Autor Thema: Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?  (Gelesen 971691 mal)

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Heute auch : Hl. Germanus von Paris, Hl. Wilhelm von Gellone

Kommentar zum heutigen Evangelium -
Hl. Athanasius : „Wer hat dir die Vollmacht gegeben, das zu tun?“

Die Texte des Tages als Audio

Brief des Judas 1,17.20b-25.
Liebe Brüder, denkt an die Worte, die von den Aposteln Jesu Christi, unseres Herrn, im Voraus verkündet worden sind,
gründet euch auf euren hochheiligen Glauben, und baut darauf weiter, betet in der Kraft des Heiligen Geistes,
haltet fest an der Liebe Gottes und wartet auf das Erbarmen Jesu Christi, unseres Herrn, der euch das ewige Leben schenkt.
Erbarmt euch derer, die zweifeln;
rettet sie, entreißt sie dem Feuer! Der anderen aber erbarmt euch voll Furcht; verabscheut sogar das Gewand eines Menschen, der der Sünde verfallen ist.
Dem einen Gott aber, der die Macht hat, euch vor jedem Fehltritt zu bewahren und euch untadelig und voll Freude vor seine Herrlichkeit treten zu lassen,
ihm, der uns durch Jesus Christus, unseren Herrn, rettet, gebührt die Herrlichkeit, Hoheit, Macht und Gewalt vor aller Zeit und jetzt und für alle Zeiten. Amen.

Psalm 63(62),2.3-4.5-6.
Gott, du mein Gott, dich suche ich,
meine Seele dürstet nach dir.
Nach dir schmachtet mein Leib
wie dürres, lechzendes Land ohne Wasser.

Darum halte ich Ausschau nach dir im Heiligtum,
um deine Macht und Herrlichkeit zu sehen.
Denn deine Huld ist besser als das Leben;
darum preisen dich meine Lippen.

Ich will dich rühmen mein Leben lang,
in deinem Namen die Hände erheben.
Wie an Fett und Mark wird satt meine Seele,
mit jubelnden Lippen soll mein Mund dich preisen.




Evangelium nach Markus 11,27-33.
In jener Zeit kamen Jesus und seine Jünger wieder nach Jerusalem. Als er im Tempel umherging, kamen die Hohenpriester, die Schriftgelehrten und die Ältesten zu ihm
und fragten ihn: Mit welchem Recht tust du das alles? Wer hat dir die Vollmacht gegeben, das zu tun?
Jesus sagte zu ihnen: Zuerst will ich euch eine Frage vorlegen. Antwortet mir, dann werde ich euch sagen, mit welchem Recht ich das tue.
Stammte die Taufe des Johannes vom Himmel oder von den Menschen? Antwortet mir!
Da überlegten sie und sagten zueinander: Wenn wir antworten: Vom Himmel!, so wird er sagen: Warum habt ihr ihm dann nicht geglaubt?
Sollen wir also antworten: Von den Menschen? Sie fürchteten sich aber vor den Leuten; denn alle glaubten, dass Johannes wirklich ein Prophet war.
Darum antworteten sie Jesus: Wir wissen es nicht. Jesus erwiderte: Dann sage auch ich euch nicht, mit welchem Recht ich das alles tue.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Athanasius (295-373), Bischof von Alexandrien und Kirchenlehrer
Reden gegen die Arianer, 2, 78-79
„Wer hat dir die Vollmacht gegeben, das zu tun?“

Die Person gewordene Weisheit Gottes, sein eingeborener Sohn, hat alles geschaffen und Wirklichkeit werden lassen. Ein Psalm sagt ja: „Mit Weisheit hast du alle Werke gemacht“ (vgl. 103 [104],24) [...] Wie unser Menschenwort ein Abbild des Wortes, das Gottes Sohn ist, darstellt, so ist auch unsere Weisheit ein Abbild des Wortes, das die Weisheit in Person ist (vgl. Joh 1,1). Da wir in ihr die Fähigkeit zu denken und zu erkennen besitzen, werden wir fähig, die schöpferische Weisheit in uns aufzunehmen, dank derer wir ihren Vater erkennen können. „Denn wer den Sohn hat, hat auch den Vater“ (vgl. 1 Joh 2,23), und: „wer mich aufnimmt, nimmt den auf, der mich gesandt hat“ (Mt 10,40) [...]

„Denn da die Welt angesichts der Weisheit Gottes auf dem Weg ihrer Weisheit Gott nicht erkannte, beschloss Gott, alle, die glauben, durch die Torheit der Verkündigung zu retten“ (1 Kor 1,21). Seitdem will Gott nicht mehr durch Abbildungen und Schatten der Weisheit erkannt werden, wie es in alten Zeiten war. Nun wollte er, dass die wahre Weisheit in Person Fleisch annehme, Mensch werde und den Kreuzestod sterbe, damit künftig alle, die glauben, durch den Glauben an diese fleischgewordene Weisheit gerettet würden.

Diese Weisheit ist also die Weisheit Gottes. Ehemals ließ sie sich durch ihr den geschaffenen Dingen eingeprägtes Abbild erkennen [...] und auf diese Weise ließ sie auch den Vater erkennen. Später ist die Weisheit, die das Wort ist, Fleisch geworden, wie der hl. Johannes sagt (1,14). Nachdem sie „den Tod entmachtet“ (vgl. 1 Kor 15,26) und die Menschheit errettet hat, hat sie sich selber deutlicher offenbart und eben damit auch den Vater. Das ließ ihn sagen: „Gib dich ihnen zu erkennen, dich, den einzigen wahren Gott, und Jesus Christus, den du gesandt hast“ (vgl. Joh 17,3). Die ganze Welt ist also voller Erkenntnis seiner. Denn es gibt nur eine Erkenntnis, die Erkenntnis des Vaters durch den Sohn und die Erkenntnis des Sohnes, die vom Vater ausgeht. Der Vater findet seine Freude am Sohn, und der Sohn freut sich ebenso am Vater, so dass er sagen kann: „Ich war seine Freude Tag für Tag und spielte vor ihm allezeit“ (vgl. Spr 8,30).




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9. Sonntag im Jahreskreis

Heute auch : Hl. Maximin

Kommentar zum heutigen Evangelium -
Hl. Augustinus : „Sprich nur ein Wort, dann wird mein Diener gesund“

Die Texte des Tages als Audio

Erstes Buch der Könige 8,41-43.
Auch Fremde, die nicht zu deinem Volk Israel gehören, werden wegen deines Namens aus fernen Ländern kommen;
denn sie werden von deinem großen Namen, deiner starken Hand und deinem hoch erhobenen Arm hören. Sie werden kommen und in diesem Haus beten.
Höre sie dann im Himmel, dem Ort, wo du wohnst, und tu alles, weswegen der Fremde zu dir ruft. Dann werden alle Völker der Erde deinen Namen erkennen. Sie werden dich fürchten, wie dein Volk Israel dich fürchtet, und erfahren, dass dein Name ausgerufen ist über diesem Haus, das ich gebaut habe.

Psalm 117(116),1.2.
Lobet den Herrn, alle Völker,
preist ihn, alle Nationen!

Denn mächtig waltet über uns seine Huld,
die Treue des Herrn währt in Ewigkeit.




Brief des Paulus an die Galater 1,1-2.6-10.
Paulus, zum Apostel berufen, nicht von Menschen oder durch einen Menschen, sondern durch Jesus Christus und durch Gott, den Vater, der ihn von den Toten auferweckt hat,
und alle Brüder, die bei mir sind, an die Gemeinden in Galatien:
Ich bin erstaunt, dass ihr euch so schnell von dem abwendet, der euch durch die Gnade Christi berufen hat, und dass ihr euch einem anderen Evangelium zuwendet.
Doch es gibt kein anderes Evangelium, es gibt nur einige Leute, die euch verwirren und die das Evangelium Christi verfälschen wollen.
Wer euch aber ein anderes Evangelium verkündigt, als wir euch verkündigt haben, der sei verflucht, auch wenn wir selbst es wären oder ein Engel vom Himmel.
Was ich gesagt habe, das sage ich noch einmal: Wer euch ein anderes Evangelium verkündigt, als ihr angenommen habt, der sei verflucht.
Geht es mir denn um die Zustimmung der Menschen, oder geht es mir um Gott? Suche ich etwa Menschen zu gefallen? Wollte ich noch den Menschen gefallen, dann wäre ich kein Knecht Christi.

Evangelium nach Lukas 7,1-10.
In jener Zeit als Jesus diese Rede vor dem Volk beendet hatte, ging er nach Kafarnaum hinein.
Ein Hauptmann hatte einen Diener, der todkrank war und den er sehr schätzte.
Als der Hauptmann von Jesus hörte, schickte er einige von den jüdischen Ältesten zu ihm mit der Bitte, zu kommen und seinen Diener zu retten.
Sie gingen zu Jesus und baten ihn inständig. Sie sagten: Er verdient es, dass du seine Bitte erfüllst;
denn er liebt unser Volk und hat uns die Synagoge gebaut.
Da ging Jesus mit ihnen. Als er nicht mehr weit von dem Haus entfernt war, schickte der Hauptmann Freunde und ließ ihm sagen: Herr, bemüh dich nicht! Denn ich bin es nicht wert, dass du mein Haus betrittst.
Deshalb habe ich mich auch nicht für würdig gehalten, selbst zu dir zu kommen. Sprich nur ein Wort, dann muss mein Diener gesund werden.
Auch ich muss Befehlen gehorchen, und ich habe selber Soldaten unter mir; sage ich nun zu einem: Geh!, so geht er, und zu einem andern: Komm!, so kommt er, und zu meinem Diener: Tu das!, so tut er es.
Jesus war erstaunt über ihn, als er das hörte. Und er wandte sich um und sagte zu den Leuten, die ihm folgten: Ich sage euch: Nicht einmal in Israel habe ich einen solchen Glauben gefunden.
Und als die Männer, die der Hauptmann geschickt hatte, in das Haus zurückkehrten, stellten sie fest, dass der Diener gesund war.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Augustinus (354-430), Bischof von Hippo (Nordafrika) und Kirchenlehrer
62. Predigt
„Sprich nur ein Wort, dann wird mein Diener gesund“

Wie hat der Hauptmann die Gnade erlangt, dass sein Diener gesund wird? „Auch ich muß Befehlen gehorchen und habe selber Soldaten unter mir; sage ich nun zu einem: Geh!, so geht er, und zu einem andern: Komm!, so kommt er, und zu meinem Diener: Tu das!, so tut er es. Ich habe Macht über meine Untergebenen, doch bin selber Untergebener. Wenn also schon ich, der ich gehorchen muss, die Macht habe zu befehlen, was kannst dann Du, dem alle Mächte gehorchen müssen?“ Dieser Mann gehört zu einem heidnischen Volk, denn die jüdische Nation war damals von den Armeen des römischen Reichs besetzt. In Judäa also hat er den Soldaten als Hauptmann Befehle erteilt [...]

Unser Herr aber, obwohl er mitten im Volk von Judäa stand, tut kund, dass die Kirche sich über die ganze Erde ausbreiten wird, wohin auch immer er seine Apostel senden würde (vgl. Mt 8,11). Und tatsächlich haben die Heiden geglaubt, ohne ihn gesehen zu haben [...] Der Herr ist nicht dem Leibe nach ins Haus des Hauptmanns eingetreten - und obwohl er dem Körper nach abwesend, seiner Königsmacht nach jedoch anwesend war, hat er dieses Haus und seinen Glauben [den des Hauptmanns nämlich] geheilt. Und so war der Herr dem Leibe nach nur inmitten des judäischen Volkes gegenwärtig; die anderen Völker haben nicht gesehen, wie er aus einer Jungfrau geboren wurde, wie er litt, wie er wanderte, wie er den menschlichen Gegebenheiten unterworfen war, noch haben sie gesehen, wie er göttliche Wunder tat. Nichts dergleichen hat er unter den Heiden getan, und doch hat sich in ihrer Mitte erfüllt, was gesagt wurde auf sie hin: „Ein Volk, das ich nicht kannte, diente mir.“ Wie konnte es ihm dienen, wo es ihn nicht kannte? Der Psalm fährt fort: „Sobald es mich nur hört, gehorcht es mir.“ (vgl. Ps 17[18],45).

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Montag der 9. Woche im Jahreskreis

Heute auch : Hl. Ferdinand III., Hl. Johanna von Orléans

Kommentar zum heutigen Evangelium -
Hl. Katharina von Siena : „Ich bin der wahre Weinstock, und mein Vater ist der Winzer“ (Joh 15,1)

Die Texte des Tages als Audio

Zweiter Brief des Apostels Petrus 1,2-7.
Liebe Brüder! Gnade sei mit euch und Friede in Fülle durch die Erkenntnis Gottes und Jesu, unseres Herrn.
Alles, was für unser Leben und unsere Frömmigkeit gut ist, hat seine göttliche Macht uns geschenkt; sie hat uns den erkennen lassen, der uns durch seine Herrlichkeit und Kraft berufen hat.
Durch sie wurden uns die kostbaren und überaus großen Verheißungen geschenkt, damit ihr der verderblichen Begierde, die in der Welt herrscht, entflieht und an der göttlichen Natur Anteil erhaltet.
Darum setzt allen Eifer daran, mit eurem Glauben die Tugend zu verbinden, mit der Tugend die Erkenntnis,
mit der Erkenntnis die Selbstbeherrschung, mit der Selbstbeherrschung die Ausdauer, mit der Ausdauer die Frömmigkeit,
mit der Frömmigkeit die Brüderlichkeit und mit der Brüderlichkeit die Liebe.

Psalm 91(90),1-2.14-15a.15bc-16.
Wer im Schutz des Höchsten wohnt
und ruht im Schatten des Allmächtigen,
der sagt zum Herrn: «Du bist für mich Zuflucht und Burg,
mein Gott, dem ich vertraue.»

Weil er an mir hängt, will ich ihn retten;
ich will ihn schützen, denn er kennt meinen Namen.
Wenn er mich anruft,
dann will ich ihn erhören.

Ich bin bei ihm in der Not,
befreie ihn und bringe ihn zu Ehren.
Ich sättige ihn mit langem Leben
und lasse ihn schauen mein Heil.»




Evangelium nach Markus 12,1-12.
In jener Zeit begann Jesus zu den Hohenpriestern, den Schriftgelehrten und den Ältesten in Form von Gleichnissen zu reden. Er sagte: Ein Mann legte einen Weinberg an, zog ringsherum einen Zaun, hob eine Kelter aus und baute einen Turm. Dann verpachtete er den Weinberg an Winzer und reiste in ein anderes Land.
Als nun die Zeit dafür gekommen war, schickte er einen Knecht zu den Winzern, um bei ihnen seinen Anteil an den Früchten des Weinbergs holen zu lassen.
Sie aber packten und prügelten ihn und jagten ihn mit leeren Händen fort.
Darauf schickte er einen anderen Knecht zu ihnen; auch ihn misshandelten und beschimpften sie.
Als er einen dritten schickte, brachten sie ihn um. Ähnlich ging es vielen anderen; die einen wurden geprügelt, die andern umgebracht.
Schließlich blieb ihm nur noch einer: sein geliebter Sohn. Ihn sandte er als letzten zu ihnen, denn er dachte: Vor meinem Sohn werden sie Achtung haben.
Die Winzer aber sagten zueinander: Das ist der Erbe. Auf, wir wollen ihn töten, dann gehört sein Erbgut uns.
Und sie packten ihn und brachten ihn um und warfen ihn aus dem Weinberg hinaus.
Was wird nun der Besitzer des Weinbergs tun? Er wird kommen und die Winzer töten und den Weinberg anderen geben.
Habt ihr nicht das Schriftwort gelesen: Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, er ist zum Eckstein geworden;
das hat der Herr vollbracht, vor unseren Augen geschah dieses Wunder?
Daraufhin hätten sie Jesus gern verhaften lassen; aber sie fürchteten die Menge. Denn sie hatten gemerkt, dass er mit diesem Gleichnis sie meinte. Da ließen sie ihn stehen und gingen weg.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Katharina von Siena (1347-1380), Dominikanertertiarin, Kirchenlehrerin, Mitpatronin Europas
Der Dialog, 24
„Ich bin der wahre Weinstock, und mein Vater ist der Winzer“ (Joh 15,1)

[Gott spricht zur hl. Katharina :] Weißt du, was ich tue, wenn meine Knechte der Lehre vom süßen Wort der Liebe folgen wollen? Ich schneide sie zurecht, damit sie reichlich Frucht bringen und damit ihre Früchte süß sind und sie nicht mehr dem Wildwuchs verfallen. Der Winzer beschneidet die Weinranken, damit sie besseren Wein ergeben: ist das nicht das, was ich, der wahre Winzer tue (Joh 15,1)? Meine Knechte, die in mir sind, beschneide ich durch viele Drangsale, damit sie noch reichlicher und bessere Früchte bringen und damit ihre Tugend sich bewähren kann. Aber solche, die keine Frucht bringen, schneide ich ab und werfe sie ins Feuer (Joh 15,6).

Die wahren Arbeiter leisten gute Arbeit an ihrer Seele. Sie reißen alle Selbstliebe aus und graben das Erdreich ihrer Liebe zu mir um. Sie machen die Saat der Gnade, die sie bei der heiligen Taufe empfangen haben, fruchtbar und ergiebig. Indem sie ihren Weinstock kultivieren, kultivieren sie auch den Weinstock ihres Nächsten. Sie können den einen nicht ohne den anderen kultivieren. Denk daran, dass alles Übel und alles Gute nicht ohne den Nächsten zustande kommt.

So seid ihr meine Winzer, hervorgegangen aus mir, dem ewigen Winzer. Ich habe euch vereint und veredelt auf diesem Weinstock dank dem Bund, den ich mit euch geschlossen habe... Ihr alle zusammen bildet nur einen einzigen umfassenden Weinstock... Ihr seid vereint im Weinstock des mystischen Leibes der heiligen Kirche, von woher ihr euer Leben bezieht. In diesen Weinstock ist der Weinstock meines einzigen Sohnes hineingepflanzt, auf dem ihr alle veredelt werden müsst, damit ihr am Leben bleibt.



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Heute auch : Hl. Helmtrud (Hiltrud), Hl. Mechthildis von Dießen

Kommentar zum heutigen Evangelium -
Hl. Columban : „Wessen Bild ist das?“

Die Texte des Tages als Audio

Zweiter Brief des Apostels Petrus 3,12-15a.17-18.
Liebe Brüder! Ihr müsst den Tag Gottes erwarten und seine Ankunft beschleunigen! An jenem Tag wird sich der Himmel im Feuer auflösen, und die Elemente werden im Brand zerschmelzen.
Dann erwarten wir, seiner Verheißung gemäß, einen neuen Himmel und eine neue Erde, in denen die Gerechtigkeit wohnt.
Weil ihr das erwartet, liebe Brüder, bemüht euch darum, von ihm ohne Makel und Fehler und in Frieden angetroffen zu werden.
Seid überzeugt, dass die Geduld unseres Herrn eure Rettung ist.
Ihr aber, liebe Brüder, sollt das im voraus wissen und acht geben, dass ihr euch nicht von dem Irrtum der Gottesverächter mitreißen lasst, euren Halt verliert und zu Fall kommt.
Wachset in der Gnade und Erkenntnis unseres Herrn und Retters Jesus Christus! Ihm gebührt die Herrlichkeit, jetzt und bis zum Tag der Ewigkeit. Amen.

Psalm 90(89),1-2.3-4.14.16.
Herr, du warst unsere Zuflucht
von Geschlecht zu Geschlecht.
Ehe die Berge geboren wurden,
die Erde entstand und das Weltall,
bist du, o Gott, von Ewigkeit zu Ewigkeit.

Du lässt die Menschen zurückkehren zum Staub
und sprichst: «Kommt wieder, ihr Menschen!»
Denn tausend Jahre sind für dich,
wie der Tag, der gestern vergangen ist,
wie eine Wache in der Nacht.

Sättige uns am Morgen mit deiner Huld!
Dann wollen wir jubeln und uns freuen all unsre Tage.
Zeig deinen Knechten deine Taten
und ihren Kindern deine erhabene Macht!




Evangelium nach Markus 12,13-17.
In jener Zeit wurden einige Pharisäer und einige Anhänger des Herodes zu Jesus geschickt, um ihn mit einer Frage in eine Falle zu locken.
Sie kamen zu ihm und sagten: Meister, wir wissen, dass du immer die Wahrheit sagst und dabei auf niemand Rücksicht nimmst; denn du siehst nicht auf die Person, sondern lehrst wirklich den Weg Gottes. Ist es erlaubt, dem Kaiser Steuer zu zahlen, oder nicht? Sollen wir sie zahlen oder nicht zahlen?
Er aber durchschaute ihre Heuchelei und sagte zu ihnen: Warum stellt ihr mir eine Falle? Bringt mir einen Denar, ich will ihn sehen.
Man brachte ihm einen. Da fragte er sie: Wessen Bild und Aufschrift ist das? Sie antworteten ihm: Des Kaisers.
Da sagte Jesus zu ihnen: So gebt dem Kaiser, was dem Kaiser gehört, und Gott, was Gott gehört! Und sie waren sehr erstaunt über ihn.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Columban (563-615), Mönch und Klostergründer
Instruktion 11,1-4: PL 80, 250-252
„Wessen Bild ist das?“

Mose schrieb im Gesetz: „Gott schuf den Menschen als sein Abbild, ihm ähnlich“ (vgl. Gen 1,26). Ich bitte euch: bedenkt die große Bedeutung diese Wortes. Gott, der Allmächtige, der Unsichtbare, der Unbegreifliche, der Unergründbare - er hat den Menschen, als er ihn aus Lehm formte, mit dem Abbild seiner eigenen Größe geadelt. Was haben der Mensch und Gott, Lehm und Geist gemeinsam? Denn „Gott ist Geist“ (Joh 4,24). Für den Menschen ist es also ein großes Zeichen von Wertschätzung, dass Gott ihn mit dem Abbild seiner Ewigkeit und der Ähnlichkeit mit seinem eigenen Leben geehrt hat. Die Größe des Menschen besteht in seiner Gottähnlichkeit – sofern er sich diese bewahrt [...]

Solange die Seele von den in ihr angelegten Kräften Gebrauch macht, ist sie Gott ähnlich. Gott hat uns gelehrt, dass wir alle Tugenden, die er bei unserer Erschaffung in uns hinein gelegt hat, ihm zurückgeben müssen. Als erstes verlangt er von uns, dass wir Gott mit ganzem Herzen lieben (Dt 6,5; Mt 22,37); „weil er uns zuerst geliebt hat“ (1 Joh 4,19), von Anbeginn, schon vor unserem Eintritt ins Leben. Gott lieben bedeutet also, sein Bild in uns zu erneuern. Der jedoch liebt Gott, der seine Gebote hält.

Unsere Sache ist es also, unserem Gott, unserem Vater, das unversehrte Bild seiner Heiligkeit widerzuspiegeln; denn er ist heilig und hat gesagt: „seid heilig, weil ich heilig bin“ (Lev 11,44) – widerzuspiegeln mit Liebe, denn er ist Liebe, wie Johannes gesagt hat (1 Joh 4,8); widerzuspiegeln mit Zärtlichkeit und in Wahrheit, weil Gott gut und wahr ist. Lasst uns nicht ein fremdes Bild malen [...] Und damit wir kein Bild des Stolzes in uns entstehen lassen, wollen wir doch Christus sein Bild in uns malen lassen.
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Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
« Antwort #1092 am: 01. Juni 2016, 08:05:52 »
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Zweiter Brief des Apostels Paulus an Timotheus 1,1-3.6-12.
Paulus, durch den Willen Gottes zum Apostel Christi Jesu berufen, um das Leben in Christus Jesus, das uns verheißen ist, zu verkündigen,
an Timotheus, seinen geliebten Sohn: Gnade, Erbarmen und Friede von Gott, dem Vater, und Christus Jesus, unserem Herrn.
Ich danke Gott, dem ich wie schon meine Vorfahren mit reinem Gewissen diene - ich danke ihm bei Tag und Nacht in meinen Gebeten, in denen ich unablässig an dich denke.
Darum rufe ich dir ins Gedächtnis: Entfache die Gnade Gottes wieder, die dir durch die Auflegung meiner Hände zuteil geworden ist.
Denn Gott hat uns nicht einen Geist der Verzagtheit gegeben, sondern den Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit.
Schäme dich also nicht, dich zu unserem Herrn zu bekennen; schäme dich auch meiner nicht, der ich seinetwegen im Gefängnis bin, sondern leide mit mir für das Evangelium. Gott gibt dazu die Kraft.
Er hat uns gerettet; mit einem heiligen Ruf hat er uns gerufen, nicht aufgrund unserer Werke, sondern aus eigenem Entschluss und aus Gnade, die uns schon vor ewigen Zeiten in Christus Jesus geschenkt wurde;
jetzt aber wurde sie durch das Erscheinen unseres Retters Christus Jesus offenbart. Er hat dem Tod die Macht genommen und uns das Licht des unvergänglichen Lebens gebracht durch das Evangelium,
als dessen Verkünder, Apostel und Lehrer ich eingesetzt bin.
Darum muss ich auch dies alles erdulden; aber ich schäme mich nicht, denn ich weiß, wem ich Glauben geschenkt habe, und ich bin überzeugt, dass er die Macht hat, das mir anvertraute Gut bis zu jenem Tag zu bewahren.

Psalm 123(122),2.
Wie die Augen der Knechte auf die Hand ihres Herrn,
wie die Augen der Magd auf die Hand ihrer Herrin,
so schauen unsre Augen auf den Herrn, unsern Gott,
bis er uns gnädig ist.




Evangelium nach Markus 12,18-27.
In jener Zeit kamen einige von den Sadduzäern, die behaupten, es gebe keine Auferstehung, zu Jesus und fragten ihn:
Meister, Mose hat uns vorgeschrieben: Wenn ein Mann, der einen Bruder hat, stirbt und eine Frau hinterlässt, aber kein Kind, dann soll sein Bruder die Frau heiraten und seinem Bruder Nachkommen verschaffen.
Es lebten einmal sieben Brüder. Der erste nahm sich eine Frau, und als er starb, hinterließ er keine Nachkommen.
Da nahm sie der zweite; auch er starb, ohne Nachkommen zu hinterlassen, und ebenso der dritte.
Keiner der sieben hatte Nachkommen. Als letzte von allen starb die Frau.
Wessen Frau wird sie nun bei der Auferstehung sein? Alle sieben haben sie doch zur Frau gehabt.
Jesus sagte zu ihnen: Ihr irrt euch, ihr kennt weder die Schrift noch die Macht Gottes.
Wenn nämlich die Menschen von den Toten auferstehen, werden sie nicht mehr heiraten, sondern sie werden sein wie die Engel im Himmel.
Dass aber die Toten auferstehen, habt ihr das nicht im Buch des Mose gelesen, in der Geschichte vom Dornbusch, in der Gott zu Mose spricht: Ich bin der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs?
Er ist doch nicht ein Gott von Toten, sondern von Lebenden. Ihr irrt euch sehr.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Katechismus der Katholischen Kirche
§§ 988-994
„Er ist nicht ein Gott von Toten, sondern von Lebenden“

„Ich glaube [an] die Auferstehung der Toten“: Das christliche Credo - das Bekenntnis unseres Glaubens an Gott den Vater, den Sohn und den Heiligen Geist und an sein schöpferisches, erlösendes und heiligendes Wirken - gipfelt in der Verkündigung, daß die Toten am Ende der Zeiten auferstehen und daß es ein ewiges Leben gibt. Wir glauben fest und hoffen zuversichtlich: Wie Christus wirklich von den Toten auferstanden ist und für immer lebt, so werden die Gerechten nach ihrem Tod für immer mit dem auferstandenen Christus leben und er wird sie am Letzten Tag auferwecken. Wie seine, so wird auch unsere Auferweckung das Werk der heiligsten Dreifaltigkeit sein [...] Der Ausdruck „Fleisch" bezeichnet den Menschen in seiner Schwäche und Sterblichkeit (vgl. Gen 6,3; Ps 56,5; Jes 40,6). „Auferstehung des Fleisches" (wie die Formulierung im apostolischen Glaubensbekenntnis wörtlich lautet) bedeutet somit, daß nach dem Tod nicht nur die unsterbliche Seele weiterlebt, sondern daß auch unsere „sterblichen Leiber" (Röm 8,11) wieder lebendig werden.

Der Glaube an die Auferstehung der Toten war von Anfang an ein wesentlicher Bestandteil des christlichen Glaubens. „Die Auferstehung der Toten ist die Zuversicht der Christen; im Glauben an sie existieren wir" (Tertullian, res. 1,1) [...] Gott hat seinem Volk die Auferstehung von den Toten Schritt für Schritt geoffenbart. Die Hoffnung auf die leibliche Auferstehung der Toten setzte sich durch als eine Folgerung aus dem Glauben an einen Gott, der den ganzen Menschen, Seele und Leib, erschaffen hat. Auch hält der Schöpfer des Himmels und der Erde an seinem Bund mit Abraham und dessen Nachkommenschaft treu fest. Im Blick auf diese beiden Gegebenheiten beginnt sich der Glaube an die Auferstehung zu äußern [...]

Die Pharisäer (vgl. Apg 23,6) und viele Zeitgenossen des Herrn (vgl. Joh 11,24) hatten die Hoffnung auf die Auferstehung. Jesus lehrt diese nachdrücklich. Den Sadduzäern, die sie leugnen, erwidert er: „Ihr irrt euch, ihr kennt weder die Schrift noch die Macht Gottes" (Mk 12,24). Der Glaube an die Auferstehung der Toten beruht auf dem Glauben, daß Gott „nicht ein Gott von Toten, sondern von Lebenden" ist (Mk 12,27). Jesus bindet den Glauben an die Auferstehung an seine Person: „Ich bin die Auferstehung und das Leben" (Joh 11,25). Jesus selbst wird am Letzten Tag jene auferwecken, die an ihn geglaubt (vgl. Joh 5,24-25; 6,40), die seinen Leib gegessen und sein Blut getrunken haben (vgl. Joh 6,54).



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« Antwort #1093 am: 02. Juni 2016, 08:06:07 »
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Zweiter Brief des Apostels Paulus an Timotheus 2,8-15.
Denk daran, dass Jesus Christus, der Nachkomme Davids, von den Toten auferstanden ist; so lautet mein Evangelium,
für das ich zu leiden habe und sogar wie ein Verbrecher gefesselt bin; aber das Wort Gottes ist nicht gefesselt.
Das alles erdulde ich um der Auserwählten willen, damit auch sie das Heil in Christus Jesus und die ewige Herrlichkeit erlangen.
Das Wort ist glaubwürdig: Wenn wir mit Christus gestorben sind, werden wir auch mit ihm leben;
wenn wir standhaft bleiben, werden wir auch mit ihm herrschen; wenn wir ihn verleugnen, wird auch er uns verleugnen.
Wenn wir untreu sind, bleibt er doch treu, denn er kann sich selbst nicht verleugnen.
Ruf ihnen das ins Gedächtnis und beschwöre sie bei Gott, sich nicht um Worte zu streiten; das ist unnütz und führt die Zuhörer nur ins Verderben.
Bemüh dich darum, dich vor Gott zu bewähren als ein Arbeiter, der sich nicht zu schämen braucht, als ein Mann, der offen und klar die wahre Lehre vertritt.

Psalm 25(24),4-5.8-9.10.14.
Zeige mir, Herr, deine Wege,
lehre mich deine Pfade!
Führe mich in deiner Treue und lehre mich;
denn du bist der Gott meines Heiles.
Auf dich hoffe ich allezeit.

Gut und gerecht ist der Herr,
darum weist er die Irrenden auf den rechten Weg.
Die Demütigen leitet er nach seinem Recht,
die Gebeugten lehrt er seinen Weg.

Alle Pfade des Herrn sind Huld und Treue
denen, die seinen Bund und seine Gebote bewahren.
Die sind Vertraute des Herrn, die ihn fürchten;
er weiht sie ein in seinen Bund.




Evangelium nach Markus 12,28b-34.
In jener Zeit ging ein Schriftgelehrter zu Jesus hin und fragte ihn: Welches Gebot ist das erste von allen?
Jesus antwortete: Das erste ist: Höre, Israel, der Herr, unser Gott, ist der einzige Herr.
Darum sollst du den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen und ganzer Seele, mit all deinen Gedanken und all deiner Kraft.
Als zweites kommt hinzu: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Kein anderes Gebot ist größer als diese beiden.
Da sagte der Schriftgelehrte zu ihm: Sehr gut, Meister! Ganz richtig hast du gesagt: Er allein ist der Herr, und es gibt keinen anderen außer ihm,
und ihn mit ganzem Herzen, ganzem Verstand und ganzer Kraft zu lieben und den Nächsten zu lieben wie sich selbst, ist weit mehr als alle Brandopfer und anderen Opfer.
Jesus sah, dass er mit Verständnis geantwortet hatte, und sagte zu ihm: Du bist nicht fern vom Reich Gottes. Und keiner wagte mehr, Jesus eine Frage zu stellen.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Augustinus (354-430), Bischof von Hippo (Nordafrika) und Kirchenlehrer
De Trinitate, 8,12 ; PL 42, 958
Gott, seinen Nächsten und sich selbst lieben

Wer seinen Bruder nicht liebt, ist nicht in der Liebe, und wer nicht in der Liebe ist, ist nicht in Gott, denn „Gott ist die Liebe“ (1 Joh 4,8).

Außerdem ist der, der nicht in Gott ist, nicht im Licht, denn „Gott ist Licht, und keine Finsternis ist in ihm“ (1 Joh 1,5). Was ist also daran erstaunlich, dass einer, der nicht im Licht ist, das Licht, anders gesagt, Gott, nicht sieht, da er ja in der Finsternis ist? Er hat eine menschliche Sicht auf seinen Bruder, und die lässt ihn Gott nicht sehen. Wenn er jedoch diesen Bruder, den er mit menschlichen Augen sieht, geistig lieben würde, so sähe er Gott, nämlich durch diese innere Sichtweise, die es erlaubt Ihn zu sehen […]

Wie viel Liebe wir unserem Bruder und wie viel wir Gott schulden, davon soll nicht mehr die Rede sein: unvergleichlich viel mehr Gott als uns, und genau so viel unseren Brüdern wie uns selbst; nun ist es aber so: dass wir uns selbst umso mehr lieben, je mehr wir Gott lieben. Wir lieben also Gott und den Nächsten mit ein und derselben Liebe, Gott jedoch um seinetwillen, uns und den Nächsten um Gottes willen.

Alles meinem Gott zu Ehren, in der Arbeit, in der Ruh!Gottes Lob und Ehr zu mehren, ich verlang und alles tu.

Offline vianney

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Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
« Antwort #1094 am: 03. Juni 2016, 08:14:54 »
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PRIVATBOTSCHAFT VOM 2. JUNI 2016 AN MIRJANA

„Liebe Kinder! Als Mutter der Kirche, als eure Mutter, lächele ich während ich euch anschaue, wie ihr zu mir kommt, wie ihr euch um mich versammelt, wie ihr mich sucht. Mein wiederholtes Kommen unter euch ist Beweis dafür, wie sehr der Himmel euch liebt. Es weist euch auf den Weg hin zum ewigen Leben, zum Heil. Meine Apostel, ihr die ihr euch bemüht, ein reines Herz zu haben und meinen Sohn in ihm, ihr seid auf dem richtigen Weg. Ihr, die ihr meinen Sohn sucht, ihr sucht den richtigen Weg. Er hinterließ viele Zeichen Seiner Liebe. Er hinterließ die Hoffnung. Es ist leicht, Ihn zu finden, wenn ihr zu Opfer und Buße bereit seid, wenn ihr Geduld, Barmherzigkeit und Liebe für eure Nächsten habt. Viele meiner Kinder sehen und hören nicht, weil sie es nicht wollen. Sie nehmen meine Worte und meine Werke nicht an, aber mein Sohn ruft alle durch mich. Sein Geist erleuchtet alle meine Kinder im Lichte des himmlischen Vaters, in der Einheit des Himmels und der Erde, in der gegenseitigen Liebe, weil die Liebe die Liebe herbeiruft, und bewirkt, dass Werke wichtiger sind als Worte. Daher, meine Apostel, betet für eure Kirche, liebt sie und tut Werke der Liebe. Wie sehr sie auch verraten, verwundet wird, ist sie da, weil sie vom himmlischen Vater kommt. Betet für eure Hirten, dass ihr in ihnen die Größe der Liebe meines Sohnes seht. Ich danke euch."


Hochfest des Heiligsten Herzens Jesu

Heute auch : Hl. Karl Lwanga und Gefährten

Kommentar zum heutigen Evangelium -
Hl. Johannes Eudes : „Nicht darin besteht die Liebe, dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt und seinen Sohn als Sühne für unsere Sünden gesandt hat“ (1 Joh 4,10)

Die Texte des Tages als Audio

Buch Ezechiel 34,11-16.
So spricht Gott, der Herr: Jetzt will ich meine Schafe selber suchen und mich selber um sie kümmern.
Wie ein Hirt sich um die Tiere seiner Herde kümmert an dem Tag, an dem er mitten unter den Schafen ist, die sich verirrt haben, so kümmere ich mich um meine Schafe und hole sie zurück von all den Orten, wohin sie sich am dunklen, düsteren Tag zerstreut haben.
Ich führe sie aus den Völkern heraus, ich hole sie aus den Ländern zusammen und bringe sie in ihr Land. Ich führe sie in den Bergen Israels auf die Weide, in den Tälern und an allen bewohnten Orten des Landes.
Auf gute Weide will ich sie führen, im Bergland Israels werden ihre Weideplätze sein. Dort sollen sie auf guten Weideplätzen lagern, auf den Bergen Israels sollen sie fette Weide finden.
Ich werde meine Schafe auf die Weide führen, ich werde sie ruhen lassen - Spruch Gottes, des Herrn.
Die verlorengegangenen Tiere will ich suchen, die vertriebenen zurückbringen, die verletzten verbinden, die schwachen kräftigen, die fetten und starken behüten. Ich will ihr Hirt sein und für sie sorgen, wie es recht ist.

Psalm 23(22),1-3.4.5.6.
Der Herr ist mein Hirte, nichts wird mir fehlen.
Er lässt mich lagern auf grünen Auen
und führt mich zum Ruheplatz am Wasser.
Er stillt mein Verlangen;
er leitet mich auf rechten Pfaden, treu seinem Namen.

Muss ich auch wandern in finsterer Schlucht,
ich fürchte kein Unheil;
denn du bist bei mir,
dein Stock und dein Stab geben mir Zuversicht.

Du deckst mir den Tisch
vor den Augen meiner Feinde.
Du salbst mein Haupt mit Öl,
du füllst mir reichlich den Becher.

Lauter Güte und Huld
werden mir folgen mein Leben lang,
und im Haus des Herrn
darf ich wohnen für lange Zeit.




Brief des Apostels Paulus an die Römer 5,5b-11.
Brüder! Die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben ist.
Christus ist schon zu der Zeit, da wir noch schwach und gottlos waren, für uns gestorben.
Dabei wird nur schwerlich jemand für einen Gerechten sterben; vielleicht wird er jedoch für einen guten Menschen sein Leben wagen.
Gott aber hat seine Liebe zu uns darin erwiesen, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren.
Nachdem wir jetzt durch sein Blut gerecht gemacht sind, werden wir durch ihn erst recht vor dem Gericht Gottes gerettet werden.
Da wir mit Gott versöhnt wurden durch den Tod seines Sohnes, als wir noch Gottes Feinde waren, werden wir erst recht, nachdem wir versöhnt sind, gerettet werden durch sein Leben.
Mehr noch, wir rühmen uns Gottes durch Jesus Christus, unseren Herrn, durch den wir jetzt schon die Versöhnung empfangen haben.

Evangelium nach Lukas 15,3-7.
In jener Zeit erzählte Jesus den Pharisäern und Schriftgelehrten ein Gleichnis und sagte:
Wenn einer von euch hundert Schafe hat und eins davon verliert, lässt er dann nicht die neunundneunzig in der Steppe zurück und geht dem verlorenen nach, bis er es findet?
Und wenn er es gefunden hat, nimmt er es voll Freude auf die Schultern,
und wenn er nach Hause kommt, ruft er seine Freunde und Nachbarn zusammen und sagt zu ihnen: Freut euch mit mir; ich habe mein Schaf wiedergefunden, das verloren war.
Ich sage euch: Ebenso wird auch im Himmel mehr Freude herrschen über einen einzigen Sünder, der umkehrt, als über neunundneunzig Gerechte, die es nicht nötig haben umzukehren.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Johannes Eudes (1601-1680), Priester, Prediger, Ordensgründer
Das wunderbare Herz, 12. Buch
„Nicht darin besteht die Liebe, dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt und seinen Sohn als Sühne für unsere Sünden gesandt hat“ (1 Joh 4,10)

Das Herz unseres Erlösers ist ein vor Liebe zu uns glühender Ofen: einer reinigenden Liebe, einer erleuchtenden Liebe, einer heiligenden Liebe, einer umwandelnden Liebe, einer vergöttlichenden Liebe: einer reinigenden Liebe, in welcher die Herzen besser gereinigt werden als das Gold im Feuer, einer erleuchtenden Liebe, die die Finsternis der Hölle vertreibt, in die die Erde gehüllt ist, und die uns eintreten läßt in das wunderbare Licht des Himmels: „Er hat uns aus der Finsternis in sein wunderbares Licht gerufen“ (1 Petr 2,9). Einer heiligenden Liebe, die die Sünde in unseren Seelen vernichtet, um das Reich der Gnade dort aufzurichten; einer umwandelnden Liebe, die Schlangen in Tauben verwandelt, Wölfe in Lämmer, Bestien in Engel, Kinder des Teufels in Kinder Gottes, Kinder des Zorns und des Fluchs in Kinder der Gnade und des Segens. Einer vergöttlichenden Liebe, die aus Menschen Gottwesen macht, indem sie sie zu Teilhabern an Gottes Heiligkeit werden läßt, zu Teilhabern an seinem Erbarmen, seiner Geduld, seiner Güte, seiner Liebe, seiner Nächstenliebe und seiner anderen göttlichen Vollkommenheiten: „damit ihr an der göttlichen Natur Anteil erhaltet [...]“ (2 Petr 1,4).

Das Herz Jesu ist ein Feuer, das seine Flammen in alle Richtungen ausstreckt, in den Himmel, auf die Erde, ins gesamte Universum; Feuer und Flammen, die die Herzen der Seraphim entflammen und die alle Herzen der Erde entflammten, würde das Eis der Sünde sich dem nicht entgegenstemmen.

Es ist von einer außergewöhnlichen Liebe zu den Menschen erfüllt, sowohl für die Guten und für seine Freunde, als auch für die Bösen und seine Feinde, für die es eine so große Liebe hegt, dass alle Wassermassen ihrer Sünden nicht fähig sind, sie auszulöschen.

« Letzte Änderung: 03. Juni 2016, 15:51:20 von vianney »
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Antw:Warum rufen unsere Seelsorger uns nicht mehr zur Busse und Sühne auf?
« Antwort #1095 am: 04. Juni 2016, 10:00:43 »
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Gedenktag des Unbefleckten Herz Mariens

Heute auch : Hl. Christa, Hl. Filippo Smaldone, Hl. Quirinus, Hl. Werner von Ellerbach

Kommentar zum heutigen Evangelium -
Hl. Johannes Eudes : „Seine Mutter bewahrte alles, was geschehen war, in ihrem Herzen“

Die Texte des Tages als Audio

Buch Jesaja 61,9-11.
So spricht der Herr: Die Nachkommen meines Volkes werden bei allen Nationen bekannt sein und ihre Kinder in allen Völkern. Jeder, der sie sieht, wird erkennen: Das sind die Nachkommen, die der Herr gesegnet hat.
Von Herzen will ich mich freuen über den Herrn. Meine Seele soll jubeln über meinen Gott. Denn er kleidet mich in Gewänder des Heils, er hüllt mich in den Mantel der Gerechtigkeit, wie ein Bräutigam sich festlich schmückt und wie eine Braut ihr Geschmeide anlegt.
Denn wie die Erde die Saat wachsen lässt und der Garten die Pflanzen hervorbringt, so bringt Gott, der Herr, Gerechtigkeit hervor und Ruhm vor allen Völkern.

Erstes Buch Samuel 2,1bcde.4-5ab.6-7.8.
Mein Herz ist voll Freude über den Herrn,
große Kraft gibt mir der Herr.
Weit öffnet sich mein Mund gegen meine Feinde;
denn ich freue mich über deine Hilfe.

Der Bogen der Helden wird zerbrochen,
die Wankenden aber gürten sich mit Kraft.
Die Satten verdingen sich um Brot,
doch die Hungrigen können feiern für immer.

Der Herr macht tot und lebendig,
er führt zum Totenreich hinab und führt auch herauf.
Der Herr macht arm und macht reich,
er erniedrigt, und er erhöht.

Den Schwachen hebt er empor aus dem Staub
und erhöht den Armen, der im Schmutz liegt;
er gibt ihm einen Sitz bei den Edlen,
einen Ehrenplatz weist er ihm zu.




Evangelium nach Lukas 2,41-51.
Die Eltern Jesu gingen jedes Jahr zum Paschafest nach Jerusalem.
Als er zwölf Jahre alt geworden war, zogen sie wieder hinauf, wie es dem Festbrauch entsprach.
Nachdem die Festtage zu Ende waren, machten sie sich auf den Heimweg. Der junge Jesus aber blieb in Jerusalem, ohne dass seine Eltern es merkten.
Sie meinten, er sei irgendwo in der Pilgergruppe, und reisten eine Tagesstrecke weit; dann suchten sie ihn bei den Verwandten und Bekannten.
Als sie ihn nicht fanden, kehrten sie nach Jerusalem zurück und suchten ihn dort.
Nach drei Tagen fanden sie ihn im Tempel; er saß mitten unter den Lehrern, hörte ihnen zu und stellte Fragen.
Alle, die ihn hörten, waren erstaunt über sein Verständnis und über seine Antworten.
Als seine Eltern ihn sahen, waren sie sehr betroffen, und seine Mutter sagte zu ihm: Kind, wie konntest du uns das antun? Dein Vater und ich haben dich voll Angst gesucht.
Da sagte er zu ihnen: Warum habt ihr mich gesucht? Wusstet ihr nicht, dass ich in dem sein muss, was meinem Vater gehört?
Doch sie verstanden nicht, was er damit sagen wollte.
Dann kehrte er mit ihnen nach Nazaret zurück und war ihnen gehorsam. Seine Mutter bewahrte alles, was geschehen war, in ihrem Herzen.


Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel



Kommentar zum heutigen Evangelium :

Hl. Johannes Eudes (1601-1680), Priester, Prediger, Ordensgründer
Le cœur admirable, Buch 9, Kap. 4
„Seine Mutter bewahrte alles, was geschehen war, in ihrem Herzen“

Unter den Marienfesten ist das Herz-Marien-Fest so etwas wie das Herz und die Königin der anderen Feste, weil das Herz der Sitz der Liebe und der Barmherzigkeit ist. Worum geht es an diesem Fest? Es geht um das Herz der einzigartigen und vielgeliebten Tochter des ewigen Vaters, um das Herz der Mutter Gottes; um das Herz der Gemahlin des Heiligen Geistes; um das Herz der gütigen Mutter aller Gläubigen. Es ist ein Herz, das Gott glühend liebt und ganz von Liebe zu uns entflammt ist.

Ihr Herz ist ganz Liebe zu Gott, weil es nie etwas anderes geliebt hat als Gott allein und das was Gott wollte: dass es in ihm und für ihn lebe. Es ist ganz Liebe, weil die selige Jungfrau Gott immer mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit all ihren Gedanken (Mk 12,30) liebte. Es ist ganz Liebe, denn es wollte nicht nur immer alles, was Gott wollte, und wollte nie anders; sondern war auch ganz Liebe, weil der liebenswerte Wille Gottes seine ganze Freude war.

Ihr Herz ist uns ganz in Liebe zugeneigt. Maria liebt uns mit der gleichen Liebe wie sie Gott liebt, denn sie sieht und liebt in uns ja Gott. Und sie liebt uns genauso, wie sie den Gottmenschen liebt, ihren Sohn Jesus. Denn sie weiß, dass er unser Haupt ist und wir seine Glieder sind (Kol 2,19), und dass wir folglich nichts als eins sind mit ihm.


Alles meinem Gott zu Ehren, in der Arbeit, in der Ruh!Gottes Lob und Ehr zu mehren, ich verlang und alles tu.

 

La Salette 1846



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