das nicht an den Tag kommt.
Wenn einer Ohren hat zum Hören, so höre er!
Weiter sagte er: Achtet auf das, was ihr hört! Nach dem Maß, mit dem ihr messt und zuteilt, wird euch zugeteilt werden, ja, es wird euch noch mehr gegeben.
Denn wer hat, dem wird gegeben; wer aber nicht hat, dem wird auch noch weggenommen, was er hat.
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #8161 am: 31. Januar 2020, 06:52:31 »
Predigt von Professor May

Pre­digtreihe: Die Kir­chen­ge­bote (Teil 1)

13. April 1986
Die Pflicht, den Sonn­tag zu hei­li­gen

Im Namen des Vaters und des Soh­nes und des Hei­li­gen Geis­tes. Amen.

Geliebte im Herrn!

„Du sollst an jedem Sonn- und Fei­er­tag eine hei­lige Messe mit Andacht hören!“ So lau­tet das zweite Kir­chen­ge­bot, das wir als Kin­der gelernt haben. Die­ses Gebot ist nach wie vor gül­tig. Du sollst jeden Sonn- und Fei­er­tag – gemeint sind die gebo­te­nen Fei­er­tage – eine hei­lige Messe mit Andacht hören!

Daß der Sonn­tag zu hei­li­gen ist, sagt uns Got­tes Gebot. Wie der Sonn­tag zu hei­li­gen ist, sagt das Kir­chen­ge­bot. Die Sonn- und Fei­er­tags­hei­li­gung hat zu gesche­hen, indem der Christ, indem der katho­li­sche Christ sich an dem betei­ligt, was der größte Schatz sei­ner Kir­che ist, näm­lich dem hei­li­gen Meß­op­fer. Es ist nichts denk­bar, was über den Wert der hei­li­gen Messe gehen könnte auf Erden. Das ist das größte, das schönste und das beglü­ckendste Geschenk, das unser Herr und Hei­land sei­ner Gemeinde, sei­ner Kir­che, uns ver­macht hat.

Du sollst alle Sonn- und Fei­er­tage eine hei­lige Messe mit Andacht hören! Man wun­dert sich, daß ein sol­ches Gebot not­wen­dig ist. Man sollte mei­nen, die Chris­ten wür­den strö­men an den Ort, wo das Meß­op­fer gefei­ert wird, wo die Men­schwer­dung sich in gewis­ser Hin­sicht erneu­ert, wo das Kreu­zes­op­fer in die Gegen­wart ein­tritt. Man sollte mei­nen, wir wür­den nicht mehr las­sen von der Teil­nahme an die­sem hei­li­gen Gesche­hen. Aber nein, die Kir­che muß sagen: „Du sollst alle Sonn- und Fei­er­tage eine hei­lige Messe mit Andacht hören!“ Ja, wie kommt das denn ?

Der Grund ist darin gele­gen, daß ein­mal der Glaube bei vie­len Chris­ten schwach und daß zum ande­ren das Fleisch bei vie­len schwach ist.

Der Glaube ist schwach. Man kann das eucha­ris­ti­sche Opfer nur schät­zen, wenn man Glau­ben hat, denn etwas Irdisch-Thea­tra­lisch-Sicht­ba­res geschieht hier nicht. Das ist nicht pri­ckelnd und rei­zend wie eine Thea­ter­auf­füh­rung oder auch nur ein Fern­seh­film, son­dern das ist etwas Tief-Inner­li­ches, Ver­bor­ge­nes, Geheim­nis­vol­les, das sich nur dem erschließt, der sich Jesus zuge­wandt hat und den Glau­ben ange­nom­men hat und aus dem Glau­ben lebt. Weil aber viele den Glau­ben nicht, nicht mehr oder nicht unge­bro­chen haben, des­we­gen zie­hen sie eben das warme Bett oder den Aus­flug oder den Besuch dem Meß­op­fer vor. Es fehlt am Glau­ben!

Dazu kommt die Schwä­che des Flei­sches. „Der Geist ist zwar wil­lig, aber das Fleisch ist schwach.“ Der Mensch ent­schul­digt sich leicht. Es gibt Ent­schul­di­gungs­gründe, die uns berech­ti­gen, von der Feier des hei­li­gen Meß­op­fers fern­zu­blei­ben: Krank­heit oder ein Not­fall. Wenn ein Feuer aus­bricht, dann muß ich das Feuer löschen und kann jetzt nicht zur hei­li­gen Messe eilen, das ist ja selbst­ver­ständ­lich. Es gibt Ent­schul­di­gungs­gründe, aber bei vie­len Men­schen wer­den sie zu leicht genom­men. Sie ent­schul­di­gen sich zu bil­lig. Vor Men­schen mag das hin­ge­hen, aber vor Gott wird es nichts hel­fen. Gott wird sie ein­mal fra­gen: „Wie hast du die­ses Gebot geach­tet: Du sollst jeden Sonn- und Fei­er­tag eine hei­lige Messe mit Andacht hören, jenes Gebot, das die Vor­ste­her der Kir­che in mei­ner Stell­ver­tre­tung erlas­sen haben?“

Aber nun kommt das wich­tigste: Warum müs­sen wir denn eine hei­lige Messe mit Andacht hören? Ist denn die Messe so uner­setz­lich? Gibt es dafür kei­nen Ersatz? Kann man nicht auch in den Wald gehen oder auf die Höhe oder ans Meer und dort beten? O gewiß! O gewiß! Das kann man! Nur fin­det man dort nicht die Gegen­wart des Kreu­zes­op­fers Christi! Man kann am Strand beten und unter hohen Fich­ten­bäu­men, aber da ist nicht der Opfe­r­al­tar, da ist nicht die Ver­ge­gen­wär­ti­gung des Gesche­hens von Gol­go­tha, da ist nicht der Opfer­pries­ter Jesus Chris­tus, und da ist nicht die Opfer­gabe, näm­lich eben der­selbe Jesus Chris­tus. Das alles fin­det sich nur im Meß­op­fer der einen hei­li­gen katho­li­schen Kir­che.

Du sollst eine hei­lige Messe mit Andacht hören! Das heißt eine ganze hei­lige Messe. Und wir haben als Kin­der auch die Kasu­is­tik gelernt, also die ein­zel­nen Fälle zu unter­schei­den, wann man noch sagen kann, das ist eine ganze hei­lige Messe. Das ist nicht über­flüs­sig. Man war eben frü­her genau im Reli­gi­ons­un­ter­richt und in der Unter­wei­sung. Und die Leh­rer haben uns – und das war rich­tig – gesagt: Man muß wenigs­tens bei Opfe­rung (Opfer­vor­be­rei­tung), Wand­lung und Kom­mu­nion zuge­gen sein. Das sind die drei Haupt­teile der hei­li­gen Messe: Opfe­rung (Opfer­vor­be­rei­tung), Wand­lung und Kom­mu­nion.

In der Gegen­wart hat eine Kam­pa­gne dage­gen ein­ge­setzt, den ers­ten Haupt­teil als „Opfe­rung“ zu bezeich­nen. Der Name für diese Phase der hei­li­gen Messe kommt daher, daß ein­mal die Gläu­bi­gen frü­her – und auch heute noch – bei die­ser Gele­gen­heit opfern. Sobald die soge­nannte Opfe­rung beginnt, geht der Klin­gel­beu­tel herum, und das ist übrig­ge­blie­ben von den frü­he­ren Opfer­ga­ben, wo die Gläu­bi­gen nicht nur Geld brach­ten, son­dern andere Gaben wie Getreide, Öl, Wein, Flachs. Der Opfer­gang der Gläu­bi­gen hat die­ser Phase der hei­li­gen Messe den Namen gege­ben, aber nicht nur er, son­dern hier wird tat­säch­lich auch etwas auf­ge­op­fert, näm­lich die Gaben von Brot und Wein, die bestimmt sind, in das kost­bare Blut und in den kost­ba­ren Leib des Herrn ver­wan­delt zu wer­den.

Es wird auch vom Pries­ter etwas auf­ge­op­fert. Er son­derte frü­her aus den dar­ge­brach­ten Gaben einige aus, näm­lich Brot und Wein, und opferte sie dem himm­li­schen Vater auf. Heute erfolgt keine Aus­son­de­rung mehr, weil die Gläu­bi­gen eben keine Natural­ga­ben mehr brin­gen; aber die Auf­op­fe­rung ist heute genauso vor­zu­neh­men wie vor 1500 oder 1800 Jah­ren. Brot und Wein wer­den dem himm­li­schen Vater vom Pries­ter auf­ge­op­fert und geweiht – in einer vor­läu­fi­gen Weise. Und des­we­gen ist es nicht falsch zu sagen, daß das eine Opfe­rung ist. Frei­lich muß man dabei immer sich vor Augen hal­ten, daß das eigent­li­che Opfer der hei­li­gen Messe selbst­ver­ständ­lich das Opfer Christi ist, das er am Kreuze voll­bracht hat, das in der hei­li­gen Messe gegen­wär­tig wird und das wir dann dem himm­li­schen Vater dar­brin­gen, gegen­wär­tig wird bei der zwei­ten, ja bei der eigent­li­chen Haupt­phase der hei­li­gen Messe, näm­lich bei der Wand­lung. Nur steht eben hier für unser beschränk­tes Fas­sungs­ver­mö­gen im Vor­der­grund die Gegen­wart des Lei­bes und des Blu­tes Christi. In der Wand­lung geschieht, daß die Sub­stanz des Bro­tes und die Sub­stanz des Wei­nes in den Leib und das Blut des Herrn ver­wan­delt wer­den. Wer tut denn das? Das tut Chris­tus. Wodurch tut er es? Er tut es durch den Pries­ter.

Wan­deln geht über die Kräfte des Pries­ters hin­aus, das kann kein Mensch, das kann nur Gott, unser Gott und Hei­land Jesus Chris­tus. Aber er will bei die­sem Vor­gang ein Werk­zeug haben, er, der All­mäch­tige bedient sich eines schwa­chen Werk­zeugs, näm­lich des geweih­ten Pries­ters. Und wenn der Pries­ter die Wand­lungs­worte spricht, dann wan­delt Gott durch sei­nen Hei­li­gen Geist diese Gaben. Der Pries­ter ist Stell­ver­tre­ter, uner­läß­li­cher Stell­ver­tre­ter, aber die Kraft der Wand­lung kommt von Gott.

Wenn die Gaben dann auf dem Altare lie­gen, Christi Leib und Christi Blut, dann erfolgt die Auf­op­fe­rung, dann betet der Pries­ter, daß der Vater im Him­mel die himm­li­schen Gaben, die er uns selbst geschenkt hat, annehme. Und das ist unsere Gabendar­brin­gung. Jetzt haben wir ja das Kost­barste, was es auf Erden, ja was es im Him­mel geben kann, näm­lich den Sohn Got­tes. Den haben wir jetzt auf dem Altare. Und jetzt bie­ten wir Gott nicht mehr Brot und Wein dar, jetzt brin­gen wir die kost­barste Gabe, die Gott je ersin­nen konnte, sei­nen hei­li­gen, ein­ge­bo­re­nen Sohn dar.

Die dritte Haupt­phase ist der Genuß die­ser Speise. Wenn Gott uns sei­nen Sohn schenkt, dann nicht nur, daß er bei uns ist, son­dern daß er sich mit uns ver­ei­nigt. Wir sol­len ihn essen und trin­ken, natür­lich nicht nur mit dem Munde, son­dern die Auf­nahme mit dem Munde soll beglei­tet sein von der Auf­nahme ins Herz. Was wir mit dem Munde emp­fan­gen, das sol­len wir mit rei­nem Her­zen auf­neh­men. Er will bei uns sein, um in uns Woh­nung zu neh­men, die hei­lig­ma­chende Gnade zu ver­meh­ren, um uns Kraft zu geben gegen die bösen Begier­den. Er will bei uns sein, um uns Unsterb­lich­keits­keime ein­zu­set­zen, damit wir beim Tode anfan­gen kön­nen zu leben, zu leben in sei­ner Ewig­keit. Das ist der Sinn der hei­li­gen Kom­mu­nion.

Da kann man sich nur wun­dern, meine lie­ben Freunde, wenn es in Erst­kom­mu­ni­on­tex­ten, in Tex­ten, die zur Erst­kom­mu­nion den Kin­dern vor­ge­legt und in die Hand gege­ben wer­den, heißt: „Darum hat uns Gott Gemein­schaft gege­ben. Beim Mahl schenkt er Wein uns und Brot.“ Nein! Nein! Er schenkt nicht Wein und Brot, das haben wir ja zu Hause, dazu brau­chen wir nicht in die Kir­che zu kom­men. Nein!! Er schenkt uns sei­nen Leib und sein Blut!

Nein, meine Freunde, so ist es nicht, wie es in dem genann­ten Text heißt. In die­sem kost­ba­ren Geschenk der hei­li­gen Kom­mu­nion, da wird uns der gege­ben, den die Him­mel der Him­mel nicht fas­sen kön­nen, Jesus Chris­tus, der Sohn Got­tes mit Gott­heit und Mensch­heit, mit Fleisch und Blut, mit Leib und Seele.

Du sollst an jedem Sonn- und Fei­er­tag eine hei­lige Messe mit Andacht hören, d.h. du sollst nicht nur kör­per­lich dabei sein und mit dei­nen Gedan­ken in der Fami­lie oder am Arbeits­platz oder beim Ver­gnü­gen. Nein, du sollst mit Andacht, d.h. mit inne­rer Her­zens­hin­gabe, die­ses Gesche­hen mit­fei­ern. Du sollst dich anschlie­ßen an den Pries­ter, wenn er das Meß­op­fer fei­ert, du sollst die Gesin­nun­gen haben, die die­sem Gesche­hen ange­mes­sen sind. Und wel­ches sind diese Gesin­nun­gen?

Sie las­sen sich mit weni­gen Sät­zen aus­drü­cken: Im Meß­op­fer geht der Sohn Got­tes in sakra­men­ta­ler Weise durch Tod und Auf­er­ste­hung zum Vater, weil das Kreu­zes­op­fer und die Auf­er­ste­hung in dem geop­fer­ten und ver­klär­ten Leib und Blut Jesu Christi gegen­wär­tig wer­den. Chris­tus zieht die Opfer­ge­wän­der an und geht zum Vater. Da haben wir nichts ande­res zu tun, als zu rufen: Mein Hei­land, nimm mich mit! Du gehst zum Vater durch Tod und Auf­er­ste­hung. Mein Hei­land, nimm mich mit! Laß mich nicht zurück, nimm mich mit zu dei­nem Vater!

Wer so wäh­rend der Eucha­ris­tie­feier gebe­tet hätte, der hätte die hei­lige Messe mit Andacht mit­ge­fei­ert. Wenn er nur die ganze Messe rufen würde: Mein Hei­land, nimm mich mit!, dann hätte er das Meß­op­fer vor­züg­lich mit­ge­fei­ert. Selbst­ver­ständ­lich sol­len wir uns an die ein­zel­nen Teile anschlie­ßen, also bei der Opfe­rung sol­len wir das Unsere auf­op­fern, unsere Gedan­ken, Worte und Werke, alles was wir tun und was wir haben. Nach der Wand­lung sol­len wir dem himm­li­schen Vater Chris­tus auf­op­fern. Er ist ja jetzt da, und da sol­len wir ihm sagen: „Siehe auf dei­nen Sohn! Nimm ihn an als unser Opfer! Als dein Opfer nimmst du ihn ja sicher an, aber nimm ihn auch an als unser Opfer und hei­lige meine Seele! Tröste die Bedräng­ten, richte auf die Nie­der­ge­schla­ge­nen und Ver­zwei­fel­ten!“ Und bei der hei­li­gen Kom­mu­nion, da müß­ten wir rufen: „Jesus, Jesus, komm zu mir! O wie sehn' ich mich nach dir. Mei­ner Seele bes­ter Freund, wann werd' ich mit dir ver­eint?“ So müs­sen wir rufen.

Und wenn wir so die hei­lige Messe mit­fei­ern, dann wird die­ses Gesche­hen zur Segens­kraft und zur Segens­fülle und zur Segens­quelle unse­res Lebens wer­den.

Amen.
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #8162 am: 31. Januar 2020, 07:00:01 »
 ;tffhfdsds

Psalm 51(50),3-4.5-6ab.6cd-7.10-11.

Gott, sei mir gnädig nach deiner Huld,
tilge meine Frevel nach deinem reichen Erbarmen!
Wasch meine Schuld von mir ab,
und mach mich rein von meiner Sünde!

Denn ich erkenne meine bösen Taten,
meine Sünde steht mir immer vor Augen.
Gegen dich allein habe ich gesündigt,
ich habe getan, was dir missfällt.

So behältst du recht mit deinem Urteil,
rein stehst du da als Richter.
Denn ich bin in Schuld geboren;
in Sünde hat mich meine Mutter empfangen.

Sättige mich mit Entzücken und Freude!
Jubeln sollen die Glieder, die du zerschlagen hast.
Verbirg dein Gesicht vor meinen Sünden,
tilge all meine Frevel!

Aus dem Heiligen Evangelium nach Markus - Mk 4,26-34.

In jener Zeit sprach Jesus: Mit dem Reich Gottes ist es so, wie wenn ein Mann Samen auf seinen Acker sät;
dann schläft er und steht wieder auf, es wird Nacht und wird Tag, der Samen keimt und wächst, und der Mann weiß nicht, wie.
Die Erde bringt von selbst ihre Frucht, zuerst den Halm, dann die Ähre, dann das volle Korn in der Ähre.
Sobald aber die Frucht reif ist, legt er die Sichel an; denn die Zeit der Ernte ist da.
Er sagte: Womit sollen wir das Reich Gottes vergleichen, mit welchem Gleichnis sollen wir es beschreiben?
Es gleicht einem Senfkorn. Dieses ist das kleinste von allen Samenkörnern, die man in die Erde sät.
Ist es aber gesät, dann geht es auf und wird größer als alle anderen Gewächse und treibt große Zweige, so dass in seinem Schatten die Vögel des Himmels nisten können.
Durch viele solche Gleichnisse verkündete er ihnen das Wort, so wie sie es aufnehmen konnten.
Er redete nur in Gleichnissen zu ihnen; seinen Jüngern aber erklärte er alles, wenn er mit ihnen allein war.
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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #8163 am: 31. Januar 2020, 07:00:37 »
Hl. Maximus der Bekenner (um 580-662)
Mönch und Theologe
Centurie über die Theologie II, Nr. 10–11,35 (trad. © Evangelizo)

Das Wort Gottes, ein Senfkorn

Das Wort Gottes scheint, wie das Senfkorn, sehr klein zu sein, bevor es ausgesät wird.

Wenn es aber richtig ausgesät wurde, erweist es sich als so groß, dass der edle Verstand empfänglicher und vernunftbegabter Geschöpfe sich darauf niederlassen kann. Denn es umfasst das Denken aller Wesen. Aber das Wort selbst ist von keinem Wesen ganz zu erfassen. Deshalb kann derjenige, dessen Glaube so groß ist wie ein Senfkorn, durch das Wort Berge versetzen, wie der Herr gesagt hat (vgl. Mt 17,20), das heißt, die Macht, die der Teufel über uns hat, austreiben und das Fundament ändern.

Der Herr ist ein solches Senfkorn, das im Geiste durch den Glauben in die Herzen derjenigen gesät wird, die es aufnehmen. Wer es durch Tugendhaftigkeit sorgfältig gepflegt hat, versetzt damit den Berg irdischer Sorgen. Wenn er dann die Neigung zum Bösen von sich abgelegt hat – was schwer zu erreichen ist –, dann lässt er die Worte der Gebote und der Lebensformung oder die göttlichen Kräfte wie die Vögel des Himmels bei sich nisten. […] Wer den Herrn sucht, braucht ihn nicht außerhalb seiner selbst zu suchen, sondern die Suchenden müssen ihn in sich selbst suchen, und zwar durch den Glauben, der in ihnen wirksam ist.

Denn es heißt: „Das Wort ist dir nahe, es ist in deinem Mund und in deinem Herzen“ (Röm 10,8), nämlich das Wort des Glaubens, das Christus selber ist: das Wort des Einen, den wir suchen.
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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #8164 am: 01. Februar 2020, 13:39:56 »
Hl. Faustina Kowalska (1905-1938)
Ordensschwester
Tagebuch, Hauteville/Schweiz 1991, § 1322

„Warum habt ihr solche Angst?“

Durch Dunkel und Schatten der Nacht,
Steuert einsam mein Lebensschiff.
Ich treibe auf offenem Meer,
Und sehe kein Land und kein Riff.

Der kleinste Sturm kann mich versenken,
Mich bringen auf des Meeres Grund.
Würdest nicht Du, o Gott, mich lenken,
Jede Minute – zu jeder Stund.

Durch aufbrausende Meereswogen,
Schwimme ich ruhig – hin zum Licht.
Sehe die Ferne mit Kindesauge,
Denn Du, Herr, bist meine Zuversicht.

Rings um mich sind Entsetzen und Grauen,
Ich bleibe still – wie die Tiefe im Meer.
Denn wer zu Dir, Herr, fasste Vertrauen,
Geht nicht verloren – nach Deiner Lehr’.

Überall lauern Gefahren entgegen.
Ich schau zu den Sternen und fürchte mich nicht.
Ich gehe mutig und freudig des Weges,
Wie es einem reinen Herzen entspricht.

Mein Lebensschiff treibt sicher im Meer,
Denn Du, mein Gott, bist sein Steuermann.
In Demut danke ich Dir dafür,
Dass ich so friedlich treiben kann.
Ps 77,14-15 Gott, dein Weg ist heilig. / Wo ist ein Gott, so groß wie unser Gott? Du allein bist der Gott, der Wunder tut, / du hast deine Macht den Völkern kundgetan.

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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #8165 am: 02. Februar 2020, 12:51:46 »
Sel. Guerricus von Igny (um 1080-1157)
Zisterzienserabt
Erste Predigt zum Fest Darstellung des Herrn (trad. © Evangelizo)

„Simeon nahm das Kind in seine Arme und pries Gott“ (vgl. Lk 2,28)

„Lasst eure Lampen brennen“ (Lk 12,35). […] Zeigen wir durch dieses sichtbare Zeichen die Freude, die wir mit Simeon teilen, welcher in seinen Händen das Licht der Welt trägt. […] Lasst uns glühen in unserer Hingabe und strahlen durch unsere Werke, so werden wir mit Simeon Christus in unseren Händen tragen. […] Heute hat die Kirche den schönen Brauch, dass wir Kerzen tragen. […] Wer erinnert sich heute, wenn er seine brennende Lampe in der Hand hält, nicht an den seligen Greis? An diesem Tag nahm er Jesus in seine Arme, das Wort, das im Fleisch gegenwärtig ist, wie das Licht im Wachs, und bezeugte, dass er es ist, „das Licht, das die Heiden erleuchtet“. Simeon war gewiss selbst eine „Lampe, die brennt und leuchtet“, indem er Zeugnis ablegte vom Licht (Joh 5,35; vgl. Joh 1,7). Deshalb war er in den Tempel gekommen, geführt vom Heiligen Geist, der ihn erfüllte, „um dein Erbarmen, o Gott, zu empfangen inmitten deines Tempels“ (vgl. Ps 47(48),10 Vulg.) und um zu verkünden, dass es das Erbarmen und das Licht deines Volkes ist.

O Greis, strahlend von Frieden, du trugst das Licht nicht nur in deinen Händen, du wurdest von ihm durchdrungen. Du warst so von Christus erleuchtet, dass du im Voraus schautest, wie er die Völker erleuchten würde […], wie heute der Glanz unseres Glaubens aufleuchten würde. Freu dich nun, heiliger Greis; sieh heute, was du im Voraus erblickt hattest: Die Finsternis der Welt hat sich verflüchtigt, „Völker wandern zu deinem Licht“, „die ganze Erde ist erfüllt von seiner Herrlichkeit“ (Jes 60,3; vgl. Jes 6,3).
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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #8166 am: 02. Februar 2020, 12:55:21 »
Sieh die Stunde, da Maria, die Jungfrau und Königin, mit ihrem Sohn zum Tempel kam

„Es war am Tag Mariä Reinigung. Ich war in Foligno, in der Kirche der Minderbrüder. Und die Stimme sprach und sagte: „Sieh die Stunde, da Maria, die Jungfrau und Königin, mit ihrem Sohn zum Tempel kam.“ Meine Seele hörte mit großer Liebe, und nachdem sie gehört hatte, wurde sie verzückt; und in ihrer Ekstase sah sie, wie die Königin eintrat und sie ging vor ihr her, zitternd vor Ehrfurcht.

Ich zögerte jedoch; ich fürchtete mich davor näher zu kommen. Sie beruhigte mich und hielt mir Jesus hin und sagte zu mir: „O du, die du meinen Sohn liebst, empfange, den du liebst.“ Sie legte ihn in meine Arme; er war in Windeln gewickelt; er hatte die Augen geschlossen wie im Schlaf. Die Königin setzte sich nieder, wie eine Frau, die müde ist. Ihre Gesten waren so schön, ihre Haltung so wunderbar, ihre Gestalt so edel, ihr Aussehen so fein, dass meine Blicke sich nicht nur auf Jesus richten konnten, sondern auf seine Mutter schauen mussten.

Plötzlich wachte das Kind in meinen Armen auf. Seine Windeln waren herunter gefallen, es öffnete und schloss die Augen. Jesus schaute mich an; in einem einzigen Augenblick hatte er mich vollständig besiegt. Glanz kam aus seinen Augen und seine Freude strahlte wie eine blendende Flamme. Dann erschien er in seiner ungeheuren, unsagbaren Majestät und sagte zu mir: „Wer mich nicht klein gesehen hat, wird mich nicht groß sehen.“ Und er fügte hinzu: „Ich bin zu dir gekommen und ich schenke mich dir, damit du dich mir schenkst.“

Heilige Angela von Foligno

Buch der Visionen und Weisungen Nr. 45
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Offline amos

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Re: "Katechese, denn ein selbstgemachter Glaube ist wertlos."
« Antwort #8167 am: 02. Februar 2020, 16:03:39 »
 Simeon war im Tempel durch die Kraft des HeiligenGeistes wohl
der glücklichste Mensch dieser Welt -

Auch heute noch werden täglich Menschen von der Gnade Gottes
erfaßt und zu glücklichen Menschen gemacht.

Gelobt sei Jesus Christus!
Gott ist Liebe, und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott, und Gott bleibt in ihm.
1. Joh. 4.16

 

La Salette 1846



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Du hörst die Stimme deines Gewissens: Es lobt, tadelt oder quält dich. Diese Stimme kannst du nicht los werden. Sie weist dich hin auf Gott, den unsichtbaren Gesetzgeber. Daher lässt das Gewissen uns nicht im Zweifel darüber, daß wir für unser Tun verantwortlich sind und daß wir einmal gerichtet werden. Jeder hat eine Seele, für die zu sorgen seine einzige Aufgabe in dieser Welt ist. Diese Welt ist nur eine Schranke, die uns vom Himmel oder der Hölle trennt. »Wir haben hier keine bleibende Stätte, sondern suchen die zukünftige.« (Hebr 13, 14)

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